Zwei von drei Gebrauchten in Stuttgart haben immer noch einen Dieselmotor

Zwei von drei Gebrauchten in Stuttgart haben immer noch einen Dieselmotor

Die Autokäufer im Kreis Göppingen haben im Juli in der Region Stuttgart den Vogel abgeschossen, was die Zuwachsraten angeht: Hier wurden 21,4 Prozent mehr Pkw zugelassen. Das ist regionsweit der höchste Wert und „toppt den Bundesdurchschnitt von 12,3 Prozent deutlich“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Insgesamt lagen die Neuzulassungen in der Region mit 6,6 Prozent deutlich unter dem Bundeswert, denn keiner der anderen Kreise kam über den Bundeswert. In Stuttgart für sich genommen lag der Zuwachs bei 7,3 Prozent. Bei den Gebrauchten gab’s im Bund einen Zuwachs von 1,1 Prozent, in der Region einen von 0,2 Prozent. Allerdings gibt’s hier regional massive Unterschiede. In Stuttgart boomten die Gebrauchten: „Das könnte daran liegen, dass hier vermehrt Pkw ausgetauscht werden“, sagt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele. Vor allem die Besitzer von Euro-4-Dieseln „werden in acht Monaten ja wohl auf verbotenen Fahrzeugen sitzen“. Dabei sinkt zwar der Dieselbestand in Stuttgart, aber jeder dritte Neuwagen und zwei von drei Gebrauchten haben hier weiter einen Dieselmotor. „Damit setzt sich hier die Sonderkonjunktur bei Gebraucht-Dieseln fort“, sagt Christian Reher, Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung.  

Insgesamt 16.055 Pkw sind im Juli in der Region Stuttgart neu zugelassen worden (Vorjahr: 15.067). Davon waren 5.091 Diesel (31,7 Prozent). Bei den Gebrauchten waren es 21.192 Besitzumschreibungen (Vorjahr: 21.140). Von denen betrafen 36 Prozent gleich 7.639 Diesel-Pkw (Vorjahr: 7.885). Der Diesel-Bestand hat im Juli mit 516.608 Pkw (Vorjahr 532.491 / minus 15.883 gleich drei Prozent) abgenommen. „Das darf aber nicht so verstanden werden, dass auf einen Schlag fast 16.000 Diesel verschrottet oder verschleudert worden sind“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Der Prozess setzt sich ja schon über Monate fort. Für ein realistisches Bild ist der Vergleich zum Juni sinnvoller. Im Vergleich mit dem Vormonat sind jetzt rund 1.000 Diesel-Pkw weniger im Bestand.“  

Hohe zweistellige Zuwachsraten zeigt der Bestand bei den alternativen Antriebsarten: Regional hängen die Hybrid-Pkw mit einem Bestand von rund 13.300 die Elektroautos mit 4.800 deutlich ab, wobei die Zuwachsraten mit 54,7 und 52,5 Prozent im Bestand verglichen zum Vorjahr in etwa gleich sind. Für Obermeister Torsten Treiber logisch: „Kein Reichweitenrisiko, weil einem der Strom nicht ausgehen kann, kein Ladeproblem - Kunden wollen’s bequem nicht kompliziert.“

Auto-April lief in der Region gut, bei E-Auto-Bestand bundesweit vorne

Auto-April lief in der Region gut, bei E-Auto-Bestand bundesweit vorne

Kraftfahrzeuginnung: 2018 schon wieder 6,2 Prozent des Stuttgarter Pkw-Bestandes erneuert

Doerte Jensen vom KBA meldet „314.055 fabrikneue Personenkraftwagen (Pkw)“, die im April bundesweit gelassen wurden. Die Zulassungsstelle der Stadt Stuttgart meldet 4.811 Pkw, mit denen Firmen und Privatleute in Stuttgart zu dieser Zahl beitrugen. Das bundesweite Plus von acht Prozent, wurde hier mit 0,9 Prozent bei weitem nicht erreicht. In der Region Stuttgart waren es insgesamt 15.245 Neu-Zulassungen (plus 7,1 Prozent). Neue Diesel waren bei den Zulassungen in Stuttgart zwar dabei, aber ihre Zahl sank deutlich: minus 16,2 Prozent. Bei den Gebraucht-Pkw wuchs die Nachfrage um 6,7 Prozent (Diesel minus 1,2 Prozent). „Damit war der April kein erfreulicher Monat“, sagt Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. „Gott sei Dank waren die Zahlen in den Kreisen deutlich besser“, ergänzt Obermeister Torsten Treiber mit Blick auf die Region: „Stuttgart schwächelt bei den neuen Dieseln und das wurde leider nur knapp durch neue Autos mit Benzinmotoren und anderen Antriebsarten ausgeglichen.“ In den Kreisen lief das Geschäft nur im Kreis Esslingen unterdurchschnittlich. Ansonsten lagen die Zuwächse zwischen zehn und 14,6 Prozent. Bis auf den Kreis Göppingen liegen Stuttgart und die Kreise in der E-Auto-Bundesliga vorn.

Stuttgart: Nachfrage bei Neuwagen stabil

Die Autonachfrage stuft Roger Schäufele in Stuttgart als stabil ein, „aber der kräftige Zuwachs fehlt“. Die Zulassungsstelle meldet 4.811 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 45 Pkw mehr oder plus 0,9 Prozent. Von den neuen Pkw hatten 1.547 oder 32,2 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 33,4 Prozent). Damit nahm die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 298 oder 16,2 Prozent ab.

Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 343 zusätzliche Neu-Zulassungen gezählt (plus 11,7 Prozent). Macht insgesamt 3.264 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 67 neue Elektroautos und 243 Hybride enthalten. (2017: 15/84).

Die ersten vier Monate zusammengerechnet liegen die Neuzulassungen insgesamt in Stuttgart im Minus: „18.630 Neuzulassungen, sind 249 weniger und minus 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein im regionalen Vergleich schwaches Ergebnis, was den Zuwachs angeht“, sagt Roger Schäufele. Allerdings lag Stuttgart 2017 schon auf einem sehr hohen Niveau. Das lässt sich daran ablesen, wie auch die aktuellen Neuzulassungen der Luftreinhaltung in Stuttgart helfen: „Da haben wir jetzt schon wieder 6,2 Prozent des Bestandes mit Fahrzeugen der Klasse Euro-6 erneuert. Das ist der regionale Spitzenwert.“

Diese Zahl ist wichtig, weil durch die „Flottenerneuerung der Schadstoffausstoss der Pkw weiter gesenkt wird, sagt Torsten Treiber und diese Aussage gilt im Prinzip auch für Gebrauchte, „vorausgesetzt die Wahl fiel auf Euro-6-Pkw, aber das dürfte in der Region in den meisten Fällen der Fall sein.“ Bei den Besitzumschreibungen gab es in Stuttgart im April ein Plus von 6,7 Prozent um 214 auf 3.428 Pkw. (Bund plus 5,2 Prozent). Insgesamt sind nach vier Monaten 13.075 Besitzumschreibungen zusammengekommen, das allerdings ein Minus von 136 Pkw / minus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April auf 100.654 ab (Vorjahr 108.155 / minus 7.501 gleich 6,9 Prozent). Neben der massiven Abnahme der Diesel-Neuzulassungen sank bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um 26 (gleich minus 1,2 Prozent) auf 2.193 (was aber immer noch 64 Prozent der Besitzumschreibungen sind.).

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 1.348 im Bestand (Vorjahr 916 / plus 47,2 Prozent). Dazu kommen 1.798 Vollhybride (Vorjahr 1.317 / plus 36,5 Prozent) und 1.416 Plugin-Pkw (548 / plus 158,4 Prozent). „Imposante Steigerungsraten“, sagt Christian Reher, der Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung dazu, „aber in absoluten Zahlen sind Autos mit Elektroantrieb natürlich immer noch ein Nischenprodukt.“

Kreis Böblingen: Zuwachs bei neuen Dieseln

Die Zulassungsstelle des Landratsamtes in Böblingen meldet 3.458 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 321 Pkw mehr oder plus 10,2 Prozent. Von den neuen Pkw hatten 1.034 oder 29,9 Prozent einen Dieselmotor. Damit zog die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 45 oder 4,6 Prozent an. Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 276 zusätzliche Zulassungen gezählt (plus 12,8 Prozent). Macht insgesamt 2.424 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 17 neue Elektroautos und 101 Hybride enthalten. (2017: 24/97).

Im ersten Drittel des Jahres liegen die Neuzulassungen damit insgesamt im Kreis Böbingen gut im Plus: „13.068 Neuzulassungen, sind 477 mehr und plus 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein gutes Ergebnis, so kann es gerne weitergehen“, sagt Daniel Kargl. Damit wurden hier jetzt schon wieder 5,3 Prozent des Bestandes mit Fahrzeugen der Klasse Euro-6 erneuert.

Bei den Besitzumschreibungen gab es im Kreis Böblingen im April ein Plus von 4,8 Prozent um 139 auf 3.065 Pkw. Insgesamt gab es nach vier Monaten mit 12.257 Besitzumschreibungen noch ein leichtes Minus von 45 Pkw / minus 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April auf 83.190 ab (Vorjahr 84.658 / minus 1.468 gleich 1,7 Prozent). Entgegen der Zunahme der Diesel-Neuzulassungen sank bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um 16 (gleich minus 1,7 Prozent) auf 924.

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 850 im Bestand (Vorjahr 633 / plus 34,3 Prozent). Dazu kommen 1.202 Vollhybride (901 / plus 33,4 Prozent) und 806 Plugin-Pkw (428 / plus 88,3 Prozent).

ES: schwächster Zuwachs außer Stuttgart

Der Kreis Esslingen hat zwar die zweitniedrigste Zuwachsrate bei den Neuzulassungen in der Region. Trotzdem sagt Frank Schnierle „unterm Strich war der April ein erfreulicher Monat“. Denn fast alle Werte liegen im Plus: Die Zulassungsstelle meldet 2.341 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 136 Pkw mehr oder plus 6,2 Prozent. Von den neuen Pkw hatten 797 oder 34 Prozent einen Dieselmotor. Damit nahm die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um einen oder 0,1 Prozent zu.

Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 135 zusätzliche Neu-Zulassungen gezählt (plus 9,6 Prozent). Macht insgesamt 1.544 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 26 neue Elektroautos und 55 Hybride enthalten. (2017: 8/42).

Nach vier Monate zusammengerechnet liegen die Neuzulassungen insgesamt im Kreis im Plus: „9.187 Neuzulassungen, sind 953 mehr und plus 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, so kann es gerne weitergehen“, sagt Frank Schnierle. Damit sind 2,8 Prozent des Bestandes durch Euro-6-Pkw erneuert.

Bei den Gebrauchten gab es im Kreis im April ein Plus von acht Prozent um 304 auf 4.043 Halterwechsel. Insgesamt sind nach vier Monaten 15.288 Besitzumschreibungen zusammengekommen, das ist allerdings ein Minus von 198 Pkw / minus 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April auf 104.388 ab (Vorjahr 106.096 / minus 1.708 gleich 1,6 Prozent). Aber: Neben der Mini-Zunahme der Diesel-Neuzulassungen stieg bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um 33 (gleich plus 3,3 Prozent) auf 1.037.

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 685 im Bestand (Vorjahr 373 / plus 83,6 Prozent). Dazu kommen 1.614 Vollhybride (1.245 / plus 30,6 Prozent) und 433 Plugin-Pkw (197 / plus 119,8 Prozent).

Kreis LB: Zuwachs bei Neu-Pkw und Gebrauchten

Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle 2.075 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 242 Pkw mehr oder plus 13,2 Prozent. Von den neuen Pkw hatten 653 oder 31,5 Prozent einen Dieselmotor. Damit nahm die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 17 oder 2,7 Prozent zu. Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 225 zusätzliche Neu-Zulassungen gezählt (plus 18,8 Prozent). Macht insgesamt 1.422 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 30 neue Elektroautos und 55 Hybride enthalten. (2017: 8/39).

Insgesamt liegen die Neuzulassungen nach vier Monaten im Plus: „8.560 Neuzulassungen, sind 906 mehr und plus 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Markus Klein. „Wir haben damit schon wieder 2,6 Prozent des Bestandes mit Euro-6-Fahrzeugen ersetzt.“

Bei den Besitzumschreibungen gab es im Kreis im April ein Plus von acht Prozent um 305 auf 4.109 Pkw. Insgesamt sind nach vier Monaten 16.007 Besitzumschreibungen zusammengekommen, das ist ein Plus von 152 Pkw / einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April auf 98.520 ab (Vorjahr 99.234 / minus 714 gleich 0,7 Prozent). Neben der Zunahme der Diesel-Neuzulassungen stieg bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um 127 (gleich plus 13,5 Prozent) auf 1.070.

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 800 im Bestand (Vorjahr 471 / plus 69,9 Prozent). Dazu kommen 1.578 Vollhybride (1.309 / plus 20,6 Prozent) und 544 Plugin-Pkw (286 / plus 90,2 Prozent).

Rems-Murr: Gute Autonachfrage

Angesicht von Zuwächsen bei Neuen und Gebrauchten stuft Reiner Äckerle die Autonachfrage im Rems-Murr-Kreis als gut ein. Die Zulassungsstelle meldet 1.648 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 150 Pkw mehr oder plus zehn Prozent. Von den neuen Pkw hatten 470 oder 28,5 Prozent einen Dieselmotor. Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 23 oder 4,7 Prozent zurück.

Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 173 zusätzliche Zulassungen gezählt (plus 17,2 Prozent). Macht insgesamt 1.178 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 18 neue Elektroautos und 41 Hybride enthalten. (2017: 21/25).

Januar bis April zusammengerechnet liegen die Neuzulassungen insgesamt im Kreis im Plus: „6.275 Neuzulassungen macht ein Plus von 208 und plus 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Reiner Äckerle. „Bis zu 2,4 Prozent des Bestandes wurden damit gegen Klasse Euro-6-Pkw ausgewechselt.“

Bei Gebraucht-Pkw gab es im Kreis im April ein Plus von 8,8 Prozent um 267 auf 3.293 Besitzumschreibungen. Insgesamt stehen nach vier Monaten 12.509 Besitzumschreibungen zu Buche. Das ist noch ein Minus von 507 Pkw / minus 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April auf 79.828 ab (Vorjahr 81.061 / minus 1.233 gleich 1,5 Prozent). Entgegen der Abnahme der Diesel-Neuzulassungen stieg bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um 23 (gleich plus 2,7 Prozent) auf 881.

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 476 im Bestand (Vorjahr 275 / plus 73,1 Prozent). Dazu kommen 909 Vollhybride (672 / plus 35,3 Prozent) und 375 Plugin-Pkw (160 / plus 134,4 Prozent).

Kreis Göppingen: zweimal höchster Zuwachs

Zulassungskönig von den Zuwächsen her ist im April der Kreis Göppingen: Die Zulassungsstelle meldet 912 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 116 Pkw mehr oder plus 14,6 Prozent. Von den neuen Pkw hatten 308 oder 33,8 Prozent einen Dieselmotor. Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um einen oder 0,3 Prozent zurück.

Bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle 117 zusätzliche Zulassungen gezählt (plus 24 Prozent). Macht insgesamt 604 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind fünf neue Elektroautos und 19 Hybride enthalten. (2017: 3/22).

Januar bis April zusammengerechnet gibt’s bei den Neuzulassungen insgesamt Zuwachs: 3.525 Neuzulassungen macht ein Plus von 207 und plus 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Austauschquote alt gegen neu, kann damit bei etwa 2,2 Prozent liegen.

Ergänzt wird sie durch den Kauf von Euro-6-Gebraucht-Pkw. Insgesamt wurde im April ein Plus von zwölf Prozent um 247 auf 2.300 Besitzumschreibungen verzeichnet. Insgesamt werden nach vier Monaten 8.675 Besitzumschreibungen gezählt. Das ist noch ein Mini-Minus von 37 Pkw oder 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Bei den Dieseln nahm der Bestand im April als einzigem Kreis in der Region auf 53.488 zu (Vorjahr 53.153 / plus 335 gleich 0,6 Prozent). Wie bei der Mini-Abnahme der Diesel-Neuzulassungen sank bei den Besitzumschreibungen die Nachfrage nach Dieseln um acht (gleich minus 1,3 Prozent) auf 632.

Elektroautos hat die Zulassungsstelle insgesamt 233 im Bestand (Vorjahr 125 / plus 86,4 Prozent). Dazu kommen 813 Vollhybride (573 / plus 41,9 Prozent) und 145 Plugin-Pkw (67 / plus 116,4 Prozent). Also auch hier „Imposante Steigerungsraten“ (Christian Reher). Obwohl der Kreis Göppingen im Vergleich mit den Nachbarkreisen im bundesweiten Vergleich deutlich abfällt. Werbung allein sei für die Frage, wie schnell sich E-Autos ausbreiten, nicht ausschlaggebend. „Ausschlaggebend ist, ob ein Elektroauto von den Leistungsdaten her mit einem Verbrenner mithalten kann.“ Und da „entscheiden sich selbst Umweltminister lieber für einen Audi A8 3.0 TDI ultra quattro - Diesel und Verkehrsminister für den Mercedes-Benz C 350 e - Plugin wenn wir der Deutschen Umwelthilfe glauben dürfen“, sagt Obermeister Torsten Treiber mit Verweis auf deren Dienstfahrzeugliste für Franz Untersteller und Winfried Hermann. Dessen „C 350 e überzeugt als Limousine und als Kombi durch außergewöhnliche Dynamik und Effizienz und ermöglicht bis zu 31 Kilometer rein elektrisches und damit lokal emissionsfreies Fahren“, wirbt Daimler. Warum ausgerechnet 31 Kilometer? „Weil 30 Kilometer bis zum 1. Januar die Mindestreichweite war, um ein E-Auto-Kennzeichen zu bekommen. Seit Jahresanfang müssen es 40 Kilometer sein.“

Aber auch ohne Minister reichen die Zahlen der „echten E-Fahrzeuge“ in der Region zu Spitzenplätzen in der Republik. Auf der Basis des Bestands vom 01.01.2018 liegt Stuttgart als regionaler Spitzenreiter auf Platz 4. Nur Göppingen schwächelt mit Platz 64 (von 401) deutlich und hat die rote Laterne. Aber da hat Torsten Treiber Verständnis für: „In den ländlichen Bereichen ist die Frage der Reichweite natürlich ein ganz besonderes Problem, zumal sich nicht jedes E-Auto problemlos abschleppen lässt. E-Motoren erzeugen beim Bremsen Strom, weil sie dann als Generatoren fungieren, die über die Räder angetrieben werden. Das tun sie auch beim Abschleppen, wenn sie nicht abgekoppelt werden können. Von ihren Leistungen her, sind die E-Autos im Moment deswegen vor allem in Städten und städtischen Bereichen verbreitet.“ 

Die Region in der Bundesliga der E-Mobilität: 

INSGESAMT Elektroautos am 01.01.2018

53.820

Platz

MUENCHEN,STADT

2.287

1

BERLIN

2.007

2

HAMBURG

1.387

3

STUTTGART,STADT

1.193

4

BOEBLINGEN

869

5

KOELN,STADT

750

6

HANNOVER

684

7

WOLFSBURG,STADT

639

8

LUDWIGSBURG

625

9

MUENCHEN

582

10

ESSLINGEN

534

11

FRANKFURT AM MAIN,STADT

527

12

RHEIN-NECKAR-KREIS

460

13

DUESSELDORF,STADT

404

14

NUERNBERG,STADT

399

15

BIELEFELD,STADT

389

16

REMS-MURR-KREIS

383

17

AACHEN, STAEDTEREGION

381

18

...

 

 

GOEPPINGEN

196

64

 

 

 

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt / Bericht FZ1

 2018

 

 

 

 

Wandel im Diesel-Bestand der Region: 51.300 ältere Diesel weg, aber 42.000 Euro-6-Diesel dazu

Wandel im Diesel-Bestand der Region: 51.300 ältere Diesel weg, aber 42.000 Euro-6-Diesel dazu

Kraftfahrzeuginnung: Bessere Luft geht auch ohne Fahrverbote

„Stuttgart steigt um“, was bisher bei Torsten Treiber, dem Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ein Gefühl war, wird durch die neuesten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes bestätigt: Insgesamt sind nach einer Bestandsanalyse nach Schadstoffklassen des KBA zum 1. Januar 2018 über 51.300 Diesel der Euroklassen 5 abwärts binnen eines Jahres aus dem Fahrzeugbeständen in der Region Stuttgart verschwunden. Allerdings sind an die Stelle der meisten wieder Diesel getreten: Über 42.000 Euro-6-Diesel sind regionsweit neu oder gebraucht in Dienst gestellt worden. Speziell in Stuttgart zählt das KBA zum 1. Januar 2018 rund 4.500 Diesel weniger, aber 10.300 Euro-6-Diesel mehr. Das heißt der Stuttgarter Bestand ist deutlich moderner geworden. Außerdem nahm der Bestand bei Benzinern und andere Antriebsarten um fast 6.600 zu. Fahrverbote sind damit aus Sicht der Innung überflüssig. Sie fordert vielmehr eine gleichmäßige Verteilung der Lasten bei der Luftreinhaltung in Stuttgart. „Der Verkehr ist nur für die Hälfte des Stickoxidausstosses verantwortlich“, wiederholt Obermeister Torsten Treiber „und bei den Pkw sorgen schon die Flottenerneuerung und die umsteigenden Autofahrer dafür, dass immer mehr schadstoffarme Pkw eingesetzt werden. Die haben also schon deutlich vorgelegt.“

Stuttgart: Seit 2017 rund 9.000 Euro-5-Diesel weniger

Bei den umstrittenen Euro-5-Dieseln gab es im letzten Jahr In Stuttgart einen Rückgang von fast 9.000 Pkw im Bestand. Für die verbliebenen nicht ganz 32.000 Fahrzeuge sieht die Innung die Politik und die Hersteller in der Pflicht Nachrüstungsmöglichkeiten anzubieten, die auch diesen Pkw Fahrverbote ersparen. Für Menschen mit den rund 17.000 Pkw (3.000 weniger als vor einem Jahr), die die Euro-4-Norm erfüllen, würde das vom Verkehrsministerium laut Stuttgarter Nachrichten unumgängliche Fahrverbot dagegen schon im September greifen. Hier fordert die Innung „sozialverträgliche Lösungen, denn die Besitzer dieser Diesel sind nicht unbedingt Menschen mit hohem Einkommen.“

BB: 6.100 neue Diesel

Im Kreis Böblingen stehen rund 7.200 Dieselabgängen knapp 6.100 Zugänge gegenüber. Wer auf den Diesel verzichtete, griff selten zum Elektroauto sondern vor allem zum Benziner: Die wuchsen um über 4.100. Im Kreis Böblingen gab es bei den Euro-5-Dieseln einen Rückgang von über 2.800 Pkw im Bestand. Blieben zum Jahresanfang rund 28.000 Fahrzeuge übrig. Dazu kommen rund 16.000 Diesel-Pkw (2.300 weniger als vor einem Jahr) nach Euro-4-Norm.

Der „Straßenverkehr“ ist laut Emissionskataster 2014 der LUBW im Kreis für 63,1 Prozent der NOx-Emissionen verantwortlich. Doch im „Straßenverkehr“ sind nicht nur die Pkw enthalten. Die Pkw allein kommen mit 1.087 Tonnen nur auf etwas mehr als ein Drittel der NOx-Emissionen.

ES: 9.500 alte Diesel weniger

Rund 9.500 Dieselabgängen stehen im Kreis Esslingen knapp 8.400 Zugänge gegenüber. Benziner wuchsen um rund 5.300. Bei den Euro-5-Dieseln gab es in zwölf Monaten im Kreis Esslingen einen Rückgang von fast 3.900 Pkw im Bestand. Vorhanden waren am 1. Januar 2018 noch rund 38.000 Fahrzeuge. Dazu kommen rund 22.000 Diesel-Pkw (2.900 weniger als vor einem Jahr) nach Euro-4-Norm.

Der „Straßenverkehr“ ist laut Emissionskataster 2014 der LUBW für 40,2 Prozent der NOx-Emissionen verantwortlich. Alle Pkw zusammen kommen mit 1.205 Tonnen nicht einmal auf ein Viertel der NOx-Emissionen. Die Industrie liegt bei 1.405 Tonnen und der Flugverkehr bei 432 Tonnen.

LB: 9.300 Diesel weg, 7.700 neue dazu

Im Kreis Ludwigsburg stehen rund 9.300 Dieselabgängen knapp 7.700 Zugänge gegenüber. Wer auf den Diesel verzichtete, griff vor allem zum Benziner: Die wuchsen um fast 5.800. Allein bei den umstrittenen Euro-5-Dieseln gab es in zwölf Monaten im Kreis Ludwigsburg einen Rückgang von fast 3.700 Pkw im Bestand. Zu den verbliebenen nicht ganz 37.000 Fahrzeugen kommen rund 21.000 Diesel-Pkw (3.100 weniger als vor einem Jahr), nach Euro-4-Norm. Denen drohen, je nach den kommenden Luftreinhalteplänen eventuell auch in Ludwigsburg Fahrverbote. Die Innung plädiert auch hier für ausgewogene Lastenverteilung: Der „Straßenverkehr“ ist laut Emissionskataster 2014 der LUBW im Kreis für etwas mehr als die Hälfte der NOx-Emissionen verantwortlich. Pkw allein kommen mit 1.117 Tonnen nur auf etwas mehr als ein Viertel der NOx-Emissionen.

Rems-Murr-Kreis: Unterm Strich 900 Diesel weniger

Im Rems-Murr-Kreis stehen rund 6.600 Dieselabgängen rund 5.700 Zugänge gegenüber. Macht ein Minus von rund 900 Dieseln. Deren Ex-Besitzer dürfen zumeist auf Benziner umgestiegen sein: Die wuchsen um rund 4.300. Bei den Euro-5-Dieseln gab es in zwölf Monaten im Rems-Murr-Kreis einen Rückgang von fast 2.300 Pkw im Bestand. Noch im Einsatz sind über 28.000 Fahrzeuge plus rund 18.000 Diesel-Pkw (2.222 weniger als vor einem Jahr) nach Euro-4-Norm. Laut Emissionskataster 2014 der LUBW ist der Straßenverkehr hier für etwas mehr als die Hälfte der NOx-Emissionen verantwortlich. Die Pkw allein kommen mit 731 Tonnen nur auf etwas weniger als ein Drittel der NOx-Emissionen.

Kreis GP: Noch Zuwachs bei den Dieseln

Im Kreis Göppingen stehen rund 3.900 Dieselabgängen 4.054 Zugänge gegenüber. Macht ein Plus von 193 Dieseln. Benziner wuchsen um rund 2.300. Bei den Euro-5-Dieseln gab es in zwölf Monaten im Kreis Göppingen einen Rückgang von über 1.200 Pkw im Bestand. Noch im Einsatz sind über 20.000 Fahrzeuge plus rund 12.000 Diesel-Pkw (1.300 weniger als vor einem Jahr) nach Euro-4-Norm. Laut Emissionskataster 2014 der LUBW ist der Straßenverkehr hier für knapp 56 Prozent der NOx-Emissionen verantwortlich. Die Pkw allein kommen mit 640 Tonnen nur auf weniger als ein Drittel der NOx-Emissionen.

Die Kraftfahrzeuginnung stehe dazu, dass Nachrüstung älterer Diesel geboten sei und dass sogenannte Schummeldiesel der Euro-5-Klasse auf Kosten der Hersteller in den ordnungsgemäßen schadstoffarmen Zustand zu versetzen seien, sagt Obermeister Torsten Treiber mit Blick auf die Bestände an Euro-5- und Euro-4-Diesel in der Region. Sie fordere, dass die Lasten gleichmäßig unter allen verteilt werden, die Stickoxide erzeugen. Der Jahresmittelwert von Stickstoffdioxid zeige 2017 eine positive Tendenz und die sei allein den Autobesitzerinnen und -besitzern in der Region zu verdanken. „Er sank von 82 auf 73 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Ich wüsste jetzt auf Anhieb niemand, der sonst dazu beigetragen haben könnte.“ Die Innung fordert deshalb einen Luftreinhalteplan, der alle Stickoxidquellen einbezieht: „Der Verkehr ist nur für die Hälfte des Stickoxidausstosses verantwortlich. Die andere Hälfte stammt nach den eigenen Daten der Regierung aus Landwirtschaft, kleinen und mittleren Feuerungsanlagen, Industrie und anderen „Technischen Einrichtungen“. Schienenverkehr und Schiffsverkehr. Die alle müssen an den Maßnahmen zur Luftreinhaltung entsprechend beteiligt werden“, sagt Torsten Treiber. „Dann ist die Grenzwertunterschreitung bis 2020 locker zu schaffen und das ganz ohne Fahrverbote.“

Pkw-Bestand in der Region erreicht neuen Märzhöchstwert

Pkw-Bestand in der Region erreicht neuen Märzhöchstwert

Kraftfahrzeuginnung: Fahrverbote brächten politischen Ärger

Bundesweit bröckelten die Zulassungszahlen bei neuen Pkw um minus 3,4 Prozent. Regional legt der Kreis Esslingen bei den Neuzulassungen einen Rekord hin: plus 11,8 Prozent mehr Neuzulassungen. Schlusslicht in der Region ist Stuttgart mit minus 6,6 Prozent. Auch der zweite Mercedesstandort, der Kreis Böblingen, zeigt mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent Schwächen „Ob das mit den bundesweit um 5,4 Prozent zurückgegangen Mercedeszulassungen zusammenhängt können wir aber nicht sagen“, so Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Denn Mercedes lässt zwar an beiden Standorten Fahrzeuge direkt zu, gesondert ausgewiesen werden die aus Datenschutzgründen von der Zulassungsstelle aber nicht. „Die Besitzumschreibungen sind für uns leider auch keine Entlastung“, sagt der Stuttgarter Kreisvorsitzende Roger Schäufele, auch wenn der Rückgang mit minus 8,8 Prozent geringer ausfällt als im Bund mit minus 11,6 Prozent.

Der Rückgang in Stuttgart in beiden Bereichen „ging dabei voll zu Lasten der Diesel“, fast Innungsgeschäftsführer Christian Reher die Diesellage zusammen: „Minus 37,9 Prozent bei den Dieselneuzulassungen, minus 27 Prozent bei den Besitzumschreibungen.“ Abgefedert wird diese Entwicklung durch einen Umstieg auf andere Antriebsarten. Deswegen gibt es auch einen neuen Rekord zu melden: 301.440 Pkw waren am 31. März in der Stadt zugelassen, 1.617.255 in der Region. Das ist der höchste Märzwert der vergangenen Jahre: In der Region summiert sich das Plus auf 22.613 Pkw oder 1,4 Prozent, in Stuttgart auf 2.103 Pkw oder 0,7 Prozent Zuwachs.

„Stuttgart steigt um aber nicht aus“, sagt Obermeister Torsten Treiber, „und in der Region ist es nicht anders: ohne Auto kein Fort- und kein Hinkommen. Deswegen sei es Sache der Politik „für ein angemessenes Durchkommen zu sorgen.“ Die Märzentwicklung in Zahlen:

Für Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 5.165 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 363 Pkw weniger oder minus 6,6 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 1.343 oder knapp ein Verteil einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 821 oder 37,9 Prozent zurück. „Das trifft jetzt natürlich vor allem die modernsten und schadstoffärmsten Diesel“, sagt Roger Schäufele: „Mit Logik hat diese Entwicklung nichts zu tun, aber mit den Signalen, die die Politik aussendet.“

„Wenn das Schicksal des Diesels unsicher ist, werden eben andere Antriebsarten gewählt“, bringt Torsten Treiber die Entwicklung auf den Punkt: 458 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle gezählt. Macht insgesamt 3.822 Pkw und in denen sind 57 Elektroautos und 167 Hybride enthalten. (2017: 58/152). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis in Stuttgart mit minus 2,1 Prozent leicht im Minus, „aber 13.189 Neuzulassungen, die wir in dieser Zeit hatten, sind immer noch eine ganze Menge“, sagt Roger Schäufele.

Der Blick auf Besitzumschreibungen und Bestand „macht dann vollends deutlich, wie die Politik bewusst oder unbewusst in unseren Markt eingreift“, sagt Christian Reher. Fakt 1: Die Stuttgarter kaufen weniger Gebrauchtwagen. Die Besitzumschreibungen gingen um 349 oder 8,8 Prozent auf 3.624 zurück. Fakt 2: Der Diesel brach ein, 734 gebrauchte Diesel sind 27 Prozent weniger. Fakt 3: Der Diesel ist aber nicht tot. Obwohl die Nachfrage nach anderen Antriebsarten stieg (+385 Pkw oder 30,6 Prozent), „war am Ende mit 1.980 Besitzumschreibungen jeder zweite Gebrauchtwagen, der in Stuttgart einen neuen Besitzer oder eine Besitzerin fand, ein Diesel.“

Der Dieselbestand in Stuttgart lag nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt Ende März mit 101.378 um rund fast 7.300 Pkw oder 6,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand in der Stadt insgesamt kletterte aber auf 301.440 Pkw (März 2017: 299.337). In diesem Bestand waren 1.298 Elektro-Pkw (+43,6 Prozent) und 3.067 Hybrid-Pkw (+69,6 Prozent). Was schließen wir daraus? „Stuttgart ohne Auto wird nicht klappen, Stuttgart ohne Diesel gibt bei flächendeckenden Fahrverboten Riesenärger und Stuttgart unter Strom wird noch etwas dauern, wenn nicht sowieso die Brennstoffzelle der Batterie den Garaus macht “, sagt Obermeister Torsten Treiber. Eine Aussage, die auch für die Region gilt, obwohl sich da die Zahlen unterschiedliche entwickelt haben.

Kreis Böblingen: neue Diesel weniger, gebrauchte mehr gefragt

Bei gebrauchten Dieseln ein Plus von 3,1 Prozent, bei Neuwagen eine sinkende Dieselnachfrage: minus 21,9 Prozent. So sieht der Dieselmarkt im Kreis Böblingen aus. Aufgefangen wurde diese Entwicklung durch den Umstieg der Käufer auf andere Antriebsarten, bei denen wuchsen die Neuzulassungen um 11,2 Prozent. Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 3.588 Pkw-Neuzulassungen. Das sind drei Pkw mehr oder plus 0,1 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 985 oder 27,5 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 260 oder 20,9 Prozent nach unten. 263 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle gezählt. Macht insgesamt 2.603 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 57 Elektroautos und 102 Hybride enthalten. (2017: 22/57). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis im Kreis Böbingen mit 1,7 Prozent sogar leicht im Plus, „9.610 Neuzulassungen, die wir in dieser Zeit hatten, sind ein gutes Ergebnis, so kann es gerne weitergehen“, sagt Kreisvorsitzender Daniel Kargl.

Bei den Besitzumschreibungen kann’s allerdings noch besser werden. Innungsgeschäftsführer Christian Reher beschreibt die Lage anhand dreier Fakten. Fakt 1: Die Menschen im Kreis Böblingen kaufen weniger Gebrauchtwagen. Die Halterwechsel gingen um 287 oder acht Prozent auf 3.313 zurück. Fakt 2: Der Diesel ist nicht tot, die Besitzumschreibungen von gebrauchten Dieseln nahmen sogar um 32 oder 3,1 Prozent zu. Fakt 3: Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten sank (minus 319 Pkw oder 12,5 Prozent). „Unter dem Strich war mit 1.077 Besitzumschreibungen immer noch jeder dritte Gebrauchtwagen, der im Kreis Böblingen einen neuen Besitzer oder eine Besitzerin fand, ein Diesel.“

Der Dieselbestand im Kreis Böblingen lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende März mit 83.399 um rund fast 1.500 Pkw oder 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand im Kreis insgesamt kletterte aber auf 247.137 Pkw (März 2017: 243.183). In diesem Bestand waren 841 Elektro-Pkw (+35,6 Prozent) und 1.935 Hybrid-Pkw (+32,3 Prozent) enthalten. Unterm Strich gab’s im Bestand 3.954 Pkw oder 1,6 Prozent Zuwachs.

Kreis Esslingen: Regionaler Spitzenzuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen

Bei den Neuwagen gab’s steigende Dieselnachfrage: plus drei Prozent. Und trotzdem einen Trend zum Umstieg auf andere Antriebsarten, denn die wuchsen um 16,1 Prozent. Das sind zwei Eckwerte der Marktentwicklung. Alles in allem meldet die Zulassungsstelle 2.690 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 283 Pkw mehr oder plus 11,8 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 824 oder 30,6 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 24 oder drei Prozent nach oben. 259 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle außerdem gezählt. Macht insgesamt 1.866 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 43 Elektroautos und 55 Hybride enthalten. (2017: 21/31). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis im Kreis Esslingen mit 13,6 Prozent deutlich im Plus, „6.846 Neuzulassungen, die wir in dieser Zeit hatten, sind ein gutes Ergebnis, so kann es gerne weitergehen“, sagt Frank Schnierle.

Bei Besitzumschreibungen und Bestand ergibt der Faktencheck folgendes Bild: Fakt 1: Die Menschen im Kreis Esslingen kaufen weniger Gebrauchtwagen. Die Besitzumschreibungen gingen um 386 oder 8,3 Prozent auf 4.249 zurück. Fakt 2: Der Diesel brach ein, 227 gebrauchte Diesel sind 17,4 Prozent weniger. Fakt 3: Der Diesel ist aber auch hier nicht tot. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten sank ebenfalls (minus 159 Pkw oder 4,8 Prozent), „und unter dem Strich war mit 1.077 Besitzumschreibungen immer noch jeder vierte Gebrauchtwagen, der im Kreis Esslingen einen neuen Besitzer oder eine Besitzerin fand, ein Diesel.“

Der Dieselbestand im Kreis Esslingen lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende März mit 104.660 um rund fast 1.500 Pkw oder 1,4 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand im Kreis insgesamt kletterte aber auf 323.257 Pkw (März 2017: 318.016). In diesem Bestand waren 659 Elektro-Pkw (+81,5 Prozent) und 1.987 Hybrid-Pkw (+43,2 Prozent) enthalten. Im Kreis Esslingen wuchs der Bestand insgesamt um 5.241 Pkw oder 1,7 Prozent.

Kreis Ludwigsburg: Nach drei Monaten bei Neuzulassungen deutlich im Plus

Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle 2.925 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 115 Pkw mehr oder plus 4,1 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 1.001 oder 34,2 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 197 oder 16,4 Prozent nach unten. 312 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten hat die Zulassungsstelle gezählt. Macht insgesamt 1.924 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 35 Elektroautos und 87 Hybride enthalten. (2017: 23/49). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis im Kreis Ludwigsburg mit 11,4 Prozent deutlich im Plus, „6.485 Neuzulassungen, die wir in dieser Zeit hatten, sind ein gutes Ergebnis, hoffen wir, dass sich die Entwicklung so fortsetzt“, sagt Markus Klein.

Christian Reher hat auch hier den Faktencheck gemacht. Fakt 1: Ach die Menschen im Kreis Ludwigsburg kaufen weniger Gebrauchtwagen. Die Besitzumschreibungen gingen um 434 oder 9,1 Prozent auf 4.356 zurück. Fakt 2: 257 gebrauchte Diesel sind 19,8 Prozent weniger, die Dieselnachfrage ist also auch hier eingebrochen. Fakt 3: Der Diesel ist beim Rückgang nicht allein. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten sank ebenfalls (minus 177 Pkw oder 5,1 Prozent), „und unter dem Strich war mit 1.041 Besitzumschreibungen immer noch rund jeder vierte Gebrauchtwagen, der im Kreis Ludwigsburg einen neuen Besitzer oder eine Besitzerin fand, ein Diesel.“

Der Dieselbestand im Kreis Ludwigsburg lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende März mit 99.068 um rund 1.100 Pkw oder 1,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand im Kreis insgesamt kletterte aber auf 326.329 Pkw (März 2017: 321.482). In diesem Bestand waren 775 Elektro-Pkw (+66,7 Prozent) und 2.071 Hybrid-Pkw (+31,6 Prozent) enthalten. Das ist der höchste Märzbestand der vergangenen Jahre: Im Kreis Ludwigsburg dank 4.847 Pkw oder 1,5 Prozent Zuwachs.

Rems-Murr-Kreis: 12,1 Prozent Rückgang bei Gebrauchten. 6,2 Prozent plus bei Neuwagen

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle 1.849 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 108 Pkw mehr oder plus 6,2 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 512 oder 27,7 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um 55 oder 9,7 Prozent nach unten. Dagegen gab es laut Zulassungsstelle 163 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten. Macht insgesamt 1.337 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 32 Elektroautos und 46 Hybride enthalten. (2017: 15/35). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis im Rems-Murr-Kreis mit 1,3 Prozent im Plus, „4.627 Neuzulassungen, die wir in dieser Zeit hatten, sind zumindest ein leichtes Plus und mit Plus kann’s gerne weiter gehen“, sagt Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende.

Der Faktencheck bei den Besitzumschreibungen:  Fakt 1: Die Menschen im Rems-Murr-Kreis kaufen wie alle anderen weniger Gebrauchtwagen. Die Besitzumschreibungen gingen um 463 oder 12,1 Prozent auf 3.353 zurück. Fakt 2: Der Diesel brach ein, 177 gebrauchte Diesel sind 17,1 Prozent weniger. Fakt 3: Der Diesel ist auch hier nicht tot. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten sank ebenfalls (minus 286 Pkw oder 10,3 Prozent), „und unter dem Strich war mit 858 Besitzumschreibungen immer noch rund jeder vierte Gebrauchtwagen, der im Rems-Murr-Kreis einen neuen Besitzer oder eine Besitzerin fand, ein Diesel“, sagt Christian Reher.

Der Dieselbestand im Rems-Murr-Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende März mit 79.714 um rund 1.300 Pkw oder 1,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand im Kreis insgesamt kletterte aber auf 257.894 Pkw (März 2017: 254.134). In diesem Bestand waren 452 Elektro-Pkw (+65,6 Prozent) und 1.240 Hybrid-Pkw (+54,2 Prozent) enthalten. Auch hier ist das der höchste Märzwert der vergangenen Jahre: Dafür sorgten 3.760 Pkw mehr gleich 1,5 Prozent Zuwachs.

Kreis Göppingen: Hohe Nachfrage nach gebrauchten Dieseln

Für den Kreis Göppingen meldet die Zulassungsstelle 1.090 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 77 Pkw mehr oder plus 7,6 Prozent. Von den neuen Pkw hatten noch 344 oder 31,6 Prozent einen Dieselmotor (Anteil im Bund 31,4 Prozent). Damit ging die Zahl der Verkäufe von neuen Dieseln im Vergleich zum Vorjahr um acht oder 2,3 Prozent nach unten. Dagegen gab es laut Zulassungsstelle 85 zusätzliche Neuzulassungen bei Benzinern und anderen Antriebsarten. Macht insgesamt 746 Pkw in dieser Gruppe und in denen sind 19 Elektroautos und 37 Hybride enthalten. (2017: 4/27). Die ersten drei Monate zusammengerechnet, ist das Quartalsergebnis im Kreis Göppingen mit 3,6 Prozent im Plus: 2.613 Neuzulassungen sind 91 mehr als im Vorjahresquartal.

Der Faktencheck bei den Besitzumschreibungen bringt im Kreis Göppingen eine Überraschung bei den Dieseln:  Fakt 1: Die Menschen kaufen weniger Gebrauchtwagen. Die Besitzumschreibungen gingen um 344 oder 12,9 Prozent auf 2.324 zurück. Fakt 2: Der Diesel brach nicht ein, sondern war gefragter: 241 gebrauchte Diesel, die zusätzlich den Besitzer wechselten sind 30 Prozent mehr. Fakt 3: Der Diesel ist noch lange nicht tot. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten sank sogar (minus 585 Pkw oder 31,4 Prozent), und unter dem Strich war mit 1.045 Besitzumschreibungen fast jeder zweite Gebrauchtwagen ein Diesel.

Der Dieselbestand im Kreis Göppingen lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende März mit 52.933 um rund 251 Pkw oder 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand im Kreis insgesamt kletterte aber auf 161.198 Pkw (März 2017: 158.490). In diesem Bestand waren 230 Elektro-Pkw (+87 Prozent) und 949 Hybrid-Pkw (+51,9 Prozent) enthalten. Auch hier ist das der höchste Märzwert der vergangenen Jahre: Dafür sorgten 2.708 Pkw mehr gleich 1,7 Prozent Zuwachs.

Kraftfahrzeuginnung: Diesel wird Kommunalwahlthema

Kraftfahrzeuginnung: Diesel wird Kommunalwahlthema

Stuttgarter kaufen weiter gebrauchte Diesel, wenn auch weniger als 2017

Bundesweit haben die Neuzulassungen bei Benzinern um 25,9 Prozent zugelegt und die Diesel sind um 19,5 Prozent geschrumpft. In Stuttgart liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 22,8 Prozent und die Diesel bei minus 35,7 Prozent. Macht bei den Neuzulassungen insgesamt ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und „ist keine gute Nachricht für die Autohäuser in der Stadt“, sagt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele. Denn eigentlich ist bundesweit Autokaufen angesagt: Die Zahl der Neuzulassungen wuchs über alle Antriebsarten hinweg um 7,4 Prozent. Seine Kollegen in der Region haben’s fast alle besser als die Stuttgarter. Nur der Rems-Murr-Kreis schwächelt mit minus 4,1 Prozent. Der Rest schreibt schwarze Zahlen und der Kreis Ludwigsburg schießt den Vogel ab: plus 23,4 Prozent. Die Nachfrage nach Gebrauchtwagen sank im Februar weiter. Aber es gibt Sonderentwicklungen. In Stuttgart hatten letzten Monat zwei Drittel aller gekauften Gebrauchtfahrzeuge Dieselmotoren. Und im Kreis Böblingen stieg die Nachfrage nach gebrauchten Diesel-Pkw deutlich an: plus 15,5 Prozent.

Stuttgart: Gebrauchte Euro-6-Diesel gefragt

In Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 1.228 Diesel in den insgesamt 3.938 Neuzulassungen. Das sind 31,2 Prozent. 2.710 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart (Gas gibt’s beispielsweise auch noch), 43 sind Elektroautos (153 neuzugelassene Hybride sind ja eigentlich auch Benziner). Insgesamt wurden im Februar 165 Pkw weniger zugelassen als vor einem Jahr, macht minus vier Prozent. Da zuvor der Januar von den Zulassungszahlen nicht schlecht lief, sieht Torsten Treiber die Lage trotz der Abweichungen vom Bundeswert entspannt: „Bis jetzt liegt Stuttgart mit fast 8.700 Neuzulassungen gegenüber 2017 immer noch leicht im Plus.“

Bei den Besitzumschreibungen spielt der Diesel in Stuttgart nach wie vor eine Sonderrolle: Er ist höchst gefragt. Von den 2.811 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften 1.902 oder 67,7 Prozent Diesel. Zwar nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 408 oder minus 17,7 Prozent ab und die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren um 195 oder 27,8 Prozent zu. „Aber nach wie vor gilt, dass in Stuttgart eine hohe Nachfrage nach gebrauchten Euro-6-Dieseln herrscht und diese Flottenerneuerung für bessere Luft sorgt“, sagt Torsten Treiber. Denn im Gegensatz zu Benzinern senken diese Diesel nicht nur den Stickoxid- und den CO2- sondern auch den Feinstaubwert. Das wird in der laufenden Diskussion gerne vergessen - sogar wenn Feinstaubalarm herrscht.“ Der Dieselbestand in Stuttgart lag nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt Ende Februar mit 102.083 um rund 4.800 Pkw oder 4,5 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Kreis Böblingen: Nachfrage nach gebrauchten Diesel-Pkw bei plus 15,5 Prozent

Im Kreis Böblingen liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 7,4 Prozent und die Diesel bei minus 10,3 Prozent. Macht bei den Neuzulassungen insgesamt ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und „ist etwas enttäuschend“, sagt Thomas Höfle als stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeuginnung. Die Zahlen, die die Zulassungsstelle meldet, lauten: 821 Diesel in den insgesamt 2.912 Neuzulassungen. Das sind 28,2 Prozent. 2.091 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart, 19 sind Elektroautos (92 neuzugelassene Hybride sind ja eigentlich auch Benziner). Insgesamt wurden im Februar 50 Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr, macht plus 1,7 Prozent. Damit liegt der Kreis Böblingen mit über 8.000 Neuzulassungen gegenüber 2017 mit 2,6 Prozent im Plus.

Bei den Besitzumschreibungen spielt der Diesel im Kreis Böblingen eine regionale Sonderrolle: Er ist höchst gefragt. Von den 2.942 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften 1.187 oder 40,3 Prozent Diesel. Damit nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 155 oder 15 Prozent zu. Die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren sank um 213 oder 10,8 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt Ende Februar mit 83.442 um 642 Pkw oder 0,8 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Kreis Esslingen: Nachfrage nach neuen Autos wuchs stärker als im Bund

Im Kreis Esslingen liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 29 Prozent und die Diesel bei minus 22,8 Prozent. Macht bei den Neuzulassungen insgesamt ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und „ist in der Region der zweite Platz“, sagt Frank Schnierle der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung. 546 Diesel sind in den insgesamt 1.952 Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle im Kreis Esslingen. Das sind 28 Prozent. 1.406 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart, 35 sind Elektroautos, 49 neuzugelassene Hybride. Insgesamt wurden im Februar 155 Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr, macht plus 8,6 Prozent. Damit liegt der Kreis Esslingen mit 4.156 Neuzulassungen gegenüber 2017 mit 14,7 Prozent im Plus.

Von den 3.397 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften 1.061 oder 31,2 Prozent Diesel. Damit nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 94 oder 8,1 Prozent ab. Die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren sank um 260 oder zehn Prozent. Der Dieselbestand im Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt Ende Februar mit 104.684 um fast 2.600 Pkw oder 2,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Kreis Ludwigsburg plus 23,4 Prozent bei den Neuzulassungen

Der Kreis Ludwigsburg schießt den Vogel bei den Neuzulassungen ab: plus 23,4 Prozent. Dabei liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 21,4 Prozent und die Diesel bei plus 27,4 Prozent. „Wir haben den höchsten Zuwachs in der Region“, freut sich Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung. In absoluten Zahlen sind damit 655 Diesel in den insgesamt 1.887 Neuzulassungen. Das ist ein Anteil von 34,7 Prozent. 1.232 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart, 16 sind Elektroautos, 49 neuzugelassene Hybride. Insgesamt wurden im Februar 358 Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr, macht mit den erwähnten plus 23,4 Prozent den Spitzenplatz in der Region. In der Summe der ersten beiden Monate liegt der Kreis Ludwigsburg mit 3.560 Neuzulassungen gegenüber 2017 mit 15,1 Prozent im Plus.

Von den 3.685 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften 985 oder 26,7 Prozent Diesel. Damit nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 98 oder neun Prozent ab. Die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren stieg um 94 oder 3,6 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt Ende Februar mit 99.052 um fast 1.650 Pkw oder 1,7 Prozent höher als im Vorjahr.

Rems-Murr-Kreis bei Pkw-Neuzulassungen regional auf dem letzten Platz

Im Rems-Murr-Kreis liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 10,9 Prozent und die Diesel bei minus 30,9 Prozent. Macht bei den Neuzulassungen insgesamt ein Minus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und „ist in der Region im Februar der letzte Platz“, sagt Reiner Äckerle der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung. In Zahlen: 373 Diesel sind in den insgesamt 1.439 Neuzulassungen enthalten, die die Zulassungsstelle meldet. Das sind 25,9 Prozent. 1.066 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart, acht sind Elektroautos, 42 Hybride. Insgesamt wurden im Februar 62 Pkw weniger zugelassen als vor einem Jahr. Damit liegt der Rems-Murr-Kreis mit 2.778 Neuzulassungen gegenüber 2017 mit 1,8 Prozent leicht im Minus.

Von den 2.845 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften hier 888 oder 31,2 Prozent Diesel. Damit nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 29 oder 3,2 Prozent ab. Die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren sank um 298 oder 13,2 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende Februar mit 79.804 um 867 Pkw oder 1,1 Prozent höher als im Vorjahr.

Kreis Göppingen Mini-Plus bei Pkw-Neuzulassungen, gebrauchte Diesel erwünscht

Im Kreis Göppingen liegen die Benziner (samt anderer Antriebsarten) bei plus 14,8 Prozent und die Diesel bei minus 22,7 Prozent. Macht bei den Neuzulassungen insgesamt ein Mini-Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Zahlen: 208 Diesel sind in den insgesamt 728 Neuzulassungen enthalten, die die Zulassungsstelle meldet. Das sind 28,6 Prozent. 520 Pkw hatten einen Benzinmotor oder eine andere Antriebsart, neun sind Elektroautos, 20 Hybride. Insgesamt wurden im Februar 14 Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr. Damit liegt der Kreis Göppingen mit 1.523 Neuzulassungen gegenüber 2017 mit 0,9 Prozent leicht im Plus.

Von den 1.990 Menschen und Firmen, für die die Zulassungsstelle im Februar Gebrauchtwagen registriert hat, kauften hier 705 oder 35,4 Prozent Diesel. Damit nahm die Zahl der Dieselbesitzumschreibungen um 32 oder 4,8 Prozent zu. Die Zahl der Gebrauchten mit Benziner und anderen Motoren sank um 80 oder 5,9 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis lag nach den Daten der Zulassungsstelle Ende Februar mit 53.575 um 1.806 Pkw oder 3,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Der Dieselbestand in der Region liegt mit 522.640 zusammengerechnet um fast 1.500 höher als vor einem Jahr. Zahlen, die für Innungsgeschäftsführer Christian Reher mit Blick auf den Mai 2019 ihren besonderen Reiz haben: „2019 stehen die Kommunalwahlen in Stuttgart und der Region an und die Wahl liegt zwischen dem Fahrverbot für Euro-4-Diesel, das Stadt und Land laut Pressemeldungen für Oktober 2018 planen und dem für Euro-5-Diesel, das nach den letzten Meldungen im September 2019 kommen soll. Das wird interessant wie die dieselfahrenden Wahlberechtigten reagieren. Und zwar nicht nur die dann wohl noch um die 25.000, die ihre Euro-4-Diesel dann wohl nur noch zum Schrottwert loswerden, sondern auch die, die jetzt noch Euro-5-Diesel haben, die mit jeder neuen ‚Schnapsidee“, wie es die Schwäbische Zeitung genannt hat, weiter an Wert verlieren.“

Dabei geht es nicht um Peanuts im Sinne der Deutschen Bank (das waren damals rund 25 Millionen Euro), sondern bei laut Stadt rund 58.000 betroffenen Pkw und einem Wertverlust von inzwischen im Schnitt 4.000 Euro („Tendenz steigend“) allein in der Stadt um 232 Millionen Euro und in der Region um das Fünffache. „Euro-4-Dieselfahrer können das vielleicht noch über Umtauschprämien abmildern, Euro-5-Besitzer sitzen inzwischen zwischen allen Stühlen“, sagen Torsten Treiber und Christian Reher: „Gestern hätte es einem Teil noch geholfen, wenn wie auch von der Innung gefordert, die Hersteller zur Hardwarenachrüstung auf ihre Kosten verdonnert worden wäre. Nach der Forderung nach einer hellblauen Plakette ist die Lage undurchsichtig, auch wenn der Demnächst-Bundesverkehrsminister keine Plaketten will. Wenn auch nachgerüstete Euro-5er nicht überall hinfahren dürfen, macht die Milliardeninvestition doch keinen Sinn mehr.“

 

 

Regional Pkw-Neuzulassungen im Plus, bei Dieseln und Besitzumschreibungen unterschiedliche Entwicklungen

Regional Pkw-Neuzulassungen im Plus, bei Dieseln und Besitzumschreibungen unterschiedliche Entwicklungen

Kraftfahrzeuginnung kritisiert fehlende KBA-Daten zur Entwicklung in den Schadstoffklassen

Regional Pkw-Neuzulassungen im Plus, bei Dieseln und Besitzumschreibungen unterschiedliche Entwicklungen

Stuttgart kauft Autos, vor allem, wenn sie neu sind: 55.344 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt als Ergebnis für 2017. Unter dem Strich wurde damit die Zulassungszahl vom 2016 um 1.102 Pkw oder 2,2 Prozent getoppt. „Für unsere Betriebe ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. In der Region lag die Nachfrage nach Neuwagen auch über dem Vorjahr. Insgesamt wurden 3.076 Pkw mehr neuzugelassen, macht ein Plus von 1,8 Prozent. „Nicht so erfreulich ist dagegen das Ergebnis bei den Gebrauchtwagenverkäufen“, kommentiert er die 39.733 Besitzumschreibungen, die 7.499 oder 15,9 Prozent unter der Vorjahreszahl liegen. „Wir können da durchaus von einem Einbruch reden“, sagt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende. Weil’s im Rest der Region besser lief, ist der regionale Rückgang geringer: Insgesamt 9.349 Besitzumschreibungen weniger, sind ein Minus von 3,8 Prozent. Diesen Rückgang einfach auf die Dieseldiskussion zu schieben, geht aber nicht, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Bei gebrauchten Dieseln hatten wir in Stuttgart einen regelrechten Boom, da haben sich die Besitzumschreibungen glatt verdoppelt.“ Wieso die Stuttgarter gebrauchte Diesel „kaufen wie geschnitten Brot“ (Torsten Treiber), kann auch die Zulassungsstelle nicht erklären. Seit eine neue Software eingeführt wurde, kann nur noch das Kraftfahrt-Bundesamt diese Daten liefern. Oder auch nicht: „Voraussichtlich ab März 2018“, schätzt dessen Pressesprecher Stephan Immen gibt es dazu Informationen. Torsten Treiber ist sauer. „Damit stochern wir knapp sechs Wochen vor den Fahrverbotsverhandlungen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einer wichtigen Frage im Nebel“, kritisiert er. „Dabei wäre es wichtig zu wissen, ob und wie sich im Dieselbestand in Stuttgart und der Region die Zahlen der Fahrzeuge nach den Schadstoffklassen Euro Nix bis Euro 6 geändert haben.“

Die Vermutung, dass in Stuttgart und den Kreisen der Region vor allem alte Diesel durch jüngere der nicht fahrverbotsbedrohten Klasse Euro 6 ausgetauscht wurden, liegt nahe. „Das wäre eine positive Nachricht“, sagt Torsten Treiber „und ein wichtiges Argument, bei der Verhandlung über Fahrverbote, egal ob einzeln oder per Blauer Plakette. Aber nichts Genaues wissen wir nicht und wir kommen uns ausgerechnet in diesem Punkt vor wie in einem Auto, in dem der Tacho nichts anzeigt. Die Digitalisierung in der Verwaltung habe ich mir anders vorgestellt“, kritisiert er den Datenstau mit Blick aufs KBA.

Was die Zulassungsstellen in der Region an Daten zur Verfügung stellen können, reicht aber wenigstens aus, um „eine für das Kraftfahrzeuggewerbe unter dem Strich positive regionsweite Bilanz zu ziehen. Verglichen mit dem 31.12.2016 haben wir in der Region einen Pkw-Bestand, der mit rund 1,61 Millionen Pkw um 23.113 Pkw oder 1,46 Prozent höher liegt als im Vorjahr. Das kann man gut finden oder nicht, es zeigt auf alle Fälle klar, dass es einen starken Bedarf an Autos gibt.“ In diesem Pkw-Bestand sind 3.802 Elektro-Pkw enthalten. Das ist ein Zuwachs um rund 50 Prozent, „aber wir liegen damit immer noch im Promillebereich.“ Dazu kommen 10.137 Hybridfahrzeuge (plus 44,8 Prozent).

Und „der Diesel hat sich auch ganz gut gehalten“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: 523.329 Diesel-Pkw im regionalen Bestand sind zwar 9.215 aber damit nur gerade mal 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den Pkw-Neuzulassungen war mit 60.183 oder 35,1 Prozent mehr als jeder dritte neue Pkw ein Diesel. Im Vorjahr hatte der Anteil an den Neuzulassungen mit 66.614 allerdings noch um 6.431 Pkw höher und damit bei 39,1 Prozent gelegen. Bei den Besitzumschreibungen gab es durch den Stuttgarter Gebrauchtdiesel-Boom und ein weiteres Plus im Rems-Murr-Kreis auch im regionalen Durchschnitt Zuwachs bei den Dieselbesitzumschreibungen: plus 12.420 oder 16,6 Prozent.

Stuttgart: Zehn-Jahres-Rekord bei Neuzulassungen und Dieselboom bei Gebrauchten

Speziell mit Blick auf die Landeshauptstadt Stuttgart lässt sich sagen: Der Pkw-Bestand lag mit 300.524 um 3.429 Fahrzeuge oder 1,2 Prozent höher als im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 103.526 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 4.917 oder 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die im Bestand enthaltenen Dieselneuzulassungen gingen von 24.254 Pkw im Jahr 2016 um 3.460 oder 14,3 Prozent auf 20.794 neue Diesel-Pkw zurück. „Damit war mit 37,6 Prozent mehr als jeder dritte Neukauf in der Landeshauptstadt ein Diesel“, sagt Roger Schäufele, „und verblüffenderweise ist das die höchste Quote in der ganzen Region.“ Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 39.733 (Vorjahr 33.749 / minus 15,9 Prozent). Darin sind 28.327 Diesel (Vorjahr 13.483 / plus 110,1 Prozent) enthalten.

Bei den Pkw-Neuzulassungen gibt es einen Rekord: Sie haben mit 55.344 Neuzulassungen in Stuttgart den höchsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht. „Da sagen die Zahlen, dass viele vom Diesel einfach auf andere Antriebsarten, vornehmlich Benziner gewechselt haben“, sagt Christian Reher: „Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind um 4.562 oder 15,2 Prozent auf 29.988 gestiegen. In denen sind 555 neuzugelassene Elektro-Pkw enthalten. Der Rest, auch die 1.387 Hybriden, die hier mitzuzählen sind, tankt Super oder gibt mit Gas Gas.“

Kreis Böblingen - Dieselbestand leicht verringert

Der Pkw-Bestand im Kreis Böblingen lag mit 245.032 um 4.003 Fahrzeuge oder 1,7 Prozent höher als im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 83.568 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 886 oder ein Prozent weniger als im Vorjahr. Die im Bestand enthaltenen Dieselneuzulassungen gingen von 13.471 Pkw im Jahr 2016 um 1.002 Pkw oder 7,4 Prozent auf 12.469 neue Diesel-Pkw zurück. „Damit war mit 32,5 Prozent knapp jeder dritte Neukauf bei uns ein Diesel“, sagt Thomas Höfle. Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 37.992 (Vorjahr 38.458 / minus 1,2 Prozent). Darin sind 13.151 Diesel (Vorjahr 13.448 / minus 2,9 Prozent) enthalten

Die Pkw-Neuzulassungen haben mit insgesamt 38.349 Neuzulassungen den zweithöchsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht (2009 im Abwrackprämienjahr waren es 38.837). Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind um 1.584 oder 6,5 Prozent auf 25.880 gestiegen. Darin sind 402 neuzugelassene Elektro-Pkw enthalten, dazu 814 Hybrid-Pkw.

Kreis Esslingen: Neuzulassungen, Besitzumschreibungen und Bestand im Plus

„Wir sind der einzige Kreis der Region, der in diesem Bereich ein Plus hat “, sagt der Kreisvorsitzende Frank Schnierle mit Blick auf die Bilanz der Besitzumschreibungen 2017 im Kreis Esslingen. Die 47.232 Halterwechsel im Kreis, liegen 1.036 Fahrzeuge oder 2,2 Prozent über der Vorjahreszahl. Darin sind 13.505 Diesel (Vorjahr 14.668 / minus 8,1 Prozent) enthalten

Der Pkw-Bestand liegt mit 321.235 um 4.163 Fahrzeuge oder 1,3 Prozent höher als im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 104.930 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 831 oder 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die im Bestand enthaltenen Dieselneuzulassungen gingen von 10.590 Pkw im Jahr 2016 um 1.523 Pkw oder 14,4 Prozent auf 9.067 neue Diesel-Pkw zurück. „Damit war mit 35,5 Prozent immer noch jeder dritte Neukauf bei uns ein Diesel“, sagt Frank Schnierle.  

Die Pkw-Neuzulassungen haben mit insgesamt 25.520 Neuzulassungen den zweithöchsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht (2009 im Abwrackprämienjahr waren es 26.697): Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind um 1.627 oder elf Prozent auf 16.453 gestiegen. 239 neuzugelassene Elektro-Pkw und 478 Hybrid-Pkw sind in dieser Zahl enthalten.

Kreis Ludwigsburg: neue Pkw Plus, Besitzumschreibungen leichtes Minus

Der Pkw-Bestand im Kreis Ludwigsburg liegt zum 31.12.2017 mit 323.980 um 4.747 Fahrzeuge oder 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 97.277 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 2.033 oder zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Die im Bestand enthaltenen Dieselneuzulassungen gingen von 9.277 Pkw im Jahr 2016 um 855 Pkw oder 9,2 Prozent auf 8.422 neue Diesel-Pkw zurück. „Auch bei uns war mit 35,7 Prozent immer noch jeder dritte Neukauf bei uns ein Diesel“, sagt Markus Klein. Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 47.562 (Vorjahr 48.732 / minus 2,4 Prozent). Darin sind 12.801 Diesel (Vorjahr 14.889 / minus 14 Prozent) enthalten. „Ein größeres Problem ist dieser Rückgang aber für die Betriebe nicht“, sagt der Kreisvorsitzende Markus Klein.

Die Pkw-Neuzulassungen haben mit insgesamt 23.594 Neuzulassungen den zweithöchsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht (2009 im Abwrackprämienjahr waren es 23.976). Was an Dieseln weniger verkauft wurde, war bei anderen Antriebsarten mehr: Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind um 1.457 oder 10,6 Prozent auf 15.172 gestiegen. In denen sind 309 neuzugelassene Elektro-Pkw enthalten, außerdem noch 493 Hybrid-Pkw.

Rems-Murr-Kreis: Hochburg der Dieselkäufer

Der Rems-Murr Kreis spielt eine Sonderrolle in der Region: „Nur hier nahmen die Dieselneuzulassungen ebenso wie die Dieselbesitzumschreibungen zu“, sagt der Kreisvorsitzende Reiner Äckerle. Die Pkw-Neuzulassungen haben mit insgesamt 18.401 Neuzulassungen den zweithöchsten Wert in den letzten zehn Jahren erreicht (2009 im Abwrackprämienjahr waren es 19.902). Die Dieselneuzulassungen stiegen von 4.882 Pkw im Jahr 2016 um 883 Pkw oder 18,1 Prozent auf 5.765 neue Diesel-Pkw an.

Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind deswegen im Gegensatz zum Rest der Region sogar um 379 oder 2,9 Prozent auf 12.636 gesunken. In denen sind 159 neuzugelassene Elektro-Pkw und 347 Hybrid-Pkw.

Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 39.374 (Vorjahr 40.152 / minus 1,9 Prozent). Darin sind 10.998 Diesel (Vorjahr 8.997 / plus 22,9 Prozent) enthalten. Der Pkw-Bestand liegt mit 256.423 um 3.907 Pkw oder 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 80.145 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 721 oder 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Kreis Göppingen: Der einzige Kreis mit wachsendem Dieselbestand

Der Pkw-Bestand im Kreis Göppingen liegt zum 31.12.2017 mit 160.184 um 2.864 Fahrzeuge oder 1,8 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Von diesen Fahrzeugen haben 53.883 Pkw einen Dieselmotor. Das sind 173 oder 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist der Kreis Göppingen der einzige Kreis in der Region, der hier einen Zuwachs verzeichnet. Die im Bestand enthaltenen Dieselneuzulassungen gingen zwar trotzdem von 4.140 Pkw im Jahr 2016 um 474 Pkw oder 11,4 Prozent auf 3.666 neue Diesel-Pkw zurück. Der Dieselanteil an den Neukäufen war mit 36,6 Prozent aber immer noch der zweithöchste (nach Stuttgart mit 37,8 Prozent) in der Region.

Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 26.342 (Vorjahr 26.814 / minus 1,8 Prozent). Darin sind 8.439 Diesel (Vorjahr 9.296 / minus 9,2 Prozent) enthalten. Das Wachstum im Bestand entsteht als dadurch, dass die meisten Menschen mit Dieseln diese weder verkauften noch ersetzten, sondern einfach weiter fuhren.

Bei den Pkw-Neuzulassungen mit insgesamt 10.020 Pkw gilt, dass zwar das Vorjahr getoppt wird, aber weder die Absatzzahlen von 2012 mit 10.675 noch die von 2009 (Abwrackprämienjahr) mit 12.672 erreicht wurden. Umgestiegen sind aber vermutlich Etliche. Was an Dieseln weniger verkauft wurde, war bei anderen Antriebsarten mehr: Die Neuzulassungen von Nicht-Dieseln sind um 656 oder 11,5 Prozent auf 6.354 gestiegen. In denen sind 82 neuzugelassene Elektro-Pkw enthalten, außerdem noch 274 Hybrid-Pkw. Damit liegt der Kreis Göppingen bei diesen beiden Zulassungsarten in der Region jeweils auf dem letzten Platz.

Zum Schluss noch die Grafik zum Jahr 2017:

 

 

 

Pkw-Neuzulassungen überall im Plus, aber Nachfrage nach Dieselmotoren sinkt

Pkw-Neuzulassungen überall im Plus, aber Nachfrage nach Dieselmotoren sinkt

Kraftfahrzeuginnung: Dieselverbot ist auch soziale Frage

Pkw-Neuzulassungen überall im Plus, aber Nachfrage nach Dieselmotoren sinkt

Bundesweit boomen die Neuzulassungen (plus 11,6 Prozent) und schrumpfen die Diesel (minus 17,6 Prozent). In Stuttgart gibt’s mit einem Plus von 5,2 Prozent zwar Pkw-Zuwachs, aber nicht so stark wie im Bund. Die Dieselmotoren in den Neuwagen gingen um 14,4 Prozent zurück, auch weniger als im Bund. Bei den Besitzumschreibungen gibt’s mit 7,1 Prozent einen Zuwachs, der höher liegt als im Bund (plus 5,8 Prozent), die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln schrumpft jetzt auch in der Landeshauptstadt, die da bisher eine Sonderkonjunktur verzeichnete - das Minus liegt im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 15,4 Prozent. Der Dieselbestand in der Stadt nahm nach den Daten der Zulassungsstelle der Stadt um fast 6.000 Pkw oder 5,5 Prozent ab. Das ist der höchste Rückgang in der Region. Insgesamt liegt die Region bei den Neuzulassungen bei einem Plus von 7,2 Prozent, bei den Umschreibungen bei 5,8 Prozent. Aktuell liegt der Dieselbestand in der Region Stuttgart bei 522.038 Diesel-Pkw. Damit dürften zwischen 260.000 und 300.000 Diesel-Pkw von einem etwaigen Fahrverbot für Diesel der Schadstoffklasse Euro 5 abwärts betroffen sein, wenn es keine Nachrüstmöglichkeiten gibt.

Stuttgart: 6.000 Diesel-Pkw weniger im Bestand

102.813 Diesel-Pkw gibt es jetzt laut Zulassungsstelle noch in Stuttgart. 58.818 davon wären laut Statistischem Amt der Stadt, das von den beiden Stuttgarter Zeitungen zitiert wird, Stand 31. Januar 2018 von einem Fahrverbot betroffen, wenn es denn käme. „Das wäre mit über 57 Prozent immer noch die Hälfte alle Stuttgarter Dieselbesitzerinnen und -besitzer“, rechnet Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende der Innung vor und schätzt, „dass das zumeist die sind, die nicht genug Geld haben, um ihre Autos so mir nichts dir nichts auszutauschen.“

Die anderen hätten inzwischen Herstellerprämien genutzt oder sich Euro-6-Gebrauchtwagen zugelegt. „Wenn wir die Zahlen vom Jahresanfang 2017 mit denen des Städtischen Statistikamtes von heute vergleichen, dann sehen wir das insgesamt rund 18.000 Diesel-Pkw verschwunden sind, davon rund 10.000 der Euro-5-Klasse“, sagt Obermeister Torsten Treiber. „Das heißt, der Bestand der älteren Diesel mit Euro 4 und niedriger, hat sich weit weniger verringert als erwünscht. Es dürften immer noch schätzungsweise 28.000 in der Stadt unterwegs sein.“ Schätzungsweise, weil in diesem Punkt immer noch präzise Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) fehlen. Das bestätigt auch, dass viele Diesel ausgewechselt wurden, denn der Bestand nahm wie gesagt nur um knapp 6.000 ab.

„Damit bleibt auch die soziale Dimension der Fahrverbotsforderung weiter erhalten “, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Denn selbst, wenn die rund 30.000 Euro-5-Diesel in der Stadt auf Kosten der Hersteller nachgerüstet würden, wie es die Deutsche Umwelthilfe fordert, gelte das nicht für Euro-4-Diesel. Christian Reher macht aber keinen Hehl daraus, dass die Innung es für eher unwahrscheinlich hält, dass die Hersteller bezahlen müssen. Zum einen gebe es selbst nach den Daten der Umwelthilfe und des Umweltbundesamtes „Euro-5-Diesel, die sogar besser als die geforderten Grenzwerte sind, da lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren.“ Zum anderen hätte sich die Politik selber den Weg zu einer sinnvollen Regelung verbaut: „Hätte der Staat Umstiegsprämien und Nachrüstungsprämien in die eigene Hand genommen und die Hersteller an der Finanzierung beteiligt, wie wir es von Anfang an gefordert haben, hätte er heute die Mittel und die Möglichkeit, sie entsprechend des Bedarfs auszugeben.“ Der Mobilitätsfonds sei das Beispiel dafür, „nur hätte ein Dieselfonds von Herstellern und Importeuren mit Milliarden und nicht mit ein paar Millionen Euro gespeist werden müssen“.

Im Moment bleibe aber nur noch abzuwarten, was passieren, wenn die ersten Urteile in Sachen Fahrverboten gefällt sind und endlich eine Bundesregierung stehe. „In Amerika wäre es einfach, da würden über die Schummler Milliardenstrafen verhängt und die erschummelten Gewinne abgeschöpft. Wäre das bei uns auch so, könnte damit der Nachrüstungstopf gespeist werden.“ Damit hätten auch die Händler das Problem los, auf mehreren hunderttausend unverkäuflichen Euro-5-Dieseln zu sitzen, was für mache Betriebe existenzbedrohend werde.

Der einzige Trost in dieser Lage ist, „dass die Nachfrage nach Autos noch nicht eingebrochen ist“, sagt Obermeister Torsten Treiber. 4.716 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle in Stuttgart meldet, seien immerhin 234 mehr als vor einem Jahr im Januar. 3.275 (plus 477) dieser Neuzulassungen fielen auf Benziner und andere Antriebsarten. 1.441 Pkw hatten einen Dieselmotor (-243). Damit liegt der Dieselanteil bei 30,6 Prozent.

Bei den 3.212 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil mit 1.967 oder 61,2 Prozent in Stuttgart immer noch höher als die Nachfrage nach Benzinern mit 1.245. „Allerdings“, so Torsten Treiber, „flacht die Austauschkurve langsam ab, die Nachfrage nach Dieseln sank im Vergleich zu Januar 2017 um 357 oder 15,4 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um 569 oder 84,2 Prozent.“ Die Zuwachsraten bei Elektroautos und Hybriden sind ebenfalls mehrstellig: „Allerdings ändert ein Zuwachs von 45,5 Prozent bei den Elektroautos nichts daran, dass der Bestand damit nur auf 1.216 Pkw gewachsen ist. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen im Vergleich sogar um 762 oder 165 Prozent auf 1.223 Pkw. Da“, sagt Torsten Treiber, „könnte uns ein richtiger Boom ins Haus stehen, wenn auch ein zahlenmäßig kleiner.“

Kreis Böblingen: Nachfrage nach gebrauchten Dieseln gestiegen

Im Kreis Böblingen gibt es bei den Besitzumschreibungen mit 5,8 Prozent einen Zuwachs, der exakt gleich liegt wie im Bund. Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist im Kreis Böblingen aber sogar gestiegen: plus 7,5 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis nahm nach den Daten der Zulassungsstelle des Landratsamtes aber um fast 1.100 Pkw oder 1,3 Prozent ab. 83.395 Diesel-Pkw gibt es jetzt laut Zulassungsstelle noch im Kreis Böblingen. Wie viele davon die Schadstoffklasse Euro 5 und schlechter haben, weiß keiner, weil das Kraftfahrt-Bundesamt keine Zahlen liefert. Einen Anhaltspunkt liefern aber die Verhältnisse in Stuttgart. Im Januar 2017 waren nach den damaligen KBA-Zahlen im Kreis Böblingen rund 74,8 Prozent aller Diesel oder 63.955 Diesel-Fahrzeuge von Fahrverboten bedroht gewesen: „Legen wir die Stuttgarter Zahlen zugrunde, wären es jetzt noch mindestens 36.000, aber wie gesagt, das ist eine Schätzung“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher.

3.110 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind 103 mehr als vor einem Jahr im Januar. 2.198 (plus 221/11,2 Prozent) dieser Neuzulassungen fielen auf Benziner und andere Antriebsarten. 912 Pkw hatten einen Dieselmotor (minus 118/11,5 Prozent). Damit liegt der Dieselanteil bei 29,3 Prozent.

Bei den 2.937 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil bei 1.044 oder 35,5 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten lag bei 1.893. Die Nachfrage nach Dieseln stieg damit im Vergleich zu Januar 2017 um 73 oder 7,5 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um 88 oder 4,9 Prozent. Die Zuwachsraten bei Elektroautos und Hybriden sind sogar mehrstellig: Allerdings ändert ein Zuwachs von 37 Prozent bei den Elektroautos nichts daran, dass der Bestand damit nur auf 785 Pkw gewachsen ist. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen im Vergleich sogar um 382 oder 113 Prozent auf 719 Pkw.

Kreis Esslingen: Höchster Zuwachs bei Neuzulassungen in der Region

Im Kreis Esslingen gibt’s mit einem Plus von 20,8 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen den höchsten Wert in der Region und deutlich mehr Pkw-Zuwachs als im Bund. Die Dieselmotoren in den Neuwagen gingen dabei nur um 1,9 Prozent zurück, also geringer als im Bund. Bei den Besitzumschreibungen gibt‘s 7,1 Prozent Zuwachs, (Bund 5,8 Prozent). Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist im Kreis Esslingen dabei gesunken: minus 1,2 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis nahm nach den Daten der Zulassungsstelle des Landratsamtes im Vergleich zum Vorjahre um 464 Pkw oder 0,4 Prozent zu.

104.806 Diesel-Pkw gibt es jetzt laut Zulassungsstelle aktuell im Kreis Esslingen. Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart schätzt, „dass auch im Kreis Esslingen jetzt zumeist die Menschen in den älteren Dieseln unterwegs sind, die nicht genug Geld haben, um ihre Autos so mir nichts dir nichts auszutauschen.“ Im Januar 2017 seien nach den damaligen KBA-Zahlen im Kreis Esslingen rund 80,1 Prozent aller Diesel oder 86.192 Diesel-Fahrzeuge von Fahrverboten bedroht gewesen: „Legen wir die Stuttgarter Entwicklung zugrunde, wären es jetzt noch mindestens 49.000, aber ohne KBA-Zahlen ist das ein Daumenpeilwert.“

Insgesamt sah der Januar so aus: 2.204 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind 379 mehr als vor einem Jahr im Januar. 1.519 (plus 392/34,8 Prozent) dieser Neuzulassungen betrafen Benziner und andere Antriebsarten. 685 Pkw hatten einen Dieselmotor (minus 13/1,9 Prozent). Damit liegt der Dieselanteil bei 31,1 Prozent.

Bei den 3.599 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil bei 1.064 oder 29,6 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten lag bei 2.284. Die Nachfrage nach Dieseln sank damit im Vergleich zu Januar 2017 um 13 oder 1,2 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um 251 Fahrzeuge oder elf Prozent. Die Zuwachsraten bei Elektroautos und Hybriden sind mehrstellig: Der Zuwachs von 74,6 Prozent bei den Elektroautos sorgt dafür, dass der Bestand damit auf 578 Pkw gewachsen ist. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen um 209 oder 136,6 Prozent auf 362 Pkw.

Kreis Ludwigsburg: Neuzulassungen überdurchschnittlich gestiegen

Im Kreis Ludwigsburg gibt’s mit einem Plus von 12,9 Prozent mehr Pkw-Zuwachs als im Bund. Die Dieselmotoren in den Neuwagen gingen um 7,6 Prozent zurück, also geringer als im Bund. Bei den Besitzumschreibungen gibt‘s acht Prozent Zuwachs, (Bund 5,8 Prozent). Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist im Kreis Ludwigsburg dabei gesunken: minus 5,4 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis nahm nach den Daten der Zulassungsstelle des Landratsamtes um 2.354 Pkw oder 2,4 Prozent ab. Der Bestand liegt laut Zulassungsstelle zum 31.01.2018 bei 97.105 Diesel-Pkw.

Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart schätzt, dass Herstellerprämien genutzt oder Euro-6-Gebrauchtwagen die Schadstoffwerte der Dieselflotte gesenkt haben. Trotzdem bedrohten Fahrverbote noch die Mehrheit der Dieselbesitzer: Im Januar 2017 seien nach den damaligen KBA-Zahlen im Kreis Ludwigsburg rund 81,1 Prozent aller Diesel oder 83.401 Diesel-Fahrzeuge von Fahrverboten bedroht gewesen: „Legen wir die Stuttgarter Zahlen zugrunde, wären es jetzt noch mindestens 47.000.“

In LB gibt’s einen klaren Trend zum Umstieg: 1.673 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, seien immerhin 191 mehr als vor einem Jahr im Januar. 1.184 (plus 231/24,2 Prozent) dieser Neuzulassungen fielen auf Benziner und andere Antriebsarten. 489 Pkw hatten einen Dieselmotor (minus 40/7,6 Prozent). Damit liegt der Dieselanteil bei 29,2 Prozent.

Bei den 3.857 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil bei 1.045 oder 27,1 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten lag bei 2.812. Die Nachfrage nach Dieseln sank damit im Vergleich zu Januar 2017 um 60 oder 5,4 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um 345 Fahrzeuge oder 14 Prozent. Die Zuwachsraten bei Elektroautos und Hybriden sind mehrstellig: 70,6 Prozent bei den Elektroautos lassen den Bestand auf 732 Pkw wachsen. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen um 235 oder 100 Prozent auf 470 Pkw.

Rems-Murr-Kreis: Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist gewachsen

Im Rems-Murr-Kreis gab’s im Januar einen deutlichen Einbruch bei den Neuzulassungen: mit einem Plus von 0,9 Prozent gab es zwar Pkw-Zuwachs, aber nur minimal. Die Dieselmotoren in den Neuwagen gingen dabei um 20,7 Prozent zurück, also stärker als im Bund. Bei den Besitzumschreibungen gibt’s mit 0,5 Prozent auch nur einen Mini-Zuwachs, (Bund 5,8 Prozent). Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist im Rems-Murr-Kreis aber wieder gestiegen: plus 1,6 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis nahm nach den Daten der Zulassungsstelle des Landratsamtes aber trotzdem um 943 Pkw oder 1,2 Prozent ab. 79.954 Diesel-Pkw gibt es jetzt laut Zulassungsstelle noch im Rems-Murr-Kreis.

Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart geht davon aus, dass der Zuwachs bei gebrauchten Dieseln durch den Austausch alter Diesel verursacht wird. Im Januar 2017 seien nach den damaligen KBA-Zahlen im Rems-Murr-Kreis rund 82,1 Prozent aller Diesel oder 67.548 Diesel-Fahrzeuge von Fahrverboten bedroht gewesen: „Auf der Basis der Stuttgarter Zahlen, wären es jetzt noch mindestens 38.000.“

Die Entwicklung im Januar lässt sich wie folgt beziffern: 1.339 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind zwölf mehr als vor einem Jahr im Januar. 957 (plus 112/13,3 Prozent) dieser Neuzulassungen fielen auf Benziner und andere Antriebsarten. 382 Pkw hatten einen Dieselmotor (minus 100/20,7 Prozent). Damit liegt der Dieselanteil bei 28,5 Prozent.

Bei den 3.018 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil bei 973 oder 32,2 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten lag bei 2.045. Die Nachfrage nach Dieseln stieg damit im Vergleich zu Januar 2017 um 15 oder 1,6 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um ein Fahrzeug oder 0,1 Prozent. Die Zuwachsraten bei Elektroautos und Hybriden sind dagegen sogar mehrstellig: Bei den Elektroautos liegt der Zuwachs bei 60,8 Prozent, der Bestand ist damit auf 402 Pkw gewachsen. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen um 205 oder 165 Prozent auf 330 Pkw.

Kreis Göppingen: Dieselbestand wächst trotz Rückgängen bei Neuwagen und Gebrauchten

Im Kreis Göppingen gab’s im Januar ebenfalls einen deutlichen Einbruch bei den Neuzulassungen: mit einem Plus von einem Prozent gab es zwar Pkw-Zuwachs, aber deutlich unter dem regionalen und dem Bundesdurchschnitt. Die Dieselmotoren in den Neuwagen gingen dabei um 32,1 Prozent zurück, das ist das höchste Minus in der Region. Bei den Besitzumschreibungen gibt’s mit 5,5 Prozent nur einen Zuwachs knapp unter dem Bundeswert. Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ist im Kreis Göppingen gesunken: minus 5,4 Prozent. Der Dieselbestand im Kreis nahm nach den Daten der Zulassungsstelle des Landratsamtes aber trotzdem um 905 Pkw oder 1,7 Prozent zu. 53.965 Diesel-Pkw gibt es jetzt laut Zulassungsstelle aktuell im Kreis Göppingen. Wie viele davon von einem Fahrverbot betroffen wären, lässt sich auch hier nur auf der Basis der 2017er-Zahlen schätzen: Zum 1. Januar 2017 wären im Kreis Göppingen rund 83,3 Prozent aller Diesel oder 45.274 Diesel-Fahrzeuge betroffen gewesen. Ein Jahr später dürften es geschätzt Minimum noch um die 25.000 sein.

Allerdings sind die absoluten Zahlen, was die Fahrzeugkäufe angeht im Kreis Göppingen deutlich niedriger als in Stuttgart: 795 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind nur acht mehr als vor einem Jahr im Januar. 533 (plus 132/32,9 Prozent) dieser Neuzulassungen fielen auf Benziner und andere Antriebsarten. 262 Pkw hatten einen Dieselmotor (minus 124/32,1 Prozent). Damit liegt der Dieselanteil bei 33 Prozent.

Bei den 2.061 Besitzumschreibungen liegt der Dieselanteil bei 713 oder 34,6 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten lag bei 1.348. Die Nachfrage nach Dieseln sank damit im Vergleich zu Januar 2017 um 13 oder 1,8 Prozent. Die Nachfrage nach Benzinern und anderen Antriebsarten stieg um 121 Fahrzeuge oder 9,9 Prozent. Die Zuwachsraten des Bestandes bei Elektroautos und Hybriden sind mehrstellig: Mit plus 77,8 Prozent bei den Elektroautos ist der Bestand im Vergleich zum Januar 2017 aber nur auf 208 Pkw gewachsen. Plugin-Hybrid-Pkw wuchsen im Vergleich um 78 oder 139 Prozent auf 134 Pkw.

Auto ist unverzichtbar, aber es darf effizienter und schadstoffärmer sein

Auto ist unverzichtbar, aber es darf effizienter und schadstoffärmer sein

Kraftfahrzeuginnung: Für Nachrüstung fehlen Regeln

Auto ist unverzichtbar, aber es darf effizienter und schadstoffärmer sein

Die Region marschiert weiter auf einen Zulassungsrekord bei neuen Pkw zu. Alle Kreise melden nach zehn Monaten Zuwachs, insgesamt sind 144.330 Pkw schon 3.803 oder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr zur gleichen Zeit neu zugelassen worden. Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist trotzdem nicht zufrieden. „Das Autojahr 2017 wäre klasse, wenn wir nicht immer noch die Folgen von Dieselgate an der Backe hätten und nicht Gerichtsverfahren drohen, die zu Diesel-Fahrverboten in Stuttgart führen könnten oder schlimmer noch zur Blauen Plakette“, sagte Obermeister Torsten Treiber beim Herbstforum der Innung vor rund 400 Gästen. In Stuttgart führt das zu einem massiven Einbruch bei den Gebrauchtwagen: „Die Zahl der Besitzumschreibungen liegt in der Stadt um 16,6 Prozent unter dem Vorjahr“, sagt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele. „Gefragt sind bei Dieseln nur Euro-6-Modelle, die gut laufen, alle anderen hängen unseren Betrieben wie Klötze am Bein.“ Vom Dieselgipfel der geschäftsführenden Kanzlerin am 28. November ist die Innung enttäuscht: „Millionen für Elektrobusse nützen gar nichts, das Geld wäre in einem staatlichen Nachrüstprogramm besser angelegt“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher.

„Wer es sich leisten kann, kauft Euro-6-Diesel oder steigt auf Benziner um. Der Rest guckt staunend nach Berlin, wo eine Milliarde Euro an den betroffenen Autofahrern vorbei verteilt wird“, fasst Obermeister Torsten Treiber die aktuelle Lage zusammen. Und nicht einmal die „kostenlose Lösung endlich rechtlich den Weg für die Produzenten von Dieselnachrüstungen freizumachen, schafft die Regierung.“ Soll heißen, die Hersteller von Nachrüstungsangebote warten immer noch auf die Zulassungsverfahren und vor allem auf die Aussage, dass nachgerüstete Fahrzeuge neuen Euro-6-Pkw gleichgestellt sind, wenn sie die Euro-6-Werte einhalten. Außerdem „fordert die Kraftfahrzeuginnung ein staatliches Förderprogramm, so wie bei der Partikelfilternachrüstung“, sagt Frank Schnierle, der Innungspressesprecher: „Dann haben die Leute die Wahl umsteigen oder umrüsten, wenn es tatsächlich funktionierende Nachrüstmöglichkeiten gibt, was heute keiner sicher sagen kann.“

Die Zulassungszahlen sprechen für den Stuttgarter Kreisvorsitzenden Roger Schäufele eine klare Sprache, wenn es um die Frage geht, „was wollen und brauchen die Menschen und die Wirtschaft“: „Das Auto ist unverzichtbar, aber es darf effizienter und schadstoffärmer sein.“ Elektroautos wurden im Oktober in Stuttgart 72 neu zugelassen. Verschwindend wenig angesichts der Summe der insgesamt 4.728 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet. Damit liegt das Monatsplus im Vergleich zum Vorjahr bei 333 Pkw oder 7,6 Prozent (Bund plus 3,9 Prozent). „Das riecht nach einem Zulassungsrekord“, sagt Roger Schäufele: „Mit 46.555 Pkw liegen wir um 1.215 oder 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert.“

Wären da nicht die Absatzprobleme bei den Gebrauchten, die Autohäuser könnten entspannt ins Weihnachtsgeschäft und die Vorbereitungen für die Jahresbilanzen gehen. Doch die Besitzschreibungen schlagen für den Oktober nur mit 3.286 Pkw zu Buche. Das sind 464 oder 12,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt liegen die Halterwechsel damit bei 33.237 und um 6.614 oder 16,6 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Für die Autohäuser ist es dabei gefährlich, wenn sie beispielsweise Euro-5-Diesel nicht vom Hof bekommen: „Die Fahrzeuge dürfen in den Bilanzen 2017 nur mit verringertem Wert aufgeführt werden - und 100 Autos, die 2.000 Euro Wert verlieren, sind 200.000 Euro Verlust“, rechnet Frank Schnierle, selber Geschäftsführer eines Autohauses vor.

Da hilft es auch wenig, wenn sparsame Stuttgarter, die das nötige Kleingeld haben, nach wie vor auf gebrauchte Diesel der Euro-6-Klasse umsteigen: „Wer solche Fahrzeuge hat, kann sie gut verkaufen“, sagt Torsten Treiber angesichts der hohen Stuttgarter Zulassungszahlen bei gebrauchten Dieseln, die nach den Zahlen der Zulassungsstelle um 1.157 über der Vergleichszahl des Vorjahres liegen und sich damit verdoppelt haben. Trotzdem sinkt inzwischen der Bestand an Diesel-Pkw langsam ab, „weil vor allem Neuwagenkäufer auf Benziner und andere Antriebsarten umsteigen: Bei den Neuzulassungen bröckelt der Diesel, mit minus 256 oder 13,2 Prozent im Oktober, während andere Antriebsarten um 589 oder 24 Prozent zunahmen. „Da stecken auch die 72 neuen Elektoautos drin und noch 127 neuzugelassene Plugin-Hybride drin, für die es staatliche Förderung gibt“, sagt Christian Reher.

Kreis BB: nur 17 neue Elektroautos

Die meisten der zuvor gemachten Aussagen lassen sich auch auf den Kreis Böblingen anwenden sagt Kreisvorsitzender Thomas Höfle. Hier wurden im Oktober sogar nur 17 Elektroautos neu zugelassen. Verschwindend wenig angesichts der Summe der insgesamt 2.926 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet. Damit liegt das Pkw-Monatsplus im Vergleich zum Vorjahr bei 106 Pkw oder 3,8 Prozent (Bund plus 3,9 Prozent). „Auch bei uns sieht es nach einem Zulassungsrekord aus“, sagt Thomas Höfle: „Mit 32.412 Pkw liegen wir um 622 oder zwei Prozent über dem Vorjahreswert.“

Die Besitzschreibungen schlagen dagegen für den Oktober nur mit 3.096 Pkw zu Buche. Das sind 102 oder 3,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt liegen die Halterwechsel damit bei 31.916 und damit um 290 oder 0,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Dass es noch Nachfrage nach Dieseln gibt, zeigt sich, wenn die Besitzumschreibungen speziell ausgewertet werden. Nach den Zahlen der Zulassungsstelle wuchs deren Zahl um 16 oder 1,6 Prozent gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahres. Insgesamt fanden 1.128 gebrauchte Diesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Trotzdem sinkt inzwischen der Bestand an Diesel-Pkw langsam ab, „weil vor allem Neuwagenkäufer auf Benziner und andere Antriebsarten umsteigen“: Bei den Neuzulassungen bröckelt der Diesel mit minus 18 oder 1,9 Prozent im Oktober, während andere Antriebsarten um 124 oder 6,6 Prozent zunahmen. Darin enthalten sind die 17 neuen Elektoautos und noch 78 neuzugelassene Hybride

Kreis ES: Zuwachs bei Neuen und Gebrauchten.

Im Kreis Esslingen liegt die Zahl der Neuzulassungen aufs Jahr gesehen um 1,3 Prozent und die Zahl der Besitzumschreibungen um 2,5 Prozent im Plus „Wir sind der einzige Kreis, der auch bei den Gebrauchten Zuwachs hat“, freut sich der Kreisvorsitzende Frank Schnierle. Elektroautos wurden dabei im Oktober nur 32 neu zugelassen. Verschwindend wenig angesichts der Summe der insgesamt 2.195 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet. Damit gibt es in der Monatsbilanz im Vergleich zum Vorjahr mit 23 Pkw oder einem Prozent ein leichtes Minus (Bund plus 3,9 Prozent). „Trotzdem sieht es auch im Kreis Esslingen weiter nach einem Zulassungsrekord aus“, sagt Frank Schnierle: „Mit 21.421 Pkw liegen wir um 281 oder 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert.“

Die Besitzschreibungen schlagen für den Oktober mit 3.964 Pkw zu Buche. Das sind 191 oder 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aber insgesamt liegen die Halterwechsel damit immer noch bei 39.712 und damit um 1.169 oder 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln sank im Oktober zwar um 218 oder 18,4 Prozent gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahres. Insgesamt fanden aber noch 964 gebrauchte Diesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Der Bestand an Diesel-Pkw sinkt dadurch langsam ab. Und auch bei den Neuzulassungen bröckelt der Diesel, mit minus 169 oder 20,2 Prozent im Oktober und kommt noch auf 668 Neuzulassungen, während andere Antriebsarten um 146 oder 10,6 Prozent auf 1.527 Pkw zunahmen. Inklusive 32 neuer Elektoautos und noch 33 neuzugelassener Hybrid-Pkw.

LB: Oktober schwach, trotzdem auf Rekordkurs

Der Oktober an sich war nicht der Brüller, was die Umsätze im Kreis Ludwigsburg angeht. Elektroautos wurden im Oktober nur 41 neu zugelassen. Auch hier verschwindend wenig angesichts der Summe der insgesamt 1.814 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet. Damit liegt das Monatsplus im Vergleich zum Vorjahr bei drei Pkw oder 0,2 Prozent (Bund plus 3,9 Prozent). „Auch dank dieses Minizuwachses sieht es weiter nach einem Zulassungsrekord aus“, sagt Markus Klein: „Mit 19.884 Pkw liegen wir um 802 oder 4,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das ist aufs Jahr gesehen der zweithöchste Zuwachs in der Region.“ Die Besitzschreibungen schlagen für den Oktober nur mit 3.748 Pkw zu Buche. Das sind 208 oder 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt liegen die Halterwechsel damit bei 39.712 und damit um 1.169 oder 2,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Speziell bei den Dieseln sank die Zahl der Besitzumschreibungen um 274 oder 23,4 Prozent gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahres. Insgesamt fanden 897 gebrauchte Diesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Bei den Neuzulassungen beträgt das Minus 134 Pkw oder 19,8 Prozent und es bleiben noch 542 Neuzulassungen, während andere Antriebsarten um 137 oder 12,1 Prozent auf 1.272 Pkw zunahmen. Darin sind die 41 neuen Elektoautos und noch 52 neuzugelassene Hybride enthalten.

RMK: In der Jahresbilanz auf Platz 1

Im Rems-Murr-Kreis liegt die Zahl der Neuzulassungen aufs Jahr gesehen um 4,5 Prozent im Plus, das ist der höchste Wert in der Region. Die Zahl der Besitzumschreibungen liegt um 1,6 Prozent im Minus. „Letzteres ist zu verkraften“, sagt der Kreisvorsitzende Reiner Äckerle. Die Zahlen im Einzelnen: 1.425 Pkw-Neuzulassungen meldet hier die Zulassungsstelle. Damit liegt der Monat im Vergleich zum Vorjahr mit 26 oder 1,8 Prozent im Minus. (Bund plus 3,9 Prozent). Was nichts dran ändert, „das am Jahresende wohl ein Zulassungsrekord zu erwarten ist“, sagt Reiner Äckerle: „Mit 15.574 Pkw liegen wir um 666 oder 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert und marschieren in der Region bei der Autonachfrage an der Spitze.“

Die Besitzschreibungen schlagen für den Oktober im Kreis allerdings nur mit 3.186 Pkw zu Buche. Das sind 207 oder 6,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Insgesamt liegen die Halterwechsel damit bei 33.123 und damit um 525 oder 1,6 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Bei der Nachfrage nach Dieseln nimmt der Kreis seit Monaten eine Sonderrolle ein: Nach den Angaben der Zulassungsstelle wuchs deren Zahl um 185 Pkw oder 25,1 Prozent gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahres. Insgesamt fanden 922 gebrauchte Diesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Bei den Neuzulassungen wuchs der Diesel auch, plus zwölf Pkw oder 3,1 Prozent heißt der Wert für Oktober, während andere Antriebsarten um 38 oder 3,6 Prozent abnahmen und dass trotz der 23 neuen Elektoautos und der 36 neuzugelassenen Hybrid-Pkw.

Kreis GP: Zuwachs bei Neuen, minus bei Gebrauchten.

Im Kreis Göppingen notierte die Zulassungsstelle im Oktober insgesamt 809 Pkw-Neuzulassungen. Damit gibt es in der Monatsbilanz im Vergleich zum Vorjahr mit elf Pkw weniger oder 1,3 Prozent ein leichtes Minus. Aufs Jahr gesehen ist die Bilanz aber noch im Plus: 8.484 Pkw sind 217 oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Die Besitzschreibungen schlagen für den Oktober mit 2.117 Pkw zu Buche. Das sind 200 oder 8,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zusammengerechnet liegen die Halterwechsel damit bei 22,006 und damit um 1.119 oder 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das ist der zweithöchste Rückgang in der Region. Die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln sank im Oktober zwar um 75 oder 10,4 Prozent gegenüber der Vergleichszahl des Vorjahres. Insgesamt fanden aber noch 646 gebrauchte Diesel neue Besitzerinnen und Besitzer. Bei den Neuzulassungen bröckelt der Diesel mit minus 56 oder 16,5 Prozent im Oktober ab und kommt noch auf 283 Neuzulassungen, während andere Antriebsarten um 45 oder 9,4 Prozent auf 526 Pkw zunahmen. Inklusive ganze sechs neuer Elektoautos und noch 27 neuzugelassener Hybrid-Pkw.

In der Region Stuttgart ist der Pkw-Bestand auf neuem Allzeithoch

In der Region Stuttgart ist der Pkw-Bestand auf neuem Allzeithoch

 

Kraftfahrzeuginnung ist mit dem Autojahr bisher zufrieden

In der Region Stuttgart ist der Pkw-Bestand auf neuem Allzeithoch

Der höchste Pkw-Bestand aller Zeiten wurde zum Ende des 3. Quartals 2017 in der Region Stuttgart erreicht. 1.610.861 Pkw sind 25.072 oder 1,58 Prozent mehr als vor einem Jahr. Rekordwerte gab es auch in allen Kreisen. „Verzicht aufs Auto ist nirgendwo zu spüren“, sagt Obermeister Torsten Treiber. Regional hat dabei auch der der Diesel nur wenig an Boden verloren: Hier ging der Bestand nur um 2.612 Pkw oder 0,5 Prozent zurück. Die meisten Pkw gibt es jetzt mit 324.983 im Kreis Ludwigsburg gefolgt vom Kreis Esslingen (321.320), der Stadt Stuttgart (302.005), dem Rems-Murr-Kreis (256.732), dem Kreis Böblingen (245.009) und dem Kreis Göppingen (160.412). Bei den Dieseln führt dagegen der Kreis Esslingen (105.763) vor dem Kreis Ludwigsburg. Im September wuchsen dabei die Pkw-Neuzulassungen in der Region entgegen dem Bundestrend mit minus 3,3 Prozent um plus 1,5 Prozent, wobei der Rems-Murr-Kreis mit plus zehn Prozent Spitzenreiter ist und dabei auch wachsende Neuzulassungen bei Diesel-Pkw hat. Die Besitzumschreibungen sind dagegen regional mit minus 10,6 Prozent stark rückläufig, was nach Einschätzung von Innungsgeschäftsführer Christian Reher der Kaufzurückhaltung wegen drohender Fahrverbote zu verdanken ist.

 

Stuttgart steigt um

Stuttgart steigt um, aber anders als es sich die Verfechter einer autofreien Stadt vorstellen: Mit 302.005 Pkw steigt der Pkw-Bestand im dritten Quartal 2017 um 3.815 Pkw im Vergleich zum Vorjahr. „Da der Dieselbestand in Stuttgart mit einem Minus von 1,6 Prozent oder 1.691 Pkw leicht rückläufig ist, steigt Stuttgart in der Tat um“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „… aber auf Benziner und andere Antriebsarten. Aber nur ein bisschen, denn bei einem Dieselbestand von 105.969 Pkw ist mit einem Anteil von 35,09 Prozent nach wie vor jeder dritte Pkw ein Diesel“. Dazu trägt auch der Dieselboom bei gebrauchten Dieseln in Stuttgart bei: „Hier werden ältere Diesel durch gebrauchte Euro-6-Diesel von außerhalb ersetzt“, schätzt Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Innung.

Bei den Neuzulassungen „liegt der September überraschend stabil“, sagt Roger Schäufele angesichts eines bundesweiten Rückgangs um 3,3 Prozent: „Wir haben Schlimmeres befürchtet.“ In Zahlen: 4.429 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt für September, 33 oder 0,7 Prozent weniger als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 41.827 Pkw um 882 Pkw oder 2,2 Prozent höher als 2016 und „hat immer noch das Zeug zu einem Rekordjahr.

Dagegen sind die Nachrichten bei den Gebrauchten weiter negativ: Die Besitzschreibungen sind im September mit minus 890 Halterwechseln weiter eingebrochen und zwar um 22,4 Prozent auf 3.077 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt einen Rückgang von 6.150 Besitzumschreibungen oder 17 Prozent auf 29.951 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Dabei gilt weiterhin speziell mit Blick auf den Diesel: „Alles unter Euro-6 ist wegen der drohenden Fahrverbote in Stuttgart nicht mehr zu verkaufen“, sagt Torsten Treiber. Zumal ja keiner weiß, ob ein Softwareupdate einen Euro-5er wieder Stuttgart-tauglich macht. Parallel „fließen weiter gebrauchte Euro-6-Diesel aus der ganzen Republik zu“, schätzt Torsten Treiber angesichts der Meldungen der Stuttgarter Zulassungsstelle, dass die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln weiter fast doppelt so hoch ist wie vor einem Jahr. Die Zulassungsstelle meldet für September 2.090 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 991 mehr (plus 90,2 Prozent) als vor einem Jahr. In den 4.429 Neuzulassungen sind 1.499 Diesel-Pkw enthalten. Da sank die Nachfrage um 340 Fahrzeuge oder 18,5 Prozent.

Der Bestand der Elektroautos zieht in Stuttgart an: Elektro-Pkw gab’s im September in Stuttgart 1.045 (Vormonat 1.027). Dazu kommen 864 Plug-in-Hybride (Vormonat: 788). Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) sanken leicht auf 1.420 (Vormonat: 1.426).

Kreis Böblingen: Neuzulassungen im Plus

Mit 245.409 Pkw steigt der Pkw-Bestand im Kreis Böblingen im dritten Quartal 2017 um 3.870 Pkw oder plus 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist auch hier der höchste Pkw-Bestand aller Zeiten erreicht. Der Dieselbestand im Kreis Böblingen ist mit einem Minus von 1,1 Prozent oder 895 Pkw leicht rückläufig. Mit 84.288 Pkw hat er einen 34,35 Prozent am Pkw-Gesamtbestand.

 

Bei den Neuzulassungen „liegt der September im Plus“, freut sich Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, darüber, dass die lokalen Werte besser sind als der Bundestrend. In Zahlen: 3.160 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für September, 86 oder 2,8 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 29.486 Pkw um 516 Pkw oder 1,8 Prozent höher als 2016 und „hat immer noch das Zeug zu einem Rekordjahr.

Dagegen sind bei den Gebrauchten die Zahlen negativ: Die Besitzschreibungen sind im September um 195 Halterwechsel zurückgegangen und zwar um 4,3 Prozent auf 3.057 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt einen leichten Rückgang von 188 Besitzumschreibungen oder 4,3 Prozent auf 28.820 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Speziell mit Blick auf die Diesel gilt: Die Zulassungsstelle meldet für September bei 3.057 Halterwechseln 1.104 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 28 weniger (- 2,5 Prozent) als vor einem Jahr. In den 3.160 Neuzulassungen sind 962 Diesel-Pkw enthalten. Da sank die Nachfrage um 88 Fahrzeuge oder 8,4 Prozent.

Der Bestand der Elektroautos zieht an: Elektro-Pkw gab’s im September im Kreis 706 (Vormonat 696). Dazu kommen 577 Plug-in-Hybride (Vormonat: 544). Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) stiegen auf 1.002 (Vormonat: 957).

Kreis Esslingen: Neuzulassungen im Minus

Auf 321.320 Pkw stieg der Pkw-Bestand im Kreis Esslingen im dritten Quartal 2017. Das sind 5.318 Pkw oder 1,68 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Das ist neuer Rekord. Der Dieselbestand im Kreis Esslingen ist mit einem Plus von 0,2 Prozent oder 260 Pkw sogar noch leicht gewachsen. Bei einem Dieselbestand von 105.763 Pkw liegt der Anteil am Pkw-Gesamtbestand bei 32,92 Prozent.

Der Wermutstropfen: Bei den Neuzulassungen „liegt der September im Minus“, bedauert Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die lokalen Zahlen: 2.038 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für September, 75 oder 3,5 Prozent weniger als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt aber mit 19.226 Pkw um 304 Pkw oder 1,6 Prozent weiterhin höher als 2016. Ein Rekordjahr ist noch möglich.

Das gilt auch bei den Gebrauchten, obwohl auch da die Septemberzahlen negativ sind: Die Besitzschreibungen sind im September um 185 Halterwechsel zurückgegangen und zwar um 4,7 Prozent auf 3.749 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt aber einen Zuwachs von 790 Besitzumschreibungen oder 2,3 Prozent auf 35.688 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Bei den Dieseln meldet die Zulassungsstelle für September bei 3.749 Halterwechseln 949 Besitzumschreibungen, 206 weniger (minus 17,9 Prozent) als vor einem Jahr. In den 2.038 Neuzulassungen sind 619 Diesel-Pkw enthalten. Da sank die Nachfrage um 115 Fahrzeuge oder 15,7 Prozent.

Der Bestand der Elektroautos zieht an: Elektro-Pkw gab’s im September im Kreis 448 (Vormonat 438). Dazu kommen 297 Plug-in-Hybride (Vormonat: 272). Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) stiegen auf 1.420 (Vormonat: 1.398).

Kreis Ludwigsburg: Neue plus, Gebrauchte minus

324.983 Pkw ist der Pkw-Bestand im dritten Quartal 2017 im Kreis Ludwigsburg: 5.308 Pkw oder 1,66 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist auch hier der höchste Pkw-Bestand aller Zeiten erreicht. Leicht rückgängig ist der Dieselbestand im Kreis Ludwigsburg mit einem Minus von 0,2 Prozent oder 187 Pkw. 99.053 Diesel-Pkw haben einen Anteil von 30,48 Prozent am Pkw-Gesamtbestand.

Über das September-Plus, freut sich Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 2.524 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für September, 90 oder 3,7 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 18.070 Pkw um 799 Pkw oder 4,6 Prozent höher als 2016 und kann ein Rekordjahr werden.

Dagegen sind bei den Gebrauchten die Zahlen negativ: Die Besitzschreibungen sind im September um 423 Halterwechsel zurückgegangen und zwar um 9,9 Prozent auf 3.831 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt einen Rückgang von 882 Besitzumschreibungen oder 2,4 Prozent auf 35.964 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Da spielt auch die Entwicklung bei den Dieseln eine Rolle: Die Zulassungsstelle meldet für September bei 3.831 Halterwechseln 919 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 216 weniger (- 19 Prozent) als vor einem Jahr. In den 2.524 Neuzulassungen sind 532 Diesel-Pkw enthalten. Da sank die Nachfrage um 68 Fahrzeuge oder 11,3 Prozent.

Der Bestand der Elektroautos zieht an: Elektro-Pkw gab’s im September im Kreis 605 (Vormonat 562). Dazu kommen 388 Plug-in-Hybride (Vormonat: 369). Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) stiegen auf 1.386 (Vormonat: 1.372).

Rems-Murr-Kreis: Diesel wachsen immer noch

Der Rems-Murr-Kreis behauptet weiter seine Ausnahmestellung in der Region: Hier wuchsen im September auch die Neuzulassungen bei Diesel-Pkw, die sonst zurückgingen, um 34 gleich 7,7 Prozent. Der Dieselbestand liegt bei 80.784 Pkw. Das ist ein Minus von 0,1 Prozent oder 59 Pkw im Vergleich zu September 2016. Mit 256.732 Pkw steigt der Pkw-Bestand im dritten Quartal 2017 aber insgesamt um 4.059 Pkw oder 1,61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wird auch hier ein Rekordbestand erreicht.

Bei den Neuzulassungen „liegt der September deutlich im Plus“, freut sich Reiner Äckerle, denn 1.543 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle beim Landratsamt für September meldet, sind 140 oder zehn Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 14.149 Pkw um 692 Pkw oder 5,1 Prozent höher als 2016 und „hat damit das Zeug zu einem Rekordjahr.“

Bei den Gebrauchten sieht nicht so gut aus: Die Besitzschreibungen sind im September um 346 Halterwechsel zurückgegangen und damit um drei Prozent auf 2.961 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt einen leichten Rückgang von 318 Besitzumschreibungen oder 1,1 Prozent auf 29.937 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Bei den Diesel allein gilt, neue Diesel sind im Rems-Murr-Kreis immer noch gefragt: Die Zulassungsstelle meldet für September 478 Diesel-Pkw, die in den 1.543 Neuzulassungen enthalten sind. Damit stieg die Nachfrage um 34 Fahrzeuge oder 7,7 Prozent. In den 2.961 Pkw-Besitzumschreibungen sind 767 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw. Das sind 21 weniger (- 2,7 Prozent) als vor einem Jahr

Kreis Göppingen: Diesel wachsen immer noch

 

Im Kreis Göppingen liegt der Dieselbestand bei 54.334 Pkw. Das ist ein Minus von 0,9 Prozent oder 510 Pkw im Vergleich zu September 2016. Andere Antriebsarten gleichen das aber locker aus: Mit 160.412 Pkw steigt der Pkw-Bestand im dritten Quartal 2017 insgesamt um 2.072 Pkw oder 1,71 Prozent höher als im Vergleich zum Vorjahr. Auch das der bisher höchste Wert.

865 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle beim Landratsamt für September meldet, sind eine oder 0,1 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 7.765 Pkw um 228 Pkw oder 3,1 Prozent höher als 2016.

Bei den Gebrauchten sieht nicht so gut aus: Die Besitzschreibungen sind im September um 245 Halterwechsel zurückgegangen und damit um 10,1 Prozent auf 2.177 Fahrzeuge. Die Dreivierteljahresbilanz zeigt einen Rückgang von 919 Besitzumschreibungen oder 4,4 Prozent auf 19.889 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Bei den Dieseln allein meldet die Zulassungsstelle für September 284 Diesel-Pkw, die in den 865 Neuzulassungen enthalten sind. Damit sank die Nachfrage um 65 Fahrzeuge oder 18,6 Prozent. In den 2.177 Pkw-Besitzumschreibungen sind 627 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw. Das sind 189 weniger (- 23,2 Prozent) als vor einem Jahr.

Das der Pkw-Bestand in den Kreisen und damit in der Region trotzdem wächst, ist einfach zu erklären, sagt Christian Reher, der Geschäftsführer der Innung: „Die meisten fahren derzeit einfach die Autos weiter, die sie haben, und Neuzulassungen plus Gebrauchte reichen dann immer noch für leichten Zuwachs.“ Deswegen sehen die Betriebe die Entwicklung auch gelassen: „So ist auf alle Fälle das Werkstattgeschäft gesichert.“

„Wie das weitergeht, hängt auch stark davon ab, wie sich zum Jahresende noch die Firmen-Fuhrparks entwickeln“, sagt Frank Schnierle, Pressesprecher der Innung und Geschäftsführer eines Autohauses im Kreis Esslingen: „Langstrecken- und Vielfahrer kommen noch wie vor am Diesel nicht vorbei. Da ist auch der Hybridantrieb noch keine wirkliche Alternative, weil dann meistens der Benzinmotor läuft. Im regionalen Bereich sieht’s natürlich anders aus.“

 

Fahrverbots-Durcheinander und Anti-Auto-Aktionen erzeugen noch keine Panik

Fahrverbots-Durcheinander und Anti-Auto-Aktionen erzeugen noch keine Panik

Kraftfahrzeuginnung: Warten auf eine klare Ansage

Fahrverbots-Durcheinander und Anti-Auto-Aktionen erzeugen noch keine Panik

6,1 Prozent mehr Pkw-Zulassungen in Stuttgart, 2,6 Prozent mehr Pkw-Zulassungen in der Region. „Der Auto-August verlief erfreulich stabil“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Bei den Neuzulassungen wuchsen Benziner und andere Antriebsarten in allen Kreisen der Region. Bei den Dieseln gab es in Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis mehr Neuzulassungen, ansonsten Rückgänge.“ Bei den Besitzumschreibungen von gebrauchten Dieseln meldet Stuttgart wie gewohnt Höchstzahlen, gefolgt von den Kreisen Böblingen und Rems-Murr. Die Kreise Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg melden dagegen zweistellige Rückgänge bei den Diesel-Gebrauchtwagen: „Das zeigt, wie labil die Lage ist“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „Organisationen, die Bio-Öl ins Feuer gießen, gibt es derzeit genug.“ Speziell der BUND versuche gerade die Deutsche Umwelthilfe noch zu toppen: „Die Vorsitzende Brigitte Dahlbender hat beim SPD-Dieselgipfel in Stuttgart gefordert, 84 Prozent der Autobesitzenden die Fahrzeuge wegzunehmen.“ Kritik übt die Innung auch an der neuesten Fahrzeugliste des VCD: „Den Mercedes 220d, den sogar die DUH lobt, mit der Begründung zu hoher Benzinverbrauch aus der Liste zu streichen ist wissenschaftlich unseriös. Da kann der Club auch gleich sagen, der passt uns nicht ins Konzept.“

„Fahrverbots-Durcheinander und die Anti-Diesel- und Anti-Auto-Aktionen erzeugen noch keine Panik auf dem Automarkt, aber das kann sich ändern, wenn es nicht bald klare Aussagen von der Landesregierung gibt, dass es in Stuttgart und der Region keine Fahrverbote gibt und wenn sich die DUH auf den Kopf stellt“, sagt Torsten Treiber: „Am Dienstag ist Kabinettssitzung. Das wäre eine guter Moment für eine klare Ansage, dass das Land gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes in Berufung geht und die Fahrverbote zumindest bis zur Landtagswahl 2021 vom Tisch sind.“

Stuttgart: Zuwachs bei Neuzulassungen

Das Verhalten der Autokäufer und Autofahrer „zeigt deutlich, was sie von der Politik erwarten, Lösungen für eine Mobilität mit dem Auto, keine Verbieteritis“ ergänzt Roger Schäufele, Stuttgarter Kreisvorsitzender der Innung mit Blick auf die Zulassungs- und Bestandszahlen: „Wenn in der jetzigen Situation das Autos immer noch gefragt ist, zeigt das besser als alles andere, dass es gebraucht wird.“

In Autos und Zahlen: 3.979 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt für August, 230 oder 6,1 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 37.398 Pkw um 915 Pkw oder 2,5 Prozent höher als 2016. Auf dem Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August mit minus 771 Fahrzeugen weiter eingebrochen und zwar um 20,1 Prozent auf 3.084 Fahrzeuge. Die bisherige Jahresbilanz zeigt einen Rückgang von 5.260 Besitzumschreibungen oder 16,4 Prozent auf 26.874 Halterwechsel im Vergleich zu 2016. „Für unsere Händler, die die hochwertigen Gebrauchten umsetzen, ist das eine Katastrophe, denn alles unter Euro-6 ist wegen der drohenden Fahrverbote nicht zu verkaufen.“

„Dafür fließen aber gebrauchte Euro-6-Diesel aus der ganzen Republik zu“, schätzt Torsten Treiber angesichts der Meldungen der Zulassungsstelle, dass die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln immer noch doppelt so hoch ist wie vor einem Jahr. Die Zulassungsstelle meldet für August 2.233 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 1.182 mehr (plus 112,5 Prozent) als August 2016. Bei den 3.979 Neuzulassungen waren 1.649 Diesel-Pkw dabei. Da stieg die Nachfrage um 15 Fahrzeuge oder 0,9 Prozent.

Elektro-Pkw gab’s im August 1.027 (Vormonat 1.011), Plug-in-Hybride 788 (Vormonat: 742) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 1.426 (Vormonat: 1.395) zugelassen. Der Stuttgarter Bestand an Dieseln lag dagegen bei 106.519 (Vormonat 106.950) bröckelt also leicht.

Kreis Böblingen: Weniger Neuzulassungen

2.959 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes Böblingen für August, 46 oder 1,5 Prozent weniger als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 26.326 Pkw um 430 Pkw oder 1,7 Prozent höher als 2016. Auf dem Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August bei 3.434 Fahrzeugen mit 195 Pkw oder sechs Prozent im Plus. Die Jahresbilanz zeigt noch einen leichten Rückgang von 49 Besitzumschreibungen oder 0,2 Prozent auf 25.763 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

Der Bestand von Elektro- und Hybrid zog an: Elektro-Pkw gab’s im August 696 (Vormonat 690), Plug-in-Hybride 544 (Vormonat: 501) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 957 (Vormonat: 941) zugelassen. Der Bestand an Dieseln lag dagegen bei 84.361 (Vormonat 84.179) zog also leicht an.

Esslingen: Alles im Plus

Die 1.826 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes Esslingen für August meldet, sind 28 Pkw oder 1,6 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 17.188 Pkw um 379 Pkw oder 2,3 Prozent höher als 2016. Im Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August bei 3.838 Fahrzeugen mit 44 Pkw oder 1,2 Prozent im Plus. Die Zwischenbilanz zeigt ein Plus von 975 Besitzumschreibungen oder 3,1 Prozent auf 31.939 Halterwechsel im Vergleich zu 2016. Bei den Dieseln wurden im August 945 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw registriert: 206 weniger (minus 17,9 Prozent) als August 2016. Bei den 1.826 Neuzulassungen waren 619 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 115 Fahrzeuge oder 15,7 Prozent.

Der Bestand von Elektro- und Hybrid wächst: Elektro-Pkw gab’s im August 438 (Vormonat 418), Plug-in-Hybride 272 (Vormonat: 252) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 1.398 (Vormonat: 1.364) zugelassen. Der Bestand an Dieseln lag dagegen bei 105.591 (Vormonat 106.205) sank also leicht.

Ludwigsburg: 4,6 Prozent mehr Neuzulassungen

1.547 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes Ludwigsburg für August, das sind 68 Pkw oder 4,6 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 15.546 Pkw um 709 Pkw oder 4,8 Prozent höher als 2016. Auf dem Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August bei 3.864 Fahrzeugen mit 47 Pkw oder 1,2 Prozent im Plus. Die Zwischenbilanz zeigt aber derzeit ein Minus von 459 Besitzumschreibungen oder 1,4 Prozent auf 32.133 Halterwechsel im Vergleich zu 2016. Werden die Diesel speziell betrachtet, sieht’s so aus: Die Zulassungsstelle des Landratsamtes Ludwigsburg hat für August 919 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw registriert: 216 weniger (minus 19,0 Prozent) als August 2016. Bei den 1.547 Neuzulassungen waren 532 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 68 Fahrzeuge oder 11,3 Prozent.

Der Bestand von Elektro- und Hybrid nahm zu: Elektro-Pkw gab’s im August 562 (Vormonat 552), Plug-in-Hybride 369 (Vormonat: 345) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 1.372 (Vormonat: 1.368) zugelassen. Der Bestand an Dieseln lag dagegen bei 99.053 (Vormonat 99.566) bröckelte also leicht ab.

Rems-Murr- Kreis die Diesel-Hochburg

1.436 Pkw-Neuzulassungen hat die Zulassungsstelle des Landratsamtes Waiblingen im August registriert, 48 oder 3,5 Prozent mehr als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 12.606 Pkw um 552 Pkw oder 4,6 Prozent höher als 2016. Im Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August bei 3.339 Fahrzeugen mit 102 Pkw beziehungsweise drei Prozent im Minus. Die Jahreszwischenbilanz zeigt noch einen leichten Zuwachs von 28 Besitzumschreibungen oder 0,1 Prozent auf 26.976 Halterwechsel im Vergleich zu 2016. Bei den Dieseln sieht’s im Rems-Murr-Kreis noch gut aus. Hier hat die Zulassungsstelle des Landratsamtes Waiblingen für August 853 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw registriert: 57 mehr (plus 7,2 Prozent) als August 2016. Bei den 1.436 Neuzulassungen waren 402 Diesel-Pkw dabei. Da stieg die Nachfrage um 37 Fahrzeuge oder 10,1 Prozent und der Rems-Murr-Kreis ist in diesem Punkt weiter regional Dieselhochburg.

Elektro-Pkw gab’s im August 316 (Vormonat 304), Plug-in-Hybride 226 (Vormonat: 211) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 738 (Vormonat: 717) zugelassen. Der Bestand an Dieseln lag dagegen bei 80.935 (Vormonat 81.112).

GP: Nachfrage sinkt

757 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes Göppingen für August, das sind sieben Pkw oder 0,9 Prozent weniger als 2016. Die aktuelle Jahresbilanz liegt mit 6.810 Pkw um 227 Pkw oder 3,4 Prozent höher als 2016. Auf dem Gebrauchtwagensektor sind die Besitzschreibungen im August bei 2.175 Halterwechseln mit 168 Pkw oder 7,2 Prozent im Minus. Die Zwischenbilanz zeigt damit derzeit ein Minus von 674 Besitzumschreibungen oder 3,7 Prozent auf 17.712 Halterwechsel im Vergleich zu 2016. Werden die Diesel speziell betrachtet, sieht’s so aus: Die Zulassungsstelle des Landratsamtes Göppingen hat für August 627 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw registriert: 174 weniger (minus 21,4 Prozent) als August 2016. Bei den 757 Neuzulassungen waren 260 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 63 Fahrzeuge oder 19,5 Prozent.

Der Bestand Elektro-Pkw lag im August bei 148 (Vormonat 145) Pkw, Plug-in-Hybride 92 (Vormonat: 95) und Hybride ohne Stromzufuhr von außen (und deshalb auch ohne Bundesförderung) waren 673 (Vormonat: 656) zugelassen. Der Bestand an Dieseln lag dagegen bei 54.823 (Vormonat 54.479) nahm also noch leicht zu.

„Dass der Diesel tot ist, ist bei diesen Zulassungs- und Bestandszahlen sichtbar ein Gerücht“, sagt Frank Schnierle, Pressesprecher der Innung und Geschäftsführer eines Autohauses: Und selbst wo der Dieselbestand sinkt, bedeuten kein Ade fürs Auto, wie der BUND sich das vorstellt. Christian Reher, der für die Innung zum Stuttgarter SPD-Mobilitätsgipfel eingeladen war, bringt‘s auf den Punkt: „Den Diesel mit aller Gewalt und sogar wider besseren Wissens aus dem Weg räumen zu wollen - und den Benziner am besten gleich mit - ist in höchstem Maße verantwortungslos. Das Stickoxid-Problem ist mit den neuesten Diesel-Motoren gelöst.“ Er kann sich auch „nicht vorstellen, wie die Region Stuttgart nach den Vorstellungen von BUND und Greenpeace fast ohne Auto funktionieren soll. Wir haben rund 1,6 Millionen Pkw in der Region, davon 301.000 in Stuttgart. Wenn der BUND die auf ein Sechstel runterschrauben will, blieben noch rund 50.000 übrig, nehmen wir die Dienstwagen von Verwaltung und Behörden als gesetzt, gibt’s den Rest dann auf Bezugsschein?“ 

Wären Menschen mit Diesel nicht so vernünftig, wäre schon die Hölle los

Wären Menschen mit Diesel nicht so vernünftig, wäre schon die Hölle los

Kraftfahrzeuginnung: Gipfelergebnisse sind der Gipfel

Wären Menschen mit Diesel nicht so vernünftig, wäre schon die Hölle los

„Das ist keine Umstiegsprämie, das ist ein trauriger Witz“, kommentiert Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart eines der Ergebnisse des Dieselgipfels. Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart hat das Modell der Umstiegsprämie im Zusammenhang mit dem Luftreinhalteplan Stuttgart entwickelt und Treiber erneuert die zugrundeliegende Forderung. „Wir wollen eine Umstiegsprämie aus staatlicher Hand, unter staatlicher Kontrolle und mit zumindest teilweise staatlicher Finanzierung, mit der auch Gebrauchtwagen gefördert werden, um weniger betuchten Familien zu helfen. Wir wollen kein Marketinginstrument für Hersteller, das denen Geld in die Kasse schaufelt, derweil die Politik mit Fahrverboten droht.“ Dass der insbesondere der regionale Automarkt immer noch robust sei, sei nicht der Politik geschuldet. In Stuttgart stieg die Zahl der Neuzulassungen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 159 Pkw oder 3,5 Prozent auf 4.676 Pkw (Bund plus 1,5 Prozent). Dafür bricht der Gebrauchtwagenmarkt weiter ein: minus 15,3 Prozent (Vormonat minus 20,3 Prozent / Bund: plus 1,2 Prozent) ist der höchste Rückgang in der Region. Der Kreis Esslingen, der nicht unmittelbar von einem etwaigen Stuttgarter Fahrverbot betroffen wäre, ist mit plus 12,3 Prozent bei den Neuzulassungen und 9,4 Prozent bei den Gebrauchtwagen regionaler Spitzenreiter.

Stuttgart: Lage besonders bedrohlich

Für die Stuttgarter und die Kraftfahrzeugbetriebe in Stuttgart ist die Lage besonders bedrohlich, denn im Moment ist unklar, was im Luftreinhalteplan stehen wird, nachdem das Verwaltungsgericht die dort enthaltenen zeitweisen Fahrverbote oder sogar schärfere Maßnahmen als zulässig eingestuft hat. Entscheiden muss die Landesregierung: „Da uns das Urteil des Verwaltungsgerichts erst bis Ende August vorliegen wird und wir danach einen Monat Zeit zur Prüfung haben, legen wir uns jetzt noch nicht fest“, sagt das Stuttgarter Verkehrsministerium zur Frage, wie es mit dem Luftreinhalteplan weiter geht. Sprecher Edgar Neumann: „Das Ganze bedarf einer sorgfältigen Prüfung angesichts der vielschichtigen und komplexen Thematik.“

Rund um Stuttgart gibt es aber auch genug Betroffene: Pendler, Firmen, Anwohner an den Ausweichrouten: „Das Ganze bedarf eines Masterplans, dessen oberstes Ziel es ist, saubere Luft ohne Zwangsmaßnahmen oder ‚kalte Enteignung‘ zu erreichen. Und es ist auch unfair, mit der Androhung einer Blauen Plakette Menschen dazu zu verleiten, ihre Dieselautos jetzt unter Wert abzustoßen“, definiert Torsten Treiber die Position der Innung. Wobei das überwiegend über den Privatmarkt laufe. „Autohäuser müssen sich gut überlegen, ob sie Euro 5 und schlechter noch hereinnehmen.“ Gebrauchte Euro-6-Diesel „wären dagegen überhaupt kein Problem, wenn wir welche hätten“, sagt der Stuttgarter Kreisvorsitzende Roger Schäufele. Und wenn’s SUV wären („die gibt’s fast nur mit Dieselmotor“), wäre es noch besser: „Solche Fahrzeuge haben kurze Standzeiten.“

In reinen Zahlen sieht der Stuttgarter Automarkt so aus: 4.676 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt für Juli, 159 oder 3,5 Prozent mehr als 2016. Die 7-Monatszwischenbilanz liegt mit 33.419 Pkw um 685 Pkw oder 2,1 Prozent höher als 2016 (Bund plus 1,5 Prozent). „Davon profitieren allerdings die Hersteller, die immer noch Rekordgewinne einfahren. Die Autohäuser bekommen da nur Mini-Anteile von den Erlösen“, sagt Torsten Treiber. „Für uns wäre ein florierendes Gebrauchtwagengeschäft wichtiger“, ergänzt Roger Schäufele. Die Stuttgarter Wirklichkeit: Im Juli sind die Besitzschreibungen mit minus 641 Fahrzeugen weiter eingebrochen und zwar um 15,3 Prozent auf 3.551 Fahrzeuge. Die 7-Monatszwischenbilanz zeigt einen Rückgang von 4.482 Besitzumschreibungen oder 15,9 Prozent auf 23.790 Halterwechsel im Vergleich zu 2016.

„Und gäbe es nicht die paradoxe Situation, dass gebrauchte Euro-6-Diesel immer noch massiv gefragt sind, sähe es wohl noch schlimmer aus“, schätzt Torsten Treiber. Die Zulassungsstelle meldet für Juli 2.454 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 1.209 mehr (plus 97,1 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 1.690 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 11,6 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten stieg um 380 Pkw oder 14,6 Prozent. Der Stuttgarter Bestand an Dieseln bröckelt inzwischen, alle Sonderfaktoren hin oder her, langsam ab. Aktuell liegt er bei 106.950 Dieseln. Rund 20.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

Kreis Böblingen: mehr Neuzulassungen

3.587 Pkw-Neuzulassungen registrierte die Zulassungsstelle des Landratsamtes im Juli, 302 oder 9,2 Prozent mehr als 2016. Die 7-Monats-Bilanz liegt mit 23.367 Pkw um 476 Pkw oder 2,1 Prozent höher als 2016. Die gute Nachricht: Im Juli sind die Besitzschreibungen mit plus 108 Fahrzeugen um 3,3 Prozent auf 3.407 Fahrzeuge angestiegen. Die schlechte Nachricht: Die 7-Monatszwischenbilanz ist mit einem Rückgang um 244 Besitzumschreibungen oder 1,1 Prozent auf 22.329 Halterwechsel verglichen zu 2016 immer noch negativ.

Die Situation speziell bei den Diesel-Pkw spielt da eine negative Rolle: Die Zulassungsstelle meldet für Juli 1.129 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 69 weniger (minus 5,8 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 1.184 Diesel-Pkw dabei. Da stieg die Nachfrage um sechs Fahrzeuge oder 0,5 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten wuchs um 296 Pkw oder 14,0 Prozent. Der hiesige Bestand an Dieseln bröckelt inzwischen langsam ab. Aktuell liegt er bei 84.179 Dieseln, 846 weniger als vor einem Jahr. Über 18.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

ES wächst zweistellig bei Neu-Pkw

Im Kreis Esslingen gab es 2.293 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für Juli. Das sind 262 oder 12,3 Prozent mehr als 2016. Die 7-Monatszwischenbilanz liegt mit 15.362 Pkw um 351 Pkw oder 2,3 Prozent höher als 2016. Noch besser für die Autohäuser: Im Juli sind die Besitzschreibungen mit plus 362 Fahrzeugen um 9,4 Prozent auf 4.212 Fahrzeuge angestiegen. Besser noch: Die 7-Monatszwischenbilanz ist mit Zuwachs um 931 Besitzumschreibungen oder 3,4 Prozent auf 28.801 Halterwechsel verglichen zu 2016 gut im Plus.

Die Entwicklung speziell bei den Diesel-Pkw sieht anders aus: Die Zulassungsstelle meldet für Juli 1.279 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw gleich 27 weniger (minus 2,1 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 917 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 34 Fahrzeuge oder 3,6 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten wuchs um 296 Pkw oder 25,1 Prozent. Der hiesige Bestand an Diesel-Pkw ist aber immer noch höher als 2016. Aktuell liegt er bei 106.205 Dieseln (plus 659). Rund 24.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

LB: 7-Monatsbilanz bei Gebrauchten im Minus

In reinen Zahlen sieht der Automarkt im Kreis Ludwigsburg so aus: 1.895 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für Juli, 59 oder 3,2 Prozent mehr als 2016. Die 7-Monatszwischenbilanz liegt mit 13.999 Pkw um 641 Pkw oder 4,8 Prozent höher als 2016. Im Juli sind die Besitzschreibungen mit minus 44 Fahrzeugen leicht um 1,1 Prozent auf 4.058 Fahrzeuge gesunken. Die 7-Monatszwischenbilanz ist mit einem Rückgang um 506 Besitzumschreibungen oder 1,8 Prozent auf 28.269 Halterwechsel verglichen zu 2016 auch negativ.

Die Situation speziell bei den Diesel-Pkw hat ihren Anteil an der Entwicklung: Die Zulassungsstelle meldet für Juli 1.134 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 202 weniger (minus 15,1 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 674 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 68 Fahrzeuge oder 9,2 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten wuchs um 158 Pkw oder 5,7 Prozent. Der hiesige Bestand an Dieseln wächst aber noch leicht. Aktuell liegt er bei 99.566 Dieseln, 577 mehr als vor einem Jahr. Über 24.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

Rems-Murr-Kreis ist Hochburg des Diesels

Der Rems-Murr-Kreis spielte im Juli weiter die Ausnahmerolle in der Region: Er ist die regionale Hochburg der Diesel-Liebhaber. Hier stiegen die Neuzulassungen von Dieseln im Juli um 41 Pkw oder 8,6 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel noch gefragter: 358 Pkw plus gleich plus 48,1 Prozent. Insgesamt der hiesige Rems-Murr-Automarkt so aus: 1.636 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für Juli, 37 oder 2,3 Prozent mehr als 2016. Die 7-Monatszwischenbilanz liegt mit 11.170 Pkw um 504 Pkw oder 4,7 Prozent höher als 2016. Die Besitzschreibungen sind mit plus 263 Fahrzeugen um 7,9 Prozent auf 3.612 Fahrzeuge angestiegen (Vormonat minus 10,2 Prozent / Bund: plus 1,2 Prozent). Die 7-Monatszwischenbilanz liegt damit mit einem Zuwachs um 130 Besitzumschreibungen oder 0,6 Prozent auf 23.367 Halterwechsel verglichen zu 2016 minimal im Plus.

Die Situation speziell bei den Diesel-Pkw spielt da eine positive Rolle fürs Geschäft: Die Zulassungsstelle meldet für Juli 1.103 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 358 mehr (plus 48,1 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 515 Diesel-Pkw dabei. Da stieg die Nachfrage um 41 Fahrzeuge oder 8,6 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten wuchs um 296 Pkw oder 14,0 Prozent. Der hiesige Bestand an Dieseln bröckelt aber inzwischen trotzdem langsam ab. Aktuell liegt er bei 81.112 Dieseln, 474 weniger als vor einem Jahr. Rund 20.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

GP: Neue und Gebrauchte im Minus

Nicht so gut lief der Automarkt im Kreis Göppingen: 880 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für Juli, 37 oder 4,0 Prozent weniger als 2016. Die 7-Monatszwischenbilanz liegt mit 6.053 Pkw aber noch um 234 Pkw oder 4,0 Prozent höher als 2016. Im Juli sind die Besitzschreibungen mit minus zehn Fahrzeugen leicht um 0,4 Prozent auf 2.300 Fahrzeuge gesunken. Die 7-Monatszwischenbilanz ist mit einem Rückgang um 506 Besitzumschreibungen oder 3,2 Prozent auf 15.537 Halterwechsel verglichen zu 2016 auch negativ.

 

Auch hat die Entwicklung bei den Diesel-Pkw ihren Anteil: Die Zulassungsstelle meldet für Juli 786 Besitzumschreibungen von Diesel-Pkw: 46 weniger (minus 5,5 Prozent) als vor einem Jahr im Juli. Bei den Neuzulassungen waren 320 Diesel-Pkw dabei. Da sank die Nachfrage um 54 Fahrzeuge oder 14,4 Prozent. Die Nachfrage nach anderen Antriebsarten wuchs um 36 Pkw oder 2,4 Prozent. Der hiesige Bestand an Dieseln wächst aber noch leicht. Aktuell liegt er bei 54.479 Dieseln, 951 mehr als vor einem Jahr. Knapp 24.000 dieser Fahrzeuge dürften im Moment noch Euro-4-Diesel sein.

 

„Die Besitzer dieser Fahrzeuge in der Region sind die Alleingelassenen, für die Hersteller uninteressant, weil sie sich keine neuen Autos leisten können. Von der Politik alleingelassen, weil die bei einem Fahrverbot beim derzeitigen Stand der Dinge schlicht gucken können, wo sie bleiben, obwohl sie keine Schummeldiesel besitzen.“ Dabei böte die Gruppe der Altdiesel das größte Potenzial, um den Stickoxidanteil aus Dieselabgas zu senken: „Zusammengerechnet bringen allein die laut Kraftfahrtbundesamt in Stuttgart vorhandenen Pkw mit Euro 4 und schlechter bei einer Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometern insgesamt 132,77 Tonnen NOx auf die Waage. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten NOx-hiesigen Ausstoßes. Der wäre also auf einen Schlag weg, wenn diese Altdiesel weg wären und den nicht so betuchten Menschen wäre auch geholfen“, bringt’s Obermeister Torsten Treiber auf den Punkt. Deswegen fordere die Innung weiter „unsere originale Umstiegsprämie, ein Umsteigeprogramm unter staatlicher Kontrolle und mit zumindest teilstaatlicher Finanzierung, das klare Regeln hat und den Umstieg auch auf gebrauchte Euro-6-Fahrzeuge fördert, unabhängig von der Antriebsart, um allen Einkommensklassen gerecht zu werden. Was da in Berlin präsentiert wurde, hat nur unseren Namen geklaut sonst nichts.“

 

Flächendeckende Flottenmodernisierung per Umstiegsprämie schütze auch „die nicht unmittelbar betroffenen ländlichen Gebiete davor, „als Abstellgelände für schadstoffreichere Dieselfahrzeuge missbraucht zu werden. Es kann ja nicht politische Absicht sein, beispielsweise im Ostalbkreis oder im Schwarzwald die Luft zu verschlechtern, um in Stuttgart bessere Luft zu erreichen.“ „Wären Menschen, die Diesel fahren nicht so ein vernünftiger Menschschlag, wäre schon die Hölle los“, ist sich Torsten Treiber sicher. Erste Anzeichen, dass es auch anders geht, gibt’s aber schon: „Auf unserer Facebook-Seite tauchte schon die Forderung auf, eine Demo aller Euro-5-Diesel zu organisieren, wenn Fahrverbote kommen. Die sollten dann einfach an den Stuttgarter Einfahrtsstraßen geparkt werden als K.o. für den Verkehr.“

 

Zur Info:

Förderungsmodell Umstiegsprämie (Stand 23.06.2017 / Vorschlag zur Ergänzung des Luftreinhalteplans Stuttgart)

Die Umstiegsprämie wird gestaffelt und orientiert sich beim Kauf von Neufahrzeugen und Tageszulassungen am Listenpreis der Fahrzeuge. Sie wird analog auch auf den Kauf gewerblich genutzter Diesel-Nutzfahrzeuge angewandt. Sie gilt für ein Ersatzfahrzeug unabhängig von der Antriebsart, dessen Abgaswerte Euro 6 entsprechen oder diese unterschreiten. Sie kann nur über den gewerblichen Autohandel und nur bei Verkäufen, bei denen Umsatzsteuer fällig wird, in Anspruch genommen werden.

 

Beim Kauf eines Neufahrzeuges oder einer Tageszulassung werden unter den obengenannten Voraussetzungen folgende Förderungsbeiträge als Zuschuss gewährt:

 

Bei einem Brutto-Listenpreis

bis 10.000 Euro ein Zuschuss von    2.000 Euro

ab 10.001 Euro bis 20.000 Euro

ein Zuschuss von                               3.000 Euro

ab 20.001 Euro ein Zuschuss von     5.000 Euro

 

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens, der nicht in die Kategorie Tageszulassung fällt, werden als Zuschuss gewährt:

Bei einem ursprünglichen Listenpreis

bis 20.000 Euro ein Zuschuss von    1.500 Euro

ab 20.001 Euro ein Zuschuss von     2.500 Euro

 

Voraussetzung für eine Förderung ist die Rückgabe eines DieselFahrzeuges der Euroklassen 1 bis 4, das über den verkaufenden Betrieb der stofflichen Verwertung zugeführt wird und dessen Verwertung

Beim Pkw-Bestand in der Region ist jetzt die 1,6-Millionen-Marke geknackt

Beim Pkw-Bestand in der Region ist jetzt die 1,6-Millionen-Marke geknackt

Kraftfahrzeuginnung: Dieselbesitzer warten zumeist ab

Beim Pkw-Bestand in der Region ist jetzt die 1,6-Millionen-Marke geknackt

Neuer Bestandsrekord bei Pkw in der Region Stuttgart: Zum 30. Juni wurde die 1,6 Millionen-Marke geknackt. Von den insgesamt 1.605.281 Pkw in der Region, sind 300.942 Pkw in Stuttgart gemeldet. Auch das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 107.204 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Stuttgarter Bestand beträgt damit rund 35,6 Prozent. „Der Diesel-Bestand sinkt damit leicht, aber Stuttgart bleibt die regionale Dieselhochburg“, kommentiert Obermeister Torsten Treiber die neuesten Zahlen. Das Wachstum beim Gesamt-Pkw-Bestand geht allerdings mit zurückgehenden Werten bei den Zulassungen einher: „Im Juni gingen die Pkw-Neuzulassungen in Stuttgart um 10,3 Prozent und die Besitzumschreibungen um 20,7 Prozent zurück“, sagt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende der Innung. Dass der Pkw-Bestand neue Höchstwerte erreichte, passt dennoch dazu. „Der Stuttgarter Markt ist durch das Fahrverbots-Chaos vollkommen durcheinander“ sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „die meisten warten einfach ab, das senkt die Nachfrage. Da aber beispielsweise Firmen zusätzliche Autos brauchen, sorgen diese Fahrzeuge immer noch für Wachstum im Bestand.“ Was die alten Diesel angeht, tut sich inzwischen etwas: „Ministerpräsidenten fordern Diesel-Prämie“, schlagzeilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 8. Juli: „Das geht in Richtung der von uns geforderten Umstiegsprämie“, freut sich Obermeister Torsten Treiber: „Es bringt halt doch was, dass wir Horst Seehofer direkt angeschrieben haben.“

Fahrzeugmarkt in der Region teilweise paradox

Stuttgart diskutiert Fahrverbote, der Stuttgarter Automarkt reagiert darauf ebenso wie der Automarkt in der Region, aber uneinheitlich: „Teilweise sehen die Entwicklungen vollkommen paradox aus“, sagt Obermeister Torten Treiber. So ist in Stuttgart beispielsweise der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit 924 Fahrzeugen weniger, massiv um 20,3 Prozent auf 3.533 Fahrzeuge eingebrochen (Bund minus 0,8 Prozent). Die Halbjahresbilanz zeigt einen Rückgang von 3.841 Besitzumschreibungen oder 16 Prozent auf 20.239 Halterwechsel. „Das ist für die Autohäuser nicht lustig“, sagt Roger Schäufele, „denn sie verkaufen in diesem Markt die hochwertigen Wagen und das Gebrauchtwagengeschäft ist für den wirtschaftlichen Erfolg wichtig.“

Da hilft es auch wenig, wenn die Neuzulassungen unter dem Strich im ersten Halbjahr im Plus bleiben, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 4.459 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle der Stadt für Juni, 514 oder 10,3 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 28.743 Pkw aber noch um 526 Pkw oder 1,9 Prozent höher als 2016. „Hört sich gut an“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Der Pferdefuß ist, dass durch diese Verkäufe vor allem die Gewinne der Hersteller steigen, die Autohäuser haben da dank niedriger Margen kaum etwas davon.“

Ein spezielles Feld sind in diesem Zusammenhang die Diesel-Pkw. In Stuttgart sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 761 Fahrzeuge oder 31,7 Prozent. „Eine Zurückhaltung, die eigentlich weder in Stuttgart noch in der Region Sinn macht“, sagt der Pressesprecher der Innung Frank Schnierle, der Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses ist: „Euro-6-er Diesel sind ja eigentlich problemlos was Fahrverbote angeht. Da zeigt sich, wie viel Vertrauen verloren gegangen ist“. Bei den Gebrauchten wechseln speziell die Stuttgarter „wohl weiter alte Diesel aus“: Wie in den Vormonaten sind gebrauchte Diesel der Renner bei den Besitzumschreibungen. 2.645 Halterwechsel, die die Zulassungsstelle meldet, sind gut doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Unterm Strich gibt es in Stuttgart einen leicht sinkenden Diesel-Bestand (107.204 = minus 1.282 Pkw oder minus 1,2 Prozent). Elektroautos sind weiter ein Nischenprodukt: „Aktuell haben wir in Stuttgart 997 Elektroautos“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher.

Dieselliebhaber im Rems-Murr-Kreis

Eine regionale Hochburg der Diesel-Liebhaber ist der Rems-Murr-Kreis. Dort stiegen die Neuzulassungen von Dieseln im Juni um 30 Pkw oder 5,9 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel noch mehr gefragt: 194 mehr als 2016 gleich plus 24,5 Prozent. Die Nachfrage nach gebrauchten Nicht-Dieseln sank um 581 gleich minus 19,5 Prozent. „Da lässt sich schon ein Trend für den Diesel herauslesen“, sagt Reiner Äckerle. „Allerdings zeigen die regionalen Zahlen auch, dass wir mit der Liebe zum Diesel weitgehend allein stehen.“

Allerdings ist im Rems-Murr-Kreis der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit 387 Fahrzeugen weniger, um 10,2 Prozent auf 3.389 Fahrzeuge eingebrochen. Die Halbjahresbilanz zeigt einen Rückgang von 133 Besitzumschreibungen oder 0,7 Prozent auf 20.025 Halterwechsel. Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni 1.732, 223 oder 11,4 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 9.534 Pkw aber um 467 Pkw oder 5,2 Prozent höher als 2016. Das ist nach Göppingen (5,5 Prozent) der zweithöchste regionale Wert.

256.011 Pkw sind insgesamt im Rems-Murr-Kreis gemeldet. Auch das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 81.080 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 31,7 Prozent. Insgesamt gab‘s im Vergleich zu 2016 damit einen leicht steigenden Diesel-Bestand (81.080 = plus 181 Pkw oder plus 0,2 Prozent). Im Bestand sind im Rems-Murr-Kreis 295 Elektroautos - auch hier ein Nischenprodukt.

Kreis Esslingen: Zuwachs bei Gebrauchten

Im Kreis Esslingen der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit einer Besitzumschreibung mehr nur minimal um 0,02 Prozent auf 4.154 Fahrzeuge gewachsen. Die Halbjahresbilanz zeigt einen Zuwachs von 569 Besitzumschreibungen oder 2,4 Prozent auf 23.899 Halterwechsel. „Wir sind der einzige Kreis in der Region, der da noch Zuwachs hat“, sagt Frank Schnierle. „Das ist für die Autohäuser wichtig.“ Die Neuzulassungen sind unter dem Strich im ersten Halbjahr auch minimal im Plus geblieben, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 2.493 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 135 oder 5,1 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 19.780 Pkw aber noch um 89 Pkw oder 0,7 Prozent höher als 2016.

Bei den Diesel-Pkw sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 20 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 71 weniger gleich minus 8,7 Prozent. Allerdings sank die Nachfrage nach Nicht-Dieseln auch: 119 weniger oder minus 7,3 Prozent. „Da lässt sich aktuell kein klarer Trend gegen den Diesel herauslesen“, sagt Frank Schnierle.

Insgesamt sind 320.419 Pkw im Kreis Esslingen gemeldet. Das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 106.164 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 33,1 Prozent. Damit gab es noch einen im Vergleich zu 2016 leicht steigenden Diesel-Bestand (106.164 = plus 1.218 Pkw oder plus 1,2 Prozent). Elektroautos wurden zum 30. Juni 407 gezählt.

Kreis Böblingen: 34,6 Prozent Diesel

Besitzschreibungen waren es im Kreis Böblingen im Juni 327 weniger. Das ist ein Rückgang um 9,4 Prozent auf 3.162 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz zeigt ebenfalls einen Rückgang von 352 Besitzumschreibungen oder 1,8 Prozent auf 18.922 Halterwechsel. „Das ist für die Autohäuser keine gute Nachricht“, sagt Thomas Höfle, „das Gebrauchtwagengeschäft ist für den wirtschaftlichen Erfolg der Autohäuser mitentscheidend.“ Die Neuzulassungen blieben im ersten Halbjahr minimal im Plus trotz des Minus im Juni: 3.439 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den Monat, 406 oder 10,6 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 19.780 Pkw noch um 174 Pkw oder 0,9 Prozent höher als 2016.

Bei den Diesel-Pkw sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 221 Fahrzeuge oder 16,7 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 31 weniger gleich minus 2,6 Prozent. Allerdings sank die Nachfrage nach Nicht-Dieseln noch stärker: 296 weniger oder minus 12,8 Prozent.

Insgesamt sind 244.680 Pkw im Kreis Böblingen gemeldet. Auch hier ist das neuer Bestandsrekord. Von der Gesamtzahl haben 84.651 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 34,6 Prozent. Das ist nach Stuttgart der zweithöchste Wert in der Region. Es ist aber auch ein leicht sinkender Diesel-Bestand (84.651 = minus 116 Pkw oder minus 0,1 Prozent). Elektroautos spielen weiter eine Mini-Rolle: „Aktuell haben wir im Kreis Böblingen 684 Elektroautos“, sagt Thomas Höfle.

Kreis Ludwigsburg: Gebrauchte im Minus, Neue Plus

Bei den Besitzumschreibungen gibt es im Kreis Ludwigsburg in der Halbjahresbilanz ein Minus: Der Juni brachte mit 275 Fahrzeugen weniger einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 4.178 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz weist einen Rückgang von 462 Besitzumschreibungen oder 1,9 Prozent auf 24.211 Halterwechsel aus. Die Neuzulassungen bleiben im ersten Halbjahr deutlich im Plus, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 2.156 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 80 oder 3,6 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 12.104 Pkw aber um 582 Pkw oder 5,1 Prozent höher als 2016. Das ist nach Göppingen (5,5 Prozent) und dem Rems-Murr-Kreis (5,2 Prozent) der dritthöchste Wert im Innungsgebiet.

Im Kreis Ludwigsburg sanken die Neuzulassungszahlen der Diesel im Juni um 182 Fahrzeuge oder 20,3 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 224 weniger gleich minus 15,8 Prozent. Die Nachfrage nach Nicht-Dieseln sank um 51 gleich minus 1,7 Prozent. „Da lässt sich für den Kreis Ludwigsburg schon ein Trend gegen den Diesel herauslesen“, sagt Kreisvorsitzender Markus Klein.

Insgesamt gibt’s aber im Vergleich zu 2016 noch einen leicht steigenden Diesel-Bestand (99.532 = plus 427 Pkw oder plus 0,4 Prozent). Insgesamt waren Ende Juni 323.589 Pkw im Kreis Ludwigsburg gemeldet. 99.532 mit Diesel-Motor sind ein Anteil am Bestand von rund 30,8 Prozent. Elektroautos sind deutlich weniger auf der Straße: 521.

Kreis Göppingen: Spitzenreiter bei Neuzulassungen

Bei den Besitzumschreibungen steht auch im Kreis Göppingen in der Halbjahresbilanz ein Minus: Der Juni brachte mit 190 Fahrzeugen weniger einen Rückgang um 7,8 Prozent auf 2.248 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz verzeichnet einen Rückgang von 496 Besitzumschreibungen oder 3,6 Prozent auf 13.237 Halterwechsel. Die Neuzulassungen bleiben dagegen im ersten Halbjahr deutlich im Plus: 954 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 18 oder 1,9 Prozent mehr als 2016. Für die ersten sechs Monate liegt die Gesamtzahl damit mit 12.104 Pkw um 271 Pkw oder 5,5 Prozent höher als 2016. Damit ist Göppingen vor dem Rems-Murr-Kreis (5,2 Prozent) und dem Kreis Ludwigsburg (5,1 Prozent) regionaler Spitzenreiter.

Bei den Dieseln sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 20 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 71 weniger gleich minus 8,7 Prozent. Die Nachfrage nach Nicht-Dieseln sank um 119 gleich minus 7,3 Prozent. Insgesamt gibt’s aber im Vergleich zu 2016 bei einem Gesamtbestand von 159.640 Pkw noch einen leicht steigenden Diesel-Bestand (54.405 = plus 1.058 Pkw oder plus zwei Prozent). 54.405 Pkw mit Diesel-Motor sind ein Anteil am Bestand von rund 34,8 Prozent - das ist der dritthöchste Wert in der Region. Elektroautos spielen auch hier nur eine Mini-Rolle: 141 sind vorhanden.

Im Diesel-Bestand läuft derweil schon die Modernisierung in der Region, schätzt Obermeister Torsten Treiber: „So richtig Schwung wird aber erst eine Umstiegsprämie bringen“. Seit der letzten Bundesratssitzung am 7. Juli wird die wahrscheinlicher: „Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben in Berlin finanzielle Anreize für den Kauf neuer Diesel-Pkw mit niedrigen Abgaswerten vorgeschlagen“, zitiert Torsten Treiber die FAZ. Horst Seehofer hat dabei vorgeschlagen dafür das Geld aus der Elektroautoprämie umzuwidmen, das in der Kasse vor sich hindümpelt: „Das macht durchaus Sinn“, sagt Christian Reher: „Aktuell haben wir in der Region ganze 3.045 Elektroautos, das sind gerade mal 500 mehr als zum Jahresanfang - ein Boom sieht anders aus.“

Mit Blick auf die Fahrverbote, „von denen unser Ministerpräsident sagt, dass er sie nicht will“, ist es laut Innung „entscheidend, die alten Diesel bis Euro 4 von der Straße zu holen. Die Software-Nachrüstung der Euro-5-Diesel bringt weniger und macht nur flankierend Sinn“, sagt Torsten Treiber und lässt Zahlen sprechen: „Wir haben um die 206.000 Euro-5-er in der Region. Wenn wir die Euro-5-er nachrüsten und auf die Hälfte des bisherig erlaubten NOx-Wertes (90 mg/km) kämen, sparen wir bei einer Durchschnittsfahrleistung von 10.000 Kilometer in Jahr 185 Tonnen NOx ein. Wenn wir die Euro-1- bis Euro-4-Diesel von der Straße holen, verschwinden mit denen 780 Tonnen NOx.“  

 

Region Stuttgart

 

 

Pkw-Bestand am

01.01.2017

 

 

Anzahl

Anteil %

Pkw insgesamt

1.595.211

 

Benzin

1.031.126

64,6

Andere

20.436

1,3

Diesel

543.649

34,1

davon

 

 

Euro 1

1.736

 

Euro 2

23.785

 

Euro 3

69.899

 

Euro 4

121.314

 

Euro 1 bis Euro 4

216.734

13,6

 

 

 

Euro 5

206.132

12,9

 

 

 

Euro 6

117.137

7,3

 

 

 

Sonstige

1.644

0,1

keine Einstuf.

2.002

0,1

 

 

 

Das heißt beim NOx-Ausstoß sieht’s so aus. Berechnungsgrundlage erlaubte Grenzwerte, nicht Realwerte / 10.000 km Fahrleistung im Jahr

 

 

 

NOx

 

 

 

10000

km/a

 

 

mg/km

to

Euro 1

1.736

500

8,68

Euro 2

23.785

500

118,93

Euro 3

69.899

500

349,50

Euro 4

121.314

250

303,29

Gesamt

 

 

780,39

 

 

 

 

Euro 5

206.132

180

371,04

 

 

 

 

Euro 6

117.137

80

93,71

 


Bei Euro 5 ist zu beachten: Laut Herstellern / Ministerpräsidenten-Veranstaltungen ist eigentlich nicht die obengenannte Hälfte der derzeit 371 Tonnen erreichbar, sondern nur ein Viertel also 93 Tonnen, weil nur die Hälfte der Dieselfahrzeuge nachrüstbar sein soll. Das blieb aus Vereinfachungsgründen unberücksichtigt.

Stuttgarter kaufen gebrauchte Diesel-Pkw weiter wie geschnitten Brot, bei Neuwagen lieber Benziner

Stuttgarter kaufen gebrauchte Diesel-Pkw weiter wie geschnitten Brot, bei Neuwagen lieber Benziner

Kraftfahrzeuginnung: Wieder Gebrauchtdiesel-Boom in der Landeshauptstadt  

Stuttgarter kaufen gebrauchte Diesel-Pkw weiter wie geschnitten Brot, bei Neuwagen lieber Benziner

Stuttgart. März plus 110,1 Prozent, April plus 89,8 Prozent, und jetzt Mai plus 151,2 Prozent. „Gebrauchte Diesel-Pkw laufen in Stuttgart wie geschnitten Brot“, staunt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Und das obwohl die Besitzumschreibungen insgesamt zurückgingen. Bei den Pkw-Neuzulassungen geht’s nach oben: „Hier haben wir mit einem Plus von 22,4 Prozent einen Rekordzuwachs“, freut sich Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende: „Die Neuwagenkäufer bevorzugen allerdings eindeutig Benziner und andere Antriebsarten - deren Zuwachs liegt bei 42,8 Prozent, während die Dieselnachfrage bei Neuzulassungen leicht um zwei Prozent schrumpfte.“ „Stuttgart führt bundesweite Trends trotz der Fahrverbotsdebatte teils ad Absurdum“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Allerdings tun sich alle Beteiligten schwer mit der Erklärung, woran das liegt. „Bei den Neuzulassungen spielen die Firmen die Schlüsselrolle, bei den Gebrauchten die Privatkunden und Letztere nutzen vermutlich die günstigen Dieselpreise um ältere Fahrzeuge gegen Euro-6-Diesel auszutauschen, die es ja inzwischen auch schon mehrere Jahre gibt“. Stuttgart hat dabei auch eine Sonderrolle in der Region: „Nirgendwo ist der Hang zum Gebraucht-Diesel so ausgeprägt wie hier“, sagt Torsten Treiber.

Im Bund lag im Mai der Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen bei 12,9 Prozent, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt. Bei den Besitzumschreibungen lag das Plus bei 4,1 Prozent. „Stuttgart toppt das bei den Neuzulassungen locker“, freut sich Roger Schäufele mit Blick auf die Zahlen, die von der Zulassungsstelle der Stadt kommen. Die meldet für Mai 5.405 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 989 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 22,4 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 48 neue Elektro-Pkw und 109 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 956 Pkw. Nach fünf Monaten hat Stuttgart damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 24.284 Pkw ein leichtes Plus von 1.040 oder 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Entwicklung bei den Dieseln sieht so aus: Mit minus 40 oder minus zwei Prozent sank die Dieselnachfrage bei den Neuwagen leicht. Von den 5.405 Neuzulassungen hatten im Mai 1.970 neue Pkw oder 36,4 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. „Der Anteil liegt also leicht unter dem Bundesdurchschnitt, dafür sind wir bei den Benzinern mit 63,6 Prozent stärker“, sagt Roger Schäufele.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai negativ. 3.495 Halterwechsel wurden registriert, macht 527 Pkw gleich 13,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 16.706 Besitzumschreibungen 2.917 oder 14,9 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Das Bild ändert sich aber frappierend, wenn speziell die Entwicklung bei den gebrauchten Dieseln betrachtet wird: „Der Gebrauchtwagenbereich entwickelt sich seit drei Monaten in Stuttgart im Vergleich zur Region und zum Bund bei den Dieseln vollkommen untypisch“, sagt Frank Schnierle der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und beneidet als Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses die Stuttgarter Kollegen „um diese hohe Dieselnachfrage. Denn eigentlich ist der Diesel für Händler derzeit ein Problemkind.“ Im Mai wurden bei den Gebrauchtfahrzeugen bei insgesamt 3.495 Besitzumschreibungen 2.645 Diesel (75,7 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart erneut massiv zu (1.592 Pkw / plus 151,2 Prozent). 

Im Bestand zeigen sich allerdings erstmals leichte Bremsspuren beim Diesel. „Da sind wohl ältere Fahrzeuge ausgemustert oder nach auswärts verkauft worden“, sieht Obermeister Torsten Treiber einen weiteren Beleg dafür, dass ein Fahrzeugaustausch läuft: Stuttgart hat aktuell mit 107.841 Diesel-Pkw 660 Diesel-Pkw weniger (- 0,6 Prozent) als vor einem Jahr im Bestand. Es hat aber immer noch die meisten Diesel in der Region am Start. Alles zusammengerechnet betrug der Dieselbestand in der Region Stuttgart am 31. Mai. 2017 insgesamt 533.540 Diesel. Das sind 5.742 oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

Inklusive der lokalen Besonderheiten, wuchs die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der Region im Vergleich zum Vorjahr um 2.106 Pkw oder 14,8 Prozent auf 16.327 und die der Besitzumschreibungen auf 21.277 (plus 592 oder 2,9 Prozent. Bei dieser Entwicklung, sagt Obermeister Torsten Treiber „müssen wir davon ausgehen, dass die IHK Recht hat, wenn sie aufgrund eines Gutachtens mehr Straßenbau fordert, um den Stau und die Verkehrsbelastung in und um Stuttgart zu verringern. Wir unterstützen das, denn alle Prognosen sagen, dass der Gesamt-Fahrzeugbestand nicht sinkt, sondern eher weiter wächst.“

Kreis Böblingen: Neue und Gebrauchte Diesel im Plus 

Für den Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle für Mai 3.750 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 397 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 11,8 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 24 neue Elektro-Pkw und 43 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 654 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 16.341 Pkw ein leichtes Plus von 580 oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 84 oder plus 7,1 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen wieder merklich. Von den 3.750 Neuzulassungen hatten im Mai 1.264 neue Pkw oder 33,7 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. „Der Anteil liegt also leicht unter dem Bundesdurchschnitt, dafür sind wir bei den Benzinern und anderen Antriebsarten mit 66,3 Prozent stärker“, sagt Kreisvorsitzender Thomas Höfle.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai positiv: 3.458 Halterwechsel wurden registriert, macht 326 Pkw gleich 10,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 15.760 Besitzumschreibungen 25 oder 0,2 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 3.458 Besitzumschreibungen 1.088 Diesel (31,5 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis ganz leicht zu (vier Pkw / plus 0,4 Prozent), aber zumindest gibt’s auch hier keinen negativen Trend.

Stabil zeigt sich auch der Diesel-Bestand. Im Kreis sind aktuell mit 84.680 Diesel-Pkw noch 40 Diesel-Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr.

Kreis Esslingen: Bei Gebrauchten höchster regionaler Zuwachs

Für den Kreis Esslingen meldet die Zulassungsstelle für Mai 2.242 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 57 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 2,6 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in der Region. In diesen Neuzulassungen sind 12 neue Elektro-Pkw und 48 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 385 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 10.476 Pkw ein leichtes Plus von 224 oder 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 26 oder plus 2,8 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen erstmals in diesem Jahr wieder an. Von den 2.242 Neuzulassungen hatten im Mai 969 neue Pkw oder 43,2 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen 56,8 Prozent aus. 

Bei den Gebrauchtwagen zeigt die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai nach oben: 4.249 Halterwechsel wurden registriert, macht 448 Pkw gleich 11,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit liegt der Kreis Esslingen hier regional an der Spitze. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 19.735 Besitzumschreibungen 568 oder drei Prozent mehr Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016. 

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 4.249 Besitzumschreibungen 1.292 Diesel (30,4 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich zu (127 Pkw / plus 10,9 Prozent).

Deutlich zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 106.101 Diesel-Pkw um 2.743 Diesel-Pkw oder 2,7 Prozent höher als vor einem Jahr.

Rems-Murr-Kreis: Diesel deutlich im Plus 

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle für Mai 1.735 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 168 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 10,7 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind neun neue Elektro-Pkw und 33 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 385 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 7.802 Pkw ein deutliches Plus von 690 oder 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuwagen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 71 oder plus 15,7 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen erneut an. Von den 1.735 Neuzulassungen hatten im Mai 522 neue Pkw oder 30,1 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen 69,9 Prozent aus.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai auch im Plus: 3.620 Halterwechsel wurden registriert, macht 133 Pkw gleich 3,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 16.636 Besitzumschreibungen 254 oder 1,6 Prozent mehr Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Gebrauchte Diesel waren im Mai in den insgesamt 3.620 Besitzumschreibungen 858 (23,7 Prozent) enthalten Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich zu (144 Pkw / plus 20,2 Prozent). De Besitzumschreibungen von Benzinern und anderen sanken dagegen sogar leicht: minus elf gleich minus 0,4 Prozent.

Zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 81.025 Diesel-Pkw um 1.197 Diesel-Pkw oder 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. 

Kreis Ludwigsburg: Höchster Zuwachs bei neuen Pkw

Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle für Mai 2.294 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 435 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 23,4 Prozent. Das ist der höchste Wert in der Region. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 43 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 480 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 9.948 Pkw ein deutliches Plus von 662 oder 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung bei den Neuzulassungen positiv. Mit plus 88 oder plus 12,3 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen wieder an. Von den 2.294 Neuzulassungen hatten im Mai 804 neue Pkw oder 35 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen also 65 Prozent aus. 

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen insgesamt im Mai positiv: 4.178 Halterwechsel wurden registriert, macht 201 Pkw gleich 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr hat allerdings ein Minus: Bei den Gebrauchten haben mit 20.033 Besitzumschreibungen 187 oder 0,9 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016. 

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 4.178 Besitzumschreibungen 1.110 Diesel (26,6 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich ab (-194 Pkw / minus 14,9 Prozent). Damit ist der Kreis aber neben dem Kreis Göppingen der einzige, in dem gebrauchte Diesel verschmäht wurden. 

Nochmal zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 99.547 Diesel-Pkw um 1.030 Diesel-Pkw oder rund ein Prozent höher als vor einem Jahr.

Kreis Göppingen: Diesel nicht so gefragt 

Der Kreis Göppingen ist im Mai in der Region der einzige, der bei neuen und gebrauchten Dieseln-Pkw Rückgänge verzeichnen muss, obwohl die Zahlen sonst im Plus liegen. So meldet die Zulassungsstelle für Mai 901 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 60 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 7,1 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind zwei neue Elektro-Pkw und 29 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 130 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 4.219 Pkw ein deutliches Plus von 253 oder 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln gibt’s ein Minus: Drei Dieselneuzulassungen sind ein minus von 0,8 Prozent. Das heißt aber nicht, dass der Diesel unbeliebt ist. Von den 901 Neuzulassungen hatten im Mai 363 neue Pkw oder 40,3 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. 

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen insgesamt im Mai positiv: 2.277 Halterwechsel wurden registriert, macht elf Pkw gleich 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr hat allerdings ein Minus: Bei den Gebrauchten haben mit 10.989 Besitzumschreibungen 306 oder 2,7 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 2.277 Besitzumschreibungen 739 Diesel (32,5 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis etwas ab (-30 Pkw / minus 3,9 Prozent). Damit ist der Kreis aber neben dem Kreis Esslingen der einzige, in dem gebrauchte Diesel verschmäht wurden. 

Nochmal zugenommen hat auch hier der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis Göppingen liegt er mit 54.346 Diesel-Pkw um 1.392 Diesel-Pkw oder rund 2,6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Stuttgarter kaufen mehr gebrauchte Diesel, Rems-Murr-Bürger auch mehr neue

Stuttgarter kaufen mehr gebrauchte Diesel, Rems-Murr-Bürger auch mehr neue

Kraftfahrzeuginnung. Automarkt zeigt Spuren der Debatte

Stuttgarter kaufen mehr gebrauchte Diesel, Rems-Murr-Bürger auch mehr neue

Schlechte Nachrichten für rund 100.000 Menschen mit Euro-4-Dieseln in der Region (ohne Stuttgart). Für sie wird es kein Rein- oder Durchkommen mehr geben, wenn die Stuttgarter ab 1. Januar 2018 an Schadstoffalarmtagen an den Einfallstraßen die Zugbrücken hochziehen. Chancen haben allenfalls noch die rund 166.000 Euro-5-Diesel-Besitzer. Für die sieht Verkehrsminister Winfried Hermann die Möglichkeit auf Fahrverbote zu verzichten, wenn die Autohersteller den Schadstoffausstoß dieser Diesel senken, wie er bei der Vorstellung der Luftreinhaltepläne am Samstag im Stuttgarter Rathaus erneut erklärte. Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sieht es kritisch, „dass Menschen mit älteren Dieseln von der Politik zwar mit Fahrverbot belegt, aber ansonsten allein gelassen werden“. Die Innung werde sich im Luftreinhalteplan-Verfahren „für die Umstiegsprämie stark machen, die wir seit 2015 fordern und die längst hätte helfen können, das Problem zu entschärfen.“ Derweil zeigt der Pkw-Markt in der Region erste Spuren der Debatte inklusive Besonderheiten. Die Pkw-Nachfrage insgesamt ging im April in der Region um 10,5 Prozent bei Neuwagen und fünf Prozent bei Gebrauchten zurück. In Stuttgart boomen aber gebrauchte Diesel-Pkw (+89,8 Prozent). Im Rems-Murr-Kreis stieg die Nachfrage nach Dieseln bei Neuwagen um 15,2 Prozent und bei Gebrauchten um 15,9 Prozent. Und im Kreis Göppingen gab’s keinen Gebrauchtwagen-Run: Zwar meldete die Zulassungsstelle zuerst 4.053 Besitzumschreibungen, musste Ende Mai die Zahl aber auf 2.053 korrigieren.

„Hier kommst Du net rein“, heißt es ab 1. Januar 2018 an Schadstoffalarmtagen, wenn der neue Stuttgarter Luftreinhalteplan Wirklichkeit wird. Der Clou ist, dass es keine Fahrverbotszone gibt, sondern einzelne Straßen stückweise für Diesel ohne Euro-6-Norm gesperrt werden sollen. Was, wenn der B14-Tunnel in der Cannstatter Straße und der Heslacher Tunnel gesperrt werden, aber auch dafür sorgt, dass Hauptdurchgangsstraßen ausfallen. „Im Prinzip funktioniert das Ganze wie Zugbrücken an einer Burg“, sagt Christian Reher, Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Es gibt dann für die Betroffenen nur noch den Weg drum herum oder den Umstieg auf ÖPNV oder andere Autos.“

Dass in Stuttgart über 1.000 gebrauchte Diesel mehr als vor einem Jahr angemeldet wurden (+89,8 Prozent) könnte eine erste Folge der Debatten sein. Obermeister Torsten Treiber tippt darauf, „dass da viele Jahreswagen und junge Gebrauchte mit Euro-6 ältere Dieselfahrzeuge ersetzen“. Seit August 2015 durften nur noch Neuwagen mit dieser Norm verkauft werden, deswegen kommen solche Fahrzeuge jetzt auf den Gebrauchtwagen-Markt. Der Bestand an Euro-4-Dieseln habe nach der jetzt vorliegenden jüngsten Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes (Stand 01.01.217) zu Jahresanfang in Stuttgart von 22.218 Pkw auf 20.293 Pkw abgenommen. „Auf den ersten Blick verblüffender ist der Rückgang der Euro-5-Diesel von 47.740 auf 40.400“, sagt Innungsgeschäftsführer Christan Reher: „Das ist aber logisch, da haben Leasingverträge für Euro-5-Diesel- Firmenwagen geendet.“ Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Innung: „Wie weit solche Euro-5-Fahrzeuge jetzt von Schnäppchenjägern gekauft werden, lässt sich allerdings anhand der vorliegenden Daten nicht sagen. Da müsste das KBA eine neue Auswertung zum 30. April machen.“

Stuttgart: Weniger Zulassungen, gebrauchte Diesel gefragt

Die Zulassungsstelle der Stadt meldet für April 4.766 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 588 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von elf Prozent. Damit liegt Stuttgart schlechter als der Bundesdurchschnitt mit minus acht Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 84 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 916 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.214 Halterwechsel registriert, 1.018 oder 24,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat Stuttgart damit mit 18.879 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 51 oder 0,3 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.211 Besitzumschreibungen 2.360 oder 15,3 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt in Stuttgart bei den Neuwagen im bundesweiten Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln, im Gebrauchtwagenbereich aber vollkommen untypisch: Denn bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.766 Neuzulassungen im April 1.845 Pkw oder 38,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 531 Diesel-Pkw oder 22,3 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen aber setzt sich der Dieselboom vom März (plus 110,1 Prozent) fort. Hier wurden bei 3.214 Halterwechseln 2.219 Diesel (69 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.050 Pkw / plus 89,8 Prozent).

Stuttgart hat mit aktuell 108.155 Diesel-Pkw nach wie vor die meisten Diesel in der Region am Start, gegenüber dem Vorjahr sind es 522 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 108.643 ging der Bestand allerdings leicht zurück. Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 110.759 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

110.759

%

Euro 1

191

0,17

Euro 2

3.968

3,58

Euro 3

11.644

10,51

Euro 4

20.293

18,32

Euro 5

40.400

36,48

Euro 6

34.048

30,74

sonstige

215

0,19

 

Kreis Böblingen: Neue und Gebrauchte im Minus 

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Böblingen meldet für April 3.137 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 339 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 9,8 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind 24 neue Elektro-Pkw und 97 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 633 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.926 Halterwechsel registriert, 402 oder 12,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 12.591 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 183 oder 1,5 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 12.302 Besitzumschreibungen 351 oder 2,8 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Böblingen im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 3.137 Neuzulassungen im April entfielen 989 Pkw oder 31,5 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 395 Diesel-Pkw oder minus 28,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 2.926 Halterwechseln 940 Diesel (32,1 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (223 Pkw / minus 19,2 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 84.658 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 126 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 84.857 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 85.226 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

85.226

%

Euro 1

273

0,32

Euro 2

3.344

3,92

Euro 3

10.316

12,10

Euro 4

18.819

22,08

Euro 5

31.203

36,61

Euro 6

21.020

24,66

sonstige

251

0,29

 

Kreis Esslingen: sinkende Nachfrage nach Dieseln

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Esslingen meldet für April 2.205 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 159 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 6,7 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind acht neue Elektro-Pkw und 42 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 373 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.739 Halterwechsel registriert, 444 oder 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 8.234 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 167 oder 2,1 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 15.486 Besitzumschreibungen 120 oder 0,8 Prozent mehr als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Esslingen im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 2.205 Neuzulassungen im April entfielen 796 Pkw oder 36,1 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 217 Diesel-Pkw oder minus 21,4 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.739 Halterwechseln 1.004 Diesel (26,9 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (338 Pkw / minus 25,2 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 106.096 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 3.079 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 106.126 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 107.183 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

107.183

%

Euro 1

496

0,46

Euro 2

4.855

4,53

Euro 3

14.593

13,62

Euro 4

24.567

22,92

Euro 5

41.681

38,89

Euro 6

20.561

19,18

sonstige

430

0,40


Kreis Ludwigsburg: Über ein Viertel weniger Dieselzulassungen

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Ludwigsburg meldet für April 1.833 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 365 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 16,6 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind acht neue Elektro-Pkw und 39 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 471 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.804 Halterwechsel registriert, 531 oder 11,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 7.654 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 227 oder 3,1 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 15.855 Besitzumschreibungen 388 oder 2,4 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Ludwigsburg im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 1.833 Neuzulassungen im April entfielen 636 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 214 Diesel-Pkw oder minus 25,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.804 Halterwechseln 943 Diesel (24,8 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (343 Pkw / minus 26,7 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 99.234 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 1.046 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 100.175 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 102.422 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

102.422

%

Euro 1

227

0,22

Euro 2

4.549

4,44

Euro 3

13.829

13,50

Euro 4

24.422

23,84

Euro 5

40.374

39,42

Euro 6

18.801

18,36

sonstige

220

0,21

 

Rems-Murr-Kreis: Bei neuen und gebrauchten Diesel gegen den Trend

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Waiblingen meldet für den Rems-Murr-Kreis für April 1.498 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 91 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 5,7 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind vier neue Elektro-Pkw und 21 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 275 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.026 Halterwechsel registriert, 344 oder 10,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 6.067 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 522 oder 33,9 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.016 Besitzumschreibungen 121 oder 0,9 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Rems-Murr-Kreis komplett gegen Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 1.498 Neuzulassungen im April entfielen 493 Pkw oder 32,9 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 65 Diesel-Pkw oder 15,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.026 Halterwechseln 858 Diesel (28,4 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ebenfalls zu (118 Pkw / plus 15,9 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 81.061 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 1.481 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 81.030 wuchs der Bestand auch leicht.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 81.880 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

81.880

%

Euro 1

332

0,41

Euro 2

4.498

5,49

Euro 3

11.876

14,50

Euro 4

20.131

24,59

Euro 5

30.711

37,51

Euro 6

14.030

17,13

sonstige

302

0,37

    

Kreis Göppingen: Gebrauchte minus 14,7 Prozent

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Göppingen meldet für April 796 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 130 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 14 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind drei neue Elektro-Pkw und 22 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 125 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.053 Halterwechsel registriert, 355 oder 14,7 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 3.318 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 193 oder 6,2 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 8.712 Besitzumschreibungen 317 oder 3,5 Prozent wenige als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Göppingen voll im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 796 Neuzulassungen im April entfielen 309 Pkw oder 38,8 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 55 Diesel-Pkw oder -15,1 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 2.053 Halterwechseln 640 Diesel (31,2 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ebenfalls ab (143 Pkw / minus 18,3 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 53.153 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 984 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 53.184 sank der Bestand leicht.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 54.177 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

54.177

%

Euro 1

217

0,40

Euro 2

2.571

4,75

Euro 3

7.641

14,10

Euro 4

13.082

24,15

Euro 5

21.763

40,17

Euro 6

8.677

16,02

sonstige

226

0,42

 

Vor allem die über 120.000 Euro-4-Diesel in der Region (davon 20.000 in Stuttgart) hat die Innung derzeit im Auge, wenn sie eine Umstiegsprämie für ältere Diesel-Pkw fordert, sagt Torsten Treiber: „Das sind zumeist Autos von Privatleuten ins insbesondere Familien, die sicher davon ausgegangen sind, dass sie ihre Autos mit grüner Plakette lange, weil umweltfreundlich fahren können.“ Denen müsse der Staat bei einem Umstieg auf neuere Fahrzeuge helfen. Nachrüstlösungen für Euro-4 „kenne ich im Moment keine, da wird wohl nur das Auswechseln bleiben, je nachdem, wie betroffen die Besitzer vom ersten Fahrverbot sind. Ob es für die rund 206.000 regionalen Euro-5-er Softwareupdates oder technische Nachrüstlösungen gibt, „ist im Moment noch vollkommen offen, ebenso wie die Frage, ob die Autohersteller dafür gerade stehen.“

Region

 

 

Diesel zum 01.01.2017

541.647

%

Euro 1

1.736

0,32

Euro 2

23.785

4,39

Euro 3

69.899

12,90

Euro 4

121.314

22,40

Euro 5

206.132

38,06

Euro 6

117.137

21,63

sonstige

1.644

0,30

Stuttgarter Run auf gebrauchte Diesel geht weiter, Pkw-Neuzulassungen schwächeln deutlich

Stuttgarter Run auf gebrauchte Diesel geht weiter, Pkw-Neuzulassungen schwächeln deutlich

Kraftfahrzeuginnung: 

Stuttgarter Run auf gebrauchte Diesel geht weiter, Pkw-Neuzulassungen schwächeln deutlich

Stuttgart. Über 1.000 gebrauchte Diesel mehr als vor einem Jahr wurden im April in Stuttgart angemeldet. Damit liegt der Zuwachs bei 89,8 Prozent. Obermeister Torsten Treiber tippt darauf, „dass da viele Jahreswagen und junge Gebrauchte mit Euro-6 ältere Dieselfahrzeuge ersetzen“. Seit August 2015 durften nur noch Neuwagen mit dieser Norm verkauft werden, deswegen kommen solche Fahrzeuge jetzt auf den Markt. Der Bestand an Euro-4-Dieseln habe nach der jetzt vorliegenden jüngsten Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes (Stand 01.01.217) zu Jahresanfang in Stuttgart von 22.218 Pkw auf 20.293 Pkw abgenommen. „Auf den ersten Blick verblüffender ist der Rückgang der Euro-5-Diesel von 47.740 auf 40.400“, sagt Innungsgeschäftsführer Christan Reher: „Das ist aber logisch, da haben Leasingverträge für Euro-5-Diesel- Firmenwagen geendet.“ Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Innung: „Wie weit solche Euro-5-Fahrzeuge jetzt von Schnäppchenjägern gekauft werden, lässt sich allerdings anhand der vorliegenden Daten nicht sagen. Da müsste das KBA eine neue Auswertung zum 30. April machen.“

Die Zulassungsstelle der Stadt meldet für April 4.766 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 588 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von elf Prozent. Damit liegt Stuttgart schlechter als der Bundesdurchschnitt mit minus acht Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 84 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 916 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.214 Halterwechsel registriert, 1.018 oder 24,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat Stuttgart damit mit 18.879 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 51 oder 0,3 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.211 Besitzumschreibungen 2.360 oder 15,3 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt in Stuttgart bei den Neuwagen im bundesweiten Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln, im Gebrauchtwagenbereich aber vollkommen untypisch: Denn bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.766 Neuzulassungen im April 1.845 Pkw oder 38,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 531 Diesel-Pkw oder 22,3 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen aber setzt sich der Dieselboom vom März (plus 110,1 Prozent) fort. Hier wurden bei 3.214 Halterwechseln 2.219 Diesel (69 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.050 Pkw / plus 89,8 Prozent).

Stuttgart hat mit aktuell 108.155 Diesel-Pkw nach wie vor die meisten Diesel in der Region am Start, gegenüber dem Vorjahr sind es 522 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 108.643 ging der Bestand allerdings leicht zurück. Und zum Jahresanfang hatte das Kraftfahrt-Bundesamt am 1. Januar Stuttgarter 110.759 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel

110.759

%

Euro 1

191

0,17

Euro 2

3.968

3,58

Euro 3

11.644

10,51

Euro 4

20.293

18,32

Euro 5

40.400

36,48

Euro 6

34.048

30,74

sonstige

215

 

Vor allem die Euro-4-Diesel hat die Innung im Auge, wenn sie eine Umstiegsprämie für alte Diesel-Pkw fordert, sagt Torsten Treiber: „Das sind Autos von Privatleuten, die sicher davon ausgegangen sind, dass sie ihre Autos mit grüner Plakette lange, weil umweltfreundlich fahren können.“ Nachrüstlösungen werde es da sicher nicht geben. „Verblüffend“ findet der Obermeister den Bestand von Euro-3-Dieseln: „Ein Teil sind vielleicht Oldtimer, aber 11.644 sind insgesamt doch recht viel.“

 

 

Dieseldämmerung und Dieselboom liegen in der Region dicht beieinander

Dieseldämmerung und Dieselboom liegen in der Region dicht beieinander

Kraftfahrzeuginnung: Auf Fahrverbote verzichten oder Stuttgarter generell befreien

Dieseldämmerung und Dieselboom liegen in der Region dicht beieinander

Stuttgart. Gebrauchte Diesel waren im März ausgerechnet in Stuttgart gefragt wie nie: Im März haben sich dort die Besitzumschreibungen glatt verdoppelt. Bei Neu-Dieseln gab’s dagegen einen Rückgang von 6,8 Prozent. Der Rems-Murr-Kreis bricht derweil derzeit alle Dieselrekorde: plus 52 Prozent bei den Neuzulassungen, plus 47,4 Prozent bei den Gebrauchten. Nur bei den gebrauchten Dieseln wurde der Kreis im März ausgerechnet von Stuttgart übertrumpft. Für die Zulassungsstelle des Rems-Murr-Kreises ist dieser Hang zum Diesel ein Rätsel. Eins ist aber sicher „allein an den Firmenfahrzeugen liegt’s definitiv nicht“, sagt Michael Szauer, der Leiter der Zulassungsstelle. Die Kraftfahrzeuginnung fordere nach wie vor auf Fahrverbote ganz zu verzichten. Wenn die Landesregierung aber Fahrverbote für das gebotene Mittel halte, dann müssten alle Fahrzeuge mit Stuttgarter Kennzeichen davon befreit werden, verlangte Torsten Treiber im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Die optimale Lösung für eine schnelle Auswechslung von Diesel bis Euro 4 sei aber eine Umstiegsprämie für verschrottete Fahrzeuge, „damit die nicht woanders die Luft belasten.“ Unterm Strich „belasten die Diesel-Diskussionen aber wenigstens den Neuwagenmarkt nicht“, freut sich Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende angesichts eines Zuwachses der Neuzulassungen in Stuttgart im März um 7,1 Prozent und im Quartal von 4,7 Prozent.

Die „vielbesungene Dieseldämmerung“ (Torsten Treiber) liegt in der Region je nach Kreis dicht neben einem Dieselboom: „Der Dieselbestand hat Ende März einen neuen Rekord gebrochen“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Wir haben jetzt über 531.000 Diesel-Pkw in der Region. Vor einem Jahr waren es erst rund 525.000 gewesen.“ Was seiner Einschätzung nach auch daran liegt, „dass sich die Leute voll auf Herstellerangaben zum umweltfreundlichen Diesel verlassen haben.“ Seinen Worten nach, „warten wir in der Innung jetzt gespannt auf den Entwurf zum 3. Stuttgarter Luftreinhalteplan, der für den 6. Mai angekündigt ist.“

Stuttgart hat mit aktuell 108.643 die meisten Diesel in der Region am Start und damit einen neuen Bestandsrekord. Insgesamt hat auch der Pkw-Bestand in der Stadt einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 299.337 Pkw. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 5.528 Pkw-Neuzulassungen meldet, 365 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 7,1 Prozent. (Bund 11,4 Prozent). Darin sind 58 neue Elektro-Pkw und 152 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 904 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.973 Halterwechsel registriert, 316 oder 7,4 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: plus 8,2 Prozent). „Der Wermutstropfen der Märzbilanz“, sagt Roger Schäufele dazu. Die Quartalsbilanz hat auch zwei Seiten: Stuttgart hat mit 14.113 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 639 oder 4,7 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es aber nur 9.997 Besitzumschreibungen und damit 1.372 oder 12,7 Prozent weniger als 2016.

„Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 5.528 Neuzulassungen im März 2.164 Pkw oder 39,1 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 158 Diesel-Pkw oder 6,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen Dieselboom, hier betrafen von den 3.973 Halterwechseln 2.714 Diesel (68,3 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.422 Pkw / plus 110,1 Prozent).

Rems-Murr-Kreis: Dieselboom Teil 2

Der Rems-Murr-Kreis bricht derzeit alle Dieselrekorde: plus 52 Prozent bei den Neuzulassungen, plus 47,4 Prozent bei den Gebrauchten. Hier sind aktuell 81.030 Diesel im Bestand, das ist ein neuer Bestandsrekord. Der Pkw-Bestand hat auch einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 254.134 Pkw. Bei den Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle 1.741 Pkw-Neuzulassungen, 66 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent. Darin sind 15 neue Elektro-Pkw und 35 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 273 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.816 Halterwechsel registriert, 301 oder 8,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quartalsbilanz zeigt mit 4.569 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 613 oder 15,5 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 9.990 Besitzumschreibungen und damit 301 oder 8,6 Prozent mehr als 2016. „Da sind wir schon wieder über den Vorjahreszahlen“, sagt Kreisvorsitzender Reiner Äckerle

Von den 1.741 Neuzulassungen entfielen im März 567 Pkw oder 32,6 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um 194 Diesel-Pkw oder 52 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen fast gleich großen Zuwachs. Hier betrafen von den 3.816 Halterwechseln 1.035 Diesel (27,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 333 oder 47,4 Prozent zu.

Kreis Ludwigsburg: Dieselplus bei Neu-Pkw

Der Kreis Ludwigsburg hat aktuell 100.176 Diesel am Start und damit einen neuen Bestandsrekord. Insgesamt hat auch der Pkw-Bestand im Kreis einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 321.482 Pkw. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 2.810 Pkw-Neuzulassungen meldet, 407 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 16,9 Prozent. Enthalten sind 23 neue Elektro-Pkw und 49 neue Hybridfahrzeuge. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 465 Pkw. 4.790 Halterwechsel wurden registriert, 482 oder 11,2 Prozent mehr als vor einem Jahr Die Quartalsbilanz hat nur positive Seiten: Sie zeigt mit 5.821 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 592 oder 11,3 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 12.051 Besitzumschreibungen und damit 143 oder 1,2 Prozent mehr als 2016.

Von den 2.810 Neuzulassungen im März entfallen 1.198 Pkw oder 42,6 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um 116 Diesel-Pkw oder 10,7 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen leichten Rückgang, von den 4.790 Halterwechseln waren 1.298 Diesel (27,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 20 oder 1,5 Prozent ab.

Kreis Esslingen: neue Autos plus, neue Diesel minus

Der Dieselbestand ist auch im Kreis Esslingen auf Rekordhöhe. Aktuell sind es 103.126 Diesel. Auch der Pkw-Bestand hat im Kreis einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 318.016 Pkw. Bei den März-Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 2.407 Pkw-Neuzulassungen meldet, 188 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent. Darin sind 21 neue Elektro-Pkw und 31 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 363 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 4.635 Halterwechsel registriert, 440 oder 10,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quartalsbilanz hat auch nur positive Seiten: Sie zeigt mit 6.029 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 326 oder 5,7 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 11.747 Besitzumschreibungen und damit 564 oder fünf Prozent mehr als 2016.

Von den 2.407 Neuzulassungen im März waren 800 Pkw oder 33,2 Prozent Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 150 Diesel-Pkw oder 15,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 4.635 Halterwechseln 1.304 Diesel (28,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 100 oder 7,1 Prozent ab.

Kreis Böblingen: neue Autos und Gebrauchte gefragt

84.857 Diesel sind im Kreis Böblingen zugelassen. Das ist Bestandsrekord. Insgesamt liegt der Pkw-Bestand im Kreis bei 243.183 Pkw, auch das ein Spitzenwert. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 3.585 Pkw-Neuzulassungen meldet, 198 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent. Darin sind 22 neue Elektro-Pkw und 57 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 621 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.600 Halterwechsel registriert, 156 oder 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr „Das rundet die Märzbilanz positiv ab“, sagt Thomas Höfle dazu. Die Quartalsbilanz ist auch im Plus: Sie zeigt mit 9.454 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 522 oder 5,8 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 9.325 Besitzumschreibungen und damit 51 oder 0,5 Prozent mehr als 2016.

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 3.585 Neuzulassungen im März 1.245 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 46 Diesel-Pkw oder 3,6 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 3.600 Halterwechseln 1.038 Diesel (28,8 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 139 oder 11,8 Prozent ab.

Kreis Göppingen: mal wieder vierstellige Zulassungen

Mit 53.184 Dieseln hat der Kreis Göppingen als kleinster Kreis auch den regionsweit niedrigsten Bestand, aber auch das ist Bestandsrekord. Insgesamt liegt der Pkw-Bestand im Kreis bei 158.490 Pkw, mehr gab’s noch nie. 1.013 Pkw-Neuzulassungen (erstmals seit 2015 wieder mal ein vierstelliger Wert) sind 198 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent. Darin sind vier neue Elektro-Pkw und 27 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 123 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.668 Halterwechsel registriert, 237 oder 9,7 Prozent mehr als vor einem Jahr Die Quartalsbilanz weist mit 2.522 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 323 oder 14,7 Prozent in den ersten drei Monaten aus. Bei den Gebrauchten sind es 6.659 Besitzumschreibungen und damit 38 oder 0,6 Prozent mehr als 2016.

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 1.013 Neuzulassungen im März 352 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 15 Diesel-Pkw oder 4,1 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 2.668 Halterwechseln 804 Diesel (30,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 24 oder 2,9 Prozent ab.

Torsten Treiber: Umstiegsprämie wäre gut

„Die Unwägbarkeiten des Marktes und die Unwägbarkeiten der Politik gehen wohl Hand in Hand“, schätzt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich Obermeister Torsten Treiber gegen pauschale Fahrverbote in Stuttgart ab 2018 ausgesprochen. Die Innung hält sie für ein ungeeignetes Mittel um bessere Luft in Stuttgart zu schaffen, weil der Verkehr nicht die einzige Schadstoffquelle ist. Wenn die Regierung trotzdem Fahrverbrote einführen will, dann müssten alle Fahrzeuge mit Stuttgarter Kennzeichen davon befreit werden: „Alle Arten von Ausnahmegenehmigungen sind bürokratisch viel zu aufwendig. Das Stuttgarter Kennzeichen genügt als Signal für freie Fahrt.“ Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter inklusive alle Betriebe müssten ausgenommen werden, weil sie Opfer der zu hohen Schadstoffwerte sind und nicht die Verursacher. Sie würden durch einen Zwang beispielsweise Diesel mit grüner Plakette ersetzen zu müssen „ungerechtfertigt bestraft und enteignet“, weil sie im Gegensatz zu anderen Bewohner der Region „keine Wahl haben und ihr Auto nicht für Fahrten in fahrverbotsfreie Gebiete behalten können“. Die Innung plädiert seit Beginn der Diskussion für eine Umstiegsprämie: „Die könnte das Problem entschärfen.“

Wenn Fahrverbote unbedingt sein müssten, könne der einfahrende Verkehr durch eine Kennzeichenregelung halbiert werden. Torsten Treiber: „An ungeraden Tagen dürfen die Fahrzeuge mit einer ungeraden Endziffer im Kennzeichen, an geraden Tagen dürfen Fahrzeug mit einer gerade Endziffer im Kennzeichen in die Fahrverbotszonen einfahren. Das ließe sich auch einfach kontrollieren.“ Bestimmte Fahrtziele wie Krankenhäuser, Ministerien, Verwaltungen, Firmen, „wie beispielsweise unsere Autohäuser“, könnten außerdem generell von einer Fahrverbotsregelung ausgenommen werden, ergänzt der Obermeister: „Damit würde sich ein Fahrverbot auf Pendler- und Durchfahrtsverkehr konzentrieren. Für diese Zielgruppe müsste die Politik dann entsprechende Umfahrungs- beziehungsweise ÖPNV-Möglichkeiten schaffen. Oder für Nachrüstlösungen sorgen, wenn es die denn gibt.“ Torsten Treiber und Christian Reher kündigen an, dass die Kraftfahrzeuginnung ihre Vorschläge im Beteiligungsverfahren zum neuen Luftreinhalteplan einbringen wird: „Aber jetzt sind wir erstmal gespannt, welche innovativen Ideen da drin stehen.“

Diesel-Neuzulassungen im Rems-Murr-Kreis verdoppelt, Stuttgart plus 2,2 Prozent

Diesel-Neuzulassungen im Rems-Murr-Kreis verdoppelt, Stuttgart plus 2,2 Prozent

Kfz-Innung: Regional unterschiedliche Entwicklung

Diesel-Neuzulassungen im Rems-Murr-Kreis verdoppelt, Stuttgart plus 2,2 Prozent

Stuttgart. Diesel hui oder Diesel pfui? Leichten Zuwachs bei neuen Diesel-Pkw gab es im Februar in Stuttgart mit plus 2,2. Einen Zulassungsrekord meldet der Rems-Murr-Kreis: Dort hat sich die Zahl der neuzugelassenen Diesel-Pkw mehr als verdoppelt (+108,5 Prozent). Auch gebrauchte Diesel waren dort heftig gefragt (+37,9 Prozent). Insgesamt war der Februar für die Branche kein Rekordmonat. Regional gingen die Zulassungszahlen bei den Pkw-Neuzulassungen um 0,3 Prozent bei den Besitzumschreibungen um 6,8 Prozent zurück. In Stuttgart hat es dabei den Markt der Gebrauchtwagen besonders hart getroffen: 20 Prozent weniger Besitzumschreibungen meldet die städtische Zulassungsstelle. Allerdings sind die darin enthaltenen Diesel mit einem Rückgang von 14,2 Prozent weniger betroffen als die Benziner, bei denen die Besitzumschreibungen um 34,4 Prozent einbrachen. Was Obermeister Torsten Treiber nicht verwundert: „In Stuttgart ist die Verunsicherung wahrscheinlich besonders groß, das wirkt sich überall aus.“

Im Rems-Murr-Kreis herrschte hingegen im Februar keine Verunsicherung. „Hier entwickelte sich schlicht alles gegen den Trend“, heißt das Fazit von Reiner Äckerle, dem Kreisvorsitzenden der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart angesichts der Zahlen in der jetzt vorliegenden Auswertung der Zulassungsstelle beim Landratsamt. Den Trend bei den Neuzulassungen beschreibt das Kraftfahrt-Bundesamt so: „Die Anzahl der dieselbetriebenen Pkw ging im Februar um 10,5 Prozent zurück.“ Alle Pkw zusammengenommen lagen die Zulassungen bundesweit um 2,6 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Rems-Murr-Kreis: plus 108,5 Prozent Diesel

Im Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle hingegen 1.501 Pkw-Neuzulassungen, 305 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 25,5 Prozent, von denen der Löwenanteil von 281 Fahrzeugen auf neue Diesel-Pkw entfällt. Außerdem sind darin sind acht Elektro-Pkw und 18 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 256 Pkw (Vorjahr: 198). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.172 Halterwechsel registriert, 36 oder 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 4,5 Prozent)

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 1.501 Neuzulassungen 540 Pkw oder 36,0 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 281 Diesel-Pkw oder 108,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.172 Halterwechseln 917 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln deutlich zu (252 Pkw / plus 37,9 Prozent). „Unlogisch ist diese Zunahme nicht“, kommentiert Reiner Äckerle die Entwicklung: „Das sind alles Euro-6-Diesel, die ja auch bei Fahrverboten oder Blauen Plakette keine Probleme haben dürften. Vielleicht ist der Rems-Murr-Kreis ja der Vorreiter einer neuen Entwicklung.“ Allerdings gibt es noch eine Besonderheit: Trotz dieser Zunahmen liegt der Dieselbestand im Rems-Murr-Kreis mit 81.020 Diesel-Pkw erstmals in einem Jahresvergleich unter dem des Vorjahres, wenn auch nur minimal mit drei Pkw.

Stuttgart: Diesel plus 2,2 Prozent

Zuwachs, wenn auch deutlich geringer meldet auch Stuttgart bei den Dieseln. Zusammengefasst „ist die Entwicklung bei den Neuzulassungen insgesamt noch relativ stabil verglichen mit dem Bundestrend, bei den Besitzumschreibungen deutlich schlechter“, sagt Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. In Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 4.103 Pkw-Neuzulassungen, 72 weniger als im Vorjahr. Das ist ein Minus von 1,7 Prozent. Darin sind 31 neue Elektro-Pkw und 100 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 861 Pkw. Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.024 Halterwechsel registriert, 757 oder 20 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Von den 4.103 Neuzulassungen entfielen 1.896 Pkw oder 46,2 Prozent auf Diesel. Das ist ein Zuwachs um 41 Diesel-Pkw oder 2,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.024 Halterwechseln 2.310 Diesel (76,4 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln ab (382 Pkw / -14,2 Prozent). Aktuell liegt der Dieselbestand im Kreis mit 108.981 Diesel-Pkw und damit um 2.120 Pkw über dem des Vorjahres mit 106.861.

Böblingen: Diesel minus 14,5 Prozent

„Nicht erfreulich“, nennt Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die Entwicklung im Kreis Böblingen, die die Zulassungsstelle meldet: 2.862 Pkw-Neuzulassungen sind 171 weniger als im Vorjahr (minus 5,6 Prozent). Darin sind 41 neue Elektro-Pkw und 45 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 606 Pkw (Vorjahr: 367). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.000 Halterwechsel registriert, 72 oder 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von den 2.862 Neuzulassungen waren 915 Pkw oder 32,0 Prozent Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 155 Diesel-Pkw oder 14,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.000 Halterwechseln 1.032 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (57 Pkw / -5,2 Prozent). Insgesamt liegt der Dieselbestand im Kreis Böblingen mit 84.597 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 513 Pkw über dem des Vorjahres mit 84.084.

Esslingen: Diesel minus 16,7 Prozent

Im Kreis Esslingen meldet die Zulassungsstelle 1.797 Pkw-Neuzulassungen, 106 weniger als im Vorjahr (minus von 5,6 Prozent). Darin sind 18 Elektro-Pkw und 31 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 350 Pkw. Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.751 Halterwechsel registriert, 47 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von den 1.797 Neuzulassungen waren 707 oder 39,3 Prozent Diesel-Pkw. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 142 Diesel-Pkw oder 16,7 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.751 Halterwechseln 1.155 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (82 Pkw / -6,6 Prozent). Trotz dieser Entwicklung liegt der Dieselbestand im Kreis mit 106.119 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 1.494 Pkw über dem des Vorjahres mit 102.100. Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Innung, hofft auf „bessere Zulassungswerte im März.“

Ludwigsburg: Diesel minus 16,7 Prozent

1.529 Pkw-Neuzulassungen, drei weniger als im Vorjahr waren es laut Zulassungsstelle im Kreis Ludwigsburg. Das ist ein Mini-Minus von 0,2 Prozent. Darin sind zehn Elektro-Pkw und 24 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 440 Pkw (Vorjahr 277). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.689 Halterwechsel registriert, 322 oder acht Prozent weniger als vor einem Jahr. Dieselmotoren hatten von den 1.529 Neuzulassungen 514 Pkw oder 33,6 Prozent. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 119 Diesel-Pkw oder 18,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.689 Halterwechseln 1.083 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (196 Pkw / -15,3 Prozent). Kreisvorsitzender Markus Klein: „Die Entwicklung bei den Neuzulassungen ist insgesamt stabil, bei Diesel und Gebrauchten etwas negativer als im Bundestrend, die ersten beiden Monate liegen aber insgesamt über dem Vorjahr.“ Was den Dieselbestand angeht, liegt der im Kreis mit 99.458 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 2.052 Pkw über dem des Vorjahres mit 97.406.

Göppingen: Diesel minus 6,9 Prozent

Gut gehalten hat sich im regionalen Vergleich der Kreis Göppingen: 722 Pkw-Neuzulassungen, sechs mehr als im Vorjahr waren es laut Zulassungsstelle, macht ein Plus von 0,8 Prozent. Darin sind drei Elektro-Pkw und 16 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 119 Pkw (Vorjahr 94). Desweiteren wurden 2.038 Halterwechsel registriert, 219 oder ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Von Dieselmotoren angetrieben werden von den 722 Neuzulassungen 269 Pkw oder 37,3 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um 20 Diesel-Pkw oder 6,9 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 2038 Halterwechseln 673 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (116 Pkw / -14,7 Prozent). Der Dieselbestand beträgt 53.263 Diesel-Pkw, 1.494 Pkw mehr als im Vorjahr mit 51.769.

Auf den Diesel-Gesamt-Bestand in der Region haben die aktuellen Entwicklungen bisher noch keinen negativen Einfluss: 533.438 Diesel-Pkw sind aktuell über 10.000 mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl beschreibt aber auch, „wie viele Menschen auf eine Lösung durch die Regierung warten“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „denn als sie ihrer Fahrzeuge gekauft haben, galten diese als die umweltfreundlichste Technologie.“

„Die Autohersteller haben uns eine Suppe eingebrockt, die nur schwer auszulöffeln ist“, sagte Obermeister Torsten Treiber jetzt bei der Regionaltagung der Kraftfahrzeuginnung vor rund 200 Innungsmitgliedern. „Wir diskutieren über Feinstaub, Diesel, Fahrverbote, Stickoxide, Abgaswerte und das alles genauso kunterbunt durcheinander, wie ich es gerade aufgezählt habe. Die Kollegen, die die Autos des Volkswagenkonzerns betreuen, rüsten Software nach. Alle Hersteller haben die Deutsche Umwelthilfe an der Backe, die sie darauf festnagelt, dass die Abgase, die aus dem Auspuff kommen, nicht so niedrig sind, wie sie auf dem Papier stehen.“

Der Diesel „ist der Prügelknabe. Unsere Kunden, die Diesel fahren, sind momentan die Gelackmeierten. Und auch wir haben ein Problem: Die Gebrauchtwagen auf unseren Höfen sind unser Kapital.“ Autobesitzern wie Autohändler hätten dabei das gleiche Problem, „wenn der Verkaufswert der Fahrzeuge sinkt, verlieren wir Geld, die Händler sogar Millionen.“ Dieser Schaden werde aber durch die Manipulationen der Hersteller verursacht: „Deswegen muss die Regierung einen Weg finden, unsere Kunden und unsere Betriebe vor diesem Schaden zu schützen und die Hersteller zur Verantwortung zu ziehen.“

Bestand, Neuzulassungen, Besitzumschreibungen

 

 

Nachfrage nach neuen Pkw regional ungebrochen, aber Diesel schwächeln

Nachfrage nach neuen Pkw regional ungebrochen, aber Diesel schwächeln

Kfz-Innung: Verbote sind zu wenig um den Bestand zu erneuern

Nachfrage nach neuen Pkw regional ungebrochen, aber Diesel schwächeln 

Stuttgart. Die Nachfrage nach Pkw ist in der Region Stuttgart ungebrochen: Die Zulassungszahlen in der Region sind im Januar um 15,2 Prozent auf insgesamt 12.910 Pkw gestiegen. Sie liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,5 Prozent. Benziner und andere Antriebsarten sind klare Favoriten bei den Käufern: Sie nahmen um 24,1 Prozent zu. „Die Nachfrage nach neuen Dieseln schwächelt dagegen deutlich, insgesamt wuchsen deren Neuzulassungen nur noch um 129 Diesel-Pkw oder 2,8 Prozent“, sagt Obermeister Torsten Treiber. Dabei seien die neuen Euro-6-Diesel ja von den aktuellen Fahrverbotsideen nicht betroffen: „Wir sehen, wie mächtig Stimmungen sind.“ Bei den Besitzumschreibungen sieht’s „aber noch nicht so schlimm aus, die sind in der Region nur um 0,8 Prozent zurückgegangen.“ Die Innung erneuert in diesem Zusammenhang ihre Forderung „nach einer Umstiegsförderung, die sich auch auf den Kauf schadstoffarmer Gebrauchtfahrzeuge erstreckt“, wie Innungsgeschäftsführer Christian Reher sagt.

Stuttgart: niedrigster Zuwachs aber ok 

In Stuttgart ist der Kreisvorsitzende Roger Schäufele „über die Januar-Werte, die die Zulassungsstelle meldet, etwas verblüfft: Hier haben die Besitzumschreibungen bei Dieseln sogar leicht zugenommen. „Aber ich schätze mal, dass das alles Euro-6-Diesel sind, denn die gibt es ja inzwischen auch als Gebrauchtfahrzeuge.“ Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 8,4 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt Stuttgart zwar regional auf dem letzten Platz, Roger Schäufele ist aus Sicht der Stuttgarter Kfz-Betriebe aber trotzdem zufrieden: „Bei den derzeitigen Diskussionen um die Stau- und Feinstaubhauptstadt Stuttgart hätte es schlimmer kommen können.“

Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 4.482 Pkw-Neuzulassungen, 346 mehr als im Vorjahr. Darin sind 59 Elektro-Pkw und 45 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 836 Pkw (Vorjahr: 597). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.289 Halterwechsel registriert, zehn oder 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 

Bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.482 Neuzulassungen mit 1.684 Pkw oder 37,6 Prozent etwas über ein Drittel auf Diesel entfiel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 92 Diesel-Pkw oder 5,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.289 Halterwechseln 2.324 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln auch leicht zu (14 Pkw / 0,6 Prozent). Aktuell liegt in Stuttgart der Dieselbestand mit 83.380 Pkw um 2.835 höher als im Januar 2016 mit 80.545. 

BB: Platz drei 

Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 19,7 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Kreis Böblingen regional auf Platz 3 und besser als der Bundesdurchschnitt. Hier meldet die Zulassungsstelle 3.007 Pkw-Neuzulassungen, 495 mehr als im Vorjahr. Darin sind 107 Elektro-Pkw und 27 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 573 Pkw (Vorjahr: 367). Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.776 Halterwechsel registriert, 33 oder 1,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Bei den Diesel-Pkw sind von den 3.007 Neuzulassungen mit 1.030 Pkw oder 34,3 Prozent etwas über ein Drittel auf Diesel entfallen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 30 Diesel-Pkw oder drei Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 2.776 Halterwechseln 971 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln ab (36 Pkw / minus 3,6 Prozent). Aktuell liegt im Kreis Böblingen der Dieselbestand mit 84.489 Pkw um 661 höher als im Januar 2016 mit 83.828. 

ES: höchster Dieselbestand 

Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Kreis Esslingen um 15,4 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016. 1.825 Pkw-Neuzulassungen sind 244 mehr als im Vorjahr. Darin sind zehn Elektro-Pkw und 52 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 231 Pkw (Vorjahr: 227). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.361 Halterwechsel registriert, 77 oder 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Diesel-Pkw sind in den 1.825 Neuzulassungen 698 oder 38,2 Prozent enthalten. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der um 73 Diesel-Pkw oder 9,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.361 Halterwechseln 1.077 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht zu (79 Pkw / 7,9 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 104.342 Pkw um 2.551 höher als im Januar 2016 mit 101.791 und am höchsten in der ganzen Region Stuttgart.

LB plus 14,5 Prozent 

Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 14,5 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Kreis Ludwigsburg regional zwar hinten aber immer noch besser als der Bundesdurchschnitt. Markus Klein ist deswegen zufrieden. Laut Zulassungsstelle gab es 1.482 Pkw-Neuzulassungen, 188 mehr als im Vorjahr. Darin sind sieben Elektro-Pkw und neun Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 429 Pkw (Vorjahr: 264). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.572 Halterwechsel registriert, 17 oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 1.482 Neuzulassungen 529 Pkw oder 35,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 14 Diesel-Pkw oder 2,6 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.572 Halterwechseln 1.105 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht ab (10 Pkw / minus 0,9 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 99.459 Pkw um 2.649 höher als im Januar 2016 mit 96.810. 

Rems-Murr: regional zweithöchster Zuwachs 

Mit einer Steigerung um 22,3 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Rems-Murr-Kreis in der Region bei den Neuzulassungen auf Platz zwei und deutlich besser als der Bundesdurchschnitt. Kleiner Wermutstropfen für Reiner Äckerle: „Bei den Besitzumschreibungen haben die Diesel um 3,4 Prozent abgenommen.“ Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 1.327 Pkw-Neuzulassungen, 242 mehr als im Vorjahr. Darin sind drei Elektro-Pkw und zehn Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 250 Pkw (Vorjahr: 188). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.002 Halterwechsel registriert, 200 oder 7,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

Bei den Diesel-Pkw haben von den 1.327 Neuzulassungen 483 Pkw oder 36,4 Prozent einen Dieselmotor. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 40 Diesel-Pkw oder neun Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.002 Halterwechseln 865 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht ab (30 Pkw / minus 3,4 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 99.459 Pkw um 2.649 höher als im Januar 2016 mit 96.810.

Wie es auf dem Automarkt und speziell auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiter gehen könnte, beschreibt Obermeister Torsten Treiber so: „Fahrverbote an Feinstaubtagen auf besonders belasteten Straßen in Stuttgart werden den Gebrauchtwagenmarkt belasten, aber sie werden ihn nicht zusammenbrechen lassen“. Solange die Fahrverbote auf ein paar kritische Feinstaubalarm-Tage beschränkt blieben, wie jetzt beschlossen, könne der Handel damit leben: „Bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen wird sich der schon zu beobachtende Trend hin zu anderen Antriebstechniken verstärken.“

Die Innung sieht nach aber wie vor mit Blick auf den Bestand eine Umstiegsprämie für sinnvoller an, um in der Region den Ersatz älterer Diesel-Pkw durch neue Pkw zu beschleunigen, ergänzt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Das Fördermodell müsse sich über alle Antriebsarten und auch auf Gebrauchtfahrzeuge erstrecken: „Diesel sind sehr langlebige Fahrzeuge, nachhaltig, wie sie die Politik immer gefordert hat. Die verschwinden nicht mit einem Federstrich.“

Diesel-Pkw-Besitzer „werden in der Region sicher Abschläge hinnehmen müssen, wenn sie ihre Fahrzeuge jetzt verkaufen wollen und keinen Euro-6-Diesel haben“, sagt Torsten Treiber Insgesamt dürften in der Region nur schätzungsweise 77.000 Diesel die Euro-6-Norm erfüllen, „aber wer an Feinstaubalarmtagen nicht über die B14 am Neckartor vorbei muss, sondern eine Alternative hat kann’s vermutlich gelassen sehen.“ Am kritischsten sieht er im Moment die Frage, „was bei den Firmen-Leasing-Dieseln passiert, die vor August 2015 gekauft wurden und 2018 in die Autohäuser zurückkommen. Da wird spannend sei, wie bei diesen Euro-5-Fahrzeugen die Restwertkalkulation passt. Denn diese Autos müssen die Händler annehmen und auch wieder auf den Markt bringen“ Die Händler hätten ansonsten schon im Vorfeld auf die derzeitige Fahrverbots- und Blaue-Plaketten-Diskussion reagiert, „und ihre Bestände an Dieseln reduziert.“

 
Home » Presse » Pkw-Zulassungen in der Region Stuttgart
Durch das Anklicken des Buttons "Ich stimme zu" erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies und der Datenverarbeitung durch die Webanalyse Piwik einverstanden. Detaillierte Informationen erhalten Sie unter Datenschutz.
Ich stimme zu