Kfz-Gewerbe: Nachrüsten oder umsteigen bringt niedrige Schadstoffwerte

24.04.2020

„Nachrüsten oder ein neues Auto kaufen, sind zwei Möglichkeiten, die Luftbelastung in Stuttgart weiter zu senken, da sind wir uns mit Verkehrsminister Winfried Hermann vollkommen einig“, kommentieren Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, und Christian Reher, der Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die Ergebnisse der Schadstoffentwicklung in Stuttgart. Winfried Hermann und die Präsidentin der Landesanstalt für Umweltschutz, Eva Bell, haben die niedrigen Werte von 47, 36 und 37 Mikrogramm im Januar, Februar und März am Neckartor, aber auch die noch vorhandenen Überschreitungen in der Talstraße und am Pragsattel, am Donnerstagvormittag vorgestellt.

Dass beide dabei auch die Flottenerneuerung nannten, wenn es um den Grund dafür ging, warum sich die Stickoxid-Werte in den letzten fünf Jahren halbiert haben, „bestätigt unsere früheren Aussagen, dass eine schnelle Modernisierung den höchsten Erfolg bringt“, sagt Carsten Beuß. Winfried Hermann hatte seine Erwartungen wie folgt zusammengefasst: „Ob wir wirklich erfolgreich sind, hängt schon sehr stark davon ab, ob wir die Nachrüstung noch konsequenter machen. Wenn wir wollen, dass es keine Fahrbeschränkungen gibt, müssen wir uns weiterhin verantwortungsvoller verhalten: Nachrüsten, neues Auto kaufen, wenn man eines im Blick hat. Auf die Emissionen achten, vielleicht ein elektrisches und hybridelektrisches Auto kaufen, und die schöne Zeit nutzen zum Fahrradfahren“, sagte der Minister. „Das können wir alles unterschreiben“, sagt Christian Reher, der als Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart selber gerne ins Büro radelt: „Auto, Rad und ÖPNV sind für uns kein Gegensatz, sondern ergänzen sich.“

Das Thema Nachrüstung läuft gerade ganz im Sinne des Ministers, wie eine Rückfrage beim Fellbacher Autohaus Kloz ergab, das als eines der ersten in der Region mit dem Einbau von Nachrüstsätzen begann: „150 Systeme sind bereits verbaut, 300 Systeme vorbestellt und die Nachfrage steigt im Moment weiter an“, sagt Geschäftsführer Dieter Schlatterer als Momentaufnahme. „Jetzt“, so Carsten Beuß und Christian Reher, „wünschen wir uns noch einen Umstieg auf schadstoffärmere Fahrzeuge, wenn nachrüsten nicht geht, dann ist der Schadstoffanteil, den das Auto verursacht, sicher bald überall im grünen Bereich.“


 
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