Bundesverdienstkreuz 1. Klasse würdigt Jürgen Eckhardts Leistung
Obermeister Schaal: „Markenzeichen klare Sprache“
Ein Jurist, der eine klare Sprache spricht. Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Er heißt Jürgen Eckhardt, kommt aus Stuttgart und trägt seit neuestem das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Chefs der rund 1.000 Kraftfahrzeugbetriebe der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart kennen ihn gut: Er stand und steht ihnen als Justitiar der Innung mit Rat und Tat zur Seite. Die Verhandlungsführer der IG Metall kennen ihn auch gut: Bei den Tarifverhandlungen mit dem Gewerbe saßen sie lange Jahre einem schlagfertigen Verhandlungspartner gegenüber, der sich, so Obermeister Klaus-Dieter Schaal aber dadurch auszeichnete, „dass am Ende alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden waren.“ Die Kraftfahrzeug-Innung freut sich, dass Eckhardts vielfältiges Engagement jetzt mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse belohnt wird.
Justizminister Rainer Stickelberger überreichte die Auszeichnung im Justizministerium in Stuttgart: "Unsere Gesellschaft braucht solche Menschen wie Jürgen Eckhardt, die über ihre tägliche Pflichterfüllung hinaus ihr eigenen Interessen zurückstellen, um sich dem Gemeinwohl zu widmen,“ sagte der Minister bei der Überreichung des Ordens, der die zweite Auszeichnung des Geehrten darstellt. Für sein überdurchschnittliches freiwilliges Engagement war Eckhardt bereits 1987 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.
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Verdienste hat sich der heute 73-Jährige beispielsweise um den Aufbau des Versorgungswerks der Rechtsanwälte in Baden-Württemberg erworben. Ein weiterer Schwerpunkt des ehrenamtlichen Engagements von Jürgen Eckhardt waren laut Justizministerium die an vielen Amtsgerichten im Land tätigen Beratungsstellen für mittellose Rechtssuchende. Sie bieten, aufgrund einer Vereinbarung zwischen Justiz und Anwaltschaft, sozial schwachen Bürgerinnen und Bürgern ein zusätzliches Angebot neben der „klassischen“ Beratungshilfe.
Für das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe und die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart war er nicht nur Syndikus und Mitglied des Rechts- und Arbeitsrechtsausschusses beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und in Beratungsgremien beim Zentralverband des Tankstellengewerbes (ZTG) sowie beispielsweise auch erfolgreicher Verhandlungsführer bei den Tarifverhandlungen. „Er ist“, sagt Obermeister Klaus-Dieter Schaal „bis heute nicht nur ein kompetenter, sondern auch ein freundschaftlicher Ratgeber“. Ein Ratgeber mit Markenzeichen, denn Eckhardt, 1938 in Ostpreußen geboren, als Kleinkind Berliner und schließlich als Student Tübinger, „hat immer schnell, präzise klar und deutlich agiert. Wenn er ans Pult tritt, um beispielsweise eine Wahl oder eine Abstimmung abzuwickeln, dann geht das Ruckzuck ohne langes Herumgerede, aber rechtlich immer völlig in Ordnung.“ Mit der Auszeichnung werde jetzt Eckhardts Lebenswerk angemessen gewürdigt: „Andere bekommen einen Bambi, er einen Orden.“
Hier ist der Automarkt ein wenig anders als in der Republik
Stuttgarter fahren den Daimler als Volkswagen und Porsche hängt BMW ab
Dass Daimler in Stuttgart mit 17.891 Pkw gut doppelt so viele Autos zulässt wie VW, kennt Bernhard Schäufele schon. Dass aber Porsche im Jahr 2011 mit 3.690 Fahrzeugen bei den Pkw-Neuzulassungen in der Landeshauptstadt BMW mit 2.915 abgehängt hat, verblüfft den Stuttgarter Kreisvorsitzenden und Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart denn doch etwas: „Das spricht dafür, dass die Fahrzeuge unserer beiden Hersteller begehrt sind“. Und dafür, dass es den Menschen, die sich die Fahrzeuge leisten können, auch nicht schlecht geht.“ Es spricht auch dafür, dass Stuttgart im Automarkt einfach etwas Besonderes ist, denn bundesweit führt ansonsten VW vor BMW und Merce-des und Porsche liegt auf Platz 24.
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Aus Sicht eines Mannes, der für die Autohäuser spricht, gibt es für Bernhard Schäufele mehrere Facetten, die zu berücksichtigen sind, wenn es gilt, die Zulassungszahlen zu kommentieren. Da sind zum einen die Werkswagen. „Es ist sicher ein kluger Schachzug den eigenen Leuten die Autos zu verkaufen, die sie selber bauen, das hat sich für Daimler seit Jahrzehnten bewährt.“ Das ist mit ein Grund dafür, warum jeder 16. Daimler in Deutschland in Stuttgart zugelassen wurde, aber nur jeder 91. VW.
Da ist aber auch der Vergleich zum Vorjahr: „Da müssen wir feststellen, dass die 17.891 neuzugelassenen Daimler nur 362 oder 2,07 Prozent mehr sind als 2010.“ Deutlich besser schloss da VW ab: „VW wurden in Stuttgart 3.208 Pkw mehr neu zugelassen, das ist ein Plus von fast 75 Prozent gegenüber 2010“, sagt Bernhard Schäufele beim Blick auf die Zulassungszahlen, die jetzt von der Zulassungsstelle der Stadt Stuttgart veröffentlicht wurden. „Dieses Plus kam dann wohl zum großen Teil auch den Autohäusern der Marke in Stuttgart und der Region zugute.“ Was wichtig ist, denn das sichert Arbeitsplätze im Kfz-Gewerbe.
Porsche wiederum „hat wohl in der Modellpolitik alles richtig gemacht, denn ein Zuwachs von knapp 53 Prozent, den der Anstieg von 2.416 auf 3.690 Neuzulassungen bedeutet, spricht dafür, dass die Autos den Kundengeschmack treffen.“ Hohe prozentuale Zuwächse bei den Herstellern, von denen mehr als 100 Fahrzeuge zugelassen wurden, haben auch Chrysler (+49 %), Hyundai (+48%), Seat (+43%), Renault (+24%), Kia (+21%), Toyota (+21%) und Volvo (+20%). Dabei, so Bernhard Schäufele, „ist aber immer zu berücksichtigen, dass es ein Unterschied ist, ob Audi um 234 Fahrzeuge zulegt oder Renault um 180, weil Audi von einer höheren Ausgangszahl her kommt und die 234 Fahr-zeuge dann eben nur ein Zuwachs von 10,3 Prozent sind.“
Es gibt auch Marken, die 2011 keinen Zuwachs hatten: Skoda (-8), Ford (-48), Peugeot (-61), Fiat (-169) und Mazda (-55) haben 2011 in Stuttgart weniger Autos verkauft, wenn die Hersteller mit mehr als 100 Zulassungen Basis der Aussage sind. Aber auch die Lust auf Ferrari und Maserati scheint im letzten Jahr gelitten zu haben: acht neue Ferrari und nur zwei Maserati, „so wenige gab’s schon seit Jahren nicht mehr“, sagt Bernhard Schäufele. Bei Lamborghini ist sogar totale Fehlanzeige. Das bedauert er, denn den Sportwagen mit dem Stier mag er besonders. Und ein anderes Powerauto ist auch schon wieder Schnee von gestern: Tesla, der Elektroauto-Pionier aus den USA hat immerhin drei Autos in Stuttgart abgesetzt. 2012 gibt’s den Elektrorenner aber höchstens noch gebraucht: „Tesla zieht bei seinem Roadster den Stecker“, meldete Bild am 19. Dezember. „Der Markt wird frühestens in diesem Jahr interessant“, sagt Bernhard Schäufele, „letztes Jahr gab’s ja von den großen Herstellern nichts zu kaufen.“
Derweil ist eine neue Elektrotankstelle noch ein Grund für einen Minister zum Pressetermin ins Parkhaus zu laden, wie es Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid in die Stutt-garter Parkgarage Staatsgalerie tat: Derzeit können laut Ministerium in 14 Parkhäusern in Stuttgart, Esslingen und Karlsruhe Elektrofahrzeuge aufgeladen werden. Zum Jahresbeginn 2012 wollen die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg (PBW) und die EnBW 14 weitere Elektrotank-stellen im Raum Mannheim, Stuttgart und Ulm einrichten. Insgesamt sollen 71 Stromtankstellen mit 142 Ladepunkten entstehen. „Damit haben wir im Moment womöglich mehr Stromtankstellen als Elektrofahrzeuge“, sagt Bernhard Schäufele, „aber je besser die Infrastruktur desto größer die Chance auch die entsprechenden Fahrzeuge an den Mann oder die Frau zubringen. Den Autohäusern kann das nur recht sein.“
Licht ok? Winterreifen montiert?
„Licht ok? Winterreifen montiert? Kommen Sie gut durch den Winter“. In den nächsten Tagen wird das immer wichtiger, da sind sich Regierungsvizepräsident Dr. Christian Schneider und der Stuttgarter Bürgermeister Dr. Martin Schairer sicher. Die beiden stehen deswegen auch voll hinter der gemeinsamen Aktion von Regierungspräsidium, Stadt Stuttgart, Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und TÜV Süd, die jetzt anläuft. Zusammen mit Obermeister Klaus-Dieter Schaal und Innungsgeschäftsführer Christian Reher präsentierten sie das neue Spannband, das helfen soll, das keiner vergisst, dass die Winterräder montiert werden müssen und das Licht im Rahmen des laufenden Lichttests kostenlos kontrolliert wird. Ab nächste Woche sind die Spannbänder auf Brücken über vielbefahrenen Straßen in der Region und in Stuttgart an im Einsatz. Die Aktion geht ins zweite Jahr, weil das Echo auf die erste derartige Aktion 2010 ausgesprochen positiv war: „Die Spannbänder fallen auf und die Autofahrer reagieren darauf“, sagt Klaus-Dieter Schaal.
Herbstforum der Kraftfahrzeuginnung
Das Autojahr 2011 wird gut, aber 2012 hängt alles von der Politik ab
Bild von links: Thomas Höfle, Thorsten Treiber, Klaus-Dieter Schaal, Christian Reher
Das Autojahr 2011 hat ein Happy End, da ist sich Torsten Treiber, stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sicher. Beim 23. Herbstforum der Innung in Sindelfingen sagte er eine „durchschnittliche Händlerrendite“ von um die zwei Prozent voraus, sprich schwarze Zahlen in den Autohäusern. Die rund 500 Gäste in der Sindelfinger Stadthalle, die der Kreisvorsitzende Thomas Höfle namens der Innung begrüßen konnte, hörten aber nicht nur Zahlen: Für die Stadt Sindelfingen wies der Chef der Wirtschaftsförderung, Olaf Krüger, auf die Sindelfinger Tradition als Automobilstandort hin. Der SWR-Moderator Thorsten Link beantwortete die Frage „Brauchen wir mehr Sicherheit auf unseren Straßen?“ mit Ja. Bernhard Schäufele, Pressesprecher der Innung zeigte, wie sich die Innung hier mit ihrer Kindergartenaktion für dieses Thema engagiert und das Kinderballett Stuttgart sowie die Sittah’s Angels verzauberten das Publikum, letztere mit eine „Illusions-Show der Superlative“, so Obermeister Klaus-Dieter Schaal, der die Veranstaltung zusammen mit Innungsgeschäftsführer Christian Reher organisiert hatte.
Die Mischung aus Information und Unterhaltung ist das Markenzeichen der in dieser Form bundesweit einmaligen Innungsveranstaltung. Zu den Informationen gehörte der Rückblick aufs Autojahr, der positiv ausfiel und die die Voraussage für 2012, die schon schwerer fiel. „Normalerweise wäre mit einem leichten Rückgang bei den Neuzulassungen und einem Zuwachs bei den Gebrauchtwagen zu rechnen“, so Torsten Treiber vor den Kolleginnen und Kollegen. Wenn’s keine weiteren Verschuldungsturbulenzen gibt.
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Die Autobranche in der Region mit ihren rund 1.000 Betrieben und 12.000 Beschäftigten hängt nicht nur von den eigenen Marketingfähigkeiten ab, sie ist auch ein Spielball der Politik. Das kommt bei der Betrachtung von 2011 genauso klar heraus, wie bei der Voraussage 2012. Da gratulierte der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, Dr. Harry Brambach, der Innung zu ihren Initiativen, mit denen sie sich für die Partikelfilternachrüstung in Stuttgart stark machte und dazu, dass sie eine treibende Kraft war, die Partikelfilterförderung wieder einzuführen. Torsten Treiber aber musste bekennen, dass es da „ein lachendes und ein weinendes Auge“ gibt.
Das weinende, weil die Politik in Berlin trotz aller Hinweise auf die besondere Stuttgarter Situation mit dem Fahrverbot für Gelb ab dem 1. Januar 2012 keine rückwirkende Förderung zulässt. Mit dem Ergebnis, dass jetzt die bestraft werden, die sich früh um eine Nachrüstung gekümmert haben oder die pünktlich nachrüsten.
Entscheidend für die Entwicklung 2012 wird wieder die Politik sein, da sind sich Torsten Treiber und Dr. Brambach einig: „Ein höheres Maß an Kontinuität und Beständigkeit“ (Dr. Brambach) in den wirtschaftliche Rahmenbedingungen wäre wünschenswert. Auch deshalb, weil der Automarkt in der Region zu zwei Dritteln von den Firmen und deren wirtschaftlicher Lage abhängt.
Zur frohen Botschaft, dass im Schnitt zwei Prozent Umsatzrendite zu erwarten sind, kam aber auch ein bisschen Selbstkritik: Selbst in einer Zeit, in der es Lieferzeiten gab und gibt, gibt es in manchen Autohäusern noch Rabatte, die das wirtschaftliche Ergebnis gefährden. Treiber „Es liegt an uns, die viel zu hohen Rabatte abzustellen.“
Und es liegt an den Autohäusern ihr drittes Standbein abzusichern. Denn neben Neuwagen und Gebrauchtwagen ist da noch der Werkstattbereich. Und neben Konkurrenten, wie dem ADAC, der eine eigene Werkstattkette plant, gibt es da aus Treibers Sicht auch mangelnde betriebswirtschaftliche Kompetenz, die Gefahr bringt: Denn ausgerechnet der „Ertragsquelle Nummer 1“ droht Gefahr aus den eigenen Reihen: „Wer Werkstattleistungen verschenkt oder zu Ramschpreisen offeriert, legt die Axt an die wichtigste Ertragssäule des Betriebes.“
Gefahr, allerdings die, die dem Mensch als Verkehrsteilnehmer droht, war auch das Thema von Thorsten Link, Moderator der Automagazine „startklar“ und ARD-Ratgeber „Auto und Verkehr“: Er verwies auf die momentan wieder steigende Zahl der Verkehrstoten in Deutschland und nahm seine Zuhörer dann auf eine Tour durch die Welt und die rasant steigenden Unfallzahlen mit: „Das ist wie eine Epidemie“.
Die Möglichkeiten, dem entgegenzusteuern, grenzte er auf zwei Bereiche ein: Erstens gesetzliche Regelungen, wobei er kein Tempolimit forderte, aber auf die Möglichkeiten hinwies die darin stecken, vorausgesetzt, „es wird auch ausreichend kontrolliert“. Zweitens technische Verbesserungen: Das reicht von verbesserten Unfallsicherheit der Fahrzeuge bis hin zu den neuen Fahrassistenzsystemen.
Das Stichwort Innovation hatte zuvor auch Geschäftsführer Dr. Olaf Krüger von der Wirtschaftsförderung Sindelfingen angesprochen. Sindelfingen sei ein Innovationsstandort der Autobranche und auch selber innovativ: beispielsweise mit dem deutschlandweit größten Großrechner, der für eine intelligente Ampelsteuerung sorge. Wobei da aber dann die Intelligenz mancher Verkehrsteilnehmer an ihre Grenzen kommt: „Wir registrieren eine zunehmende Zahl von Rotlichtverstößen.“
Womit sich der Kreis zum Thema Verkehrssicherheit schloss, die Thorsten Link am Herzen liegt. Das gilt für ihn auch mit Blick darauf, was denn 2012 in den Autohäusern verkauft wird: Momentan, so Thorsten Link, sei zu beobachten, dass sich die Kunden eher für Komfort entscheiden. Lieber eine Einparkhilfe als ein Notbremssystem. Da sieht er eine Aufgabe für die Händler: Sie sollten den Autofahrern klar machen, dass es um deren Gesundheit (und auch die ihrer Kinder auf der Rückbank geht): Mit den neuen Notbremssystemen beispielsweise, „lassen sich zwölf Prozent aller Auffahrunfälle vermeiden.“
Begeistert zeigte sich der SWR-Moderator von der Innungsaktion „Verkehrssichere Kinder“, bei der die Innung Kindergärten für gute Verkehrsicherheitsarbeit belohnt. 16 Kindergärten mit rund 800 Kindern in der Region haben das mit der Auszeichnung verbundene Verkehrssicherheitspaket, mit dem sich im Kindergarten ein kleiner Verkehrübungsplatz aufbauen lässt, inzwischen schon bekommen, so Innungspressesprecher Bernhard Schäufele, der die Aktion seinen Kolleginnen und Kollegen vorstellte. Mit von der Partie ist dabei immer ein Team von der Landesverkehrswacht. Deswegen bekam Willi Burger, Vorstand der Landesverkehrswacht, von Bernhard Schäufele einen Porsche überreicht. Allerdings einen im Bobby-Car-Format und als Teil des 17. Verkehrssicherheitspaketes, das jetzt an die Landesverkehrswacht ging. Das aber am Ende auch wieder einem Kindergarten zugute kommt, denn Innung und Landesverkehrswacht arbeiten bei diesem Projekt perfekt zusammen. Und werden das auch in Zukunft tun, denn Bernhard Schäufele setzt darauf, dass die Autohäuser weitere Verkehrssicherheitspaket sponsern: „Das ist das Beste, was wir tun können“, so Schäufele und Thorsten Link sieht’s genau genauso: „Bei den Kindern im Kindergarten ansetzen, da gibt die Innung ein gutes Beispiel.“
Kraftfahrzeuginnung: „Heuern und feuern machen wir nicht“
Beratung für Berufsberater: Hautnah in die Autoberufe eingetaucht
„Berufsberater müssen die Berufe kennen, über die sie die Jugendlichen beraten“, sagt Obermeister Klaus-Dieter Schaal von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Rund 40 Berufsberater aus der Region Stuttgart kennen die Autoberufe jetzt besser. Sie nahmen an einer Infoveranstaltung der Innung teil, bei der sie hautnah sehen konnten, wie die Ausbildung bei Kfz-Mechantronikern, Automobilkaufleuten oder einem der anderen Autoberufe abläuft. Mehr noch: „Wir haben ihnen auch erklärt, dass junge Gesellen für unser Handwerk keine Verfügungsmasse sind, die in schlechten Zeiten einfach vor die Tür gesetzt wird“, sagt Klaus-Dieter Schaal.
Letzteres bezieht sich auf die Aktion der Innung in der Krise 2008/2009 als es darum ging, die fertigen Azubis auch in Arbeitsverhältnisse zu übernehmen: Und es bezieht sich auf die Philosophie, die hinter der Ausbildung im Kraftfahrzeuggewerbe steckt. Michael Ziegler, Vorstand der Schwabengarage AG, hob vor den Berufsberatern auf die hohe Qualifikation ab, die heutzutage in diesen Berufen erwartet wird – und dass aus den Azubis von heute im Autohaus das Führungspersonal von morgen wird.
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„Heuern und feuern, das machen andere, wir machen das nicht“, sagt Klaus-Dieter Schaal. Dass die von ihm eingeführten Berufsberater-Infotage wichtig sind, liest er daran ab, „wie hartnäckig sich bei den Berufsberatern immer noch die Vorstellung hält, dass es in der Werkstatt ölig und schmutzig zugeht und nur Kraft gefragt ist.“
Aber mit diesen Vorstellungen hat die Veranstaltung aufgeräumt. Bei der Tour durch die Schwabengarage, die die Innung bei dem Berufsberater-Infotag unterstützte, erlebten sie an allen Stationen Azubis live und bekamen die Infos zu den jeweiligen Berufen aus erster Hand. Dazu kam die Darstellung der verschiedenen Karrieremöglichkeiten inklusive Berufskolleg für Azubis mit Mittlerer Reife oder Abitur: „Das Echo bei den Berufsberatern war sehr positiv“, freut sich Klaus-Dieter Schaal – „so ein Tag im Autohaus sagt mehr als eine Hochglanzbroschüre, das war deutlich zu merken. Für uns ist das wichtig, denn im Wettbewerb um die Lehrlinge, sind die Berufsberater eine wichtige Schnittstelle.“
Beste Berufsschulen im Kfz-Gewerbe ausgezeichnet
Die Ausbildungsmagazine »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN« zeichneten gemeinsam mit ihren Partnern die Berufsschule in Backnang aus
Die beste Berufsschule für das Kfz-Gewerbe 2011 befindet sich in Backnang (Baden-Württemberg). Die Jury des Branchenawards „Beste Berufsschule“ zeichnete die Gewerbliche Schule Backnang in der Kategorie gewerblich-technisch aus.
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Die Fachzeitschriften »autoFACHMANN«, »autoKAUFMANN« und »kfzbetrieb« hatten in diesem Jahr zum dritten Mal zum Wettbewerb um den Titel der besten Berufsschule im Kfz-Gewerbe aufgerufen. Unter der Schirmherrschaft des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und mit Unterstützung der Partner ZF Services, Lucas-Nülle und AVL Ditest suchten sie diesmal diejenigen Partner im dualen Ausbildungssystem, die mit ihren Schülern die interessantesten Projektarbeiten durchführen. Die Sieger erhielten am 7. Oktober im Rahmen des Fachkongresses „Auto und Ausbildung – Das Forum“ in Würzburg ihre Pokale, Urkunden und Preisgelder.
Aus rund 90 Bewerbungen musste die Fachjury die besten auswählen; ein Dutzend Projekte kam in den engeren Kreis der Sieger-Kandidaten. Die interessantesten Berufsschulen schauten sich die Mitglieder der Jury dann direkt vor Ort an, um nach Gesprächen mit Lehrern und Azubis ihr endgültiges Ranking festzulegen.
Bereits im Jahr 2010 erhielt die Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart Bad Cannstatt den Award "Beste Berufsschule 2010". Die Gewerbliche Schule Backnang setzt diese Tradition im Jahre 2011 nun fort - ein hervorragendes Ergebnis für unsere Region!
Bis jetzt läuft die Autokonjunktur immer noch gut
In den ersten neun Monaten kamen über 15.000 Pkw mit LB neu auf die Straße
Für die Autohäuser im Kreis Ludwigsburg gibt es im Moment nichts zu meckern, sagt Torsten Treiber Kreisvorsitzender und stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Nach den ersten neun Monaten fällt die Bilanz ausgesprochen positiv aus: Insgesamt wurden seit Jahresanfang 15.124 Pkw neu zugelassen. Das sind 14,5 Prozent mehr als vor einem Jahr: „Damit liegen wir besser als in den Jahren 2008 und 2007 und 20.000 verkaufte Neu-Pkw als Jahresergebnis in greifbarer Nähe.“ Ob’s ein Verkaufsrekord wird, hängt allerdings weniger von den Autohäusern ab: „Politik und Banken müssen Sicherheit vermitteln, sonst kann die Kauflaune schnell abnehmen.“ Sicherheit ist auch das Thema bei der neuesten Aktion der Innung
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Verglichen mit 2008 liegen die Verkaufszahlen insgesamt um 287 höher als damals nach neun Monaten. Damals nahm die Bankenkrise ihren Anfang und führte zu einem Konjunktureinbruch. „Im Moment sieht aber alles gut aus“, denn die aktuellen Zulassungszahlen aus dem Landratsamt bedeuten ein Plus von 7,4 Prozent im September gegenüber dem Jahr 2010.
Von der absoluten Zahl der neuzugelassenen Pkw brachte der September 1.839 (Vorjahr 1.712) neue Pkw auf die Straße. Ohne Lieferfristen wären es wohl noch ein paar mehr gewesen, „aber die Lage ist immer noch recht angespannt. Vor allem Geländewagen (SUVs) sind selten unter fünf Monaten lieferbar.“ Wie es im Einzelnen aussieht, hängt immer vom Modell ab.
Wer ein günstiges Autos sucht, für den tut sich durch die IAA eine Chance auf: „Bei den Modellen, für die neue Nachfolger vorgestellt wurden, gibt es Chancen, die günstiger zu bekommen.“ Vorausgesetzt, es ist noch ein Auto da. Denn, wer die Wahl hat, ein Auto vom Hof zu kaufen oder vier Monate zu warten, „der entscheidet sich schon mal für Tageszulassung, Vorführwagen oder Dienstwagen“. Das sorgt dafür, dass der Gebrauchtwagenmarkt für die Autohäuser profitabel ist. Mit 3.884 Gebrauchtwagen, die im September im Kreis Ludwigsburg auf einen neuen Besitzer eingetragen wurden, liegt die Zahl um 5,7 Prozent oder 211 Fahrzeuge über der des Vorjahres. In der Dreivierteljahresbilanz liegt die Gesamtzahl bei 33.143 Besitzumschreibungen, denen ein Halterwechsel zugrunde liegt, 1.667 oder 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Zufrieden sind die Kfz-Betriebe laut Torsten Treiber auch mit der Entwicklung im Werkstattgeschäft. „Im Moment läuft der Lichttest und wer klug ist, nutzt den Oktober, um seine Winterräder montieren zu lassen.“
„Licht ok? Winterreifen montiert? Kommen Sie gut durch den Winter“. In den nächsten Tagen wird das immer wichtiger, da sind sich Regierungsvizepräsident Dr. Christian Schneider und der Stuttgarter Bürgermeister Dr. Martin Schairer sicher. Die beiden stehen deswegen auch voll hinter der gemeinsamen Aktion von Regierungspräsidium, Stadt Stuttgart, Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und TÜV Süd, die jetzt anläuft. Zusammen mit Obermeister Klaus-Dieter Schaal und Innungsgeschäftsführer Christian Reher präsentierten sie das neue Spannband, das helfen soll, das keiner vergisst, dass die Winterräder montiert werden müssen und das Licht im Rahmen des laufenden Lichttests kostenlos kontrolliert wird. Ab nächste Woche sind die Spannbänder auf Brücken über vielbefahrenen Straßen in der Region und in Stuttgart an im Einsatz. Die Aktion geht ins zweite Jahr, weil das Echo auf die erste derartige Aktion 2010 ausgesprochen positiv war: „Die Spannbänder fallen auf und die Autofahrer reagieren darauf“, sagt Klaus-Dieter Schaal.
Das war auch bei der letzten Spannbandaktion zum Thema Fahrverbote in den Umweltzonen so. „Wir merken das an der Nachfrage in den Werkstätten, die Aktion hat voll ins Schwarze getroffen.“ Schwer einzuschätzen, ist die Entwicklung aber trotzdem, denn es gibt ja auch die Möglichkeit, das Auto zu verkaufen. Wer sich über Nachrüstmöglichkeiten informieren will, für den ist www.katundfiltersuche.de die erste Adresse neben der Stammwerkstatt, sagt Torsten Treiber. Und finanziell sollte ihm auch geholfen werden: „Wir von der Innung meinen, dass die nachrüstungswilligen Dieselbesitzer finanzielle Hilfestellung vom Staat bekommen und wie früher 330 Euro Nachrüstungszuschuss bekommen sollten.“
Das fordert die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in einem Brief an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region. Der Zuschuss soll rückwirkend bezahlt werden. Das Geld, so Obermeister Klaus-Dieter Schaal, „kann dabei kein Problem sein, der Staat hat über die Strafsteuer für Dieselfahrer Millionen von Euro eingenommen, zumindest dieses Geld sollte er jetzt an die Dieselfahrer als Partikelfilterförderung zurückgeben. Die beispielsweise an baden-württembergische Nachrüster ausbezahlte Förderung „liegt bei rund 18,5 Millionen Euro, so dass insgesamt noch Mittel um die 80 Millionen Euro oder mehr allein aus Baden-Württemberg für weitere Förderungsinitiativen zur Verfügung stehen müssten, so Klaus-Dieter Schaal. Die Innung meint, dass es jetzt die beste Zeit ist, die Diesel-Strafsteuer zurück zu zahlen.
Kraftfahrzeuginnung wünscht sich mehr Polizeikontrollen
Wer mit kaputtem Licht durch die Gegend fährt, ist verantwortungslos
Draußen wird’s dunkler und die Kraftfahrzeuginnung sieht schwarz: „Rund ein Drittel aller Autos ist jetzt wieder mit defekten Scheinwerfern oder Rückleuchten unterwegs, das ist erschütternd“, sagt Klaus Dieter Schaal, Obermeister der Kraft-fahrzeuginnung Region Stuttgart. Er sieht einen Grund dafür auch darin, dass die Kraftfahrzeugbetriebe zwar zum Lichttest aufrufen, „die Polizei aber viel zu wenige Autos aus dem Verkehr zieht, die mit defekter Beleuchtung unterwegs sind. Dabei sind diese doch leicht zu erkennen.“ „Verantwortungslos“, nennt Pressesprecher Bernhard Schäufele das Verhalten der Autobesitzer mit defekter Beleuchtung, „wer nichts sieht oder nicht gesehen wird, riskiert das Leben anderer.
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Dabei sind die rund 36 Prozent, von denen hier eingangs Rede war, noch die Guten. Denn das sind die Autobesitzer, die letztes Mal den jetzt beginnenden alljährlichen Lichttest nutzten, um in der Werkstatt nach dem Rechten sehen zu lassen. Und bei denen dann eine defekte Beleuchtung gefunden wurde. Aber die waren wenigstens in der Werkstatt „und hinterher in Ordnung“. Die anderen fahren so weiter wie bisher, obwohl die Innungsbetriebe einen vom 1. Oktober den kostenlosen Lichttest anbieten und „Kontrollgerät bei Fuß stehen“, so Bernhard Schäufele.
Was dabei heraus kommen kann, ist folgendes Szenario: Nebel, Regen und beim Vordermann brennt ein oder kein Schlusslicht. Der fährt wie mit der Tarnkappe. Für Obermeister Klaus Dieter Schaal ist das eine Horrorvorstellung, aber keine abwegige, denn die Zahlen sprechen ein klare Sprache: „Seit Jahren haben wir immer rund zehn Prozent der Fahrzeuge, die im Oktober in die Werkstatt kommen, bei denen die rückwärtige Beleuchtung defekt ist.“
Vorne ist’s noch schlimmer: Zu hoch, zu niedrig, ein Licht, kein Licht, so sieht’s an jedem vierten getesteten Wagen aus. Kein Licht? „Ja, im letzten Jahr waren sieben Prozent blind unterwegs“, zitiert Schaal die Ergebnisse des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Kein Licht am Auto, aber im Dunkeln auf Tour, „das ist kein Kavalierdelikt, das ist akute Gefährdung von Menschen.“
Dabei sieht jeder, was los ist, wenn die Abenddämmerung ein-setzt. „Mir sind in meinen Leben noch nie so viele Autos mit defekter Beleuchtung begegnet, wie in den letzte Tagen“, sagt Bernhard Schäufele, „Freiwilligkeit allein scheint da einfach nicht zu reichen.“
Denn der Lichttest ist freiwillig und kostenlos, seine Ergebnisse „sind übertragbar“ und die Schlussfolgerung ist für Obermeister Klaus Dieter Schaal einfach: „Appelle an die Vernunft sind gut, aber Polizisten, die defekte Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen, sind besser.“ Seit 2001 schwankten die Mängelquoten von Jahr zu Jahr nur minimal. Das heißt, „die Leute nehmen das Thema Licht am Auto nicht mehr ernst“. Innerorts gut beleuchtete Straßen sorgten für mehr Sicherheit und die früher üblichen Verkehrssicherheitsaktionen der Polizei „sind wohl den Einsparungszwängen zum Opfer gefallen“.
Die Innung kann nur appellieren, was sie in diesem Jahr wieder tut: „Wir hoffen auf eine große Teilnahme beim Lichttest, wie immer.“ Sie kann auch einen Tipp geben, der die Teilnahme steigert: „Am besten ist es, ab 1. Oktober die Winterreifen aufziehen zu lassen und den Lichttest damit zu kombinieren.“ Denn dann greift wieder die „O-O-Regel Winter“: Zwischen Oktober und Ostern sollten Winterreifen auf dem Auto sein.
Was die Polizei bei Unfällen ja auch kontrolliert und was nach Schaals Einschätzung dafür sorgt, dass „inzwischen im Winter weniger mit den falschen Reifen als mit defekter Beleuchtung unterwegs sind.“ Denn die Winterreifenpflicht nehmen die Autofahrerinnen und –fahrer ernst, weil da im Falle eines Unfalls auch Schuldfrage und Schadenersatz dran hängen. „Das ist aber bei der Beleuchtung genauso, wer im Dunkeln schlecht beleuchtet auf der Straße unterwegs ist, der hat ganz schlechte Karten, wenn es zum Unfall kommt, denn es geht ja nicht nur ums Sehen, sondern auch ums Gesehenwerden.“
„Feinstaubpapst“ Bernhard Schäufele wird 70
Bernhard Schäufele, seit 1994 Stuttgarter Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und seit 2009 Pressesprecher der regionsweit rund 1.000 Kfz-Betriebe repräsentierenden Innung feiert heute (Donnerstag, 29. September) seinen 70. Geburtstag. „Mit seinem Expertenwissen und seiner gewinnenden Art“ ist der Geschäftsführer des Autohauses Lutz in Stuttgart-Möhringen „die Stimme der Innung in der Außendarstellung“, bringt Obermeister Klaus-Dieter Schaal die Arbeit des Stuttgarters auf den Punkt.
Ein Beispiel sei das Thema Luftreinhaltung und Nachrüstung, das die Innung seit Jahren vorantreibt: „Zauberdüse soll alte Benziner vor dem Fahrverbot retten“, zitiert Schaal eine Schlagzeile aus der Stuttgarter Zeitung des Jahres 2007. „Da war er der erste, der diese technische Möglichkeit für ältere Fahrzeuge vorschlug.“ Wenig später avancierte Bernd Schäufele zum „Feinstaubpapst“, weil die Innung mit ihren Nachrüstaktionen und Informationsangeboten rund um das Thema Partikelfilter mit Anrufen von Buxtehude bis Berchtesgaden eingedeckt wurde.
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Für die Aktion „Verkehrssichere Kinder“, bei der die Kraftfahrzeuginnung Kindergärten in der ganzen Region für ihre Verkehrssicherheitsarbeit mit Verkehrssicherheitspaketen auszeichnet, wurde der Pressesprecher 2010 mit dem „Blauen Kalligraphen in Silber“ des Zentralverbandes des deutschen Kraft-fahrzeuggewerbes (ZDK) ausgezeichnet. Diese bundesweite Auszeichnung wird für herausragende Aktionen in der Öffentlichkeitsarbeit vergeben, die beispielgebend für andere Innungen sind.
Bernhard Schäufele liegt dieses Thema ganz besonders am Herzen, er kümmert sich persönlich um die Kindergärten, die sich für diese Auszeichnung interessieren (Kontakt: Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart, Lombacher Straße 22, 70563 Stuttgart, Telefon: (07 11) 78 23 99 – 11, Telefax: (07 11) 78 23 99 – 16, E-Mail: info@kfz-innung-stuttgart.de).
„Bernhard Schäufele ist ein im wahrsten Sinne des Wortes engagierter Mann“, sagt Obermeister Klaus-Dieter Schaal; „einer, der da ist, wenn er gebraucht wird. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Ein größeres Lob kann man ihm nicht machen.“ Aber überraschen kann ihn die Innung schon. Auf seinem Weg zur Arbeit und am Autohaus lässt sie heute zwei Glückwunschbanner aufhängen. Auch das hat seinen aktuellen Bezug: „Die Banneraktionen zum Thema Fahrverbot zusammen mit der Stadt und dem Regierungspräsidium war unsere jüngste Aktion bei der Bernhard Schäufele eine entscheidende Rolle gespielt hat“, sagt Schaal. „Einmal Feinstaubpapst, immer Feinstaubpapst.“
Kfz-Innung lobt Kindertagesstätte Allmandstraße
Meinhardt: Für Kinder ist es wichtig, richtiges Verkehrsverhalten zu üben
Im Bildhintergrund (in den Anzügen): Bernhard Schäufele, Wolfgang Meinhardt, Erwin Mayer (von links) und Kindergartenleiterin Inge Heimbach. Bild: Banzhaf
Sechs kleine, blaue BMW, Verkehrsschilder, kleine Ampeln – der Vaihinger Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt ist ein bisschen neidisch. Als er klein war, „waren wir mal im Verkehrsgarten Stuttgart West“. Heute ist er groß und freut sich drüber, dass die Kinder der Tagesstätte Allmandstraße nicht mehr den Weg in einen Verkehrsgarten nehmen müssen, denn den haben sie jetzt im Haus. Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart übergab dem Kindergarten ein Verkehrssicherheitspaket als Anerkennung für die bisher geleistete gute Verkehrssicherheitsarbeit und Ansporn für die weitere Arbeit, denn die ist „vorbildlich“, so der Kreisvorsitzende der Innung, Bernhard Schäufele, „und deswegen lobenswert“.
40 Kinder lernen fürs Leben – allerdings nicht erst in der Schule, sondern schon im Kindergarten: „Verkehrserziehung kann nicht früh genug anfangen“, darin ist sich Bernhard Schäufele mit dem Bezirksvorsteher und der Leiterin der Kindertagesstätte, Inge Heimbach, einig: „Wir“, sagt Wolfgang Meinhardt, „müssen in Vaihingen mit den Thema Verkehr leben“. Und für die Kinder sei es wichtig, das richtige Verhalten immer wieder zu üben.
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Üben aber lässt sich am besten am praktischen Beispiel. Beispielsweise wenn der eine auf dem Bobbycar der Autofahrer ist und der andere am Zebrastreifen steht. Hält er, hält er nicht? Praktische Übung im geschützten Bereich, das ist die Idee, die hinter den Verkehrssicherheitspaketen steckt, die die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart an Kindergärten vergibt.
Mit im Paket ist dabei auch noch eine komplette Warnwestenausstattung für den jeweiligen Kindergarten. Voraussetzung für eine Auszeichnung ist, dass der Kindergarten ein überzeugendes Konzept für Verkehrssicherheitsarbeit hat: „Wir wollen helfen, dass die Kinder lernen, Fehler zu vermeiden, und wir wollen die Erzieherinnen motivieren und ihnen einen Anreiz geben“, sagt Bernhard Schäufele zur Verkehrssicherheitsaktion für Kindergärten, in deren Rahmen die Tagesstätte Allmandstraße jetzt ausgezeichnet wurde.
Für Erwin Mayer, den Leiter der BMW-Niederlassung Stuttgart, „ein überzeugendes Konzept“ – auch bei ihm klingt ein bisschen Neid durch, als er die sechs blauen Flitzer übergibt: „Als ich hätte in den Kindergarten gehen können, war ich immer mit meiner Mutter Post austragen.“ Das war in den 60ern, da waren die Anforderungen ans verkehrssichere Kind noch etwas niedriger. Die Idee der Innung die Kindergärten auszustatten ist für ihn jedenfalls so schlüssig, dass Bernhard Schäufele gleich eine Zusage bekommt: „Wenn weitere Bobby-Cars und Verkehrssicherheitspakete gebraucht werden, wir sind dabei.“ Was Schäufele freut, denn so ein Verkehrssicherheitspaket inklusive Cars in Spezialausführung kostet um die 1.000 Euro – „wenn wir die von engagierten Autohäusern bekommen, können wir mehr Kindergärten fördern.“
Der Trick bei den Bobbycars ist der gleiche wie beim fliegenden Bär oder beim Ei. Nur wer selber erfährt wie es ist, sammelt Erfahrung. Auf dem Bobbycar lässt sich spielerisch die Erfahrung als Autofahrer am Zebrastreifen oder beim Abbiegen sammeln. Der fliegende Bär soll helfen, sich nicht den Kopf anzuschlagen. Das Ei soll erinnern, seinen Kopf zu schützen. Beim Bären geht das so: Er saust im Kindersitz eine schiefe Ebene runter. Erst angeschnallt, dann nicht angeschnallt („böser Bär“).
Ohne Gurt fliegt er durch die Luft – das finden die Kinder lustig. Bis Erich Klett ihnen die Frage stellt, was denn wäre, wenn sie das wären. Erich Klett kommt von der Kreisverkehrswacht Tübingen und ist Moderator eines Verkehrswacht-Tagesangebotes speziell für Kindergärten, das die Kinder auch gleich ausprobieren dürfen: Das Paket enthält mehrere Spielstationen und er zeigt zusammen mit seiner Frau den Erzieherinnen auch, wie sie Bobbycars, Verkehrszeichen und Material, das sie von der Innung bekommen haben, am besten einsetzen.
Bleibt noch die Geschichte mit dem Ei. Ein Kind bekommt ein Ei mit Helm und lässt das fallen. Ei bleibt ganz. Dann lässt es das Ei ohne Helm fallen. Ei kaputt: „So“, sagt Erich Klett in die Runde „würde es Eurem Kopf auch gehen, wenn ihr einen Unfall ohne Helm hättet.“ „Ich glaube“, sagt Erwin Mayer, „ich sollte beim Fahrradfahren doch wieder einen Helm aufsetzen.“ Verkehrsicherheitsarbeit im Kindergarten lohnt sich halt doch.
Info: Für formlose Bewerbungen von Kindergärten ist Bernhard Schäufele zuständig (Anschrift: c/o Autohaus Lutz, Vaihinger Straße 91, 70567 Stuttgart), Telefon: 0711 716 0425.
Fahrverbot für Gelb ab 01. Januar 2012
Rund 12.000 Autobesitzerinnen und –besitzer bekommen in den nächsten Tagen einen Brief von der Stadt. Das kündigten Umweltbürgermeister Matthias Hahn und Ordnungsbürgermeister Dr. Martin Schairer an. Inhalt: Erstens der Hinweis, dass das Fahrzeug mit seiner gelben Plakette in der derzeitigen Ausstattung ab 1. Januar 2012 nicht mehr in der Umweltzone Stuttgart fahren darf. Zweitens in zwei Dritteln der Fälle Angaben zu den Nachrüstmöglichkeiten, im restlichen Drittel der Hinweis, dass es über die bei der Zulassungsstelle vorliegenden Daten nicht möglich ist, eine endgültigen Aussage zu treffen, dass aber eine Abklärung über eine speziell eingerichtete Mailadresse möglich ist beziehungsweise zum rechtzeitigen Besuch in der Werkstatt geraten wird.
Parallel dazu beginnt eine Banneraktion, mit der an den Brücken über vielbefahrenen Straßen auf die nahende Verschärfung der Umweltzone und das kommende Fahrverbot für „gelb“ hingewiesen wird. Das Ganze ist eine gemeinsame Aktion der Stadt Stuttgart mit der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem ADAC.
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Die Idee, die Fahrzeughalter im Rahmen einer Briefaktion mit möglichst präzisen Informationen zu versorgen, wie es um ihr Fahrzeug steht, stammt von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Sie liefert in Zusammenarbeit mit dem Partikelfilter Vitkus das technische Know-How. In einer Pressekonferenz wurde die Aktion jetzt vorgestellt.
In der gemeinsam herausgegeben Pressemitteilung heißt es dazu:
Der Luftreinhalteplan des Regierungspräsidiums untersagt Fahrzeugen mit gelber Umweltplakette das Fahren in der Landeshauptstadt ab Januar 2012. Dieses Fahrverbot betrifft allein in Stuttgart über 12.000 Fahrzeuge. 75 Prozent davon haben die Chance auf eine grüne Umweltplakette, wenn sie nachgerüstet werden. Daher hat die Landeshauptstadt zusammen mit dem Regierungspräsidium Stuttgart, der Innung des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart und dem ADAC eine Informations-
Aktion gestartet.
Die Stadt schreibt in den nächsten Tagen die Autobesitzer an. Neben dem Hinweis auf das Verbot werden die Möglichkeiten zur Nachrüstung und die damit verbundenen Kosten benannt. Der Brieftext lautet dann beispielsweise: „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass es für Ihr Fahrzeug nach dem Stand unserer Informationen mehrere Nachrüstmöglichkeiten gibt. Die Kosten der Nachrüstsätze beginnen bei 690,20 Euro zuzüglich der Kosten für den Einbau.
Ein konkretes Angebot mit weiteren Angaben erhalten Sie unter http://vitkus.einspeiser.de/abfrage/ Geben Sie dort die Abfragenummer 305006090 ein. Sie erhalten dann
Informationen über alle verfügbaren Nachrüstsätze.“
Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn: „Die Stadt Stuttgart bietet den betroffenen Autofahrer einen großartigen Service. Jeder weiß sofort, woran er ist.“ Jeder dritte Autobesitzer wird gebeten, sich mit der Innung bzw. seiner Werkstatt in Verbindung zu setzen, um Nachrüstungsmöglichkeiten zu prüfen. „Abhängig von einer bestimmten Produktionswoche ist es manchmal schwer zu sagen, ob nachgerüstet werden kann“, sagt Obermeister Klaus-Dieter Schaal von der Kraftfahrzeuginnung. Klärung kann die Vorlage des Fahrzeugscheines bringen.
Bild unsere Vertreter bei der Pressekonferenz: Bernhard Schäufele (3. v. re.) Christian Reher (re.)
Dazu kann der Autobesitzer in die Fachwerkstatt gehen. Oder er sendet eine Kopie seines Fahrzeugscheines im PDF-Format per Email an die folgende Adresse: service@katundfiltersuche.de. „Wir brauchen dafür allerdings eine
elektronische Vorlage, weil sonst der Auswertungsaufwand zu hoch würde“, so Schaal.
KatundFiltersuche.de ist ein Internetangebot, das Kraftfahrzeuginnung und ADAC seit Beginn der Umweltzonen gemeinsam betreiben: „Über dieses Portal sind inzwischen viele tausend Nachrüstungsfragen gelaufen“, sagt Harry Kellner vom ADAC. „Mit der jetzigen Aktion setzen die Beteiligten nochmal ein Zeichen für die Umwelt, denn nach dem 31.12.2011 sind die Verhältnisse in Stuttgart klar, dann sind nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette erlaubt.“
„Mit dem Fahrverbot für Gelb setzen wir den vom Regierungspräsidium Stuttgart für die Landeshauptstadt erstellten Luftreinhalte- bzw. Aktionsplan um“, sagt der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer. Er warnt davor, sich allzu viele Hoffnungen auf Ausnahmeregelungen zu machen: „Im Interesse der Wirksamkeit für die Luftreinhaltung sind die Behörden zu einer restriktiven Ausnahmegenehmigungspraxis angehalten. Vom zuständigen Ministerium werden entsprechende Vorgaben im Herbst 2011 kommen, die die Stadt dann beachten muss.“
Bürgermeister Dr. Schairer rät Autobesitzern, umgehend zu handeln: „Je früher sich die Betroffenen um eine Nachrüstung kümmern, desto sicherer werden sie von dem ab 1. Januar 2012 geltenden Fahrverbot für Fahrzeuge mit gelber Umweltplakette nicht betroffen sein. Erfahrungsgemäß kommt es in den Wochen vor dem Ablauf der Frist zu Wartefristen in den Werkstätten und eventuell auch wieder zu Lieferengpässen bei den Nachrüstsätzen. Wer für sein Fahrzeug kein Nachrüstungsangebot findet, hat noch bis zum 31. Dezember 2011 Gelegenheit, sich um die Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs zu bemühen.“
Das sieht auch Klaus-Dieter Schaal so: „Es ist in vielen Fällen auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit, ob sich eine Nachrüstung noch lohnt oder ob es günstiger ist, sich einen Neuwagen oder einen moderneren Gebrauchten zu beschaffen. Bis zu 9.000 Fahrzeuge nachzurüsten, können die Werkstätten in Stuttgart schaffen, aber das heißt, sie müssen jetzt damit anfangen.“
Die Stuttgarter Briefaktion ist für Schaal Auftakt für weitere Aktionen in der Region: „Da nicht nur Stuttgarter Autobesitzer betroffen sind, sondern auch die Pendler, die heute noch mit Autos mit gelben Plaketten zur Arbeit fahren, werden wir aufgrund der Stuttgarter Erfahrungen an die Landkreise herantreten und ihnen eine ähnliche Aktion für ihre Bereiche vorschlagen.“ Mit Bannern an den Zufahrtsstraßen nach Stuttgart, „wird die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, aber der direkte Brief mit den persönlichen Informationen ist der beste Weg. Deswegen freue ich mich, dass wir das zusammen mit der Stadt und dem Regierungspräsidium umsetzen könnten.“
Kindergarten Bruder Klaus erhält Verkehrssicherheitpaket der Kfz-Innung Region Stuttgart und Volkswagen Automobile Stuttgart
Herbie im Haus hilft das richtige Verhalten im Verkehr zu trainieren
Bild hinten von links: Thomas Bechstein, Bernhard Schäufele, Martin Körner, Erich Klett, Agnes Organisciak.
Herbie lässt grüßen – die legendäre „53“ des tollen Käfers schmückt auch sechs nagelneue BobbyCars im Katholischen Kindergarten „Bruder Klaus“. Die sind Spielmobile und Lernmobile in einem, denn die sechs Autos gehören zu einem Verkehrssicherheitspaket, das die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart im Kindergarten übergab. Das Paket hilft, alltägliche Verkehrsituationen spielerisch zu üben. „Eine gute Idee“, lobt Bezirksvorsteher Martin Körner. Denn Verkehr hat „Bruder Klaus“ ja hautnah vor der Tür: „Ich versuche, den etwas langsamer zu machen“.
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Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist der kleine Verkehrsübungsplatz im Kindergartenhof. Straßenränder und Zebrastreifen mit Kreide eingezeichnet, Verkehrschilder und Mini-Ampeln aufgestellt und schön können die Kinder auf den BobbyCars üben, was sie als Papa oder Mama am Steuer am Zebrastreifen tun (müssten)? „Anhalten, genau“, sagt Bernhard Schäufele, Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, als die erste Gruppe an den Zebrastreifen kommt.
Zuvor hat er erklärt, was es mit dem ganzen Paket, zu dem noch eine Komplettausstattung an Warnwesten gehört, auf sich hat: Das Paket ist der Lohn für die gute Verkehrssicherheitsarbeit, die der Kindergarten bisher geleistet hat und soll Ansporn sein, nicht nachzulassen.
Die Kindergärten bei ihrer Verkehrsicherheitsarbeit zu unterstützen, ist eine Aktion der Innung, die in der ganzen Region läuft. Die Kindergärten müssen in diesem Punkt immer mehr leisten, sagt Bernhard Schäufele, aber je früher trainiert werde, desto besser, „jedes verunglückte Kind ist eines zu viel“.
In Stuttgart ist das Training besonders notwendig, sagt der Kreisvorsitzende aus der Erfahrung auch bei anderen Preisträgern, wie beispielsweise dem Holdermann-Kindergarten in Stuttgart-Möhringen. Auch „Bruder Klaus“ hat den Verkehr auf der Schäfflerstraße direkt vor der Tür. Die Zahl der Pkw und Lkw zu verringern und das Tempo zu drücken, ist ein Thema, das Bezirksvorsteher Martin Körner beschäftigt.
So wie es jetzt ist, ist es so: „Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto“, sagt Gruppenleiterin Agnes Organisciak. Was einerseits hilft, die Gefahren zu meiden, anderseits hindert, das richtige Verhalten auf den belebten Straßen zu trainieren.
Deswegen muss das im Kindergarten erledigt werden und dabei hilft das Verkehrssicherheitspaket. Bei den Kindern kommt das sichtbar gut an. Heiß begehrt sind vom Start weg die sechs tollen Käfer, die Thomas Bechstein, Vertriebsleiter von Volkswagen Automobile Stuttgart, mitgebracht hat. Das Autohaus sponsert diesen Teil des 500-Euro-Pakets. Für Papa Bechstein vollkommen logisch: „Ich habe selber zwei Kinder zuhause.“ Die BobbyCars weckten beim Jüngsten dabei schon etwas Neidgefühle als der Papa damit zum Termin losfuhr: „So etwas hätte der für seinen Kindergarten auch gern.“
Dem Knaben kann geholfen werden: Die Innungsaktion geht nach der Sommerpause weiter, denn weil die Autohäuser mit im Boot sind kann sich Innung noch weitere Verkehrssicherheitspakete leisten: Ab sofort sucht die Innung weitere Kindergärten mit ausgezeichneter Verkehrssicherheitsarbeit, die sie auszeichnen und mit dem Verkehrssicherheitspaket unterstützen kann. Für formlose Bewerbungen ist Bernhard Schäufele zuständig (c/o Autohaus Lutz, Vaihinger Straße 91, 70567 Stuttgart, Telefon: 0711 716 0425).
Mit im Paket ist dabei auch Erich Klett samt Puzzle, Bär und Ei. Erich Klett kommt von der Kreisverkehrswacht Tübingen und ist Moderator eines Tagesangebotes speziell für Kindergärten: Das Paket enthält mehrere Spielstationen, den Bär und das Ei. Zu den Spielstationen gehören ein Verkehrszeichen-Memory, und ein Verkehrspuzzle. Das Ei zeigt, wie ein Helm den Kopf schützt, denn mit Helm bleibt’s beim Sturz aus einem Meter Höhe ganz. Ohne nicht. Und der Bär fällt auch auf den Kopf – dann nämlich wenn er unangeschnallt im Kindersitz plötzlich abgebremst wird und nach vorne saust. „Was müsst ihr also immer machen?“, fragt Erich Klett. „Anschnallen“, kommt’s Chor zurück. Die Kinder sind ja nicht auf den Kopf gefallen.
Autohaus Stollsteimer sponsert Verkehrssicherheitspaket für KiGa Schmetterling
Der Schulweg ist sicher, wenn das Kind schon im Verkehr sicher ist
Im Bild hinten von links: Martin Stollsteimer, Erich Klett, Gabriele Schaal-Folk, Bernhard Schäufele, Manfred Schlenker.
Für die Schmetterlinge schlägt nach den Ferien die Stunde der Wahrheit: Wenn die Kinder aus dieser Gruppe aus dem Kindergarten „Schmetterling“ nach den Ferien in die Schule kommen, dann wird sich zeigen, was sie gelernt haben: „Sicheres Verhalten im Verkehr muss möglichst früh geübt werden“, sagt Gabriele Schaal-Folk. Weil sie das mit den rund 45 Kindern vorbildlich tut, ist der Evangelische Kindergarten Schmetterling von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart jetzt ausgezeichnet worden und hat ein Verkehrssicherheitspaket bestehend aus Bobby-Cars, Sicherheitswesten, Verkehrschildern und -ampeln bekommen. Damit Hänschen lernt, was Hans sonst nimmermehr lernt, wie Manfred Schlenker, der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates eine alte Volksweisheit zitiert.
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Kindergartenkinder sind vollwertige Verkehrsteilnehmer.
Wer’s nicht glaubt, braucht nur zu sehen, wie die Arme hochgehen als Moderator Erich Klett fragt, wer denn mit Rad, Roller oder Inlinern unterwegs ist. „Verkehrserziehung muss immer weiter nach vorne verlagert werden“, sagt auch Kindergartenleiterin Gabriele Schaal-Folk, „wir üben ständig, beim Spazierengehen, aber auch in Kindergarten.“
Bernd Schäufele, Pressesprecher der Kraftfahrzeug-innung, und Martin Stollsteimer vom Autohaus Leinfelden sehen das genauso: „Der Weg zum Kindergar-ten ist ein Bildungsweg“ und zu den Fallstricken gehört zum Beispiel schon, wenn „Mütter mit Kinderwagen bei rot über die Ampel laufen“, sagt Gabriele Schaal-Folk: „Die Kinder merken sich das.“
Das ist zu merken, wenn’s um die Frage des Anschnallens im Auto geht: „Macht der Papa nie“, kräht einer der Dreikäsehochs. „Fliegt nach vorn“, heißt es im Chor auf die Frage, was passiert, wenn man’s nicht tut. Die Kinder nehmen also auf, was sie lernen. Und damit sie leicht lernen, ist die Idee mit dem Verkehrssicherheitspaket entstanden, das Bernhard Schäufele dabei hat. Fünf BobbyCars, Verkehrszeichen und -ampeln und eine Warnweste für jedes Kind.
Ameisen, Marienkäfer, Raupen und Schmetterlinge, so die Gruppennamen im Kindergarten Schmetterling, fahren künftig Mercedes. Die schnittige Spezialausführung mit geräuschlosen Rädern steuert das Autohaus Leinfelden zur Aktion bei. Für Geschäftsführer Martin Stollsteimer ist das eine Selbstverständ-lichkeit: „Diese Aktion der Innung setzt an der richtigen Stelle an.“
Für die Innung bedeutet das, dass sie dank der Spon-soren mehr der Verkehrssicherheitspakete zur Verfü-gung hat, als wenn sie die 500 Euro, die so ein Paket wert ist, komplett aus dem Innungsetat finanzieren musste. Und für die Kindergärten in LE aber auch in der Nachbarschaft heißt das, dass nach den Som-merferien die nächste Bewerbungsrunde beginnt.
Dann sucht die Innung wieder Kindergärten mit aus-gezeichneter Verkehrssicherheitsarbeit, die sie aus-zeichnen und mit dem Verkehrssicherheitspaket un-terstützen kann. Für Bewerbungen ist Bernhard Schäufele zuständig (c/o Autohaus Lutz, Vaihinger Straße 91 70567 Stuttgart Telefon: 0711 716 0425). Und Ratschläge können sich Interessierte Kindergar-tenleiterinnen auch bei den Kolleginnen holen: Neben den Schmetterlingen in Leinfelden-Echterdingen wur-den in diesem Jahr im Kreis Esslingen bisher die Wu-selvilla in Altbach und der Liebfrauen-Kindergarten in Filderstadt ausgezeichnet.
„Wir wollen alle Kindergärten unterstützen, die gute Arbeit leisten“, sagt Bernhard Schäufele und die bis-herige Erfahrung zeigt, dass das Verkehrsicherheits-paket dafür optimal ist: „Wir können das draußen nut-zen“, sagt Gabriele Schaal-Folk, „wir können das aber auch in einem Nebenraum aufbauen, wenn es regnet“ – und dann das richtige Verhalten an einem Zebrastreifen üben. „Und wenn ihr im Auto sitzt, dürft ihr ruhig auch dem Papa sagen, was richtig ist“, sagt Erich Klett den Kindern auf dem Parcours. Dann kann Hans von Hänschen noch was lernen.
"Micha's Kfz-Elektrik Lädle" bei Wackelzähnen und Kürbisgeistern
Die KiTa Wiesenäcker in Ditzingen-Heimerdingen engagiert sich für die frühe Verkehrserziehung
Bild (hintere Reihe v. l.: Torsten Treiber, Martina Plenefisch, Michael Plenefisch; in der Mitte Ursula Kühnle, Leiterin der KiTa Wiesenäcker; rechts neben Ihr Barbara Scheffler von der Stadt Ditzingen und Jutta Kuhn von der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg; im Vordergrund die "Wackelzähne" und "Kürbisgeister"
Verkehrssicherheit für unsere Kleinsten steht auf der Agenda des Kfz-Meisterbetriebes "Micha's Kfz-Elektrik Lädle" ganz oben. Zum Aktionstag „Safety-Cars für Safety-Kids“ hat Inhaber Michael Plenefisch der Kindertagesstätte Wiesenäcker in Ditzingen-Heimerdingen ein Sicherheitspaket überreicht, mit dem die Kinder spielerisch ihr Wissen erweitern können. "Der Weg zum Kindergarten ist auch ein Bildungsweg, bei dem Eltern täglich einen wichtigen Beitrag für die Verkehrserziehung leisten können", so Plenefisch. Torsten Treiber, stv. Obermeister der Kfz-Innung Region Stuttgart ergänzt: "Kinder nehmen im Straßenverkehr alles anders wahr als Erwachsene und reagieren deshalb auch völlig anders".
Weiterlesen KiTa Wiesenäcker
Die Kleinen lernen spielerisch,
wie man sich als Fußgänger und Autofahrer im Straßenverkehr verhält. Michael Plenefisch spendierte dem Kindergarten ein Sicherheitspaket zum Aufbau eines Parcours mit Verkehrszeichen, Ampeln und fünf Bobbycars.
Jutta Kuhn, Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg, bindet alle Kinder mal als Fußgänger, mal als Autofahrer, ein. Barabara Scheffler, Leiterin der Abt. Kindertagesstätten im Kulturamt Ditzingen sagt dazu: "So eine tolle Aktion muss unterstützt werden, sie trägt ganz entscheidend zur Sicherheit der Kleinen im Straßenverkehr bei".
Bild: Michael und Martina Plenefisch
Zum Schluss der Veranstaltung gab es für die "Wackelzähne" und "Kürbisgeister" noch eine kleine Stärkung und ein Präsent für die Kleinen, ebenfalls gesponsert von Michael Plenefisch.
Kleiner Verkehrsübungsplatz macht das Üben leichter und dazu noch Spaß
Liebfrauen-Kindergarten für Verkehrssicherheitsarbeit ausgezeichnet
Bild: Hintere Reihe v. l.: Richard Briem (Autohaus Briem), Erster Bürgermeister der Stadt Filderstadt Dieter Lentz, Bernhard Schäufele (Gesamtpressesprecher der Kfz-Innung Region Stuttgart) mit Kindern und Betreuern des Liebfrauen-Kindergartens
40 Kinder und kein Halten – im Filderstädter Autohaus Briem war live zu erleben, wie gut die Verkehrsicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart bei der Zielgruppe ankommt: Der kleine Verkehrsübungsplatz, den der Liebfrauenkindergarten Filderstadt im Rahmen der Aktion bekam, wurde sofort voll Beschlag belegt und ausprobiert. Verkehrpuzzle und Spiel, mit denen die Kreisverkehrswacht Esslingen demonstrierte, was es sonst noch an Unterstützung für die Verkehrssicherheitsarbeit in Kindergärten gibt, ebenfalls. Richard Briem und Bernhard Schäufele, der als Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die Auszeichnung übergab, hatten alle Hände voll zu tun: Sie zeigten den Kindern, wo es mit den Bobbycars aus dem Paket lang geht.
Weiterlesen Liebfrauen-Kindergarten
Indra Möller, die Elternbeiratsvorsitzende des Liebfrauen-Kindergartens brachte den Stein ins Rollen: Sie schickte die Bewerbung im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ab. Bernhard Schäufele hob bei der Übergabe der Auszeichnung darauf ab, dass es der Innung bei der Aktion darauf ankommt, die Arbeit der Kindergärten zu unterstützen. „Die Kinder sollen spielerisch ihr Wissen erweitern“ – und deswegen kam die Innung auf die Idee im Rahmen der Aktion ein Paket aus Verkehrssicherheitswesten, Verkehrszeichen und BobbyCars zu schnüren, das immerhin einen Wert von rund 500 Euro hat und „den Kindern und den Kindergärten mehr bringt als nur eine Urkunde“; wobei’s die Urkunde natürlich trotzdem gibt.
Einen wesentlichen Fürsprecher fand der Liebfrauenkindergarten bei der Aktion dabei in Richard Briem, dem Inhaber des gleichnamigen Autohauses. Der setzte den Satz „für die Kinder muss man was tun“ auch sofort in die eigene Tat um: Er stiftete das Herz des Paketes; die fünf BobbyCars mit geräuschlosen Reifen (zum Wohle der Ohren und Nerven der Erzieherinnen). Deswegen fahren die 40 Kids jetzt 4-mal BMW und einmal Mini.
Dieter Lentz, Erster Bürgermeister von Filderstadt, freute sich über das Paket auch in seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Esslingen. Verkehrserziehung für Kinder sei ein wichtiges Thema: „Wir haben im Kreis Esslingen die größte Anzahl von Jugendverkehrsschulen im Land“.
Die Aktion der Innung ergänzt dieses Angebot, denn sie setzt bewusst schon im Kindergarten an, wie Bernd Schäufele anhand einer alten Volksweisheit erklärt „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. „Wir können damit hervorragend üben“, ist sich Kindergartenleiterin Nicole Schweizer sicher. Mit ein paar Kreidestrichen sind im Außenbereich schnell Straßen und Zebrastreifen eingezeichnet, Verkehrszeichen aufgestellt und dann geht’s „mit dem ersten Fahrzeug des Lebens“ (Dieter Lenz über die BobbyCars) auf die Straße.
Obwohl, so ganz stimmt das womöglich nicht: Die 40 Kinder sind zumeist schon auf Inlinern, Rollern und Rädern unterwegs, wie sie Moderator Roland Klett lauthals bestätigten als der sie zu Bär und Ei bittet. Das Ei braucht er, um den Kindern zu zeigen, wie wichtig ein Helm ist. Ei mit Helm aus einem Meter Höhe auf den Boden – Ei bleibt ganz. Ei ohne Helm – Schale entzwei und Ei kaputt. Und der Bär ist ein frecher, der macht seine Gurte im Kindersitz los. Ergebnis: Er fliegt – „im Auto Eurer Eltern oder bei Oma wärt das Ihr und würdet gegen die Windschutzscheibe fliegen“.
Gustav-Franck-Kindergarten ausgezeichnet
Kleiner Verkehrsübungsplatz als Lohn für gute Verkehrssicherheitsarbeit
Bild: Torsten Treiber (hintere Reihe li.) mit Betreuern und Kindern des Gustav-Franck-Kindergartens)
Der Gustav-Franck-Kindergarten in Ludwigsburg macht eine ausgezeichnete Verkehrssicherheitsarbeit. Das bekommt er von der Kraftfahrzeuginnung der Region Stuttgart schriftlich. Was aber wichtiger ist als die Urkunde: Leiterin Angelika La Rosa hat ab sofort ein Verkehrsicherheitspaket aus fünf Bobbycars, Verkehrszeichen, kleinen batteriebetriebenen Ampeln und Sicherheitswesten für Kinder und Erzieherinnen zur Verfügung. Damit lässt sich im Kindergartengelände ein kleiner Verkehrsübungsplatz aufbauen und üben.
Weiterlesen Gustav-Franck-Kindergarten
Die Regenbogen-, Sturm- und Sonnenkinder waren gleich Feuer und Flamme
Die fünf blauen Bobbycars sind natürlich der Renner. Jutta Kuhn und Peter Weber von der Verkehrswacht kennen das. Sie zeigen den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr, haben die gleiche Ausrüstung. Nur, die beiden packen alles wieder ein, wenn der Tag im Kindergarten rum ist. Das Verkehrssicherheitspaket der Innung bleibt im Kindergarten und kann von den Erzieherinnen jeden Tag benutzt werden. Die perfekte Ergänzung und prima mit dem Verkehrswachtangebot kombinierbar.
Der Gustav-Franck-Kindergarten ist der erste im Kreis Ludwigsburg, der von der Innung im Rahmen einer regionsweiten Aktion ausgezeichnet wird. Er soll aber nicht der einzige bleiben: „Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig es ist, den Kindern spielerisch das richtige Verhalten im Verkehr beizubringen“, erläuterte Kreisvorsitzender Torsten Treiber der Fachbereichsleiterin des Fachbereich Pädagogik bei der Stadt Ludwigsburg, Karin Karcheter, bei der Übergabe: „Die Arbeit, die hier geleistet wird, hat uns überzeugt, dass sie der Förderung wert ist.“
Das Angebot gilt aber nicht nur für die Stadt Ludwigsburg. Die Innung sucht im ganzen Kreis nach Kindergärten, die ausgezeichnete Arbeit machen und sich damit eines der Verkehrssicherheitspakete im Wert von rund 500 Euro verdienen möchten. Bei der Zahl ist die Innung flexibel und das liegt daran, dass die ihr angeschlossenen Kraftfahrzeugbetriebe das Projekt ganz direkt unterstützen. Im Franck-Kindertagen fahren die Kinder jetzt beispielweise Volkswagen. Denn die Bobbycars im Verkehrssicherheitspaket kommen von Hahn Ludwigsburg. Für Serviceleiter Alexander Bosch und Verkaufsleiter Erol Candan war es dabei Ehrensache, dass „unser Autohaus die Kosten des kompletten Verkehrssicherheitspaketes in Höhe von mehreren hundert Euro übernommen hat. Wir wollen damit wie die Innung das Engagement der Erzieherinnen belohnen.“
Dass jedes Autohaus wie Hahn mindestens ein Modell in einen Bobbycar-Version hat, hilft: „Durch die Kombination Autohaus und Innung können wir mehr Kindergärten unterstützen als wenn die Innung alleine die Pakete finanzieren würde“, sagt Torsten Treiber. Und Ziel ist es, möglichst viele Kindergärten handfest bei ihrer Arbeit zu unterstützen: „Urkunden verteilen kann jeder, wir möchten mehr tun.“ Um Unfälle zu vermeiden, sei der Kindergarten wichtig: „Viele Vorbeugungsprogramme setzen beim Schulweg an, aber je früher desto besser.“
Für die Kindergärten ist die Teilnahme ganz einfach: „Wir brauchen eine kurze Information, wie sie bei der Verkehrsicherheitsarbeit vorgehen und wenn die Kinder zwei, drei Bilder dazu malen, wäre das auch sehr schön.“ Seine Bewerbung kann jeder Kindergarten formlos mit einer Beschreibung seiner Aktivitäten an die Adresse Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart Kreisgruppe Ludwigsburg c/o Torsten Treiber, Autohaus Treiber GmbH, Stuttgarter Straße 10, 71638 Ludwigsburg senden.
Delegiertenversammlung am 17.05.2011
Wer Rabatte gibt, hat die doppelte Arbeit für den gleichen Gewinn
Vor Preiskämpfen im Servicebereich warnte Torsten Treiber bei der Delegiertenversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart. „Die Deckungsbeiträge kommen zum großen Teil aus dem Service.“ Deswegen so der stellvertretende Obermeister der Innung, „brauchen wir ein besseres Service- Marketing.“ Dass Rabatte das Geschäft kaputtmachen, lässt sich dabei zwar mathematisch belegen, hat sich aber nicht zu allen Marketingexperten herumgesprochen, so Prof. Dr. Andreas Kaapke, Marketingexperte vom Studienzentrum für Handel und Distribution der Dualen Hochschule Baden-Württemberg: „Bei 20 Prozent Rabatt muss ich 100 Prozent mehr Umsatz machen, um den gleichen Gewinn zu erzielen, wenn die Gewinnsspanne vorher 40 Prozent war.“
Delegiertenversammlung weiterlesen
Oder vereinfacht ausgedrückt: Wer so handelt, muss doppelt so viel schaffen, um den Gewinn zu erzielen, den er vorher bei der halben Arbeit hatte. Eine Strategie, die aus Sicht des Experten bei Filialisten und Ketten sinnvoll ist, aber nicht bei „Local Heroes“, zu deutsch „Platzhirschen“ als die er die Autohäuser und Kraftfahrzeugbetriebe sieht. Deren Stärke ist die lokale Kundenbindung und „das
heißt, im Mittelpunkt der Bemühungen steht der Kunde“. Das auch deswegen, weil der Kunde dies honoriere. Die Kernfragen lauteten deswegen „Bedienen wir die
richtigen Kunden? (Frage der Effektivität)“ und „Bedienen wir die Kunden richtig? (Frage der Effizienz)“.
Wer das schaffe, der habe eine Chance sich die Kunden zu sichern, die er für ein erfolgreiches und ertragsstarkes Geschäft brauche. Denn nicht alle Kunden sind gleich und nicht alle muss man ins Haus locken, so Prof. Dr. Andreas Kaapke. Er sortiert nach „Butterflies“ (Schmetterlingen) „der bestäubt jede Blume, sucht immer nach Rabatten und fliegt dann weiter“, Strangers (Fremde), die eher zufällig vorbeikommen, weil sie in der Gegend sind, „Barnacles“ (Umarmer), „das sind die, die nach drei Jahren sagen, aber das läuft noch unter Kulanz“ und den „True Friends“. Dies wahren Freunde sind die besten fürs Geschäft, denn die wissen die Arbeit zu schätzen und zahlen dafür auch den angemessenen Preis: „Die Menschen kaufen immer zwei Dinge, Problemlösungen und gute Gefühle.“ Natürlich kaufen sie eigentlich ein Getriebe oder Reifen – aber es ist eben wichtig, dabei ein gutes Gefühl zu erzeugen – und das muss nicht über einen Rabatt sein, sondern geht auch über gute Arbeit und gute Kundenansprache. Ein Grundsatz, der auch für die Arbeit der Innung gilt, so Torsten Treiber. Was sich auch am Haushalt belegen lässt: Der ist solide durchfinanziert und der Innungsbetrag 2011 wird unverändert belassen.
Kraftfahrzeuginnung stellt sich auf die Zukunft ein
„Wir brauchen mehr Mädels in den Autohäusern,
weil sie Köpfchen haben“
Bild:Michael Newiem (li.) und Michael Mayer (2. v. re) mit drei "Girls"
Nichts ist besser als ein Gespräch von Frau zu Frau, wenn es darum geht, ob Kraftfahrzeugmechatronikerin ein guter Job ist: „Ich“, sagt Diana Conzelmann, Azubi im 3. Lehrjahr bei der Schwabengarage, „würde das sofort wieder machen“.
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Und, so erfahren Vanessa, Sinem und Sara von ihr, „ich will weitermachen. Erst den Meister und dann mal sehen.“
Michael Mayer und Michael Newiem hören das gerne, denn während landauf, landab der Ruf „Mädchen in die Männerberufe“ zumeist aus politischen Gleichberechtigungsgründen ertönt, wenn Girls’Day ist, ist die Kraftfahrzeuginnung ehrlicher:
"Wir brauchen mehr Mädels, weil sie Köpfchen haben und weil wir sonst den nötigen qualifizierten Nachwuchs nicht mehr haben, der die ausscheidenden Mitarbeiter ersetzt“, sagt Michael Mayer.
Was da auf die Kraftfahrzeugbetriebe in der Region zukommt, lässt sich leicht in ein paar Zahlen fassen
„Die Zahl der 16- bis 21-jährigen, die einen Ausbildungsplatz besetzen können, wird bis 2030 um rund 27.000 schrumpfen. Alle Kraftfahrzeugmechaniker, -mechatroniker, Serviceberater, Autoverkäufer, Autohausmanager und so weiter, die heute 45 sind, gehen so ab 2030 in Rente:
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„Das gibt einen Riesenbedarf“, sagt Michael Mayer.
Vanessa und Sara, jetzt gerade in der zehnten Klasse des Stuttgarter Zeppelingymnasiums und Sinem, die in die 7. Klasse der Kerschensteinerschule in Stuttgart-Plienigen geht, haben also Riesenchancen, wenn sie sich für einen Ausbildungsplatz im Kraftfahrzeuggewerbe entscheiden. Sie sind dann in dem Alter, in die Führungspositionen nachzurücken.
Sie haben aber natürlich auch eine große Auswahl, wenn es um die Ausbildung geht. Und deswegen freuen sich Michael Newiem als Ausbilddungsleiter Technik bei der Schwabengarage und Michael Mayer als Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, wenn die drei nach einer Tour durch die Gewerbliche Schule in Backnang und die Schwabengarage in Stuttgart, zwar erschöpft aber überzeugt davon sind, dass sie ihren Tag nicht verplempert haben. Denn wenn sie tatsächlich ihren Mitschülerinnen berichten, dass so ein Arbeitsplatz in der Autowerkstatt und im Autohaus nicht nur was für Jungs ist, dann hat die Innung schon gewonnen.
Reifen gewechselt, Stoßdämpfer getestet , bei der Fehlersuche einen lockeren Schalter gefunden, die drei Mädels haben in der Backnanger Berufsschule schon eigene praktische Erfahrungen gemacht, bevor es auf die Runde durch die Schwabengarage-Werkstatt geht. Das Gespräch mit Diana Conzelmann ist dann aber so etwas wie das Tüpfelchen auf dem i. Denn die berühmten Klischeeprobleme gibt’s gar nicht: „Mit Männern arbeiten, kein Problem“, sagt Diana. Muskeln? „Es gibt auch Jungs, die kleiner sind als ich“ – kurz, „wir helfen uns und es gibt technische Geräte“. Durchsetzungsvermögen? „Musst Du haben, aber das brauchst Du überall“. Haare, Hände, Fingernägel? Blick auf Sara: „Lange Haare kannst Du zusammenbinden. Deine Hände musst Du pflegen, vorher eincremen, hinterher gut reinigen – die Jungs machen das nicht immer, aber meine Hände sind ok. Nur von langen Fingernägeln musst Du Dich verabschieden“. Anforderungen? „Man muss schon Gas geben, aber dann lohnt es sich.“
Denn die Chancen sind riesig: Diana ist zweitbeste in ihrer Klasse und hat klare Vorstellungen, wie es weiter geht. Die Werkstatt sieht sie als Startpunkt ihrer Karriere, nicht als Endstation. Michael Newiem hat hier auch mal angefangen, inzwischen ist er Ausbildungsleiter Technik. Mittlere Reife oder Abitur, Berufskolleg, Studium, Autohauskarriere, das wäre auch ein möglicher Weg. In der Region Stuttgart hat die Kraftfahrzeuginnung drei Berufskollegs ins Leben gerufen. Vom Berufskolleg kann es an die Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe in Calw gehen. Oder an eine Fachhochschule oder an die Uni. „Qualifizierten Leuten steht eine riesige Anzahl an Möglichkeiten in Industrie und Gewerbe offen – bis hin zur eigenen Firma“, sagt Michael Mayer.
Jetzt ist er gespannt, ob Vanessa, Sara und Sinem tatsächlich ihre Bewerbungsmappen schicken und noch ein paar Freundinnen überzeugen, „dass sie sich das mal anschauen“, wie versprochen. Schließlich, so Sara mit Blick auf ihre Klasse 10, „wird’s bei uns jetzt Zeit, dass wir uns orientieren, was wir machen wollen.“ Und wie’s mit der finanziellen Zukunft aussieht, denn die Bezahlung ist auch ein Argument, wenn die Innung sich in den Wettbewerb um Azubis begibt. Michael Mayer: „Unterschiede in der Bezahlung von Frauen und Männern gibt es im Kraftfahrzeuggewerbe nicht.“
Girls Day 2011
Wir machen beim Girls'Day 2011 am 14. April mit. Wir hoffen, Sie auch! In Zusammenarbeit mit einigen gewerbliche Schulen werden wir diesen Tag gestalten; vormittags in der Schule in der dortigen Kfz-Werkstatt; nachmittags in unseren teilnehmenden Mitgliedsbetrieben. Die Mädels/jungen Damen (maximal sechs Teilnehmer/innen) werden zwei Stunden Gelegenheit haben, Ihren Betrieb
und unsere Ausbildungsberufe kennenzulernen.
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Girls Day am 14. April 2011
Ablaufskizze-Kfz-Mechtroniker/in
vormittags in der Beruflichen Schule:
08:00 Uhr: Empfang und Begrüßung
08:15 Uhr: Vorstellung der Schule und der "handelnden" Personen/Betreuer
Praktische Tätigkeiten in der Werkstatt rund um die Themen Wartung und
Pflege von Kraftfahrzeugen, selbstständiges Durchführen von Diagnose- und
Instandsetzungsarbeiten am Motormanagementsystem, Demontage- und
Montagearbeiten verschiedener Komponenten des Kraftfahrzeugs
12:00 Uhr: Imbiss/weitere Gelegenheit zum Austausch in der Beruflichen Schule
13:00 Uhr: Transfer zum/zu ausgesuchten Kraftfahrzeugbetrieb/en maximal sechs bis acht Schülerinnen pro Betrieb
Nachmittags im Autohaus/Kraftfahrzeugbetrieb
13.30 Uhr: Empfang und Begrüßung
Vorstellung des Betriebes und der "handelnden" Personen/Betreuer
13.45 Uhr: Führung durch alle Abteilungen in der Reihenfolge der "Arbeitsprozesse"
Während der Führung werden die zuständigen Mitarbeiter (auch die Azubis)
kurz ihren Arbeitsplatz und ihre Haupttätigkeit vorstellen.
Servicebereich:
1. Terminvereinbarung
2. Direktannahme
3. Auftragschreibung
Werkstattbereich:
1. Allgemeinreparatur
2. Unfallinstandsetzung
Neu- und Gebrauchtwagenverkauf
15.00 Uhr: Fragen und Antworten in einem separaten Bereich
1. zu den verschiedenen Kfz-Ausbildungsberufen
2. zu den Verdienstmöglichkeiten
3. zu den Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
4. zu den Karrieremöglichkeiten
5. ...
15.15 Uhr: Zusammenfassung des Tages/ Ende des Girls Day/Rücktransfer
Kontakt/Ansprechpartner:
Klaus Schwesinger
Tel.: (0711) 78 23 99 - 14
E-Mail: Kontakt per Email
Bildungspartnerschaft zwischen Kraftfahrzeuginnung, Autohaus Lutz und Anne-Frank-Realschule geschlossen
Mit dem Bildungspartner Autohaus Lutz „raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Praxis“
Bild: Schulleiterin Beate Müller und Bernhard Schäufele, hintere Reihe von links nach rechts: Günter Urbansky (HK Stuttgart), Geschäftsführer Christian Reher und Holger Viereck (Verbindungslehrer)
Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, das Möhringer Autohaus Lutz und die Anne-Frank-Realschule in Möhringen haben eine Bildungspartnerschaft geschlossen.
Das hat regionale und lokale Auswirkungen. „Wir wollen das Thema Bildungspartnerschaften bei den rund 1.000 Betrieben der Innung stärker ins Bewusstsein rücken“, sagt Bernhard Schäufele, in diesem Fall als Stuttgarter Kreisvorsitzender und Pressesprecher der Innung. Als Geschäftführer des Autohauses Lutz sagt er, „wir wollen helfen, die Schülerinnen und Schüler aufs Leben vorzubereiten.“ Und dafür gibt es ein Motto, das sich nur mit Hilfe von Bildungspartnerschaft verwirklichen lässt, sagt Schulleiterin Beate Müller: „Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Praxis.“
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Darin diesen Praxisbezug herzustellen, damit hat die Realschule und das Team um Holger Viereck, der für diesen Bereich zuständig ist, Praxis
sagt die Rektorin: „Wir haben immer wieder Ehemalige hier, die an Samstagen ihre Berufe erklären.“ Die Bildungspartnerschaft aber liefert die Möglichkeit, die Berufswelt zu selber direkt zu erfahren: „Dafür reicht es nicht einen Ausflug ins Autohaus Lutz zu machen.“
Dafür gibt es jetzt Unterrichtsstunden, Praktikumsplätze, Praxisnachmittage. So stehen beispielsweise im Vertrag: „Zwei Info-Stunden über Berufe aus dem Kfz Bereich im EWG Unterricht“(EWG = Erdkunde, Wirtschaftskunde, Ge-meinschaftskunde). Oder „Thema Motor aus dem Technik-U im Betrieb (max. 16 Schüler)“ für den Technik-Unterricht. Oder „Zwei Informationsstunden über die Voraussetzung, Ausbildung und Prüfung im KfZ-Gewerbe“, zu denen die Kraftfahrzeuginnung ihren Ausbildungsexperten Klaus Schwesinger schickt.
Der Vertrag, den Beate Müller, Bernhard Schäufele und Christian Reher (für die Kraftfahrzeuginnung) unterschrieben, ist also keine reine Willensbekundung, sondern ein bindendes Schriftstück mit Rechten und Pflichten für beide Seiten. Für Beate Müller und den Möhringer Bezirksvorsteher Jürgen Lohmann, der die Stadt bei der Unterzeichnung vertrat, ist die Bildungspartnerschaft auch ein Weg das lokalen Netzwerk zwischen Schulen und Betrieben weiter auszu-bauen, denn was für das Autohaus Lutz gut ist, kann für an-dere Betriebe in Stuttgart-Möhringen nicht schlecht sein und 60 bis 80 Unterrichtsstunden bieten da noch mehr Möglich-keiten.
Für die Schülerinnen und Schüler, so Bernhard Schäufele, hat die Bildungspartnerschaft mit Autohaus und Kraftfahrzeuginnung aber noch einen ganz besonderen Aspekt: „Wir haben ein Motto, das wir sehr ernst nehmen: ‚Karriere mit Lehre’“. Und deswegen gibt es in der Region nicht nur rund 2.000 Auszubildende in den Kfz-Betrieben in den vier Berufen Kraftfahrzeug-Mechatroniker/-in, Mechaniker/in für Karosserie-Instandhaltungstechnik, Fahrzeuglackierer/in und Automobilkaufmann/-frau plus Lehrlinge als Bürokaufmann/ -frau und als „Fachkraft für Lagerwirtschaft“.
Es gibt, so Bernd Schäufele „in unserem Ausbildungsangebot noch eine Spezialvariante für alle mit Mittlerer Reife. Das Berufskolleg, das die Innung vor rund zehn Jahren aus der Taufe hob.“ Die Region Stuttgart sei die einzige der Bundes-republik, in der es drei dieser Berufskollegs gibt, die gezielt Realschülern zusätzliche Chancen eröffnen: „Ein Berufskolleg an der Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart-Bad Cannstatt, eines an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen und eines an der Gewerblichen Schule in Backnang. Diese Kollegs, die den Durchstieg bis zum Studium ermöglichen, sind voll. Dank des neuen Angebotes steigen inzwischen rund 20 Prozent aller Auszubildenden mit Realschulab-schluss oder Abitur in eine Lehre im Kfz-Gewerbe ein. Tendenz weiter steigend.“
„Die Karrierewege können zum Meister, zur Werkstattbesitzerin oder ins Management großer Autohäuser und -hersteller führen. In Calw haben wir mit der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe (BFC) noch eine weitere Bildungseinrichtung, die spezielles Fachwissen vermittelt und bis zum Hochschulabschluss führt. Über einen Aufenthalt in den USA kann an der Northwood University in Florida, Michigan oder Texas in einem akademischen Jahr der amerikanische Abschluss "Bachelor of Business Admi-nistration (BBA) und der MBA (Master of Business Administration) erworben werden.“
So verbindet sich das in die Ferne schweifen mit dem lokalen Netzwerk und hat am Ende sogar noch etwas mit Umweltschutz zu tun: Denn wenn Firmen ihre Beschäftigten unter denen finden, die in Ihrer Nähe aufwachsen, dann stärkt das nicht nur das lokale Netzwerk, sondern es spart auch Sprit“, so Günter Urbansky als Geschäftsleiter der Handwerkskammer Region Stuttgart für das Thema Bildungspartnerschaft zuständig, „denn dann sind die Wege zu den Firmen kurz.“ Was laut Bernhard Schäufele die beruflichen Chancen aber nicht schmälert, wie er im Nachge-spräch sagt: „Autos kaufen die Leute nicht, weil sie zur Arbeit müssen, sondern weil sie beweglich bleiben wollen.“
Unsere 1. Regionaltagung zu den Zukunftsaussichten unserer Branche vor vollem Haus
250 Teilnehmer kamen zur 1. Regionaltung unserer Innung um Antworten auf die Frage – was bringt die Zukunft der Autobranche? – zu bekommen.
Michael Ziegler, Vorstandsmitglied der Schwabengarage, sieht beispielsweise die Gefahr sinkender Werkstatterträge, Professor Dr. Klemens Skibicki wies eindrucksvoll auf die gravierenden Veränderungen im Marketing durch neue Werbekanäle wie Facebook und Twitter hin. Kurz, wer Umsatz und Gewinn machen will, muss sich anpassen und eventuell sogar „neu aufstellen“, denn es gibt nicht nur neue Diagnosetechnik, in der Werkstatt, wie sie Dr. Thorsten Schulz am Beispiel BMW vorstellte. Oder die Forderung, die Daten immer besser zu schützen, worüber Tobias Münch und Carsten Arnold vom TÜV Süd referierten.
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Es gibt auch die EU und die bastelt an der GVO
und da werden Wettbewerbselemente, die einst eingeführt wurden „im Handstreich über Nacht wieder abgeschafft“, wie Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, formulierte.
Die Vorträge der Regionaltagung finden Sie auch nochmals im internen Mitgliederbereich unseres Internetangebotes unter www.kfz-innung-stuttgart.de/Antworten.html
40 Jahre Schiedsstelle des Kfz-Gewerbes Region Stuttgart
Hinter dem blauen Meisterschild der Innung steckt auch Verbaucherschutz. Wenn Kunde und Werkstatt sich nicht einig werden ist die Schiedsstelle da.
Gasanlage eingebaut, Motor kaputt, Kundin und Werktstatt im Streit, normalerweise führt dieser Fall, den eine Ludwigsburgerin erlebt hat, direkt vor Gericht. In diesem Fall ging es jetzt aber zuerst vor die Schiedsstelle der Kraftfahrzeug-Innung Region Stuttgart. Die vermittelt inzwischen seit 40 Jahren zwischen Kunden und Werkstatt. Denn das, so Dr. Andreas Göritz, ist der oberste Zweck der Schiedsstelle: „Das Verfahren läuft nicht anders ab als ein Gerichtsverfahren, ist aber kostenlos“ und es hat immer das Ziel, zu einer gütlichen Einigung zu führen. Bester Beweis für die Qualität der Arbeit: „Schiedssprüche hatten bis jetzt immer vor Gericht Bestand.“
Denn der Kunde kann, wenn er mit dem Schiedsspruch nicht zufrieden ist, immer noch vor Gericht ziehen, „das kommt aber ganz selten vor“. Im Fall des kaputten Motors war es so, dass die Werkstatt für den Motorschaden nichts konnte, aber die Kosten eines nagelneuen Satzes Zündkerzen zurückzahlte, der kurz vorher eingebaut worden war.
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Das blau-weiße Meisterschild an der Tür kann also bares Geld wert sein,
wobei die Beträge bei knapp 50 Euro wie in diesem Fall oder auch mal 12.000 Euro liegen können, die Dr. Andreas Göritz als Summe eines Falles nennt. Das blaue Meisterschild kennzeichnet einen Betrieb der Kraftfahrzeuginnung, denn dieses Schild darf sonst keiner führen. Das Schild steht für gute Arbeit, aber auch dafür, „dass schlichten statt streiten“, oberstes Gebot ist, so Harry Kellner vom ADAC. Er gehört als Verbrauchervertreter zur Schiedskommisision der Schiedsstelle der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart.
Denn wer das Schild hat, der unterwirft sich als Betrieb im Streitfall dem Urteil der Schiedsstelle. Diese feierte am 4. Februar ihren 40. Geburtstag und ist erste Anlaufstelle, wenn es zwischen Autohaus und Kunde zu Unstimmigkeiten kommt. Das kommt vor, ist aber recht selten: 261 Fälle waren es 2010. Das spricht für die „Qualität der Arbeit in den Betrieben der Kraftfahrzeug-Innung“ , sagt Horst Marquardt, der 25 Jahre lang, bei der Kraftfahrzeug-Innung für die Schiedsstelle verantwortlich war: „… denn bei etwas über 1,4 Millionen Pkw in der Region haben wir da nicht mal 0,2 Promille Streitfälle.“
Die Schiedsstelle ist für die ganze Region Stuttgart zuständig und bei der Kraftfahrzeug-Innung Region Stuttgart (Lombacher Straße 22, 70563 Stuttgart-Vaihingen) zu finden. Sie klärt beispielsweise Fälle wie eine unerwartet hohe Rechnung, vermeintlich unsachgemäß ausgeführte Reparaturen oder die Durchführung von Arbeiten, von denen der Kunde meint, er habe sie nicht in Auftrag gegeben. Unterm Strich riefen im vergangenen Jahr insgesamt 261 Kunden die Schiedsstelle an. Das waren 73 weniger als im Vorjahr. Die meisten Fälle betreffen Werkstattleistungen, wobei sich die Kunden in der Hauptsache über nicht in Auftrag gegebenen Arbeiten, unsachgemäße Arbeit oder nicht behobene Fehler, die Rechnungshöhe oder nicht nachvollziehbare Rechnungen beschweren. Aber auch Unstimmigkeiten im Gebrauchtwagenhandel können den Gang zur Schiedsstelle auslösen: Hier sind es vor allem technische Mängel und verdeckte Unfallschäden.
Die weit überwiegende Zahl der Beschwerden wird dabei zwischen Kunde, Schiedsstelle und Werkstatt schon im Vorfeld erledigt. Was streitig bleibt, geht in die Kommission. Die besteht aus einem zum Richteramt befähigten Vorsitzenden, in diesem Fall dem Rechtsanwalt Dr. Andreas Göritz, von der Rechtsanwaltskanzlei Eckhardt & Göritz, Stuttgart; Harry Kellner, vom ADAC Württemberg, Stuttgart, als Verbrauchervertreter; einem Kraftfahrzeug-Sachverständigen einer nach § 29 StVZO anerkannten Überwachungsorganisation, hier Carsten Arnold, TÜV SÜD Auto Service GmbH, Stuttgart. Dazu kommt ein öffentlich bestellter und vereidigter Kfz-Sachverständiger, der Vertragspartner der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) ist, in diesem Fall ist das der Dipl.-Ing Friedrich Bay aus Nürtingen und einem Vertreter der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart, seit 2010 ist das Walter Uhlmann, vom Automobilforum GmbH, Stuttgart, der gleichzeitig für die Innungen Göppingen und Nürtingen-Kirchheim spricht, die der Schiedsstelle ebenfalls angeschlossen sind.
Der Sachverstand ist wichtig: Denn wenn es, wie bei der Autogas-Kundin aus Ludwigsburg darum geht, den Fall zu beurteilen, geht es ohne Fachwissen nicht. Das Fachwissen ist aber vor allem auch dann wichtig, wenn es gilt, dem Kunden klarzumachen, was wirklich passiert ist. Warum beispielsweise der Motor am Ende den Geist aufgab und dass das in diesem Fall nicht Schuld der Werkstatt war. Aber auch umgedreht zu merken, wenn eine Werkstatt dem Kunden ein X für ein U vorgemacht hat. Denn die Mehrzahl der strittigen Fälle ging in den letzten 40 Jahre zugunsten der Kunden aus: Die Fahrzeug-Sachverständigen können Diagnose-Protokolle lesen, verstehen Rechnungen und wissen vor allem auch, welche Arbeitszeitvorgaben bei den Herstellern für bestimmte Arbeiten gemacht werden. Beim Austausch der Argumente vor der Kommission fühlen sich beide Seiten ernstgenommen, sagt Dr. Andreas Göritz, „das ist wichtig“.
In den meisten Fällen lässt sich der Koflikt sogar ohne Kommission ausräumen. Hermann Haisch ist das Ohr der Kraftfahrzeug-Innung, bei ihm landen die Anrufer als erstes: „Vieles lässt sich im Vorfeld erledigen, vieles auch in der Vorkommission - „manchmal reicht es auch schon, beim ersten Anruf gut zuzuhören, denn ich habe immer wieder Anrufer, die sich in der Werkstatt nicht ernst genommen fühlen.“ Nur in einem Fall kann er nicht weiterhelfen: Wenn jemand von der Schiedsstelle Hilfe will, aber das Auto in einen Betrieb gebracht hat, der nicht zur Innung gehört. Kein blaues Meisterschild an der Tür, keine Zuständigkeit der Schiedsstelle, da bleibt dann nur der Weg zum Gericht.
Kraftfahrzeuginnung rät dringend sich in der Werkstatt Klarheit zu verschaffen
Jedes dritte Auto läuft Gefahr, dass Super E10 den Motor zerbröselt
Jeder dritte Autofahrer riskiert in Stuttgart womöglich seinen Motor, wenn er ab Januar zur falschen Zapfpistole greift: Dann wird Super E10 eingeführt, eine neue Spritsorte mit mehr Alkohol im Benzin. Doch das vertragen viele Autos nicht, warnt Bernhard Schäufele, Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „75.000 Autos sind laut Zulassungsstelle in Stuttgart zehn Jahre und älter, bei denen ist äußerste Vorsicht angebracht.“ Dazu kommen aber auch noch eine ganze Reihe jüngere Modelle – je nach Hersteller mal mehr, mal weniger, mal gar keine: „Ich kann allen Autofahrern nur dringend raten, sich in ihrer Werkstatt zu erkundigen, wenn sie E10 tanken wollen, denn Motorschäden sind schon bei einer Tankfüllung drin:“
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Der neue Sprit hat weniger Kraft, aber er wird verlockend sein
„Alle gehen davon aus, dass E10 an der Zapfsäule billiger angeboten wird, als Super E5, das es jetzt gibt und das es weiter geben wird“, sagt Bernhard Schäufele. „E5“ steht für fünf Prozent Bioethanol im Sprit, „E10“ für zehn Prozent. Mehr Alkohol heißt weniger Power, verkauft wird das Ganze mit dem Argument Umweltschutz. Denn Bio-Ethanol stammt aus Pflanzen. Mehr Alkohol heißt aber auch höherer Verbrauch, denn wie gesagt der Sprit hat weniger Energie.
Mehr Alkohol heißt dazu mehr Risiko, weil Motorteile durch das aggressivere Bio-Ethanol angegriffen werden: „Im Motor könnten sowohl alle unbeschichteten Aluminiumteile, die mit E10-Kraftstoff in Kontakt kommen, als auch kraftstoffführende Teile (Leitungen, Kraftstoffhochdruckpumpen, Dichtungen, Einspritzventile uund so weiter betroffen sein. Auch an den Ventilen und sogar den Ventilsitzringen ist mit einem höheren Verschleiß zu rechnen. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass durch den E10-Betrieb auch ein Eintrag ins Motoröl gelangen kann“, zitiert Bernhard Schäufele aus den einschlägigen Unterlagen des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK).
Kurz und knapp: „Den Motor kann’s zerbröseln.“ Offiziell heißt es, dass nur zehn Prozent aller Pkw vom Risiko auf Motorschäden betroffen sind. Offiziell heißt es auch, dass meist Pkw trifft, die zehn Jahre und älter sind. In der Praxis sieht es so aus, das Bernd Schäufele inzwischen eine DAT-Liste auf dem Tisch hat, in der beispielsweise zu lesen steht: „Alle Fahrzeuge der Marke Audi sind bis auf wenige Ausnahmen für E10 geeignet“. Und dann fallen unter die Ausnahmen die A3 und A4-Modelle mit 2,0 FSI-Motor, die bis 2004 gebaut worden sind und alle A4-Limousinen mit Standheizung bis Produktionsjahr 2007 und alle Avant bis Produktionsjahr 2008. Apropos Standheizung: „Wer die im Auto hat, hat noch ein Extrarisiko und muss sich unbedingt in der Werkstatt erkundigen.“
Auch die 10-Jahresregel hat so ihre Tücken: „Wenn wir die zugrunde legen, kann keine Rede davon sein, dass nur zehn Prozent aller Fahrzeuge betroffen sind“, sagt Bernhard Schäufele. Aktuell „ergeben sich für die Fahrzeugklassen 01, 31 und 91 (PKW), Antriebsart = 0001 (Benzin) und Erstzulassungsdatum zwischen 01.01.1900 und 31.12.2000 derzeit 75.773 zugelassene Fahrzeuge im Bestand“, meldet die Zulassungsstelle der Stadt. Das entspricht rund 40 Prozent des Benziner-Bestandes.
Dazu kommen noch die jüngeren Fahrzeuge: „Es gibt leider überhaupt keine Regeln, alles ist ganz unterschiedlich“, sagt Bernhard Schäufele: „Bei Peugeot und Citroen ist das Jahr 2000 die Grenze, bei Opel sind bestimmte Vectra-, Signum und Zafira-Modelle betroffen, bei Volkswagen gibt es Lupo, Golf Bora und Touran-Modelle aus den Bauserien 2001 bis 2006, bei denen es Probleme gibt.“ Fiat, Ford, Renault, überall gibt’s Ausnahmen: „Unter dem Strich kann nur sicher sein, wer sich im Kfz-Betrieb eine Freigabe holt.“
Ansonsten heißt der Rat Finger weg von E10 und lieber das bisherige Superbenzin tanken, das es weiter gibt. Das wird aber schwer fallen. Denn um den neuen Sprit durchzusetzen, wird er vermutlich billiger angeboten als der alte. Und da er in der Herstellung teurer ist als E5 hat Bernhard Schäufele auch eine Theorie, wie das geht: „Die Preise für E5 werden wohl erhöht, damit sie über dem E10 liegen.“