Kraftfahrzeuginnung: Auto privat verkaufen, birgt Risiken

21.01.2019
Wildfremde Männer vor der Tür sind nicht immer die reine Freude

Thema „Was tun mit dem Gebrauchten?“ In der Zeitung steht zu lesen „… der Aufwand, den Verkauf in die eigenen Hände zu nehmen, kann sich finanziell lohnen, wie die Zahlen des DAT-Reports belegen“ Doch der Privatverkauf hat so seine Tücken: Stehen vier Mann vor der Tür: „Wir kaufen Auto“. Lockt „Wirkaufendeinauto“ im Fernsehen. Steckt ein Kärtle am Auto und lockt mit Bestpreisen. „Wildfremde Männer vor der Tür sind nicht immer die reine Freude“, sagt Frank Schnierle, Eßlinger Vorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, und rät abzuwägen: „Der Aufwand und das Risiko sollte sich rechnen. Und keiner von denen, die da ins Haus kommen, lebt davon, dass er Bestpreise zahlt.“

„Es gibt jede Menge Möglichkeiten, rund um den Autoverkauf Fehler zu machen“, sagt Frank Schnierle. Aufwand ist es auf alle Fälle. Die Esslinger Zeitung hat’s am Freitag auf Seite 1 aufgelistet: „Erst fotografieren, informieren, inserieren, dann unseriöse Anfragen herausfiltern, Termine und Probefahrten vereinbaren, schließlich noch die Preisverhandlungen und die Klärung der Zahlungsdetails. Das kostet Zeit und Nerven.“ Die Unseriösen ausfiltern ist nicht so einfach, sagt Frank Schnierle: „Das sind die erste die gerne auch mal zu mehreren vor der Tür stehen und mächtig Druck machen.“

„Der Bericht eines Journalisten von der Schwäbischen Zeitung trifft’s aus seiner Sicht am besten: „Erst als der Verkäufer in seiner Bedrängnis die Nummer der Polizei wählt, lassen die Rüpel von ihm ab, steigen in ihren Wagen und rauschen davon. Zurück bleibt ein Smart-Besitzer mit Herzklopfen und Schweiß auf der Stirn“, schilderte der Reporter das Verkaufserlebnis.

Deswegen heißt Frank Schnierles Rat: „Autokauf und Autoverkauf koppeln und am besten einen Innungsbetrieb mit dem Blauen Meisterschild wählen – das ist ein Gütesiegel, das Sicherheit gibt. Da wird im Konfliktfalle über die Schiedsstelle objektiv geholfen.“ Sprich: Keine Scherereien. Denn in Zeiten eu-weiten Handels und des Internets hat der Privatmarkt für nichtsahnende Verkäuferinnen und Verkäufer nicht unbedingt den erhofften Mehrerlös aber die eine oder andere Überraschung zu bieten: „Es soll sich keiner etwas vormachen, es gibt einen Einkaufspreis, es gibt einen Marktpreis für den Verkauf und dazwischen gibt es eine Spanne von der der Händler leben muss.“

Gängiger Trick im Internet: „Kostenlose Bewertungen, die unschlagbar hoch zu sein scheinen.“ (Schnierle). In der Realität kochen auch diese Anbieter aber wie gesagt mit Wasser und am liebsten den Kunden ab. Vor Ort gibt’s dann meistens weniger. „Das ist auch logisch“, sagt Frank Schnierle. Denn ggal, ob es die Gebrauchtwagenplattform Wirkaufendeinauto.de ist oder andere mit ähnlichen Geschäftsmodellen, „alle unterliegen den Gesetzen des Marktes: „Die Firma macht mit den Autos, die sie kauft und verkauft hohe Gewinne, jetzt raten wir mal, zu wessen Lasten.“

 

 


 
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