Frank Schnierle als Kreisvorsitzender Esslingen bestätigt

31.01.2018

v.l.n.r. Torsten Treiber (Obermeister), Frank Schnierle (Kreisvorsitzender Esslingen), Christian Reher (Geschäftsführer).

Frank Schnierle kritisiert „kunterbuntes Durcheinander“ in der Auto-Politik

Frank Schnierle ist bei der Kreisversammlung der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in Filderstadt einstimmig als Kreisvorsitzender bestätigt worden. Damit gehört der Geschäftsführer des Esslinger Autohauses Jesinger für weitere drei Jahre auch dem Vorstand der Gesamt-Innung an, die regionsweit rund 1.000 Kraftfahrzeugbetriebe betreut. Frank Schnierle schätzte vor den Mitgliedern die Aussicht für 2018 positiv ein: Ein bis Ende 2017 auf über 428.000 Fahrzeuge gestiegener Bestand vom Pkw bis zu Anhängern biete eine Grundlage für ein erfolgreiches Werkstattgeschäft und die Nachfrage nach Pkw sei hoch, „weil die Menschen das Auto brauchen“. Er verwies allerdings auch darauf, dass die Innungsbetriebe sich in einem scharfen Wettbewerb gegen „Billigheimer, Versicherungen mit ihren Schadensmanagern und Internet-Abzockern“ behaupten müssen. „Wir müssen den potenziellen Werkstattkunden klarmachen, dass sie nur in unseren Betrieben gute und zuverlässige Arbeit für ihr Geld erhalten“, sagte Schnierle und verwies auf das „Alleinstellungsmerkmal Blaues Innungsschild“. Das Besondere daran: „Dieses Schild bekommt nicht jeder, sondern nur Innungsbetriebe, die sich im Streitfall dann auch dem Spruch einer Schiedsstelle unterwerfen müssen, die den Verbraucherschutz garantiert.“

Rund 100 Betriebe im Kreis Esslingen der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die insgesamt rund 1.000 Betriebe mit rund 12.000 Beschäftigten und 2.000 Auszubildenden vertritt, ein gewichtiger Faktor. Zusätzlich zum Kreisvorsitzenden Frank Schnierle werden deren Interessen in Delegiertenversammlung der Innung noch durch neun weitere Delegierte vertreten.

Frank Schnierle freut sich über seine einstimmige Wiederwahl. In seiner Bilanz ging er auf die Entwicklung auf dem Automarkt im Zeichen von Dieselgate und Umwelthilfe-Klagen gegen Städte und Gemeinden ein: Wachsender Bestand, gekoppelt mit steigenden Neuzulassungen und steigenden Besitzumschreibungen sind die aktuellen Entwicklungen im Kreis Esslingen. „Wir sind der einzige Kreis der Region, der bei den Besitzumschreibungen ein Plus hat “ Sinkende Dieselkäufe gehen dabei mit einem Umstieg auf andere Antriebsarten einher. Angesichts solcher Entwicklungen „sehe ich keinen Grund zum Jammern. Grund zu Kritik aber schon: Es ist ein Trauerspiel wie die Politik und speziell die Bundes- und die Landesregierung uns und vor allem auch die Menschen mit Dieselautos hängen lässt“, sagte Frank Schnierle in seiner Rede vor den Mitgliedern in der Filderstädter Filharmonie.

„Kunterbuntes Durcheinander ist bei der Beschreibung der aktuellen Gesamtlage noch milde ausgedrückt“, so Frank Schnierle. „Da fordern Politiker Softwareupdates und Hardwareupdates, bleiben aber den rechtlichen Rahmen schuldig, damit diese überhaupt und schnell umgesetzt werden können, beziehungsweise etwas bringen. Oder kennt jemand hier die neue Schadstoffklasse, die ein Diesel nach einem Softwareupdate erreicht? Fünf bleibt fünf und dieser Diesel wäre damit in Stuttgart weiter vor der Tür, wenn Winfried Hermann die Diesel aussperren darf.“

Ein besonderer Fall ist für ihn „der häufig gehörte Politikersatz, dass keiner die Absicht hat Fahrverbote einzuführen, kombiniert mit der Forderung nach einer Blauen Plakette, wie sie gerade wieder von Ministerpräsident Kretschmann erhoben worden ist. Denn die Blauen Plaketten wären das schlimmste Fahrverbot überhaupt. Weil sie beim jetzigen Forderungsstand nicht nur Diesel aus Umweltzonen, die nur mit ihnen befahren werden dürften ausschließen, sondern auch Benziner ab Euro 2 abwärts.“

Auch deswegen sei eine starke Innung wichtig: „Mit ihr können wir die Interessen unserer Betriebe und ihrer Beschäftigten, aber auch unserer Kunde vertreten.“ Beispiel: Umstiegsprämie: „Die haben wir schon 2015 gefordert als Verkehrsminister Winfried Hermann, ankündigte, ab 2017 in Stuttgart Fahrverbote auszusprechen und von 2019 an nur noch Diesel mit der Euronorm 6 zuzulassen. Hätten wir damals den Wechsel forciert, statt auf Verbote zu setzen, wäre der Trend zu sinkenden Schadstoffwerten in Stuttgart, den wir jetzt erleben, garantiert noch stärker.“

Als Delegierte wurden gewählt:

 

Richard

Briem

Autohaus Briem GmbH & Co. KG

Filderstadt

Heinz

Eber

Autohaus Heinz Eber

Aichwald

Anja

Entenmann

Autohaus Entenmann GmbH & Co. KG

Esslingen

Daniel

Haist

Haist Kfz-Werkstatt GmbH & Co. KG

Deizisau

Herbert

Pernicka

Herbert Pernicka Kraftfahrzeugwerkstätte

Wernau

Mandy

Petermann

Autohaus Durst GmbH

Ostfildern

 

-Wörz

 

 

Elli

Roderburg

Autohaus Wilhelm Jesinger K.G./ CarWorks GmbH

Esslingen

 

-Schnierle

 

 

Karl-Ernst

Scheffler

Autohaus K.M. Scheffler e.K.

Esslingen

Frank

Schnierle

Autohaus Wilhelm Jesinger K.G./ CarWorks GmbH

Esslingen

Sebastiano

Ventura

Ventura Kfz-Werkstätte

Esslingen

 

 

 


 
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