Zulassungszahlen Juni 2017

Zulassungszahlen Juni 2017

Kraftfahrzeuginnung: Dieselbesitzer warten zumeist ab

Beim Pkw-Bestand in der Region ist jetzt die 1,6-Millionen-Marke geknackt

Neuer Bestandsrekord bei Pkw in der Region Stuttgart: Zum 30. Juni wurde die 1,6 Millionen-Marke geknackt. Von den insgesamt 1.605.281 Pkw in der Region, sind 300.942 Pkw in Stuttgart gemeldet. Auch das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 107.204 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Stuttgarter Bestand beträgt damit rund 35,6 Prozent. „Der Diesel-Bestand sinkt damit leicht, aber Stuttgart bleibt die regionale Dieselhochburg“, kommentiert Obermeister Torsten Treiber die neuesten Zahlen. Das Wachstum beim Gesamt-Pkw-Bestand geht allerdings mit zurückgehenden Werten bei den Zulassungen einher: „Im Juni gingen die Pkw-Neuzulassungen in Stuttgart um 10,3 Prozent und die Besitzumschreibungen um 20,7 Prozent zurück“, sagt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende der Innung. Dass der Pkw-Bestand neue Höchstwerte erreichte, passt dennoch dazu. „Der Stuttgarter Markt ist durch das Fahrverbots-Chaos vollkommen durcheinander“ sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „die meisten warten einfach ab, das senkt die Nachfrage. Da aber beispielsweise Firmen zusätzliche Autos brauchen, sorgen diese Fahrzeuge immer noch für Wachstum im Bestand.“ Was die alten Diesel angeht, tut sich inzwischen etwas: „Ministerpräsidenten fordern Diesel-Prämie“, schlagzeilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 8. Juli: „Das geht in Richtung der von uns geforderten Umstiegsprämie“, freut sich Obermeister Torsten Treiber: „Es bringt halt doch was, dass wir Horst Seehofer direkt angeschrieben haben.“

Fahrzeugmarkt in der Region teilweise paradox

Stuttgart diskutiert Fahrverbote, der Stuttgarter Automarkt reagiert darauf ebenso wie der Automarkt in der Region, aber uneinheitlich: „Teilweise sehen die Entwicklungen vollkommen paradox aus“, sagt Obermeister Torten Treiber. So ist in Stuttgart beispielsweise der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit 924 Fahrzeugen weniger, massiv um 20,3 Prozent auf 3.533 Fahrzeuge eingebrochen (Bund minus 0,8 Prozent). Die Halbjahresbilanz zeigt einen Rückgang von 3.841 Besitzumschreibungen oder 16 Prozent auf 20.239 Halterwechsel. „Das ist für die Autohäuser nicht lustig“, sagt Roger Schäufele, „denn sie verkaufen in diesem Markt die hochwertigen Wagen und das Gebrauchtwagengeschäft ist für den wirtschaftlichen Erfolg wichtig.“

Da hilft es auch wenig, wenn die Neuzulassungen unter dem Strich im ersten Halbjahr im Plus bleiben, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 4.459 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle der Stadt für Juni, 514 oder 10,3 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 28.743 Pkw aber noch um 526 Pkw oder 1,9 Prozent höher als 2016. „Hört sich gut an“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Der Pferdefuß ist, dass durch diese Verkäufe vor allem die Gewinne der Hersteller steigen, die Autohäuser haben da dank niedriger Margen kaum etwas davon.“

Ein spezielles Feld sind in diesem Zusammenhang die Diesel-Pkw. In Stuttgart sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 761 Fahrzeuge oder 31,7 Prozent. „Eine Zurückhaltung, die eigentlich weder in Stuttgart noch in der Region Sinn macht“, sagt der Pressesprecher der Innung Frank Schnierle, der Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses ist: „Euro-6-er Diesel sind ja eigentlich problemlos was Fahrverbote angeht. Da zeigt sich, wie viel Vertrauen verloren gegangen ist“. Bei den Gebrauchten wechseln speziell die Stuttgarter „wohl weiter alte Diesel aus“: Wie in den Vormonaten sind gebrauchte Diesel der Renner bei den Besitzumschreibungen. 2.645 Halterwechsel, die die Zulassungsstelle meldet, sind gut doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Unterm Strich gibt es in Stuttgart einen leicht sinkenden Diesel-Bestand (107.204 = minus 1.282 Pkw oder minus 1,2 Prozent). Elektroautos sind weiter ein Nischenprodukt: „Aktuell haben wir in Stuttgart 997 Elektroautos“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher.

Dieselliebhaber im Rems-Murr-Kreis

Eine regionale Hochburg der Diesel-Liebhaber ist der Rems-Murr-Kreis. Dort stiegen die Neuzulassungen von Dieseln im Juni um 30 Pkw oder 5,9 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel noch mehr gefragt: 194 mehr als 2016 gleich plus 24,5 Prozent. Die Nachfrage nach gebrauchten Nicht-Dieseln sank um 581 gleich minus 19,5 Prozent. „Da lässt sich schon ein Trend für den Diesel herauslesen“, sagt Reiner Äckerle. „Allerdings zeigen die regionalen Zahlen auch, dass wir mit der Liebe zum Diesel weitgehend allein stehen.“

Allerdings ist im Rems-Murr-Kreis der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit 387 Fahrzeugen weniger, um 10,2 Prozent auf 3.389 Fahrzeuge eingebrochen. Die Halbjahresbilanz zeigt einen Rückgang von 133 Besitzumschreibungen oder 0,7 Prozent auf 20.025 Halterwechsel. Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni 1.732, 223 oder 11,4 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 9.534 Pkw aber um 467 Pkw oder 5,2 Prozent höher als 2016. Das ist nach Göppingen (5,5 Prozent) der zweithöchste regionale Wert.

256.011 Pkw sind insgesamt im Rems-Murr-Kreis gemeldet. Auch das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 81.080 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 31,7 Prozent. Insgesamt gab‘s im Vergleich zu 2016 damit einen leicht steigenden Diesel-Bestand (81.080 = plus 181 Pkw oder plus 0,2 Prozent). Im Bestand sind im Rems-Murr-Kreis 295 Elektroautos - auch hier ein Nischenprodukt.

Kreis Esslingen: Zuwachs bei Gebrauchten

Im Kreis Esslingen der Markt bei den Besitzschreibungen im Juni mit einer Besitzumschreibung mehr nur minimal um 0,02 Prozent auf 4.154 Fahrzeuge gewachsen. Die Halbjahresbilanz zeigt einen Zuwachs von 569 Besitzumschreibungen oder 2,4 Prozent auf 23.899 Halterwechsel. „Wir sind der einzige Kreis in der Region, der da noch Zuwachs hat“, sagt Frank Schnierle. „Das ist für die Autohäuser wichtig.“ Die Neuzulassungen sind unter dem Strich im ersten Halbjahr auch minimal im Plus geblieben, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 2.493 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 135 oder 5,1 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 19.780 Pkw aber noch um 89 Pkw oder 0,7 Prozent höher als 2016.

Bei den Diesel-Pkw sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 20 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 71 weniger gleich minus 8,7 Prozent. Allerdings sank die Nachfrage nach Nicht-Dieseln auch: 119 weniger oder minus 7,3 Prozent. „Da lässt sich aktuell kein klarer Trend gegen den Diesel herauslesen“, sagt Frank Schnierle.

Insgesamt sind 320.419 Pkw im Kreis Esslingen gemeldet. Das ist ein neuer Spitzenwert. Von denen haben 106.164 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 33,1 Prozent. Damit gab es noch einen im Vergleich zu 2016 leicht steigenden Diesel-Bestand (106.164 = plus 1.218 Pkw oder plus 1,2 Prozent). Elektroautos wurden zum 30. Juni 407 gezählt.

Kreis Böblingen: 34,6 Prozent Diesel

Besitzschreibungen waren es im Kreis Böblingen im Juni 327 weniger. Das ist ein Rückgang um 9,4 Prozent auf 3.162 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz zeigt ebenfalls einen Rückgang von 352 Besitzumschreibungen oder 1,8 Prozent auf 18.922 Halterwechsel. „Das ist für die Autohäuser keine gute Nachricht“, sagt Thomas Höfle, „das Gebrauchtwagengeschäft ist für den wirtschaftlichen Erfolg der Autohäuser mitentscheidend.“ Die Neuzulassungen blieben im ersten Halbjahr minimal im Plus trotz des Minus im Juni: 3.439 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den Monat, 406 oder 10,6 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 19.780 Pkw noch um 174 Pkw oder 0,9 Prozent höher als 2016.

Bei den Diesel-Pkw sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 221 Fahrzeuge oder 16,7 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 31 weniger gleich minus 2,6 Prozent. Allerdings sank die Nachfrage nach Nicht-Dieseln noch stärker: 296 weniger oder minus 12,8 Prozent.

Insgesamt sind 244.680 Pkw im Kreis Böblingen gemeldet. Auch hier ist das neuer Bestandsrekord. Von der Gesamtzahl haben 84.651 einen Diesel-Motor. Deren Anteil am Bestand im Kreis beträgt damit rund 34,6 Prozent. Das ist nach Stuttgart der zweithöchste Wert in der Region. Es ist aber auch ein leicht sinkender Diesel-Bestand (84.651 = minus 116 Pkw oder minus 0,1 Prozent). Elektroautos spielen weiter eine Mini-Rolle: „Aktuell haben wir im Kreis Böblingen 684 Elektroautos“, sagt Thomas Höfle.

Kreis Ludwigsburg: Gebrauchte im Minus, Neue Plus

Bei den Besitzumschreibungen gibt es im Kreis Ludwigsburg in der Halbjahresbilanz ein Minus: Der Juni brachte mit 275 Fahrzeugen weniger einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 4.178 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz weist einen Rückgang von 462 Besitzumschreibungen oder 1,9 Prozent auf 24.211 Halterwechsel aus. Die Neuzulassungen bleiben im ersten Halbjahr deutlich im Plus, auch wenn der Juni ins Minus drehte: 2.156 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 80 oder 3,6 Prozent weniger als 2016. Die Halbjahresbilanz liegt mit 12.104 Pkw aber um 582 Pkw oder 5,1 Prozent höher als 2016. Das ist nach Göppingen (5,5 Prozent) und dem Rems-Murr-Kreis (5,2 Prozent) der dritthöchste Wert im Innungsgebiet.

Im Kreis Ludwigsburg sanken die Neuzulassungszahlen der Diesel im Juni um 182 Fahrzeuge oder 20,3 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 224 weniger gleich minus 15,8 Prozent. Die Nachfrage nach Nicht-Dieseln sank um 51 gleich minus 1,7 Prozent. „Da lässt sich für den Kreis Ludwigsburg schon ein Trend gegen den Diesel herauslesen“, sagt Kreisvorsitzender Markus Klein.

Insgesamt gibt’s aber im Vergleich zu 2016 noch einen leicht steigenden Diesel-Bestand (99.532 = plus 427 Pkw oder plus 0,4 Prozent). Insgesamt waren Ende Juni 323.589 Pkw im Kreis Ludwigsburg gemeldet. 99.532 mit Diesel-Motor sind ein Anteil am Bestand von rund 30,8 Prozent. Elektroautos sind deutlich weniger auf der Straße: 521.

Kreis Göppingen: Spitzenreiter bei Neuzulassungen

Bei den Besitzumschreibungen steht auch im Kreis Göppingen in der Halbjahresbilanz ein Minus: Der Juni brachte mit 190 Fahrzeugen weniger einen Rückgang um 7,8 Prozent auf 2.248 Fahrzeuge. Die Halbjahresbilanz verzeichnet einen Rückgang von 496 Besitzumschreibungen oder 3,6 Prozent auf 13.237 Halterwechsel. Die Neuzulassungen bleiben dagegen im ersten Halbjahr deutlich im Plus: 954 Pkw-Neuzulassungen meldete die Zulassungsstelle beim Landratsamt für Juni, 18 oder 1,9 Prozent mehr als 2016. Für die ersten sechs Monate liegt die Gesamtzahl damit mit 12.104 Pkw um 271 Pkw oder 5,5 Prozent höher als 2016. Damit ist Göppingen vor dem Rems-Murr-Kreis (5,2 Prozent) und dem Kreis Ludwigsburg (5,1 Prozent) regionaler Spitzenreiter.

Bei den Dieseln sanken die Neuzulassungszahlen im Juni um 20 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent. Bei den Gebrauchten waren Diesel auch weniger gefragt: 71 weniger gleich minus 8,7 Prozent. Die Nachfrage nach Nicht-Dieseln sank um 119 gleich minus 7,3 Prozent. Insgesamt gibt’s aber im Vergleich zu 2016 bei einem Gesamtbestand von 159.640 Pkw noch einen leicht steigenden Diesel-Bestand (54.405 = plus 1.058 Pkw oder plus zwei Prozent). 54.405 Pkw mit Diesel-Motor sind ein Anteil am Bestand von rund 34,8 Prozent - das ist der dritthöchste Wert in der Region. Elektroautos spielen auch hier nur eine Mini-Rolle: 141 sind vorhanden.

Im Diesel-Bestand läuft derweil schon die Modernisierung in der Region, schätzt Obermeister Torsten Treiber: „So richtig Schwung wird aber erst eine Umstiegsprämie bringen“. Seit der letzten Bundesratssitzung am 7. Juli wird die wahrscheinlicher: „Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben in Berlin finanzielle Anreize für den Kauf neuer Diesel-Pkw mit niedrigen Abgaswerten vorgeschlagen“, zitiert Torsten Treiber die FAZ. Horst Seehofer hat dabei vorgeschlagen dafür das Geld aus der Elektroautoprämie umzuwidmen, das in der Kasse vor sich hindümpelt: „Das macht durchaus Sinn“, sagt Christian Reher: „Aktuell haben wir in der Region ganze 3.045 Elektroautos, das sind gerade mal 500 mehr als zum Jahresanfang - ein Boom sieht anders aus.“

Mit Blick auf die Fahrverbote, „von denen unser Ministerpräsident sagt, dass er sie nicht will“, ist es laut Innung „entscheidend, die alten Diesel bis Euro 4 von der Straße zu holen. Die Software-Nachrüstung der Euro-5-Diesel bringt weniger und macht nur flankierend Sinn“, sagt Torsten Treiber und lässt Zahlen sprechen: „Wir haben um die 206.000 Euro-5-er in der Region. Wenn wir die Euro-5-er nachrüsten und auf die Hälfte des bisherig erlaubten NOx-Wertes (90 mg/km) kämen, sparen wir bei einer Durchschnittsfahrleistung von 10.000 Kilometer in Jahr 185 Tonnen NOx ein. Wenn wir die Euro-1- bis Euro-4-Diesel von der Straße holen, verschwinden mit denen 780 Tonnen NOx.“  

 

Region Stuttgart

 

 

Pkw-Bestand am

01.01.2017

 

 

Anzahl

Anteil %

Pkw insgesamt

1.595.211

 

Benzin

1.031.126

64,6

Andere

20.436

1,3

Diesel

543.649

34,1

davon

 

 

Euro 1

1.736

 

Euro 2

23.785

 

Euro 3

69.899

 

Euro 4

121.314

 

Euro 1 bis Euro 4

216.734

13,6

 

 

 

Euro 5

206.132

12,9

 

 

 

Euro 6

117.137

7,3

 

 

 

Sonstige

1.644

0,1

keine Einstuf.

2.002

0,1

 

 

 

Das heißt beim NOx-Ausstoß sieht’s so aus. Berechnungsgrundlage erlaubte Grenzwerte, nicht Realwerte / 10.000 km Fahrleistung im Jahr

 

 

 

NOx

 

 

 

10000

km/a

 

 

mg/km

to

Euro 1

1.736

500

8,68

Euro 2

23.785

500

118,93

Euro 3

69.899

500

349,50

Euro 4

121.314

250

303,29

Gesamt

 

 

780,39

 

 

 

 

Euro 5

206.132

180

371,04

 

 

 

 

Euro 6

117.137

80

93,71

 


Bei Euro 5 ist zu beachten: Laut Herstellern / Ministerpräsidenten-Veranstaltungen ist eigentlich nicht die obengenannte Hälfte der derzeit 371 Tonnen erreichbar, sondern nur ein Viertel also 93 Tonnen, weil nur die Hälfte der Dieselfahrzeuge nachrüstbar sein soll. Das blieb aus Vereinfachungsgründen unberücksichtigt.

Zulassungszahlen Mai 2017

Zulassungszahlen Mai 2017

Kraftfahrzeuginnung: Wieder Gebrauchtdiesel-Boom in der Landeshauptstadt  

Stuttgarter kaufen gebrauchte Diesel-Pkw weiter wie geschnitten Brot, bei Neuwagen lieber Benziner

Stuttgart. März plus 110,1 Prozent, April plus 89,8 Prozent, und jetzt Mai plus 151,2 Prozent. „Gebrauchte Diesel-Pkw laufen in Stuttgart wie geschnitten Brot“, staunt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Und das obwohl die Besitzumschreibungen insgesamt zurückgingen. Bei den Pkw-Neuzulassungen geht’s nach oben: „Hier haben wir mit einem Plus von 22,4 Prozent einen Rekordzuwachs“, freut sich Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende: „Die Neuwagenkäufer bevorzugen allerdings eindeutig Benziner und andere Antriebsarten - deren Zuwachs liegt bei 42,8 Prozent, während die Dieselnachfrage bei Neuzulassungen leicht um zwei Prozent schrumpfte.“ „Stuttgart führt bundesweite Trends trotz der Fahrverbotsdebatte teils ad Absurdum“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Allerdings tun sich alle Beteiligten schwer mit der Erklärung, woran das liegt. „Bei den Neuzulassungen spielen die Firmen die Schlüsselrolle, bei den Gebrauchten die Privatkunden und Letztere nutzen vermutlich die günstigen Dieselpreise um ältere Fahrzeuge gegen Euro-6-Diesel auszutauschen, die es ja inzwischen auch schon mehrere Jahre gibt“. Stuttgart hat dabei auch eine Sonderrolle in der Region: „Nirgendwo ist der Hang zum Gebraucht-Diesel so ausgeprägt wie hier“, sagt Torsten Treiber.

Im Bund lag im Mai der Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen bei 12,9 Prozent, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt. Bei den Besitzumschreibungen lag das Plus bei 4,1 Prozent. „Stuttgart toppt das bei den Neuzulassungen locker“, freut sich Roger Schäufele mit Blick auf die Zahlen, die von der Zulassungsstelle der Stadt kommen. Die meldet für Mai 5.405 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 989 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 22,4 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 48 neue Elektro-Pkw und 109 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 956 Pkw. Nach fünf Monaten hat Stuttgart damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 24.284 Pkw ein leichtes Plus von 1.040 oder 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Entwicklung bei den Dieseln sieht so aus: Mit minus 40 oder minus zwei Prozent sank die Dieselnachfrage bei den Neuwagen leicht. Von den 5.405 Neuzulassungen hatten im Mai 1.970 neue Pkw oder 36,4 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. „Der Anteil liegt also leicht unter dem Bundesdurchschnitt, dafür sind wir bei den Benzinern mit 63,6 Prozent stärker“, sagt Roger Schäufele.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai negativ. 3.495 Halterwechsel wurden registriert, macht 527 Pkw gleich 13,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 16.706 Besitzumschreibungen 2.917 oder 14,9 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Das Bild ändert sich aber frappierend, wenn speziell die Entwicklung bei den gebrauchten Dieseln betrachtet wird: „Der Gebrauchtwagenbereich entwickelt sich seit drei Monaten in Stuttgart im Vergleich zur Region und zum Bund bei den Dieseln vollkommen untypisch“, sagt Frank Schnierle der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und beneidet als Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses die Stuttgarter Kollegen „um diese hohe Dieselnachfrage. Denn eigentlich ist der Diesel für Händler derzeit ein Problemkind.“ Im Mai wurden bei den Gebrauchtfahrzeugen bei insgesamt 3.495 Besitzumschreibungen 2.645 Diesel (75,7 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart erneut massiv zu (1.592 Pkw / plus 151,2 Prozent). 

Im Bestand zeigen sich allerdings erstmals leichte Bremsspuren beim Diesel. „Da sind wohl ältere Fahrzeuge ausgemustert oder nach auswärts verkauft worden“, sieht Obermeister Torsten Treiber einen weiteren Beleg dafür, dass ein Fahrzeugaustausch läuft: Stuttgart hat aktuell mit 107.841 Diesel-Pkw 660 Diesel-Pkw weniger (- 0,6 Prozent) als vor einem Jahr im Bestand. Es hat aber immer noch die meisten Diesel in der Region am Start. Alles zusammengerechnet betrug der Dieselbestand in der Region Stuttgart am 31. Mai. 2017 insgesamt 533.540 Diesel. Das sind 5.742 oder 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

Inklusive der lokalen Besonderheiten, wuchs die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der Region im Vergleich zum Vorjahr um 2.106 Pkw oder 14,8 Prozent auf 16.327 und die der Besitzumschreibungen auf 21.277 (plus 592 oder 2,9 Prozent. Bei dieser Entwicklung, sagt Obermeister Torsten Treiber „müssen wir davon ausgehen, dass die IHK Recht hat, wenn sie aufgrund eines Gutachtens mehr Straßenbau fordert, um den Stau und die Verkehrsbelastung in und um Stuttgart zu verringern. Wir unterstützen das, denn alle Prognosen sagen, dass der Gesamt-Fahrzeugbestand nicht sinkt, sondern eher weiter wächst.“

Kreis Böblingen: Neue und Gebrauchte Diesel im Plus 

Für den Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle für Mai 3.750 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 397 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 11,8 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 24 neue Elektro-Pkw und 43 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 654 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 16.341 Pkw ein leichtes Plus von 580 oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 84 oder plus 7,1 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen wieder merklich. Von den 3.750 Neuzulassungen hatten im Mai 1.264 neue Pkw oder 33,7 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. „Der Anteil liegt also leicht unter dem Bundesdurchschnitt, dafür sind wir bei den Benzinern und anderen Antriebsarten mit 66,3 Prozent stärker“, sagt Kreisvorsitzender Thomas Höfle.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai positiv: 3.458 Halterwechsel wurden registriert, macht 326 Pkw gleich 10,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 15.760 Besitzumschreibungen 25 oder 0,2 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 3.458 Besitzumschreibungen 1.088 Diesel (31,5 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis ganz leicht zu (vier Pkw / plus 0,4 Prozent), aber zumindest gibt’s auch hier keinen negativen Trend.

Stabil zeigt sich auch der Diesel-Bestand. Im Kreis sind aktuell mit 84.680 Diesel-Pkw noch 40 Diesel-Pkw mehr zugelassen als vor einem Jahr.

Kreis Esslingen: Bei Gebrauchten höchster regionaler Zuwachs

Für den Kreis Esslingen meldet die Zulassungsstelle für Mai 2.242 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 57 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 2,6 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in der Region. In diesen Neuzulassungen sind 12 neue Elektro-Pkw und 48 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 385 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 10.476 Pkw ein leichtes Plus von 224 oder 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 26 oder plus 2,8 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen erstmals in diesem Jahr wieder an. Von den 2.242 Neuzulassungen hatten im Mai 969 neue Pkw oder 43,2 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen 56,8 Prozent aus. 

Bei den Gebrauchtwagen zeigt die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai nach oben: 4.249 Halterwechsel wurden registriert, macht 448 Pkw gleich 11,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit liegt der Kreis Esslingen hier regional an der Spitze. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 19.735 Besitzumschreibungen 568 oder drei Prozent mehr Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016. 

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 4.249 Besitzumschreibungen 1.292 Diesel (30,4 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich zu (127 Pkw / plus 10,9 Prozent).

Deutlich zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 106.101 Diesel-Pkw um 2.743 Diesel-Pkw oder 2,7 Prozent höher als vor einem Jahr.

Rems-Murr-Kreis: Diesel deutlich im Plus 

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle für Mai 1.735 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 168 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 10,7 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind neun neue Elektro-Pkw und 33 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 385 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 7.802 Pkw ein deutliches Plus von 690 oder 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung sowohl bei Neuwagen als auch bei Gebrauchten positiv. Mit plus 71 oder plus 15,7 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen erneut an. Von den 1.735 Neuzulassungen hatten im Mai 522 neue Pkw oder 30,1 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen 69,9 Prozent aus.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen im Mai auch im Plus: 3.620 Halterwechsel wurden registriert, macht 133 Pkw gleich 3,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr: Bei den Gebrauchten haben mit 16.636 Besitzumschreibungen 254 oder 1,6 Prozent mehr Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Gebrauchte Diesel waren im Mai in den insgesamt 3.620 Besitzumschreibungen 858 (23,7 Prozent) enthalten Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich zu (144 Pkw / plus 20,2 Prozent). De Besitzumschreibungen von Benzinern und anderen sanken dagegen sogar leicht: minus elf gleich minus 0,4 Prozent.

Zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 81.025 Diesel-Pkw um 1.197 Diesel-Pkw oder 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. 

Kreis Ludwigsburg: Höchster Zuwachs bei neuen Pkw

Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle für Mai 2.294 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 435 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 23,4 Prozent. Das ist der höchste Wert in der Region. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 43 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 480 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 9.948 Pkw ein deutliches Plus von 662 oder 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln ist die Entwicklung bei den Neuzulassungen positiv. Mit plus 88 oder plus 12,3 Prozent stieg die Dieselnachfrage bei den Neuwagen wieder an. Von den 2.294 Neuzulassungen hatten im Mai 804 neue Pkw oder 35 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. Andere Antriebsarten machen also 65 Prozent aus. 

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen insgesamt im Mai positiv: 4.178 Halterwechsel wurden registriert, macht 201 Pkw gleich 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr hat allerdings ein Minus: Bei den Gebrauchten haben mit 20.033 Besitzumschreibungen 187 oder 0,9 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016. 

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 4.178 Besitzumschreibungen 1.110 Diesel (26,6 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis deutlich ab (-194 Pkw / minus 14,9 Prozent). Damit ist der Kreis aber neben dem Kreis Göppingen der einzige, in dem gebrauchte Diesel verschmäht wurden. 

Nochmal zugenommen hat der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis liegt er mit 99.547 Diesel-Pkw um 1.030 Diesel-Pkw oder rund ein Prozent höher als vor einem Jahr.

Kreis Göppingen: Diesel nicht so gefragt 

Der Kreis Göppingen ist im Mai in der Region der einzige, der bei neuen und gebrauchten Dieseln-Pkw Rückgänge verzeichnen muss, obwohl die Zahlen sonst im Plus liegen. So meldet die Zulassungsstelle für Mai 901 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 60 mehr als im Vorjahr und damit ein Plus von 7,1 Prozent. In diesen Neuzulassungen sind zwei neue Elektro-Pkw und 29 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende Mai bei 130 Pkw. Nach fünf Monaten hat der Kreis damit bei den Neuzulassungen insgesamt mit 4.219 Pkw ein deutliches Plus von 253 oder 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Bei den Dieseln gibt’s ein Minus: Drei Dieselneuzulassungen sind ein minus von 0,8 Prozent. Das heißt aber nicht, dass der Diesel unbeliebt ist. Von den 901 Neuzulassungen hatten im Mai 363 neue Pkw oder 40,3 Prozent (Bundesanteil 40,1 Prozent) Dieselmotoren. 

Bei den Gebrauchtwagen ist die Gesamtentwicklung bei den Besitzumschreibungen insgesamt im Mai positiv: 2.277 Halterwechsel wurden registriert, macht elf Pkw gleich 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zwischenbilanz fürs Jahr hat allerdings ein Minus: Bei den Gebrauchten haben mit 10.989 Besitzumschreibungen 306 oder 2,7 Prozent weniger Pkw einen neuen Halter gefunden als 2016.

Bei den gebrauchten Dieseln wurden im Mai bei insgesamt 2.277 Besitzumschreibungen 739 Diesel (32,5 Prozent) zugelassen. Damit nahm die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln im Kreis etwas ab (-30 Pkw / minus 3,9 Prozent). Damit ist der Kreis aber neben dem Kreis Esslingen der einzige, in dem gebrauchte Diesel verschmäht wurden. 

Nochmal zugenommen hat auch hier der Diesel-Bestand im Vergleich zum Vorjahr. Im Kreis Göppingen liegt er mit 54.346 Diesel-Pkw um 1.392 Diesel-Pkw oder rund 2,6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Zulassungszahlen April 2017 nach Kreisen

Zulassungszahlen April 2017 nach Kreisen

Kraftfahrzeuginnung. Automarkt zeigt Spuren der Debatte

Stuttgarter kaufen mehr gebrauchte Diesel, Rems-Murr-Bürger auch mehr neue

Schlechte Nachrichten für rund 100.000 Menschen mit Euro-4-Dieseln in der Region (ohne Stuttgart). Für sie wird es kein Rein- oder Durchkommen mehr geben, wenn die Stuttgarter ab 1. Januar 2018 an Schadstoffalarmtagen an den Einfallstraßen die Zugbrücken hochziehen. Chancen haben allenfalls noch die rund 166.000 Euro-5-Diesel-Besitzer. Für die sieht Verkehrsminister Winfried Hermann die Möglichkeit auf Fahrverbote zu verzichten, wenn die Autohersteller den Schadstoffausstoß dieser Diesel senken, wie er bei der Vorstellung der Luftreinhaltepläne am Samstag im Stuttgarter Rathaus erneut erklärte. Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sieht es kritisch, „dass Menschen mit älteren Dieseln von der Politik zwar mit Fahrverbot belegt, aber ansonsten allein gelassen werden“. Die Innung werde sich im Luftreinhalteplan-Verfahren „für die Umstiegsprämie stark machen, die wir seit 2015 fordern und die längst hätte helfen können, das Problem zu entschärfen.“ Derweil zeigt der Pkw-Markt in der Region erste Spuren der Debatte inklusive Besonderheiten. Die Pkw-Nachfrage insgesamt ging im April in der Region um 10,5 Prozent bei Neuwagen und fünf Prozent bei Gebrauchten zurück. In Stuttgart boomen aber gebrauchte Diesel-Pkw (+89,8 Prozent). Im Rems-Murr-Kreis stieg die Nachfrage nach Dieseln bei Neuwagen um 15,2 Prozent und bei Gebrauchten um 15,9 Prozent. Und im Kreis Göppingen gab’s keinen Gebrauchtwagen-Run: Zwar meldete die Zulassungsstelle zuerst 4.053 Besitzumschreibungen, musste Ende Mai die Zahl aber auf 2.053 korrigieren.

„Hier kommst Du net rein“, heißt es ab 1. Januar 2018 an Schadstoffalarmtagen, wenn der neue Stuttgarter Luftreinhalteplan Wirklichkeit wird. Der Clou ist, dass es keine Fahrverbotszone gibt, sondern einzelne Straßen stückweise für Diesel ohne Euro-6-Norm gesperrt werden sollen. Was, wenn der B14-Tunnel in der Cannstatter Straße und der Heslacher Tunnel gesperrt werden, aber auch dafür sorgt, dass Hauptdurchgangsstraßen ausfallen. „Im Prinzip funktioniert das Ganze wie Zugbrücken an einer Burg“, sagt Christian Reher, Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Es gibt dann für die Betroffenen nur noch den Weg drum herum oder den Umstieg auf ÖPNV oder andere Autos.“

Dass in Stuttgart über 1.000 gebrauchte Diesel mehr als vor einem Jahr angemeldet wurden (+89,8 Prozent) könnte eine erste Folge der Debatten sein. Obermeister Torsten Treiber tippt darauf, „dass da viele Jahreswagen und junge Gebrauchte mit Euro-6 ältere Dieselfahrzeuge ersetzen“. Seit August 2015 durften nur noch Neuwagen mit dieser Norm verkauft werden, deswegen kommen solche Fahrzeuge jetzt auf den Gebrauchtwagen-Markt. Der Bestand an Euro-4-Dieseln habe nach der jetzt vorliegenden jüngsten Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes (Stand 01.01.217) zu Jahresanfang in Stuttgart von 22.218 Pkw auf 20.293 Pkw abgenommen. „Auf den ersten Blick verblüffender ist der Rückgang der Euro-5-Diesel von 47.740 auf 40.400“, sagt Innungsgeschäftsführer Christan Reher: „Das ist aber logisch, da haben Leasingverträge für Euro-5-Diesel- Firmenwagen geendet.“ Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Innung: „Wie weit solche Euro-5-Fahrzeuge jetzt von Schnäppchenjägern gekauft werden, lässt sich allerdings anhand der vorliegenden Daten nicht sagen. Da müsste das KBA eine neue Auswertung zum 30. April machen.“

Stuttgart: Weniger Zulassungen, gebrauchte Diesel gefragt

Die Zulassungsstelle der Stadt meldet für April 4.766 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 588 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von elf Prozent. Damit liegt Stuttgart schlechter als der Bundesdurchschnitt mit minus acht Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 84 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 916 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.214 Halterwechsel registriert, 1.018 oder 24,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat Stuttgart damit mit 18.879 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 51 oder 0,3 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.211 Besitzumschreibungen 2.360 oder 15,3 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt in Stuttgart bei den Neuwagen im bundesweiten Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln, im Gebrauchtwagenbereich aber vollkommen untypisch: Denn bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.766 Neuzulassungen im April 1.845 Pkw oder 38,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 531 Diesel-Pkw oder 22,3 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen aber setzt sich der Dieselboom vom März (plus 110,1 Prozent) fort. Hier wurden bei 3.214 Halterwechseln 2.219 Diesel (69 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.050 Pkw / plus 89,8 Prozent).

Stuttgart hat mit aktuell 108.155 Diesel-Pkw nach wie vor die meisten Diesel in der Region am Start, gegenüber dem Vorjahr sind es 522 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 108.643 ging der Bestand allerdings leicht zurück. Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 110.759 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

110.759

%

Euro 1

191

0,17

Euro 2

3.968

3,58

Euro 3

11.644

10,51

Euro 4

20.293

18,32

Euro 5

40.400

36,48

Euro 6

34.048

30,74

sonstige

215

0,19

 

Kreis Böblingen: Neue und Gebrauchte im Minus 

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Böblingen meldet für April 3.137 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 339 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 9,8 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind 24 neue Elektro-Pkw und 97 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 633 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.926 Halterwechsel registriert, 402 oder 12,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 12.591 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 183 oder 1,5 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 12.302 Besitzumschreibungen 351 oder 2,8 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Böblingen im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 3.137 Neuzulassungen im April entfielen 989 Pkw oder 31,5 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 395 Diesel-Pkw oder minus 28,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 2.926 Halterwechseln 940 Diesel (32,1 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (223 Pkw / minus 19,2 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 84.658 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 126 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 84.857 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 85.226 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

85.226

%

Euro 1

273

0,32

Euro 2

3.344

3,92

Euro 3

10.316

12,10

Euro 4

18.819

22,08

Euro 5

31.203

36,61

Euro 6

21.020

24,66

sonstige

251

0,29

 

Kreis Esslingen: sinkende Nachfrage nach Dieseln

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Esslingen meldet für April 2.205 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 159 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 6,7 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind acht neue Elektro-Pkw und 42 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 373 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.739 Halterwechsel registriert, 444 oder 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 8.234 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 167 oder 2,1 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 15.486 Besitzumschreibungen 120 oder 0,8 Prozent mehr als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Esslingen im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 2.205 Neuzulassungen im April entfielen 796 Pkw oder 36,1 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 217 Diesel-Pkw oder minus 21,4 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.739 Halterwechseln 1.004 Diesel (26,9 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (338 Pkw / minus 25,2 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 106.096 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 3.079 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 106.126 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 107.183 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

107.183

%

Euro 1

496

0,46

Euro 2

4.855

4,53

Euro 3

14.593

13,62

Euro 4

24.567

22,92

Euro 5

41.681

38,89

Euro 6

20.561

19,18

sonstige

430

0,40


Kreis Ludwigsburg: Über ein Viertel weniger Dieselzulassungen

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Ludwigsburg meldet für April 1.833 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 365 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 16,6 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind acht neue Elektro-Pkw und 39 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 471 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.804 Halterwechsel registriert, 531 oder 11,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 7.654 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 227 oder 3,1 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 15.855 Besitzumschreibungen 388 oder 2,4 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Ludwigsburg im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 1.833 Neuzulassungen im April entfielen 636 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 214 Diesel-Pkw oder minus 25,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.804 Halterwechseln 943 Diesel (24,8 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln deutlich ab (343 Pkw / minus 26,7 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 99.234 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 1.046 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 100.175 ging der Bestand allerdings leicht zurück.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 102.422 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

102.422

%

Euro 1

227

0,22

Euro 2

4.549

4,44

Euro 3

13.829

13,50

Euro 4

24.422

23,84

Euro 5

40.374

39,42

Euro 6

18.801

18,36

sonstige

220

0,21

 

Rems-Murr-Kreis: Bei neuen und gebrauchten Diesel gegen den Trend

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Waiblingen meldet für den Rems-Murr-Kreis für April 1.498 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 91 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 5,7 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind vier neue Elektro-Pkw und 21 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 275 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.026 Halterwechsel registriert, 344 oder 10,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 6.067 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 522 oder 33,9 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.016 Besitzumschreibungen 121 oder 0,9 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Rems-Murr-Kreis komplett gegen Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 1.498 Neuzulassungen im April entfielen 493 Pkw oder 32,9 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 65 Diesel-Pkw oder 15,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 3.026 Halterwechseln 858 Diesel (28,4 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ebenfalls zu (118 Pkw / plus 15,9 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 81.061 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 1.481 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 81.030 wuchs der Bestand auch leicht.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 81.880 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

81.880

%

Euro 1

332

0,41

Euro 2

4.498

5,49

Euro 3

11.876

14,50

Euro 4

20.131

24,59

Euro 5

30.711

37,51

Euro 6

14.030

17,13

sonstige

302

0,37

    

Kreis Göppingen: Gebrauchte minus 14,7 Prozent

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Göppingen meldet für April 796 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 130 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von 14 Prozent. (Bund minus acht Prozent). In diesen Neuzulassungen sind drei neue Elektro-Pkw und 22 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 125 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.053 Halterwechsel registriert, 355 oder 14,7 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat der Kreis damit mit 3.318 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 193 oder 6,2 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 8.712 Besitzumschreibungen 317 oder 3,5 Prozent wenige als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt im Kreis Göppingen voll im Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln: Von den 796 Neuzulassungen im April entfielen 309 Pkw oder 38,8 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 55 Diesel-Pkw oder -15,1 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen wurden bei 2.053 Halterwechseln 640 Diesel (31,2 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln ebenfalls ab (143 Pkw / minus 18,3 Prozent).

Der Kreis hat aktuell 53.153 Diesel-Pkw im Bestand, gegenüber dem Vorjahr sind es 984 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 53.184 sank der Bestand leicht.

Eine Analyse nach Schadstoffklassen bei den Dieseln hat das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt für den Diesel-Bestand zum 1. Januar vorgelegt. Da hatte das Kraftfahrt-Bundesamt 54.177 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel zum 01.01.2017

54.177

%

Euro 1

217

0,40

Euro 2

2.571

4,75

Euro 3

7.641

14,10

Euro 4

13.082

24,15

Euro 5

21.763

40,17

Euro 6

8.677

16,02

sonstige

226

0,42

 

Vor allem die über 120.000 Euro-4-Diesel in der Region (davon 20.000 in Stuttgart) hat die Innung derzeit im Auge, wenn sie eine Umstiegsprämie für ältere Diesel-Pkw fordert, sagt Torsten Treiber: „Das sind zumeist Autos von Privatleuten ins insbesondere Familien, die sicher davon ausgegangen sind, dass sie ihre Autos mit grüner Plakette lange, weil umweltfreundlich fahren können.“ Denen müsse der Staat bei einem Umstieg auf neuere Fahrzeuge helfen. Nachrüstlösungen für Euro-4 „kenne ich im Moment keine, da wird wohl nur das Auswechseln bleiben, je nachdem, wie betroffen die Besitzer vom ersten Fahrverbot sind. Ob es für die rund 206.000 regionalen Euro-5-er Softwareupdates oder technische Nachrüstlösungen gibt, „ist im Moment noch vollkommen offen, ebenso wie die Frage, ob die Autohersteller dafür gerade stehen.“

Region

 

 

Diesel zum 01.01.2017

541.647

%

Euro 1

1.736

0,32

Euro 2

23.785

4,39

Euro 3

69.899

12,90

Euro 4

121.314

22,40

Euro 5

206.132

38,06

Euro 6

117.137

21,63

sonstige

1.644

0,30

Zulassungszahlen April 2017

Zulassungszahlen April 2017

Kraftfahrzeuginnung: 

Stuttgarter Run auf gebrauchte Diesel geht weiter, Pkw-Neuzulassungen schwächeln deutlich

Stuttgart. Über 1.000 gebrauchte Diesel mehr als vor einem Jahr wurden im April in Stuttgart angemeldet. Damit liegt der Zuwachs bei 89,8 Prozent. Obermeister Torsten Treiber tippt darauf, „dass da viele Jahreswagen und junge Gebrauchte mit Euro-6 ältere Dieselfahrzeuge ersetzen“. Seit August 2015 durften nur noch Neuwagen mit dieser Norm verkauft werden, deswegen kommen solche Fahrzeuge jetzt auf den Markt. Der Bestand an Euro-4-Dieseln habe nach der jetzt vorliegenden jüngsten Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes (Stand 01.01.217) zu Jahresanfang in Stuttgart von 22.218 Pkw auf 20.293 Pkw abgenommen. „Auf den ersten Blick verblüffender ist der Rückgang der Euro-5-Diesel von 47.740 auf 40.400“, sagt Innungsgeschäftsführer Christan Reher: „Das ist aber logisch, da haben Leasingverträge für Euro-5-Diesel- Firmenwagen geendet.“ Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Innung: „Wie weit solche Euro-5-Fahrzeuge jetzt von Schnäppchenjägern gekauft werden, lässt sich allerdings anhand der vorliegenden Daten nicht sagen. Da müsste das KBA eine neue Auswertung zum 30. April machen.“

Die Zulassungsstelle der Stadt meldet für April 4.766 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 588 weniger als im Vorjahr und damit ein Minus von elf Prozent. Damit liegt Stuttgart schlechter als der Bundesdurchschnitt mit minus acht Prozent. In diesen Neuzulassungen sind 15 neue Elektro-Pkw und 84 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende April aber erst bei 916 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.214 Halterwechsel registriert, 1.018 oder 24,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 10,1 Prozent). Nach vier Monaten hat Stuttgart damit mit 18.879 Pkw bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 51 oder 0,3 Prozent. Bei den Gebrauchten sind es mit 13.211 Besitzumschreibungen 2.360 oder 15,3 Prozent weniger als 2016.

Werden die Diesel alleine betrachtet, entwickelt sich der Markt in Stuttgart bei den Neuwagen im bundesweiten Trend sinkender Nachfrage nach Dieseln, im Gebrauchtwagenbereich aber vollkommen untypisch: Denn bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.766 Neuzulassungen im April 1.845 Pkw oder 38,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 531 Diesel-Pkw oder 22,3 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen aber setzt sich der Dieselboom vom März (plus 110,1 Prozent) fort. Hier wurden bei 3.214 Halterwechseln 2.219 Diesel (69 Prozent) zugelassen. Damit nahm hier die Nachfrage nach gebrauchten Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.050 Pkw / plus 89,8 Prozent).

Stuttgart hat mit aktuell 108.155 Diesel-Pkw nach wie vor die meisten Diesel in der Region am Start, gegenüber dem Vorjahr sind es 522 mehr. Gegenüber dem Vormonat mit 108.643 ging der Bestand allerdings leicht zurück. Und zum Jahresanfang hatte das Kraftfahrt-Bundesamt am 1. Januar Stuttgarter 110.759 Diesel-Pkw in seinen Akten. Die verteilten sich nach Schadstoffklassen wie folgt:

Diesel

110.759

%

Euro 1

191

0,17

Euro 2

3.968

3,58

Euro 3

11.644

10,51

Euro 4

20.293

18,32

Euro 5

40.400

36,48

Euro 6

34.048

30,74

sonstige

215

 

Vor allem die Euro-4-Diesel hat die Innung im Auge, wenn sie eine Umstiegsprämie für alte Diesel-Pkw fordert, sagt Torsten Treiber: „Das sind Autos von Privatleuten, die sicher davon ausgegangen sind, dass sie ihre Autos mit grüner Plakette lange, weil umweltfreundlich fahren können.“ Nachrüstlösungen werde es da sicher nicht geben. „Verblüffend“ findet der Obermeister den Bestand von Euro-3-Dieseln: „Ein Teil sind vielleicht Oldtimer, aber 11.644 sind insgesamt doch recht viel.“

 

 

Zulassungszahlen März 2017

Zulassungszahlen März 2017

Kraftfahrzeuginnung: Auf Fahrverbote verzichten oder Stuttgarter generell befreien

Dieseldämmerung und Dieselboom liegen in der Region dicht beieinander

Stuttgart. Gebrauchte Diesel waren im März ausgerechnet in Stuttgart gefragt wie nie: Im März haben sich dort die Besitzumschreibungen glatt verdoppelt. Bei Neu-Dieseln gab’s dagegen einen Rückgang von 6,8 Prozent. Der Rems-Murr-Kreis bricht derweil derzeit alle Dieselrekorde: plus 52 Prozent bei den Neuzulassungen, plus 47,4 Prozent bei den Gebrauchten. Nur bei den gebrauchten Dieseln wurde der Kreis im März ausgerechnet von Stuttgart übertrumpft. Für die Zulassungsstelle des Rems-Murr-Kreises ist dieser Hang zum Diesel ein Rätsel. Eins ist aber sicher „allein an den Firmenfahrzeugen liegt’s definitiv nicht“, sagt Michael Szauer, der Leiter der Zulassungsstelle. Die Kraftfahrzeuginnung fordere nach wie vor auf Fahrverbote ganz zu verzichten. Wenn die Landesregierung aber Fahrverbote für das gebotene Mittel halte, dann müssten alle Fahrzeuge mit Stuttgarter Kennzeichen davon befreit werden, verlangte Torsten Treiber im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Die optimale Lösung für eine schnelle Auswechslung von Diesel bis Euro 4 sei aber eine Umstiegsprämie für verschrottete Fahrzeuge, „damit die nicht woanders die Luft belasten.“ Unterm Strich „belasten die Diesel-Diskussionen aber wenigstens den Neuwagenmarkt nicht“, freut sich Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende angesichts eines Zuwachses der Neuzulassungen in Stuttgart im März um 7,1 Prozent und im Quartal von 4,7 Prozent.

Die „vielbesungene Dieseldämmerung“ (Torsten Treiber) liegt in der Region je nach Kreis dicht neben einem Dieselboom: „Der Dieselbestand hat Ende März einen neuen Rekord gebrochen“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Wir haben jetzt über 531.000 Diesel-Pkw in der Region. Vor einem Jahr waren es erst rund 525.000 gewesen.“ Was seiner Einschätzung nach auch daran liegt, „dass sich die Leute voll auf Herstellerangaben zum umweltfreundlichen Diesel verlassen haben.“ Seinen Worten nach, „warten wir in der Innung jetzt gespannt auf den Entwurf zum 3. Stuttgarter Luftreinhalteplan, der für den 6. Mai angekündigt ist.“

Stuttgart hat mit aktuell 108.643 die meisten Diesel in der Region am Start und damit einen neuen Bestandsrekord. Insgesamt hat auch der Pkw-Bestand in der Stadt einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 299.337 Pkw. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 5.528 Pkw-Neuzulassungen meldet, 365 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 7,1 Prozent. (Bund 11,4 Prozent). Darin sind 58 neue Elektro-Pkw und 152 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 904 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.973 Halterwechsel registriert, 316 oder 7,4 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: plus 8,2 Prozent). „Der Wermutstropfen der Märzbilanz“, sagt Roger Schäufele dazu. Die Quartalsbilanz hat auch zwei Seiten: Stuttgart hat mit 14.113 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 639 oder 4,7 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es aber nur 9.997 Besitzumschreibungen und damit 1.372 oder 12,7 Prozent weniger als 2016.

„Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 5.528 Neuzulassungen im März 2.164 Pkw oder 39,1 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 158 Diesel-Pkw oder 6,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen Dieselboom, hier betrafen von den 3.973 Halterwechseln 2.714 Diesel (68,3 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln in Stuttgart massiv zu (1.422 Pkw / plus 110,1 Prozent).

Rems-Murr-Kreis: Dieselboom Teil 2

Der Rems-Murr-Kreis bricht derzeit alle Dieselrekorde: plus 52 Prozent bei den Neuzulassungen, plus 47,4 Prozent bei den Gebrauchten. Hier sind aktuell 81.030 Diesel im Bestand, das ist ein neuer Bestandsrekord. Der Pkw-Bestand hat auch einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 254.134 Pkw. Bei den Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle 1.741 Pkw-Neuzulassungen, 66 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent. Darin sind 15 neue Elektro-Pkw und 35 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 273 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.816 Halterwechsel registriert, 301 oder 8,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quartalsbilanz zeigt mit 4.569 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 613 oder 15,5 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 9.990 Besitzumschreibungen und damit 301 oder 8,6 Prozent mehr als 2016. „Da sind wir schon wieder über den Vorjahreszahlen“, sagt Kreisvorsitzender Reiner Äckerle

Von den 1.741 Neuzulassungen entfielen im März 567 Pkw oder 32,6 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um 194 Diesel-Pkw oder 52 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen fast gleich großen Zuwachs. Hier betrafen von den 3.816 Halterwechseln 1.035 Diesel (27,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 333 oder 47,4 Prozent zu.

Kreis Ludwigsburg: Dieselplus bei Neu-Pkw

Der Kreis Ludwigsburg hat aktuell 100.176 Diesel am Start und damit einen neuen Bestandsrekord. Insgesamt hat auch der Pkw-Bestand im Kreis einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 321.482 Pkw. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 2.810 Pkw-Neuzulassungen meldet, 407 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 16,9 Prozent. Enthalten sind 23 neue Elektro-Pkw und 49 neue Hybridfahrzeuge. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 465 Pkw. 4.790 Halterwechsel wurden registriert, 482 oder 11,2 Prozent mehr als vor einem Jahr Die Quartalsbilanz hat nur positive Seiten: Sie zeigt mit 5.821 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 592 oder 11,3 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 12.051 Besitzumschreibungen und damit 143 oder 1,2 Prozent mehr als 2016.

Von den 2.810 Neuzulassungen im März entfallen 1.198 Pkw oder 42,6 Prozent auf Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um 116 Diesel-Pkw oder 10,7 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es einen leichten Rückgang, von den 4.790 Halterwechseln waren 1.298 Diesel (27,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 20 oder 1,5 Prozent ab.

Kreis Esslingen: neue Autos plus, neue Diesel minus

Der Dieselbestand ist auch im Kreis Esslingen auf Rekordhöhe. Aktuell sind es 103.126 Diesel. Auch der Pkw-Bestand hat im Kreis einen neuen Höchststand erreicht: Er liegt bei 318.016 Pkw. Bei den März-Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 2.407 Pkw-Neuzulassungen meldet, 188 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent. Darin sind 21 neue Elektro-Pkw und 31 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 363 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 4.635 Halterwechsel registriert, 440 oder 10,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quartalsbilanz hat auch nur positive Seiten: Sie zeigt mit 6.029 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 326 oder 5,7 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 11.747 Besitzumschreibungen und damit 564 oder fünf Prozent mehr als 2016.

Von den 2.407 Neuzulassungen im März waren 800 Pkw oder 33,2 Prozent Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 150 Diesel-Pkw oder 15,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 4.635 Halterwechseln 1.304 Diesel (28,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 100 oder 7,1 Prozent ab.

Kreis Böblingen: neue Autos und Gebrauchte gefragt

84.857 Diesel sind im Kreis Böblingen zugelassen. Das ist Bestandsrekord. Insgesamt liegt der Pkw-Bestand im Kreis bei 243.183 Pkw, auch das ein Spitzenwert. Bei den Neuzulassungen sieht es so aus, dass die Zulassungsstelle 3.585 Pkw-Neuzulassungen meldet, 198 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent. Darin sind 22 neue Elektro-Pkw und 57 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 621 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.600 Halterwechsel registriert, 156 oder 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr „Das rundet die Märzbilanz positiv ab“, sagt Thomas Höfle dazu. Die Quartalsbilanz ist auch im Plus: Sie zeigt mit 9.454 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 522 oder 5,8 Prozent in den ersten drei Monaten. Bei den Gebrauchten sind es 9.325 Besitzumschreibungen und damit 51 oder 0,5 Prozent mehr als 2016.

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 3.585 Neuzulassungen im März 1.245 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 46 Diesel-Pkw oder 3,6 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 3.600 Halterwechseln 1.038 Diesel (28,8 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 139 oder 11,8 Prozent ab.

Kreis Göppingen: mal wieder vierstellige Zulassungen

Mit 53.184 Dieseln hat der Kreis Göppingen als kleinster Kreis auch den regionsweit niedrigsten Bestand, aber auch das ist Bestandsrekord. Insgesamt liegt der Pkw-Bestand im Kreis bei 158.490 Pkw, mehr gab’s noch nie. 1.013 Pkw-Neuzulassungen (erstmals seit 2015 wieder mal ein vierstelliger Wert) sind 198 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent. Darin sind vier neue Elektro-Pkw und 27 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Bei den Elektrofahrzeugen lag der Bestand damit Ende März aber erst bei 123 Pkw.

Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.668 Halterwechsel registriert, 237 oder 9,7 Prozent mehr als vor einem Jahr Die Quartalsbilanz weist mit 2.522 Pkw bei den Neuzulassungen ein Plus von 323 oder 14,7 Prozent in den ersten drei Monaten aus. Bei den Gebrauchten sind es 6.659 Besitzumschreibungen und damit 38 oder 0,6 Prozent mehr als 2016.

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 1.013 Neuzulassungen im März 352 Pkw oder 34,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus um 15 Diesel-Pkw oder 4,1 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen gab es auch einen Rückgang, hier betrafen von den 2.668 Halterwechseln 804 Diesel (30,1 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln im Kreis um 24 oder 2,9 Prozent ab.

Torsten Treiber: Umstiegsprämie wäre gut

„Die Unwägbarkeiten des Marktes und die Unwägbarkeiten der Politik gehen wohl Hand in Hand“, schätzt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich Obermeister Torsten Treiber gegen pauschale Fahrverbote in Stuttgart ab 2018 ausgesprochen. Die Innung hält sie für ein ungeeignetes Mittel um bessere Luft in Stuttgart zu schaffen, weil der Verkehr nicht die einzige Schadstoffquelle ist. Wenn die Regierung trotzdem Fahrverbrote einführen will, dann müssten alle Fahrzeuge mit Stuttgarter Kennzeichen davon befreit werden: „Alle Arten von Ausnahmegenehmigungen sind bürokratisch viel zu aufwendig. Das Stuttgarter Kennzeichen genügt als Signal für freie Fahrt.“ Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter inklusive alle Betriebe müssten ausgenommen werden, weil sie Opfer der zu hohen Schadstoffwerte sind und nicht die Verursacher. Sie würden durch einen Zwang beispielsweise Diesel mit grüner Plakette ersetzen zu müssen „ungerechtfertigt bestraft und enteignet“, weil sie im Gegensatz zu anderen Bewohner der Region „keine Wahl haben und ihr Auto nicht für Fahrten in fahrverbotsfreie Gebiete behalten können“. Die Innung plädiert seit Beginn der Diskussion für eine Umstiegsprämie: „Die könnte das Problem entschärfen.“

Wenn Fahrverbote unbedingt sein müssten, könne der einfahrende Verkehr durch eine Kennzeichenregelung halbiert werden. Torsten Treiber: „An ungeraden Tagen dürfen die Fahrzeuge mit einer ungeraden Endziffer im Kennzeichen, an geraden Tagen dürfen Fahrzeug mit einer gerade Endziffer im Kennzeichen in die Fahrverbotszonen einfahren. Das ließe sich auch einfach kontrollieren.“ Bestimmte Fahrtziele wie Krankenhäuser, Ministerien, Verwaltungen, Firmen, „wie beispielsweise unsere Autohäuser“, könnten außerdem generell von einer Fahrverbotsregelung ausgenommen werden, ergänzt der Obermeister: „Damit würde sich ein Fahrverbot auf Pendler- und Durchfahrtsverkehr konzentrieren. Für diese Zielgruppe müsste die Politik dann entsprechende Umfahrungs- beziehungsweise ÖPNV-Möglichkeiten schaffen. Oder für Nachrüstlösungen sorgen, wenn es die denn gibt.“ Torsten Treiber und Christian Reher kündigen an, dass die Kraftfahrzeuginnung ihre Vorschläge im Beteiligungsverfahren zum neuen Luftreinhalteplan einbringen wird: „Aber jetzt sind wir erstmal gespannt, welche innovativen Ideen da drin stehen.“

Zulassungszahlen Februar 2017

Zulassungszahlen Februar 2017

Kfz-Innung: Regional unterschiedliche Entwicklung

Diesel-Neuzulassungen im Rems-Murr-Kreis verdoppelt, Stuttgart plus 2,2 Prozent

Stuttgart. Diesel hui oder Diesel pfui? Leichten Zuwachs bei neuen Diesel-Pkw gab es im Februar in Stuttgart mit plus 2,2. Einen Zulassungsrekord meldet der Rems-Murr-Kreis: Dort hat sich die Zahl der neuzugelassenen Diesel-Pkw mehr als verdoppelt (+108,5 Prozent). Auch gebrauchte Diesel waren dort heftig gefragt (+37,9 Prozent). Insgesamt war der Februar für die Branche kein Rekordmonat. Regional gingen die Zulassungszahlen bei den Pkw-Neuzulassungen um 0,3 Prozent bei den Besitzumschreibungen um 6,8 Prozent zurück. In Stuttgart hat es dabei den Markt der Gebrauchtwagen besonders hart getroffen: 20 Prozent weniger Besitzumschreibungen meldet die städtische Zulassungsstelle. Allerdings sind die darin enthaltenen Diesel mit einem Rückgang von 14,2 Prozent weniger betroffen als die Benziner, bei denen die Besitzumschreibungen um 34,4 Prozent einbrachen. Was Obermeister Torsten Treiber nicht verwundert: „In Stuttgart ist die Verunsicherung wahrscheinlich besonders groß, das wirkt sich überall aus.“

Im Rems-Murr-Kreis herrschte hingegen im Februar keine Verunsicherung. „Hier entwickelte sich schlicht alles gegen den Trend“, heißt das Fazit von Reiner Äckerle, dem Kreisvorsitzenden der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart angesichts der Zahlen in der jetzt vorliegenden Auswertung der Zulassungsstelle beim Landratsamt. Den Trend bei den Neuzulassungen beschreibt das Kraftfahrt-Bundesamt so: „Die Anzahl der dieselbetriebenen Pkw ging im Februar um 10,5 Prozent zurück.“ Alle Pkw zusammengenommen lagen die Zulassungen bundesweit um 2,6 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Rems-Murr-Kreis: plus 108,5 Prozent Diesel

Im Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle hingegen 1.501 Pkw-Neuzulassungen, 305 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 25,5 Prozent, von denen der Löwenanteil von 281 Fahrzeugen auf neue Diesel-Pkw entfällt. Außerdem sind darin sind acht Elektro-Pkw und 18 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 256 Pkw (Vorjahr: 198). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.172 Halterwechsel registriert, 36 oder 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr (Bund: minus 4,5 Prozent)

Die Diesel-Pkw für sich genommen sieht es so aus, dass von den 1.501 Neuzulassungen 540 Pkw oder 36,0 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 281 Diesel-Pkw oder 108,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.172 Halterwechseln 917 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln deutlich zu (252 Pkw / plus 37,9 Prozent). „Unlogisch ist diese Zunahme nicht“, kommentiert Reiner Äckerle die Entwicklung: „Das sind alles Euro-6-Diesel, die ja auch bei Fahrverboten oder Blauen Plakette keine Probleme haben dürften. Vielleicht ist der Rems-Murr-Kreis ja der Vorreiter einer neuen Entwicklung.“ Allerdings gibt es noch eine Besonderheit: Trotz dieser Zunahmen liegt der Dieselbestand im Rems-Murr-Kreis mit 81.020 Diesel-Pkw erstmals in einem Jahresvergleich unter dem des Vorjahres, wenn auch nur minimal mit drei Pkw.

Stuttgart: Diesel plus 2,2 Prozent

Zuwachs, wenn auch deutlich geringer meldet auch Stuttgart bei den Dieseln. Zusammengefasst „ist die Entwicklung bei den Neuzulassungen insgesamt noch relativ stabil verglichen mit dem Bundestrend, bei den Besitzumschreibungen deutlich schlechter“, sagt Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. In Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 4.103 Pkw-Neuzulassungen, 72 weniger als im Vorjahr. Das ist ein Minus von 1,7 Prozent. Darin sind 31 neue Elektro-Pkw und 100 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 861 Pkw. Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.024 Halterwechsel registriert, 757 oder 20 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Von den 4.103 Neuzulassungen entfielen 1.896 Pkw oder 46,2 Prozent auf Diesel. Das ist ein Zuwachs um 41 Diesel-Pkw oder 2,2 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.024 Halterwechseln 2.310 Diesel (76,4 Prozent). Damit nahm hier die Nachfrage nach Dieseln ab (382 Pkw / -14,2 Prozent). Aktuell liegt der Dieselbestand im Kreis mit 108.981 Diesel-Pkw und damit um 2.120 Pkw über dem des Vorjahres mit 106.861.

Böblingen: Diesel minus 14,5 Prozent

„Nicht erfreulich“, nennt Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die Entwicklung im Kreis Böblingen, die die Zulassungsstelle meldet: 2.862 Pkw-Neuzulassungen sind 171 weniger als im Vorjahr (minus 5,6 Prozent). Darin sind 41 neue Elektro-Pkw und 45 neue Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 606 Pkw (Vorjahr: 367). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.000 Halterwechsel registriert, 72 oder 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von den 2.862 Neuzulassungen waren 915 Pkw oder 32,0 Prozent Diesel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 155 Diesel-Pkw oder 14,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.000 Halterwechseln 1.032 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (57 Pkw / -5,2 Prozent). Insgesamt liegt der Dieselbestand im Kreis Böblingen mit 84.597 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 513 Pkw über dem des Vorjahres mit 84.084.

Esslingen: Diesel minus 16,7 Prozent

Im Kreis Esslingen meldet die Zulassungsstelle 1.797 Pkw-Neuzulassungen, 106 weniger als im Vorjahr (minus von 5,6 Prozent). Darin sind 18 Elektro-Pkw und 31 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 350 Pkw. Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.751 Halterwechsel registriert, 47 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von den 1.797 Neuzulassungen waren 707 oder 39,3 Prozent Diesel-Pkw. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 142 Diesel-Pkw oder 16,7 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 3.751 Halterwechseln 1.155 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (82 Pkw / -6,6 Prozent). Trotz dieser Entwicklung liegt der Dieselbestand im Kreis mit 106.119 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 1.494 Pkw über dem des Vorjahres mit 102.100. Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Innung, hofft auf „bessere Zulassungswerte im März.“

Ludwigsburg: Diesel minus 16,7 Prozent

1.529 Pkw-Neuzulassungen, drei weniger als im Vorjahr waren es laut Zulassungsstelle im Kreis Ludwigsburg. Das ist ein Mini-Minus von 0,2 Prozent. Darin sind zehn Elektro-Pkw und 24 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 440 Pkw (Vorjahr 277). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.689 Halterwechsel registriert, 322 oder acht Prozent weniger als vor einem Jahr. Dieselmotoren hatten von den 1.529 Neuzulassungen 514 Pkw oder 33,6 Prozent. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 119 Diesel-Pkw oder 18,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.689 Halterwechseln 1.083 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (196 Pkw / -15,3 Prozent). Kreisvorsitzender Markus Klein: „Die Entwicklung bei den Neuzulassungen ist insgesamt stabil, bei Diesel und Gebrauchten etwas negativer als im Bundestrend, die ersten beiden Monate liegen aber insgesamt über dem Vorjahr.“ Was den Dieselbestand angeht, liegt der im Kreis mit 99.458 Diesel-Pkw im Jahresvergleich um 2.052 Pkw über dem des Vorjahres mit 97.406.

Göppingen: Diesel minus 6,9 Prozent

Gut gehalten hat sich im regionalen Vergleich der Kreis Göppingen: 722 Pkw-Neuzulassungen, sechs mehr als im Vorjahr waren es laut Zulassungsstelle, macht ein Plus von 0,8 Prozent. Darin sind drei Elektro-Pkw und 16 Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Februar bei 119 Pkw (Vorjahr 94). Desweiteren wurden 2.038 Halterwechsel registriert, 219 oder ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Von Dieselmotoren angetrieben werden von den 722 Neuzulassungen 269 Pkw oder 37,3 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um 20 Diesel-Pkw oder 6,9 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen betrafen von den 2038 Halterwechseln 673 Diesel. Damit nahm auch hier die Nachfrage nach Dieseln ab (116 Pkw / -14,7 Prozent). Der Dieselbestand beträgt 53.263 Diesel-Pkw, 1.494 Pkw mehr als im Vorjahr mit 51.769.

Auf den Diesel-Gesamt-Bestand in der Region haben die aktuellen Entwicklungen bisher noch keinen negativen Einfluss: 533.438 Diesel-Pkw sind aktuell über 10.000 mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl beschreibt aber auch, „wie viele Menschen auf eine Lösung durch die Regierung warten“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „denn als sie ihrer Fahrzeuge gekauft haben, galten diese als die umweltfreundlichste Technologie.“

„Die Autohersteller haben uns eine Suppe eingebrockt, die nur schwer auszulöffeln ist“, sagte Obermeister Torsten Treiber jetzt bei der Regionaltagung der Kraftfahrzeuginnung vor rund 200 Innungsmitgliedern. „Wir diskutieren über Feinstaub, Diesel, Fahrverbote, Stickoxide, Abgaswerte und das alles genauso kunterbunt durcheinander, wie ich es gerade aufgezählt habe. Die Kollegen, die die Autos des Volkswagenkonzerns betreuen, rüsten Software nach. Alle Hersteller haben die Deutsche Umwelthilfe an der Backe, die sie darauf festnagelt, dass die Abgase, die aus dem Auspuff kommen, nicht so niedrig sind, wie sie auf dem Papier stehen.“

Der Diesel „ist der Prügelknabe. Unsere Kunden, die Diesel fahren, sind momentan die Gelackmeierten. Und auch wir haben ein Problem: Die Gebrauchtwagen auf unseren Höfen sind unser Kapital.“ Autobesitzern wie Autohändler hätten dabei das gleiche Problem, „wenn der Verkaufswert der Fahrzeuge sinkt, verlieren wir Geld, die Händler sogar Millionen.“ Dieser Schaden werde aber durch die Manipulationen der Hersteller verursacht: „Deswegen muss die Regierung einen Weg finden, unsere Kunden und unsere Betriebe vor diesem Schaden zu schützen und die Hersteller zur Verantwortung zu ziehen.“

Bestand, Neuzulassungen, Besitzumschreibungen

 

 

Zulassungszahlen Januar 2017

Zulassungszahlen Januar 2017

Kfz-Innung: Verbote sind zu wenig um den Bestand zu erneuern

Nachfrage nach neuen Pkw regional ungebrochen, aber Diesel schwächeln 

Stuttgart. Die Nachfrage nach Pkw ist in der Region Stuttgart ungebrochen: Die Zulassungszahlen in der Region sind im Januar um 15,2 Prozent auf insgesamt 12.910 Pkw gestiegen. Sie liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,5 Prozent. Benziner und andere Antriebsarten sind klare Favoriten bei den Käufern: Sie nahmen um 24,1 Prozent zu. „Die Nachfrage nach neuen Dieseln schwächelt dagegen deutlich, insgesamt wuchsen deren Neuzulassungen nur noch um 129 Diesel-Pkw oder 2,8 Prozent“, sagt Obermeister Torsten Treiber. Dabei seien die neuen Euro-6-Diesel ja von den aktuellen Fahrverbotsideen nicht betroffen: „Wir sehen, wie mächtig Stimmungen sind.“ Bei den Besitzumschreibungen sieht’s „aber noch nicht so schlimm aus, die sind in der Region nur um 0,8 Prozent zurückgegangen.“ Die Innung erneuert in diesem Zusammenhang ihre Forderung „nach einer Umstiegsförderung, die sich auch auf den Kauf schadstoffarmer Gebrauchtfahrzeuge erstreckt“, wie Innungsgeschäftsführer Christian Reher sagt.

Stuttgart: niedrigster Zuwachs aber ok 

In Stuttgart ist der Kreisvorsitzende Roger Schäufele „über die Januar-Werte, die die Zulassungsstelle meldet, etwas verblüfft: Hier haben die Besitzumschreibungen bei Dieseln sogar leicht zugenommen. „Aber ich schätze mal, dass das alles Euro-6-Diesel sind, denn die gibt es ja inzwischen auch als Gebrauchtfahrzeuge.“ Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 8,4 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt Stuttgart zwar regional auf dem letzten Platz, Roger Schäufele ist aus Sicht der Stuttgarter Kfz-Betriebe aber trotzdem zufrieden: „Bei den derzeitigen Diskussionen um die Stau- und Feinstaubhauptstadt Stuttgart hätte es schlimmer kommen können.“

Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 4.482 Pkw-Neuzulassungen, 346 mehr als im Vorjahr. Darin sind 59 Elektro-Pkw und 45 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 836 Pkw (Vorjahr: 597). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.289 Halterwechsel registriert, zehn oder 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 

Bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 4.482 Neuzulassungen mit 1.684 Pkw oder 37,6 Prozent etwas über ein Drittel auf Diesel entfiel. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 92 Diesel-Pkw oder 5,8 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.289 Halterwechseln 2.324 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln auch leicht zu (14 Pkw / 0,6 Prozent). Aktuell liegt in Stuttgart der Dieselbestand mit 83.380 Pkw um 2.835 höher als im Januar 2016 mit 80.545. 

BB: Platz drei 

Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 19,7 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Kreis Böblingen regional auf Platz 3 und besser als der Bundesdurchschnitt. Hier meldet die Zulassungsstelle 3.007 Pkw-Neuzulassungen, 495 mehr als im Vorjahr. Darin sind 107 Elektro-Pkw und 27 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 573 Pkw (Vorjahr: 367). Bei den Gebrauchtwagen wurden 2.776 Halterwechsel registriert, 33 oder 1,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Bei den Diesel-Pkw sind von den 3.007 Neuzulassungen mit 1.030 Pkw oder 34,3 Prozent etwas über ein Drittel auf Diesel entfallen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 30 Diesel-Pkw oder drei Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 2.776 Halterwechseln 971 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln ab (36 Pkw / minus 3,6 Prozent). Aktuell liegt im Kreis Böblingen der Dieselbestand mit 84.489 Pkw um 661 höher als im Januar 2016 mit 83.828. 

ES: höchster Dieselbestand 

Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Kreis Esslingen um 15,4 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016. 1.825 Pkw-Neuzulassungen sind 244 mehr als im Vorjahr. Darin sind zehn Elektro-Pkw und 52 Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 231 Pkw (Vorjahr: 227). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.361 Halterwechsel registriert, 77 oder 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Diesel-Pkw sind in den 1.825 Neuzulassungen 698 oder 38,2 Prozent enthalten. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der um 73 Diesel-Pkw oder 9,5 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.361 Halterwechseln 1.077 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht zu (79 Pkw / 7,9 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 104.342 Pkw um 2.551 höher als im Januar 2016 mit 101.791 und am höchsten in der ganzen Region Stuttgart.

LB plus 14,5 Prozent 

Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 14,5 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Kreis Ludwigsburg regional zwar hinten aber immer noch besser als der Bundesdurchschnitt. Markus Klein ist deswegen zufrieden. Laut Zulassungsstelle gab es 1.482 Pkw-Neuzulassungen, 188 mehr als im Vorjahr. Darin sind sieben Elektro-Pkw und neun Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 429 Pkw (Vorjahr: 264). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.572 Halterwechsel registriert, 17 oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Bei den Diesel-Pkw sieht es so aus, dass von den 1.482 Neuzulassungen 529 Pkw oder 35,7 Prozent auf Diesel entfielen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 14 Diesel-Pkw oder 2,6 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.572 Halterwechseln 1.105 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht ab (10 Pkw / minus 0,9 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 99.459 Pkw um 2.649 höher als im Januar 2016 mit 96.810. 

Rems-Murr: regional zweithöchster Zuwachs 

Mit einer Steigerung um 22,3 Prozent gegenüber den Zahlen des Januar 2016 liegt der Rems-Murr-Kreis in der Region bei den Neuzulassungen auf Platz zwei und deutlich besser als der Bundesdurchschnitt. Kleiner Wermutstropfen für Reiner Äckerle: „Bei den Besitzumschreibungen haben die Diesel um 3,4 Prozent abgenommen.“ Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 1.327 Pkw-Neuzulassungen, 242 mehr als im Vorjahr. Darin sind drei Elektro-Pkw und zehn Plugin-Hybridfahrzeuge enthalten. Der Bestand an Elektrofahrzeugen lag Ende Januar bei 250 Pkw (Vorjahr: 188). Bei den Gebrauchtwagen wurden 3.002 Halterwechsel registriert, 200 oder 7,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

Bei den Diesel-Pkw haben von den 1.327 Neuzulassungen 483 Pkw oder 36,4 Prozent einen Dieselmotor. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 40 Diesel-Pkw oder neun Prozent. Bei den Besitzumschreibungen waren von den 3.002 Halterwechseln 865 Diesel. Damit nahm die Nachfrage nach Dieseln leicht ab (30 Pkw / minus 3,4 Prozent). Aktuell liegt im Kreis der Dieselbestand mit 99.459 Pkw um 2.649 höher als im Januar 2016 mit 96.810.

Wie es auf dem Automarkt und speziell auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiter gehen könnte, beschreibt Obermeister Torsten Treiber so: „Fahrverbote an Feinstaubtagen auf besonders belasteten Straßen in Stuttgart werden den Gebrauchtwagenmarkt belasten, aber sie werden ihn nicht zusammenbrechen lassen“. Solange die Fahrverbote auf ein paar kritische Feinstaubalarm-Tage beschränkt blieben, wie jetzt beschlossen, könne der Handel damit leben: „Bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen wird sich der schon zu beobachtende Trend hin zu anderen Antriebstechniken verstärken.“

Die Innung sieht nach aber wie vor mit Blick auf den Bestand eine Umstiegsprämie für sinnvoller an, um in der Region den Ersatz älterer Diesel-Pkw durch neue Pkw zu beschleunigen, ergänzt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Das Fördermodell müsse sich über alle Antriebsarten und auch auf Gebrauchtfahrzeuge erstrecken: „Diesel sind sehr langlebige Fahrzeuge, nachhaltig, wie sie die Politik immer gefordert hat. Die verschwinden nicht mit einem Federstrich.“

Diesel-Pkw-Besitzer „werden in der Region sicher Abschläge hinnehmen müssen, wenn sie ihre Fahrzeuge jetzt verkaufen wollen und keinen Euro-6-Diesel haben“, sagt Torsten Treiber Insgesamt dürften in der Region nur schätzungsweise 77.000 Diesel die Euro-6-Norm erfüllen, „aber wer an Feinstaubalarmtagen nicht über die B14 am Neckartor vorbei muss, sondern eine Alternative hat kann’s vermutlich gelassen sehen.“ Am kritischsten sieht er im Moment die Frage, „was bei den Firmen-Leasing-Dieseln passiert, die vor August 2015 gekauft wurden und 2018 in die Autohäuser zurückkommen. Da wird spannend sei, wie bei diesen Euro-5-Fahrzeugen die Restwertkalkulation passt. Denn diese Autos müssen die Händler annehmen und auch wieder auf den Markt bringen“ Die Händler hätten ansonsten schon im Vorfeld auf die derzeitige Fahrverbots- und Blaue-Plaketten-Diskussion reagiert, „und ihre Bestände an Dieseln reduziert.“

Zulassungszahlen Dezember 2016

Zulassungszahlen Dezember 2016

Kraftfahrzeuginnung: Neuzulassungen 2016 um 6,5 Prozent gestiegen

Zulassungsrekord 2016 übertrumpft regional den Abwrackprämienrekord

Das bisher legendäre Zulassungsjahr 2009 ist in der Region Stuttgart deutlich übertrumpft worden: 168.153 neuzugelassene Pkw sind 10.285 Neuzulassungen mehr als 2015 und immer noch über 6.000 mehr als im Jahr der Abwrackprämie. Das Plus von 6,5 Prozent liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch bei den Besitzumschreibungen gib es einen Rekord: Die liegen regional mit 274.701 um 1.156 Pkw oder 0,5 Prozent über dem Vorjahr. Da liegt der Bundesdurchschnitt mit rund einem Prozent besser. Der Pkw-Bestand erreicht in der Region mit 1,584 Millionen Pkw den höchsten Bestand, der je an einem Silvestertag gezählt wurde, liegt allerdings leicht unter den knapp 1,586 Millionen Fahrzeugen, die Ende September zugelassen waren. Zulassungsrekord und Rekordbestände freuen Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Allerdings gilt für ihn auch: „Nach dem Rekord ist vor dem neuen Autojahr und was 2017 auf dem Automarkt passiert, ist noch nicht so eindeutig zu sagen. Die Zahlen belegen klar, dass selbst Stuttgarter nicht aufs Auto verzichten wollen oder können. Andererseits dürfte ein Strukturwandel bei den Antrieben beginnen und je nach Antriebsart ändert sich die Nachfrage nach den Servicedienstleistungen in der Werkstatt.“ Dabei ist klar, dass das Elektroauto Arbeitsplätze kosten wird, sagt Geschäftsführer Christian Reher: „Nicht für jeden Werkstattbeschäftigte, der in Rente geht, wird es noch Ersatz brauchen.“

Sorgenfalten trotz der guten 2016er-Bilanz macht vor allem das politische Klima: „Wir gehen in ein Wahljahr. Stuttgart muss sich außerdem darum kümmern, sein Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen und Dieselgate ist noch immer nicht ausgestanden“, fasst Christian Reher, der Geschäftsführer der Kfz-Innung Region Stuttgart, die regionale Lage zusammen: „Zusammengerechnet sind in der Region die Dieselneuzulassungen im Dezember um 244 Pkw oder 4,9 Prozent zurückgegangen. Der Zuwachs bei Benzinern und anderen Antriebsarten mit 1.654 Fahrzeugen oder 25,2 Prozent hat das zwar mehr als ausgeglichen, aber die Frage ist, wie lange diese stabile Entwicklung noch anhält.“

„Keiner weiß mehr so recht, wo er dran ist, weil sich eu-weite Regelungen und regionale und lokale Maßnahmen überschneiden“, fasst Torsten Treiber den aktuellen Stand der Dinge zusammen: „Der Diesel ist notwendig, um die CO2-Bilanz zu halten und die Klimaerwärmung zu verhindern, stößt aber Stickoxide aus. Einspritz-Benziner werden jetzt von der EU aufs Korn genommen, weil sie Feinstaub ausstoßen. So hat das "Technical Committee on Motor Vehicles" am 20. Dezember die Umsetzung der RDE-Richtlinie beschlossen. RDE heißt "Real Driving Emissions", auf deutsch Abgasausstoß im Echtbetrieb auf der Straße. Das hat Folgen. „Von September 2017 müssen Benzinmotoren in neu auf den Markt gebrachten Personenwagen die gleichen RDE-Grenzwerte wie Dieselautos erfüllen, während laufende Modelle noch ausgenommen sind. Ein Jahr später gilt der Grenzwert für alle neu zugelassenen Fahrzeuge“, ergänzt Frank Schnierle, Pressesprecher Kraftfahrzeuginnung und Geschäftsführer eines Autohauses: „Wir haben damit eine ähnliche Situation wie bei der Einführung des Euro-6-Diesels im Jahr 2015 und hoffen, dass die Hersteller die entsprechenden Fahrzeuge rechtzeitig fertig bekommen.“

Die aus Sicht des Kraftfahrzeuggewerbes erfreulichen Zahlen in der Bilanz 2016 könnten also in diesem Jahr unter Druck geraten.

Stuttgart: Niedriger Zuwachs, trotzdem Rekorde

54.242: Nie wurden in einem Jahr mehr neue Pkw in Stuttgart zugelassen als 2016. Damit wurde der Vorjahresrekord um 1.551 Pkw oder 2,9 Prozent übertrumpft. „Hurrameldungen wären einfach“, sagt Obermeister Torsten Treiber, „denn auch der Pkw-Bestand in Stuttgart hat im Vergleich zu 2015 einen neuen Höchststand erreicht: 297.095 Pkw sind in der Landeshauptstadt zugelassen, 4.430 mehr als am 31.12.2015.“ Aber die Besitzumschreibungen schwächeln leicht: 47.232 Gebraucht-Pkw wechselten Besitzer oder Besitzerin, 245 oder 0,5 Prozent weniger als 2015. „Damit liegen wir in Stuttgart bei den Neu-Pkw unter dem Bundesdurchschnitt auch bei den Gebrauchtwagen schwächer“, ergänzt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende.

Die Bilanz 2016 fällt in Stuttgart trotzdem positiv aus: 4.151 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle der Stadt meldet, waren 120 Autos oder drei Prozent mehr als im Dezember 2015. Wobei Diesel wieder durch Benziner ersetzt wurden: „291 Diesel weniger sind durch zusätzliche 411 Neuzulassungen mit anderen Motoren mehr als aufgefangen worden“, sagt Roger Schäufele. Darin sind 19 neue Elektroautos und 30 Plugin-Hybride, die staatlich gefördert werden enthalten.

Bei den Gebrauchtwagen registrierte die Zulassungsstelle der Stadt Stuttgart im Dezember 3.694 Besitzumschreibungen. Das sind 40 Besitzumschreibungen oder 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch da gilt wie bei den Neuwagen, der Diesel verliert: Das Minus liegt bei 256 (10,5 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein deutliches Plus von 216 Besitzumschreibungen (+16,7 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten.

Unterm Strich brachte das Jahr damit in Stuttgart 54.242 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 1.551 oder 2,9 Prozent mehr als 2015. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung, auch hier über die Vorjahreszahlen zu kommen, nicht erfüllt: Unterm Strich stehen hier 47.232 Halterwechsel, 245 (0,5 Prozent) weniger als 2015.

Der Pkw-Bestand liegt damit zum 31.12.2016 bei 297.095 Fahrzeugen (Vorjahr: 292.665). Darin enthalten sind 82.800 Diesel-Pkw (Vorjahr 80.310), also noch 2.490 oder 3,1 Prozent Diesel mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 597 im Januar auf 781 Ende Dezember (+30,8 Prozent). Der Bestand bei den Hybriden (Plugins und Vollhybrid-Pkw) wuchs von 1.253 auf 1.589 Fahrzeuge (+26,8 Prozent).

Kreis Böblingen: Diesel sinken weiter in der Käufergunst

Im Kreis Böblingen hat sich im Dezember die Diesellage etwas entspannt. Hier nahm die Zahl der neuen Diesel sogar wieder um 16 oder 1,7 Prozent zu. Die der Benziner wuchs um 11,4 Prozent. Die Bilanz 2016 ist insgesamt im Plus: 2.678 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes meldet, waren 191 Autos oder 7,7 Prozent mehr als im Dezember 2015. Dass die Diesel in der Gunst der Käufer gegenüber Benzinern verlieren, ist weiter der Trend: „16 Diesel mehr werden durch zusätzliche 175 Neuzulassungen mit anderen Motoren deutlich übertroffen“, sagt der Kreisvorsitzende Thomas Höfle.

Bei den Gebrauchten waren es laut Zulassungsstelle im Dezember 2.916 Besitzumschreibungen. Das sind elf Besitzumschreibungen oder 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den Dieseln gab es dabei ein Plus von 38 (3,8 Prozent) Halterwechseln. Das Minus bei der Gesamtzahl liegt mit 49 Besitzumschreibungen (-2,6 Prozent) also bei Benzinern oder anderen Antriebsarten.

Unterm Strich brachte das Jahr damit im Kreis 37.767 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 2.819 oder 8,1 Prozent mehr als 2015. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung erfüllt über die Vorjahreszahlen zu kommen und damit einen neuen Rekord zu erreichen: Unterm Strich stehen hier 38.458 Halterwechsel, 1.721 (4,7 Prozent) mehr als 2015. Der Pkw-Bestand liegt damit zum 31.12.2016 bei 241.029 Fahrzeugen (Vorjahr: 236.075). Darin enthalten sind 84.491 Diesel-Pkw (Vorjahr 83.391), also noch 1.100 oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 367 im Januar auf 469 Ende Dezember (+27,8 Prozent). Der Bestand bei den Hybriden (Plugins und Vollhybrid-Pkw) wuchs von 946 auf 1.153 Fahrzeuge (+21,9 Prozent).

Kreis Esslingen: Dezember plus 19,7 Prozent

2.001 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes Esslingen für Dezember meldet, waren 329 Autos oder 19,7 Prozent mehr als im Dezember 2015. Wobei hier Diesel in der Gunst der Käufer durch Benziner ersetzt wurden: „Zehn Diesel weniger sind durch zusätzliche 339 Neuzulassungen mit anderen Motoren aber mehr als aufgefangen worden“, freut sich Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende und Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart.

3.704 Besitzumschreibungen im Dezember sind 116 Halterwechsel oder 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Gegensatz zu den Neuwagen hält sich der Diesel aber in der Käufergunst bei den Gebrauchten noch gut: Hier gibt es ein Plus von 38 (3,2 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt dazu ein Plus von 78 Besitzumschreibungen (+3,2 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten.

Unterm Strich brachte das Jahr damit im Kreis Esslingen 25.417 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 1.656 oder sieben Prozent mehr als 2015. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung, auch hier über die Vorjahreszahlen zu kommen, nicht erfüllt: Unterm Strich stehen hier 46.313 Halterwechsel, 326 (0,7 Prozent) weniger als 2015. Der Pkw-Bestand liegt damit zum 31.12.2016 bei 317.072 Fahrzeugen (Vorjahr: 309.819). Darin enthalten sind 105.974 Diesel-Pkw (Vorjahr 101.852), also noch 4.122 oder vier Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 227 im Januar auf 314 Ende Dezember (+38,3 Prozent). Der Bestand bei den Hybriden (Plugins und Vollhybrid-Pkw) wuchs von 1.039 auf 1.447 Fahrzeuge (+25,4 Prozent).

Kreis Ludwigsburg: Blendender Dezember

Nicht ganz die Abwrackprämien-Jahreswerte erreicht wurden im Kreis Ludwigsburg aber der Vorjahreswert wurde übertrumpft und der Dezember war blendend: 1.972 Pkw-Neuzulassungen waren 412 Autos oder 26,4 Prozent mehr als im Dezember 2015. Wobei Benziner zum Jahresschluss höher in der Gunst der Käufer standen: „30 Diesel weniger, plus 442 Neuzulassungen mit anderen Motoren“, rechnet Markus Klein vor. Darin sind 18 neue Elektroautos und 34 Hybrid-Pkw enthalten.

Die Zulassungsstelle des Landratsamtes registrierte desweiteren im Dezember 3.913 Besitzumschreibungen. Das sind 68 Besitzumschreibungen oder 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Gegensatz zu den Neuwagen läuft der Diesel noch gut: Hier gibt es ein Plus von 27 (2,2 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt dazu ein Plus von 41 Besitzumschreibungen (+1,8 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Unterm Strich brachte das Jahr damit im Kreis 22.992 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 1.866 oder 8,8 Prozent mehr als 2015. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung, auch hier über die Vorjahreszahlen zu kommen, nicht erfüllt: Unterm Strich stehen hier 48.732 Halterwechsel, 15 (0,03 Prozent) weniger als 2015.

Der Pkw-Bestand liegt damit zum 31.12.2016 bei 319.233 Fahrzeugen (Vorjahr: 312.801). Darin enthalten sind 99.310 Diesel-Pkw (Vorjahr 99.715), also noch 2.595 oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 264 im Januar auf 421 Ende Dezember (+59,4 Prozent). Der Bestand bei den Hybriden (Plugins und Vollhybrid-Pkw) wuchs von 1.066 auf 1.447 Fahrzeuge (+35,7 Prozent).

Rems-Murr-Kreis: Dezember-Spitzenreiter

Den höchsten Zuwachs bei den Neuzulassungen hatte im Dezember der Rems-Murr-Kreis mit 26,9 Prozent. Er führt auch die Jahresbilanz mit einem Zuwachs von 10,6 Prozent an. In Zahlen waren das im Dezember 1.429 Pkw-Neuzulassungen, und damit 303 Autos mehr als im Dezember 2015. „23 Diesel mehr aber zusätzliche 280 Neuzulassungen mit anderen Motoren“, beschreibt Reiner Äckerle die Entwicklung. Darin sind sechs neue Elektroautos und fünf Hybride enthalten. Die 3.130 Besitzumschreibungen im Dezember sind 39 Besitzumschreibungen oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Diesel verlor: Hier gibt es ein Minus von 25 (1,2 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein deutliches Plus von 64 Besitzumschreibungen (+6,8 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten.

Unterm Strich brachte das Jahr damit im Rems-Murr-Kreis 17.897 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 1.713 oder 10,6 Prozent mehr als 2015. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung, auch hier über die Vorjahreszahlen zu kommen, ebenfalls erfüllt: Unterm Strich stehen hier 40.152 Halterwechsel, 794 (zwei Prozent) mehr als 2015. Der Pkw-Bestand liegt damit zum 31.12.2016 bei 252.516 Fahrzeugen (Vorjahr: 247.633). Darin enthalten sind 80.900 Diesel-Pkw (Vorjahr 78.433), also noch 2.467 oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 188 im Januar auf 247 Ende Dezember (+31,4 Prozent). Der Bestand bei den Hybriden (Plugins und Vollhybrid-Pkw) wuchs von 548 auf 721 Fahrzeuge (+31,6 Prozent).

Kreis Göppingen: Zuwachs bei den Neu-Pkw aber  keine Rekorde

Überdurchschnittlichen Zuwachs bei den Neuzulassungen aber einen Einbruch bei den Gebrauchten gab’s im Dezember im Kreis Göppingen: Pkw-Neuzulassungen wurden 732 gezählt. 55 Pkw mehr als vor einem Jahr: Die Diesel waren darin mit 48 Neuzulassungen enthalten, die anderen Antriebsarten kamen nur auf sieben zusätzliche Fahrzeuge, die teilten sich auf zwei neue Elektroautos und fünf Hybride auf, Benziner blieben stabil. Ein dickes Minus gab es bei den Gebrauchten: 1.550 Besitzumschreibungen im Dezember sind 500 Besitzumschreibungen oder 24,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Diesel nahm dabei aber sogar noch zu: Hier gibt es ein Plus von 34 (4,2 Prozent) Halterwechseln. Ganz gegen den Trend lief es im Kreis Göppingen bei den Gebraucht-Benzinern und anderen Antriebsarten: Hier ergab sich ein deutliches Minus von 534 Besitzumschreibungen (-43,3 Prozent gegenüber 2015). Der höchste Rückgang der ganzen Region.

Zusammengerechnet ergaben sich damit für das Autojahr 2016 insgesamt 9.838 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 680 oder 7,4 Prozent mehr als 2015. Damit ist der Kreis Göppingen im Gegensatz zu den Nachbarkreisen weit von den Zahlen des Abwrackprämienjahres entfernt als es 12.672 Neuzulassungen gab. Bei den Gebrauchten hat sich die Hoffnung über die Vorjahreszahlen zu kommen, nicht erfüllt: Unterm Strich stehen hier 28.814 Halterwechsel, 773 (2,8 Prozent) weniger als 2015. Der Pkw-Bestand hat trotzdem zugenommen und liegt zum 31.12.2016 bei 157.320 Fahrzeugen (Vorjahr: 154.103). Darin enthalten sind 52.913 Diesel-Pkw (Vorjahr 51.333), also noch 1.580 oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Elektro-Pkw stieg im Jahr 2016 unterm Strich von 86 im Dezember 2015 auf 111 Ende Dezember (29,1 Prozent). 306 neuzugelassene Hybride und Plug-in-Hybride schraubten den Gesamtbestand auf 574.

Werkstattgeschäft wird weniger Personal brauchen

„Damit haben wir hier im regionalen Durchschnitt neue Höchstwerte im Vergleich zu 2015 erreicht“, sagt Torsten Treiber. Das ist aber nur auf den ersten Blick beruhigend: „Der Bestand sichert im Moment das Werkstattgeschäft, aber im Hintergrund läuft schon eine Revolution - wir müssen uns auf marktfähige Elektroautos und damit einen Wandel der Fahrzeugstruktur einstellen. Je mehr Elektroautos unterwegs sind, desto weniger Kraftfahrzeugmechatroniker werden benötigt. Dafür muss deren Qualifikation aber immer weiter steigen, um die rollenden Computer in Schuss zu halten.“

Zulassungszahlen November 2016

Zulassungszahlen November 2016

Kraftfahrzeuginnung: Pkw-Nachfrage steigt fast überall

Menschen und Firmen kaufen mehr Autos aber weniger mit Dieselmotor

Die Nachfrage nach Diesel-Pkw bröckelt in der Region Stuttgart nachhaltig: In der Landeshauptstadt ging die Zahl der Diesel-Neuzulassungen im November um zwei Prozent auf 3.662 Diesel-Pkw zurück. Den Rekordwert in der Region hat wieder der Kreis Böblingen mit einem Minus von 24,2 Prozent (Oktober minus 34,3 Prozent), im Regionsschnitt sanken die Diesel-Zulassungszahlen insgesamt um 10,7 Prozent. „Der Nachfrage nach Pkw tut das allerdings keinen Abbruch“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart erleichtert: „Die Leute steigen eben auf Benziner um.“ „Elektroautos können vom veränderten Kaufverhalten nicht profitieren“, sagt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele. Dabei ist der Umstieg in Stuttgart deutlich: „Wir haben bei den Nicht-Dieseln einen Zuwachs von 24,6 Prozent.“ Den höchsten Wert in der Region hat wieder der Kreis Böblingen, hier liegt dieser Wert bei 78,9 Prozent. Im regionalen Durchschnitt liegt der Zuwachs bei allem, was keinen Dieselmotor hat bei 34,8 Prozent. Regional steigt auch die Gesamtnachfrage nach neuen Autos: plus 5,5 Prozent. Zuwachsspitzenreiter ist bei den Neuzulassungen der Kreis Göppingen mit 13,5 Prozent. Insgesamt sieht es nach einem Rekordjahr bei den Pkw-Neuzulassungen aus: 157.868 Neuzulassungen wurden 2015 regionsweit erreicht. „Jetzt sind wir schon bei 155.190 und 10.000 Neuzulassungen bringt der Dezember eigentlich immer“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

„Die Politik treibt gerade wieder die Blaue Plakette samt grauer Variante und/oder Fahrverbotsoptionen durchs Dorf, für den Diesel ist das auf die Dauer tödlich, wenn keine klaren Regeln existieren“, sagt Torsten Treiber. In der Region Stuttgart sowieso: „Hier führen fast alle Wege durch Stuttgart und die paar drumherum sind hoffnungslos überlastet.“ Wenn das Neckartor dicht gemacht wird, „bricht der Verkehr zusammen, das ist kein Geheimnis.“

Stuttgart: Abschied vom Diesel, aber Aussicht auf Rekord

Für die Händler kann das politische Hin und Her ein Problem sein, bei den Neuwagen herrscht aber eher Gelassenheit: „Die Nachfrage nach neuen Autos ist weiter da und wir verkaufen jede Antriebsart, die der Kunde wünscht“, sagt Roger Schäufele. Er ist zufrieden mit dem Autojahr angesichts der Tatsache, dass Anfang Dezember die Verkaufszahlen bei Neuwagen schon höher als im Vorjahreszeitraum lagen: „Mit 50.091 Pkw-Neuzulassungen liegen wir nahe den 52.691 des bisherigen Rekordjahres 2015 und der Dezember kommt ja noch dazu. Das müsste für einen neuen Rekord reichen.“

Die 4.751 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle der Stadt meldet, sind dabei 140 Autos oder drei Prozent mehr als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent), aber „die echte Revolution liegt in der Motorwahl“, sagt der Kreisvorsitzende: „75 Diesel weniger sind durch zusätzliche 215 Neuzulassungen mit anderen Motoren mehr als aufgefangen worden.“ Dem Elektroauto hat’s hingegen nichts geholfen, 19 neue Elektroautos und 31 Plugin-Hybride zeigen, dass die Förderung nur wenig lockt.

Bei den Gebrauchtwagen ist die Lage diffiziler: „Da sind die Händler stark betroffen, weil über sie in der Regel die hochwertigen Fahrzeuge umgesetzt werden, während der Privatmarkt vor allem den niedrigpreisigen Gebraucht-Pkw vorbehalten ist“, fasst Innungsgeschäftsführer Christian Reher zusammen: „Wir haben gerade eine Blitzumfrage unter unseren Betrieben gemacht. Bei der hat bereits ein Viertel der Händler gesagt, dass sie momentan keine Diesel mehr aufkaufen. Rund drei Viertel der Befragten stellen eine sinkende Nachfrage nach Dieseln und eine steigende Standzeit der Fahrzeuge fest, die sie schon auf dem Hof haben.“

In Stuttgart registrierte die Zulassungsstelle im November 3.687 Besitzumschreibungen. Das sind 10 Besitzumschreibungen oder 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Aber auch da gilt: Es gibt ein deutliches Minus bei den Dieseln. Es liegt bei 404 (14,2 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein deutliches Plus von 414 Besitzumschreibungen (+49,3 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 43.538 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 43.743 Umschreibungen noch um 205 oder minus 0,5 Prozent unterschritten. „Da tippe ich eher drauf, dass wir zufrieden sein können, wenn wir die Vorjahreszahlen erreichen“, sagt Roger Schäufele.

Kommt natürlich drauf an, was der Dezember bringt. Für die 2016er-Bilanzen der Mitgliedsbetriebe müsste das Autojahr eigentlich passen, schätzt die Innung: Denn da ist ja noch das Werkstattgeschäft und für das ist der Bestand ausschlaggebend. „Der wächst im Moment überall in der Region weiter an und das sogar auch noch beim Diesel“, sagt Frank Schnierle, Pressesprecher der Innung und Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses. „Für uns ist die Werkstatt das sichere Bein, auf dem wir wirtschaftlich stehen.“

In Stuttgart waren zum 30.11.2016 insgesamt 83.397 Diesel-Pkw gemeldet. 2.817 mehr als im Vorjahres-November (plus 3,5 Prozent), allerdings sind da schon 297 weniger als noch im Oktober.

Kreis Böblingen: Zweithöchstes Dieselminus der Region

Im Kreis Böblingen ging die Zahl der Diesel-Neuzulassungen im November um 17,9 Prozent auf 1.140 Diesel-Pkw zurück. Das ist wieder ein Spitzenwert bei der nachlassenden Dieselnachfrage in der Region (Oktober minus 34,3 Prozent). „Die Leute steigen eben auf Benziner um.“ „Elektroautos können vom veränderten Kaufverhalten nicht profitieren“, sagt der Kreisvorsitzende Thomas Höfle. Dabei ist der Umstieg im Kreis Böblingen deutlich: „Wir haben bei den Nicht-Dieseln einen Zuwachs von 12,2 Prozent.“ Die 3.299 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes meldet, sind dabei zwar aktuell 15 Autos oder 0,5 Prozent weniger als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent), aber „die echte Revolution liegt in der Motorwahl“, sagt der Kreisvorsitzende: „249 Diesel weniger sind durch zusätzliche 234 Neuzulassungen mit anderen Motoren aber nicht ganz aufgefangen worden.“ Dem Elektroauto hat’s hingegen nichts geholfen, dessen Bestand sank sogar gegenüber dem Vormonat von 435 auf 370 und bei den Hybriden ging der Bestand von1.120 auf 915 zurück.

Thomas Höfle ist aber zusammen mit seinen Kollegen trotz Diesel-Dilemma ganz zufrieden mit dem Autojahr angesichts der Tatsache, dass Anfang Dezember die Verkaufszahlen des Vorjahres bei Neuwagen bereits überschritten waren: „Mit 35.089 Pkw-Neuzulassungen liegen wir schon über den 34.948 des Jahres 2015 und der Dezember kommt ja noch dazu. Wenn wir Glück haben, brechen wir sogar noch den Rekord von 38.837 Neuzulassungen aus dem Jahr der Abwrackprämie.“

Bei den Gebrauchtwagen im Kreis Böblingen registrierte die Zulassungsstelle im November 3.336 Besitzumschreibungen. Das sind 105 Besitzumschreibungen oder 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Aber auch da gilt: Es gibt ein Minus bei den Dieseln. Es liegt bei 172 (6,7 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein deutliches Plus von 277 Besitzumschreibungen (+40,9 Porzent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 35.542 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 33.810 Umschreibungen damit um 1.732 oder plus 5,1 Prozent überschritten. „Auch da“, sagt Thomas Höfle, „liegt ein neuer Jahresrekord zum Greifen nah.“

Im Bestand waren im Kreis Böblingen zum 30.11.2016 insgesamt 84.781 Diesel-Pkw gemeldet. 1.342 mehr als im Vorjahres-November (plus 1,6 Prozent), allerdings nur noch 520 mehr als im Oktober.

Rems-Murr: Lust auf Auto aber nicht auf Diesel

Bei den Pkw-Neuzulassungen liegt der Rems-Murr-Kreis mit einem Plus von 13,5 Prozent auf Platz zwei in der Region. Aber auch hier ging Zahl der Diesel-Neuzulassungen im November um 23,3 Prozent auf 477 Diesel-Pkw zurück. Kreisvorsitzender Reiner Äckerle: „Wir haben bei den Nicht-Dieseln einen Zuwachs von 43,6 Prozent.“ 1.560 Pkw-Neuzulassungen, meldet die Zulassungsstelle des Kreises. Das sind 184 Autos oder 13,4 Prozent mehr als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent). Reiner Äckerle: „145 Diesel weniger sind durch zusätzliche 329 Neuzulassungen mit anderen Motoren mehr als aufgefangen worden.“ Die Nachfrage nach Elektroautos treibt das kaum, dessen Bestand stieg gegenüber dem Vormonat von 244 auf 249 und bei den Hybriden liegt der Bestand jetzt bei 707 statt 673.

Die beste Nachricht: Anfang Dezember lagen die Verkaufszahlen des Vorjahres bei Neuwagen höher als im gesamten Vorjahr: „Mit 16.468 Pkw-Neuzulassungen haben wir die 16.148 Neuzulassungen des Jahres 2015 schon um 1.410 überschritten und der Dezember kommt ja noch dazu.“

Bei den Gebrauchten im Rems-Murr-Kreis registrierte die Zulassungsstelle im November 3.374 Besitzumschreibungen. Das sind 158 Besitzumschreibungen oder 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Aber auch hier gilt: Es gibt ein Minus bei den Dieseln. Es liegt bei 31 (3,3 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein Plus von 189 Besitzumschreibungen (+8,3 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 37.022 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals insgesamt 39.358 Umschreibungen noch nicht erreicht. „Aber da tippe ich drauf, dass wir das noch schaffen, sagt Reiner Äckerle.

Fehlt noch der Blick auf den Dieselbestand: Im Rems-Murr-Kreis waren zum 30.11.2016 insgesamt 80.888 Diesel-Pkw gemeldet. Das sind 2.434 mehr als im Vorjahres-November (plus 3,1 Prozent), allerdings sind das schon 125 weniger als noch im Oktober.

Kreis Ludwigsburg: 11,6 Prozent mehr Neuzulassungen

Die 1.938 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Kreises meldet, sind dabei 202 Autos oder 11,6 Prozent mehr als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent) Im Kreis Ludwigsburg ging die Zahl der Diesel-Neuzulassungen im November um sieben Prozent auf 699 Diesel-Pkw zurück. Markus Klein: „53 Diesel weniger sind durch zusätzliche 255 Neuzulassungen mit anderen Motoren aber mehr als aufgefangen worden.“ Elektroautos waren kaum gefragt: 23 neue Elektroautos und 38 Hybride zeigen, dass die Förderung nur wenig lockt. Unterm Strich ist die Stimmung gut: „Mit 21.020 Pkw-Neuzulassungen haben wir die 21.126 Neuzulassungen des Jahres 2015 schon fast erreicht und der Dezember kommt ja noch dazu. Das sieht nach einem neuen Spitzenwert aus“, sagt Markus Klein.

Positiv sieht er auch den Gebrauchtwagenmarkt: Im Kreis Ludwigsburg registrierte die Zulassungsstelle im November 3.938 Besitzumschreibungen. Das sind 15 Besitzumschreibungen oder 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Aber auch da gilt: Es gibt ein Minus bei den Dieseln. Es liegt bei 93 (7,8 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein Plus von 108 Besitzumschreibungen (+4,0 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 44.819 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 44.902 Umschreibungen noch nicht erreicht. „Aber da tippe ich drauf, dass wir am Jahresende zumindest gleichziehen, sagt Markus Klein.

Für den Bestand gilt: Im Kreis Ludwigsburg waren zum 30.11.2016 insgesamt 99.591 Diesel-Pkw gemeldet. Das sind 2.574 mehr als im Vorjahres-November (plus 2,7 Prozent), allerdings sind das nur noch 189 mehr als noch im Oktober.

Kreis Esslingen: Gebrauchte Diesel noch gefragt

Bei den Neuzulassungen ging die Zahl der Diesel-Neuzulassungen Im Kreis im November um 4,7 Prozent auf 880 Diesel-Pkw zurück. Aber wir haben bei den Nicht-Dieseln einen Zuwachs von 17,4 Prozent“, freut sich Kreisvorsitzender Frank Schnierle. Heißt zusammengefasst: Die 2.275 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Kreises meldet, sind 153 Autos oder 7,2 Prozent mehr als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent). 54 Diesel weniger sind durch zusätzliche 207 Neuzulassungen mit anderen Motoren mehr als aufgefangen worden. Darin sind 12 neue Elektroautos und 13 Plug-In-Hybride. Das heißt auch, „mit 23.416 Pkw-Neuzulassungen haben wir die 23.761 Neuzulassungen des Jahres 2015 schon getoppt und der Dezember kommt ja noch dazu. Das sieht nach einem neuen Spitzenwert aus“, sieht Frank Schnierle die Entwicklung positiv.

Im Kreis Esslingen registrierte die Zulassungsstelle im November 3.937 Besitzumschreibungen. Das sind 104 Besitzumschreibungen oder 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Da unterscheidet sich der Kreis Esslingen allerdings vom Rest der Region, wo die Gebraucht-Diesel weniger gefragt waren: Hier gibt es nochmal ein Plus bei den Dieseln. Es liegt bei 57 (4,9 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ebenfalls ein Plus von 47 Besitzumschreibungen (+1,8 Prozent) bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 42.609 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 43.051 Umschreibungen noch nicht erreicht. „Aber da besteht noch Hoffnung, dass wir am Jahresende zumindest gleichziehen, sagt Frank Schnierle.

Im Bestand waren damit im Kreis Esslingen zum 30.11.2016 insgesamt 105.974 Diesel-Pkw. Das sind 3.633 mehr als im Vorjahres-November (plus 3,5 Prozent) und 1.060 mehr als noch im Oktober 2016.

Kreis Göppingen: Spitzenreiter bei den Neuzulassungen

Den größten Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen hatte der Kreis Göppingen mit 13,5 Prozent. Die 839 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Kreises meldet, sind 100 Autos mehr als im November 2015 (Bundeswert plus 1,5 Prozent). 16 Diesel weniger sind durch zusätzliche 116 Neuzulassungen mit anderen Motoren mehr als aufgefangen worden. Darin sind ein neues Elektroauto, 16 Hybride und drei Plug-In-Hybride. Das heißt auch, dass die zusammen 9.106 Pkw-Neuzulassungen nur noch um 52 Neuzulassungen unter dem Gesamtwert von 2015 liegen, der also auf alle Fälle überschritten wird.

Bei den Gebrauchtfahrzeugen notierte die Zulassungsstelle im November 2.139 Besitzumschreibungen. Das sind neun Besitzumschreibungen oder 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr (Bund: 4,3 Prozent). Da unterscheidet sich der Kreis Göppingen vom Rest der Region, wo die Gebraucht-Diesel weniger gefragt waren: Hier gibt es ein Plus bei den Dieseln. Es liegt bei 38 (5,8 Prozent) Halterwechseln. Dagegen waren die Benziner oder Autos mit anderen Antriebsarten weniger gefragt: ihre Zahl sank um 29 oder zwei Prozent bei den Besitzumschreibungen Mit bis jetzt 25.174 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 27.587 Umschreibungen wohl auch nicht mehr in Reichweite, wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen.

Im Bestand waren damit im Kreis Göppingen zum 30.11.2016 insgesamt 53.180 Diesel-Pkw. Das sind 1.503 mehr als im Vorjahres-November (plus 2,9 Prozent) aber 242 weniger als noch im Oktober 2016. Macht unter dem Strich in der Region fast 508.000 Diesel. 14.000 mehr als vor einem Jahr So gesehen, sagt Obermeister Torsten Treiber auch mit Blick auf die ganze Region mit „haben unsere Autohäuser und Werkstätten sicher ein fröhlicheres Weihnachten als die Menschen mit Diesel-Pkw, die dank der Politik abends mit einem Klimaretter in der Garage ins Bett gingen und  morgens mit einer Schadstoffschleuder aufwachten.“

November 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

5,5

 

Region insgesamt

6,1

Kreis Göppingen

13,5

 

Kreis Göppingen

7,4

Rems-Murr-Kreis

13,4

 

Rems-Murr-Kreis

9,4

Kreis Ludwigsburg

11,6

 

Kreis Ludwigsburg

7,4

Kreis Esslingen

7,2

 

Kreis Esslingen

6,0

Stadt Stuttgart

3,0

 

Stadt Stuttgart

2,9

Kreis Böblingen

-0,5

 

Kreis Böblingen

8,1

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

2,0

 

Region Stuttgart

0,6

Rems-Murr-Kreis

4,9

 

Rems-Murr-Kreis

2,1

Kreis Böblingen

3,2

 

Kreis Böblingen

5,1

Kreis Esslingen

2,7

 

Kreis Esslingen

-1,0

Kreis Göppingen

0,4

 

Kreis Göppingen

-1,4

Kreis Ludwigsburg

0,4

 

Kreis Ludwigsburg

-0,2

Stadt Stuttgart

0,3

 

Stadt Stuttgart

-0,5

 

Zulassungszahlen Oktober 2016

Zulassungszahlen Oktober 2016

Kraftfahrzeuginnung: Pkw-Bestand wächst nach wie vor

Fürs Lieblingskind Diesel bröckelt die Zuneigung in der Region Stuttgart

Torsten Treiber ist nicht glücklich: „In Stuttgart sind die Pkw-Neuzulassungen im Oktober um 7,7 Prozent zurückgegangen. Aber wenn wir die Zahlen genau anschauen, dann haben wir bei den Diesel-Pkw einen Einbruch von 19,5 Prozent. Damit haben wir wohl jetzt den Punkt erreicht, wo die Diskussionen um Diesel; Feinstaubalarm und mögliche Fahrverbote ihre negative Wirkung tun“, sagt der Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Wobei der Schuss aus seiner Sicht für die Umwelt „voll nach hinten losgeht, denn damit verlangsamt sich der Austausch älterer schadstoffreicherer Diesel gegen neue schadstoffärmere Euro-6-Diesel massiv.“ Und auch der Wechsel auf Diesel mit grüner Plakette stockt: Bei den Besitzumschreibungen in Stuttgart brechen die Diesel um 10,6 Prozent ein. Regional geht’s aber noch schlimmer: Im Kreis Böblingen sind die Neuzulassungen bei Diesel-Pkw um 34,3 Prozent zurückgegangen, die Besitzumschreibungen um 19,6 Prozent. Ein Teil, schätzt Torsten Treiber, „wird wohl Mercedes betreffen - da wird für die Beschäftigten das Thema Jahreswagen nicht einfacher.“

„Bisher war der Diesel ein Lieblingskind der Stuttgarter, aber auch in der Region, jetzt lässt die Zuneigung nach“, beschreibt Torsten Treiber die aktuelle Entwicklung. Für ihn ist aber „schon nachvollziehbar dass die Gemengelage aus Fahrverbotsdiskussion, Feinstaubalarm, neuer Vorwürfe im Abgasskandal gegen Hersteller und der ungeklärten Frage, wie es mit dem Diesel weitergeht, den Verkauf von Autos und insbesondere Diesel-Autos nicht gerade ankurbeln.“

Stuttgart: „Alle werden vorsichtig“

„Alle werden vorsichtig“, beschreibt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die Lage: „Kunden wägen Benziner, Hybride und Diesel durchaus gegeneinander ab.“ Die steuerlich geförderten Plugin-Hybride verzeichnen im Oktober einen Zulassungsrekord: „Aber 47 Plugins unter 4.395 Neuzulassungen, sind gerade mal 1,1 Prozent.“

Elektroautos wurden 18 neuzugelassen. „Das treibt die Konjunktur auch nicht“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher, „das dürften vor allen Ersatzbeschaffungen für Zweitwagen sein, denn ein E-Auto muss man sich leisten können und als einziges Fahrzeug im Haus dürfte es eher selten vorkommen.“

Die 4.395 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind 368 weniger als im Oktober 2015. Damit liegt das Minus bei 7,7 Prozent und damit höher als der Bundesdurchschnitt mit minus 5,6 Prozent. „Auffällig ist, dass im Bund die gewerblichen Pkw-Zulassungen sogar um 7,5 Prozent zurückgegangen sind“, sagt Frank Schnierle, Pressesprecher der Innung und Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses: „Firmenkunden in der Region sind natürlich besonders darauf angewiesen, dass sie Fahrzeuge wählen, die nicht durch Fahrverbote stillgelegt werden.“ Dass der Diesel da ein Problem hat „lässt sich am bundesweiten Rückgang um 12,6 Prozent absehen, den das Kraftfahrt-Bundesamt meldet.“

In Stuttgart gingen die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw konkret um 392 Fahrzeuge oder 19,5 Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 noch stärker zurück. Leichten Zuwachs (24 Pkw / 0,9 Prozent) gab’s dagegen bei den Benzinern: „Trotz Dieseldiskussion und kaum vorhandener Elektroauto-Nachfrage ist aber immer noch ein Neuzulassungsrekord möglich“, sagt Roger Schäufele. Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 45.340 Pkw sind immer noch 1.291 mehr als 2015 (plus 2,9 Prozent).

Sein Wort von „Alle sind vorsichtig“ betrifft auch den Gebrauchtwagenmarkt: „Diesel-Pkw in Zahlung zu nehmen, will gut überlegt sein, denn wenn eine blaue Plakette kommt, dann werden Fahrzeuge mit grüner Plakette rapide an Wert verlieren, davor warnen wir ja schon seit Monaten“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Im Bundesgebiet gab es 599.151 Halterwechsel bei Pkw und damit ein Minus von 4,8 Prozent, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt. In Stuttgart registrierte die Zulassungsstelle im September 3.750 Besitzumschreibungen. Das sind 304 Besitzumschreibungen oder 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Minus bei den Dieseln liegt mit 355 (10,1 Prozent) noch höher. In der Gesamtzahl steckt aber auch ein kleines Plus von 51 Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 39.851 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 40.066 Umschreibungen damit um 215 oder minus 0,5 Prozent unterschritten.

Aufs Werkstattgeschäft hat diese Entwicklung keine unmittelbaren Auswirkungen. „Entscheidend für unsere Betriebe ist das Werkstattgeschäft, sprich der Bestand und der wächst stetig weiter“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Konkret: Am 31.10.2016 waren 83.694 Diesel-Pkw in Stuttgart gemeldet. 3.541 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 4,4 Prozent). „Das sind eine ganze Menge Wählerinnen und Wähler“, sagt Torsten Treiber mit Blick auf die kommende Bundestagswahl und die jetzt anstehenden Entscheidung in Sachen Zukunft des Diesels. „Wir plädieren seit über einem Jahr für eine Umstiegsprämie, die das Auswechseln alter Diesel beschleunigen würde.“

Kreis Böblingen: weniger Elektroautos

Der Bestand an Elektro-Pkw im Kreis Böblingen ist gegenüber September von 454 auf 435 gesunken. Bei den Hybrid-Pkw insgesamt gab’s einen leichten Zuwachs von 1.105 auf 1.120 Fahrzeuge. Die 2.820 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, sind 252 weniger als im Oktober 2015. Damit liegt das Minus über alle Antriebsarten bei 8,2 Prozent.

Im Kreis Böblingen gingen die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw konkret um 462 Fahrzeuge oder 34,3 Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 zurück. Starken Zuwachs (210 Pkw / 12,2 Prozent) gab’s dagegen bei den Benzinern (inklusive anderer Antriebsarten): „Trotz Dieseldiskussion und kaum vorhandener Elektroauto-Nachfrage ist aber immer noch ein Neuzulassungsrekord möglich“, sagt Thomas Höfle. Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 31.790 Pkw sind immer noch 2.643 mehr als 2015 (plus 9,1 Prozent).

Im Kreis Böblingen registrierte die Zulassungsstelle im Oktober 3.198 Besitzumschreibungen. Das sind 56 Besitzumschreibungen oder 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch da ist aber ein Minus bei den Dieseln enthalten. Es liegt bei 262 (19,6 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt aber also ein deutliches Plus von 318 Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 32.206 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 30.579 Umschreibungen damit um 1.627 oder plus 5,3 Prozent überschritten.

Am 31.10.2016 waren 84.261 Diesel-Pkw im Kreis gemeldet. 1.165 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 3,1 Prozent).

Kreis Esslingen: mehr neue Diesel

Die 2.218 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes Esslingen meldet, sind 173 mehr als im Oktober 2015. Damit liegt das Plus über alle Antriebsarten bei 8,5 Prozent. Das ist der Spitzenplatz in der Region und liegt auch deutlich besser als der Bundesdurchschnitt mit minus 5,6 Prozent. Dabei gingen die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw konkret um 26 Fahrzeuge oder drei Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 sogar noch nach oben. Stärkeren Zuwachs (147 Pkw / 12,6 Prozent) gab’s bei den Benzinern (inklusive anderer Antriebsarten): „damit ist immer noch ein Neuzulassungsrekord möglich“, sagt Frank Schnierle. Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 21.141 Pkw sind aktuell 1.174 mehr als 2015 (plus 5,9 Prozent).

Bei den Besitzumschreibungen registrierte die Zulassungsstelle im Oktober 3.773 Halterwechsel. Das sind 398 Besitzumschreibungen oder 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Darin ist ein Minus bei den Dieseln enthalten. Es liegt bei 117 (9,2 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt damit auch ein Minus von 281 Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 38.672 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 39.218 Umschreibungen damit um 546 oder minus 1,4 Prozent unterschritten.

Im Bestand waren am 31.10.2016 insgesamt 104.914 Diesel-Pkw. 3.114 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 3,1 Prozent). Der Bestand an Elektro-Pkw und Plugin-Hybride (für die es Prämien gibt) im Kreis Esslingen ist gegenüber September von 402 auf 421 gewachsen.

Kreis Ludwigsburg: zweimal Minus bei Dieseln

Der Bestand an Elektro-Pkw im Kreis Ludwigsburg ist gegenüber September von 359 auf 385 gestiegen. Bei den Hybrid-Pkw insgesamt gab’s einen leichten Zuwachs von 1.317 auf 1.341 Fahrzeuge. Die 1.881 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle insgesamt meldet, sind 69 Pkw weniger als im Oktober 2015. Damit liegt das Minus über alle Antriebsarten bei 3,7 Prozent. Die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw gingen um 21 Fahrzeuge oder 3,0 Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 zurück. Ein Minus (48 Pkw / 4,1 Prozent) gab’s auch bei den Benzinern (inklusive anderer Antriebsarten): „Trotz Dieseldiskussion und kaum vorhandener Elektroauto-Nachfrage ist aber immer noch ein Neuzulassungsrekord möglich“, sagt Markus Klein. Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 19.082 Pkw sind immer noch 1.252 mehr als 2015 (plus 7,0 Prozent).

Die Zulassungsstelle registrierte desweiteren im Oktober 4.035 Besitzumschreibungen. Das sind 201 oder 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Da ist ein Minus bei den Dieseln enthalten. Es liegt bei 37 (3,1 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also auch ein Minus von 164 (5,4 Prozent) Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 40.881 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 40.979 Umschreibungen damit um 98 oder minus 0,2 Prozent überschritten.

Insgesamt waren am 31.10.2016 im Kreis 99.402 Diesel-Pkw im Kreis gemeldet. 3.206 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 3,3 Prozent).

Rems-Murr-Kreis: leichter Zuwachs bei Elektro

Der Bestand an Elektro-Pkw im Rems-Murr-Kreis ist gegenüber September von 233 auf 244 gestiegen. Bei den Hybrid-Pkw insgesamt gab’s einen leichten Zuwachs von 656 auf 673 Fahrzeuge. Die 1.451 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle insgesamt meldet, sind 58 mehr als im Oktober 2015. Damit liegt das Plus über alle Antriebsarten bei 4,2 Prozent und damit deutlich besser als der Bundesdurchschnitt mit minus 5,6 Prozent. Aber im Rems-Murr-Kreis gingen die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw um 95 Fahrzeuge oder 15,4 Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 zurück. Starken Zuwachs (153 Pkw / 19,7 Prozent) gab’s dagegen bei den Benzinern (inklusive anderer Antriebsarten): Auch hier gilt, es ist immer noch ein Neuzulassungsrekord möglich“, sagt Reiner Äckerle. Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 14.908 Pkw sind immer noch 1.226 mehr als 2015 (plus 9,0 Prozent).

Bei den Gebrauchten im Rems-Murr-Kreis registrierte die Zulassungsstelle im Oktober 3.393 Besitzumschreibungen. Das sind 43 Besitzumschreibungen oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Da ist sogar noch ein Plus bei den Dieseln enthalten. Es liegt bei 79 (8,1 Prozent) Halterwechseln. In der Gesamtzahl steckt also ein Minus von 36 Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 33.648 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 33.051 Umschreibungen damit um 597 oder plus 1,8 Prozent überschritten.

Gemeldet waren am 31.10.2016 insgesamt 81.013 Diesel-Pkw. 2.754 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 3,5 Prozent).

Kreis Göppingen: nur wenig Dieselschwund

Die 820 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes Göppingen insgesamt meldet, sind 19 mehr als im Oktober 2015. Damit liegt das Plus über alle Antriebsarten bei 2,4 Prozent und damit auch hier deutlich besser als der Bundesdurchschnitt mit minus 5,6 Prozent. Darin enthalten sind zwei Elektro- und 45 Hybrid-Pkw. Die Neuzulassungen bei den Diesel-Pkw gingen um elf Fahrzeuge oder 3,1 Prozent im Vergleich zum Oktober 2015 zurück. Zuwachs (30 Pkw / 6,7 Prozent) gab’s dagegen bei den Benzinern (inklusive anderer Antriebsarten): Die bis jetzt im Jahr 2016 neuzugelassenen 8.267 Pkw sind immer noch 525 mehr als 2015 (plus 6,8 Prozent).

Was den Gebrauchtwagenmarkt angeht, registrierte die Zulassungsstelle im Oktober 2.317 Besitzumschreibungen. Das sind 40 Besitzumschreibungen oder 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Darin ist bei den Dieseln ein Rückgang von drei (minus 0,4 Prozent) Halterwechseln enthalten. In der Gesamtzahl steckt also auch ein Minus von 40 Besitzumschreibungen bei Benzinern oder anderen Antriebsarten. Mit bis jetzt 23.035 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 23.407 Umschreibungen damit um 372 oder minus 1,6 Prozent unterschritten.

Gemeldet waren am 31.10.2016 insgesamt 81.013 Diesel-Pkw. 2.754 mehr als im Vorjahres-Oktober (plus 3,5 Prozent).

Oktober 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

-3,1

 

Region insgesamt

6,1

Kreis Esslingen

8,5

 

Kreis Böblingen

9,1

Rems-Murr-Kreis

4,2

 

Rems-Murr-Kreis

9,0

Kreis Göppingen

2,4

 

Kreis Ludwigsburg

7,0

Kreis Ludwigsburg

-3,7

 

Kreis Göppingen

6,8

Stadt Stuttgart

-7,7

 

Kreis Esslingen

5,9

Kreis Böblingen

-8,2

 

Stadt Stuttgart

2,9

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-4,0

 

Region Stuttgart

0,5

Kreis Böblingen

1,8

 

Kreis Böblingen

5,3

Rems-Murr-Kreis

1,3

 

Rems-Murr-Kreis

1,8

Kreis Göppingen

-1,7

 

Kreis Ludwigsburg

-0,2

Kreis Ludwigsburg

-4,7

 

Stadt Stuttgart

-0,5

Stadt Stuttgart

-7,5

 

Kreis Esslingen

-1,4

Kreis Esslingen

-9,5

 

Kreis Göppingen

-1,6

Stand 30.09.2016 (Übersichtstabelle) bitte hier klicken 

 

 

Zulassungszahlen September 2016

Zulassungszahlen September 2016

Kraftfahrzeuginnung: Marschieren auf Rekord zu

1.585.789: Region Stuttgart hat einen neuen Rekordbestand bei Pkw erreicht

Zum Stichtag 30. September gab es in Stuttgart und den fünf Landkreisen der Region insgesamt einen Bestand von 1.585.789 Pkw. Das ist neuer Rekord. Der Pkw-Bestand wuchs damit innerhalb eines Jahres regionsweit um über 31.000 Fahrzeuge. In Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 298.190 Pkw. Das ist ebenfalls neuer Bestandsrekord und ein Plus von 4.817 Fahrzeugen binnen zwölf Monaten. Außerdem verzeichneten die Autohäuser in der Stadt ein deutliches Anziehen der Nachfrage nach neuen Pkw: „Wir sind überall weiter auf Rekordkurs“, sagt Torsten Treiber, Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Elektroautos und Hybrid-Pkw führen dabei in Stuttgart aber weiter ein Schattendasein sagt Roger Schäufele, der Stuttgarter Kreisvorsitzende: „41 Neuzulassungen in dieser Fahrzeugart sind nach wie vor nicht gerade ein Boom.“

Stuttgart: Plus 11,7 Prozent

Bundesweit wurden im September 298.002 Pkw neu zugelassen, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt: Das war ein Plus von 9,4 Prozent. In Stuttgart meldet die Zulassungsstelle 4.462 Pkw-Neuzulassungen oder 466 Pkw mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Plus von 11,7 Prozent. In diesen Neuzulassungen enthalten sind zwölf Elektro-Pkw und 29 Plugin-Hybride, für die die Käufer Förderanträge für den Bundes-Umweltbonus von 2.000 Euro für Elektro- und 1.500 Euro für Plugin-Hybride stellen können.

„Damit marschieren wir trotz Dieseldiskussion und immer noch schwächelnder Elektroauto-Nachfrage stramm auf einen Neuzulassungsrekord zu“, schätzt Roger Schäufele. Bis jetzt wurden im Jahr 2016 damit bisher 40.945 neue Pkw gezählt. Das sind schon 1.659 mehr als 2015 (plus 4,2 Prozent).

Der Gebrauchtwagenmarkt läuft aus Sicht der Werkstätten und Autohäuser ebenfalls erfreulich, „denn der sichert die Arbeitsplätze in unserem Gewerbe durch den wachsenden Bestand“, sagt Frank Schnierle, Autohausgeschäftsführer und Pressesprecher der Innung: Im Bundesgebiet gab es 637.624 Halterwechsel bei Pkw und damit ein Plus von 3,2 Prozent meldet das Kraftfahrt-Bundesamt. In Stuttgart hat die Zulassungsstelle im September 3.967 Besitzumschreibungen notiert. Das sind 139 Besitzumschreibungen oder 3,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 36.101 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 36.012 Umschreibungen leicht um 89 überschritten.

Kreis BB: Plus 23,2 Prozent

Im Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle 241.539 Pkw. Das ist ein Plus von 4.955 Fahrzeugen und ebenfalls neuer Bestandsrekord. Elektroautos und Hybrid-Pkw führen dabei weiterhin ein Schattendasein sagt Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende: „Der Bestand liegt jetzt bei 454 Elektro-Pkw und 1.105 Hybrid-Pkw. Das sind 31 beziehungsweise 40 mehr als im Vormonat.“ Bei den Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle im Kreis Böblingen 3.074 Pkw-Neuzulassungen oder 578 Pkw mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Plus von 23,2 Prozent. Bis jetzt wurden im Jahr 2016 damit bisher 28.970 neue Pkw gezählt. Das sind schon 2.895 Fahrzeuge mehr als 2015 (plus 11,1 Prozent).

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt hat die Zulassungsstelle im September 3.169 Besitzumschreibungen notiert. Das sind 53 Besitzumschreibungen oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 29.008 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 27.437 Umschreibungen um 1.571 (5,7 Prozent) überschritten.

Kreis ES: Plus 8,5 Prozent

Im Kreis Esslingen liegt der Pkw-Bestand jetzt laut Zulassungsstelle bei 316.002 Pkw. Das ist ein Plus von 5.974 Fahrzeugen und ebenfalls neuer Rekord. Elektroautos und Hybrid-Pkw führen dabei auch hier ein Schattendasein sagt Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende: „Der Bestand liegt immer noch im Promillebereich und wächst nur ganz leicht.“ Alles zusammen meldet die Zulassungsstelle 2.113 Pkw-Neuzulassungen oder 166 Pkw mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent. Bis jetzt wurden im Jahr 2016 damit bisher 18.923 neue Pkw gezählt. Das sind schon 1.001 Fahrzeuge mehr als 2015 (plus 5,6 Prozent). Bei den Gebrauchten schwächelt ES leicht, Hier hat die Zulassungsstelle im September 3.934 Besitzumschreibungen notiert. Das sind 178 Besitzumschreibungen oder 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 34.899 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 35.047 Umschreibungen allerdings noch um 147 (-0,4 Prozent) unterschritten.

Kreis LB: Plus 29,3 Prozent

Im Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle 319.675 Pkw. Das ist ebenfalls neuer Bestandsrekord und ein Plus von 6.938 Fahrzeugen innerhalb eines Jahres. Hier meldet die Zulassungsstelle 2.434 Pkw-Neuzulassungen oder 551 Pkw mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Plus von 29,3 Prozent. In diesen Neuzulassungen enthalten sind 13 Elektro-Pkw und 29 Plugin-Hybride, für die die Käufer Förderanträge für den Bundes-Umweltbonus von 2.000 Euro für Elektro- und 1.500 Euro für Plugin-Hybride stellen können. Markus Klein hofft auf einen Zulassungsrekord: Bis jetzt wurden im Jahr 2016 damit bisher 17.721 neue Pkw gezählt. Das sind schon 1.321 mehr als 2015 (plus 8,3 Prozent). Bei den Gebrauchten Im Kreis Ludwigsburg hat die Zulassungsstelle im September 4.254 Besitzumschreibungen notiert. Das sind 281 Besitzumschreibungen oder 7,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 36.846 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 36.743 Umschreibungen leicht um 103 überschritten.

Rems-Murr-Kreis: Plus 12,1 Prozent

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle als Bestand 252.673 Pkw. Das ist ein Plus von 4.948 Fahrzeugen. Darunter sind auch ein paar Elektroautos und Hybride. Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende: „Der Bestand liegt jetzt bei 233 Elektro-Pkw und 656 Hybrid-Pkw. Das sind drei beziehungsweise 18 mehr als im Vormonat.“ Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 1.403 Pkw-Neuzulassungen oder 151 Pkw mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Plus von 12,1 Prozent. Bis jetzt wurden im Jahr 2016 damit bisher 13.457 neue Pkw gezählt. Das sind schon 1.168 Fahrzeuge mehr als 2015 (plus 9,5 Prozent). Auf dem Gebrauchtwagenmarkt hat die Zulassungsstelle im September 3.307 Besitzumschreibungen notiert. Das sind 113 Besitzumschreibungen oder 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 30.255 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 29.701 Umschreibungen um 554 (1,9 Prozent) überschritten.

Kreis Göppingen: keine Zulassungsdaten

Passen muss die Zulassungsstelle des Kreises Göppingen aktuell bei den Zulassungsdaten. Wegen einer Softwareumstellung gibt es derzeit keine lokalen Zahlen. Beim Bestand hat auch der Kreis Göppingen Rekordwerte 157.710 Pkw, ist ein Plus von 3.402 Fahrzeugen.

Innung: Nur konkurrenzfähige Elektroautos setzen sich durch

Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist mit den aktuellen Bestandszahlen zufrieden: „Der erneute Rekord zeigt, dass Pkw für Menschen und Firmen in der Region nach wie das wichtigste Mittel der Mobilität sind“, sagt Torsten Treiber. „Und sie zeigen, welch hohe Qualität Autos erreicht haben, denn der Bestand wächst natürlich auch dadurch, dass Autos immer länger gefahren werden.“

Wie passt das zu kommenden Feinstaubalarmen, Forderungen nach Verboten für den Verbrennungsmotor und Dieseldiskussionen? „Wir müssen da sorgfältig unterscheiden“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Wer ein Auto kauft, braucht eines. Wer mit ÖPNV und Fahrrad klar kommt, kauft keines. Ein Rekordbestand an Pkw weist also aus, dass es ohne nicht geht.“ Die logische Schlussfolgerung seien deswegen nicht Verbote und eine ins Leere laufende Förderung, sondern konkurrenzfähige Modelle mit alternativen Antrieben: „Momentan ziehen die Vollhybriden, die steuerlich nicht gefördert werden deutlicher an als die Plugins oder Elektro-Pkw“ sagt Obermeister Torsten Treiber: „Aus meiner Sicht steckt der größte Schwung im Hybridmarkt.“ Frank Schnierle und Christian Reher sehen’s genauso: „Ein Elektroauto hat nur dann eine Chance, wenn es preislich konkurrenzfähig ist, in fünf Minuten an flächendeckend vorhandenen Ladesäulen betankt werden kann, 500 Kilometer weit kommt und der Fahrer nicht ständig das Gefühl hat auf Reserve zu fahren, sprich wenn es kann, was das Konkurrenzmodell mit Verbrennungsmotor auch kann“.

Zulassungszahlen August 2016

Zulassungszahlen August 2016

Kraftfahrzeuginnung: Erleichterung über August-Zahlen

Stuttgart hat ein Zulassungsminus, aber in der Region läuft Pkw-Nachfrage gut

In der Region Stuttgart sind die Pkw-Neuzulassungen im August um 2,6 Prozent auf 12.183 Pkw gewachsen. In Stuttgart sind sie um sieben Prozent auf 3.749 gesunken. Angesichts dieser Zahlen sprechen Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und der Stuttgarter Kreisvorsitzende Roger Schäufele von „Erleichterung“, denn „die Debatte über Fahrverbote wirkt sich zwar sicher aus, aber nicht so schlimm wie erwartet.“ In den Kreisen Göppingen mit plus 27,5 Prozent und Rems-Murr mit 24,3 Prozent gab es im August sogar Rekordwerte. Elektroautos sind in der Region weiter eine Randnotiz: In Stuttgart allein wurden nach 69 im Juli im August nur noch 18 Elektromobile zugelassen.

245.076 fabrikneue Pkw wurden im August bundesweit neu zugelassen, sagt das Kraftfahrt-Bundesamt: Das war ein Plus von 6,3 Prozent. 12.183 davon kamen in der Region Stuttgart zusammen, sprich rund fünf Prozent der bundesweiten Zulassungen. Von denen waren wiederum 3.749 Pkw-Neuzulassungen in Stuttgart meldet die Zulassungsstelle der Stadt (darin förderfähige 18 Elektroautos und 16 Plugin-Hybride). Das sind 283 Pkw weniger als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 36.483 neue Pkw gezählt. Das sind immer noch 1.193 mehr als 2015 (plus 3,4 Prozent).

„Dass der August in Stuttgart nicht unbedingt der Umsatzbringer ist, haben wir ja schon zu Beginn der Sommerferien vorausgesagt“, sagt Roger Schäufele. „Nachdem aber Umwelthilfe und andere Organisationen rigide Fahrverbote für Stuttgart fordern, war zu befürchten, dass sowohl in der Region als auch in Stuttgart sowohl bei neuen als auch bei gebrauchten Fahrzeugen stärkere Kaufzurückhaltung auftreten würde. Es weiß ja keiner, was da kommt“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Der Gebrauchtwagenmarkt liegt regionsweit aber jetzt sogar im Plus“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: „Nur im Kreis Göppingen gab es im August mit 19,3 Prozent einen Einbruch. Dafür sind die Kollegen dort aber bei den Neuzulassungen mit 27,5 Prozent regionaler Spitzenreiter.“

Bundesweit meldet das Kraftfahrt-Bundesamt ein Plus von 9,3 Prozent. In der Region liegt das Plus bei 4,9 Prozent und in Stuttgart mit sieben Prozent etwas niedriger als im Bund. In Stuttgart hat die Zulassungsstelle im August 3.862 Halterwechsel vollzogen. Das sind 252 Besitzumschreibungen oder wie gesagt sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 32.134 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 32.184 Umschreibungen nur um 50 leicht unterschritten.

Kreis Böblingen: Hybride schlagen Elektro

3.005 Pkw-Neuzulassungen im Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle. Das sind 22 Pkw mehr als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 25.896 neue Pkw gezählt. Das sind 2.317 mehr als 2015 (plus 9,8 Prozent). Der Bestand an Vollelektro-Pkw wuchs um 23 auf 423 (5,8 Prozent). Der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen wuchs auf 1.075 (Juli: 1.059), darin sind 252 Plug-in-Hybride (Juli: 235). Bei den Gebrauchtwagen im Kreis Böblingen mit 14,4 Prozent deutlich höher als im Bund. Hier hat die Zulassungsstelle im August 3.239 Halterwechsel vollzogen. Das sind 408 Besitzumschreibungen oder wie gesagt 14,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 25.812 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 24.294 Umschreibungen um 1.518 Pkw überschritten.

Kreis Esslingen: Gebrauchte 2016 noch leicht im Minus

1.798 Pkw-Neuzulassungen sind es im Kreis Esslingen. Das sind 36 Pkw mehr als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 16.810 neue Pkw gezählt. Das sind 835 mehr als 2015 (plus 5,52 Prozent). Der Bestand an Vollelektro-Pkw wuchs um neun auf 282 (3,3 Prozent). Der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen wuchs auf 1.184 (Juli: 1.166).

„Der August war damit besser als erwartet“, sagt Frank Schnierle. Zumal der Gebrauchtwagenmarkt im Kreis Esslingen mit plus 8,2 Prozent nur leicht niedriger als im Bund liegt. Hier hat die Zulassungsstelle im August 3.794 Halterwechsel vollzogen. Das sind 287 Besitzumschreibungen mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 30.965 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 31.291 Umschreibungen mit 326 Pkw nur leicht um ein Prozent unterschritten.

Kreis Ludwigsburg: 7,3 Prozent plus

1.479 Pkw-Neuzulassungen im Kreis Ludwigsburg sind 100 Pkw gleich 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 14.837 neue Pkw gezählt. Das sind 770 mehr als 2015 (plus 5,5 Prozent). Der Bestand an Vollelektro-Pkw wuchs um neun auf 345 (2,7 Prozent). Der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen wuchs auf 1.262 (Juli: 1.236). Bei den Gebrauchten hat die Zulassungsstelle im August 3.817 Halterwechsel vollzogen. Das sind 150 Besitzumschreibungen oder 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 32.592 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 32.770 Umschreibungen mit 178 Pkw nur leicht unterschritten.

Rems-Murr-Kreis: Rekord bei Neuzulassungen

Im Rems-Murr-Kreis sind die Pkw-Neuzulassungen um 24,3 Prozent auf 1.388 gewachsen. „Der August hat damit die Erwartungen weit übertroffen“, sagt Kreisvorsitzender Reiner Äckerle. Zugelassen wurden damit 271 Pkw mehr als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 12.054 neue Pkw gezählt. Das sind 1.017 mehr als 2015 (plus 9,2 Prozent). Der Bestand an Vollelektro-Pkw wuchs um neun auf 230 (4,1 Prozent). Der Bestand an Hybrid-Fahrzeugen wuchs auf 638 (Juli: 628), darin sind 83 Plug-in-Hybride (Juli: 80). Bei den Gebrauchten war der Zuwachs im Rems-Murr-Kreis mit 13,6 Prozent deutlich höher als im Bund. Hier hat die Zulassungsstelle im August 3.441 Halterwechsel vollzogen. Das sind 413 Besitzumschreibungen oder wie gesagt 13,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 26.948 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 26.507 Umschreibungen um 441 Pkw überschritten.

Kreis Göppingen: Spitzenreiter und Schlusslicht

Der Kreis Göppingen ist bei den Pkw-Neuzulassungen mit einem Zuwachs von 27,5 Prozent Spitzenreiter: 764 Pkw wurden zugelassen, 165 Pkw mehr als vor einem Jahr im August. Insgesamt wurden im Jahr 2016 damit bisher 6.583 neue Pkw gezählt. Das sind 343 mehr als 2015 (plus 5,5 Prozent). Vollelektro-Pkw wurden zwei neuzugelassen, Hybride 26 (ein Plugin). Bei den Gebrauchten ist der Kreis Göppingen Schlusslicht: Hier hat die Zulassungsstelle im August 2.343 Halterwechsel vollzogen. Das sind 559 Besitzumschreibungen oder 19,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Mit bis jetzt 18.296 Besitzerwechseln in diesem Jahr ist der Wert von 2015 mit damals 18.883 Umschreibungen durch den Einbruch im August um 537 Pkw unterschritten.

Trotzdem: „Bis jetzt machen Dieseldebatte und Fahrverbotsforderungen den Autohäusern noch keine Probleme“, ist das Fazit von Innungspressesprecher Frank Schnierle. Die Elektroautoentwicklung verblüfft Torsten Treiber und seine beiden Kollegen schon: „Dass die Vollelektrischen nicht gut laufen, wundert uns weniger. Dass bei den Hybriden die geförderten Plugin-Hybriden aber nur unter ferner liefen auftauchen, bestätigt unsere Aussage, dass die Förderung vollkommen falsch angelegt ist. Bundesweit 836 Plugin-Hybride, aber 3.091 neue Vollhybride, für die es keine Förderung durch den Staat gibt, sprechen eine deutliche Sprache, wohin die Reise geht. In der Region ist die Nachfrage ähnlich verteilt.“

August 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

2,6

 

Region insgesamt

6,1

Kreis Göppingen

27,5

 

Kreis Böblingen

9,8

Rems-Murr-Kreis

24,3

 

Rems-Murr-Kreis

9,2

Kreis Ludwigsburg

7,3

 

Kreis Göppingen

5,5

Kreis Esslingen

2,0

 

Kreis Ludwigsburg

5,5

Kreis Böblingen

0,7

 

Kreis Esslingen

5,2

Stadt Stuttgart

-7,0

 

Stadt Stuttgart

3,4

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

4,9

 

Region Stuttgart

0,5

Kreis Böblingen

14,4

 

Kreis Böblingen

6,2

Rems-Murr-Kreis

13,6

 

Rems-Murr-Kreis

1,7

Kreis Esslingen

8,2

 

Stadt Stuttgart

-0,2

Stadt Stuttgart

7,0

 

Kreis Ludwigsburg

-0,5

Kreis Ludwigsburg

4,1

 

Kreis Esslingen

-1,0

Kreis Göppingen

-19,3

 

Kreis Göppingen

-2,9

Zulassungszahlen Juli 2016

Zulassungszahlen Juli 2016

Kfz-Innung: Hickhack um Diesel verunsichert Gebrauchtwagenmarkt

Stuttgart hat E-Auto-Zulassungsrekord mit 69, aber Benziner und Diesel führen unangefochten

Bundesweit sind die Zulassungszahlen bei Elektro-Pkw massiv eingebrochen, aber in Stuttgart gibt’s einen Zulassungsrekord: 69 Elektroautos sind im Juli zugelassen worden. Damit kamen 8,6 Prozent der insgesamt 785 bundesweit zugelassenen Elektro-Pkw in der Schwabenmetropole auf die Straße. Obermeister Torsten Treiber tippt auf Firmen- oder Herstellerzulassungen. „Die Zahlen in den Nachbarkreisen sprechen dafür, da gibt’s keine außergewöhnliche Nachfrage.“ Und konventionelle Motoren erfreuen sich nach wie vor allenthalben weiter größter Beliebtheit. Insgesamt gingen in der Region die Zulassungszahlen um 3,5 Prozent zurück. Allerdings mit Unterschieden von Kreis zu Kreis: Der Rems-Murr-Kreis mit 2,2 Prozent und der Kreis Göppingen mit 0,8 Prozent liegen noch im Plus. Stuttgart mit minus 0,4 Prozent, der Kreis Ludwigsburg mit minus 4,4 Prozent, der Kreis Böblingen mit minus 6,9 Prozent und der Kreis Esslingen mit minus 8,8 Prozent melden Zulassungsrückgänge. „Unterm Strich haben wir damit nichts zu meckern“, sagt Obermeister Torsten Treiber. „Dass der Juli und auch der August nicht unbedingt die Umsatzbringer sind, ist nicht überraschend.“ Aufs Jahr gesehen liegen die Zulassungszahlen damit aber überall immer noch deutlich im Plus.

 Stuttgart: Bisher höchste Zahl bei E-Mobilen

Die Autokäufer machen etwas Sommerpause: Bundesweit gingen die Pkw-Neuzulassungen um 3,9 Prozent zurück. In der Region Stuttgart sind es minus 3,5 Prozent. In Stuttgart selber minus 0,4 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: 4.517 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt (darin förderfähige 69 Elektroautos und 24 Plugin-Hybride). Damit waren 4.424 Pkw mit Motoren ausgestattet, die die Regierung nicht fördert. Zugelassen wurde im Juli damit insgesamt 17 Pkw weniger als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli wurden damit 32.714 neue Pkw gezählt. Das sind 1.476 mehr als 2015 (plus 4,7 Prozent).

Dass es auf dem Gebrauchtwagenmarkt eher verhalten läuft, ist auch keine Überraschung. „Wenn ständig Verunsicherung gesät wird, was beispielsweise die Nutzung von Dieseln mit grüner Plakette angeht, muss sich keiner wundern, wenn die Leute dann lieber ihren alten Wagen weiter fahren, bis sie klar sehen“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. Bundesweit meldet das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückgang von 8,9 Prozent. In der Region liegt das Minus mit 9,5 Prozent regional höher. In der Feinstaubhauptstadt Stuttgart mit 7,9 Prozent ein wenig niedriger. Hier hat die Zulassungsstelle im Juli 4.192 Halterwechsel notiert. Das sind 362 Besitzumschreibungen oder wie gesagt 7,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Trotzdem ist Roger Schäufele als Kreisvorsitzender und Sprecher der Autohäuser in Stuttgart immer noch zufrieden. Denn mit 28.272 Besitzerwechseln bis Juli sind die Werte von 2015 mit damals 28.574 Umschreibungen nur leicht unterschritten. „Das kann sich in diesem Monat schon wieder ändern, auch wenn der August traditionell kein Super-Auto-Monat ist.“

Rems-Murr-Kreis: Höchster Zuwachs

Im Rems-Murr-Kreis war die Elektro-Auto-Pkw-Begeisterung verhaltener. Hier wuchs der Bestand gerade mal um zwölf Elektro-Pkw. Bei den Pkw-Neuzulassungen gab es ein Plus von 2,2 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: 1.599 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Kreises. Das sind 35 Pkw mehr als vor einem Jahr im Juli. Insgesamt wurden bis Juli damit 10.666 neue Pkw gezählt. Das sind 746 mehr als 2015 (plus 7,5 Prozent).

Die Besitzumschreibungen sind im Juli um 10,4 Prozent zurückgegangen. Hier hat die Zulassungsstelle 3.349 Halterwechsel notiert. Das sind 387 Besitzumschreibungen weniger als vor einem Jahr. Trotzdem ist Reiner Äckerle als Kreisvorsitzender und Sprecher der Autohäuser immer noch zufrieden. Denn mit 23.507 Besitzerwechseln bis Juli sind die Werte von 2015 mit damals 23.479 Umschreibungen mit plus 0,1 Prozent noch immer stabil.

Kreis Böblingen: zwei Elektroautos mehr

Im Kreis Böblingen wuchs der Bestand gerade mal um zwei Elektro-Pkw, aber auch bei den konventionell angetriebenen Pkw lief’s verhalten: Insgesamt lag das Minus bei 6,9 Prozent. 3.285 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Kreises. Das sind 245 Pkw weniger als vor einem Jahr im Juli. Die Gesamtbilanz ist aber noch die beste der Region: Insgesamt wurden bis Juli 22.891 neue Pkw gezählt. Das sind 2.295 mehr als 2015 (plus 11,1 Prozent).

 

Bei den Gebrauchten hat die Zulassungsstelle im Juli 3.209 Halterwechsel notiert. Das sind 111 Besitzumschreibungen oder 3,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Trotzdem ist Thomas Höfle als Kreisvorsitzender und Sprecher der Autohäuser zufrieden. Denn mit 22.573 Besitzerwechseln bis Juli sind die Werte von 2015 mit damals 21.463 Umschreibungen mit plus 5,2 Prozent oder 1.110 Besitzerwechseln immer noch deutlich überschritten.

Kreis Esslingen: im Juli 8,8 Prozent Minus

Den stärksten Rückgang bei den Neuzulassungen im Juli hatte der Kreis Esslingen. Die Elektro-Auto-Pkw-Begeisterung war auch verhalten. Hier wuchs der Bestand gerade mal um vier Elektro-Pkw. In Zahlen: 2.131 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Kreises. Das sind 206 Pkw weniger als vor einem Jahr im Juli. Insgesamt wurden von Januar bis Juli 15.012 neue Pkw gezählt. Das sind 799 mehr als 2015 (plus 5,6 Prozent).

 Ein Minus gibt’s im Kreis auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt: Hier hat die Zulassungsstelle im Juli 3.850 Halterwechsel notiert. Das sind 583 Besitzumschreibungen oder 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Trotzdem ist Frank Schnierle als Kreisvorsitzender und Sprecher der Autohäuser sieht’s gelassen. Denn mit 27.171 Besitzerwechseln von Januar bis Juli sind die Werte von 2015 mit damals 27.784 Umschreibungen nur um 2,2 Prozent unterschritten. „Aber das lässt sich hoffentlich wieder aufholen.“

Kreis Ludwigsburg: ein Prozent der bundesweit neuen Elektro-Pkw

Weil kaum einer Elektroautos haben wollte, sind die acht, die im Kreis Ludwigsburg neu zugelassen wurden immerhin über ein Prozent der bundesweit angemeldeten 785 Elektroautos. Trotzdem liegt das Neuzulassungs-Minus im Kreis Ludwigsburg bei 4,4 Prozent. 1.836 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Kreises. Das sind 85 Pkw weniger als vor einem Jahr im Juli. Insgesamt wurden von Januar bis Juli in diesem Jahr 13.358 neue Pkw gezählt. Das sind 670 mehr als 2015 (plus 5,3 Prozent).

Der Gebrauchtwagenmarkt schwächelt ebenfalls: Hier hat die Zulassungsstelle im Juli 4.102 Halterwechsel notiert. Das sind 497 Besitzumschreibungen oder 10,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Markus Klein als Kreisvorsitzender sieht’s aber wie die Kollegen in den anderen Kreisen. 28.775 Besitzerwechsel bis Juli unterschreiten die Werte von 2015 mit damals 29.103 Umschreibungen zwar um minus 1,1 Prozent: „Aber das kann besser werden.“

Kreis Göppingen: Neuzulassungen leicht im Plus

Zwei Elektro-Pkw, 32 Hybride (ungefördert) und fünf Plug-in-Hybride (gefördert) plus 878 konventionelle Autos meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes in Göppingen. Damit ergibt sich im Vergleich zum Juli 2015 ein leichtes Neuzulassungsplus von 0,8 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: 917 Pkw-Neuzulassungen sind sieben Pkw mehr als vor einem Jahr im Juli. Die bisherige Jahresbilanz ist auch positiv: Insgesamt wurden von Januar bis Juli in diesem Jahr 5.819 neue Pkw gezählt. Das sind 178 mehr als 2015 (plus 3,2 Prozent).

 

Der Gebrauchtwagenmarkt brach im Juli aber massiv ein: In diesem Monat hat die Zulassungsstelle 2.310 Halterwechsel notiert. Das sind 329 Besitzumschreibungen oder 12,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aufs bisherige Jahr gesehen gibt es aber noch ein leichtes Plus: 15.953 Besitzerwechsel bis Juli überschreiten die Werte von 2015 mit damals 15.931 Umschreibungen um 0,1 Prozent.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juli 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

-3,5

 

Region insgesamt

6,5

Rems-Murr-Kreis

2,2

 

Kreis Böblingen

11,1

Kreis Göppingen

0,8

 

Rems-Murr-Kreis

7,5

Stadt Stuttgart

-0,4

 

Kreis Esslingen

5,6

Kreis Ludwigsburg

-4,4

 

Kreis Ludwigsburg

5,3

Kreis Böblingen

-6,9

 

Stadt Stuttgart

4,7

Kreis Esslingen

-8,8

 

Kreis Göppingen

3,2

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-9,5

 

Region Stuttgart

-0,1

Kreis Böblingen

-3,3

 

Kreis Böblingen

5,2

Stadt Stuttgart

-7,9

 

Kreis Göppingen

0,1

Rems-Murr-Kreis

-10,4

 

Rems-Murr-Kreis

0,1

Kreis Ludwigsburg

-10,8

 

Stadt Stuttgart

-1,1

Kreis Esslingen

-12,3

 

Kreis Ludwigsburg

-1,1

Kreis Göppingen

-12,5

 

Kreis Esslingen

-2,2

Zulassungszahlen Juni 2016

Zulassungszahlen Juni 2016

Kfz-Innung: Zuwenig Werbung durch die Hersteller

Das Auto schwimmt auf der Erfolgswelle, auch wenn’s beim E-Auto nur tröpfelt

Bei den Pkw-Neuzulassungen in der Region Stuttgart gibt es einen Halbjahresrekord: 86.195 neue Pkw haben die Zulassungsstellen in Stuttgart und den Kreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Göppingen und im Rems-Murr-Kreis seit 1. Januar 2016 gezählt. Das sind 6.675 Neuzulassungen oder 8,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dass Elektrofahrzeuge und Plugin-Hybride auch nach dem Start des Umweltbonus so gedämpft laufen, wie vor dem Umweltbonus überrascht Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart nicht: „Die 2.000 Euro vom Staat für ein Elektroauto und die 1.500 Euro für einen Plug-in-Hybriden reißen doch keinen vom Hocker“, sagt er. Zumal „keine Spur einer massiven Werbekampagne aller Hersteller für Elektroautos in den Medien zu sehen ist. Und solange da nichts läuft, läuft da nichts, sondern tröpfelt nur.“ Die Nachfrage nach konventionellen Pkw sorgt dagegen auch für einen regionalen Bestandsrekord: Regional sind jetzt exakt 1.577.916 Pkw zugelassen, 31.021 mehr als vor einem Jahr.

Stuttgart: Zulassungswelle

28.217 neue Pkw hat die Zulassungsstelle der Stadt seit 1. Januar 2016 gezählt. Das sind 1.493 mehr als 2015. Das ist, sagt Roger Schäufele als Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, „eine sehr erfreuliche Zulassungswelle“. Der Pkw-Bestand hat damit in Stuttgart zur Mitte des Jahres einen neuen Höchststand erreicht: 297.198 Pkw. Das sind 4.667 Pkw mehr als Ende Juni 2015. In den 28.217 Neuzulassungen seit Jahresanfang sind 261 Elektro- und Plugin-Hybrid-Pkw enthalten. „Sprich 9,2 Promille oder ein Nasenwasser“, sagt Roger Schäufele.

Nach einem kleinen Einbruch im Mai gibt es jetzt, im Juni schon wieder Zuwachs bei den Neuzulassungen in Stuttgart: 4.973 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt (darin förderfähige 18 Elektroautos und 28 Plugin-Hybride). Das sind 36 Pkw mehr als vor einem Jahr im Juni (plus 0,7 Prozent). Unter dem Strich ist nach sechs Monaten ein Plus von 1.493 Pkw-Neuzulassungen oder von 5,6 Prozent erreicht. 

Dazu kommt eine anziehende Nachfrage nach Gebrauchten: Hier meldet die Zulassungsstelle für Juni 4.457 Halterwechsel, 205 Besitzumschreibungen oder 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 24.080 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 24.080 Umschreibungen überschritten.

Kreis Böblingen: Zuwachs 27,7 Prozent

3.845 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes Böblingen. Das sind 834 Pkw mehr als vor einem Jahr im Juni (plus 27,7 Prozent). Das ist regionaler Rekord. Damit ist nach sechs Monaten ein Plus von 2.540 Pkw-Neuzulassungen oder von 14,9 Prozent erreicht. Das ist ebenfalls der Spitzenwert in der Region. Daraus ergibt sich auch ein Halbjahresrekord: 19.606 neue Pkw hat die Zulassungsstelle des Landratsamtes seit 1. Januar 2016 gezählt. Das sind 2.540 mehr als 2015. Rekord Nummer 4: Der Pkw-Bestand hat im Kreis Böblingen zur Mitte des Jahres einen neuen Höchststand erreicht: 240.112 Pkw. Das sind 4.987 Pkw mehr als Ende Juni 2015. Elektroautos und Hybride kommen aber nur auf einen Bestand von 1.437. Im Bestand von 240.112 Pkw sind 398 Elektro- und 1.039 Plugin-Hybrid-Pkw enthalten. Bei den Gebrauchten meldet die Zulassungsstelle für Juni 3.489 Halterwechsel, 293 Besitzumschreibungen oder 9,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 19.274 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 18.053 Umschreibungen überschritten.

Kreis Esslingen: Pkw-Zulassungen im Plus

Die Zulassungsstelle des Landratsamtes Esslingen meldet für den Juni 2.628 Pkw-Neuzulassungen (darin vier Elektroautos und sechs Plugin-Hybride). Das sind 222 Pkw mehr als vor einem Jahr im Juni (plus 9,2 Prozent). Frank Schnierle: „Unter dem Strich ist nach sechs Monaten ein Plus von 1.005 Pkw-Neuzulassungen oder von 8,5 Prozent erreicht.“ 12.881 neue Pkw im ersten Halbjahr sind auch Halbjahresrekord. In den 12.881 Neuzulassungen seit Jahresanfang sind 58 Elektro- und Plugin-Hybrid-Pkw enthalten. Sprich 0,5 Prozent. Bei den Gebrauchten meldet die Zulassungsstelle für Juni 4.153 Halterwechsel, 185 Besitzumschreibungen oder 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 24.321 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 24.396 Umschreibungen nur noch leicht unterschritten. Der Pkw-Bestand hat damit im Kreis Esslingen zur Mitte des Jahres einen neuen Höchststand erreicht: 314.669 Pkw. Das sind 6.225 Pkw mehr als Ende Juni 2015.

Kreis Ludwigsburg: 11.522 neue Pkw

Kreisvorsitzender Markus Klein freut sich, dass es im Juni weiter Zuwachs bei den Neuzulassungen im Kreis Ludwigsburg gab: 2.236 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes (darin 13 Elektroautos und 35 Plugin-Hybride). Das sind 241 Pkw mehr als vor einem Jahr im Juni (plus 12,1 Prozent). Fürs erste Halbjahr heißt das 11.522 neue Pkw seit 1. Januar 2016. Das sind 755 mehr als 2015. In den Neuzulassungen seit Jahresanfang sind 247 Elektro- und Plugin-Hybrid-Pkw enthalten, gleich 2,1 Prozent. Dazu kommen bei den Gebrauchten 4.453 Halterwechsel, 270 Besitzumschreibungen oder 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 24.673 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 24.504 Umschreibungen leicht überschritten. Ergibt summasummarum einen neuen Höchststand im Kreis: 317.650 Pkw. Das sind 6.816 Pkw mehr als Ende Juni 2015.

Rems-Murr-Kreis: Bestandsrekord auch hier

9.067 neue Pkw hat die Zulassungsstelle des Landratsamtes Waiblingen seit 1. Januar 2016 gezählt. Das sind 711 mehr als 2015. Der Pkw-Bestand hat damit im Rems-Murr-Kreis zur Mitte des Jahres einen neuen Höchststand erreicht: 251.498 Pkw. Das sind 5.094 Pkw mehr als Ende Juni 2015. Im Bestand von 251.498 sind 214 Elektro- und 616 Plugin-Hybrid-Pkw enthalten. Sprich zusammen 3,3 Promille. Die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Pkw sorgt für Schwung im Markt: 1.955 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle (darin elf Elektroautos und drei Plugin-Hybride) für Juni. Das sind 265 Pkw mehr als vor einem Jahr (plus 15,7 Prozent). Bei den Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle für Juni 3.776 Halterwechsel, 442 Besitzumschreibungen oder 13,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 20.158 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 19.473 Umschreibungen überschritten.

Kreis Göppingen: Minus im Juni bei neuen Pkw

Der einzige Kreis, bei dem es im Juni bei den Neuzulassungen einen Rückgang gab, ist der Kreis Göppingen: 936 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes (darin fünf Elektroautos und drei Plugin-Hybride). Das sind 66 Pkw weniger als vor einem Jahr im Juni (minus 6,6 Prozent). Im Plus ist die Nachfrage nach Gebrauchten: Hier meldet die Zulassungsstelle für Juni 2.348 Halterwechsel, 48 Besitzumschreibungen oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sind jetzt mit 13.643 Besitzerwechseln im ersten Halbjahr die Werte von 2015 mit 13.292 Umschreibungen leicht überschritten. Der Pkw-Bestand hat damit im Kreis Göppingen zur Mitte des Jahres einen neuen Höchststand erreicht: 156.789 Pkw. Das sind 3.232 Pkw mehr als Ende Juni 2015. (plus 2,1 Prozent).

Mit Blick auf das Ziel mehr Elektroautos auf die Straßen zu bringen gilt, „Das kann nur besser werden“, sagt  Innungsgeschäftsführer Christian Reher präzisiert aber gleich, dass der Kunde entscheidet, nicht das Autohaus: „Wenn ein Kunde seinen Altwagen gegen 3.000 oder 4.000 Euro Eintauschprämie gegen ein Auto mit konventionellem Antrieb austauscht, ist der den Autohäusern genauso lieb. Wir können nur verkaufen, was die Hersteller produzieren. Und für bessere Luft sorgt das besonders bei Alt-Dieseln auch.“

Frank Schnierle, der Pressesprecher der Innung und Geschäftsführer eines Esslinger Autohauses sieht die Entwicklung bei den Gebrauchten als Chance: „Den Gebrauchtwagenmarkt können die Händler eigenverantwortlich gestalten, das ist deswegen für uns ein wirtschaftlich wichtige Standbein.“ Zumal sich im Privatmarkt immer mehr zwielichtige Gestalten tummeln: „Die jüngsten Berichte über erfolgreiche Erpressung von Privatverkäufern aus dem Libanon sprechen Bände, was einem da drohen kann.“

Also alles paletti? „Nicht ganz“, sagt Torsten Treiber, „wir machen uns ein bisschen Sorgen, was bei VW läuft. Die Strategie Milliarden für amerikanische Kunden, einen Kaffee für die Deutschen und Europäer kann leicht nach hinten losgehen. Der Konzern hat’s leicht, denn bei uns sind es die Autohäuser, die den Ärger abbekommen. Die Amerikaner unterscheiden da genauer zwischen dem Händler vor Ort und dem Konzern.“

 

Juni 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

10,2

 

Region insgesamt

8,4

Kreis Böblingen

27,7

 

Kreis Böblingen

14,9

Rems-Murr-Kreis

15,7

 

Rems-Murr-Kreis

8,5

Kreis Ludwigsburg

12,1

 

Kreis Esslingen

8,5

Kreis Esslingen

9,2

 

Kreis Ludwigsburg

7,0

Stadt Stuttgart

0,7

 

Stadt Stuttgart

5,6

Kreis Göppingen

-6,6

 

Kreis Göppingen

3,6

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

6,8

 

Region Stuttgart

1,7

Rems-Murr-Kreis

13,3

 

Kreis Böblingen

6,8

Kreis Böblingen

9,2

 

Kreis Göppingen

2,6

Kreis Ludwigsburg

6,5

 

Rems-Murr-Kreis

2,1

Stadt Stuttgart

4,8

 

Kreis Ludwigsburg

0,7

Kreis Esslingen

4,7

 

Stadt Stuttgart

0,2

Kreis Göppingen

2,1

 

Kreis Esslingen

-0,3

 

 

 

   

Zulassungszahlen Mai 2016

Zulassungszahlen Mai 2016

Kfz-Innung: Ohne Förderliste ist E-Auto-Kauf ein Glücksspiel

Die Bundesregierung verhindert den Verkauf von Elektroautos in Stuttgart

Kein Witz oder genauer „ein schlechter Witz“ ist aus Sicht von Obermeister Torsten Treiber, „was gerade in Sachen Elektroauto läuft, denn die Bundesregierung verhindert den Verkauf von Elektroautos in Stuttgart und der ganzen Region.“ Denn die 16 neuen Besitzer von Elektroautos, die im Mai in Stuttgart eines kauften, können nicht sicher sein, Geld vom Staat zu bekommen. „Die Förderliste, auf der steht welche Autos gefördert werden, ist immer noch nicht da.“ Nur diese Förderliste aber legt verbindlich fest, für welches E-Auto es die 2.000 Euro Förderung vom Staat gibt oder die 1.500 Euro für ein Hybridauto. Das bestätigt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das die Förderanträge annehmen soll, es aber nicht tut, weil’s keine Regelung aus Sigmar Gabriels Wirtschaftsministerium gibt. Ob das eine Rolle dabei gespielt hat, dass die Zulassungszahlen in Stuttgart im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent zurückgegangen sind, „weiß keiner“, sagt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele, „geholfen hat diese Hängepartie auf jeden Fall nicht.“

„Nachfrage wäre schon da“, schätzt der Kreisvorsitzende Roger Schäufele. „Jedenfalls wird in den Autohäusern, die welche anbieten, nach Kosten und Konditionen für Elektroautos gefragt.“ 16 Elektro-Pkw und 21 Hybrid-Pkw sind unter den 4.416 Pkw-Neuzulassungen, die es im Mai in Stuttgart gab, weiß die Zulassungsstelle der Stadt. Aber keiner weiß wie gesagt, ob da Autos dabei sind, für die es Prämie gibt. „Das Ganze ist etwas chaotisch“, sagt auch Innungs-Geschäftsführer Christian Reher. „Wir haben ja in einem Brief an die Abgeordneten schon darauf hingewiesen, allerdings noch keine Antwort erhalten.“

Chaospunkt eins ist das Kaufdatum: Momentan hat von den 37 Elektro- und Hybridautokäufern aus dem Mai nur der eine Chance auf die staatliche Prämie, der am 18. Mai oder danach gekauft hat. „Die Innung fordert den Stichtag 1. Januar 2106 sonst gehen um die 170 Käufer von den 214, die in diesem Jahr in Stuttgart schon solche Autos gekauft haben, wohl leer aus“, sagt Christian Reher.

Chaospunkt zwei sind die fehlenden Förderrichtlinien: „Das ist nicht gut für den Umsatz, wenn die Leute bei der BAFA-Hotline unter 06196 908 1009 derzeit gesagt bekommen, sie sollen im Moment lieber die Finger vom Autokauf lassen, selbst wenn sie einen Hybrid-Pkw im Sinn haben“, fasst Pressesprecher Frank Schnierle, selber Geschäftsführer in einem Mercedes-Autohaus, die aktuelle Lage zusammen: „Der BAFA machen wir da keinen Vorwurfe, die kann nur umsetzen, was das Wirtschaftsministerium liefert.“ Aber in den Autohäusern habe das die Folge, „dass wir Kunden im Moment sagen müssen, dass wir die staatliche Prämie nicht garantieren können und allen Kollegen geht es genauso. Kunden vertrösten ist nie gut.“

Wobei, Chaospunkt drei, das kunterbunte Durcheinander noch dadurch verstärkt wird, dass es beispielsweise bei Toyota nicht unmöglich ist einen Hybriden zu kaufen, aber wahrscheinlich unwahrscheinlich, dafür 1.500 Euro vom Staat zu bekommen. Das hängt wieder von der Förderrichtlinie ab. Denn es sollen nach dem Stand der Dinge nur Plug-in-Hybride gefördert werden. Sprich „Autos mit Stecker“ (Torsten Treiber). Autos, die keinen Strom aus der Steckdose aufnehmen können, sind zwar auch sauber aber nichtförderfähig.

Über 60.000-Euro-Nettolistenpreis (also ohne Mehrwertsteuer) sollen die Elektroautos auch nicht kosten dürfen. Das sorgt für Chaospunkt vier. Die EU-Kommission ist über die „Lex Tesla“ nicht sehr amüsiert, sagt das aber nicht offiziell. Sie sagt im Moment überhaupt nichts. Sie prüft, ob durch die Förderung Firmen bevorzugt oder benachteiligt werden. Das französische Modell hat sie nicht beanstandet. Der französische Staat zahlt 6.300 Euro Zuschuss pro Elektroauto und legt nochmal 3.700 Euro extra drauf, wenn dafür ein mindestens 13 Jahre alter Diesel verschrottet wird. „Das“, sagt Torsten Treiber, „ist ein Beispiel für die Umstiegsprämie, wie die Innung sie auch für die Region Stuttgart fordert.“

Bei dieser Gemengelage und angesichts der Tatsache, dass inzwischen auch der halbe Juni schon herum ist, ohne dass die E-Auto-Prämie in die Gänge kommt, sind „wenigstens die aktuellen Zahlen aus der Region beruhigend“, sagt der Obermeister. „Bis jetzt läuft das Autojahr 2016 in Stuttgart insgesamt gut“, sagt auch Roger Schäufele: „Die 4.416 Neuzulassungen aus dem Mai sind zwar 173 oder 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr und auch weniger als der Bundesdurchschnitt mit plus 11,9 Prozent. Aber unter dem Strich ist nach fünf Monaten ein Plus von 1.457 Pkw-Neuzulassungen oder von 6,7 Prozent erreicht. Da können wir gut mit leben.“

Ein Lichtblick ist die anziehende Nachfrage nach Gebrauchten: Hier meldet die Zulassungsstelle für Mai 4.022 Halterwechsel, 217 Besitzumschreibungen oder 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Bundesdurchschnitt liegt bei plus 5,5 Prozent. Torsten Treiber: „Jetzt hoffen wir, dass der Juni der traditionell starke Automonat bleibt und die Regierung ihre Elektroförderung in den Griff bekommt.“ Autokäufern rät er dazu, die Preise gut zu vergleichen: „Die Hersteller bieten auch für Autos mit konventionellem Antrieb einen bunten Strauß von Prämien, lassen Sie sich im Autohaus beide Varianten vorrechnen.“


Mai 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

7,3

 

Region insgesamt

8,0

Rems-Murr-Kreis

21,6

 

Kreis Böblingen

12,1

Kreis Böblingen

16,4

 

Kreis Esslingen

8,3

Kreis Esslingen

11,8

 

Rems-Murr-Kreis

6,7

Kreis Ludwigsburg

6,7

 

Stadt Stuttgart

6,7

Kreis Göppingen

5,9

 

Kreis Göppingen

6,4

Stadt Stuttgart

-3,8

 

Kreis Ludwigsburg

5,9

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

5,6

 

Region Stuttgart

0,7

Kreis Böblingen

8,1

 

Kreis Böblingen

6,2

Rems-Murr-Kreis

6,5

 

Kreis Göppingen

2,8

Kreis Göppingen

6,0

 

Rems-Murr-Kreis

-0,2

Stadt Stuttgart

5,7

 

Kreis Ludwigsburg

-0,5

Kreis Ludwigsburg

5,1

 

Stadt Stuttgart

-0,7

Kreis Esslingen

3,2

 

Kreis Esslingen

-1,3

Zulassungszahlen April 2016

Zulassungszahlen April 2016

Kfz-Innung: Förderrichtlinien müssen schnell kommen

Trotz Elektroprämiendiskussion gab’s eine Rekordnachfrage nach neuen Pkw

21,9 Prozent mehr Neuzulassungen bei Pkw als vor einem Jahr. Der Kreis Böblingen hat den höchsten April-Zuwachs in der Region und Thomas Höfle, der dortige Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart meint das ganz wertfrei, wenn er sagt, „ich bin über diese gute Nachfrage erleichtert, denn die Elektroprämiendiskussion hätte auch nach hinten losgehen können.“ Wertfrei, weil „unsere Mitgliedsbetriebe unabhängig von der Antriebsart jedes Auto gerne verkaufen, für das sich die Kunden entscheiden“. Erleichtert, „weil so eine Prämienankündigung immer die Gefahr birgt, dass die Kunden ihren Autokauf aufschieben bis die Prämie gilt.“ Torsten Treiber, Obermeister der Innung, sieht allerdings auch, dass außer Böblingen zwar auch Stuttgart mit 9,8 Prozent bei den Zuwächsen über dem Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent liegt: „Im Rest der Region schwächelt die Nachfrage ein bisschen.“ Im Kreis Ludwigsburg gab’s einen Zuwachs von 8,1 Prozent, im Kreis Göppingen von 7,5 Prozent, der Rems-Murr-Kreis meldet 5,9 Prozent und der Kreis Esslingen 5,2 Prozent.“ Der Gebrauchtwagenbereich läuft in der Region schwächer als im Bund, wo die Zahlen gleich wie im Vorjahr sind. In der Region hat der Kreis Esslingen ein Plus von 0,6 und der Kreis Böblingen von 0,1 Prozent. Im Kreis Ludwigsburg gingen die Halterwechsel um 0,3 Prozent, im Kreis Göppingen um 1,4 Prozent, in Stuttgart um 3,7 Prozent und im Rems-Murr-Kreis um 4,9 Prozent zurück.

Unter dem Strich ist die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart aber mit dem zufrieden, was die Zulassungsstellen der Landratsämter und der Stadt Stuttgart melden. Die Böblinger und Stuttgarter Zahlen lösen dabei besonders erfreute Kommentare aus, obwohl da sicher eine Rolle spielt, dass Daimler und Porsche selbst zulassen: „Spätestens bei der ersten Inspektion hat einer unserer Meisterbetriebe dann auch Geschäft“, sagt Torsten Treiber. Das gilt auch, wenn die E-Auto-Kaufprämie tatsächlich die Nachfrage steigern sollte: „Wir bilden seit 2012 schon Kfz-Mechatroniker für diese Fahrzeuge aus.“ Geschäftsführer hofft, dass schnell Entscheidungen über die Prämie fallen: Denn problematisch sei, „wenn Kunden die Entscheidung Benziner oder Diesel aufschieben, weil sie sich die Alternative Elektro überlegen, aber keine Förderrichtlinien da sind.“

Kreis Böblingen: Rekordwerte

Spannend wird die Frage, wer auf die neuen Autos umsteigt, sagt Torsten Treiber „Firmen sind ja bei den Neuzulassungen mit zwei Dritteln beteiligt, bei den Fahrzeughaltern machen sie aber nicht ganz 15 Prozent aus, weil sie ihre Fahrzeuge schneller wechseln.“ Frauen stellen im Kreis Böblingen knapp 31 Prozent der Pkw-Besitzer, Männer sind mit über 54 Prozent noch klar in der Mehrheit, gewerbliche Halter stellen den Rest. „Die Zielgruppen sind definiert, wen die Prämie tatsächlich erreicht, wird interessant.“

Bis jetzt läuft das Autojahr 2016 im Kreis Böblingen insgesamt gut, sagt Thomas Höfle: Mit den 3.476 Neuzulassungen aus dem April (plus 624 Pkw), „wird nach vier Monaten ein Plus 1.233 Pkw-Neuzulassungen oder von elf Prozent erreicht.“ Etwas höher könnte aus Sicht der Innung die Nachfrage nach Gebrauchtwagen sein: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Kreis Böblingen 3.328 Halterwechsel im April, vier mehr als vor einem Jahr.

Stuttgart: beim Zuwachs Platz 2

In Stuttgart wird mit den 5.354 Neuzulassungen aus dem April (plus 477 Pkw), „haben wir vier Monaten ein Plus 1.630 Pkw-Neuzulassungen oder von 9,5 Prozent erreicht“, sagt Roger Schäufele. Stuttgart liegt damit auch in der Gesamtbilanz auf Platz zwei. Bei den Gebrauchtwagen meldet die Zulassungsstelle für Stuttgart 4.232 Halterwechsel im April, 163 weniger als vor einem Jahr. Frauen stellen in Stuttgart aktuell knapp 28 Prozent der Pkw-Besitzer, Männer sind mit fast 48 Prozent noch klar in der Mehrheit.

Rems-Murr-Kreis unterm Schnitt

Bis jetzt läuft das Autojahr 2016 im Rems-Murr-Kreis zwar im Plus aber unterdurchschnittlich: Mit den 1.589 Neuzulassungen aus dem April (plus 89 Pkw), ist nach vier Monaten ein Plus 168 Pkw-Neuzulassungen oder von 3,1 Prozent erreicht. Etwas höher könnte aus Sicht der Innung auch die Nachfrage nach Gebrauchtwagen sein: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Kreis 3.370 Halterwechsel im April, 175 weniger als vor einem Jahr. Die Gesamtbilanz liegt noch um 1,8 Prozent unter der des Vorjahres. Frauen stellen im Rems-Murr-Kreis etwas über 33 Prozent der Pkw-Besitzer, Männer sind mit über 57 Prozent auch hier die Mehrheit.

Kreis Esslingen bei Neu-Pkw im Mittelfeld

Mit den 2.364 Neuzulassungen aus dem April (plus 116 Pkw), liegt der Kreis Esslingen mit einem Plus von 553 Pkw-Neuzulassungen oder von 7,4 Prozent in der Gesamtbilanz im regionalen Mittelfeld. Der regionale Zuwachs bei den Neu-Pkw liegt mit 8,1 Prozent im Schnitt sogar leicht darüber, ergänzt Frank Schnierle, der Kreisvorsitzender und Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung ist, „das ist für uns ein wichtiger Vergleichswert, weil sich daran der anhaltend hohe Mobilitätsbedarf ablesen lässt.“ Dazu kommen 4.186 Halterwechsel im April, 23 mehr als vor einem Jahr. Auch da wünscht sich die Innung mehr Nachfrage. Im Kreis Esslingen stellen Frauen derzeit über 33 Prozent der Pkw-Besitzer, Männer sind mit über 56 Prozent vertreten, der Rest sind Firmen.

Kreis Ludwigsburg: noch zufrieden

Im Kreis Ludwigsburg wird mit den 2.198 Neuzulassungen aus dem April (plus 165 Pkw) nach vier Monaten ein Plus 397 Pkw-Neuzulassungen oder von 5,6 Prozent erreicht. Solange Pluszahlen erreicht werden ist der Kreisvorsitzende Markus Klein zufrieden. Dass die die Zulassungsstelle für den Kreis 4.335 Halterwechsel im April und damit elf weniger als vor einem Jahr meldet, freut ihn weniger. Die potenziellen Käufer verteilen sich im Kreis Ludwigsburg so: Frauen stellen 34 Prozent der Pkw-Besitzer, Männer über 57 Prozent, Firmen etwas über acht Prozent.

Kreis Göppingen: Zulassungen ziehen an

Mit den 926 Neuzulassungen aus dem April (plus 65 Pkw), liegt das Plus nach vier Monaten bei 190 Pkw-Neuzulassungen oder 6,5 Prozent. Die Zahlen waren bisher jeden Monat etwas höher als im Vormonat. Die Nachfragen nach Gebrauchtwagen schwächelt auch hier: 2.408 Halterwechsel im April sind 33 weniger als vor einem Jahr.

Torsten Treiber setzt in allen Kreisen jetzt auf die kommende Hauptreisezeit, wenn’s um die Frage geht, was die Nachfrage steigern könnte: „Jetzt sorgt hoffentlich der Mai vor allem bei jungen Gebrauchten für mehr Nachfrage, wenn die Frage ansteht, mit welchem Auto es in den Sommerurlaub gehen soll.“

April 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neu-Pkw

%

Region insgesamt

10,7

 

Region insgesamt

8,1

Kreis Böblingen

21,9

 

Kreis Böblingen

11,0

Stadt Stuttgart

9,8

 

Stadt Stuttgart

9,5

Kreis Ludwigsburg

8,1

 

Kreis Esslingen

7,4

Kreis Göppingen

7,5

 

Kreis Göppingen

6,5

Rems-Murr-Kreis

5,9

 

Kreis Ludwigsburg

5,6

Kreis Esslingen

5,2

 

Rems-Murr-Kreis

3,1

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-1,6

 

Region Stuttgart

-0,5

Kreis Esslingen

0,6

 

Kreis Böblingen

5,8

Kreis Böblingen

0,1

 

Kreis Göppingen

2,0

Kreis Ludwigsburg

-0,3

 

Kreis Ludwigsburg

-1,8

Kreis Göppingen

-1,4

 

Rems-Murr-Kreis

-1,8

Stadt Stuttgart

-3,7

 

Stadt Stuttgart

-2,3

Rems-Murr-Kreis

-4,9

 

Kreis Esslingen

-2,4

 

Zulassungszahlen März 2016

Zulassungszahlen März 2016

Kfz-Innung: Region bei Neuzulassungen über den Bundesdurchschnitt

Wenn die Firmen in der Region Stuttgart gut gehen, fahren sie neue Autos

Das erste Quartal des Autojahres 2016 fällt in der Region Stuttgart bei den Neuzulassungen durchweg positiv aus. Obermeister Torsten Treiber: „Insgesamt stieg die regionale Zahl der Zulassungen um 2.635 Pkw oder 7,1 Prozent auf 39.494 Fahrzeuge. Davon waren allein 1.153 aus Stuttgart, das mit 9,4 Prozent den höchsten Zuwachs hatte. Es folgen der Kreis Esslingen (8,3 Prozent), der Kreis Böblingen (7,3 Prozent), der Kreis Göppingen (6,0 Prozent), der Kreis Ludwigsburg (4,6 Prozent) und als Schlusslicht der Rems-Murr-Kreis, der mit zwei Prozent als einziger unter dem Bundesdurchschnitt von 4,5 Prozent liegt. Der regionale Markt der Gebrauchtfahrzeuge schwächelte dagegen mit einem Mini-Minus von 0,1 Prozent im Quartal (Bund plus 0,2 Prozent): Hier hatten nur der Kreis Böblingen (acht Prozent) und der Kreis Göppingen (3,2 Prozent) Zuwächse, im Rems-Murr-Kreis (minus 0,7 Prozent), Stuttgart (minus 1,7 Prozent), Kreis Ludwigsburg (minus 2,3 Prozent) und dem Kreis Esslingen (minus 3,5 Prozent) lief das erste Quartal schlechter als im Vorjahr. „Da“, so Torsten Treiber, „sieht es nach Kaufzurückhaltung bei den privaten Kunden aus, denn die dominieren den Markt bei den Gebrauchten.“

Das Kraftfahrt-Bundesamt nennt in seiner Monats- und Quartalsbilanz weiterhin die Firmen als treibende Kraft beim Autokauf, was den Neuwagenkauf angeht. Im März sei der Privatanteil mit 34,6 Prozent um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Torsten Treiber sieht’s lieber positiv: „Der Firmenanteil ist gestiegen, gute Geschäfte heißt gute Neuwagenkonjunktur, das gilt seit jeher für die ganze Region" sagt er. „Hoffen wir, dass es so weitergeht.“

Stuttgart: März brachte Plus und den Spitzenplatz im ersten Quartal

„Den Firmen geht’s gut, der Neuwagennachfrage geht’s gut“, so fasst Roger Schäufele als Stuttgarter Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die Lage zusammen: Der März brachte in der Stadt ein Plus von 3,5 Prozent bei den Neuzulassungen und „insgesamt liegen wir nach drei Monaten bei einem Plus von 9,4 Prozent und damit deutlich besser als der Bund mit 4,5 Prozent.“

In Stuttgart ging es bis jetzt in der Tat konstant aufwärts: 4.136 neue Pkw im Januar, 4.175 im Februar und jetzt 5.163 im März meldet die Zulassungsstelle. Damit gab es im März 3,5 Prozent oder 176 Pkw mehr Zulassungen als im Vorjahr. „Bei uns haben Ostern und die Osterferien keine negative Rolle gespielt“, sagt Roger Schäufele. Das bezieht sich auf die Klage der deutschen Autobauer, die Ostern als Grund für das bundesweit fehlende Wachstum im März sehen. Aber überbewerten will er das nicht: „Leichte Schwankungen in einem Monat sind normal. Freuen wir uns lieber über das erste Quartal, denn da sehen wir für Stuttgart ausgesprochen gute Zahlen: 13.474 Pkw-Neuzulassungen insgesamt, 1.153 mehr als vor einem Jahr und plus 9,4 Prozent. Damit sind wir bei der Neuwagennachfrage regionaler Spitzenreiter. So kann’s gerne weitergehen.“

Bei den Gebrauchten ist die Kraftfahrzeuginnung auch nicht unzufrieden, obwohl da weniger Schwung drin ist: Hier meldet die Zulassungsstelle für Stuttgart 3.299 Halterwechsel im Januar, 3.781 im Februar und weitere 4.289 im März. Letztere sind 345 Fahrzeuge oder 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr. „Die gute Nachricht ist, dass die Halterwechsel von Monat zu Monat wuchsen und insgesamt 11.369 zusammen kamen.“ Trotzdem: „Insgesamt haben wir noch 199 Halterwechsel oder 1,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2015“, zählt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, zusammen und weist darauf hin, „dass das Geschäft mit hochwertigen Gebrauchtwagen eine tragenden Säulen bei den Autohäusern ist.“

Kreis Ludwigsburg: Spitze bei Neuzulassungen, letzter bei Halterwechseln

Der März brachte im Kreis Ludwigsburg ein Rekord-Plus von 6,7 Prozent bei den Neuzulassungen. Und ein Rekordminus-Minus von 10,7 Prozent bei den Gebrauchten. Dass im Kreis der höchste Zuwachs bei den Neuzulassungen und der höchste Rückgang bei den Besitzumschreibungen zusammenfallen, passt für Markus Klein durchaus zusammen: „Da zeigt sich die Kaufzurückhaltung bei den privaten Kunden, die den Markt bei den Gebrauchten bestimmen.“

1.294 neue Pkw im Januar, 1.532 im Februar und jetzt 2.403 im März meldet die Zulassungsstelle. Der März brachte 6,7 Prozent oder 151 Pkw mehr Zulassungen als im Vorjahr. 5.229 Pkw-Neuzulassungen insgesamt im ersten Quartal sind 232 mehr als vor einem Jahr und plus 4,6 Prozent. Bei den Gebrauchten ist noch deutlich weniger Schwung drin: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Kreis Ludwigsburg 3.589 Halterwechsel im Januar, 4.011 im Februar und weitere 4.308 im März. Letztere sind 516 Fahrzeuge oder 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die gute Nachricht ist, dass die Halterwechsel von Monat zu Monat wuchsen und insgesamt 11.908 zusammen kamen. Trotzdem: „Insgesamt haben wir noch 284 Halterwechsel oder 2,3 Prozent weniger als im ersten Quartal 2015“.

Kreis Böblingen: leichte März-Minus bei Neu-Pkw trübt positives Quartal kaum

Nach oben zeigt der Trend bei den Neuzulassungen im Kreis Böblingen: 2.512 neue Pkw im Januar, 3.033 im Februar und jetzt 3.387 im März meldet die Zulassungsstelle. Damit liegt der März allein zwar mit 1,1 Prozent oder 38 Pkw weniger leicht unter dem Vorjahr. Aber leichte Schwankungen in einem Monat sind kein Grund zur Sorge“, sagt Thomas Höfle: „Das leichte März-Minus ändert nichts an einem positiven ersten Quartal, denn da sehen wir gute Zahlen: 8.932 Pkw-Neuzulassungen insgesamt, 609 mehr als vor einem Jahr und plus 7,3 Prozent. So kann’s gerne weitergehen.“

Bei den Gebrauchten ist er auch nicht unzufrieden: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Kreis Böblingen 2.809 Halterwechsel im Januar, 3.072 im Februar und weitere 3.444 im März. Letztere sind drei Fahrzeuge oder 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. „Insgesamt haben wir mit 9.325 Besitzumschreibungen 690 Halterwechsel oder acht Prozent mehr als im ersten Quartal 2015“.

Rems-Murr-Kreis: Nachfrage bei Neuwagen hängt leicht hinterher

Im Rems-Murr-Kreis ging es bis jetzt zwar von den Zahlen her jeden Monat aufwärts, aber im Vergleich zum Vorjahr liegt der Zuwachs niedriger als anderswo: 1.085 neue Pkw im Januar, 1.196 im Februar und jetzt 1.675 im März meldet die Zulassungsstelle. Damit liegt der März mit 0,2 Prozent oder vier Pkw weniger leicht unter dem Vorjahr. Aber auch hier ist das erste Quartal unterm Strich im Plus: 3.956 Pkw-Neuzulassungen insgesamt, 79 mehr als vor einem Jahr und plus zwei Prozent. Reiner Äckerle: „Das ist aber sicher noch ausbaufähig.“

Bei den Gebrauchten wünscht er sich auch Zuwachs: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Rems-Murr-Kreis 2.802 Halterwechsel im Januar, 3.208 im Februar und weitere 3.515 im März. Damit waren es im März 242 Fahrzeuge oder 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Reiner Äckerle: „Die gute Nachricht ist, dass die Halterwechsel von Monat zu Monat wuchsen und insgesamt 9.525 zusammen kamen.“ Trotzdem: „Insgesamt haben wir 66 Halterwechsel oder 0,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2015“,

Kreis Esslingen: Im ersten Quartal wachsende Nachfrage nach neuen Autos

Im Kreis Esslingen lief das erste Quartal erfreulich: 1.582 neue Pkw im Januar, 1.903 im Februar und jetzt 2.219 im März meldet die Zulassungsstelle. Damit brachte nur der März mit minus einem Prozent oder 22 Pkw weniger Zulassungen als im Vorjahr. „Das sind gute Zahlen“, sagt Frank Schnierle: „5.704 Pkw-Neuzulassungen insgesamt, 437 mehr als vor einem Jahr sind plus 8,3 Prozent und derzeit nach Stuttgart der höchste Quartalszuwachs in der Region.“

Bei den Gebrauchten ist noch deutlich weniger Schwung drin: Hier meldet die Zulassungsstelle für den Kreis Esslingen 3.285 Halterwechsel im Januar, 3.704 im Februar und weitere 4.195 im März. Letztere sind 332 Fahrzeuge oder 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr. „Damit haben wir mit zusammen 11.184 Besitzumschreibungen noch 402 Halterwechsel oder 3,5 Prozent weniger als im ersten Quartal 2015.“

Kreis Göppingen: Im ersten Quartal über dem Bundesdurchschnitt

Im Kreis Göppingen lief das erste Quartal bei den Neuzulassungen überdurchschnittlich: 601 neue Pkw im Januar, 716 im Februar und jetzt 882 im März meldet die Zulassungsstelle. Damit brachte nur der März mit minus 6,3 Prozent oder 59 Pkw weniger Zulassungen als im Vorjahr. Zusammengerechnet sind das 2.199 Pkw-Neuzulassungen insgesamt, 125 mehr als vor einem Jahr, gleich plus sechs Prozent und deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt von 4,5 Prozent. Bei den Gebrauchten liegt der Kreis Göppingen regional im Quartal auf Platz zwei: Hier meldet die Zulassungsstelle 1.933 Halterwechsel im Januar, 2.257 im Februar und weitere 2.431 im März. Nur in diesem Monat gab’s ein Minus mit 134 Fahrzeugen oder 5,2 Prozent Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich brachte das Quartal 6.621 Halterwechsel, das sind 208 Besitzumschreibungen oder 3,2 Prozent mehr als im ersten Quartal 2015.

Zusammengefasst herrscht Zufriedenheit mit den aktuellen Zahlen. und die Hoffnung auf einen nachfragestarken April. Torsten Treiber: „In der Region Stuttgart brachte der April vor einem Jahr 14.371 Neuzulassungen, das müsste doch locker zu knacken sein, nachdem der Osterhase jetzt schon durch ist.“

März 2016

 

 

Gesamtbilanz 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

1,3

 

Region insgesamt

7,1

Kreis Ludwigsburg

6,7

 

Stadt Stuttgart

9,4

Stadt Stuttgart

3,5

 

Kreis Esslingen

8,3

Rems-Murr-Kreis

-0,2

 

Kreis Böblingen

7,3

Kreis Esslingen

-1,0

 

Kreis Göppingen

6,0

Kreis Böblingen

-1,1

 

Kreis Ludwigsburg

4,6

Kreis Göppingen

-6,3

 

Rems-Murr-Kreis

2,0

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-6,6

 

Region Stuttgart

-0,1

Kreis Böblingen

0,1

 

Kreis Böblingen

8,0

Kreis Göppingen

-5,2

 

Kreis Göppingen

3,2

Rems-Murr-Kreis

-6,4

 

Rems-Murr-Kreis

-0,7

Kreis Esslingen

-7,3

 

Stadt Stuttgart

-1,7

Stadt Stuttgart

-7,4

 

Kreis Ludwigsburg

-2,3

Kreis Ludwigsburg

-10,7

 

Kreis Esslingen

-3,5

Zulassungszahlen Februar 2016

Zulassungszahlen Februar 2016

Kfz-Innung: Feinstaub ist kein reines Autoproblem

Pkw-Neuzulassungen in der Region bei plus 14,2 Prozent, Gebrauchte plus 9,6

Große Nachfrage nach neuen Pkw, bei den Gebrauchten ging’s etwas ruhiger zu, das war der Automarkt in der Region Stuttgart im Februar. Die Entwicklung in den Kreisen lief aber unterschiedlich: „Im Februar liegt der Kreis Böblingen in der Region mit 23,7 und 17 Prozent zweimal auf Platz eins“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zur regionalen Entwicklung. Der Inhaber von Platz zwei überrascht ihn etwas: „Der Kreis Göppingen hat bei den Neuzulassungen 18,9 Prozent plus und bei den Gebrauchten 16,4 Prozent.“ Dieses Frühlingserwachen kann aus seiner Sicht gerne so weiter gehen. Mit den Zulassungen beschleunigt sich die Modernisierung der Fahrzeugflotte in der Region weiter, sagt Torsten Treiber, „damit sinkt auch der Schadstoffausstoß. Allerdings gilt bei dem in Stuttgart kritischen PM10-Feinstaubwert, dass der in der Region nur zu 20 bis maximal 30 Prozent von Pkw verursacht wird.“ Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart setze sich für eine möglichst moderne Fahrzeugflotte ein, sagt Torsten Treiber: „Das gilt für alle Motortechnologien. Aber wir dürften in der Region bundesweit wohl mit am besten für eine verstärkte Einführung von Elektroautos gerüstet sein.“ Und Geschäftsführer Christian Reher ergänzt: „Wahrscheinlich haben wir in der Region inzwischen mehr fürs Elektroauto ausgebildete Kfz-Mechatroniker als Elektroautos.“

Der Februar war überall in Deutschland der Automonat: 12,1 Prozent Zuwachs meldet das Kraftfahrt-Bundesamt bei den Neuzulassungen. Allerdings, sagt Torsten Treiber, „gibt’s einen kleinen Haken, 2016 ist ein Schaltjahr der Februar einen Tag länger. Der 29. Februar war ein Montag, da wurden sicher noch ein paar Fahrzeuge zugelassen.“

Kreis BB: Bei Neuen und Gebrauchten vorn

Mit der vorgenannten Einschränkung gilt: Das regionale Wachstum mit 14,2 Prozent liegt bei den Neuwagen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 12,1 Prozent. Und der Kreis Böblingen liegt um Klassen besser: 3.033 neue Pkw im Kreis meldet die Zulassungsstelle. Februar vor einem Jahr waren es 2.451 Pkw. Macht ein Plus von 582 Pkw gleich plus 23,7 Prozent. „Hoffentlich ein Zuwachs vor allem in den Autohäusern“, sagt Thomas Höfle und spielt darauf an, dass Daimler seine Autos auch in Böblingen zulässt. Das Landratsamt schlüsselt diese Zahlen aber aus Datenschutzgründen nicht auf.

Bei den Besitzumschreibungen liegt der Kreis Böblingen auch vorn: Insgesamt meldet die Zulassungsstelle 3.072 Halterwechsel, 447 oder 17,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bundesweit liegt die Vergleichszahl bei einem Zuwachs von 8,2 Prozent.

Kreis GP: zweimal Platz zwei

Der Kreis Göppingen liegt zweimal auf Platz zwei: 716 neue Pkw meldet die Zulassungsstelle. Februar vor einem Jahr waren es 602 Pkw. Macht ein Plus von 114 Pkw gleich plus 18,9 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen sind es 2.257 Halterwechsel, 318 oder 16,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Kreis ES: Gut bei Neuwagen Schlusslicht bei Gebrauchten

1.903 neue Pkw meldet die Zulassungsstelle im Kreis Esslingen. Vor einem Jahr waren es 1.617 Pkw. Das ist ein Plus von 286 Pkw gleich plus 17,7 Prozent. „Das dürften wieder zu gut zwei Dritteln gewerbliche Zulassungen sein“, schätzt Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende: „Die Firmennachfrage treibt den Neuwagenmarkt an.“ Bei den Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 3.704 Halterwechsel, 63 oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist der Kreis Schlusslicht bei den gebrauchten: „Da täte ein wenig Marktbelebung gut.“

Stadt Stuttgart: mal keine Rekorde

„Mal keine Rekordwerte in der Region, aber damit können wir leben“, sagt Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, über die neuesten Zulassungszahlen. Die Werte in Stuttgart liegen leicht unter dem Bundesdurchschnitt: 4.175 neue Pkw meldet die Zulassungsstelle. Februar 2015 waren es 3.765 Pkw. Macht ein Plus von 410 Pkw gleich plus 10,9 Prozent. Auch hier gilt, dass Daimler und Porsche ihre Autos auch in Stuttgart zulassen, nicht alle Autos über die Autohäuser laufen. Bei den Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 3.781 Halterwechsel, 346 oder 10,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, also mehr Zuwachs als im Bundesdurchschnitt.

Kreis LB: Neue und Gebrauchte gleich gefragt

Nachfragesteigerung nach neuen Pkw wie bei den Gebrauchten auf fast gleichem Niveau, das war der Automarkt im Kreis Ludwigsburg im Februar: 1.1532 neue Pkw meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr waren es 1.423 Pkw. Macht ein Plus von 109 Pkw gleich plus 7,7 Prozent. Bei den Besitzumschreibungen meldet die Zulassungsstelle 4.011 Halterwechsel, 289 oder 7,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Rems-Murr-Kreis: 4,9 Prozent plus bei Neuwage

Zuwachs aber trotzdem Schlusslicht, so sieht’s bei den Neuzulassungen im Rems-Murr-Kreis aus: 1.196 neue Pkw meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr waren es 1.140 Pkw. Macht ein Plus von 56 Pkw gleich plus 4,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte der Zuwachs verglichen mit 2014 bei 7,6 Prozent gelegen. Kreisvorsitzender Reiner Äckerle ist trotzdem zufrieden: „Damit können wir leben.“ Bei den Besitzumschreibungen, meldet die Zulassungsstelle 3.208 Halterwechsel, 296 oder 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr Da liegt der Rems-Murr-Kreis regional auf Platz drei.

Moderne Gebrauchtwagen, weniger Schadstoffe

Angesichts der Regel „Je älter das Auto, desto höher der Schadstoffausstoß, tragen auch moderne Gebrauchtwagen zur Schadstoffminderung bei“, sagt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zu den Zuwächsen bei den Gebrauchten. „Allerdings ist es eine Fehleinschätzung, den Pkw bei den in Stuttgart kritischen PM10-Feinstaubwerten eine Schlüsselrolle zuzuschreiben“, sagt Obermeister Torsten Treiber: "Nach dem Emissionskataster des Landes spielen Pkw nur eine Teilrolle. Danach verursachen im Kreis Göppingen Pkw nur 21 Prozent der PM10-Emissionen und in der Feinstaubalarm- und Stauhauptstadt Stuttgart 26,5 Prozent, von denen knapp ein Viertel direkt aus dem Auspuff kommt. Das sind allerdings Werte von 2012, die müssten inzwischen sogar niedriger liegen, aber das Emissionskataster wurde in den letzten Jahren vom Land leider nicht aktualisiert.“

Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart setze sich für eine möglichst moderne Fahrzeugflotte ein, sagt Torsten Treiber: „Das gilt für alle Motortechnologien. Aber wir dürften in der Region bundesweit wohl mit am besten für eine verstärkte Einführung von Elektroautos gerüstet sein. Das gilt für unsere Betriebe und vor allem für die seit 2012 ausgebildeten Kraftfahrzeugmechatroniker.“ Das Autohaus von der Weppen sei 2012 als erstes Stuttgarter Autohaus als „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ zertifiziert worden: „Ein Zertifikat, das es nur bei der Innung gibt.“ Inzwischen gebe es rund 20 dieser Betriebe.

Dazu seien in die Ausbildung Zusatzschulungen aufgenommen worden, „die die Mechatroniker fit für die Elektroautos machen. Denn ebenfalls 2012 hat die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart mit der Gewerblichen Schule in Backnang ein Pilotprojekt mit ihren Berufskollegiaten begonnen, bei dem es unter anderem um die zusätzliche Ausbildung in Sachen Elektroauto ging. Vorgehensweise und die Lerninhalte flossen inzwischen in die Ausbildung aller Berufskollegiaten im Bereich Kfz-Mechatroniker in der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen und der Wilhelm-Maybach-Schule in Bad Cannstatt und in die bundesweiten Ausbildungsinhalte ein“, sagt Torsten Treiber. Und Geschäftsführer Christian Reher ergänzt: „Wahrscheinlich haben wir in der Region inzwischen mehr fürs Elektroauto ausgebildete Kfz-Mechatroniker als Elektroautos.“

Feinstaub PM10 Verkehr* in to/a

Gesamt

davon Pkw

Pkw %

BB

426

125

29,3

ES

503

141

28,0

GP

343

72

21,0

LB

542

136

25,1

S

381

101

26,5

WN

373

92

24,7

Region Stuttgart

2.568

667

26,0

 

 

 

 

*Quelle Emissionskataster LUBW

 

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2016

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

14,2

 

Region insgesamt

11,4

Kreis Böblingen

23,7

 

Kreis Göppingen

16,2

Kreis Göppingen

18,9

 

Kreis Esslingen

15,2

Kreis Esslingen

17,7

 

Stadt Stuttgart

13,3

Stadt Stuttgart

10,9

 

Kreis Böblingen

13,2

Kreis Ludwigsburg

7,7

 

Rems-Murr-Kreis

3,8

Rems-Murr-Kreis

4,9

 

Kreis Ludwigsburg

3,0

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

9,6

 

Region Stuttgart

4,2

Kreis Böblingen

17,0

 

Kreis Böblingen

13,2

Kreis Göppingen

16,4

 

Kreis Göppingen

8,9

Rems-Murr-Kreis

10,2

 

Kreis Ludwigsburg

3,1

Stadt Stuttgart

10,1

 

Rems-Murr-Kreis

3,0

Kreis Ludwigsburg

7,8

 

Stadt Stuttgart

2,1

Kreis Esslingen

1,7

 

Kreis Esslingen

-1,0

Zulassungszahlen Januar 2016

Zulassungszahlen Januar 2016

Kfz-Innung. Nur bessere Elektroautos haben Erfolg

Bei neuen Pkw brachte der Januar in Stuttgart wieder einen Zulassungsrekord

Feinstaub-Alarm und Fahrzeugzuwachs, „hört sich im ersten Moment verrückt an, beschreibt aber die Lage in Stuttgart perfekt“, sagt Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Wir sind schon wieder auf Rekordkurs“. 15,9 Prozent beträgt der Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen in Stuttgart im Januar, „das ist der regionale Spitzenwert“, sagt Obermeister Torsten Treiber. Damit liegt das regionale Wachstum insgesamt mit 8,5 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit 3,3 Prozent. „Nur Ludwigsburg hat ein leichtes Minus.“ Insgesamt kletterten die Pkw-Neuzulassungen in der Region um 874 auf 11.210 Pkw. Bei den Gebrauchtwagen-Besitzumschreibungen gab’s ein kleines Minus mit regional 1,4 Prozent und lokal in Stuttgart von 5,7 Prozent (Bund: minus zwei Prozent). „Elektroautos spielen keine Rolle und von einer Dieselkrise ist nichts zu spüren“, sagt Torsten Treiber. Was ihn nicht wundert: „Es setzt sich nur das durch, was die Bedürfnisse von Menschen und Firmen erfüllt.“

Die Konjunktur brummt (noch) und solange es den Firmen gutgeht, „ist ein wesentlicher Teil des Neuwagengeschäftes gesichert“, sagt Torsten Treiber angesichts der Tatsache, dass zwei Drittel der Fahrzeuge gewerbliche Zulassungen sind. „Von daher sind steigende Neuzulassungen ein Grund zu Freude.“ 4.136 neue Pkw in der Stadt meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr wurden im Januar nur 3.569 Pkw neu zugelassen. Heuer sind‘s also 567 Pkw mehr gleich plus 15,9 Prozent und außerdem ist das der höchste Wert, der je in einem Januar erreicht wurde. Bei den Gebrauchten liefen die Geschäfte etwas ruhiger: Hier meldet die Zulassungsstelle 3.299 Halterwechsel, 200 oder 5,7 Prozent weniger als im Januar 2015.

Kreis BB: Spitzenreiter bei Gebrauchten

„Der Start ins neue Autojahr ist positiv“, sagt Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: 2.512 neue Pkw im Kreis meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr wurden im Januar nur 2.447 Pkw neu zugelassen. Heuer sind‘s also 65 Pkw mehr gleich plus 2,7 Prozent. Bei den Gebrauchten liefen die Geschäfte noch besser: Hier meldet die Zulassungsstelle 2.809 Halterwechsel, 240 oder 9,3 Prozent mehr als im Januar 2015. Das ist der höchste Zuwachs in der Region.

Rems-Murr-Kreis: keine Überraschungen

Leichter Zuwachs bei Neufahrzeugen, Nachfragerückgang bei Gebrauchten, „der Start ins Autojahr 2016 bringt keine Überraschungen“, sagt Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: 1.085 neue Pkw im Kreis meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr waren es im Januar 1.058 Pkw. 27 Pkw mehr sind plus 2,6 Prozent. Bei den Gebrauchten liefen die Geschäfte schlechter: Hier meldet die Zulassungsstelle 2.802 Halterwechsel, 120 oder 4,1 Prozent weniger als im Januar 2015.

Kreis Ludwigsburg: kein optimaler Start

Nachfragerückgang bei Neuen und Gebrauchten, „der Start ins Autojahr 2016 ist bei uns nicht so positiv wie im Rest der Region“, sagt Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: Das Landratsamt meldet 1.294 neue Pkw im Kreis. Januar 2015 wurden 1.322 Pkw neu zugelassen. 2016 sind‘s also 28 Pkw weniger gleich minus 2,1 Prozent. Bei den Gebrauchten liefen die Geschäfte besser aber auch nicht im Plus: Hier meldet die Zulassungsstelle 3.589 Halterwechsel, 57 oder 1,6 Prozent weniger als im Januar 2015.

Kreis GP: Platz zwei bei Neu-Pkw

In einer ungewohnten Rolle findet sich der Kreis Göppingen zu Jahresbeginn: Er hat den zweihöchsten Zuwachs in der Region. 601 neue Pkw im Kreis meldet die Zulassungsstelle. Vor einem Jahr wurden im Januar nur 531 Pkw neu zugelassen. Heuer sind‘s also 65 Pkw mehr gleich plus 2,7 Prozent. Bei den Gebrauchten liefen die Geschäfte dagegen ungewohnt schwach: Hier meldet die Zulassungsstelle 1.933 Halterwechsel, 24 oder 1,3 Prozent mehr als im Januar 2015.

Bei den im regionalen Vergleich insgesamt leicht zurückgehenden Besitzumschreibungen könnte der Feinstaubalarm eine Rolle spielen, vermutet Frank Schnierle, der Pressesprecher der Innung, „wenn ein grüner OB, ein grüner Verkehrsminister und die Deutsche Umwelthilfe von Fahrverboten sprechen, sie ankündigen oder gar gerichtlich durchsetzen wollen, überlegt sich Privatmann  oder -frau vielleicht schon, ob’s der alte nicht noch ein Weilchen tut.“ Was der Umwelt schadet: „Je älter das Auto, desto höher der Schadstoffausstoß.“

Eine Regel, die immer gilt, unabhängig davon ob der individuelle Pkw-Schadstoffausstoß über den Laborgrenzwerten liegt. Die Innung unterstützt die Forderung nach saubereren Autos und begrüßt schärfere Test: „Wir fordern schon seit langen, dass Abgaswerte am Auspuff gemessen werden müssen und nicht einfach aus dem Bordcomputer ausgelesen werden dürfen“, sagt Torsten Treiber.

Er plädiert auch für mehr Realismus: 602 Elektroautos, die Anfang des Jahres in Stuttgart zugelassen waren, haben auf die aktuelle Luftlage kaum Einfluss und von der Idee deren Zahl durch 5.000-Euro-Prämien zu steigern hält die Innung nichts: „Die Autohändler haben nichts von einer E-Auto-Prämie und die Konzerne haben sie nicht nötig“, sind sich Obermeister Torsten Treiber und Geschäftsführer Christian Reher einig. Die Hersteller müssten marktfähige Fahrzeuge zu marktfähigen Preisen liefern, alles andere nutze gar nichts: „Für Daimler beispielsweise werden für 2015 rund 13,8 Milliarden Gewinn angekündigt, da fehlt’s doch nicht an Geld.“ Das Problem des Elektroautos sei derzeit seine Technik und „an der ändern auch die 5.000 Euro nichts“. Überschätzt würden speziell in Stuttgart auch die Möglichkeiten der Luftreinhaltung: „Elektroautos bringen gegenüber klassischen Autos beim Feinstaub kaum Entlastung, weil nur sieben Prozent des Feinstaubs mit dem Abgas aus dem Auspuff kommen.“

Wenn Prämie, so die Innung, dann eine Umstiegsprämie auf schadstoffärmere Autos insgesamt.“ Wofür es Zuschuss gibt könnte über die „blaue Plakette“ definiert werden, die das Land einführen will: „Die derzeitigen Überlegungen sehen vor, dass folgende Fahrzeuge einer neuen Schadstoffgruppe beziehungsweise einer neuen Plakettenfarbe zugeordnet werden: Fahrzeuge mit Otto-Motoren ab Abgasstandard Euro 3, Fahrzeuge mit Diesel-Motoren ab Abgasstandard Euro 6, Elektrofahrzeuge, Erdgasfahrzeuge“, hat Verkehrsminister Hermann definiert, was er noch nach Stuttgart und in andere kritische Umweltzonen fahren lassen würde. Dazu eine Umstiegsprämie und „alte, schadstoffreiche Fahrzeuge würden aus dem Verkehr gezogen“ und wenn die Pendler von einem schadstoffreicheren Alt-Diesel unterhalb von Euro 5 auf einen Benziner oder Diesel der Schadstoffgruppe Euro 6 umsteigen, würde die Luft tatsächlich besser“, sagt Torsten Treiber

Anders als mit Umstiegsprämie geht’s nicht so schnell wie gewünscht, ist Torsten Treiber überzeugt. Zu Fahrverboten „gibt es eine Beurteilung der Region Stuttgart, in der es heißt „auch nur partielle Fahrverbote würden eine massive Beeinträchtigung sowohl des Wirtschafts- als auch des Pendlerverkehrs bedeuten. Ausweichverkehre würden das unmittelbare Umland Stuttgarts überlasten, ohne dass dort eine adäquate Verbesserung der Infrastruktur in Aussicht steht. Wichtige Verkehrsströme des Umlands (Durchreiseverkehr) würden zu erheblichen Umwegen gezwungen, die die Umweltprobleme lediglich verlagern, wenn nicht sogar insgesamt verschlechtern würden.“

Und der Plakettenzwang alleine, ginge nach Meinung des VRS auch nach hinten los, denn „die Einführung einer zusätzlichen Umweltplakette würde den ÖPNV unmittelbar beeinträchtigen, da Linienbusse nahezu ausschließlich mit Diesel betrieben werden.“ Torsten Treiber: „Busse laufen meist über 15 Jahre, wenn die früher abgelöst werden sollen, muss es einer bezahlen.“ Für Lkw gelte Ähnliches und „für private Halter von Dieselfahrzeugen sind die Möglichkeiten zum Umstieg auf ein Euro-VI-Fahrzeug noch stärker begrenzt, sagt der Verband Region Stuttgart.“ Also: „Das lässt sich nur mit Umstiegsprämien konfliktfrei lösen.“

 

Januar 2016

 

Pkw-Neuzulassungen

%

Region insgesamt

8,5

Stadt Stuttgart

15,9

Kreis Göppingen

13,2

Kreis Esslingen

12,3

Kreis Böblingen

2,7

Rems-Murr-Kreis

2,6

Kreis Ludwigsburg

-2,1

 

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-1,4

Kreis Böblingen

9,3

Kreis Göppingen

1,3

Kreis Ludwigsburg

-1,6

Kreis Esslingen

-3,9

Rems-Murr-Kreis

-4,1

Stadt Stuttgart

-5,7

Zulassungszahlen Dezember 2015

Zulassungszahlen Dezember 2015

Kraftfahrzeuginnung: Schadstoffärmere Pkw werden mehr

Hohe Nachfrage nach neuen Pkw und jungen Gebrauchten sorgt für weniger Schadstoffbelastung

Die Stuttgarter Stadtverwaltung rüstet sich zum Feinstaub­alarm, die Stuttgarter Firmen und Menschen kaufen Autos und sorgen für einen Zulassungs- und Bestandsrekord in der Stadt und in der Region: Um 20,4 Prozent sind im Dezember die Neuzulassungen von Pkw in der Landeshauptstadt gestiegen. Damit wurden mit 52.691 Neu-Pkw erstmals in einem Jahr in Stuttgart über 50.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Der Pkw-Bestand wuchs in Stuttgart innerhalb eines Jahres um fast 4.000 Pkw auf fast 293.000. „Das ist für alle Beteiligten eine gute Nachricht“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Denn sie bedeutet, dass viele ältere Pkw durch schadstoffärmere Versionen ersetzt wurden.“ In der Region ist ein ähnlicher Trend zu erkennen: 157.868 Pkw-Neuzulassungen sind 8.667 Pkw mehr und ein Plus von 5,8 Prozent. Der Pkw-Bestand wuchs insgesamt um fast 31.000 Pkw auf über 1,55 Millionen.

Im Bund gab es im Dezember ein Pkw-Zulassungs-Plus von 7,7 Prozent. In der Region bis auf Stuttgart und den Kreis Böblingen leichte Rückgänge. „Stuttgart steht mit seinem Plus einsam an der Spitze“, sagt Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Unser Neuwagenmarkt wird stark durch Firmenfahrzeuge getrieben. Ich schätze, die haben maßgeblich dazu beigetragen, dass es zu diesem Jahresendspurt bei den Zulassungen kam.“

Stuttgart: Über 50.000 neue Pkw

Für Stuttgart meldet die Zulassungsstelle der Stadt für den Dezember 4.031 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 683 Pkw oder 20,4 Prozent mehr als im Vorjahres-Dezember. Damit sind jetzt insgesamt 52.691 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 49.283 waren. Das sorgt für ein Jahresplus von 3.408 Pkw oder 6,9 Prozent: „Das ist die höchste Zahl an Neuzulassungen, die wir in der Stadt je hatten, für unsere Kfz-Betriebe ist das in diesem Punkt ein gutes Autojahr“, sagt Obermeister Torsten Treiber zu diesem Punkt der Bilanz für 2015.

Für weitere Zufriedenheit sorgt der Gebrauchtwagenmarkt, den sich Betriebe und Privatanbieter teilen: Mit 3.734 Halterwechseln im Dezember gab es hier in der Stadt ein leichtes Plus von 1,6 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln in Stuttgart bei 2,2 Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 47.477 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 46.458).

Das Ganze mündet in einen Zuwachs beim Stuttgarter Fahrzeugbestand, der im Vergleich zum 31.12.2014 um 5.611 Fahrzeuge angewachsen ist. „Allerdings sind da auch Anhänger enthalten“, sagt Frank Schnierle, Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. „Am entscheidensten ist, dass der Pkw-Bestand in Stuttgart auf 292.665 Fahrzeuge angestiegen ist. Das ist ein Plus von 3.951 Pkw.

Kreis Böblingen: Erster beim Jahreszuwachs

„Wir sind mit einem Monatsplus von 3,1 Prozent auch zufrieden “, sagt Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, „denn die Vorjahreszahlen wurden deutlich übertroffen.“ Für den Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Dezember 2.487 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 75 Pkw oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahres-Dezember. Damit sind jetzt insgesamt 34.948 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 32.651 waren. Das sorgt für ein Jahresplus von 2.297 Pkw oder 7,0 Prozent: „Das ist in der regionalen Jahresbilanz Platz eins und auch über dem Bundesdurchschnitt von 5,6 Prozent.

Mit 2.927 Halterwechseln im Dezember gab es außerdem ein deutliches Plus von 9,6 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln bei fünf Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 36.737 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 34.992).

Der Fahrzeugbestand ist im Vergleich zum 31.12.2014 um 6.115 Fahrzeuge gewachsen. Der Pkw-Bestand ist auf 236.075 Fahrzeuge angestiegen. Das ist ein Plus von 4.422 Pkw.

Kreis Esslingen: plus 5,4 Prozent Neuzulassungen

1.672 Pkw-Neuzulassungen für den Kreis Esslingen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Dezember. Das sind 97 Pkw oder 5,5 Prozent weniger als im Vorjahres-Dezember. Damit sind 23.761 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 22.551 waren. Das sorgt für ein Jahresplus von 1.210 Pkw oder 5,4 Prozent. Mit 3.721 Halterwechseln im Dezember gab es auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Plus von 1,1 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln bei drei Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 46.772 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 45.408). Unterm Strich ergibt sich beim Fahrzeugbestand im Vergleich zum 31.12.2014 ein Zuwachs um 8.138 Fahrzeuge. Dabei ist der Pkw-Bestand im Kreis Esslingen auf 309.819 Fahrzeuge angestiegen ist. Das ist ein Plus von 5.802 Pkw.

Kreis Ludwigsburg: bei Gebrauchten überm Schnitt

Im Kreis Ludwigsburg gab es laut Zulassungsstelle im Dezember 1.560 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 14 Pkw oder 0,9 Prozent weniger als im Vorjahres-Dezember. Damit sind 21.126 Neu-Pkw zugelassen worden, während es im Vorjahr 20.055 waren. Das sorgt für ein Jahresplus von 1.071 Pkw oder 5,3 Prozent. Dazu kommen 3.845 Halterwechseln im Dezember, das ist ein Plus von 3,4 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln bei 3,9 Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 48.747 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 46.900). Zuwachs beim Fahrzeugbestand gibt auch hier: Er ist im Vergleich zum 31.12.2014 um 8.770 Fahrzeuge angewachsen ist. Der Pkw-Bestand im Kreis Ludwigsburg wuchs auf 312.801 Fahrzeuge. Das ist ein Plus von 6.449 Pkw.

Rems-Murr-Kreis: Dezember schwächer, Jahr gut

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Dezember 1.126 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 88 Pkw oder 7,2 Prozent weniger als im Vorjahres-Dezember. Aber insgesamt sind 16.184 Neu-Pkw zugelassen worden, während es im Vorjahr 15.398 waren. Das sorgt für ein Jahresplus von 786 Pkw oder 5,1 Prozent. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt, den sich Betriebe und Privatanbieter teilen, gab es mit 3.091 Halterwechseln im Dezember ein deutliches Plus von fünf Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln bei 3,4 Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 39.358 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 38.046). Auch hier wuchs der Fahrzeugbestand im Vergleich zum 31.12.2014 um 7.078 Fahrzeuge. Der Pkw-Bestand im Rems-Murr-Kreis liegt zum Jahresschluss bei 247.633 Fahrzeugen. Das ist ein Plus von 4.896 Pkw.

Kreis Göppingen: Bei Neuzulassungen im Minus

Der Kreis Göppingen ist der einzige Kreis, der in der Jahresbilanz bei den Neuzulassungen im Minus ist. Hier meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Dezember 677 Pkw-Neuzulassungen. Das sind vier Pkw oder 0,6 Prozent weniger als im Vorjahres-Dezember. Mit insgesamt 9.158 Neu-Pkw wurde die Vorjahrszahl von 9.263 Pkw nicht erreicht. Das Minus liegt bei 105 Pkw oder 1,1 Prozent. Positiv lief der Gebrauchtwagenmarkt 2.050 Halterwechsel im Dezember waren ein deutliches Plus von 8,1 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln bei 6,2 Prozent (Bund +3,7 Prozent), in absoluten Zahlen wechselten 2015 insgesamt 27.587 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 25.982). Auch hier wuchs der Fahrzeugbestand im Vergleich zum 31.12.2014 um 8.055 Fahrzeuge. Der Pkw-Bestand im Kreis Göppingen liegt dabei zum Jahresschluss bei 154.103 Fahrzeugen. Das ist ein Plus von 5.201 Pkw.

Region: Rekordbestand mit 1,553 Millionen Pkw

In der Region sind damit jetzt über 1,553 Millionen Pkw zugelassen. Das sind knapp 31.000 mehr als vor einem Jahr.“ Dazu kommen regional noch fast 80.000 Lkw (plus 3.722). „Damit sind wir an dem erfreulichsten Punkt dieser Bilanz“, sagt Torsten Treiber: „Mit diesem immer noch wachsenden Fahrzeugbestand haben unsere rund 1.000 Betriebe, ihre etwa 12.000 Beschäftigten samt der 2.000 Azubis die Gewissheit, dass sich der Markt für unsere Werkstattdienstleistungen 2015 positiv entwickelt hat. Ihre Arbeitsplätze sind also 2016 und in den kommenden Jahren sicher, weil das Auto durch ÖPNV-Angebote zwar zu ergänzen aber unterm Strich für Firmen und Menschen durch nichts zu ersetzen ist.“

Zulassungszahlen November 2015

Zulassungszahlen November 2015

Kraftfahrzeuginnung: Neue Pkw in der Region begehrt

Kreis Böblingen ist regionale Spitze bei neuen und gebrauchten Pkw

Um 13,9 Prozent sind im November die Zulassungen neuer Pkw in der Region Stuttgart gestiegen. Am höchsten war die Nachfrage im Kreis Böblingen, wo der Absatz um 24,8 Prozent stieg. Zweistellig sind die Werte auch im Kreis Esslingen: plus 19,7 Prozent, im Kreis Ludwigsburg: plus 14,4 Prozent und im Rems-Murr-Kreis: plus 11,7 Prozent. Stuttgart liegt mit 8,4 Prozent leicht unterm Bundesdurchschnitt von 8,9 Prozent. Die schwächste Nachfrage nach neuen Pkw herrscht im Kreis Göppingen, dort gab es ein Zulassungsminus von 3,7 Prozent. Bei den Gebrauchtwagen liegt das regionale Plus im November bei 4,4 Prozent (Bund: plus 5,3 Prozent). Auch hier schießt der Kreis Böblingen den Vogel ab: plus 13,7 Prozent. „Das Autojahr wird von den Zulassungszahlen her sicher besser als 2014“, sagen Obermeister Torsten Treiber und Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart voraus und freuen sich für die Autohäuser: „Die Nachfrage nach Autos steigt bei Firmen und Privatleuten.“

Die Voraussage, dass 2015 ein gutes Autojahr in der Region wird ist nicht sehr risikoreich: Im Kreis Böblingen fehlen bei den Pkw-Neuzulassungen noch 190, dann ist der Vorjahreswert erreicht. „In den letzten Jahren hatten wir um oder deutlich über 2.000 Neuzulassungen im Dezember“, sagt Thomas Höfle. Bei den Gebrauchten sieht’s ähnlich aus: „1.182, dann ist die Vorjahreszahl erreicht, üblich ist rund das Doppelte.“

Für den Kreis Böblingen meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den November 3.314 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 658 Pkw oder 24,8 Prozent mehr als im Vorjahres-November (und wurde nur im Jahr der Abwrackprämie übertroffen). Damit sind jetzt insgesamt 32.461 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 30.239 waren. Damit liegt das Plus bei 2.222 oder 7,3 Prozent. „Wir haben jetzt 99,4 Prozent der Neuzulassungen des letzten Jahres erreicht, da dürfte die Marke spätestens diese Woche fallen“, schätzt Thomas Höfle.

Bei den Neuwagen dominieren die Firmenfahrzeuge mit einem Zwei-Drittel-Anteil den Markt, aber der Zuwachs im November kommt laut Kraftfahrt-Bundesamt auch durch private Neuwagenkäufer. „Auf dem Gebrauchtwagenmarkt entscheiden die privaten Käufer über Erfolg und Nichterfolg“, sagt Obermeister Torsten Treiber und da kommen die Angebote der Autohäuser gut an: Mit 3.231 Besitzumschreibungen im November gab es hier im Kreis ein Plus von 13,7 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis bei 4,6 Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 33.810 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 32.322).

Kreis Esslingen: plus 19,7 Prozent

Im Kreis Esslingen fehlen noch 462 Pkw-Neuzulassungen, dann ist der Vorjahreswert erreicht. „Normal sind um oder deutlich über 1.500 Neuzulassungen im Dezember“, sagt Frank Schnierle. Bei den Gebrauchten sieht’s ähnlich aus: „1.324 bis zum Vorjahreswert, kein Problem, üblich ist nicht ganz das Dreifache.“

Für den November meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt Esslingen 2.122 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 349 Pkw oder 19,7 Prozent mehr als 2014. Damit sind insgesamt 22.089 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 20.782 waren. Ein Plus von 1.307 oder 6,3 Prozent. 98 Prozent der Neuzulassungen des letzten Jahres sind erreicht.

Bei den Halterwechseln gab es mit 3.833 im November ein Plus von 3,4 Prozent. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis bei 3,2 Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 43.051 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 41.727).

Kreis Ludwigsburg: plus 14,4 Prozen

Im Kreis Ludwigsburg fehlen bei den Pkw-Neuzulassungen noch 489, dann ist der Vorjahreswert erreicht. Über 1.500 Neuzulassungen im Dezember sind die Regel, sagt Markus Klein. Bei den Gebrauchten fehlen noch 1.719, dann ist die Vorjahreszahl erreicht, üblich ist das Doppelte.“ Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle für den November 1.736 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 218 Pkw oder 14.4 Prozent mehr als im Vorjahres-November. Damit sind jetzt insgesamt 19.566 Neu-Pkw verkauft, während es im Vorjahr 18.481 waren. Das Plus liegt bei 1.085 oder 5,9 Prozent. 97,6 Prozent der Neuzulassungen des letzten Jahres sind erreicht.

Mit 3.923 Halterwechseln im November gab es im Kreis ein Plus von 6,5 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis bei vier Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 44.902 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 43.183).

Rems-Murr-Kreis: plus 11,7 Prozent

Überdurchschnittliche Nachfrage auch im Rems-Murr-Kreis. Bei den Pkw-Neuzulassungen fehlen noch 340, zum Vorjahreswert. Üblich sind 1.000 Neuzulassungen und mehr im Dezember“, sagt Reiner Äckerle. Bei den Gebrauchten fehlen noch 1.166, dann ist die Vorjahreszahl erreicht, üblich ist rund das Doppelte.“

Für den Rems-Murr-Kreis meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den November 1.376 Pkw-Neuzulassungen, 144 Pkw oder 11,7 Prozent mehr als im Vorjahres-November. 15.058 Neu-Pkw wurden ausgeliefert, während es im Vorjahr 14.184 waren. Damit liegt das Plus aus Jahr gesehen bei 874 oder 6,2 Prozent. 97,8 Prozent der Neuzulassungen des letzten Jahres sind erreicht.

3.216 Halterwechsel wurden im November hier im Kreis registriert. Das ist ein Plus von 5,7 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Rems-Murr-Kreis bei 3,3 Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 36.267 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 35.101).

Stuttgart: Novemberrekord

In Stuttgart fehlen bei den Pkw-Neuzulassungen nur noch 623 Pkw, bei normalweise über 3.000 Neuzulassungen im Dezember wohl kein Problem“, sagt Roger Schäufele. Bei den Gebrauchten ist er auch optimistisch, obwohl’s da enger ist: „2.715, dann ist die Vorjahreszahl erreicht, üblich sind über 3.000.“

Für Stuttgart meldet die Zulassungsstelle der Stadt für den November 4.611 Pkw-Neuzulassungen und damit einen Monatsrekord, denn das ist der höchste Novemberwert der letzten zehn Jahre. Trotzdem reichen 356 Pkw oder 8,4 Prozent mehr als im Vorjahres-November nicht zu einem Spitzenplatz. Insgesamt 48.660 Neu-Pkw sind ausgeliefert (Vorjahr 45.935) Damit liegt das Plus bei 2.725 oder 5,9 Prozent und der erreichte Jahreswert im Vergleich zu 2014 bei 98,7 Prozent der Neuzulassungen.

3.677 Halterwechsel werden bei den Gebrauchten für November gemeldet. Das ist zwar ein leichtes Minus von 3,7 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln aber in Stuttgart bei 2,2 Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 43.743 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 42.781).

Kreis Göppingen mal Minus, mal Plus

Für den Kreis Göppingen meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den November 739 Pkw-Neuzulassungen, 28 Pkw oder 3,7 Prozent weniger als im Vorjahres-November. 8.481 Neu-Pkw wurden ausgeliefert, während es im Vorjahr 8.582 waren. Damit ist der Kreis der einzige, der mit Blick auf die Jahreszahl im Minus liegt:

101 Fahrzeuge oder 1,2 Prozent fehlen zum Vorjahr. 91,6 Prozent der Neuzulassungen des letzten Jahres sind erreicht. 782 Neu-Fahrzeuge fehlen noch. Das könnte knapp werden, denn die üblichen Dezemberwerte liegen tiefer.

Bei den Gebrauchten sieht’s besser aus: 2.130 Halterwechsel wurden im November im Kreis registriert. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis Göppingen bei sechs Prozent (Bund minus 7,5 Prozent) in absoluten Zahlen wechselten bis jetzt 25.537 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 24.085) und damit sind 98,7 Prozent des Vorjahreswertes erreicht.

Die Bandbreite in der Region von 24,8 Prozent Zuwachs bei den Neuzulassungen im Kreis Böblingen bis zu 3,7 Prozent minus im Kreis Göppingen „spiegelt schon ein bisschen die wirtschaftliche Struktur wieder“, sagt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Wo Firmen stark sind, ist auch die Nachfrage nach neuen Pkw stark. Wo vor allem Privatkunden dominieren, die am Ort wohnen, aber auswärts arbeiten, ist es die Nachfrage nach Gebrauchten.“ Der Blick in die Gesamtbilanz 2015 passt dazu: Die Göppinger sind die Gebrauchtwagenkönige mit einem Zuwachs von 6,0 Prozent.

 

November 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

13,9

 

Region insgesamt

5,9

Kreis Böblingen

24,8

 

Kreis Böblingen

7,3

Kreis Esslingen

19,7

 

Kreis Esslingen

6,3

Kreis Ludwigsburg

14,4

 

Rems-Murr-Kreis

6,2

Rems-Murr-Kreis

11,7

 

Stadt Stuttgart

5,9

Stadt Stuttgart

8,4

 

Kreis Ludwigsburg

5,9

Kreis Göppingen

-3,7

 

Kreis Göppingen

-1,2

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

4,4

 

Region Stuttgart

3,7

Kreis Böblingen

13,7

 

Kreis Göppingen

6,0

Kreis Ludwigsburg

6,5

 

Kreis Böblingen

4,6

Rems-Murr-Kreis

5,7

 

Kreis Ludwigsburg

4,0

Kreis Esslingen

3,4

 

Rems-Murr-Kreis

3,3

Kreis Göppingen

2,9

 

Kreis Esslingen

3,2

Stadt Stuttgart

-3,7

 

Stadt Stuttgart

2,2

Zulassungszahlen Oktober 2015

Zulassungszahlen Oktober 2015

Kraftfahrzeuginnung: Entwicklung sieht gut aus

Automarkt: Gute Zahlen in den Kreisen, nur in Stuttgart leichtes Schwächeln

Stuttgart macht bei den Pkw-Neuzulassungen Pause: „Minus 7,2 Prozent im Oktober, das ist aber kein Grund zur Besorgnis“, kommentiert Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die aktuellen Werte aus der Zulassungsstelle. Dieselkrise? „Kann sein, dass der eine oder andere auf einen Benziner umgestiegen ist, aber an der Autonachfrage hat der Abgasskandal nichts geändert. Wir hatten jetzt vier Monate Rekordwerte, da muss mal eine Verschnaufpause kommen.“ Die sieht so aus: In der ganzen Region gibt’s Zuwächse, nur Stuttgart schwächelte im Oktober mit minus 7,2 Prozent ein bisschen. Mit dem Dieselskandal hat das nach Einschätzung von Obermeister Torsten Treiber nichts zu tun. Durchschlagen könnte der Abgasskandal allenfalls auf den Gebrauchtwagenmarkt, „die Autos, um die es geht, sind nur noch als Gebrauchte zu haben.“ Der liegt in der Region leicht im Minus, in Stuttgart mit 2,8 Prozent Rückgang etwas stärker. Trotzdem stuft Roger Schäufele die Schwankungen als normal ein: „Da ist kein Unterschied zu den Zeiten vor dem Abgasskandal festzustellen.“

Der Schwabe neigt nicht zu übertriebener Euphorie: „Die Entwicklung auf dem Pkw-Markt sieht nicht schlecht aus“, sagt Obermeister Torsten Treiber und meint damit die Aussicht, „dass wir in der Region und in alle Kreisen dieses Jahr im Plus abschließen“. Die Region liegt derzeit auf zehn Monate gesehen bei plus 5,1 Prozent und damit exakt im Bundesdurchschnitt. Zwei Drittel der Neufahrzeuge sind dabei Firmenwagen und -zulassungen.

Für die Stadt Stuttgart meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den Oktober 4.763 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 371 Pkw oder 7,2 Prozent weniger als im Vorjahres-Oktober. Was keinen groß erschütterten, denn damit sind jetzt insgesamt 44.049 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 41.680 waren. Damit liegt das Plus bei 2.369 oder 5,7 Prozent, also immer noch über dem regionalen Durchschnitt: „Wenn wir das halten können, war das Jahr nicht schlecht“, sagt Torsten Treiber.

Wenn dann noch gute Umsätze bei den Gebrauchtwagen dazukommen, ist „das sozusagen das Sahnehäubchen. Denn bei den Neuwagen dominieren die Firmenfahrzeuge, den Gebrauchtwagenmarkt beherrschen die privaten Käufer und die stellen natürlich auch das Gros unserer Werkstattkunden, liegen uns deshalb besonders am Herzen.“

Mit 4.054 Besitzumschreibungen im Oktober brachte der Gebrauchtwagenhandel, den sich das Gewerbe mit den privaten Verkäufern teilt, zwar auch ein Minus von 2,8 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln aber bei 2,8 Prozent (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 40.066 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 38.963).

 

Kreis Ludwigsburg: Plus und Minus

Für den Kreis Ludwigsburg meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt für den Oktober 1.880 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 86 Pkw oder 4,8 Prozent mehr als im Vorjahres-Oktober. Damit sind jetzt insgesamt 17.830 Neu-Pkw zugelassen worden, während es im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 16.963 waren. Das ist ein Plus von 867 oder 5,1 Prozent, also exakt im regionalen Durchschnitt. Mit 4.236 Halterwechseln im Oktober brachte der Gebrauchtwagenhandel zwar ein Minus von 1,1 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus im Kreis aber bei 3,7 Prozent (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 40.979 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 39.501).

Kreis Esslingen: zweimal Plus

Im Kreis Esslingen gab es im Oktober 2.045 Pkw-Neuzulassungen. Das sind 104 Pkw oder 5,4 Prozent mehr als im Vorjahres-Oktober. Insgesamt sind in diesem Jahr 19.967 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr 19.009 waren. Damit liegt das Plus bei 958 oder fünf Prozent. Mit 4.171 Besitzumschreibungen im Oktober brachte der Gebrauchtwagenhandel ein Plus von 2,6 Prozent. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis bei 3,2 Prozent (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 39.218 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 38.019).

Rems-Murr-Kreis: gute Zwischenbilanz

Die Zulassungsstelle beim Landratsamt Waiblingen meldet für den Oktober 1.393 Pkw-Neuzulassungen. Das sind plus 61 Pkw oder 4,6 Prozent. Aufs Jahr gesehen sind jetzt insgesamt 13.682 Neu-Pkw an Kunden gegangen, während es im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 12.952 waren. Damit liegt das Plus bei 730 oder 5,6 Prozent, also über dem regionalen Durchschnitt. Die 3.350 Besitzumschreibungen im Oktober sind zwar ein Minus von 4,5 Prozent. Aufs Jahr gesehen liegt das Plus bei den Halterwechseln im Kreis aber bei 3,1 Prozent (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 33.051 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 32.059).

Kreis Böblingen: Spitzenreiter bei den Neuen

Der Kreis Böblingen hat den höchsten Zuwachs bei den Neuzulassungen. 3.072 Pkw-Anmeldungen sind 208 Pkw oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahres-Oktober (und wurde nur im Jahr der Abwrackprämie übertroffen). Die Gesamtzahl liegt Stand Ende Oktober bei 29.147 Neu-Pkw (Vorjahr 27.583) Aufs Jahr gesehen ein Plus bei 1.564 oder 5,7 Prozent, also über dem regionalen Durchschnitt. Dazu kommen 3.142 Besitzumschreibungen im Oktober was einem Plus von 1,6 Prozent entspricht. Aufs Jahr gesehen liegt der Zuwachs bei den Halterwechseln im Kreis bei 3,7 Prozent (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 30.579 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 29.480).

Kreis Göppingen: eine Neuzulassung mehr

801 Neuzulassungen, einem als vor einem Jahr meldet die Zulassungsstelle beim Landratsamt Göppingen für den Oktober. Das sind 0,1 Prozent mehr. Angemeldet wurden bisher insgesamt 7.742 Neu-Pkw während es im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 7.815 waren. Das ist ein Minus von 73 oder 0,9 Prozent. Mit 2.357 Halterwechseln im Oktober brachte der Gebrauchtwagenhandel ein Minus von 1,2 Prozent bei den Besitzumschreibungen. Aufs Jahr gesehen liegt der Kreis Göppingen aber hier mit 6,7 Prozent im Plus (Bund minus 0,5 Prozent). Insgesamt wechselten bis jetzt 23.407 Fahrzeuge Besitzer oder Besitzerin (Vorjahr: 22.015).

 

Das gute Gefühl, das in der Autobranche herrscht, setzt natürlich voraus, „dass uns nicht noch irgendjemand ein Ei legt, das das Weihnachtsgeschäft verdirbt“, sagt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Denn der Optimismus ist ein Gefühl, das sich beziffern lässt: „Wir brauchen bei den Neuwagen noch etwas über 5.200 Pkw, um das Vorjahresergebnis zu erreichen und bei den Gebrauchten knapp 6.400. Letztes Jahr wurden im November und Dezember über 7.600 Neuwagen und fast 7.500 Halterwechsel registriert - da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn wir das Vorjahresergebnis nicht toppen.“

 

Oktober 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

0,6

 

Region insgesamt

5,1

Kreis Böblingen

7,3

 

Stadt Stuttgart

5,7

Kreis Esslingen

5,4

 

Kreis Böblingen

5,7

Kreis Ludwigsburg

4,8

 

Rems-Murr-Kreis

5,6

Rems-Murr-Kreis

4,6

 

Kreis Ludwigsburg

5,1

Kreis Göppingen

0,1

 

Kreis Esslingen

5,0

Stadt Stuttgart

-7,2

 

Kreis Göppingen

-0,9

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-0,9

 

Region Stuttgart

3,6

Kreis Esslingen

2,6

 

Kreis Göppingen

6,3

Kreis Böblingen

1,6

 

Kreis Ludwigsburg

3,7

Kreis Ludwigsburg

-1,1

 

Kreis Böblingen

3,7

Kreis Göppingen

-1,2

 

Kreis Esslingen

3,2

Stadt Stuttgart

-2,8

 

Rems-Murr-Kreis

3,1

Rems-Murr-Kreis

-4,5

 

Stadt Stuttgart

2,8

Zulassungszahlen September 2015

Zulassungszahlen September 2015

Kraftfahrzeuginnung: Winterausrüstung wird notwendig

Pkw-Neuzulassungen: Die Jahresbilanz verspricht erfreulich zu werden

„2015 hat die Chance für uns ein gutes Autojahr zu werden“, nach neun Monaten ist Frank Schnierle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, guter Dinge. Denn aktuell liegen die Zulassungszahlen bei Neu-Pkw um fünf Prozent höher als 2014, bei Gebrauchten um 3,2 Prozent. Der September hat die Bilanz dabei weiter verbessert: Er brachte bei den Neuzulassungen ein Plus von 7,2 Prozent. Der Gebrauchtwagenmarkt schwächelte mit minus 1,1 Prozent leicht. Der Dieselskandal spielt bei diesen Zulassungszahlen keine Rolle, sagt Torsten Treiber, der Obermeister der Innung: „Autos mit dem kritischen Motor konnten im September bei uns als Neuwagen gar nicht mehr verkauft werden.“ Im Gebrauchtwagenmarkt seien die Fahrzeuge zwar natürlich noch zu haben - „aber da regelt dann der Preis die Lage.“ Für die betroffenen Autobesitzer sei das Ganze „ausgesprochen unschön“ und aus Sicht der Betriebe „würden wir uns wünschen, dass der Hersteller möglichst rasch mit einer Lösung zu Potte kommt.“

In den aktuellen Neufahrzeugen kann der Schummel-Motor EA189 von VW keine Rolle mehr spielen, weil er als Euro-5-Motor zugelassen wurde. Seit September sind in Deutschland aber nur noch Fahrzeuge mit Euro-6-Motoren zulässig. Im August gingen die letzten als Neufahrzeuge vom Hof. Allenfalls als Tageszulassungen und auf alle Fälle als Gebrauchtwagen sind die betroffenen Fahrzeuge noch zu haben, fasst Torsten Treiber die Lage zusammen: „Wer keinen kaufen will, muss keinen kaufen. Wer ein solches Fahrzeug hat, sollte bis zur versprochenen Nachrüstung weiterfahren - danach wird sich der Markt einpendeln. Jetzt verkaufen ist höchstens dann eine gute Idee, wenn der Wagen von einem Autohaus zu einem guten Preis in Zahlung genommen wird.“

Dass die Pkw-Neuzulassungen im September im Kreis um 7,2 Prozent gestiegen sind, zeigt, dass die Dieseldiskussion nicht ausschlaggebend ist, sagt Frank Schnierle: „Wer da Bedenken hat, kauft eben einen Benziner, wenn er ein Auto braucht, das führt höchstens zu Verschiebungen, nicht zu Kaufverzicht.“

1.947 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 130 Pkw oder 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bund stiegen die Neuzulassungen von Pkw um 4,8 Prozent und VW wies mit einer Steigerung um plus 3,8 Prozent wiederholt den größten Anteil an den Neuzulassungen auf (20,9 Prozent), meldet das Kraftfahrt-Bundesamt.

3.756 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben dagegen ein Minus von 43 Fahrzeugen oder 1,1 Prozent. Bundesweit lag der Zuwachs in diesem Bereich bei 0,8 Prozent.

Unterm Strich ist Frank Schnierle mit der Gesamtentwicklung sehr zufrieden: „In der Zwischenbilanz für 2015 liegt die Zahl der Neuzulassungen im Kreis bei insgesamt 17.922. Das sind 854 Pkw oder fünf Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +5,5 Prozent). Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 35.047 Fälle. Das sind 1.095 Pkw oder 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +3,5 Prozent).

„Wenn wir diese Zahlen bis zum Jahresende halten können, wird 2015 ein ganz gutes Autojahr“, sagt Frank Schnierle, der auch Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist. „Die Nachfrage nach Autos in der Region ist aber auch eine Aufforderung an die Politik, die entsprechende Infrastruktur, sprich Straßen bereitzustellen und die Staus zu beseitigen.“

Keinen Rucker tat’s im September im Spezialfeld Elektromobile: „Regionsweit ist die Zahl um 13 gewachsen, im Kreis um sieben gestiegen, 219 sind aktuell hier, 1.706 in der Region zugelassen, ein Durchbruch sieht anders aus“, fasst Torsten Treiber zusammen: „Bei über 1,5 Millionen Pkw bewegen wir uns im Promillebereich“.

Aber egal, ob Elektro, Diesel, Benziner, dass Autos überflüssig werden könnten, macht der Innung derzeit keine Sorgen. Dass sich die meisten der 1,5 Millionen Pkw in der Region momentan noch auf Sommerreifen bewegen und teilweise mit defekter Beleuchtung, dagegen schon. Torsten Treiber: „Wir trommeln dafür den Wechsel auf Winterreifen und den kostenlosen Licht-Test zu kombinieren: Knapp zwei Wochen bleiben noch dafür und sechs Millionen Winterräder, die aufgezogen werden müssen, sind auch für die 1.000 Innungsbetriebe ein Wort. Warten bis Schnee fällt oder Blitzeis droht, ist da keine gute Idee.“

Zur Info: Entwicklung im September und im Jahr 2015 in der Region im Vergleich:

 

September 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

-1,1

 

Region insgesamt

5,6

Kreis Esslingen

7,2

 

Stadt Stuttgart

7,5

Kreis Ludwigsburg

3,6

 

Rems-Murr-Kreis

5,8

Kreis Böblingen

-0,8

 

Kreis Böblingen

5,5

Rems-Murr-Kreis

-2,0

 

Kreis Ludwigsburg

5,1

Stadt Stuttgart

-5,0

 

Kreis Esslingen

5,0

Kreis Göppingen

-9,2

 

Kreis Göppingen

-1,1

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

0,9

 

Region Stuttgart

4,2

Kreis Böblingen

11,0

 

Kreis Göppingen

7,2

Stadt Stuttgart

1,6

 

Kreis Ludwigsburg

4,3

Rems-Murr-Kreis

-0,4

 

Rems-Murr-Kreis

4,0

Kreis Göppingen

-1,1

 

Kreis Böblingen

4,0

Kreis Esslingen

-1,1

 

Stadt Stuttgart

3,5

Kreis Ludwigsburg

-2,6

 

Kreis Esslingen

3,2

 

 

Zugelassene Elektro-Pkw:

 

 

30.09.2015

31.08.2015

31.07.2015

01.01.2015

BB

394

399

396

353

ES

219

212

207

164

GP

79

73

71

63

LB

222

210

208

151

S

625

632

708

1061

WN

167

167

167

127

 

1706

1693

1757

1919

Landkreis Böblingen:

Landkreis Esslingen:

Landkreis Ludwigsburg:

Landkreis Rems-Murr:

Stadtkreis Stuttgart

Zulassungszahlen August 2015

Zulassungszahlen August 2015

 

Rekord in BB: 45,4 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen als vor einem Jahr

Über 900 Pkw-Neuzulassungen zusätzlich: Der Kreis Böblingen ist im August mit einem Plus von 45,4 Prozent der Spitzenreiter bei den Neuzulassungen in der Region Stuttgart. Regional liegt der Zuwachs insgesamt bei 23,6 Prozent. Bundesweit gab es im August einen Zuwachs von 6,2 Prozent. „Toppen wir locker“, sagt Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, verweist aber auch darauf, dass der Markt der Neuzulassungen vor allem durch die Firmen bestimmt wird. Und im Kreis Böblingen auch durch den Hersteller Mercedes: „Porsche mit plus 23,9 Prozent und Mercedes mit plus 14,5 Prozent spielen ganz vorne mit“, verweist auch Obermeister Torsten Treiber auf die bundesweit positiven Zahlen der regionalen Hersteller. Gekauft wird dabei ganz konservativ: „Mehr als die Hälfte der Neuwagen sind Benziner, über 46 Prozent Diesel und nur 1,7 Prozent entfallen auf andere Antriebsarten vom Gas- bis zum Elektro-Pkw.“ Der Bestand an E-Pkw in der Region ist zum 31. Juli im Vergleich zum Jahresanfang sogar gesunken: „Im Kreis Böblingen haben wir allerdings 43 Elektro-Pkw mehr“, sagt Torsten Treiber, „aber der Durchbruch ist das noch nicht.“ Der Bestand an E-Pkw in der Region ist zum 31. August im Vergleich zum Jahresanfang sogar um 226 gesunken: „Das liegt daran, dass in Stuttgart 429 eingesetzte Elektro-Smarts verschwanden, weil Car2Go diese nach Berlin umgemeldet hat“, sagt Torsten Treiber. 

Kreis BB: Starker August 

Der Ferienmonat August war im Kreis Böblingen der zulassungsstärkste der letzten zehn Jahre: 2.930 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 932 Pkw oder 45,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 2.831 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben dagegen ein Minus von 253 Fahrzeugen oder 8,2 Prozent (Bund plus 2,1 Prozent).

„Bei all den Unkenrufen über nachlassende Nachfrage“ ist Thomas Höfle mit der Gesamtentwicklung sehr zufrieden: „Wir müssen immer bedenken, dass wir uns in der Region in einem Bereich bewegen, in dem die Verkehrspolitik dem Auto nicht unbedingt goldene Brücken und ausreichend Straßen baut.“ So gesehen sei die Zwischenbilanz für 2015 ein „klarer Beweis, dass das Auto gebraucht wird“:  Inzwischen liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis bei insgesamt 23.579. Das sind 1.377 Pkw oder 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +5,6 Prozent). Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 24.294 Fälle. Das sind 736 Pkw oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +2,1 Prozent).

Stuttgart: mehr Pkw, weniger Elektroautos 

Mit über 800 Pkw-Neuzulassungen zusätzlich liegt die Stadt Stuttgart im August mit einem Plus von 26,4 Prozent auf Platz 2 bei den Neuzulassungen in der Region Stuttgart. 4.032 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 842 Pkw oder 26,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.610 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein weiteres Plus von 121 Fahrzeugen oder 3,5 Prozent. Roger Schäufele ist mit der Gesamtentwicklung 2015 sehr zufrieden: Inzwischen liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 in der Stadt bei insgesamt 35.290. Das sind 2.949 Pkw oder 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 32.184 Fälle. Das sind 1.160 Pkw oder 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Kreis LB: sieben Prozent plus 

Der Kreis Ludwigsburg ist im August mit einem Plus von sieben Prozent zwar regional letzter beim Zuwachs bei den Neuzulassungen in der Region Stuttgart, trotzdem herrscht Zufriedenheit. Bundesweit gab es im August einen Zuwachs von 6,2 Prozent. „Sind wir immer noch drüber“, sagt Markus Klein, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 1.379 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 90 Pkw oder sieben Prozent mehr als im Vorjahr. 3.667 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 65 Fahrzeugen oder 1,8 Prozent. Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis bei insgesamt 14.067. Das sind 716 Pkw oder 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 32.770 Fälle. Das sind 1.634 Pkw oder 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis ES: Bester August seit zehn Jahren

235 Pkw-Neuzulassungen zusätzlich: Der Kreis Esslingen ist im August mit einem Plus von 15,4 Prozent auf Platz drei bei den Neuzulassungen in der Region Stuttgart. Der Ferienmonat August war im Kreis Esslingen der zulassungsstärkste der letzten zehn Jahre: 1.762 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 235 Pkw oder 15,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.507 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben dagegen ein Minus von 29 Fahrzeugen oder 0,8 Prozent. Die Zahl der Neuzulassungen 2015 liegt jetzt bei insgesamt 15.975. Das sind 724 Pkw oder 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 31.291 Fälle. Das sind 1.138 Pkw oder 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Kreisvorsitzender Frank Schnierle sieht gute Chancen, zumindest das Vorjahresergebnis zu erreichen.

Rems-Murr-Kreis: mit Zuwachs zufrieden

Reiner Äckerle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, freut sich über 1.117 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet. „Da sind immerhin 127 Pkw oder 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr.“ 3.028 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 137 Fahrzeugen oder 4,7 Prozent (Bund plus 2,1 Prozent). Zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis bei insgesamt 11.037. Das sind 695 Pkw oder 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 26.507 Fälle. Das sind 1.162 Pkw oder 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis Göppingen: Spitzenreiter bei Gebrauchten

599 Pkw-Neuzulassungen im Kreis Göppingen, die die Zulassungsstelle meldet, waren 43 Pkw oder 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. 2.902 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 889 Fahrzeugen oder 44,2 Prozent. Damit ist der Kreis regionaler Spitzenreiter in diesem Bereich. Zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis bei insgesamt 6.240. Das sind drei Pkw weniger als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es in 2015 bis jetzt 18.883 Fälle. Das sind 1.445 Pkw oder 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Elektromobilität: kein Durchbruch

Ein paar Tage vor der Internationalen Automobilausstelung (IAA) sieht Torsten Treiber dort „vor allem Autos mit Hybridantrieb aber keine entscheidende Neuvorstellung bei den Elektroautos“. Wenn „wir uns anschauen, woher die Neuzulassungen kommen, dann sehen wir, dass Firmen und Gewerbe eine Schlüsselrolle spielen“, sagt Frank Schnierle der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Um da den Elektroumsatz anzukurbeln, fordert das Kfz-Gewerbe „seit fast zwei Jahren eine Sonderabschreibung bei gewerblich genutzten Fahrzeugen in Höhe von 50 Prozent der Anschaffungskosten im ersten Jahr der Nutzung.“ Dann ließe sich für die Betriebe „problemlos testen, wie sie mit den Elektroautos klarkommen.“

Andere Chancen sieht auch Torsten Treiber nicht: „Seit Jahresanfang ist der Bestand an Elektroautos in Stuttgart gesunken, in den Kreisen teils zweistellig gestiegen. Das hört sich viel an, aber das sind Verkaufszahlen von um die 40 Elektroautos, von denen kann nicht mal ein Autohaus existieren.“ 

Zur Info: Entwicklung im August und im Jahr 2015 in der Region im Vergleich:

 

August 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

23,6

 

Region insgesamt

6,5

Kreis Böblingen

45,4

 

Stadt Stuttgart

9,1

Stadt Stuttgart

26,4

 

Rems-Murr-Kreis

6,7

Kreis Esslingen

15,4

 

Kreis Böblingen

6,2

Rems-Murr-Kreis

12,8

 

Kreis Ludwigsburg

5,4

Kreis Göppingen

7,7

 

Kreis Esslingen

4,7

Kreis Ludwigsburg

7,0

 

Kreis Göppingen

0

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

5,0

 

Region Stuttgart

4,6

Kreis Göppingen

44,2

 

Kreis Göppingen

8,3

Rems-Murr-Kreis

4,7

 

Kreis Ludwigsburg

5,2

Stadt Stuttgart

3,5

 

Rems-Murr-Kreis

4,6

Kreis Ludwigsburg

1,8

 

Kreis Esslingen

3,8

Kreis Esslingen

-0,8

 

Stadt Stuttgart

3,7

Kreis Böblingen

-8,2

 

Kreis Böblingen

3,1

Zulassungszahlen Juli 2015

Zulassungszahlen Juli 2015

Kraftfahrzeuginnung:

Pkw-Neuzulassungen in BB im Juli bei plus 16,8 Prozent, Gebrauchte plus sieben

In der Region Stuttgart ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Juli um 6,1 Prozent gestiegen, im Kreis Böblingen um 16,8 Prozent. „Da haben wir endlich mal zweistelligen Zuwachs“, freut sich Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, „das ist der regionale Spitzenwert.“ Ein bisschen könnte dabei eine Rolle gespielt haben, dass gerade ein Countdown läuft. Bis 31.August müssen die Händler alle Neuwagen vom Hof haben, deren Abgasreinigung nur die Euro-5-Norm erfüllt. „Von 1. September an“, sagt Obermeister Torsten Treiber, „müssen Neuwagen Euro-6 erfüllen“. Verbesserungen soll das zum einen beim Stickoxidausstoss von Dieseln bringen. Aber auch bei Feinstaub gibt es etwas Neues, denn nicht nur Diesel sind Partikelschleudern, Benzin-Direkteinspritzer tragen auch ihr Teil bei: „Die Partikelmasse (PM), die ausgestoßen werden darf, bleibt für Diesel und Benziner zwar unverändert, aber die Partikelanzahl bei Benzin-Direkteinspritzern wird jetzt auf den gleichen Emissionswert wie bei Dieseln beschränkt.“ Diesel und Benziner sind dabei weiter unangefochtene Spitzenreiter: „Elektroautos und Gasfahrzeuge sind noch immer Nischenprodukte mit 0,1 und 0,7 Prozent.“

Von über 1,5 Millionen Pkw in der Region sind eine Million Benziner und eine halbe Million Diesel, sagt Obermeister Torsten Treiber auf der Basis der letzten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes: „Alles andere spielt kaum eine Rolle.“ Dabei wäre die Innung durchaus für mehr Gasnachrüstung: „Für ältere Benziner und vor allem bei hohem Verbrauch ist das durchaus eine interessante Alternative.“ Im Kreis Böblingen liegt die Zahl der Benziner bei rund 150.000, die der Diesel bei über 82.000 und die der Gasfahrzeuge bei rund 1.600 - „das sagt alles über die Vorlieben der Autofahrerinnen und Autofahrer“, sagt Thomas Höfle.

Der Juli hat daran sicher nichts geändert, schätzt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeug-Innung Region Stuttgart, „laut KBA lag der Anteil neuzugelassener Benziner im Juli bundesweit bei 49,5 Prozent, der alternativen Antriebe bei 1,6 Prozent, der Rest dieselt, das wird bei uns nicht viel anders sein“. Aber alle Pkw-Neuzulassungen lösen bei der Kraftfahrzeug-Innung gute Stimmung aus: 3.530 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juli 509 Pkw oder 16,8 Prozent mehr (Bund plus 7,4 Prozent) als im Vorjahr. 3.410 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 222 Fahrzeugen oder sieben Prozent (Bund 4,8 Prozent).

Am Anfang der Ferienzeit lag die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 20.596. Das sind 445 Pkw oder 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +5,6 Prozent). Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel kamen 2015 bis jetzt 21.463 Fahrzeuge zusammen. Das sind 989 oder 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die neueren Gebrauchtwagen helfen, die Feinstaubbelastung und den Schadstoffausstoß zu senken, wenn älter Fahrzeuge durch modernere ersetzt werden, sagt Torsten Treiber. Er rechnet die Autos auch zu „den Musterknaben der Schadstoffverringerung“, denn Straßenkehr verursache heutzutage deutlich weniger als 20 Prozent der Feinstaubemissionen. „Sogar der Wert des Feinstaubausstosses auf den durch Stop-and-go-Verkehr besonders kritischen Innerortsstraßen, den das das Statistische Landesamt ermittelt, liegt heute in der Region nur noch bei zwei Fünfteln des Wertes von 1995“.

Wenn jetzt trotzdem über regionsweite Fahrverbote diskutiert werde, von denen nur Euro-6-Fahrzeuge ausgenommen werden sollen, „dann sind zwei Dinge wichtig: Erstens, die Partikelmasse (PM)-Werte und die Partikelzahl (PN)-Werte von Euro-5-Dieseln und Euro-6-Dieseln sind gleich, da einen Unterschied zu machen, macht keinen Sinn. Zweitens, wer Fahrzeuge einer niedrigeren Schadstoffstufe fährt, tut dies meistens nicht, um der Umwelt zu schaden, sondern weil das Haushaltseinkommen begrenzt ist, denn der überwiegende Teil ist in privater Hand. Wenn da schnellerer Wechsel gefordert ist, dann sollte die Politik nicht auf Verbote setzen, die nur die Schwächeren treffen, sondern auf Umstiegsprämien.“ Da schließt sich für den Obermeister der Kreis zu Aussage 1: „Insbesondere Stuttgart könnte es durchaus helfen, wenn über den Gebrauchtwagenmarkt und Umstiegsprämien zusätzliche Euro-5-Fahrzeuge ältere Diesel ersetzen. Da darf man sie aber nicht verteufeln.“ Ansonsten „dauert ein kompletter Fahrzeugaustausch über den Markt mindestens 13 Jahre, Oldtimer natürlich ausgenommen.“

Zur Info: Entwicklung im Juli und im Jahr 2015 in der Region im Vergleich:

 

Juli 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

6,1

 

Region insgesamt

4,6

Kreis Böblingen

16,8

 

Stadt Stuttgart

7,2

Kreis Esslingen

15,8

 

Rems-Murr-Kreis

6,1

Rems-Murr-Kreis

8,2

 

Kreis Ludwigsburg

5,2

Kreis Ludwigsburg

5,4

 

Kreis Esslingen

3,6

Stadt Stuttgart

-3,3

 

Kreis Böblingen

2,2

Kreis Göppingen

-4,5

 

Kreis Göppingen

-0,8

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

6,9

 

Region Stuttgart

4,5

Kreis Göppingen

12,7

 

Kreis Ludwigsburg

5,7

Stadt Stuttgart

7,7

 

Kreis Böblingen

4,8

Kreis Böblingen

7,0

 

Rems-Murr-Kreis

4,6

Kreis Esslingen

5,9

 

Kreis Esslingen

4,4

Kreis Ludwigsburg

5,3

 

Stadt Stuttgart

3,8

Rems-Murr-Kreis

4,9

 

Kreis Göppingen

3,6

 

Grafiken zu den Landkreisen:

 

 

 

Zulassungszahlen Juni 2015

Zulassungszahlen Juni 2015

Kraftfahrzeuginnung: Umstiegsprämie für Diesel bei Fahrverboten

Pkw-Neuzulassungen schießen in Stuttgart mit 25,1 Prozent durch die Decke

„Das ist der Hammer“, kommentiert Roger Schäufele, Stuttgarter Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die neuesten Zulassungszahlen bei Pkw in Stuttgart: „Plus 25,1 Prozent, soviel Nachfrage hätte keiner erwartet.“ In der Region sieht’s auch fast überall zweistellig aus, freut sich Obermeister Torsten Treiber. Nur die Autonachfrage im Kreis Böblingen schwächelte im Juni. Die Halbjahresbilanz macht da Freude und zwar nicht nur mit Blick auf die Neuwagen, sondern vor allem mit Blick auf den Bestand: „In Stuttgart gibt es einen neuen Pkw-Rekord und wir liegen um rund 3.800 Pkw höher als im 31. Dezember 2014.“ Zur neuesten Idee des Verkehrsministeriums, alle Diesel unterhalb Euro-6 in der Region aus dem Verkehr zu ziehen, um die Schadstoffgrenzwerte zu senken, schlägt die Innung eine „Umstiegsprämie“ für die Besitzer der älteren Diesel vor.

Stuttgart: Zulassungsrekord

„Es geht derzeit raus, was rausgeht, bevor Sommerferien sind“, erklärt sich Roger Schäufele den Zulassungsboom bei den Neuwagen: „Wer sich ein neues Auto gekauft hat, der will damit in Urlaub fahren.“ Etliche Autos wurden aber sicher von Herstellern und Händlern zugelassen. „Die Halbjahresbilanzen soll gut aussehen.“ Deshalb gehört zum Blick auf Neuzulassungen und Besitzerwechsel der Blick auf den Bestand, um das Bild zu komplettieren.

Für die Kfz-Betriebe am wichtigsten, ist die Pkw-Zahl. Der Pkw-Bestand hat mit 292.531 Fahrzeugen einen neuen Höchststand erreicht (30.06.2014: 288.535 / 31.12.2014: 288.714). Motorräder gehen auch gut: 23.352 (30.06.2014: 22.780) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind’s insgesamt über 5.500 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger mehr. „Aus Sicht der Händler und Werkstattbetreiber eine sehr positive Halbjahresbilanz“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Die Pkw-Neuzulassungen in Stuttgart haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen: 4.937 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juni 989 Pkw oder 25,1 Prozent mehr als im Vorjahr. 4.252 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 251 Fahrzeugen oder 12,5 Prozent. Gute Nachrichten für alle, deren Job am Auto hängt: „Beides bringt Umsatz und sichert Arbeitsplätze in den Werkstätten“, sagt Roger Schäufele.

Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 in Stuttgart damit bei insgesamt 26.724. Das sind 2.260 Pkw oder 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +5,2 Prozent). Diese Zahlen, sagt Pressesprecher Frank Schnierle, „stehen auch für eine florierende Wirtschaft, denn rund zwei Drittel der Neuzulassungen sind Firmenfahrzeuge. Die gehen dann oft nach zwei, drei Leasingjahren in den Gebrauchtwagenmarkt und dort an private Besitzerinnen und Besitzer.“ Dessen Bilanz ist auch positiv, bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel kamen 2015 bis jetzt 24.020 Fahrzeuge zusammen. Das sind 715 oder 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis Böblingen: als Einziger einstellig

„Der Juni ist bei uns deutlicher schwächer als im Rest der Region“, kommentiert Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die neuesten Zulassungszahlen bei Pkw im Kreis Böblingen: „Plus 1,2 Prozent ist weniger als erhofft.“ Der Pkw-Bestand hat mit 235.125 Fahrzeugen aber auch hier einen neuen Höchststand erreicht (30.06.2014: 231.112 / 31.12.2014: 231.653). Motorräder gehen auch gut: 22.373 (30.06.2014: 21.965) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind innerhalb eines Jahres insgesamt über 5.400 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger dazugekommen.

3.011 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juni 36 Pkw oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.196 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 478 Fahrzeugen oder 17,6 Prozent. „Wenigstens da sind wir Spitzenreiter in der Region“, tröstet sich Thomas Höfle: „Auch das bringt Umsatz und sichert Arbeitsplätze in den Werkstätten“. Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 17.066. Das sind 64 Pkw oder 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel kamen 2015 bis jetzt 18.053 Fahrzeuge zusammen. Das sind 767 oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis Esslingen: plus 14,6 Prozent

„Der Juni ist prima gelaufen“, kommentiert Frank Schnierle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die neuesten Zulassungszahlen bei Pkw im Kreis Esslingen: Der Pkw-Bestand hat im Kreis Esslingen mit 308.444 Fahrzeugen einen neuen Höchststand erreicht (30.06.2014: 302.701 / 31.12.2014: 304.017). Motorräder gehen hier auch gut: 32.878 (30.06.2014: 31.969) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind innerhalb eines Jahres insgesamt über 8.000 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger dazugekommen.

2.406 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juni 307 Pkw oder 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.968 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 374 Fahrzeugen oder 10,4 Prozent. Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 11.876. Das sind 171 Pkw oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das macht nach dem Zulassungsauf und -ab des ersten Halbjahrs Hoffnung, sagt Frank Schnierle, „denn das Plus steht auch für eine wieder anziehende Nachfrage bei der Wirtschaft.“ Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel kamen 2015 bis jetzt 23.396 Fahrzeuge zusammen. Das sind 921 oder 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis Ludwigsburg: plus 11,6 Prozent

Markus Klein Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist mit den Juniwerten zufrieden: „Plus 11,6 Prozent, soviel Nachfrage hätte keiner erwartet.“ Damit hat der Pkw-Bestand mit 310.834 Fahrzeugen einen neuen Höchststand erreicht (30.06.2014: 305.001 / 31.12.2014: 306.352). Motorräder sind’s auch mehr: 30.784 (30.06.2014: 30.094) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind innerhalb eines Jahres insgesamt über 7.600 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger dazugekommen.

1.995 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juni 208 Pkw oder 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr. 4.183 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 560 Fahrzeugen oder 15,5 Prozent. Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 10.767. Das sind 527 Pkw oder 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +5,2 Prozent). Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es 2015 bis jetzt 24.504. Das sind 1.337 oder 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Rems-Murr-Kreis: Dritter mit plus 21,4 Prozent

„Ein perfekter Juni“, kommentiert Reiner Äckerle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die neuesten Zulassungszahlen bei Pkw im Rems-Murr-Kreis: „Plus 21,4 Prozent bringt uns Platz drei hinter Stuttgart und dem Kreis Göppingen.“ Der Pkw-Bestand mit 246.404 Fahrzeugen ist neuer Höchststand (30.06.2014: 241.951 / 31.12.2014: 242.737). Motorräder sind auch auf Rekordhöhe: 26.390 (30.06.2014: 25.847) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind innerhalb eines Jahres insgesamt über 6.300 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger dazugekommen.

1.690 Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Juni 298 Pkw oder 21,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.334 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 267 Fahrzeugen oder 8,7 Prozent. Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 8.356. Das sind 449 Pkw oder 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu kommen 19.743 Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Das sind 850 oder 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kreis Göppingen: erstmals vierstellig

Die positiven Nachrichten aus der Region komplettiert der Kreis Göppingen. Dort meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes erstmal eine vierstellige Neuzulassungszahl: 1.002 Neuzulassungen waren im Juni 196 Pkw oder 24,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 2.300 Besitzerwechsel bei Gebrauchten ergaben ein Plus von 307 Fahrzeugen oder 15,4 Prozent. Am Ende des ersten Halbjahres liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 im Kreis damit bei insgesamt 4.731 und damit um minus drei, ganz knapp unter der des Vorjahres. Dazu kommen 13.292 Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Das sind 259 oder zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Pkw-Bestand ist mit 153.557 Fahrzeugen auf neuem Höchststand (30.06.2014: 151.020 / 31.12.2014: 148.902). Motorräder sind auch auf Rekordhöhe: 16.727 (30.06.2014: 16.404) sind neuer Bestandsrekord. Unterm Strich sind innerhalb eines Jahres insgesamt über 3.800 zugelassene Fahrzeuge und Anhänger dazugekommen.

Treiber: Umstiegsprämie notwendig, wenn Diesel ausgemustert werden sollen

Dass in Stuttgart und der Region Stuttgart Autos gebraucht werden, „liegt bei diesen Zulassungs- und Bestandszahlen auf der Hand“, sagt Torsten Treiber zur aktuellen Feinstaub- und Schadstoffdiskussion. Landesverkehrsministerium und die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) wollen in Stuttgart und der Region nur noch Dieselfahrzeuge der Euro-Norm 6 und Ottomotoren ab Euro-Norm 3 fahren lassen und den gesamten Kfz-Verkehr um ein Fünftel reduzieren, lautet der Vorschlage von Regierung und LUBW-Präsidentin Margareta Barth.

Einfach Fahrverbote für ältere Diesel zu planen, kommt Torsten Treiber „wenig durchdacht vor, denn jahrelang wurde der Diesel als treibstoffsparendes Muster-Auto propagiert.“ Wer die alten Diesel jetzt auf einen Schlag aus dem Verkehr ziehen wolle, der müsse den Besitzern etwas anbieten: „Ich könnte mir eine Umstiegsprämie vorstellen. Wer seinen alten gegen einen Euro-6-Diesel tauscht, bekommt von Stadt, Land oder Bund einen Zuschuss.“ So einfach wie bei der Abwrackprämie („die haben wir damals miterfunden“), gehe das freilich nicht: „Damals wurden die Autos verschrottet. Jetzt müssten die unerwünschten Diesel in der Region auf- und woanders hin verkauft werden. Das ist komplizierter. Aber wir helfen gerne, wenn unser Knowhow gefragt ist.“ Das Ministerium hat inzwischen erklärt „über Zusammensetzung und Zeitplan des Maßnahmenplans ist aber noch nicht entschieden, wir werden dies in den nächsten Wochen mit Verbänden und Wirtschaft diskutieren und dann mit der Stadt Stuttgart und in der gesamten Landesregierung endgültig abstimmen.“

Zur Info: Entwicklung im Juni und im Jahr 2015 in der Region im Vergleich:

Juni 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

15,6

 

Region insgesamt

4,4

Stadt Stuttgart

25,1

 

Stadt Stuttgart

9,2

Kreis Göppingen

24,3

 

Rems-Murr-Kreis

5,7

Rems-Murr-Kreis

21,4

 

Kreis Ludwigsburg

5,1

Kreis Esslingen

14,6

 

Kreis Esslingen

1,5

Kreis Ludwigsburg

11,6

 

Kreis Göppingen

-0,1

Kreis Böblingen

1,2

 

Kreis Böblingen

-0,4

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

13,1

 

Region Stuttgart

4,1

Kreis Böblingen

17,6

 

Kreis Ludwigsburg

5,8

Kreis Ludwigsburg

15,5

 

Rems-Murr-Kreis

4,5

Kreis Göppingen

15,4

 

Kreis Böblingen

4,4

Stadt Stuttgart

12,5

 

Kreis Esslingen

4,1

Kreis Esslingen

10,4

 

Stadt Stuttgart

3,1

Rems-Murr-Kreis

8,7

 

Kreis Göppingen

2,0

Zulassungszahlen Mai 2015

Zulassungszahlen Mai 2015

Kraftfahrzeuginnung: Auswechseln statt nachrüsten  

Über 19.000 alte Diesel sind in Stuttgart noch ohne Partikelfilter, 120.000 in der Region

260 Euro bar auf die Hand, wenn der alte Diesel einen neuen Partikelfilter erhält. Das ist das Angebot von Vater Staat. Riesigen Run hat die Neuauflage der Partikelfilterförderung für alte Diesel noch nicht ausgelöst: Dabei gibt's durchaus noch reichlich alte Diesel. Für diese Erkenntnis reicht ein Blick in die Bestandsliste. Danach waren allein in Stuttgart zu Beginn der Nachrüstaktion am 1. Februar noch 19.216 Diesel-Pkw unterwegs, die alle noch der Schadstoffklasse Euro 1 bis Euro 3 entsprechen. Im Kreis Böblingen liegt diese Zahl bei 17.454, im Kreis Esslingen bei 24.960, im Kreis Göppingen bei 13.300, im Kreis Ludwigsburg bei 22.735 und im Rems-Murr-Kreis bei 20.470. Nachgerüstet wurden im ganzen Land aber bisher nur 1.922. Die Innung rät allerdings auch dazu eine Alternative zur Nachrüstung zu prüfen: „auswechseln“. Bei bis zu 1.500 Euro Nachrüstkosten (1.240 Euro nach Abzug der Förderung) „kann es sich bei den derzeitigen Konditionen lohnen, das Auto in Zahlung zu geben, solange es noch einen Markt dafür gibt“, sagt Obermeister Torsten Treiber „Viele Hersteller bieten derzeit Sonderkonditionen, die Neuzulassungen schwächeln.“ Allerdings nicht Stuttgart. Da sind sie rekordverdächtig. Hier gab’s im Mai ein Plus von 15,2 Prozent, während es im Bund im Mai minus 6,7 Prozent waren.

Euro 3 abwärts ist der kritische Bereich, in dem sich die Autohalter die Frage stellen müssen, was aus dem alten Diesel werden soll. Zukunft hat er je dichter die Umweltzonen werden entweder als Oldtimer oder nachgerüstet. Wobei, Tücke 2, es muss auch einen Filter geben. Und das ist nicht immer der Fall, sagt Frank Schnierle, der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, „selbst knapp 120.000 alte Diesel in der ganzen Region sind kein Markt für den sich Neuentwicklungen für die Partikelfilterhersteller noch lohnen, denn das Zulassungsverfahren ist aufwendig.“

Dabei würden allein die Diesel in der Region reichen, um das komplette 30-Millionen-Förderprogramm aufzubrauchen, das derzeit läuft: „115.385 Nachrüstungen können mit den bereitgestellten Mitteln gefördert werden“, sagt Torsten Treiber. 2012 gab’s einen Riesenrun auf die Mittel, erinnert er sich („wir waren in der Region vorne weg“). Er rät dazu „ruhig zu überlegen. Gibt’s einen Nachrüstsatz und der Diesel ist gut in Schuss und soll noch lange gefahren werden - gleich nachrüsten. Ist er ein Gebrauchsauto, an dem das Herz nicht hängt, auswechseln.“

Denn die Spatzen, aber insbesondere Rabattpapst Ferdinand Dudenhöffer pfeifen’s von den Dächern: Bei vielen Herstellern laufen Sonderprogramme, weil sie versuchen „fehlende Exporte durch mehr Verkäufe in Deutschland zu kompensieren“ (Dudenhöffer). Roger Schäufele bestätigt’s, „viele Automobilhersteller fahren Sonderaktionen und da kann es auch interessant sein, den alten Diesel in Zahlung zu geben.“ Dass der Markt schwächelt, lässt sich an den bundesweiten Zulassungszahlen ablesen: minus 6,7 Prozent im Mai bei den Neuzulassungen, bei den Besitzumschreibungen waren es minus 0,9 Prozent. In der Region verläuft die Entwicklung aber unterschiedlich.

Stuttgart: trotz Umweltzone alte Diesel

19.000 rote und gelbe Plaketten mitten in der Umweltzone Stuttgart? Roger Schäufele, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, tippt auf Ausnahmegenehmigungen und Oldtimer. Dazu aber auch auf ein interessantes Potenzial für Nachrüstungen und Auswechslungen, die den Automarkt beflügeln können. Die Stadt Stuttgart steht bei den Neuzulassungen in diesem Monat auch so deutlich besser da als der Rest der Region und der Bundesdurchschnitt: 4.589 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Mai 607 Pkw oder 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.805 Besitzerwechsel bei Gebrauchten sind allerdings 251 Fahrzeuge oder 6,2 Prozent weniger. „Stuttgart ist bedingt durch die beiden Hersteller die Hauptstadt der Neuwagen“, sagt Roger Schäufele.

Aktuell liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 21.787. Das sind 1.271 Pkw oder 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Ebenfalls positiv ist die bisherige Bilanz bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen 2015 bis jetzt 19.768 zusammen. Das sind 243 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +2,9 Prozent).

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt als Privatmensch noch einen Diesel mit gelber oder roter Plakette zu kaufen, hält Torsten Treiber für keine gute Idee, obwohl das Angebot noch reichlich und „sicher auch billig ist, aber da sollte sich keiner vom Preis blenden lassen. Freie Fahrt sichert europaweit nur noch die grüne Plakette.“ Das merken inzwischen auch die Wohnmobilfahrer.

Nur Autos mit Oldtimer-Potenzial haben seiner Einschätzung nach eine Zukunft. Ansonsten erledigt das Problem der Partikelschleudern zumindest teilweise auch der Zahn der Zeit: In der Gruppe der Euro 1-Diesel sank die Zahl der Pkw in Stuttgart binnen eines Jahres um 32. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 533. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 1.168 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 7.610 zusätzlich auf die Straßen.

Kreis Böblingen: plus 5,4 Prozent

Platz zwei bei den Neuzulassungen hat der Kreis Böblingen. 2.880 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Mai 148 Pkw oder 5,4 Pro-zent mehr als im Vorjahr. 2.898 Besitzerwechsel bei Gebrauchten allerdings 61 Fahrzeuge oder 2,1 Prozent weniger.

Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 14.055. Das sind 100 Pkw oder 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Positiv ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen 2015 bis jetzt 14.857 zusammen. Das sind 289 oder zwei Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +2,9 Prozent).

Beim Dieselbestand sieht’s so aus: In der Gruppe der Euro 1-Diesel sank die Zahl der Pkw im Kreis Böblingen binnen eines Jahres um 45. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 618. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 1.313 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 5.319 zusätzlich auf die Straßen.

Kreis Ludwigsburg: leichtes Plus

Die 1.742 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes meldet, waren im Mai fünf Pkw oder 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 3.783 Besitzerwechsel bei Gebrauchten sind 183 Fahrzeuge oder 4,6 Prozent weniger.

Damit liegt die Zwischenbilanz bei der Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 8.772. Das sind 319 Pkw oder 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Noch positiv ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen 2015 bis jetzt 20.321 zusammen. Das sind 777 oder vier Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +2,9 Prozent). „Das sieht gut aus“, sagt Markus Klein.

Partikelschleudern gibt’s auch hier im Bestand noch reichlich: In der Gruppe der Euro 1-Diesel sank die Zahl der Pkw im Kreis Ludwigsburg binnen eines Jahres um 62. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 687. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 1.515 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 7.305 zusätzlich auf die Straßen.

Kreis Esslingen: doppeltes Minus

Die gute Nachricht ist, dass der Kreis Esslingen zwar verloren hat, aber da bei den Neuzulassungen trotz Minus etwas besser da steht als der Bundesdurchschnitt: 1.995 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Mai 29 Pkw oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 3.682 Besitzerwechsel bei Gebrauchten waren allerdings 113 Fahrzeuge oder drei Prozent weniger.

Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 in der Zwischenbilanz des Jahres jetzt bei 9.470. Das sind 136 Pkw oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Positiv ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen in der Bilanz 2015 bis jetzt 19.428 Pkw zusammen. Das sind 547 oder 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund ebenfalls +2,9 Prozent).

Im Dieselbestand sank in der Gruppe der Euro 1-Diesel die Zahl der Pkw im Kreis Esslingen binnen eines Jahres um 65. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 966. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 1.772 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 6.842 zusätzlich auf die Straßen.

Rems-Murr-Kreis: Gebrauchte gut

Der Rems-Murr-Kreis steht bei den Neuzulassungen regional am schwächsten da: 1.289 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Mai 129 Pkw oder 9,1 Prozent weniger als im Vorjahr. 3.273 Besitzerwechsel bei Gebrauchten waren allerdings 167 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent mehr.

Die Zwischenbilanz bei der Zahl der Neuzulassungen 2015 liegt jetzt bei 6.666. Das sind 151 Pkw oder 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Noch positiver ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen 2015 bis jetzt 16.409 zusammen. Das sind 583 oder 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr (Bund +2,9 Prozent). „Noch sieht das ganz gut aus“, sagt Reiner Äckerle.

In der Gruppe der Euro 1-Diesel sank die Zahl der Pkw im Rems-Murr-Kreis binnen eines Jahres um 41. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 692. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 1.132 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 5.116 zusätzlich auf die Straßen.

Kreis Göppingen: weniger Neu-Pkw

Im Kreis Göppingen sank die Nachfrage nach Neuwagen: 794 Neuzulassungen bei den Pkw, die die Zulassungsstelle meldet, waren im Mai 71 Pkw oder 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr. 2.138 Besitzerwechsel bei Gebrauchten waren 123 Fahrzeuge oder 5,4 Prozent weniger. Damit schwächeln beide Marktbereiche. Die Zwischenbilanz bei der Zahl der Neuzulassungen 2015 liegt jetzt bei 3.729. Das sind 199 Pkw oder 5,1 Prozent weniger als im Vorjahr (Bund +3,6 Prozent). Leicht negativ ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. Dort kamen 2015 bis jetzt 10.992 zusammen. Das sind 48 oder 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr (Bund +2,9 Prozent).

Das Problem der Partikelschleudern erledigt auch hier zumindest teilweise auch der Zahn der Zeit: In der Gruppe der Euro 1-Diesel sank die Zahl der Pkw im Kreis Göppingen binnen eines Jahres um 35. In der Gruppe Euro 2 betrug der Rückgang 523. Euro 3-Diesel wurden von 2014 auf 2015 um 883 weniger. Neue und gebrauchte Diesel der Gruppen Euro 4 bis Euro 6 kamen 3.728 zusätzlich auf die Straßen. Vor allem der Austausch von Uralt-Dieseln kommt also auch dank Herstelleraktionen voran. Wobei Eintauschprämien der Umwelt nur bedingt helfen: „Mancher Alt-Diesel schleudert seine Partikel dann am Ende leider in Afrika“, sagt Torsten Treiber, „kommt darauf an, was die Aufkäufer mit den Autos machen.“

Zur Info: Entwicklung im Mai und im Jahr 2015 in der Region im Vergleich:

Mai 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

4,2

 

Region insgesamt

2,1

Stadt Stuttgart

15,2

 

Stadt Stuttgart

6,2

Kreis Böblingen

5,4

 

Kreis Ludwigsburg

3,8

Kreis Ludwigsburg

0,3

 

Rems-Murr-Kreis

2,3

Kreis Esslingen

-1,5

 

Kreis Böblingen

-0,7

Kreis Göppingen

-8,2

 

Kreis Esslingen

-1,4

Rems-Murr-Kreis

-9,1

 

Kreis Göppingen

-5,1

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-2,8

 

Region Stuttgart

2,4

Rems-Murr-Kreis

5,4

 

Kreis Ludwigsburg

4,0

Kreis Böblingen

-2,1

 

Rems-Murr-Kreis

3,7

Kreis Esslingen

-3,0

 

Kreis Esslingen

2,9

Kreis Ludwigsburg

-4,6

 

Kreis Böblingen

2,0

Kreis Göppingen

-5,4

 

Stadt Stuttgart

1,2

Stadt Stuttgart

-6,2

 

Kreis Göppingen

-0,4

 

 

 

 

 

 

Zulassungszahlen April 2015

Zulassungszahlen April 2015

Kraftfahrzeuginnung: Hoffnung auf weiteres Wachstum

Erfolgreiche Firmen und immer mehr mobile Mädels machen Autohändler in der Region Stuttgart glücklich

Mehr Firmenfahrzeuge und mehr Frauen am Steuer freuen Autohändler und Werkstattbesitzer in der Region Stuttgart und bei den Firmen ganz speziell in Stuttgart: „Ohne Firmen und Frauen, die sich vermehrt Autos zulegen, wäre der Bestandsrekord zum Jahresanfang nicht möglich gewesen“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Die Zahl der Frauen mit Auto wuchs in der Region um rund 9.500, die der Männer um 8.600 und die der Firmenautos um nicht ganz 7.600“, zählt Torsten Treiber die Reihenfolge beim Zuwachs im Kfz-Bestand zum 1. Januar 2015 auf: „Wobei bei den Letzteren über 3.000 Firmen Autos allein in Stuttgart dazu kamen.“ Nach den ersten vier Monaten sprechen die Zahlen bei den Neuzulassungen und Besitzumschreibungen dafür, dass sich der Trend zu höherem Pkw-Bestand fortsetzen wird.

Stuttgart: Spitzen-April

Grund zur Freude hat in Stuttgart der Kreisvorsitzende Roger Schäufele: „Wir haben bei den Neuzulassungen einen Super-April.“ 4.877 Neuzulassungen bei den Pkw waren im April 17,2 Prozent mehr als im Vorjahr (und Zehn-Jahresrekord für einen April) 4.395 Besitzerwechsel bei Gebrauchten waren 5,5 Prozent mehr.

Zum Jahreswechsel gab’s einen Rekordbestand bei den Kraftfahrzeugen im Stuttgart. Im ersten Quartal lagen die Pkw-Neuzulassungen um 50 unter dem Vorjahr, die Hoffnung, dass nach einem Spitzen-März auch der April für Besserung sorgen würde, hat sich „sowas von erfüllt“ (Roger Schäufele): 4.877 Pkw-Neuzulassungen im April sind 714 mehr als 2014. Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 bei 17.198. Damit ist das Defizit vom Jahresanfang mehr als ausgeglichen, denn das sind jetzt 664 Pkw oder vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Positiv ist auch die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. 4.395 meldet die Zulassungsstelle. In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen damit 15.963 zusammen. Das sind 494 oder 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sieht schon wieder nach einem Jahr mit einem steigenden Kraftfahrzeugbestand aus, sagen Roger Schäufele und Torsten Treiber mal „ganz vorsichtig“. Ob es so kommt, dafür spielen vor allem die Firmen und die mobilen Mädels eine Schlüsselrolle, wie sich an dem jetzt vom Kraftfahrt-Bundesamt zum 1. Januar 2015 aufgeschlüsselten Bestand zeigt: In Stuttgart kletterte die Zahl der Firmenautos um 3.118 auf 70.405. Das entspricht einem Plus von 4,6 Prozent. Frauen mit eigenem Auto folgen beim Zuwachs auf Platz 2, denn deren Zahl wuchs um 876 auf 80.125. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 678 auf 138.092. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent.

Kreis Böblingen: Mehr Schwung willkommen

„Wir könnten noch ein bisschen Schwung brauchen“, sagt Thomas Höfle, Kreisvorsitzender im Kreis Böblingen: 2.852 Neuzulassungen bei den Pkw waren im April 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Schon im ersten Quartal lagen die Pkw-Neuzulassungen um 78 unter dem Vorjahr, die Hoffnung, dass der April für Besserung sorgen würde, hat sich nicht erfüllt: 2.852 Pkw-Neuzulassungen im April sind 170 weniger als 2014. Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt insgesamt bei 11.175. Das sind 248 Pkw oder 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Positiv ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. 3.324 meldet das Landratsamt. In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen 11.959 zusammen. Das sind 350 oder drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Beim wachsenden Bestand im Kreis Böblingen hatten Frauen mit eigenem Auto die Nase vorn, deren Zahl wuchs um 1.509 auf 72.012. Das entspricht einem Plus von 2,1 Prozent. Die Zahl der Firmenautos kletterte um 1.444 auf 34.295. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 1.247 auf 128.278. Das entspricht einem Plus von 1,0 Prozent.

Kreis Esslingen: Leichtes Plus lässt hoffen

Mehr Frauen am Steuer freuen Autohändler und Werkstattbesitzer im Kreis Esslingen und die Zulassungszahlen sehen bis April auch nicht schlecht aus, freut sich der Kreisvorsitzende Frank Schnierle: „Wir haben bei den Neuzulassungen leichten Zuwachs im April.“ 2.248 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für April, 16 mehr als 2014 (+0,7 Prozent). Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 7.515 und das sind nur noch 107 Pkw weniger als im Vorjahr.

Deutlich positiver ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. 4.160 meldet das Landratsamt. In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen 15.746 zusammen. Das sind 660 oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Frauen mit eigenem Auto gibt’s 2015 auch mehr als 2014: Deren Zahl wuchs um 2.011 auf 102.656. Das entspricht einem Plus von 2,0 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 1.916 auf 172.474. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Die Zahl der Firmenautos kletterte um 1.149 auf 33.023. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent.

Kreis Ludwigsburg: Nach vier Monaten im Plus

Über einen „Spitzen-April“ bei den Neuzulassungen kann sich auch Markus Klein, der Kreisvorsitzende im Kreis Ludwigsburg freuen: 2.033 Neuzulassungen bei den Pkw waren im April 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind 154 Pkw-Neuzulassungen mehr als 2014. Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 7.030 und das sind 314 Pkw oder 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Noch positiver ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. 4.346 meldet das Landratsamt. In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen 16.538 zusammen. Das sind 960 oder 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr.  

Beim Bestand hatte im Gegensatz zu allen anderen Kreisen im Kreis Ludwigsburg die Frauen mit eigenem Auto beim Zuwachs im Vergleich mit den Männern in absoluten Zahlen nicht die Nase vorn, deren Zahl wuchs um 2.246 auf 104.521. Beim prozentualen Zuwachs aber schon, denn das entspricht einem Plus von 2,2 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 2.445 auf 177.500. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Die Zahl der Firmenautos kletterte um 868 auf 25.669. Das entspricht einem Plus von 3,5 Prozent.

Rems-Murr-Kreis: weniger Neuzulassungen

Frauen mit Lust aufs Auto sind auch dem Kreisvorsitzenden im Rems-Murr-Kreis Reiner Äckerle herzlich willkommen: „Wir könnten noch ein bisschen Schwung brauchen“. Im ersten Quartal lagen die Pkw-Neuzulassungen zwar um 98 über dem Vorjahr, die Hoffnung, dass der April für weiteren Schwung sorgen würde, hat sich aber nicht erfüllt: 1.500 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für April, 32 weniger als 2014. Die gute Nachricht: Damit liegt die Zahl der Neuzulassungen 2015 bei 5.377 und das sind immer noch 280 Pkw oder 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Positiv ist die Entwicklung bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel. 3.545 meldet das Landratsamt. In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen 13.136 zusammen. Das sind 416 oder drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Blick auf die Bestandsentwicklung zeigt, im Rems-Murr-Kreis hatten Frauen mit eigenem Auto die Nase vorn, deren Zahl wuchs um 1.688 auf 81.633. Das entspricht einem Plus von 2,1 Prozent. Die Zahl der Firmenautos kletterte um 468 auf 23.703. Das entspricht einem Plus von 2,0 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 1.489 auf 139.393. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent.

Kreis Göppingen: regionales Schlußlich

Regionales Schlusslicht bei den Pkw-Neuzulassungen ist der Kreis Göppingen: 861 Neuzulassungen bei den Pkw waren im April 64 Fahrzeuge oder 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit liegt die Gesamtzahl der Neuzulassungen 2015 jetzt bei 2.935 und das sind 128 Pkw weniger als im Vorjahr.

2.441 Besitzerwechsel bei Gebrauchten im April trösten etwas, denn das sind 6,1 Prozent mehr.  In den vier Monaten des Jahres 2015 kamen damit 8.854 zusammen. Das sind 75 oder 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Bestand wuchs die Zahl der Frauen mit eigenem Auto am stärksten und zwar um 1.150 auf 50.734. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. Bei den Männern stieg die Zahl der Fahrzeughalter um 834 auf 87.610. Das entspricht einem Plus von 1,0 Prozent. Die Zahl der Firmenautos kletterte um 512 auf 14.229. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent.

Die prozentualen Zuwächse bei Männlein und Weiblein erklären, warum die Hoffnungen der Autohersteller und -händler auf den Frauen ruhen, sagt Obermeister Torsten Treiber: ''Viele Frauen haben zwar den Führerschein, aber oft kein eigenes Auto, weil sie das des Ehemanns oder Lebensgefährten mitbenutzen. Es gibt aber die Prognose, dass der Pkw-Besitz bei Männern und Frauen langfristig gleich verteilt sein wird.''

Zur Info: Entwicklung im April und in den ersten vier Monaten in der Region im Vergleich:

April 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

4,5

 

Region insgesamt

1,5

Stadt Stuttgart

17,2

 

Rems-Murr-Kreis

5,5

Kreis Ludwigsburg

8,2

 

Kreis Ludwigsburg

4,7

Kreis Esslingen

0,7

 

Stadt Stuttgart

4,0

Rems-Murr-Kreis

-2,1

 

Kreis Esslingen

-1,4

Kreis Böblingen

-5,6

 

Kreis Böblingen

-2,2

Kreis Göppingen

-6,9

 

Kreis Göppingen

-4,2

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

6,1

 

Region Stuttgart

3,7

Stadt Stuttgart

5,5

 

Kreis Ludwigsburg

6,2

Rems-Murr-Kreis

6,2

 

Kreis Esslingen

4,4

Kreis Ludwigsburg

6,5

 

Rems-Murr-Kreis

3,3

Kreis Göppingen

6,1

 

Stadt Stuttgart

3,2

Kreis Esslingen

4,4

 

Kreis Böblingen

3,0

Kreis Böblingen

8,0

 

Kreis Göppingen

0,9

Zulassungszahlen März 2015

Zulassungszahlen März 2015

Kraftfahrzeuginnung: Erstes Quartal lief besser als erwartet

Frühlingserwachen bei Autokäufern bringt auf dem Automarkt regional ein Plus

Frühlingserwachen auf dem Automarkt sorgt für das erste Quartal 2015 für insgesamt 36.859 (Vorjahr 36.702) Neuzulassungen und 59.985 Besitzumschreibungen (Vorjahr 58.298). Damit gibt es bei den Neuzulassungen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent und bei den Besitzumschreibungen eines von 2,9 Prozent. Mit dem ersten Quartal ist Obermeister Torsten Treiber unter dem Strich zufrieden: „Wir haben bei den Neuzulassungen das Vorjahresergebnis mit plus 0,4 Prozent schon leicht überschritten. Und bei den Gebrauchtwagen haben wir sogar 2,9 Prozent Zuwachs. Das ist fürs Gewerbe deswegen wichtig, weil vor allem der Handel mit hochwertigen Gebrauchtwagen ein wichtiges Standbein der Innungsbetriebe in der Region Stuttgart ist.“

Stuttgart: noch Luft nach oben

Allerdings ist die Entwicklung in der Region unterschiedlich. Die Nachfrage nach neuen Pkw ist in Stuttgart im März um 6,6 Prozent gestiegen, die Nachfrage nach Gebrauchten im Vergleich zum März 2014 um 10,9 Prozent gewachsen“, freut sich Roger Schäufele, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Damit haben sich die Menschen in Stuttgart verhalten, wie die im ganzen Land, denn die Autonachfrage war im März bundesweit auf dem Vormarsch. Das Bild in der Stadt: „Bei den Neuzulassungen im März werden bundesweit plus neun Prozent erreicht, bei uns 6,6 Prozent. Da ist noch Luft nach oben.“

Zum ersten Mal gab’s in Stuttgart 2015 bei den Neuzulassungen Zuwachs: 4.987 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle, 307 mehr als Im März 2014. Dass damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen mit 12,321 nur knapp unter der des Vorjahres mit 12.371 liegt, hat laut Roger Schäufele „so keiner erwartet“: „Das sind nur 50 Fahrzeuge mehr. Das ist noch aufzuholen.“

Obermeister Torsten Treiber hofft das auch, und freut sich, „weil der Neuwagenverkauf nur ein Teil des Geschäftes ist“, zusätzlich über zweistellige Zuwachsraten bei den Besitzumschreibungen. Denn 4.634 Halterwechsel sind 457 oder 10,9 Prozent mehr als 2014. Wobei es da einen Zusammenhang gibt: „Ich mache jede Wette, dass da etliche Tageszulassungen dabei sind, die von Privatkunden gekauft wurden, die sich früher für einen Neuwagen entschieden hätten.“

Die Taktik der Hersteller, ihre Zulassungsbilanzen zu schönen, „geht da zuweilen eben nach hinten los.“ Für die Hersteller, nicht für die Kunden: „Die kommen kostengünstig zum Fast-Neuwagen.“ Das Frühlingserwachen auf dem Gebrauchtwagenmarkt schlägt sich auch in der Quartalsbilanz nieder: Die Besitzumschreibungen bei Pkw lagen in den ersten drei Monaten des Jahres zusammengerechnet bei 11.568 und damit um 265 Pkw höher als vor einem Jahr. Für Obermeister Torsten Treiber ist die Entwicklung in Stuttgart etwas Besonderes: „Es wird ja schon seit Jahren behauptet, dass die Menschen in der Stadt kein Auto brauchen. Es scheint aber nicht ohne zu gehen.“

Kreis Böblingen: noch leichtes Minus bei Neu-Pkw

Im Kreis Böblingen brachte der Frühling vor allem mehr Nachfrage nach Gebrauchten. Sie ist im Vergleich zum März 2014 um 10,3 Prozent gestiegen „Die Nachfrage nach Neuwagen ist leider noch im Minus“, bedauert Thomas Höfle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 3.425 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 148 weniger als Im März 2014. Dass damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen aber mit 8.323 nur leicht unter der des Vorjahres mit 8.401 liegt, ist nach Einschätzung von Thomas Höfle wieder aufzuholen: „Das sind 78 Fahrzeuge, das ist keine große Lücke.“

Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel wurden im Kreis dagegen zweistellige Zuwachsraten erreicht: 3.441 Halterwechsel sind 322 oder 10,3 Prozent mehr als 2014. Damit lagen die Besitzumschreibungen bei Pkw in den ersten drei Monaten des Jahres zusammengerechnet bei 8.635 und damit um 103 Pkw höher als vor einem Jahr.

Kreis Esslingen: Gebrauchte laufen spitze

Bei den Gebrauchten gehört der Kreis Esslingen zu den Spitzenreitern. Die Zahl der Besitzumschreibungen ist im Vergleich zum März 2014 um 16,5 Prozent gestiegen „Die Nachfrage nach Neuwagen ist leider noch im Minus“, bedauert Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 2.241 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 147 weniger als Im März 2014. Dass damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen mit 5.267 unter der des Vorjahres mit 5.390 liegt, ist nach Einschätzung von Frank Schnierle noch kein Beinbruch: „Das sind 123 Fahrzeuge, das ist noch keine große Lücke. Letztes Jahr hatten wir einen Top-April, mal sehen wie das heuer läuft.“

Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel wurden im Kreis zweistellige Zuwachsraten erreicht: 4.527 Halterwechsel sind 642 oder 16,5 Prozent mehr als 2014. „Das Frühlingserwachen auf dem Gebrauchtwagenmarkt schlägt sich auch in der Quartalsbilanz nieder: Die Besitzumschreibungen bei Pkw lagen in den ersten drei Monaten des Jahres zusammengerechnet bei 11.586 und damit um 483 Pkw höher als vor einem Jahr.

Kreis Ludwigsburg: Alles im Plus

Run auf Gebrauchte im Kreis Ludwigburg: Um 19,5 Prozent sind die Besitzumschreibungen im März im Vergleich mit dem Vorjahres-März gestiegen. „Das ist regionaler Rekord“, freut sich Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Bei den Neuzulassungen war der Zuwachs nicht ganz so stark, die Zahlen sind trotzdem positiv, denn zum dritten Mal hintereinander gibt es 2015 bei den Neuzulassungen Zuwachs: 2.252 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 82 mehr als Im März 2014. Dass damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen mit 4.997 über der des Vorjahres mit 4.837 liegt, ist hat laut Markus Klein „so keiner erwartet“: „Das sind 160 Fahrzeuge mehr. Wäre schön, wenn es so weiter geht.“

Obermeister Torsten Treiber hofft das auch, und freut sich, „weil der Neuwagenverkauf nur ein Teil des Geschäftes ist“, zusammen mit dem Kreisvorsitzenden über zweistellige Zuwachsraten bei den Besitzumschreibungen und den regionalen Rekord: 4.824 Halterwechsel sind 786 oder 19,5 Prozent mehr als 2014. Die Besitzumschreibungen bei Pkw lagen in den ersten drei Monaten des Jahres zusammengerechnet bei 12.192 und damit um 693 Pkw höher als vor einem Jahr.

Rems-Murr-Kreis: Neuzulassungen dreimal im Plus

Die Nachfrage nach neuen Pkw ist im Rems-Murr-Kreis im März um 6,2 Prozent gestiegen, die Nachfrage nach Gebrauchten im Vergleich zum März 2014 um 10,1 Prozent gewachsen“, freut sich Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Wie im Kreis Ludwigsburg hat sich im Rems-Murr-Kreis der positive Trend verfestigt, denn auch hier gibt es zum dritten Mal hintereinander bei den Neuzulassungen Zuwachs: 1.679 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 98 mehr als Im März 2014. Dass damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen mit 3.877 über der des Vorjahres mit 3.565 liegt, hat laut Reiner Äckerle „so keiner erwartet“: „Das sind 312 Fahrzeuge mehr. So kann’s gerne weiter gehen.“

Zusätzliche Freude herrscht über zweistellige Zuwachsraten bei den Besitzumschreibungen. Denn 3.757 Halterwechsel sind 346 oder 10,1 Prozent mehr als 2014. Das Frühlingserwachen auf dem Gebrauchtwagenmarkt schlägt sich auch in der Quartalsbilanz nieder: Die Besitzumschreibungen bei Pkw lagen in den ersten drei Monaten des Jahres zusammengerechnet bei 9.591 und damit um 208 Pkw höher als vor einem Jahr.

Kreis Göppingen: Run auf Neuwagen

Zum ersten Mal gibt es 2015 bei den Neuzulassungen Zuwachs zu vermelden: 941 Pkw-Neuzulassungen hat die Zulassungsstelle des Landratsamtes registriert, 77 mehr als Im März 2014. Das ist der mit 8,9 Prozent der höchste Zuwachs in der Region. Trotz dieses Runs auf Neuwagen im März liegt damit nach dem ersten Quartal die Zahl der Neuzulassungen mit 2.074 leicht unter der des Vorjahres mit 2.138, damit beträgt das Minus derzeit noch 64 Neuzulassungen.

Bei den Besitzumschreibungen beträgt die Differenz zum Vorjahrs-Quartal 65 Pkw: Im März allein wurden 2.565 Halterwechsel registriert. Das sind 225 oder 9,6 Prozent mehr als 2014. Macht im Quartal jetzt zusammengerechnet 6.413 statt 6.478 wie im Vorjahr.

Obermeister Torsten Treiber hofft, dass sich der positive Trend aus dem ersten Quartal fortsetzt. „In allen Kreisen leichtes Plus wäre natürlich schön. Aber wenn uns einer zum Jahresanfang gesagt hätte, dass es weiter Zuwachs gibt, hätten wir das eher nicht geglaubt, denn wir dürfen nicht vergessen, wir hatten zum Jahresanfang ja schon einen Rekordbestand an Fahrzeugen, da wird es immer schwerer, das zu toppen."

Zur Info, Entwicklung im März und im ersten Quartal in der Region im Vergleich:

 

März 2015

 

 

Gesamtbilanz 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

1,8

 

Region insgesamt

0,4

Kreis Göppingen

8,9

 

Rems-Murr-Kreis

8,8

Stadt Stuttgart

6,6

 

Kreis Ludwigsburg

3,3

Rems-Murr-Kreis

6,2

 

Stadt Stuttgart

-0,4

Kreis Ludwigsburg

3,8

 

Kreis Böblingen

-0,9

Kreis Böblingen

-4,1

 

Kreis Esslingen

-2,3

Kreis Esslingen

-6,2

 

Kreis Göppingen

-3,0

 

 

Umschreibungen

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

13,2

 

Region Stuttgart

2,9

Kreis Ludwigsburg

19,5

 

Kreis Ludwigsburg

6,0

Kreis Esslingen

16,5

 

Kreis Esslingen

4,4

Stadt Stuttgart

10,9

 

Stadt Stuttgart

2,3

Kreis Böblingen

10,3

 

Rems-Murr-Kreis

2,2

Rems-Murr-Kreis

10,1

 

Kreis Böblingen

1,2

Kreis Göppingen

9,6

 

Kreis Göppingen

-1,0

Zulassungszahlen Februar 2015

Zulassungszahlen Februar 2015

Kraftfahrzeuginnung: Mehr Polizeistreifen nötig

Bei Autos läuft’s in Stuttgart ganz gut, aber Kriminelle machen Sorgen

Pkw-Neuzulassungen und Besitzumschreibungen in der Region leicht im Plus. Der Automarkt läuft in der Region für einen Februar nicht schlecht und treibt keinem die Sorgenfalten auf die Stirn. Sorgen macht sich dagegen Obermeister Torsten Treiber, wenn er sich die Zahl der Straftaten anschaut, die Autohäuser in der Region betreffen – da liegt jetzt die 2014er Bilanz vor: 282 Fälle, mit einem Schaden von 2,16 Millionen Euro. Das sind 41 Fälle und rund 600.000 Euro Schaden mehr als im Jahr davor. Die Polizei tue sicher im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes, sagt Torsten Treiber aber der „jetzige Zustand ist für die nach Polizeieinschätzung gut organisierten Banden, die die Kfz-Betriebe ins Visier nehmen, wohl nicht sehr abschreckend - da muss was passieren, denn irgendwie scheinen die Kriminellen vor der Polizei keine Angst mehr zu haben.“

Stuttgart: Einbruchsbilanz verheerend

Die Schadensbilanz ist aus Sicht von Torsten Treiber verheerend: „Im Kreis Ludwigsburg gab es letztes Jahr 80 Einbrüche und Diebstähle in Kfz-Betrieben mit einem Schaden von 871.000 Euro, das sind nochmal 170.000 Euro Schaden mehr als 2013 und der höchste Wert in der Region. Im Rems-Murr-Kreis werden 66 Einbrüche und Diebstähle in Kfz-Betrieben mit einem Schaden von 503.000 Euro gemeldet. Das ist fast das Sechsfache der Schadenssumme von 2013 und der zweithöchste Wert in der Region. Im Kreis Böblingen wurde bei 58 Einbrüchen und Diebstählen in Kfz-Betrieben ein Schaden von 333.000 Euro verursacht, das ist fast das Zehnfache der Schadenssumme von 2013. Im Kreis Göppingen wurden 16 Einbrüche und Diebstähle in Kfz-Betrieben mit einem Schaden von 206.000 Euro notiert, das ist fast das Dreifache der Schadenssumme von 2013.

Nur in zwei Bereichen gab es etwas weniger diebische Aktivitäten. Treiber: „In Stuttgart gab es letztes Jahr 38 Einbrüche und Diebstähle in Kfz-Betrieben mit einem Schaden von rund 158.000 Euro. Das ist zwar weniger Schaden als 2013, aber da hilft den Geschädigten Kolleginnen und Kollegen wenig. Im Kreis Esslingen waren es letztes Jahr zwar weniger Einbrüche und Diebstähle in Kfz-Betrieben. Aber der Schaden liegt immer noch bei 88.000 Euro. Dass die Zahl der Einbrüche auf 24 gesunken ist, ist positiv, man müsste das nur auf die anderen Kreise übertragen können, denn da sieht’s richtig schlimm aus.“

Stuttgart: Neuzulassungen minimal im Minus

Pkw-Neuzulassungen minimal im Minus, Besitzumschreibungen 2,8 Prozent geringer - der Automonat Februar löst bei Roger Schäufele, dem Kreisvorsitzenden der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, keine Freudensprünge aus. „Aber Sorgenfalten habe ich nach den ersten beiden Monaten auch keine, inzwischen sind schon wieder knapp 7.400 neue Autos auf den Straßen, das ist ein Wert im Rahmen der Erwartungen.“

Die Geschäftslage in den Kfz-Betrieben beurteilt Roger Schäufele nach zwei Monaten als der Jahreszeit entsprechend: „Der Februar ist selten der Bringer“. Dass er bundesweit bei den Pkw-Neuzulassungen ein Plus von 6,6 Prozent brachte, im Stuttgart aber ein Minus von 0,4 Prozent „ist hoffentlich ein Ausrutscher“: 3.765 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle der Stadt, 17 weniger als vor einem Jahr. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen aber mit 7.334 unter der des Vorjahres (7.691).

Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es im Bund ein Minus von 0,9 Prozent, in der Stadt liegt das noch höher, minus 2,8 Prozent: 3.435 Halterwechsel sind 100 weniger als 2014. Die Gesamtzahl liegt bei 6.934 (minus 192): „Als Rückschluss aufs Autojahr lässt sich bisher nur sagen, dass das in beiden Fällen zu der Erwartung passt, dass 2015 bestenfalls ein stabiles Jahr ohne große Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr wird.“

Kreis Böblingen: leichtes Minus bei Neu-Pkw

2.451 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 13 weniger als vor einem Jahr, gleich minus 0,5 Prozent. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen aber mit 4.898 noch leicht über der des Vorjahres (4.828).

Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es im Bund wie gesagt ein Minus von 0,9 Prozent, da wurden im Kreis bessere Geschäfte gemacht: 2.625 Halterwechsel sind 11 oder 0,4 Prozent mehr als 2013. Die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate: Mit 5.194 sind es 219 Besitzumschreibungen weniger als im Vorjahr.

Kreis Esslingen: Doppelplus macht Freude

Pkw-Neuzulassungen sechs Prozent im Plus, Besitzumschreibungen vier Prozent im Plus – der Automonat Februar löst bei Frank Schnierle, dem Kreisvorsitzenden der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, erste Freude aus. „So kann’s ruhig weiter gehen. Nach den ersten beiden Monaten sind schon wieder über 3.000 neue Autos auf den Straßen, das ist ein guter Wert.“

1.617 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 92 mehr als vor einem Jahr. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen mit 3.026 leicht mit 0,8 Prozent über der des Vorjahres (3.002).

Bei den Besitzumschreibungen sind 3.641 Halterwechsel 140 oder vier Prozent mehr als 2014. Die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate: Mit 7.059 sind es noch 159 Besitzumschreibungen weniger als im Vorjahr.

Kreis Ludwigsburg: Alles im Plus

Pkw-Neuzulassungen vier Prozent im Plus, Besitzumschreibungen zwei Prozent im Plus – auch Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in Ludwigsburg, ist zufrieden. „Bei uns sind nach den ersten beiden Monaten schon wieder über 2.700 neue Autos auf den Straßen, das ist ein guter Wert.“ 1.423 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 55 mehr als vor einem Jahr. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen mit 2.745 schon 2,9 Prozent über der des Vorjahres (2.667).

Bei den Besitzumschreibungen mit Halterwechsel gab es im Bund ein Minus von 0,9 Prozent, da wurden im Kreis deutlich bessere Geschäfte gemacht: 3.722 Halterwechsel sind 166 oder 4,7 Prozent mehr als 2014. Die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate: Mit 7.368 sind es noch 93 Besitzumschreibungen weinger als im Vorjahr.

Rems-Murr-Kreis: Neuzulassungen dreimal im Plus

Pkw-Neuzulassungen 7,6 Prozent im Plus, Besitzumschreibungen zwei Prozent im Plus auch Reiner Äckerle, hat als Kreisvorsitzender keinen Grund zur Klage: „Nach den ersten beiden Monaten sind schon wieder rund 2.200 neue Autos auf den Straßen.“ 1.140 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 81 mehr als vor einem Jahr. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen mit 2.198 schon 10,8 Prozent über der des Vorjahres (1.984).

Bei den Besitzumschreibungen notierte die Zulassungsstelle 2.912 Halterwechsel. Das sind 58 oder zwei Prozent mehr als 2014. Die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate: Mit 5.834 sind es 138 Besitzumschreibungen weniger als im Vorjahr.

Kreis Göppingen: zweimal Minus

Pkw-Neuzulassungen 2,1 Prozent im Minus, Besitzumschreibungen minus fünf Prozent: 602 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes, 13 weniger als vor einem Jahr. Januar und Februar zusammengerechnet liegt die Zahl der Neuzulassungen aber mit 1.133 damit unter der des Vorjahres (1.274).

Bei den Besitzumschreibungen sind 1.939 Halterwechsel 102 oder fünf Prozent weniger als 2014. Die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate: Mit 3.848 sind es 290 Besitzumschreibungen weniger als im Vorjahr.

Zur Info: Regionaler Vergleich der Zuwächse/Abnahmen bei Zulassungen/Besitzumschreibungen:

 

Februar 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

Region insgesamt

1,7

Rems-Murr-Kreis

7,6

Kreis Esslingen

6,0

Kreis Ludwigsburg

4,0

Stadt Stuttgart

-0,4

Kreis Böblingen

-0,5

Kreis Göppingen

-2,1

 

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

1,0

Kreis Ludwigsburg

4,7

Kreis Esslingen

4,0

Rems-Murr-Kreis

2,0

Kreis Böblingen

0,4

Stadt Stuttgart

-2,8

Kreis Göppingen

-5,0

 

Kriminalitätsentwicklung

 

Zulassungszahlen Januar 2015

Zulassungszahlen Januar 2015

Kraftfahrzeuginnung: Pendler-Staus nicht zumutbar

10.336 neue Pkw kamen im Januar auf die Straßen in der Region Stuttgart

Neuzulassungen 2,7 Prozent im Minus, Besitzumschreibungen 6,6 Prozent im Minus – das Jahr fing für alle, die vom Auto leben in der Region Stuttgart nach den Rekorden 2014 eher durchwachsen an. Es gibt aber massive Unterschiede. Der Rems-Murr Kreis liegt bei den Neuzulassungen mit 14,4 Prozent im Plus, der Kreis Göppingen mit 19,4 Prozent im Minus. So oder so: Was die Branche umtreibt, sind nicht nur die Auto-Zahlen, sondern auch die Situation auf den Straßen: „Die Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, um ihr Geld zu verdienen, brauchen bessere Straßen. Ein Arbeitstag, der mit einer Stunde im Stau beginnt und endet, um nach Stuttgart zu kommen, ist nicht zumutbar“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Stuttgart: besser als der Bundesdurchschnitt

Neuzulassungen 8,7 Prozent im Minus, Besitzumschreibungen 2,6 Prozent im Minus heißen die Werte für sie Landeshauptstadt Stuttgart: „Bei den Pkw liegen wir deutlich unter dem Bundesschnitt von 2,6 Prozent“, sagt Michael Mayer, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. „Die Besitzumschreibungen liegen in Stuttgart mit minus 2,6 Prozent zwar besser als der Bundesdurchschnitt von minus 6,3 Prozent, aber ein Plus wäre uns lieber gewesen“, sagt Obermeister Torsten Treiber.

Mehr als zwei Drittel, sprich 68,8 Prozent der Neuwagen waren laut Kraftfahrt-Bundesamt im Januar gewerbliche Zulassungen“, zitiert Michael Mayer, der auch Pressesprecher der Innung ist, die aktuelle KBA-Auswertung. Firmen dominieren also bei den 3.569 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle der Stadt Stuttgart für den Januar meldet. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 3.909 gelegen. „Ein Minus von 340 Neuzulassungen ist im mittelfristigen Vergleich noch kein Alarmzeichen“, sagt Michael Mayer, „2011 und 2012 sind wir schlechter gestartet.“

Nach einem Monat Rückschlüsse zu ziehen, wie der Automarkt läuft, ist den Innungsexperten noch zu früh. Auch bei den Gebrauchten: „3.499 Besitzumschreibungen sind zwar 92 weniger als 2014, aber mehr als 2012“, relativiert Michael Mayer. Ob nach dem Rekord im Kraftfahrzeugbestand 2014, vor dem Rekord 2015 ist, „lassen wir mal auf uns zukommen“.

Kreis Böblingen: fast 2.500 neue Pkw

Neuzulassungen 3,5 Prozent im Plus, Besitzumschreibungen 8,2 Prozent im Minus – so sind die Böblinger Werte: „Bei den Pkw haben wir den höchsten Januar-Wert der Zulassungen seit fünf Jahren und liegen auch über dem Bundesschnitt von 2,6 Prozent. Das hört sich gut an“, sagt Thomas Höfle, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 2.447 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Januar. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 2.364 gelegen. Das Minus bei den Gebrauchten macht noch kein Kopfzerbrechen: „2.569 Besitzumschreibungen sind zwar 230 weniger als 2014, aber mehr als im Januar 2012“, relativiert Thomas Höfle.

Kreis Ludwigsburg: Neuzulassungen im Plus

1.322 neue Pkw kamen im Januar auf die Straßen im Kreis Ludwigsburg. Damit sind die Neuzulassungen 1,8 Prozent im Plus. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 1.299 gelegen. Die Besitzumschreibungen sind dagegen 6,6 Prozent im Minus. Allerdings gilt auch hier, alles ist relativ: „3.646 Besitzumschreibungen sind zwar 259 weniger als im Vorjahr, aber mehr als im Januar 2012“, sagt Markus Klein, der Kreisvorsitzende der Innung im Kreis Ludwigsburg.

Kreis Esslingen: zweimal Minus

Neuzulassungen 4,6 Prozent im Minus, Besitzumschreibungen acht Prozent im Minus, im Kreis Esslingen lief der Jahresstart nicht so gut: 1.409 Pkw-Neuzulassungen, meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 1.477 gelegen. „Ein Minus von 68 Neuzulassungen ist im mittelfristigen Vergleich aber noch kein Grund zur Besorgnis“, sagt Kreisvorsitzender Frank Schnierle, „2011 und 2012 sind wir schlechter gestartet.“ Auch bei den Gebrauchten gilt: „3.418 Besitzumschreibungen sind zwar 299 weniger als 2014, aber mehr als 2012“.

Rems-Murr-Kreis: Neuzulassungen zweistellig

Die Neuzulassungen liegen im Rems-Murr-Kreis mit 14,4 Prozent im Plus. „Das hört sich gut an“, sagt Armin Trübenbach, Kreisvorsitzender der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Kein Wunder: In der Region ist das der Rekordzuwachs. In absoluten Zahlen sind das 1.058 Pkw-Neuzulassungen, die die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Januar meldet. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 925 gelegen. Nicht so gut lief’s bei den Gebrauchten: 2.922 Besitzumschreibungen sind 196 oder 6,3 Prozent weniger als 2014.

Kreis Göppingen: doppeltes Schlusslicht

Neuzulassungen 19,4 Prozent im Minus, Besitzumschreibungen neun Prozent im Minus bei den Pkw-Neuzulassungen und Besitzumschreibungen ist der Kreis Göppingen zweimal regionales Schlusslicht. 531 Pkw-Neuzulassungen meldet die Zulassungsstelle des Landratsamtes für den Januar. Vor einem Jahr hatte die Zulassungszahl bei 659 gelegen: Das Minus von 128 Neuzulassungen oder 19,4 Prozent bringt bei den Besitzumschreibungen den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Auch die Gebrauchtwagenkunden haben im Januar keine Entlastung gebracht: 1.909 Besitzumschreibungen sind 188 weniger als 2014.

Dass der Gebrauchtwagenmarkt für die rund 1.000 Kfz-Betriebe in der Region zunehmend in den Fokus rückt, hat seinen Grund. „Zum einen ist der Gebrauchtwagenmarkt heute auch ein Fast-Neuwagen-Markt, weil Tageszulassungen der Autohäuser hier eine wichtige Rolle spielen“, sagt Michael Mayer. „Zum anderen sind es vor allem die Gebrauchten, die das Werkstattgeschäft bestimmen. Viele Besitzumschreibungen sind da ein wichtiger Indikator, denn hochwertige Gebrauchte laufen in der überwiegenden Zahl über unsere Betriebe“, sagt Torsten Treiber und sie füllen die Werkstatt, „weil die Leute ihren Wagen lange fahren und den Wert möglichst hoch halten wollen.“

„Die Leute“, das sind die Privatkunden. „Die Leute“ werden als Kunden allerdings rarer: „Mehr als zwei Drittel, sprich 68,8 Prozent der Neuwagen waren laut Kraftfahrt-Bundesamt im Januar gewerbliche Zulassungen“, zitiert Michael Mayer, der auch Pressesprecher der Innung ist, die aktuelle KBA-Auswertung. Die rund 3.500 privaten Kunden, die sich ihre Autos individuell zusammengestellt haben, sind den Händler aber zugegebenermaßen die allerliebsten: „Die haben den höchsten emotionalen Bezug zu ihrem Auto. Sie gucken zwar auch aufs Geld, aber denen geht es darum, sich mit dem Budget das Auto zusammenzustellen, das am besten zu ihnen passt.“

Die Staus in der Region sprechen für Torsten Treiber aber eine deutliche Sprache: „Autos sind nicht nur Spaßvehikel, sondern die Pendler sind auf sie angewiesen, um an ihre Arbeitsplätze  zu kommen. Die Firmen brauchen sie, damit Waren und Dienstleistungen bei den Kunden ankommen. Wir brauchen hier dringend Investitionen in den Straßenbau in der Region  - da ist viel zu wenig passiert.“ Den Beschäftigten in den Autohäusern geht’s da wie ihren Kunden: „Eine Stunde Schleichfahrt für 10, 20 Kilometer bis zum Arbeitsplatz jeden Morgen und Abend ist eigentlich unzumutbar.“

Zur Info: Regionaler Vergleich der Zuwächse/Abnahmen

Januar 2015

 

Pkw-Neuzulassungen

%

Region insgesamt

-2,8

Rems-Murr-Kreis

14,4

Kreis Böblingen

3,5

Kreis Ludwigsburg

1,8

Kreis Esslingen

-4,6

Stadt Stuttgart

-8,7

Kreis Göppingen

-19,4

 

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

-6,6

Stadt Stuttgart

-2,6

Rems-Murr-Kreis

-6,3

Kreis Ludwigsburg

-6,6

Kreis Esslingen

-8,0

Kreis Böblingen

-8,2

Kreis Göppingen

-9,0

 

Zulassungszahlen Dezember 2014

Zulassungszahlen Dezember 2014

Kraftfahrzeuginnung: Hoffnung auf positives 2015

Zulassungsrekorde im Dezember bringen Kfz-Bestand in der Region Stuttgart auf Rekordwert

„Der Dezember hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, Michael Mayer, der Stuttgarter Vorsitzende und Gesamtpressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart freut sich über den erhofften Schub im Weihnachtsgeschäft, der mit insgesamt 149.201 Pkw-Neuzulassungen einen regionalen Jahresrekord brachte. Und über die Meldung, dass der Kraftfahrzeugbestand in der Region Stuttgart mit über 1,98 Millionen Fahrzeugen ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht hat, denn das sichert das Werkstattgeschäft. Obermeister Torsten Treiber hofft, dass sich die Entwicklung 2015 fortsetzt: „Die Experten rechnen allerdings schon wieder mit einem leichten Rückgang.“ Das wird in den kommenden Tarifverhandlungen eine Rolle spielen.

Kreis BB: plus 22,9 Prozent

Der Dezember hat im Kreis Böblingen bei den Neuzulassungen alle Erwartungen in den Schatten gestellt. 2.512 Pkw-Neuzulassungen sind 450 mehr als im Vorjahres-Dezember. Das Plus von 22,9 Prozent (Bund: 6,7 Prozent) hat den entscheidenden Schub geliefert, um mit 32.651 Neuzulassungen um 43 Pkw über der Vorjahreszahl zu liegen. Landrat Roland Bernhard wertet die hohe Zahl an Neuzulassungen als Indiz dafür, „dass der Wirtschaftsstandort Kreis Böblingen stark ist. Die Menschen vertrauen auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und schaffen sich neue Fahrzeuge an. Bei den Neuzulassungen liegen wir damit einen Tick über den Zahlen von 2013. Mit rund 120.000 Besuchern in den Zulassungsstellen im Kreis haben wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diese Entwicklung unterstützt.“

Denn zu den Neuzulassungen kommen für die Zulassungsstelle unter anderem auch noch die Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember bei 2.670 und damit um 137 oder 5,4 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten 34.992 Gebrauchtwagen den Besitzer oder die Besitzerin. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 468 oder 1,3 Prozent weniger (Bund: +0,3 Prozent).

Dazu herrscht angesichts der 2014er-Zahlen „Freude über einen weiter gewachsenen Kraftfahrzeugbestand, denn je mehr Fahrzeuge da sind, desto besser sind auch die Werkstätten ausgelastet“, bringen es Obermeister Torsten Treiber und Thomas Höfle auf den Punkt. Im Kreis Böblingen ist der Gesamtbestand um 5.851 Fahrzeuge auf 297.041 Kraftfahrzeuge gestiegen. Das ist ein Plus von 2,01 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 4.059 auf 231.653 zu. Die Zahl der Motorräder wuchs um 773 oder 3,59 Prozent auf 21.422 und die der Lkw um 578 oder fast sieben Prozent auf 8.891 – „in all diesen Bereichen sind unsere Innungsbetriebe tätig und wir gehen davon aus, dass diese 2015 gut ausgelastet sein dürften.“

Stuttgart: Zulassungsrekord im Dezember

Das Plus von 15,7 Prozent hat auch in Stuttgart den abschließenden Schub geliefert, um mit 49.283 Neuzulassungen um 3.521 Pkw oder 7,7 Prozent über der Vorjahreszahl zu liegen. Der Zuwachs ist deutlich höher als der Bundesdurchschnitt mit 2,9 Prozent.

Ein zweistelliges Plus im Dezember und ein leichtes Plus aufs Jahr gesehen gibt es bei den Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember bei 3.677 und damit um 341 oder 10,2 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten 44.458 Gebrauchtwagen den Besitzer oder die Besitzerin. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 820 oder 1,8 Prozent mehr.

Dazu ist in der Stadt Stuttgart der Kfz-Gesamtbestand um 5.215 Fahrzeuge auf 348.103 Kraftfahrzeuge gestiegen. Das ist ein Plus von 1,52 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 3.579 auf 288.714 zu. Die Zahl der Motorräder wuchs um 707 oder 3,23 Prozent auf 22.576 und die der Lkw um 806 oder 5,9 Prozent auf 14.478

ES: Dezember 46,1 Prozent im Plus

1.769 Pkw-Neuzulassungen im Dezember gleich plus 46,1 Prozent. Der Kreis Esslingen hatte zu Jahresende mit Abstand den höchsten Zuwachs freut sich der Kreisvorsitzende Frank Schnierle. Das sind 558 Neufahrzeuge mehr als im Vorjahres-Dezember. Das Plus von 46,1 Prozent (Bund: 6,7 Prozent) ist in der Region das höchste und hat den entscheidenden Schub geliefert, um mit 22.551 Neuzulassungen um 920 Pkw oder 4,3 Prozent über der Vorjahreszahl zu liegen. Der Zuwachs ist deutlich höher als der Bundesdurchschnitt mit 2,9 Prozent.

Zweistelliges Plus im Dezember aber ein leichtes Minus aufs Jahr gesehen gibt es bei den Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember bei 3.681 und damit um 395 oder zwölf Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten 45.408 Gebrauchtwagen den Besitzer oder die Besitzerin. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 611 oder 1,3 Prozent weniger.

Gesamtbestand an Kfz ist um 7.613 Fahrzeuge auf 403.107 Kraftfahrzeuge gestiegen. Das ist ein Plus von 1,92 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 5.142 auf 304.017 zu. Die Zahl der Motorräder wuchs um 1.141 oder 3,76 Prozent auf 31.472 und die der Lkw um 799 oder 5,42 Prozent auf 15.538.

Kreis LB: Kfz-Bestand auch auf Rekordhöhe

1.574 Pkw-Neuzulassungen sind im Kreis Ludwigsburg 140 mehr als im Vorjahres-Dezember. Das Plus von 9,8 Prozent reicht, um mit 20.055 Neuzulassungen um 386 Pkw oder zwei Prozent über der Vorjahreszahl zu liegen. Der Zuwachs ist allerdings schwächer als der Bundesdurchschnitt, sagt der Kreisvorsitzende Markus Klein.

Ein zweistelliges Plus im Dezember und ein leichtes Plus aufs Jahr gesehen gibt es bei den Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember bei 3.717 und damit um 342 oder 10,1 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten 46.990 Gebrauchtwagen den Besitzer oder die Besitzerin. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 81 oder 0,2 Prozent mehr.

Im Kreis Ludwigsburg ist der Gesamtbestand um 7.888 Fahrzeuge auf 400.019 Kraftfahrzeuge gestiegen. Das ist ein Plus von 2,01 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 5.392 auf 306.352 zu. Die Zahl der Motorräder wuchs um 865 oder fast drei Prozent auf 29.775 und die der Lkw um 990 oder 6,85 Prozent auf 15.452.

Rems-Murr: Leicht unter 2013

1.214 Pkw-Neuzulassungen sind 224 mehr als im Vorjahres-Dezember. Das Plus von 22,6 Prozent  „hat aber nicht mehr gereicht, um mit 15.398 Neuzulassungen über die Vorjahreszahl zu kommen. Mit 101 Pkw weniger liegen wir um 0,7 Prozent unter 2013“, bedauert der Kreisvorsitzende Armin Trübenbach.

Plus im Dezember, aber ein leichtes Minus aufs Jahr gesehen heißt es auch bei den Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember zwar bei 2.945 und damit um 152 oder 5,4 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten aber mit 38.046 Gebrauchtwagen im Vergleich zum Vorjahr 750 oder 1,9 Prozent weniger die Besitzerin oder den Besitzer.

Gewachsen ist der Kfz-Gesamtbestand: plus 5.285 Fahrzeuge macht 331.255 Kraftfahrzeuge. Das ist ein Plus von 1,62 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 3.620 auf 242.737 zu. Die Zahl der Motorräder wuchs um 608 oder 2,45 Prozent auf 25.424 und die der Lkw um 600 oder 4,59 Prozent auf 13.685.

GP: Insgesamt unter den Vorjahreszahlen

681 Pkw-Neuzulassungen im Kreis Göppingen sind 35 mehr als im Vorjahres-Dezember und ein Plus von 5,4 Prozent (Bund: 6,7 Prozent). Damit kamen 2014 insgesamt 9.263 Pkw-Neuzulassungen zusammen, 254 oder 2,7 Prozent weniger als 2013. Leichtes Plus im Dezember aber ein leichtes Minus aufs Jahr gesehen heißt es auch bei den Besitzumschreibungen: Deren Zahl lag im Dezember bei 1.897 und damit um 17 oder 0,9 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wechselten 25.982 Gebrauchtwagen den Besitzer oder die Besitzerin. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 420 oder 1,6 Prozent weniger.

Der Gesamtbestand an Fahrzeugen ist im Kreis Göppingen um 122 Fahrzeuge auf 202.582 Kraftfahrzeuge gestiegen. Das ist ein minimales Plus von 0,06 Prozent. Dabei nahmen die Pkw um 83 auf 148.902 zu. Die Zahl der Motorräder sank dagegen um 71 oder 0,46 Prozent auf 15.425. Bei den schweren Fahrzeugen wie Lkw, Zugmaschinen, samt allen Anhängern, Bussen und Sonderfahrzeugen liegt der Zuwachs bei 110 oder 0,3 Prozent auf 38.255.

Diese Entwicklung könnte ein Indiz dafür sein, „dass wir uns darüber klar sein müssen, dass wir in der Region Stuttgart schon auf einem sehr hohen Niveau sind, auf dem weiteres Wachstum schwer zu erreichen ist“, sagt Obermeister Torsten Treiber. Für 2015 heißt die Prognose des deutschen Kfz-Gewerbes deswegen leichter Rückgang bei den Pkw-Zulassungen: „Wir gehen davon aus, dass der Pkw-Verkauf im  kommenden Jahr weitgehend vom Ersatzbedarf leben wird.“

Dazu ist aber wichtig zu wissen, dass die Werkstätten inzwischen das wirtschaftliche Rückgrat der Kfz-Betriebe sind, weil im Neuwagengeschäft wenig für sie zu verdienen ist, „da die Hersteller das meiste für sich behalten“, sagt Michael Mayer, der auch der Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ist. Die Geschichte hat deswegen auch einen kleinen Pferdefuß: „2015 stehen Tarifverhandlungen im Kraftfahrzeuggewerbe an.“ Und „die aktuelle Entwicklung verlangt, dass wir einen Tarifabschluss mit Augenmaß brauchen.“ Da die Werkstatt die wirtschaftliche Schlüsselrolle spielt, „kann die jetzt positive Entwicklung leicht ins Negative kippen.“ Da spielt auch das Internet eine Rolle. Denn Werkstatt- und vor allem Preisvergleichsportale erfassen auch den Kfz-Bereich immer stärker und „werden zu einem Faktor, der unseren Spielraum einengt. Der einfache Kostenvergleich im Internet setzt dem durchsetzbaren Stundensatz Grenzen, da geht uns wie den Hotels und den Stromanbietern. Innungsbetriebe leben von einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Wie das zu sichern ist, darüber muss in den Tarifverhandlungen gesprochen werden.“

Zur Info: Regionaler Vergleich der Zuwächse/Abnahmen bei Zulassungen/Besitzumschreibungen:   

Dezember 2014

 

 

Gesamtbilanz 2014

 

Pkw-Neuzulassungen

%

 

Neufahrzeuge

%

Region insgesamt

20,4

 

Region insgesamt

3,1

Kreis Esslingen

46,1

 

Stadt Stuttgart

7,7

Kreis Böblingen

22,9

 

Kreis Esslingen

4,3

Rems-Murr-Kreis

22,6

 

Kreis Ludwigsburg

2,0

Stadt Stuttgart

15,7

 

Kreis Böblingen

0,1

Kreis Ludwigsburg

9,8

 

Rems-Murr-Kreis

-0,7

Kreis Göppingen

5,4

 

Kreis Göppingen

-2,7

 

 

 

 

 

Halterwechsel

%

 

Umschreibungen

%

Region Stuttgart

8,0

 

Region Stuttgart

-0,6

Kreis Esslingen

12,0

 

Stadt Stuttgart

1,8

Stadt Stuttgart

10,2

 

Kreis Ludwigsburg

0,2

Kreis Ludwigsburg

10,1

 

Kreis Böblingen

-1,3

Rems-Murr-Kreis

5,4

 

Kreis Esslingen

-1,3

Kreis Böblingen

5,4

 

Kreis Göppingen

-1,6

Kreis Göppingen

0,9

 

Rems-Murr-Kreis

-1,9

 

Zulassungszahlen November 2014

Zulassungszahlen November 2014

Kraftfahrzeuginnung: Neue Autos gefragt wie nie

Stuttgart mit 46.000 Neuzulassungen auf Acht-Jahres-Hoch, Region schwächelt

Den vierten Jahresrekord in Folge wird es 2014 in Stuttgart bei den Pkw-Neuzulassungen geben: „Mit rund 46.000 neuen Pkw bis November liegen wir bereits jetzt über den Wert von 2013“, freut sich Michael Mayer, der Stuttgarter Kreisvorsitzende und Pressesprecher der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. 2013, 2012 und 2011 waren ihrerseits schon Rekordjahre gewesen. „Unter dem Strich haben wir in Stuttgart ein Acht-Jahres-Hoch“, sagt Obermeister Torsten Treiber. In den Kreisen der Region ist die Zwischenbilanz teilweise nicht schlecht: „Die Neuzulassungen in den Kreisen Ludwigsburg und Esslingen liegen im Plus“, sagt Torsten Treiber – Rekord wird’s aber keinen geben: „Hier liegt 2009, das Jahr der Abwrackprämie, uneinholbar vorne.“

Stuttgarts Autobauer brechen Rekorde, Stuttgarts Autokäufer auch: Bei den Neuzulassungen spielt dabei sicher eine Rolle, dass Mercedes und Porsche selber Fahrzeuge zulassen, sagt Michael Mayer, der Stuttgarter Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart: „Aber von dem Boom bei den Neuzulassungen profitieren sicher auch die Autohäuser.“

Bundesweit meldet das Kraftfahrt-Bundesamt ein Neuzulassungsplus von 1,8 Prozent. In Stuttgart sind es nach den Daten der Zulassungsstelle drei Prozent plus. In absoluten Zahlen sind das 4.255 Neuzulassungen für den November, 124 mehr als im Vorjahres-November. Damit wurde die Zulassungszahl aus 2013, die bei 45.762 Pkw gelegen hatte, überschritten: „Aktuell sind es exakt 45.935 Pkw-Neuzulassungen und alles, was im Dezember noch kommt, ist das Sahnehäubchen obendrauf“, sagt Michael Mayer.

Laut KBA liegt das Verhältnis von gewerblichen zu privaten Neuzulassungen im November bei zwei Dritteln zu einem Drittel. In denen sind auch die Tageszulassungen von Autohäusern und –herstellern enthalten. Laut Torsten Treiber sind die Tageszulassungen inzwischen eine feste Größe im Automobilgeschäft. Mit diesen Angeboten „erreichen die Autohäuser vor allem die Privatkunden, die für einen Kostenvorteil auch gerne Kompromisse bei Ausstattungsdetails eingehen.“ „Privatkunden kaufen immer mehr Tageszulassungen“, bestätigt auch eine Studie von „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer.

Die Tageszulassungen vom November beeinflussen den Gebrauchtwagenmarkt: „Der liegt im Plus“ sagt Michael Mayer, „aber ob’s auch da einen Rekord gibt, entscheidet sich in den nächsten Tagen.“ Aktuell sieht es so aus: 3.818 Besitzerwechsel im November sind 293 oder 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (im Bund wurde ein Minus von 1,3 Prozent registriert). Die Jahreszwischenbilanz ist mit 42.781 Besitzerwechseln (Vorjahr: 42.302) mit 1,1 Prozent im Plus. Zum Rekord fehlen noch 2.858 Fahrzeuge: „Das müsste in einem normalen Dezember zu schaffen sein.“

„Für Stuttgart wird das ein Super-Jahr“, sagt Obermeister Torsten Treiber: „Für die Autohäuser in der Region aber sicher auch kein schlechtes. Für die 1.000 Kraftfahrzeugbetriebe, die unsere Innung hier betreut, vor allem aber für die rund 12.000 Beschäftigten und 2.000 Azubis ist die Nachricht, dass ihr Können gefragt und ihr Arbeitsplatz gesichert ist, sicher das schönste Weihnachtsgeschenk.“

Kreis Böblingen: Neuzulassungen im Minus

Auf den Kreis Böblingen als Daimler-Standort schlägt der Boom des Autobauers im November nicht durch. Im Kreis Böblingen sind die Neuzulassungen nach den Daten der Zulassungsstelle 2,7 Prozent minus. In absoluten Zahlen sind das 2.656 Neuzulassungen für den November, 75 weniger als im Vorjahres-November. Damit liegen die Zulassungen insgesamt bei 30.239 und haben das Vorjahresergebnis von 30.646 nicht erreicht: „Wir liegen um 407 Fahrzeuge oder 1,3 Prozent niedriger als 2013, das wird wohl nicht mehr zu schaffen sein“, schätzt Thomas Höfle: „Der Dezember ist nicht unbedingt der stärkste Monat bei Autokäufen.“

Der Gebrauchtwagenmarkt „liegt leider auch im Minus“ sagt Thomas Höfle, „wenn wir da das Vorjahresniveau erreichen, wäre das schön.“ Aktuell sieht es so aus: 2.842 Besitzerwechsel im November sind 42 oder 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Jahreszwischenbilanz ist mit 32.322 Besitzerwechseln (Vorjahr: 32.927) mit 1,8 Prozent im Minus.

Kreis Esslingen: Bei Neuzulassungen besser als 2013

Der November bringt m Kreis Esslingen 3,5 Prozent minus bei den Neuzulassungen. In absoluten Zahlen sind das 1.773 Neuzulassungen für den November, 65 weniger als im Vorjahres-November. Die positive Nachricht: Damit liegen die Zulassungen insgesamt bei 20.782 und haben das Vorjahresergebnis von 20.420 im Moment überschritten: „Wir liegen um 362 Fahrzeuge oder 1,8 Prozent höher als 2013, da ist zwar kein Rekord aber ein besseres Ergebnis als 2013 noch drin“, schätzt Frank Schnierle.

Der Gebrauchtwagenmarkt „liegt von der Gesamtzahl her leider leicht im Minus“ sagt Frank Schnierle, „wenn wir da noch etwas näher an das Vorjahresniveau heran kommen, wäre das schön.“ Der November hat da allerdings nicht geholfen: 3.708 Besitzerwechsel im November sind 17 oder 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Jahreszwischenbilanz ist mit 41.727 Besitzerwechseln (Vorjahr: 42.733) mit  2,4 Prozent deutlich im Minus.

Kreis Ludwigsburg: Aufs Jahr gesehen im Plus