250 können mit dem Auto Vollgas für eine Karriere mit Lehre geben

13.03.2019
Kfz-Innung Region Stuttgart feiert auf der Retro Classics mit ihren jungen Gesellen

Die Prüfungsbesten bei unserer Lossprechungsfeier Winter 2019 mit Ihren Ausbildern. Eingerahmt von unseren Azubi-Girls, Obermeister Torsten Treiber (2.v.l.) und Geschäftsführer Christian Reher (2.v.r.)

Mit Vollgas in die Zukunft. Oder lieber elektrisch? Die 250 Azubis der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die auf der Retro Classics in Halle 1 in den Gesellenstand erhoben wurden, kommen mit allen Antriebsarten klar: Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro, Gas. In Stuttgarter Betrieben wurden 37 Kraftfahrzeugmechatroniker sowie eine Kraftfahrzeugmechatronikerin, die ihre Gesellenbriefe bekamen, ausgebildet. Für die fünf kreisbesten Kfz-Mechatroniker und den regionsbesten Automobilkaufmann gab’s noch ein Sahnehäubchen obendrauf. Sie wurden von der Innung besonders ausgezeichnet und bekamen von Obermeister Torsten Treiber und Geschäftsführer Christian Reher je einen Bildungsgutschein im Wert von 500 Euroüberreicht. Im Kreis Böblingen war das Amelie Auer aus Ostelsheim, die beim Autohaus Weeber in Weil der Stadt ihre Lehre machte. Bester Azubi in Stuttgart war Felix Kierspel aus Reichenbach, der bei der Schwabengarage Stuttgart ausgebildet wurde. Im Rems-Murr-Kreis bekamen den Bildungsgutschein Jens Greiner, vom Autohaus Burger Schloz in Schorndorf und der Automobilkaufmann Thorsten Sepsei vom Autohaus Walter Mulfinger in Schorndorf. Preisträger im Kreis Ludwigsburg ist Alexander Grün aus Ludwigsburg, der beim Autohaus Klein in Bietigheim-Bissingen seine Lehre machte, und im Kreis Esslingen war Mike Wende aus Lichtenwald, der beim Autohaus Gross in Köngen seine Lehre machte, der Beste.  

Obermeister Torsten Treiber, der die jungen Leute nach alter Väter Sitte lossprach, riet aber allen, ihren Gesellenbrief als ersten Schritt in einer Karriere mit Lehre zu sehen: „Machen Sie den Meister“, wäre eine Variante, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, den Weg mit dem Auto zu machen, denn es wird das Mobilitätsmittel Nummer 1 bleiben, da ist er sich zusammen mit Christian Reher, dem Geschäftsführer der Kfz-Innung sicher: Über 1,6 Millionen Pkw gibt es derzeit in der Region. „Und gerade hat der Verband Region Stuttgart angekündigt, dass noch 140.000 zuziehen sollen. Jede Wette, dass die mit dem Auto fahren, wenn sie Eltern oder die Oma besuchen wollen, mal ganz abgesehen, von den notwendigen Firmenfahrzeugen und den privaten Wegen zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen oder schlicht ins Freibad.“

Rund 700 Menschen waren bei der Lossprechungsfeier auf der Retro Classics dabei. 250 junge Gesellinnen und Gesellen feierten am Abend auf dem Stand der Kraftfahrzeuginnung in Halle 1 zusammen mit stolzen Eltern, Freunden, Freundinnen, Verwandten, Ausbildern. Tagsüber präsentiert die Innung hier Können und Betriebe rund um die Oldtimer, die bei der Messe nicht nur diese Halle füllen. Kraftfahrzeuginnung und Retro-Classics-Veranstalter arbeiten seit mehreren Jahren zusammen. Für Karl-Ulrich Herrmann, den geschäftsführenden Gesellschafter der Retro Classics, haben die jungen Menschen, die er so auf die Messe bekommt, einen wichtigen Vorteil: „Unsere Besucher sind in der Regel über 50 und meist männlich, sie senken nicht nur den Altersdurchschnitt beträchtlich.“

Hier Oldtimer, da autonomes Fahren, die Bandbreite der technischen Anforderungen wird weiter wachsen, je weiter sich das Auto entwickelt, diese Voraussage ist für Obermeister Torsten Treiber kein Problem. Lossprechung und Abschluss der Ausbildung „heißt nicht, das war’s, sondern jetzt fängt’s erst richtig an“, heißt deswegen die Botschaft in Richtung des Nachwuchses vor der Bühne. Denn es gilt zwar, „die Ausbildung, die Sie geschafft haben, ist eine der Anspruchsvollsten, die es gibt.“ Aber es geht technisch halt immer weiter. „Im Prinzip hält ein Auto ewig, wenn es gepflegt und nicht gewaltsam verschrottet wird“, weist Christian Reher auf die Oldtimer rund um den Innungsstand hin. Und für die Oldies ist auch gesorgt: Unter den Kraftfahrzeugmechatronikern sind auch Gesellen, die die Zusatzqualifikation für Oldtimer haben. Denn Vergaser einstellen, muss im Zeitalter der elektronischen Einspritzung extra gelernt werden.

Bei über 1,6 Millionen Pkw in der Region plus Lkw, Motorrädern und anderen Fahrzeugen wird der Nachwuchs in den Kfz-Betrieben auch dringend benötigt. Unter den 12.000 Beschäftigten sind die geburtenstarken Jahrgänge, die in Rente gehen, und die ersetzt werden müssen. Deswegen ist die Innung auch stolz darauf, dass „wir über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg unsere Ausbildungsplätze immer besetzen können und seit Jahren immer konstant rund 2.000 Auszubildende haben.“ Aktuell sind bei der Handwerkskammer in der Region neue 605 Ausbildungsverträge in der Sparte Kfz-Mechatroniker (Vorjahr 587) und 63 bei den Automobilkaufleuten (Vorjahr 51) registriert. Dabei spielt einmal eine Rolle, „dass unsere Zukunftsaussichten hervorragend sind“, sagen Torsten Treiber und Christian Reher am Rande der Veranstaltung. „… und natürlich liegt es auch daran, dass Autos eine Faszination ausstrahlen, die kein anderes Alltagsprodukt zu bieten hat.“


 
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