Der Mensch will mobil sein und die Kfz-Betriebe helfen ihm dabei

29.04.2019

Eine Menschheit ohne Auto? Das hatten wir jahrtausendelang und überall wurde nach Möglichkeiten gesucht, schneller und bequemer vorwärts zu kommen. Heutzutage ist die individuelle Mobilität so hoch wie noch nie und das Auto spielt eine Schlüsselrolle, das wird keiner bestreiten. Deswegen spielen auch die Kraftfahrzeugbetriebe, die in der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zusammengeschlossen sind, eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, diese Mobilität zu erhalten, die längst über Verkauf, Wartung und Reparatur der Fahrzeuge hinaus geht: Innungsbetriebe können als Mitglieder der Kfz-Innung Dienstleistungen und Unterstützung liefern, die kein Einzelbetrieb aber auch kein anderes Gewerk so liefert: Wir kümmern uns um eine hochqualifizierte Ausbildung. Wir bieten für Kunden, die einen Unfall hatten, ein Anwaltsnetzwerk, damit sie sich gegen Versicherungen wehren können. Wir setzen uns für die Interessen unserer Betriebe und unserer Kunden ein, wenn politische Debatten zu bestreiten sind, wie aktuell zum Thema Fahrverbote. Und wir bieten Verbraucherschutz par excelllence, denn das blaue Innungsschild, das nur unsere Betriebe führen dürfen, steht für eine Verpflichtung: Wenn es mal strittig ist, ob die Leistung eines Betriebes gut oder schlecht war, klären wir das über eine eigene Schiedsstelle, die so gut ist, dass sie selbst von der EU kopiert worden ist.

„Den härtesten Werkstatttest machen wir ja selbst“, wurde unser Innungsgeschäftsführer Christian Reher vor ein paar Tagen in der Ludwigsburger Kreiszeitung zitiert. Da ging es um die Frage, ob die Innung für Werkstatttests ist. Wir sehen jedem Test gelassen entgegen, denn unser eigener Test ist der härteste, weil sich alle Innungsbetriebe im Streitfall dem Spruch unserer Schiedsstelle unterwerfen. Die ist mit neutralen Fachleuten besetzt. Sie prüft auf Kundenverlangen, ob Reparaturen notwendig und fachgerecht waren. Oder ob ein Autoverkauf ok war. Im vergangenen Jahr gab es, bezogen auf die Werkstattarbeit, 143 solcher Verfahren. Das ist, bezogen auf mehr als 1,6 Millionen Pkw in der Region Stuttgart, minimal, aber nicht vernachlässigbar, denn wir wollen möglichst hundert Prozent zufriedene Kunden.

Für zufriedene Kunden und gute Dienstleistungen braucht es technisch gut ausgestattete Werkstätten und hochqualifiziertes Personal. Die in der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zusammengeschlossenen Betriebe verfügen über beides. Das hört sich im ersten Moment womöglich wie eine Selbstverständlichkeit an. Aber wer sich die Palette der Autos anschaut, mit denen wir umgehen, versteht schnell, wo der Hase im Pfeffer liegt: Wir müssen mit über 100 Jahre alten Autos genauso klarkommen, wie mit Elektroautos, denen eine rosige Zukunft vorausgesagt wird. Und allem, was technisch so dazwischen liegt: Gasantrieb, Hybridantrieb, Brennstoffzelle. Um es auf den Punkt zu bringen: Elektroautos sind nichts für Bastler. Wir zertifizieren unsere Betriebe für diese Fahrzeugart. Das heißt, sie bekommen ein Zusatzschild zum blauen Meisterschild. Wie Oldtimerbetriebe übrigens auch. Denn wenn Bertha Benz, die als erster Mensch und erste Frau mit dem Auto eine Langstreckenfahrt unternahm, mit ihrem Gefährt um die Ecke käme, wir kämen auch mit diesem Ur-Auto klar.

Das erklärt auch, warum uns jeder Motor und jede Antriebsart recht ist: Wir können Verbrenner, wir können Elektro, und wenn morgen einer oder eine das räderlose Schwebefahrzeug erfindet. Wir werden auch das können. Das Prinzip ist einfach: Der Mensch will mobil sein und die Kfz-Betriebe helfen dabei.

Beispielsweise aktuell bei der Elektromobilität: Lust ein bissle rum zu stromern? Hier gucken: www.emobil-region-stuttgart.de. Der Ansatz: „Die Bürger wollen wissen: Welche Fahrzeuge gibt es? Wo kann ich eine Probefahrt machen? Wer kann mir eine Heimladestation installieren? Welche Förderungen gibt es? Elektromobilität muss greifbar und nah sein, nicht abstrakt und weit weg“. Damit schickte Stuttgarts OB Fritz Kuhn die Plattform als gemeinsames Projekt von Stadt, Kraftfahrzeuginnung und Verband Region Stuttgart auf den Weg – inzwischen war offizieller Start. Nicht weil die Plattform fertig ist, sondern weil jetzt die Phase zwei beginnt: Ab sofort pflegen wir ständig neue Inhalte ein, denn die E-Mobilität kommt in Bewegung.“

Zwölf Monate hat’s bis zu Phase 2 gedauert. Aber Phase 1 hatte Eigenarten: Was machst Du, wenn alle Welt von e-Autos schwärmt, aber nur ein paar Modelle angeboten werden? Inzwischen ist das Angebot breiter und eine Datenbank macht Sinn: „Es wurden 226 Einträge gefunden“, meldete das System beim Start. Inzwischen sind es schon mehr. Dazu gibt’s Händler, Werkstätten und auch die Wallbox. Profis wissen, Strom kommt beim e-Auto aus der Steckdose, aber langsam. Wallbox ist besser.

Wobei aber gilt: Ein E-Auto muss nicht unbedingt nur den in Deutschland üblichen Strommix aus Kraftwerken tanken, die zuweilen CO2-Schleudern sind. Zu E-Autos zählen auch Brennstoffzellenfahrzeuge. Die machen aus Luft und Wasserstoff Strom. Da freut sich die CO2-Bilanz. Und es gibt auch noch andere Kraftstoffarten, die sich aus erneuerbaren Energien und CO2 erzeugen lassen. Das Auto von morgen, kennt heute keiner. Da geht es uns wie Bertha Benz – die war überzeugt, dass das Auto Zukunft hat, aber sie hatte keine Ahnung, was sie mit ihrer Fahrt anschubste.


 
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