Reiner Äckerle als Kreisvorsitzender Rems-Murr bestätigt

26.01.2018

v.l.n.r. Christian Reher (Geschäftsführer), Reiner Äckerle (Kreisvorsitzender Rems-Murr), Torsten Treiber (Obermeister).

Diesel-Hochburg Rems-Murr-Kreis hat gute Zukunftsaussichten

Reiner Äckerle ist bei der Kreisversammlung der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in Waiblingen einstimmig als Kreisvorsitzender des Rems-Murr-Kreises bestätigt worden. Damit gehört der Geschäftsführer des Korber Autohauses Äckerle für weitere drei Jahre auch dem Vorstand der Gesamt-Innung an, die regionsweit rund 1.000 Kraftfahrzeugbetriebe betreut. In seiner Bilanz ging er auf die Entwicklung auf dem Automarkt im Zeichen von Dieselgate und Umwelthilfe-Klagen gegen Städte und Gemeinden ein: Wachsender Bestand, gekoppelt mit steigenden Neuzulassungen aber sinkenden Besitzumschreibungen sind die aktuellen Entwicklungen. Der Rems-Murr-Kreis hat sich 2017 dabei zum regionalen Mekka der Dieselkäufe entwickelt: „Die Dieselneuzulassungen gingen von 4.882 Pkw im Jahr 2016 um 883 Pkw oder 18,1 Prozent auf 5.765 neue Diesel-Pkw nach oben, rechnete er den „lieben Kolleginnen und Kollegen“ vor („Sie haben richtig gehört: nach oben“). Und „bei den Besitzumschreibungen kommt’s noch besser. In den 39.374 Besitzumschreibungen sind 10.998 Diesel enthalten. Das ist im Vergleich zu Vorjahr ein Plus von 22,2 Prozent oder 2.001 Diesel mehr.“

Reiner Äckerle schätzte vor den Mitgliedern die Aussicht für 2018 positiv ein: Ein bis Ende 2017 auf über 351.000 Fahrzeuge gestiegener Bestand von Pkw bis zu Anhängern biete eine Grundlage für ein erfolgreiches Werkstattgeschäft und die Nachfrage nach Pkw sei hoch, „weil die Menschen das Auto brauchen“.

Er verwies allerdings auch darauf, dass die Innungsbetriebe sich in einem scharfen Wettbewerb gegen „Billigheimer, Versicherungen mit ihren Schadensmanagern und Internet-Abzockern“ behaupten müssen. „Wir müssen den potenziellen Werkstattkunden klarmachen, dass sie nur in unseren Betrieben gute und zuverlässige Arbeit für ihr Geld erhalten“, sagte Äckerle und verwies auf das „Alleinstellungsmerkmal Blaues Innungsschild“. Das Besondere daran: „Dieses Schild bekommt nicht jeder, sondern nur Innungsbetriebe, die sich im Streitfall dann auch dem Spruch einer Schiedsstelle unterwerfen müssen, die den Verbraucherschutz garantiert.“

Rund 160 Betriebe im Rems-Murr-Kreis sind innerhalb der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die insgesamt rund 1.000 Betriebe mit rund 12.000 Beschäftigten und 2.000 Auszubildenden vertritt, ein gewichtiger Faktor. Reiner Äckerle freut sich über seine einstimmige Wiederwahl. Er wird künftig auch die Rolle des Pressesprechers der Innung im Vorstand übernehmen.

Der von ihm geführte Kreisverband hat eine Besonderheit: Diesel-Pkw sind gefragter als 2016. 2017 war hier mit 31,1 Prozent fast jeder dritte Neukauf im Kreis ein Diesel. Und bei den Besitzumschreibungen liegt der Anteil bei 27,4 Prozent und hat in beiden Fällen so etwa um vier Prozent zugelegt.

„Was den Kreis zu Dieselhochburg macht, wissen wir allerdings nicht, da gibt es noch keine Analysen dazu. Auf alle Fälle sehe ich angesichts solcher Zahlen keinen Grund zum Jammern. Grund zu Kritik aber schon: Es ist ein Trauerspiel wie die Politik und speziell die Bundes- und die Landesregierung uns und vor allem auch die Menschen mit Dieselautos hängen lässt“, sagte Reiner Äckerle in seiner Rede vor den Mitgliedern im Waiblinger Bürgerzentrum.

„Kunterbuntes Durcheinander ist bei der Beschreibung der aktuellen Gesamtlage noch milde ausgedrückt“, so Reiner Äckerle. „Da fordern Politiker Softwareupdates und Hardwareupdates, bleiben aber den rechtlichen Rahmen schuldig, damit diese überhaupt und schnell umgesetzt werden können, beziehungsweise etwas bringen. Oder kennt jemand hier die neue Schadstoffklasse, die ein Diesel nach einem Softwareupdate erreicht? Fünf bleibt fünf und dieser Diesel wäre damit in Stuttgart weiter vor der Tür, wenn Winfried Hermann die Diesel aussperren darf.“

Ein besonderer Fall ist für ihn „der häufig gehörte Politikersatz, dass keiner die Absicht hat Fahrverbote einzuführen, kombiniert mit der Forderung nach einer Blauen Plakette. Denn die Blauen Plaketten wären das schlimmste Fahrverbot überhaupt. Weil sie beim jetzigen Forderungsstand nicht nur Diesel aus Umweltzonen, die nur mit ihnen befahren werden dürften ausschließen, sondern auch Benziner ab Euro 2 abwärts.“

Auch deswegen sei eine starke Innung wichtig: „Mit ihr können wir die Interessen unserer Betriebe und ihrer Beschäftigten, aber auch unserer Kunde vertreten.“ Beispiel: Umstiegsprämie: „Die haben wir schon 2015 gefordert als Verkehrsminister Winfried Hermann, ankündigte, ab 2017 in Stuttgart Fahrverbote auszusprechen und von 2019 an nur noch Diesel mit der Euronorm 6 zuzulassen. Hätten wir damals den Wechsel forciert statt auf Verbote zu setzen, wäre der Trend zu sinkenden Schadstoffwerten in Stuttgart, den wir jetzt erleben, garantiert noch stärker.“


 
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