Kurzarbeit hat Beschäftigten und Kfz-Betrieben in der Corona-Krise geholfen

03.06.2020
Kraftfahrzeuginnung: Unklare Lage bei Azubis

Fast 60 Prozent der Kfz-Betriebe in der Region kamen im Mai schon wieder ohne Kurzarbeit aus: „Kaum war der Lockdown vorbei, ließ auch der Druck auf diese Hilfsmaßnahme nach“, fasst Innungsgeschäftsführer Christian Reher das Ergebnis einer Umfrage unter den rund 900 Betrieben in der Region zusammen. Im April hat noch rund jeder zweite Betrieb auf diese Hilfe zurückgegriffen. „Die meisten Betriebe konnten die Lockdown-Zeit durch ihre Werkstatt überbrücken.“ Die Nachfrage nach deren Dienstleistungen basiert derzeit auf einem Bestand von über 1,6 Millionen Pkw inklusive leichter Nutzfahrzeuge in der Region plus 94.000 Lkw: „Wären die nicht mehr gefahren, wäre alles zusammengebrochen“, sagt Obermeister Torsten Treiber, „unsere Werkstätten haben wertvolle Dienste geleistet.“

Trotzdem wurde auch das Kfz-Gewerbe von den Corona-Maßnahmen getroffen: „Mit über 33 Prozent meldeten die meisten Betriebe sowohl für den Service- als auch für den Handelsbereich im April Kurzarbeit an“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. „Das war natürlich der recht unklaren Geschäftslage durch die Schließung des Handels geschuldet. Wir haben zwar heftig dafür getrommelt, Autohäusern wie den Baumärkten wieder eine Öffnung zu erlauben. Aber Anfang April war ja recht unklar, wie das laufen würde.“ Weitere 17,3 Prozent ließen deswegen entweder Beschäftigte nur im Service oder nur im Handel kurzarbeiten.

Im Mai zeigte sich dann, dass „offene Autohäuser den Optimismus der ohnehin notorisch optimistischen Autohändler stärken“, kommentiert Obermeister Torsten Treiber den im Mai zu verzeichnenden Rückgang bei der Nachfrage nach Kurzarbeitergeld „oder besser den Anstieg bei dem Anteil der Betriebe, die schon wieder komplett auf eigenen Beinen stehen.“ Das sind inzwischen 59,4 Prozent.

„Dass die meisten Betriebe die Kurzarbeit herunterfahren, viel ganz, die anderen, was den Grad der Kurzarbeit angeht, werten Torsten Treiber und Christian Reher „als positives Zeichen. Jetzt müsste noch die Kuh Kaufhilfe vom Eis, dann könnten sich unsere Betriebe und deren 12.000 Beschäftigte wieder aufs Geschäft konzentrieren.“

Dazu gehört auch die Frage, wie es mit den Azubis weitergeht, die gerade ihren Abschluss machen und auf Übernahme durch ihre Arbeitgeber hoffen. Und den Schulabgängern, die gerne diesen Junggesellen in die Ausbildungsplätze folgen würden: „Dass diese Hängepartie, die die Bundesregierung gerade liefert, den Entscheidungen nicht gerade förderlich ist, ist klar“, sagen beide: „Und dass eine Kaufprämie für Neufahrzeuge, die nur in die Kassen der Hersteller fließt, aber die Autohäuser mit ihren Gebrauchtwagenbeständen allein lässt, nicht gerade wirtschaftlich motivierend auf die Ausbildungsbereitschaft wirken würde, ist auch klar.“


 
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