Kfz-Innung Region Stuttgart auf der Retro Classics

20.03.2018

Formel Vau-As Robin Kluth Samstag bei der Kfz-Innung und jeden Tag Workshops

Robin Kluth hat 2017 seinen Meistertitel in der historischen Formel Vau verteidigt. Der Karlsruher ist der Erste in dieser Rennserie, dem das gelungen ist. Am Samstag, 24. März, ist er bei der Retro Classics in der Halle 1 um elf Uhr und um 13:30 Uhr am Stand 1G71, dem Stand der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, zu treffen, gibt Autogramme und gerne auch Tipps wie sich mit den Rennern auf der Basis des Käfers erfolgreich über die Rennstrecken der Welt heizen lässt. Oldiefans, die nach Fachinformationen für die pflegliche Behandlung ihres Schmuckstücks suchen, kommen hier am Freitag, Samstag und Sonntag auf ihre Kosten: Täglich von 10:30 Uhr bis 16 Uhr werden jeweils halbstündige Workshops zu Pflege- und Restaurierung angeboten.

Die Formel Vau ist eine historische aber trotzdem ganz reguläre Rennserie: Rennwagen auf der Basis des Käfers waren in den 60-ern und 70-ern der Renner. Niki Lauda begann in einem seine Karriere. Die 2017er-Rennserie gastierte in Hockenheim, erstmalig in Spa und am Sachsenring, in Zandvoort, am Red-Bull-Ring sowie am Salzburgring. Den Gesamtsieg aller Klassen holte Robin Kluth im Einvergaser-Hick (Klasse 2) und feierte damit eine Premiere, denn bisher hat’s keiner geschafft, diesen Titel zu verteidigen. Das ist übrigens ein Familienerfolg. Papa Manfred ist für die Technik zuständig, Sohn Robin fährt die Punkte ein. Und er ist auch gleichzeitig Innungsbotschafter der Old- und Youngtimer-Ausbildung der Kfz-Innung Region Stuttgart.

„Denn die Region Stuttgart ist nicht nur das Mekka der Oldtimerfans, sondern die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist auch die Speerspitze bei der Ausbildung junger Spezialkräfte für die Golden Oldies der Autoentwicklung“, sagt Obermeister Torsten Treiber stolz. Der Formel Vau-Rennwagen, Robin Kluth und Vater Manfred stehen dabei für den sportlichen Aspekt, der mit Oldtimer-Renn- und -Tourenwagen verbunden ist. Am Stand geht’s aber auch um die reine Freude an den Kleinoden der Automobiltechnik. Die natürlich altersbedingt auch so ihre Macken haben: „Wir sind die Anlaufstelle für Fragen rund um Technik, Restauration und Ausbildung“, fasst Innungsgeschäftsführer Christian Reher das Angebot der drei Tage Retro Classics zusammen.

Wilhelm Supper, Chef am Stand und Innungsexperte in Sachen Oldtimer, hat Experten und Workshops organisiert, in denen in der Theorie und in der Praxis gezeigt wird, wie sich die Oldies fit halten und fit machen lassen. Freitag, Samstag und Sonntag, ab 10:30 Uhr wechseln jeweils im halbstündigen Turnus die Themen Entlackung und Sandstrahlen, Grundierung und Flammverzinken, Zündverteiler prüfen, Vergaser einstellen und synchronisieren und alles rund um Cabrio-Verdecke das Thema Ventile einstellen und eine spezielle Info-Halbestunde zu 2CV, Dyane und Burton. Letzterer ist ein Sportwagen auf dem Fahrgestelle einer „Ente“. Womit sich der Kreis zur Formal Vau schließt - die baut ja auf dem Käfer-Fahrgestell auf. Beides Klassiker ihrer Zeit.

Alte Technik, junge Kraftfahrzeugmechatroniker ist dabei kein Gegensatz: Der Retro Classics Cultur Club Württemberg-Hohenzollern unterstützt und fördert die Kfz-Innung bei ihrem Vorgehen Old- und Youngtimertechnik an junge Mechatroniker zu vermitteln. „Die Innung tut das mit Leidenschaft und Erfolg, weil ihr die Oldtimer am Herzen liegen“, sagt Obermeister Torsten Treiber. „Oldtimerfachmann oder -frau ist bei uns Thema für die Ausbildung und Gegenstand eines Modellprojektes in der Region Stuttgart. Seit September 2014 werden unsere jungen Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und -mechatroniker in Ludwigsburg mit rund 100 Schülern und in Backnang mit 30 Schülern in guter, alter Technik zusätzlich qualifiziert. Ein weiterer Ausbildungsgang läuft bei der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Nürtingen, mit ebenfalls 30 Azubis in der Oldtimer-Zusatzausbildung. Die notwendigen Kenntnisse werden während der 3,5-jährigen Ausbildung an der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen ausbildungsbegleitend vermittelt. Und die Lossprechungsfeier, die am Freitagabend in der Halle 1 stattfindet wird es deswegen eine Premiere geben: „Erstmals werde ich Gesellen lossprechen können, die diese Ausbildung erfolgreich absolviert haben“, freut sich Obermeister Torsten Treiber. Das ist wichtig: „Damit ist der berufliche Nachwuchs für unsere Betriebe gesichert, die sich auf diese spezielle Feld Old- und Youngtimer spezialisiert haben, denn die alten Meister werden ja nicht jünger, sondern gehen in Rente.“


 
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