Kfz-Innung: Lossprechungsfeier in der Schwabengarage

30.07.2018
203 Azubis sind jetzt in der Karriere mit Lehre einen wichtigen Schritt weiter

Eingerahmt von den Azubigirls sowie Obermeister Torsten Treiber und Geschäftsführer Christian Reher die Prüfungsbesten aus unseren Innungsbezirken mit Vertretern der jeweiligen Betriebe

Früher wäre jetzt der Wanderstab angesagt gewesen, diese Woche geht’s für die meisten der 203 jungen Frauen und Männern in den Autoberufen Kfz-Mechatronikerinnen und -mechatroniker sowie Automobilkaufleute da weiter, wo sie am Freitag als Azubi den Betrieb verlassen haben. Dazwischen lag die Lossprechungsfeier der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in der Stuttgarter Schwabengarage. 48 derer, die von Obermeister Torsten Treiber in den Gesellenstand erhoben wurden, wurden in Stuttgarter Betrieben ausgebildet, elf waren es bei den Automobilkaufleuten. Topleute gab’s 43, 33 bei den Kfz-Mechatronikern, zehn bei den Automobilkaufleuten. Soviel wir noch nie bei einer Prüfung. In Stuttgart wurde Jonas Hauff aus Plochingen, der bei Volkswagenautomobile Stuttgart ausgebildet wurde, kreisbester Kfz-Mechatroniker. Nina Klinger aus Vaihingen/Enz, die beim Autohaus Van der Weppen ihre Ausbildung absolvierte, schoss den Vogel bei den Automobilkaufleuten ab. Für beide gibt es als kleinen Extraschub auf der Karriereleiter einen Bildungsgutschein der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart im Wert von 500 Euro. Im Kreis Böblingen ist der Innungsbeste beheimatet; Alexander Ring aus Sindelfingen, der im Autohaus Bebion in Magstadt ausgebildet wurde. Larissa Birnstock aus Filderstadt, Kfz-Mechatronikerin im Autohaus Durst in Ostfildern, ist Kreisbeste im Kreis Esslingen. Krischan Kittel aus Steinheim mit Ausbildungsplatz Autohaus Reiche in Großbottwar, hat sich diese Würde im Kreis Ludwigsburg erarbeitet. Und Sebastian Dürr aus Großbottwar, der im Autohaus Lorinser in Waiblingen ausgebildet wurde, ist der Kreisbeste im Rems-Murr-Kreis.

Wie’s früher mit Handwerk und Mobilität war, rief der Obermeister den 203 Loszusprechenden ins Gedächtnis: „Nach Verlassen dieses Raumes müssen Sie - anders als unsere Vorfahren im Handwerk - nicht zum Wanderstab greifen und drei Jahre und einen Tag die Welt auf der Walz durchziehen.“ Heutzutage sind die Fachkräfte speziell in der Kraftfahrzeugbranche schon so dünn gesät, dass kein Betrieb gute Leute ziehen lässt. Und selbst da, wo etwas über den Bedarf ausgebildet wurde, muss sich keiner oder keine große Sorgen um den nächsten Arbeitsplatz machen: „Die Nachfrage in unserer Branche ist groß“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Daran würde sich nicht mal etwas ändern, wenn das Elektroauto plötzlich den Durchbruch schaffen würde. „Das hat zwar in der Werkstatt weniger Personalbedarf bei Wartung und Pflege aber wir haben auch einen Generationenwechsel zu bewältigen.“ Sprich die geburtenstarken Jahrgänge kommen jetzt ins Rentenalter und da braucht es Ersatz. Und zwar überall, von der Werkstatt bis in die Chefetage.

Deswegen so Torsten Treiber „geht jetzt die Karriere mit Lehre weiter“ Er hob die Leistung aller unter dem Beifall von über 400 Festgästen und Absolventen hervor: „Heute ist der Abschluss Eurer drei- bis dreieinhalbjährigen Ausbildung. Die war sicher manchmal auch ätzend, aber ihr habt’s durchgehalten und dürft stolz auf Euch sein.“ 

Die 200 Ausbildungsplätze, die jetzt frei wurden, sind auch fast alle schon wieder vergeben, sagte Geschäftsführer Christian Reher am Rande der Veranstaltung: „Die Nachfrage ist immer noch groß und wir behaupten uns gut im Wettbewerb um die weniger werdenden jungen Menschen.“ Die Berufswahl sei jedenfalls eine sichere Bank: „Ich behaupte mal, 90 Prozent der Mobilitätsbedürfnisse der Menschen kann nur das Auto erfüllen und deswegen wird es immer Leute brauchen, die es verkaufen, pflegen, warten und reparieren.“

Tabelle der Preisträger

 

 

   


 
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