Reifen wechseln, Licht checken lassen und Auto fit für den Winter machen

29.09.2017

„Licht ok? Winterreifen montiert“ - wenn Spannbänder mit diesen beiden Fragen von Stegen und Brücken in Stuttgart grüßen, ist der Winter nicht mehr weit: Stadt Stuttgart, Regierungspräsidium Stuttgart, TÜV SÜD und Kfz-Innung Region Stuttgart werben mit ihnen gemeinsam für Verkehrssicherheit. Stuttgarts Ordnungsbürgermeister Dr. Martin Schairer ist „immer wieder verblüfft, wie viele Autos mit defekten Scheinwerfern mir entgegenkommen, wenn ich zu Terminen unterwegs bin“. Regierungsvizepräsidentin Dr. Alexandra Sußmann liest in „den Berichten unserer Autobahn- und Straßenmeistereien immer wieder, welche Probleme Fahrzeuge auf Sommerreifen beim ersten Wintereinbruch machen.“ Und Thomas Emmert, Regionalleiter beim TÜV SÜD, weiß, was beim Licht-Test 2016 herauskam: „Jedes dritte Fahrzeug ist mit Defekten in der Lichtanlage unterwegs. „Das wäre eine gewaltige Zahl“, fasst Obermeister Torsten Treiber zusammen: „300.000 Pkw in der Stadt durch drei macht 100.000 mit defekten Birnchen oder LEDs.“ Lkw (16.000) nicht eingerechnet.

Eigentlich ist alles ganz einfach: „Reifen wechseln, Licht checken lassen und Auto fit für den Winter machen lassen, dann bietet die dunkle Jahreszeit keine Probleme“, sagt Christian Reher, der Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Tatsächlich hapert’s aber schon am einfachen Rundgang ums Auto oder der Reaktion auf die kleinen Kontrollleuchten, die Ausfälle in der Beleuchtung signalisieren. „Den Licht-Test gibt es seit den 50er Jahren. Die Autos sind besser geworden, die Denke der Menschen, die sie fahren, ist weitgehend die Gleiche geblieben.“

Weil immer noch das Prinzip „Reicht morgen auch noch“ gang und gäbe ist, so Martin Schairer, „macht es Sinn, mit Spannbändern an sonnigen Spätsommertagen auf den kommenden Winter hinzuweisen.“ Denn was ihn besonders beeindruckt, ist die Tatsache, dass Winterreifen bei tiefen Temperaturen und rutschigen Straßen Bremsweg sparen. „Fünf Meter früher gehalten, ist eine Autolänge - das kann einen Auffahrunfall in der Stadt vermeiden.“

In der Realität, sagt Dr. Alexandra Süßmann, „ist der erste Tag mit Schneefall meistens ein Chaostag, weil schon ein Auto mit Sommerreifen an der falschen Ecke reicht, um den Verkehr zum Erliegen zu bringen. Und überall gleichzeitig zu streuen, geht nicht.“ Ein Rechenexempel aus Männern, Maschinen und Kilometern, das Obermeister Torsten Treiber durch Reifen ergänzt: „300.000 Pkw haben 1,2 Millionen Räder, da kann sich jeder ausrechnen, dass er warten muss, wenn er bis zum ersten Schneefall wartet, obwohl wir gut 1.000 Werkstätten haben.“

Die optimale Kombination, da sind sich Christan Reher und Thomas Emmert mit allen anderen einig, „ist es, den Reifenwechsel mit dem Licht-Test zu kombinieren.“ Sprich, den Reifenwechsel mit der Werkstatt möglichst bald zu terminieren und den kostenlosen Check, ob alle Lichter leuchten und Hell-Dunkel-Kontrast, Einstellhöhe und Leuchtweitenregulierung, Lampen-, Reflektor- und Streuscheibenzustand ok sind und der Zustand der Scheinwerferreinigungsanlage nichts zu wünschen übrig lässt,  damit zu kombinieren: „Das spart Zeit und gibt ein sicheres Gefühl.“


 
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