Fernsehen auf dem Rücksitz, Digitalradio, DVBT, DVD – eine ganze Reihe von Technologien ist inzwischen für den Einsatz im Auto zugänglich. Elektronik-Märkte bieten entsprechende Geräte an. Doch was ist mit der Montage? Einfache Lösungen, die nur den Anschluss an die Steckdose des Zigarettenanzünders benötigen, sind selten. Die Integration ins Bordnetz ist dagegen eine Sache für Profis. Experten raten dringend vom Do-it-yourself ab. Ein falscher Anschluss kann fatale Folgen haben, beispielsweise einen Airbag auslösen oder wichtige Sicherheitssysteme stören.
In den Kfz-Meisterbetrieben arbeiten Spezialisten, die sich in der Elektronik eines Autos auskennen. Diese erinnert heute mehr an einen Computer als an eine althergebrachte Installation mit ganzen Bündeln farbiger Strippen. Fachwerkstätten haben nicht nur die nötigen Diagnose-Computer für den einwandfreien Einbau von Multimedia-Geräten. Sie verfügen zudem über Unterlagen und Empfehlungen der Fahrzeughersteller. Überhaupt ist es sinnvoll, die Integration von TV-Geräten oder MP3-Spielern von der Autoseite aus anzugehen und nicht die Unterhaltungs-Elektronik als Basis zu nehmen. Schließlich stellt das Auto extrem hohe Ansprüche an einzelne Bauteile und komplette Geräte.
Mehr Gebrauchtwagenkäufe beim Händler
Der Gebrauchtwagenkauf beim Kfz-Meisterbetrieb und im Autohaus hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Laut DAT-Report 2010 wählten 59 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer im Jahr 2009 den Weg zum Händler und damit vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Käufer gebrauchter Autos beurteilen dabei die Händler überwiegend mit der Note „gut“. Der Anteil der privaten Verkäufe im Gebrauchtwagenmarkt nahm hingegen von 45 Prozent im Jahr 2008 auf noch 41 Prozent im Jahr 2009 ab. Im Jahr 2002 hatte der Privatanteil noch bei 53 Prozent gelegen. Ein wichtiger Grund ist laut Deutschem Kfz-Gewerbe die seit 2002 geltende, mindestens einjährige gesetzliche Sachmangelhaftung für Gebrauchtwagen. Darüber hinaus gewähren viele Kfz-Meisterbetriebe eine zweijährige Garantie unter dem Label „Gebrauchtwagen mit Qualität und Sicherheit“. Ein durchschnittlicher Gebrauchtwagen kostete 2009 laut DAT-Report 2010 im professionellen Gebrauchtwagenhandel 7.420 Euro, beim Neuwagenhandel im Schnitt 12.690 Euro. Das sind rund 30 bis 50 Prozent der Anschaffungskosten für einen durchschnittlichen Neuwagen, der im Jahr 2009 laut DAT bei knapp 25.000 Euro lag.
Artikel weiterlesen
Vorteil Gebrauchtwagen
Der Wertverlust fällt erheblich geringer aus als bei einem neuen Auto. Ein Jahreswagen ist zudem meist ohne großen Qualitätsverlust zu haben, wenn die vorgeschriebenen Reparatur- oder Serviceleistungen vom Kfz-Meisterbetrieb durchgeführt wurden. Hinzu kommt das Qualitätsversprechen von den Meisterbetrieben der Kfz-Innung, zu erkennen am blauen-weißen Meisterschild, das sich auch auf den Gebrauchtwagenverkauf erstreckt: Bei Streitigkeiten zwischen Autofahrer und Gebrauchtwagenhandel können die bundesweit 130 Kfz-Schiedsstellen angerufen werden. Sie gelten seit nunmehr 40 Jahren als Musterbeispiele des praktizierten Verbraucherschutzes. Ihre hohe Akzeptanz liegt in der kompetenten Besetzung: Die Schiedsstellen-Kommission leitet ein zum Richteramt befähigter Vorsitzender. Außerdem gehören je ein Vertreter des Kfz-Gewerbes und des ADAC sowie ein öffentlich bestellter und vereidigter Kfz-Sachverständiger der Deutschen Automobil-Treuhand (DAT) dazu. Bei Streitigkeiten aus Reparaturaufträgen ergänzt ein Sachverständiger einer anerkannten Prüforganisation, wie etwa Dekra, GTÜ, KÜS oder TÜV, das Gremium. Dadurch finden sowohl die Handwerks- als auch die Verbraucherinteressen gleichermaßen Berücksichtigung.
Echten Schutz bietet nur der Elektroschocker im Motorraum
Zahl der Marderschäden nimmt zu: Mindestens 1.500 Autos sind gefährdet
Der Mai kommt, die Marder sind schon da: Im März/April bekommen Marders Nachwuchs. Ab Mai/Juni sind die Jungmarder unterwegs, denn dann können sie das Nest verlassen, um unter Anleitung der Mutter, die Umgebung zu erkunden und zu spielen. Im Juni fangen auch die erwachsenen männlichen Marder an, verrückt zu spielen. Denn Sommerzeit ist Paarungszeit bei Marders. Dann drehen die Männchen durch. Kurz und gut: „Jetzt ist die beste Zeit, sein Fahrzeug mardersicher zu machen, wenn es das noch nicht ist“, sagt Mandy Petermann-Wörz, die Kreisvorsitzende der Kreisgruppe Esslingen der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart.
Artikel weiterlesen
Sie nagen wieder
Zündkabel, Unterdruckleitungen und Kühlwasserschläuche werden in ihrem Autohaus jetzt wieder öfter gewechselt. Und Marderschäden können jeden treffen, besonders aber uns. Denn wie knabberfreudig die Marder sind, unterscheidet sich von Region zu Region. Stuttgart nahm in einer Untersuchung derVersicherer mit 15,7 Schadensfällen pro 1.000 Autos den Spitzenplatz in Deutschland ein. Die Stiftung Warentest errechnete einmal einen Schnitt von rund fünf Schäden pro 1.000 Pkw für das Land. Auf den Kreis Esslingen ergeben sich so umgerechnet bis zu 1.500 Marderschäden pro Jahr. Deswegen heißt es ab sofort dieAugen offen halten: „Wenn am Auto plötzlich Gummiteile herumliegen oder Flüssigkeiten austreten, ist Vorsicht geboten‘‘, sagt Mandy Petermann-Wörz. „Denn es muss nicht sein, dass das Auto gleich liegen bleibt. Ist beispielsweise eine Achsmanschette zerstört, tritt der Schaden erst viel später zu Tage, wird dann aber umso teurer. Deswegen ist es auch wichtig, die richtige Teilkaskoversicherung zu haben. Enthalten sein sollte der Ersatz mardergefährdeter Teile und alle damit verbundenen Arbeiten sowie die erforderlichen Abschleppkosten zur nächsten Fachwerkstatt‘‘.
Gegen die Marder ist dabei definitiv kein Kraut oder Hausmittel gewachsen. Methoden, um den Marder fernzuhalten, wie das Hinterlegen von Urinsteinen, Hundehaaren oder anderen geruchsbzw. geschmacksintensiven Stoffen haben sich genauso wirkungslos erwiesen wie Ultraschalltöne, heißt es bei der Wilhelma. Für Sparsame, die den Marder vom Motorraum fernhalten wollen, heißt der Rat: „Ein größeres Stück Kaninchendraht unter dem Motorraum auf den Boden legen.“ Marder gehen nicht gerne über sich bewegende Dinge. Wer sich die tägliche Rumrutscherei auf den Knien sparen, und den Marder sicher vomAuto fernhalten will, muss zu Elektroschockanlagen greifen. „Das Weidezaun-Prinzip‘‘ nennen die Marderexperten das, nur dass der Draht an der Weide die Kuh am Ausbüchsen hindert, während die metallische Kontaktplättchen auf der Auto-Unterseite oder im Motorraum den Marder draußen halten sollen. Kommt der Marder an eine dieser Platten, verpasst ihm das Auto einen elektrischen Schlag. „Damit kann man die kleinen Plagegeister schon in die Schrankenweisen“, sagt Mandy Petermann-Wörz. „Für Menschen sind diese Anlagen ungefährlich, weil sie beim Öffnen der Motorhaube abgeschaltet werden‘‘.
Handy-Freisprechanlage ist kein Fall für Autobastler
Telefonieren ohne Freisprechanlage ist teuer: Seit 1. Februar 2001 sind Handytelefonate ohne Freisprecheinrichtung im Auto verboten. Seit 2004 wird ein Verstoß mit einem Bußgeld von 40 Euro, einem Punkt und dem Eintrag ins Verkehrszentralregister geahndet.
Artikel weiterlesen
Bei den Neuwagen
werden die Freisprechanlagen inzwischen häufig mitbestellt, sagt Bernhard Schäufele. Die Innung rät, auch ältere Fahrzeuge entsprechend nachzurüsten: Festeingebaute Anlagen, so hat die Stiftung Warentest festgestellt, sind die beste Lösung. Mit Preisen bis zu 400 Euro allerdings auch die teuerste.
Auf keinen Fall, so Bernhard Schäufele, sollten solche Anlagen in Bastelarbeit eingebaut werden. "Die Elektronik und Elektrik im Auto sind heutzutage so fein abgestimmt, dass es gefährlich ist, daran ohne Fachwissen herumzubasteln." Die Garantie ist dann hin, die Zuverlässigkeit auch. Fehlerhafte Arbeit kann theoretisch beispielsweise dazu führen, dass einem beim ersten Anruf der Airbag um die Ohren fliegt: "Dann lieber eine preiswerte Plug-and-Play-Anlage, die in den Zigarettenanzünder gesteckt wird."
Pollenfilter schützen im Auto vor tränenden Augen
Tränende Augen, gereizte Schleimhäute, unangenehme Begleiterscheinungen des Frühlings für alle, die unter Pollenallergien leiden. Wenigstens das Auto kann da ein Ort der Entspannung sein: Pollenfilter in der Lüftungsanlage schützen vor Pollen, aber auch vor Bakterien, Sporen und Stäuben und sorgen für reine Luft im Innenraum.
Artikel weiterlesen
Die Wirkung hängt allerdings von der Qualität ab
Pollenfilter müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Deshalb sollte man den Fachmann vom Innungsbetrieb auch zwischendurch mal einen Blick auf den Filter werfen lassen. Filterfunktion und Wartungsintervall bei der Inspektion müssen nicht immer hundertprozentig zusammenpassen. Will heißen, wer viel in staub- und pollenbelasteten Gegenden unterwegs ist, dessen Filter verschleißen schneller als in Reinluftgebieten.
Die Funktionsweise der Filter ist typverschieden, kombiniert aber zumeist eine Mischung aus engmaschigen Fasern, in denen alle Partikel hängen bleiben, die größer als vier Tausendstel Millimeter sind, und elektrostatischer Aufladung, die noch feinere Mikropartikel stoppt. Per Pollenfilter im Auto für reine Frühlingsluft zu sorgen, ist übrigens kein Privileg für Neuwagenfahrer. Für die überwiegende Zahl der vorhandenen Gebrauchtwagen gibt es in der Werkstatt Filternachrüstsätze, die in der Regel unter 100 Euro kosten.
Urlaubsballast im Auto kostet bares Geld
Falls der Urlaub teuer war, gibts für Heimkehrer eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen: Auto ausräumen. "Luftmatratzen, Bergstiefel, Campingkocher, Bodenmatten, Steine, Muschelsammlungen, Wasserflaschen alles raus und zwar möglichst sofort", rät Bernhard Schäufele, Pressesprecher der Kfz-Innung Region Stuttgart.
Artikel weiterlesen
Urlaubsballast kostet Geld, denn je leichter das Auto desto geringer der Spritverbrauch
"Eigentlich eine Binsenweisheit, aber der Mensch ist halt fehlerhaft und schiebt am Urlaubsende gerne das Auspacken raus. "Das Sparpotential", schätzt der Experte, "liegt bei vielen Autos bei zwei bis drei Litern auf hundert Kilometern". Das läppert sich: Bei zwei Mark pro Liter geht's da schnell um vier, fünf Mark pro 100 Kilometer oder umgerechnet auf die durchschnittliche Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern um 500 bis 750 Mark. Die einfachste Methode: "Aus dem Auto muss alles raus, was nicht gebraucht wird. Jedes Kilo Masse will beschleunigt sein und Beschleunigung frisst Energie, weiß die Schulphysik." Ein gründlicher Innenputz ist deshalb auch keine schlechte Idee: "Auch der Sand vom Strand hat sein Gewicht. Luftwiderstand frisst auch Sprit: Logisch, dass auch die Surfbretthalter oder die Dachkoffer abmontiert werden müssen, "aber das ist meistens nicht das Problem, sondern die versteckten Pfunde". Und wenn jetzt die Tage kühler werden, dann kann auch der Griff zur Klimaanlage Geld sparen: "Wenn's kühl ist, abschalten, wenn's warm ist, anschalten", ist doch ganz einfach aber sparsam: "Klimaanlagen können im Stadtverkehr ein, zwei Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen."