Lampen-Wechsel ist oft ein Geduldspiel
Eine ausgefallene Autolampe ist stets ärgerlich. Besonders, wenn der Austausch aufwändig ist. Leider ist er in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden. Deshalb: Vor dem Wechsel die entsprechenden Abschnitte der Betriebsanleitung genau lesen. Sie enthalten etwa die Information zum richtigen Lampentyp. Denn allein für Scheinwerfer gibt es über ein halbes Dutzend verschiedener Typen. Wer beispielsweise eine HB4-Halogenlampe benötigt, kann mit dem gebräuchlicheren Typ H4 nichts anfangen.
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Unterschiedliche Lichtquellen für Blinker, Rück- und Bremslicht sehen sich oft sehr ähnlich.
Auch hier muss die Bezeichnung genau stimmen. Eine Zweifadenlampe mit 4/21 Watt kann und darf nicht durch die täuschend ähnliche 5/21 Watt ersetzt werden. Bei der Montage heißt es, den Anweisungen aus der Betriebsanleitung genau zu folgen: Zündung und Licht müssen ausgeschaltet werden. Die exakte Reihenfolge der Arbeitsschritte ist wichtig.Wer bei einigen Scheinwerfertypen beispielsweise den Stecker von der Lampe vor deren Ausbau abzieht, kann Befestigungsklammern beschädigen.
Mit den Lampen haben Autofahrer behutsam umzugehen, denn sie stehen im Gegensatz zu Haushaltslampen im Innern unter hohem Druck. Alte, verbrauchte Exemplare können schon mal explodieren. Profis tragen deshalb eine Schutzbrille. Und weil Schmutz und Handschweiß unter der Hitze des späteren Betriebs den Lampenkolben chemisch schädigen können, ist jede Berührung des Glases tabu. In der Enge der meisten Motorräume ist das einfacher gesagt als getan. Selbst geübte Laien lassen nach entsprechenden Erfahrungen lieber den Kfz-Meisterbetrieb ran. Die Fachleute des Kfz-Gewerbes kennen nicht nur die richtigen Handgriffe, sie haben natürlich auch die passenden Lampen zur Hand - und vor allem ein Einstellgerät für Scheinwerfer. Denn die Kontrolle der Lichtbündel ist nach jedem Wechsel einer Scheinwerferlampe nötig, um Blendung oder zu geringe Leuchtweite zu vermeiden. Die Experten raten zudem, wenn eine Leuchte ausfällt, immer auch gleich die parallele Glühlampe auszutauschen, da deren Lebensdauer in etwa ihrer „Zwillingsschwester“ gleicht. Dies gilt nicht nur für die Frontscheinwerfer, sondern auch für alle anderen Auto-Leuchten.
Frische Wischer sorgen für gute Sicht
Scheibenwischer werden oft zu spät ausgetauscht. Viele Autofahrer denken erst dann an einen Ersatz, wenn sie bei Regen kaum mehr etwas sehen oder die rubbelnden und quietschenden Gummis nerven. Dies gilt in verstärktem Maß für den Heckscheibenwischer, den der Fahrer nicht stets vor Augen hat. Bei einem altersschwachen Wischblatt kann auch einmal die Gummilippe abreißen; am Heck wird so etwas nicht gleich bemerkt. Im noch besten Fall ist die Sicht beim nächsten Regen nicht mehr gewährleistet. Zu befürchten ist aber, dass Metallteile des Wischblatts die Scheibe zerkratzen. Der Austausch eines Heckwischers ist in vielen Fällen deutlich aufwendiger als bei seinen Brüdern an der Frontscheibe. Der Grund: In den vergangenen Jahren haben viele Autohersteller Design-Akzente beim Heckscheibenwischer gesetzt. Dies führte zu ganz speziellen Wischblättern, die nur bei einem oder ganz wenigen Modellen passen. Im Zubehörhandel sind sie oft nicht zu bekommen, und „universelle“ Lösungen sind in der Regel unzureichend.
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Den perfekten Ersatz erhalten Autofahrer im Kfz-Meisterbetrieb.
Das gilt sowohl für das Ersatzteil als auch für die Arbeit. Die Profis können auf das Originalteil des Fahrzeugherstellers zurückgreifen und kennen zudem die richtigen Handgriffe für die Montage. Und die kann ganz schön kniffelig sein, denn Heckwischer sind oftmals anders mit dem Wischarm verbunden, als man es von der Wischanlage der Frontscheibe her kennt. Doch auch die vorderen Wischer stellen zunehmend höhere Ansprüche an das Geschick. So ist der Wechsel bei vielen Fahrzeugmodellen nur bei geöffneter Haube und in einer bestimmten Stellung der Wischerarme möglich.Wer noch ein älteres Auto mit kleinen Scheibenwischern für die Scheinwerfer hat, wird vergeblich nach einer anderen Bezugsquelle für Ersatzwischer suchen. Diese Teile gibt es in der Regel nur noch als Originalersatzteil in der Fachwerkstatt. Aber auch bei diesen kann sich falsche Sparsamkeit rächen. Zwar müssen die Wischgummis für die Streuscheiben nicht unbedingt schlierenfrei reinigen. Doch verschlissene oder gar überhaupt nicht mehr vorhandene Gummis versagen bei der Reinigung und können hässliche Kratzer und damit unerwünschte Reflexe beim Scheinwerferlicht verursachen. Übrigens müssen bei einer Hauptuntersuchung sämtliche Wischer funktionieren, gegebenenfalls am Heck und vor den Scheinwerfern. Dies gilt sogar dann, wenn die Ausrüstung mit Scheinwerfer-Reinigungsanlagen bei Halogenlicht gar nicht vorgeschrieben ist. Hier greift die Regel: Was am Auto angebaut ist, muss in Ordnung sein.