Politik im Autohaus: Praxiserfahrungen aus dem Kfz-Gewerbe im Austausch mit Sandra Detzer MdB
Auf Einladung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart besuchte Sandra Detzer MdB, wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg, die Autohaus Zweig GmbH & Co. KG in Stuttgart-Weilimdorf.
Gemeinsam mit Katharina Braun, stellvertretende Obermeisterin der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart und Geschäftsführerin des Autohauses Zweig, Manuel Auwärter, Vorstandsmitglied der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart, und Christian Reher, Geschäftsführer der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart, wurden aktuelle Herausforderungen und Themen der Automobilwirtschaft und des Kfz-Gewerbes diskutiert.
Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen politischer Entscheidungen und regulatorischer Vorhaben auf den betrieblichen Alltag von Autohäusern und Kfz-Werkstätten. Dabei ging es um konkrete Praxiserfahrungen sowie die Frage, wie politische Rahmenbedingungen gestaltet werden können, damit sie in den Betrieben funktionieren und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Diskutiert wurden insbesondere die Transformation der Automobilwirtschaft bei Fahrzeugherstellern, Zulieferern, Autohäusern und Werkstätten sowie die Sicherung einer bezahlbaren Automobilität für breite Bevölkerungsschichten. Gerade angesichts steigender Energie-, Kraftstoff- und Fahrzeugkosten bleibt dies ein zentrales Anliegen vieler Menschen.
Weitere Themen waren die Reform der StVZO, die Pkw-EnVKV (Car Labelling), die geplante Altfahrzeugverordnung sowie die zunehmenden bürokratischen Belastungen der Betriebe. Einigkeit bestand darüber, dass bewährte Strukturen erhalten, Prozesse digitalisiert und unnötige Bürokratie konsequent abgebaut werden müssen.
Darüber hinaus wurde über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie gesprochen. Aus Sicht des Kfz-Gewerbes braucht es mehr Unternehmergeist, schnellere Entscheidungsprozesse, flexible Arbeitszeitmodelle und bessere Rahmenbedingungen für Investitionen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Unternehmensnachfolge. Gerade im mittelständisch geprägten Kfz-Gewerbe erschweren bürokratische und finanzielle Hürden häufig die Betriebsübernahme innerhalb der Familie oder durch externe Nachfolger. Hier besteht Handlungsbedarf, um bestehende Betriebe und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart bedankt sich bei Sandra Detzer MdB für den offenen und praxisorientierten Austausch sowie beim Autohaus Zweig für die Gastfreundschaft und die Einblicke in den Betriebsalltag.
Politik im Autohaus bedeutet für uns: Regulierung nicht nur am Schreibtisch betrachten, sondern dort diskutieren, wo sie umgesetzt werden muss.
Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Innungsgeschäftsführer Christian Reher, Sandra Detzer (MdB), Katharina Braun (stv. Obermeisterin der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart und Geschäftsführerin des Autohauses Zweig), Vorstandsmitglied Manuel Auwärter.