Nur freie Fahrt für Autohauskunden sichert die Arbeitsplätze

30.01.2020
Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Verband des Kraftfahrzeuggewerbes schlagen Änderungen des Luftreinhalteplans vor

Mehrere Änderungen haben die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Verband des Kraftfahrzeuggewerbes für die 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Stuttgart vorgeschlagen. Insbesondere geht es ihnen um die freie Fahrt zu Kfz-Betrieben: „Wer mit seinem Auto zwecks Wartung, Reparatur, Nachrüstung, aber auch Autokauf zu einem Stuttgarter Kfz-Betrieb will, der in der sogenannten kleinen Umweltzone liegt, sollte freie Fahrt haben“, erklären Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, und Christian Reher, Geschäftsführer der Innung, in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Rund die Hälfte der Stuttgarter Betriebe liegt in der geplanten Fahrverbotszone ‚Talkessel und Bezirke Zuffenhausen, Feuerbach und Bad Cannstatt‘ “, ergänzt Christian Reher, „die berühmte Stuttgarter Automeile beispielsweise wäre sonst für rund 145.000 potenzielle Diesel-Kunden nicht mehr erreichbar.“ So viele Euro-5-Diesel-Pkw gibt es nach den aktuellen Zahlen der Zulassungsstellen noch in der Region und „das Einzugsgebiet der Stuttgarter Betriebe reicht weit in die Region.“ Die in der Fortschreibung enthaltene Härtefallregelung decke zwar den Bereich der Existenzgefährdung ab, sei aber in dieser Form nicht ausreichend. „Sie kann die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten durch zurückgehendes Auftragsaufkommen und Umsätze für die Betriebe und Beschäftigten nicht verhindern“, so Carsten Beuß und Christian Reher.

Ein weiterer Vorschlag lautet, nur Pkw ins Fahrverbot einzubeziehen, Nutzfahrzeuge aber generell auszunehmen. Das Kfz-Gewerbe weist zur Begründung darauf hin, dass dies bereits in der 4. Fortschreibung des Luftreinhalteplans bei den streckenbezogenen Fahrverboten so ist. Wobei sich gezeigt habe, dass die freie Fahrt für Nutzfahrzeuge „sich nachweislich der vorliegenden Messwerte nicht nachteilig auswirkt.“


 
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