Das neue Gasheizkraftwerk muss helfen, Fahrverbote zu vermeiden

03.05.2019

Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart erneuert ihre Forderung, dass auch das neue Gasheizkraftwerk in Gaisburg, das am heutigen 3. Mai offiziell in Betrieb ging, seinen Teil zur Senkung der Stuttgarter Stickoxidwerte beitragen muss. „Das Kraftwerk ist ja so angelegt, dass es kurzfristig abgeschaltet und nur an wenigen Tagen im Jahr betrieben werden kann“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Die Innung hat bereits in ihren Stellungnahmen zum Luftreinhalteplan Stuttgart kritisiert, dass das Regierungspräsidium einen Neubau genehmigt hat, der 30 Tonnen mehr Stickoxid ausstoßen darf als das Vorgängerkraftwerk. Für das Gasheizkraftwerk Gaisburg wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart ein maximaler Ausstoß von 75 Tonnen Stickoxid genehmigt, der beim alten Kohlekraftwerk noch bei 45 Tonnen lag. Allerdings ist der genaue Ausstoß nach Angaben der EnBW aber „stark witterungsabhängig und schwer vorherzusagen, da Gaisburg ja vor allem für Spitzenzeiten mit hohem Wärmebedarf im Winter und als Reserve dient. Im Genehmigungsverfahren wurde mit einem ganzjährigen 24/7- Betrieb gerechnet – ein erkennbar theoretisches Szenario.“ Außerdem spare das neue Kraftwerk 60.000 Tonnen CO2. Christian Reher sieht es mit Blick auf die aktuellen Dieselfahrverbote so: „Um 30 Tonnen Stickoxide zu produzieren, müssten allein die in der Stadt noch vorhandenen Euro-4-Diesel grob geschätzt um die acht- oder sogar neuntausend Kilometer im Jahr fahren. Die stillgelegten Euro-4-Diesel reichen also gerade so, um den erhöhten Stickoxidausstoß des neuen Kraftwerkes aufzufangen.“ Gleichmäßige Lastenverteilung, die das Bundesimmissionsschutzgesetz fordert, sei das nicht. Spätestens bei Euro-5-Fahrverboten, die die Umwelthilfe per Zwangsgeld durchsetzen will, stelle sich die Frage nach der Lastenverteilung: „Wir warten jetzt auf die entsprechende Klage der Deutschen Umwelthilfe auf Ergänzung des Luftreinhalteplans durch Maßnahmen in Sachen Gaisburg.


 
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