Autohaus Briem GmbH & Co. KG | KiGa Auf der Burg Filderstadt | 3. Nov. 2016

Autohaus Briem GmbH & Co. KG | KiGa Auf der Burg Filderstadt | 3. Nov. 2016

Verkehrssicherheitstag für den Kindergarten Auf der Burg

Andreas Koch und Bernd, der Bär, mit dem gleichen Ziel: verkehrssichere Kinder

Andreas Koch, Bürgermeister in Filderstadt, hat ein Ziel, wenn es um die jüngsten Filderstädter geht: „Wir von der Stadt wollen, dass ihr immer sicher auf den Straßen unterwegs seid“. Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Richard Briem, Inhaber des gleichnamigen Autohauses in Filderstadt, brachten für den Kindergarten Auf der Burg jetzt die Mittel dazu vorbei: einen kleinen Verkehrsübungsplatz mit vier BobbyCars, knallgrüne Sicherheitswesten für alle und Bernd, den Bär, samt Erich Klett und Ehefrau Elli. Die beiden sind von der Landesverkehrswacht und managen den Verkehrssicherheitsnachmittag, der zum Paket gehört, mit dem die Innung Kindergärten unterstützt, die sich besonders für die Verkehrssicherheitsarbeit einsetzen. Filderstadt ist da eine Hochburg: „Auf der Burg“ ist der dritte Filderstädter Kindergarten, der sich für das Verkehrssicherheitspaket qualifizieren konnte.

Die Idee hinter der Aktion „Verkehrssichere Kinder“ hat zwei Teile: Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sucht jedes Jahr bis zu 15 Kindergärten in der Region, deren Arbeit sie mit Sicherheitsmaterial unterstützen kann. Sicherheitsmaterial sind Sicherheitswesten für alle Kinder, Verkehrszeichen, kleine elektrische Ampeln und Bobbycars. Für Richard Briem war’s keine Frage, dass er drei BMW und einen Mini in Bobbycar-Ausführung zur Aktion beisteuert: „Besonders umweltfreundlich, mit Fußantrieb.“

Die Miniautos werden für den zweiten Teil der Idee gebraucht: „Kinder sollen erfahren, wie die Sicht des Autofahrers am Zebrastreifen ist, an dem andere Kinder stehen, die über die Straße wollen. Und das geht nur, wenn sie selber am Lenkrad sitzen. Für die Kleinen ist ein Bobbycar das erste eigene Auto“, fasst Bernhard Schäufele den Sinn der Aktion zusammen. Das Material bleibt im Kindergarten: „Damit können die Erzieherinnen jederzeit einen kleinen Übungsparcours aufbauen.“

 Zur Übergabe ist alles in der Bruckenackerhalle aufgebaut plus Spiele und Übungen, die die Landesverkehrswacht für Verkehrssicherheitsnachmittage anbietet. Für Bernhard Schäufele ist’s der krönende Abschluss der diesjährigen Runde, für die Kinder ein toller Beginn. Sie sind mit Feuereifer bei der Sache. Das mit dem Bobbycar auf einer Straße mit Verkehrszeichen ist auf einmal gar nicht mehr so einfach. Warum steht da ein rotes achteckiges Zeichen mit weißen Balken und Kreisen in der Mitte rum? Ach ja, ein Stopp-Zeichen. Also stoppen. Selbst wenn ich noch nicht lesen kann.

Übung macht den Meister. Oder die Meisterin. Auch das steckt in dem Paket. Der Kindergarten ist engagiert, die Kinder haben schon viel gelernt, kennen sich aus: „Helm“ kommt wie aus der Pistole geschossen auf die Frage, was sie aufsetzen, wenn sie mit fahrbaren Untersätzen draußen unterwegs sind. Erich Klett zeigt ihnen, wie so ein Helm richtig aufgesetzt wird. Wie er vor allem richtig festgemacht wird. Und dann unfreiwillig, was passiert, wenn nicht: Denn zur Übung gehört ein Ei im Helm. Eines der Kinder lässt das Ganze aus der ausgestreckten Hand fallen. Platsch. Ei kaputt. Sowas ist in der mehrjährigen Aktion noch nie passiert: „Jetzt habe ich glatt vergessen, den Riemen festanzuziehen“, erkennt Erich Klett die Ursache. Zweiter Versuch, den Helm fest gezurrt und alles klappt. Und die Kids wissen jetzt Bescheid, wie verwundbar so eine Hirnschale ist.

Bei Bernd, dem Bär, passt alles. Der sitzt im Kindersitz auf einem Gurtschlitten. Bei der ersten Runde geht’s angeschnallt zum plötzlichen Stopp. Alles in Ordnung. Bei der zweiten Runde saust er im Kindersitz aber ohne Gurt nach unten. Und fliegt auf die Kinder zu. Die finden das lustig. Aber nicht lange: „Denkt daran, das könntet Ihr sein“, sagt Erich Klett. Und hofft darauf, dass die Kleinen, das auch den Großen sagen. Denn eine Antwort wie „da fahre ich ohne Kindersitz mit“, hört er auf die Frage, „wie fahrt ihr denn im Auto mit“ gar nicht gerne: „Da dürft ihr nicht mitfahren“, mahnt er die Kleinen, „sagt’s Opa und Oma“, die in diesem Fall die Sünder waren. Filderstädter Sparsamkeit ist aber kein Einzelfall. Solche Antworten gab’s bei der Tour 2016 durch die Kindergärten der Region öfter:  „Ein Kindersitz für die Enkel sollte doch wohl drin sein“, sagt Erich Klett dazu.

Da schließt sich dann durchaus beabsichtigt ein Kreis. Was die Kleinen lernen, krähen sie auch den Großen ins Ohr. Womit die auch was davon haben, dass sich der Wunsch von Andreas Koch erfüllt: „Ich hoffe, dass ihr viele Erkenntnisse mit nach Hause nehmt.“

Audizentrum Stuttgart | KiTas Paul-Gerhard-Weg Böblingen | 13. Oktober 2016

Audizentrum Stuttgart | KiTas Paul-Gerhard-Weg Böblingen | 13. Oktober 2016

Verkehrssicherheitstag in KiTas Paul-Gerhardt-Weg

OB Wolfgang Lützner

Die Kleinen sind für Wolfgang Lützner die Größten: Böblingens Oberbürgermeister hörte beim Verkehrssicherheitsnachmittag von Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Landesverkehrswacht allerdings nicht nur, dass die Kleinen durchaus wissen, dass der Mensch bei „rot“ anhalten soll. Sein Rat, „achtet auch darauf, dass Eure Eltern sich daran halten“, hatte als Echo den Satz „Ich habe das meinem Papa auch gesagt, aber der hat mir nicht zugehört“. Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte für das Projekt „Verkehrssicher Kinder“ der Kfz-Innung kennt das als Kenner der Kindergärten in der Region schon: „So etwas erleben wir immer wieder“. Auch die Antwort auf die Frage von Erich Klett von der Landesverkehrswacht „wie sitzt Ihr denn im Auto von Opa und Oma?“ „Nicht im Kindersitz“, wie einzelne Kinder in den KiTas im Paul-Gerhardt-Weg, hört er nicht so gerne: „Sagt Oma und Opa, sie sollen Euch einen Kindersitz spendieren.“

An den Kindern liegt’s definitiv nicht. Die wissen Bescheid, präsentieren sich von ihren Erzieherinnen schon perfekt vorbereitet auf den Verkehrssicherheitsnachmittag. Selbst die OB-Lützner-Frage „darf man an der Ampel einfach loslaufen, wenn grün ist“, bekommt die Antwort „nein, erst nochmal gucken“. Die Aktion der Innung zusammen mit der Landesverkehrswacht und dem Audizentrum Stuttgart in Böblingen sieht er als wichtigen Baustein, mehr Verkehrssicherheit schon bei den Kleinsten zu erreichen, die da vor ihm stehen: „Wir haben immer wieder Kinder, die von Autos überfahren werden und dann lange im Krankenhaus sind und das wollen wir nicht.“

Innung, Landesverkehrswacht und Audi-Zentrum auch nicht. Und deswegen gibt’s zum Start des Nachmittages erstmal knallgrüne Verkehrssicherheitswesten für alle inklusive OB. Damit ist schon mal die künftige Sichtbarkeit der Kleinen im Verkehr sichergestellt. Thomas Bieler, Leiter des Audi-Standorts Böblingen, ist ganz hin und weg: „Ihr seht alle wie ihr hier steht, supersuperstark aus.“ Und er hat noch ein wesentliches Element dabei, ohne das der folgende Verkehrssicherheitsnachmittag nicht funktionieren würde: vier Bobbycars in Flüsterleise-Ausstattung.

Flüsterleise, weil die Autos, wie das Paket an batteriebetriebenen Ampeln und Verkehrsschildern in der Kindertagesstätte bleibt und fortan für weitere Übungstage genutzt werden kann - auch drinnen. Und da sind leise Bobbycars wichtig für die Nerven der Erzieherinnen.

Bernd, der Bär ist dagegen ein Gast, der mit Erich Klett weiter in den nächsten Kindergarten zieht. Seine Mission: fliegen. Er sitzt auf einem Gurtschlitten im Kindersitz und zeigt, was passiert, wenn der Gurt nicht angelegt ist und eine Vollbremsung zu einem Flug in honen Bogen nach vorn führt: „Ihr knallt gegen die Windschutzscheibe“. Was zu schlimmen Verletzungen führen kann, wie die Kinder schnell kapieren. Auch das Beispiel mit dem Ei im Helm ist klar. Mit Helm übersteht das Ei den Sturz aus Kinderarmhöhe unbeschadet. Ohne Helm bricht die Schale und alles quillt raus.

Dass die Kinder Spaß am Verkehrstraining haben, ist pure Absicht. Dass die Kinder am Abend den Eltern was zu erzählen haben auch. Dass sie am Steuer der Bobbycars bei der Fahrt in Richtung Zebrastreifen „buchstäblich erfahren wie es ist, am Steuer wie Papa oder Mama vor der Entscheidung zu stehen, am Zebrastreifen anhalten oder nicht, weil da Kinder stehen“, ist der Clou, der im Bobbycar-Einsatz steckt. Und das von OB Lützner angesprochene Wechselspiel zwischen Eltern, Großeltern und Kindern „ist eine Grundlage des Konzeptes“, sagt Bernhard Schäufele. Und hebt drauf ab, dass den Großen die Kleinen durchaus am Herzen liegen: „Dass wir heute diese Aktion machen, dafür hat der Elternbeirat der Kindertagesstätten gesorgt. Die haben davon gelesen, fanden das gut und deswegen sind wir heute hier.“

Handwerkskammer Stuttgart | Kinderhaus Kunterbunt Berkheim | 21. Juli 2016

Handwerkskammer Stuttgart | Kinderhaus Kunterbunt Berkheim | 21. Juli 2016

Verkehrssicherheitstag im Kinderhaus Kunterbunt

Azubis von morgen lernen im Kinderhaus von heute sicheres Verkehrsverhalten

Die Handwerkammer Stuttgart kümmert sich um den Nachwuchs. Selbst wenn der noch ein paar Jährchen von der rechtsverbindlichen Unterschrift unter einen Lehrvertrag entfernt ist, wie die Kinder im Kinderhaus Kunterbunt in Esslingen Berkheim. Günter Urbansky in der Geschäftsleitung der Handwerkskammer Stuttgart Spezialist für Kundenbindung hatte vier Bobbycars dabei und damit die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kinder. Die Bobbycars waren Teil einer gemeinsamen Verkehrssicherheitsaktion von Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, Landesverkehrswacht und der Handwerkammer. Und was die Kundenbindung angeht gilt: „An diesen Tag werden sich die Kinder ihr Leben lang erinnern“, sagt Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte der Innung für die Aktion verkehrssicher Kinder.

Was zu beweisen ist. Doris Wolf am Tag danach über die Auswirkungen des Nachmittags: „Heute leuchtet es gelb in unserem Garten, denn mindestens die Hälfte unserer Kinder hat Warnwesten und die gelben Caps an. Manche Eltern berichteten, dass ihre Kinder sogar mit den Westen schlafen wollten. Die ersten Kinder üben schon im Garten mit Schildern und Bobbycar und spielen den Nachmittag ganz ohne uns Erzieherinnen nach.“

Bernhard Schäufele freut sich riesig über diese Rückmeldung: „Genau das ist das Ziel unserer Aktion.“ Rückblende auf den Nachmittag: „Kleine Verkehrsschilder, Ampeln, kurz alles was gebraucht wird, um einen kleinen Verkehrsübungsplatz aufzubauen“, hat er dabei, wenn er einen Kindergarten besucht. Dazu Warnwesten und Caps, die die Kinder unübersehbar machen. Plus Erich und Elli Klett von der Landesverkehrswacht. Plus an diesen Nachmittag Miriam Schmitt und Günter Urbansky von der Handwerkkammer Stuttgart. Die Handwerkammer spielt als Sponsor eine wichtige Rolle, sie steuert die Bobbycars bei, ohne die’s nicht geht, weil es wichtig ist, dass die Kinder auf ihnen fahren können.

Denn die Kinder sollen nicht nur Schilder kennen und grün-gelb-rot unterscheiden können oder einen Zebrastreifen erkennen. Sie sollen mal Fußgänger, mal Autofahrer spielen und so spielerisch lernen, wie sie sich im Verkehr richtig bewegen. Deswegen ist das keine „Alles-hinstellen-Foto-schießen-und-Tschüss-Aktion“, sondern „wir spielen (und üben) den ganzen Nachmittag“ sagt Bernhard Schäufele.  

Günter Urbansky („Der Handwerkskammer ist es wichtig, dass wir den Nachwuchs fördern und da gehört die Verkehrssicherheit mit dazu“), staunt nicht schlecht, mit welchem Feuereifer die Kinder bei der Sache sind. Rund 40 verteilen sich an den verschiedenen Stationen vom Zebrastreifen bis zu den Bobbycars. Die Geschäftsführende Pfarrerin Sabine Nollek und Bernd Berroth Esslingens Leiter des Amts für Bildung, Erziehung und Betreuung („ich bringe schöne Grüße vom Oberbürgermeister“) freuen sich über das strukturierte Gewusel. Und das Staunen. Denn Erich Klett hat auch noch Bernd, den Bär, und ein Ei im Helm dabei. 

Das Ei im Helm wird den Nachmittag nicht überstehen. Denn nachdem Erich Klett den Kindern erklärt hat, wie der Fahrradhelm richtig funktioniert, lässt ein Mädle das Ei zweimal fallen. Einmal mit Helm, „nix passiert“; einmal ohne Helm „platsch“ und Eiweiß und Eigelb quellen aus der zerbrochenen Schale: „So soll‘s Euch nicht gehen, deswegen immer Helm aufsetzen.“

Bernd, der Bär, ist auch ein praktisches Beispiel. Dafür, was passieren kann, wenn das Kind unangeschnallt im Auto sitzt. Der Gurtschlitten saust und stoppt abrupt, der Bär fliegt und knallt auf den Boden. „Passiert Euch nicht, ihr sitzt immer im Kindersitz gell?“, fragt Erich Klett in die Runde. „Ich nicht“, schallt’s zurück. Erich Klett erschrickt. „Ich sitze auf einer Sitzerhöhung“. Uff. Kurve gerade nochmal gekriegt. In Berkheim kümmern sich Mamas, Papas, Omas und Opas drum, dass die Kinder im Auto sicher sind.

Und Doris Wolf („Danke auch für das viele Material, welches wir einfach so geschenkt bekamen“) ist sich am Tag nach der Aktion auch sicher: „Ich glaube, dass die Aktion wirklich noch lange in Erinnerung bleibt und eine nachhaltige Wirkung hat.“ Das war dann exakt der Zweck der Übung.

Nürnberger Versicherungsgruppe | Kinderhaus Franziskus | 14. Juli 2016

Nürnberger Versicherungsgruppe | Kinderhaus Franziskus | 14. Juli 2016

Verkehrssicherheitstag fürs Kinderhaus Franziskus

Ein langes Leben fängt auf dem Bobbycar im Kindergarten an

Fast 50 Kinder, jede Menge Lebenserwartung, 79,4 Jahre die Jungs, 83,9 Jahr die Mädchen. Und die Bobbycars, die Andreas Konietzny gerade ins Kinderhaus Franziskus bringt, sollen helfen, das noch zu steigern: „Unfallfreiheit ist die beste Lebensversicherung“, sagt Konietzny als Repräsentant der Nürnberger Versicherungsgruppe Mann vom Fach und heute als Bobbycar-Sponsor herzlich willkommen. „Und die Kinder lernen mit den Bobbycars und der Verkehrssicherheitsausrüstung, mit der wir den Kindergarten ausstatten, spielerisch wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten“, sagt Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt. Zwischen Bobbycar und eigenem Auto liegen ja nur ein paar Jahre. Aber die wollen überstanden sein. Und die restliche Lebenszeit auch. „Nicht alle kommen durch, wie die neuesten Unfallzahlen zeigen“, sagt Bernhard Schäufele: „Wir tun hier etwas dagegen.

Bobbycars, Ampeln, Verkehrszeichen und eine komplette Warnwestenausstattung für Kinder und Erzieherinnen, das ist der eine Teil der Aktion. Der Übungsnachmittag mit Erich und Elli Klett von der Landesverkehrswacht, Verkehrs- und Geschicklichkeitsspielen, Bernd dem Bär und dem Ei der Weisen - das ist der zweite Teil dieser Aktion, bei der die Kinder an diesem Nachmittag mit Feuereifer dabei sind.

Das Ei der Weisen? Na, der Stein der Weisen hätte kein Problem damit, wenn er aus einem Meter Höhe auf den Boden knallt. Das Ei schon, weswegen es zeigt, dass es weise ist, ist das Ei in einen Helm zu packen. Und weise, dass auch mit dem eigenen Kopf zu tun. Selbst wenn Papa in diesem Punkt seinen eigenen Kopf hat. Erich Klett hört die Geschichte von unbehelmt radelnden Eltern immer wieder. Von wegen „Eltern sind für Kinder Vorbilder“.

Das Ei ohne Helm überlebt die Vorführung nicht. Bernd, der Bär im Kindersitz auf dem Gurtschlitten, knallt für die gute Sache auch auf den Boden. Weil der Sitz nur was nützt, wenn der Gurt auch angelegt ist. „Kraft ist gleich Masse mal Beschleunigung“, den Lehrsatz werden die Kinder vor Erich Klett erst in der Schule hören. Mama, Papa, Oma, Opa und wer sonst noch so mit den Kindern umgeht, müsste ihn eigentlich keinen. Und wissen, dass „Masse mal Beschleunigung ohne Gurt“ Beulen und Schlimmeres bedeutet und einen traurigen Platz in der Unfallstatistik sichert.

Doch auf dem Kinderhausgelände herrscht die helle Freude. Alexandra Friese und ihr Team haben die Kinder perfekt vorbereitet. Die wissen Bescheid und Bernhard Schäufele freut sich riesig über richtige Antworten auf seine Fragen. Der Unterschied zwischen Theorie („am Zebrastreifen halten“) und Praxis („warum ausgerechnet jetzt“), ist dabei auch bei den Bobbycar-Fahrern schon zu beobachten. Aber die „Kinder verstehen das sofort, wenn wir ihnen sagen, dass Durchfahren ein Fehler war“, sagt Bernhard Schäufele. Logisch: Sie stehen ja öfter am Zebrastreifen als die durchfahrenden Erwachsenen.

Dass Bobbycars und Spielmaterial im Kinderhaus bleiben, freut Bezirksvorsteher Raiko Grieb und Alexandra Friese, vor allem aber die Kinder besonders. Das Tüpfelchen auf dem i sozusagen: „Jeder soll ja sicher erst in den Kindergarten und dann in die Schule kommen. Deswegen ist es schön, dass das möglich ist und die Kinder weiter damit üben können“, bedankt sich der Bezirksvorsteher und hat dabei den eigene Nachwuchs auf dem Arm und womöglich im Sinn. Die Zeit vergeht schnell, heute Kinderwagen, morgen Bobbycar und dann? „Der Verkehr begleitet uns das ganze Leben“, sagt Bernhard Schäufele. Hoffentlich ganz lange.

Autohaus Lutz GmbH & Co. KG | Kinderhaus Martinskirche | 12. Mai 2016

Autohaus Lutz GmbH & Co. KG | Kinderhaus Martinskirche | 12. Mai 2016

Verkehrssicherheitstag fürs Kinderhaus Martinskirche

Bei Opa und Oma ohne Kindersitz im Auto - da leben Enkel gefährlich 

„Wir haben ein Herz für Kinder“, wenn Bernhard Schäufele als alteingesessener Möhringer das sagt, ist das kein Werbeslogan, sondern Richtschnur des Handelns. Zehn bis 15 mal im Jahr ist er als Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart unterwegs, stattet Kindergärten mit Bobbycars, Verkehrszeichen, Mini-Ampeln plus Warnwesten und -caps aus. Trotzdem ist dieser Nachmittag mit rund 50 Kindern des Kinderhauses Martinskirche für ihn etwas Besonderes. Sein Autohaus liegt nur wenige Meter von der Martinskirche entfernt, vor der mit dem Material ein kleiner Verkehrsübungsplatz aufgebaut ist. Die Kinder, die da mit Feuereifer das richtige Verhalten im Verkehr üben, sind die Kinder von Nachbarn, manchmal auch Bekannten. Aber die Verkehrswelt ist in Möhringen kein bisschen anders als anderswo in der Region, wo er schon war: „90 Prozent top, aber ein Flopp ist immer dabei“. In dem Fall würden ihm ein paar Omas und Opas graue Haare machen, wenn er nicht schon welche hätte. Deren Kinder erzählen, dass sie in deren Auto ohne Kindersitz mitfahren. „Das ist unverantwortlich.“ 

Szenen eines Nachmittags. Vor der Martinskirche ist Verkehrssicherheitsnachmittag. Erich Klett von der Landesverkehrswacht hat einen kleinen Parcours aufgebaut. Er, seine Frau Elli und Bernhard Schäufele sind ein eingespieltes Team. Die Kinder kommen in den knallgrünen Westen die 150 Meter vom Kinderhaus zum Kirchenplatz. Lektion 1: Mit dieser Ausstattung sind sie nicht zu übersehen, wenn sie draußen unterwegs sind.“ Das ist wichtig, sagt Pfarrer Ernst-Martin Lieb, der sich herzlich über die Zusatzausstattung für den Kindergarten freut. Denn traurig aber wahr: „Die Leute passen nicht auf, wenn die kleinen Menschen unterwegs sind.“

Lektion 2: Also müssen die kleinen Leute, die eigentlich auf die Großen vertrauen, lernen, wie sie sich selber richtig verhalten. Da kommen die Sicherheitsausrüstung und der Verkehrssicherheitsnachmittag ins Spiel. Verkehrszeichen kennen, Verkehrssituationen im Spiel kennenlernen, da ist das Herz des Ganzen. Und die vier nagelneuen Bobbycars sind der Dreh- und Angelpunkt dabei: Vor der Ampel halten, am Zebrastreifen stoppen, wenn Kinder da stehen. Oder als Fußgänger am Zebrastreifen warten, wenn die Bobbycars kommen und gucken, ob die auch wirklich halten. Die Kinder schlüpfen in verschiedene Rollen. „Sie lernen spielerisch wie sie sich im Verkehr richtig verhalten“, bringt’s Bernhard Schäufele auf den Punkt. Er ist in dem Fall in einer Doppelrolle: Normalerweise sponsert ein Autohaus die Bobbycars. In Möhringen tut’s er selber, sprich das Autohaus Lutz: „Ehrensache.“

Lektion 3: Die Kinder sind begeistert bei der Sache, die Mütter, die an diesem Nachmittag dabei sind, staunen über den Eifer. Und schon in der Vorbereitung auf den Nachmittag haben die Kinder eine Menge gelernt. Erich Klett von der Landesverkehrswacht freut’s. Trotzdem findet er notgedrungen auch das (fast üblichen) Haar in der Suppe. Das taucht auf als Bernd der Bär und das Ei im Helm zum Einsatz kommen. Bernd, der Bär, auf dem Gurtschlitten zeigt anschaulich, was passiert, wenn Kind ohne Gurt im Auto sitzt: Es fliegt.

Bernd auch. Er knallt auf den Boden. Im Auto wär’s die Windschutzscheibe, Mama oder Papa. Halt nein, Oma oder Opa. Denn wieder mal gibt’s auf die Frage, seid ihr immer angeschnallt, die Antwort „Ja“ und den Zusatz „bei Oma und Opa nicht“. Kein Kindersitz für die Enkel? Das kann böse enden. „Ein Kind, das von der Sitzbank nach vor fliegt, kann durch die Beschleunigung mit dem drei- oder vierfachen Gewicht auf den Vordermann knallen“, rechnet Bernhard Schäufele vor. Abgesehen davon, „das ist verboten, sagt’s euren Großeltern“, gibt Erich Klett den Kindern mit auf den Weg.

Lektion 4: Das „bringt euren Eltern noch etwas bei“ (Pfarrer Ernst-Martin Lieb) funktioniert übrigens tatsächlich, wie die Erfahrung aus den Verkehrssicherheitsaktionen zeigt. Denn die Aktion ist kein „Bitteschön Bobbycars, Tschüß und weg“. Bernhard Schäufele hält den Kontakt zu den Kindergärten, bekommt mit, was aus der Aktion wird. In Möhringen hat’s ideale Voraussetzungen, freut sich Leiterin Svenja Eberhardt: „Wir können mit den Verkehrszeichen, den Ampeln und den Bobbycars optimal in unserem schönen Garten am Kinderhaus üben.“ Genauso soll’s sein.

Und was Hänschen gelernt hat, hilft vielleicht, nicht nur die Kindheit sicher zu überstehen, was sich alle Beteiligten wünschen, die das Experiment mit dem Ei beobachten. Das Ei steht für den menschlichen Kopf. Mit Helm fällt das Ei aus Kinderhand einen Meter tief und nix passiert. Ohne Helm? Platsch. Passiert mir nicht? Bezirksvorsteherin Evelyn Weis hat kurz zuvor erzählt, was sie in der Hechinger Straße gesehen hat: „Da ist eine junger Mann mit dem Rad gestürzt. Das Rad ist kaputt, aber ihm ist nichts passiert. Er trug einen Helm.“ Kinder auch, Große nicht immer.

AH Holzer GmbH + Co.KG | KiTa Gördelerstraße, Korntal | 23. April 2016

AH Holzer GmbH + Co.KG | KiTa Gördelerstraße, Korntal | 23. April 2016

Verkehrssicherheitstag für die Kita Gördelerstraße

Kinder mit Helm, Papas ohne - da haben die Kleinen einen Sicherheitsvorsprung

„Nehmt möglichst viel mit“, riet Bürgermeister Dr. Joachim Wolf den Kindern der Kindertagesstätte Görderlerstraße beim Verkehrssicherheitsnachmittag der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und der Landesverkehrswacht. Dabei meinte er nicht die nagelneuen Bobbycars, Verkehrszeichen, Mini-Ampeln plus Warnwesten und -caps, die Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung und Susanne Winkler vom Autohaus Holzer dabei hatten. Denn die bleiben sowieso in der Kindertagesstätte Er meinte das Wissen um die Verkehrsabläufe, die dieser Nachmittag vermitteln sollte. Was der eine oder andere Papa bestimmt noch merkt: „Mein Papa fährt immer ohne Helm“, krähte nicht nur einer als die Frage auftauchte, was Erwachsene denn so falsch machen.

Dass alle Kinder immer heil nach Hause kommen, ist das Anliegen aller Beteiligten. Dass die Kinder erfahren, wie es ist, sich im Verkehr richtig zu bewegen, ist das Ziel der Kraftfahrzeuginnung, wenn sie Kindergärten mit den Zutaten für einen Mini-Verkehrsübungsplatz ausstattet, der sich überall rasch aufbauen lässt. „Und ohne Autohäuser, wie das Autohaus Holzer, die sich dafür engagieren, ginge das alles nicht“, bedankte sich der Bürgermeister bei den Geschäftsführern Susanne Winkler und Klaus Winkler. Immerhin kostet die komplette Ausstattung einen runden Tausender.

Dann hatte Bernd, der Bär, seinen Auftritt. Das Kind im Auto sollte immer ein Kind im Kindersitz sein, heißt die Botschaft, die Erich Klett von der Landesverkehrswacht für die Kinder hat. Und angeschnallt. Ist es aber nicht immer, kommt als Antwort zurück. Deswegen fliegt Bernd, der Bär, eine Runde. Er saust auf dem Gurtschlitten abwärts, wird abrupt abgebremst und schlägt einen Salto und dann aufs Pflaster. Sieht lustig aus, aber nur bei Stoffbären: „Wenn ihr das seid, tut Ihr Euch richtig weh.“ Und Pflaster allein reicht dann womöglich nicht mehr.

Kindermund tut Wahrheit kund, sagt der Volksmund und wenn’s am Abend oder bei der Radtour am Wochenende mahnende Worte für Elternteile aus dem Kindermund setzt, dann setzt sich das Verkehrssicherheitstraining zu einer Zielgruppe fort, die die Kraftfahrzeuginnung durchaus auch im Sinn hat, sagt Bernhard Schäufele: „Sagt Mama und Papa, Oma und Opa ruhig, wenn sie etwas falsch machen.“ Da kann dann die Geschichte vom Ei im Helm kommen, „Mit Helm ist nichts passiert, ohne Helm ist es zerplatscht, so kann’s dem Kopf auch gehen."

Die Kinder wissen eine ganze Menge, wie ein paar kurze Rundfragen durch Bernhard Schäufele ergeben. Und sie lernen schnell dieses Wissen („Kompliment an Sabine Grünenwald und ihr Team“) in der Praxis anzuwenden, wie der Nachmittag auf dem Mini-Verkehrsübungsplatz zeigt. „Wir gucken links, wir gucken rechts und wir gucken wieder links, das Auto hält“ - na ja, meistens jedenfalls. Da ist es beim Fahrer auf dem Bobbycar wie beim real existierenden Elternteil: „Wenn sie’s eilig haben, halten die nicht immer.“ Sollten sie aber. Auch das lässt sich von diesem Nachmittag mitnehmen.

AH Haass | KiGa Friedensstraße, Ludwigsburg | 20. Oktober 2015

AH Haass | KiGa Friedensstraße, Ludwigsburg | 20. Oktober 2015

Faltbare Zebrastreifen, fliegende Bären und Bobbycars für verkehrssichere Kinder

„Ihr seid gesund und an Euch ist alles dran und das soll so bleiben“, Pfarrerin Margret Rittmann bringt auf den Punkt, warum Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Erich Klett von der Landesverkehrswacht im Evangelischen Kindergarten Friedensstraße sind: Es ist Verkehrssicherheitstag. „Verkehr birgt Gefahren“, sagt Bernhard Schäufele und „wir wollen, dass ihr immer sicher heimkommt.“ Und zum Wollen kommt das Tun: Er hat eine komplette Verkehrssicherheitsausrüstung im Gepäck. Die wird an diesem Nachmittag live ausprobiert und bleibt im Kindergarten. Leiterin Stephanie Brunsch und die Kinder revanchieren sich mit selbstgemalten Dankeschön-Karten und Schokolade: „Wir finden das toll.“

25 kleine grüne Männchen und -mädchen sind auf dem kleinen Platz vor der Paul-Gerhardt-Kirche nicht zu übersehen. Damit wäre Test 1 bestanden: Die Komplettausstattung mit leuchtendgrünen Warnwesten plus Caps, die Bernhard Schäufele für den Kindergarten dabei und gleich an die Kinder verteilt hat, sorgt wirklich dafür, dass die Kleinen nicht mehr zu über sehen sind.

Auf dem Platz stehen Mini-Verkehrszeichen, Mini-Ampeln und liegt ein faltbarer Zebrastreifen: Eine Hälfte einer Kindergruppe steht am Zebrastreifen, die zweite sitzt auf Bobbycars und kommt angebraust: „Jetzt müssen sie entscheiden, wie sie sich am Zebrastreifen verhalten“, sagt Bernhard Schäufele. Die meisten halten: „Da hat der der Unterricht schon gefruchtet.“ Der Kindergarten hat sich natürlich auf den Verkehrssicherheitstag vorbereitet. Aber einer fährt durch. „Einer fährt immer durch, das ist wie im richtigen Leben. Der braucht Nachschulung.“

Praxistest 2 ist trotzdem bestanden. Margret Rittmann ist begeistert „was auf unserem kleinen Platz möglich ist“. Maike Gerock, Leiterin Fachbereich Sicherheit und Ordnung, die OB Spec vertritt, sieht die kleinen Verkehrsschilder mit fachfraulichen Augen: „Wir stellen die auf und wir wollen damit auch die Kinder schützen …“ Verlangt natürlich auch, dass die Kinder die Schilder kennen. Tun sie. „Kompliment an Stephanie Brunsch und ihr Team“, sagt Bernhard Schäufele.

Ulrich Haass sieht Bobbycars erstmals in dieser Form in Aktion: „Seine“ Bobbycars, denn das Autohaus Haass hat die vier gesponsort, die zum Verkehrssicherheitspaket gehören: „Das war für uns überhaupt keine Frage, das war Ehrensache, dass wir da mitmachen als Herr Schäufele gefragt hat.“ Bernhard Schäufele organisiert als Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung die Aktion in der ganzen Region: „Ohne die Autohäuser geht das nicht.“ Pro Kindergarten kostet die Aktion rund 1.000 Euro „und dieses Jahr war ich schon in zehn Kindergärten“. Der Ludwigsburger Kindergarten ist der letzte für dieses Jahr, aber nicht auf der Liste von Bernhard Schäufele: „Die ersten Anmeldungen für 2016 habe ich schon.“

Die Ausrüstungen bleiben im Kindergarten und die Ausrüstungen sind begehrt. Da sich die Kindergärten der Region austauschen, hat sich längst herumgesprochen, wie treffsicher das Konzept „Spielerisches Lernen“ da umgesetzt wird und dass der Verkehrssicherheitstag echt Spaß macht. Deswegen hat er Spiele dabei, die die Gruppen reihum spielen. Aber auch praktische Beispiele: Was besonders wichtig ist: „Eltern können noch so viel mahnen, jedes Kind pfupferts mal, den Sicherheitsgurt im Kindersitz zu lösen“, sagt Erich Klett. Deswegen hat er Bernd, den Bär, dabei. Der saust auf einem Schlitten im Kindersitz nach unten. Mal angeschnallt, mal nicht. Bei nicht schlägt er einen Salto und knallt aufs Pflaster. Die Kinder lachen, weil’s komisch aussieht. „Das könntet ihr sein.“ „Macht nichts, ich fliege dann ja gegen meine Mama.“ „Dann wird Deine Mama schwer verletzt, wenn du gegen sie knallst.“ Stille. So beginnen Denkprozesse. Wieder was gelernt. Danke, Bernd.

AH Felix Kloz GmbH | KiGa Gartenstraße Korntal | 14. Oktober 2015

AH Felix Kloz GmbH | KiGa Gartenstraße Korntal | 14. Oktober 2015

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Gartenstraße

Auf dem BobbyBenz spielerisch richtiges Verhalten im Verkehr lernen

BobbyBenz und Spielspaß statt Zeigefinger: Wenn 30 Kinder im Kindergarten Gartenstraße in Korntal mit Feuereifer bei der Sache sind, ist einfach erklärt, was es mit dem Verkehrssicherheitstag auf sich hat, den Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Landesverkehrswacht  gerade veranstalten: „Die Kinder lernen an jeder Station spielerisch, wie richtiges Verhalten im Verkehr geht“, sagt Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Innung für diese Verkehrssicherheitsaktion. Bürgermeister Dr. Joachim Wolf findet das klasse: „Gerade das Spielen ist in dem Alter ja der Königsweg des Lernens“ - und der reale Verkehr ist nicht weit: „Ihr kennt alle die Baustelle vor der Tür und der Verkehr in Korntal wird immer mehr, deswegen wird es immer wichtiger, dass ihr im Verkehr richtig aufpasst“, sagt er zu den Kindern und bedankt sich bei der Innung und dem Autohaus Kloz für deren Engagement: „Das ist gut, dass Sie das tun.“

Grünes Gewusel im Kindergarten: Für Kinder und Erzierinnen gibt’s im Rahmen der Aktion erstmal eine Komplettausstattung mit Verkehrssicherheitswesten und -caps. Dann geht’s los: „Dürfen wir fahren?“, wird der meistgesprochene Satz des Nachmittags werden. Die fünf Bobbycars, drei Silberpfeile, zwei AMG-Modelle, haben’s den Kindern besonders angetan. Was sie nicht wissen: Die fünf BobbyBenz, die das Autohaus Felix Kloz zur Aktion beisteuert, sind gleichzeitig das Herz des Lernprozesses: „Kinder sind meist als Fußgänger auf der Straße unterwegs oder als Mitfahrende im Auto“, sagt Bernhard Schäufele: „Den Blickwinkel des Autofahrers erleben sie erstmals auf dem BobbyBenz.“ Denn da heißt es dann beispielsweise am Mini-Zebrastreifen, an dem andere Kindergartenkinder stehen, „Halten oder Durchfahren?“ Michael Anderson, Centerleiter vom Autohaus Kloz staunt als er die Kinder und Autos in Aktion sieht. Lerneffekt bei ihm: Sich bei der Aktion zu engagieren ist richtig.

Verkehrsschilder, Ampeln, BobbyBenz - zusammen ist das ein kleiner Verkehrsübungsplatz, der im Kindergarten bleibt. Lässt sich perfekt auf dem Gelände einsetzen, stellt Leiterin Gudrun Woschnitzok („So viele neue Sachen für die Kinder, vielen Dank“) fest. Bernd, der Bär, reist mit Erich Klett von der Landesverkehrswacht weiter. Er hat seine Schuldigkeit getan: Der Bär, der auf einem Schlitten schräg nach unten saust, zeigt den Kindern, was passiert, wenn sie sich nicht anschnallen: Der Bär fliegt durch die Luft, knallt auf den Boden, die Kinder finden’s lustig. „Das könntet ihr sein“, lässt Erich Klett sie die Kurve kriegen. Na gut, dann wär’s nicht lustig.

Die Landesverkehrswacht hat an diesem Nachmittag aber noch mehr dabei: Drei Spielstationen, an denen unterschiedliche Dinge trainiert werden. Einen simulierten Fluss mit Steinen, über die die Kinder hüpfen. „Gute Motorik ist das A und O, wenn man sich auf der Straße bewegt“, sagt Erich Klett. Beim Memory geht‘s um Verkehrszeichen und auf einem großen magnetischen „Wimmelbild“ geht es ganz einfach darum, Verkehrssituationen richtig zu erkennen, die falsches Verhalten zeigen. Dann kommt eine kleine Platte mit dem richtigen Verhalten drüber und am Ende zeigt das Bild nur noch richtiges Verhalten. Wieder was gelernt.

Apropos, richtiges Verhalten: Was der Unterschied zwischen Theorie („ich setz‘ immer einen Helm auf, ich auch“) und Praxis ist, zeigt Erich Klett mit einem Ei. Kind lässt Ei im Mini-Fahrradhelm auf den Helm auf den Boden fallen. Ei bleibt heil. Ei knallt aus der gleichen Höhe ohne Helm auf den Boden. Es zerbricht - „euren Köpfen würde es genauso gehen.“ Die Kinder staunen und prägen sich’s ein.

Was zu einem erwünschten Nebeneffekt führt: Ei, Bär und die Erlebnisse des Verkehrssicherheitstages - alles geht am Abend natürlich direkt an Papa, Mama und Familie weiter: „Dass die Kinder den Großen sagen, wie richtiges Verhalten im Verkehr geht, ist durchaus Sinn der Übungen“, sagt Bernhard Schäufele, „die können auch mal eine Erinnerung brauchen.“

Gudrun Woschnitzok sieht dabei eine Parallele zwischen Großen und Kleinen: „Ich denke, Verkehr hat sehr viel mit Kindergarten zu tun. Hier muss man Regeln einhalten, man muss aufeinander Acht haben, anders funktioniert der Verkehr auch nicht, sonst gibt’s dauernd Unfälle. Man muss auf den anderen gucken und das sind Dinge, die wir im Kindergarten oft üben.“

Was ab sofort mit den BobbyBenz und Verkehrsausstattung noch besser geht und zu nachhaltigen Erfolgen führt, wie Bernhard Schäufele weiß. Er macht solche Verkehrssicherheitstage im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion der Innung im Jahr in rund 15 Kindergärten in der Region Stuttgart und fragt auch später nach den Erfahrungen: „Die Erfahrungen in allen Kindergärten, die in den letzten Jahren an dieser Aktion teilgenommen haben, sind durchweg positiv, das spielerische Lernen funktioniert.“ Manchmal auch bei Papa: „Warum hältst Du nicht?“. Wenn der Knirps im Kindersitz, das von der Rückbank fragt, ist das besser als jeder amtliche Zeigefinger.

 

 

 

 

Michael Plenefisch | KiGa Robert-Bosch-Straße, Rutesheim | 16.September 2015

Michael Plenefisch | KiGa Robert-Bosch-Straße, Rutesheim | 16.September 2015

Gruppenbild KiGa Robert-Bosch-Straße, Rutesheim

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Robert-Bosch-Straße

Wenn in der Rushhour alles rasch, rasch macht, müssen Kinder verkehrssicher sein

Draußen vor der Tür ist der Grund, warum drinnen rund 50 Kindergartenkinder in hellgrün herumlaufen: Nagelneue Verkehrssicherheitswesten von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sollen dafür sorgen, dass die Kleinen von den Großen besser gesehen werden. Denn draußen vor der Tür herrscht morgens „Rush hour“, wenn Lehrer, Schüler, Kindergartenkinder rasch in Unterricht und Kindergarten und die Eltern rasch weiter wollen: „Wir haben hier schon eine besondere Situation“, sagt Kindergartenleiterin Sylvia Heller. Und freut sich mit Kindern, Team und Elternbeirat riesig, dass der Kindergarten von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ein komplettes Verkehrssicherheitspaket erhält. Bürgermeister Dieter Hofmann sieht’s genauso und war bei der Übergabe auch ein bisschen neidisch: „Wo ich so groß war wie ihr, gab’s sowas noch nicht.“

Da war allerdings auch der Verkehr noch nicht so dicht. Und in Rutesheim herrscht noch die Sondersituation, dass der Kindergarten an der Hauptzufahrtstraße zum Schulzentrum liegt. Wenn draußen der Fahrradweg breiter ist als der Fußgängerweg, dann ist das ein klares Indiz dafür wie eine „Rush hour“ rund um den Kindergarten aussieht. Und wenn alle „rasch, rasch, rasch“ machen, dann steigt natürlich auch das Risiko.

Logische Konsequenz: Im Kindergarten Robert-Bosch-Straße spielt Verkehrserziehung eine besonders wichtige Rolle. Und die Kinder sind besonders fit, was das Wissen um Verkehr und Verkehrsverhalten angeht. Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Verkehrssicherheitsprojekt der Innung für Kindergärten stuft die Kleinen „vom Wissen her ganz vorne bei den Kindergärten ein, die ich in diesem Jahr schon besucht habe.“ Deswegen gehört der Kindergarten jetzt auch zu denen, die ein Verkehrssicherheitspaket von der Innung erhalten haben: eine Komplettausstattung mit Warnweste und Mütze, Verkehrszeichen und vor allem: fünf Bobbycars zwecks Übung des Autofahrerdaseins. Das Paket soll helfen, die Verkehrssicherheitsarbeit noch besser zu machen.

„Da sind Kinder am Zebrastreifen, was macht ihr?“ „Anhalten.“ Einen ganze Nachmittag lang spielen und üben die Kinder in der Turnhalle unter Anleitung eines Teams der Landesverkehrswacht. Dieser Verkehrssicherheitsnachmittag gehört zum Verkehrssicherheitspaket mit dazu. alles mit dem Ziel, „dass ihr alle sicher durch den Verkehr kommt“. Michael Pflenefisch, von Michas Kfz-Elektrik-Lädle in Rutesheim ist kein Mann großer Worte. Aber einer der Tat. In dem Fall der Mann (samt Ehefrau natürlich), der dafür gesorgt hat, dass „anhalten vor dem Zebrastreifen“ auf Bobbycars möglich ist. Die fünf roten Autos hat er gerne ins Verkehrssicherheitspaket gepackt. Diese private Engagement hat den Bürgermeister gefreut. Dass die Kinder auf den Autos durchaus ernsthaft als Autofahrer bei der Sache sind, freut die Spender. „Spielerisch lernen, hier sieht man wie’s geht“, sagt Bernhard Schäufele.

Bei Bernd, dem Bär und dem Ei im Helm ist’s auch zu sehen. Christian Messmer vom der Landesverkehrswacht demonstriert damit zweierlei: Bernd fliegt auf dem Gurtschlitten aus dem Sitz, weil er sich losgeschnallt hat. „Da habt ihr gesehen, was passieren kann, wenn ihr das tut.“ Und das Ei im Helm soll eines beweisen; „wer ohne Helm fährt, ist schön blöd“. Denn das Gehirn unter der Schale ist empfindlicher als Ei und Inhalt, die ohne Helm auf dem Boden zerplatschen, während sie mit Helm unbeschadet aufschlugen: “Der Helm schützt Euer Gehirn, damit ihr’s weiter gebrauchen könnt.“

Autohaus Pieringer | Kindertagesstätte Arche | 1. Juli 2015

Autohaus Pieringer | Kindertagesstätte Arche | 1. Juli 2015

Verkehrssicherheitstag Kindertagesstätte Arche Ostfildern

Kein Helm, kein Halten, kein Kindersitz? Papa, Mama, Opa, das geht gar nicht

Die Kleinen lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Die Großen haben auch etwas davon. Rückmeldungen von der Rückbank, wenn sie sich, na sagen wir mal nicht ganz so vorbildlich verhalten, wie es sein sollte. Ein paar Wochen lang haben sich die 70 Kinder zwischen drei und sechs Jahre der Kindertagesstätte Arche und das Team rund um Michaela Heidinger mit dem Thema Straßenverkehr auseinandergesetzt. Jetzt gab’s den krönenden Abschluss in Form eines Verkehrssicherheitsnachmittags in der Arche mit der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und der Landesverkehrswacht und als dauerhaften Lohn der Mühe eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung. Pastoralreferentin Gabriele Leuser-Vorbrugg schlug den Bogen vom kirchlichen Auftrag der Katholischen Kirchengemeinde Ostfildern als Träger zur Verkehrssicherheitsaktion: „Uns als Kirche ist ganz wichtig, dass Euer Leben gelingt und dass ihr an Leib und Seele gesund bleibt.“ Und die Verkehrssicherheitsaktion schützt Leib und Leben.

Alexander Pieringer vom gleichnamigen Autohaus in Ostfildern ist einer von denen, die live erleben, wie so eine Verkehrssicherheitsaktion funktioniert, wie sie die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart jedes Jahr in zehn bis maximal 15 Kindergärten der Region durchführt. Denn er ist nicht nur Sponsor für die fünf Bobbycars und das Quad, die das Herz des Verkehrssicherheitspaketes sind. Er ist auch Vater einer Tochter, die die Arche besucht. Und weiß deshalb, wie intensiv sich alle über Wochen mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Für die Kinder sind natürlich die Autos, die Verkehrsschilder und die Warnwesten, die den ganzen Kindergarten in leuchtgelb-grün leuchten lassen, das Größte. Für Bernd Schäufele, den Sonderbeauftragten der Innung, ist es das Wissen, das da ganz spielerisch in den letzten Wochen bei den Kindern angesammelt wurde und das die bei allen Fragen unter Beweis stellen: „Die haben diese Auszeichnung wirklich verdient.“

Denn das Verkehrssicherheitspaket der Innung samt Urkunde gibt’s nicht einfach so: „Das ist dazu da, vorbildliche Arbeit im Kindergarten zu belohnen.“ Deswegen freut sich Leiterin Michaela Heidinger auch ganz besonders, dass Bernd Schäufele, Alexander Pieringer und Erich Klett da sind und die Arche einer Kindergärten ist, die bei der Aktion zum Zug kommen. Denn ein kompletter Verkehrssicherheitstag mit Spielen und kleinen Vorführungen gehört auch zum Paket. Für Spiele und Vorführungen ist Erich Klett von der Landesverkehrswacht zuständig.

Da schließt sich dann der Kreis einer solchen Aktion, den spielerisch lernen, heißt auch Bernd, dem Bär, bei einem Salto zu schauen. Den Salto macht er, weil er im Kindersitz auf einem Gurtschlitten abrupt abgebremst wird „und sich heimlich losgeschnallt hat, der Fetz“ (Erich Klett). Erst gibt Hallo, dann Mitleid, „hat er sich was getan?“, dann die Erkenntnis, dass Arche-Kinder nicht fliegen: „Wir schnallen uns immer an“, kräht’s aus der Runde. Immer? Na ja, einen Opa gibt’s, der hat keinen Kindersitz im Auto. Der hat jetzt einen Enkel, der sich auskennt. „Lieber Zuhausebleiben“, heißt der Rat der Kinder. Kindersitz zulegen tät’s aber auch. „Papa, Helm auf“ wird auch so ein Rat aus Kindermund sein, der Ergebnis der Aktion ist. Denn dass der Helm das Hirn davor schützt, nach einen Sturz auszulaufen wie Eigelb aus einem zerbrochenen Ei, haben die Kinder erst gewusst und dann auch gesehen als ein Ei mit Helm auf den Boden knallte und nichts passiert ist. Ohne Helm aber nur noch Eiermatsch für die Biotonne übrig blieb.

Dass die Großen auch mal von den Kleinen lernen, ist dabei ein durchaus erwünschter Nebeneffekt, sagt Gabriele Leuser-Vorbrugg. Denn die Großen sind’s ja eigentlich, von denen die Kleinen lernen sollen. Und da ist es nicht hilfreich, wenn die bei rot über Fußgängerampeln tigern oder über Zebrastreifen brettern, an denen die Kinder stehen. Die wissen alle, dass Autos halten müssen. Sie haben’s geübt. Alle auf den Bobbycars als Autofahrer, alle am Zebrastreifen als Fußgänger: „Wir gucken links, wir gucken rechts, wir gucken wieder links … und da ist der Papa von … gerade durchgefahren“, kommt doch nicht gut, oder?

Autohaus Briem | Kindergarten Schmetterlinge | 25. Juni 2015

Autohaus Briem | Kindergarten Schmetterlinge | 25. Juni 2015

Verkehrssicherheitstag Kindergarten Schmetterlinge

Nervenflattern für Schmetterlings-Kinder wenn Autofahrer trotz rot durchfahren

Die Straßen von L.-E. sind ein raues Pflaster für Kinder: „Wir haben Autofahrer erlebt, die an der Ampel trotz rot durchgefahren sind und andere, die am Zebrastreifen an Autos vorbeigefahren sind, die für die Kinder angehalten hatten“. Gabriele Schaal-Folk, Leiterin des Kindergartens Schmetterlinge ist immer noch ein bisschen geschockt über die Erlebnisse beim mehrwöchigen Verkehrsprojekt, bei dem die Kleinsten das richtige Verhalten im Straßenverkehr trainierten. Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt verkehrssichere Kinder und Richard Briem, Kreisrat und Chef des gleichnamigen Autohauses, trauen ihren Ohren nicht so recht. Eigentlich ist der Verkehrssicherheitstag dafür gedacht, dass die Kinder dazu lernen: „Da gibt’s wohl ein paar Erwachsene, die dringend dazu lernen müssen.“

„Wir gucken links, wir gucken rechts, wir gucken wieder links, die Autos halten, wir gehen über die Straße“. In der Theorie ist alles, was Elli Klett von der Landesverkehrswacht sagt, ganz einfach. In diesem Fall ist es auch ganz ungefährlich. Die Autos, die da halten, sind Bobbycars, besetzt mit Kindern vom Kindergarten Schmetterlinge, die Kinder, die am Zebrastreifen stehen sind Kinder vom Kindergarten Schmetterlinge und der Zebrastreifen ist im Hof des Kindergartens. Geübt wird in diesem Fall im sicheren Raum. Keine Gefahr, auch wenn plötzlich ein Dreikäsehoch an den anderen vorbeifahren will: „Du musst zurück“. Klar.

Dass einem Vier- oder Fünfjährigen so etwas passiert, kann passieren. Aber Erwachsenen, die eine Kindergartengruppe sehen (müssten)? Da gibt’s keine Ausrede, sagt Bernhard Schäufele. Und ab sofort sowieso nicht mehr, denn alle 50 Kinder der Kindergartens leuchten gelb-grün: Sicherheitswesten und Caps gehören zu dem Verkehrssicherheitspaket der Kraftfahrzeuginnung der Region Stuttgart, das er für den Kindergarten dabei hat. Verkehrsschilder und kleine Ampeln ergänzen das Paket. Und vier Bobbycars sind das Herz des Ganzen. Die kommen vom Autohaus Briem, weil Richard Briem das Wohl der Kinder am Herzen liegt: „Wir wollen, dass die Kinder sich sicher im Straßenverkehr bewegen.“

Die Idee ist einfach: „Üben im sicheren Raum und das Wissen dann auf der Straße anwenden.“ Das heißt, im Spiel die Verkehrszeichen lernen und als Autofahrer auf dem Bobbycar erleben, wie es ist an einen Zebrastreifen heranzufahren, an dem Kinder stehen. Das komplette Paket mit dem kleinen Verkehrsübungsplatz kann der Kindergarten behalten. Bernd, den Bär nicht. Der ist zusammen mit Erich Klett von der Landesverkehrswacht und diversen Spielen an diesem Verkehrssicherheitsnachmittag im Kindergarten Schmetterlinge auch dabei. Der Verkehrssicherheitsnachmittag ist der Abschluss eines mehrwöchigen Projektes des Kindergartens in dem sich die Kinder speziell mit dem Thema Verkehrsverhalten befasst haben.

Denn grau ist alle Theorie und gelb-weiß der Eiermatsch, nachdem ein Mädel ein Ei auf den Boden hat fallen lassen. Beim ersten Versuch ist nichts passiert. Da trug das Ei einen Fahrradhelm in seiner Größe. Ei gleich Kopf gleich sicher im Helm. Ah ja.

Aber die Kids sind fit, wissen, dass sie einen Helm aufsetzen sollen. Wissen auch auf alle anderen Fragen die richtige Antwort: „Kindersitz“, „Anschnallen“ schallt’s Erich Klett auf die Frage entgegen, was das Kind im Auto braucht und tut. Bernd, der Bär, fliegt den Kindern trotzdem was vor: Im Kindersitz aber mit offenem Gurt saust er den Gurtschlitten runter und schlägt einen Salto. Großes Hallo bei den Kindern. „So sieht es aus, wenn ihr euch nicht anschnallt und der Papa bremst.“ Wieder was gelernt.

Wobei das mit dem Bremsen ja in L.E. so eine Sache ist, wie die praktische Erfahrung zeigt. Nicht jeder bremst hier für Kinder. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Kinder lernen, die Situation richtig einzuschätzen, sagt Bernhard Schäufele. Pfarrerin Eva Deimling bringt’s auf den Punkt: „Wir wollen, dass ihr alle immer sicher nach Hause kommt.“ Wenn sich das alle Großen zu Herzen nehmen, wäre das Leben für die Kleinsten am sichersten.

Autowelt Winkler + Schreiber | Kindergarten Johannesstraße | 12. Mai 2015

Autowelt Winkler + Schreiber | Kindergarten Johannesstraße | 12. Mai 2015

Volles Haus beim Verkehrs-
sicherheitstag trotz
freiem Nachmittag

15 Uhr, volles Haus im Kindergarten Johannesstraße, so etwas ist nicht selbstverständlich. Oder doch? Eigentlich schließt der Kindergarten um 13.30 Uhr, „eigentlich haben wir frei“, sagt Kindergartenleiterin Helga Morhardt. Aber wenn Bernd, der Bär; Bernhard Schäufele, Nico Schreiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Erich Klett von der Landesverkehrswacht kommen, dann nehmen sie gerne den Nachmittag noch dazu. Schließlich geht’s um einen Verkehrssicherheitsnachmittag, bei dem spielerisch das richtige Verhalten im Straßenverkehr geübt wird - und am Ende bleibt auch was da: eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung inklusive kleiner Verkehrsübungsplatz und fünf Bobbycars.

Verkehrssicherheitswesten und Caps - klar, die sorgen dafür, dass die Kinder garantiert nicht übersehen werden, wenn sie vor dem Kindergarten unterwegs sind. Verkehrsschilder, von Stop bis Fußgängerüberweg - klar, die sind zum Lernen da, die müssen die Kinder kennen. Kleine elektrische Ampeln - logisch, bei grün gehen, bei rot stehen, bei gelb?? Losfahren, anhalten, je nachdem.

Aber Bobbycars? Welchen Nutzen haben die für die Verkehrserziehung? Halt, wie war das gerade, bei Gelb? Losfahren oder anhalten. Wer nicht fährt, kann nicht anhalten. Wer Bobbycar fährt und auf eine der Übungsampeln zurollt, ist genau in der gleichen Rolle, wie Papa oder Mama im Auto. Das gilt auch für den Zebrastreifen, „wir gucken links, wir gucken rechts, wir gucken wieder links, die Autos stehen, wir können gehen“, sagt Elli Klett von der Landesverkehrswacht zu ihrer Kindergruppe. Die Autos, die da stehen sind die Bobbycars mit anderen Kindern drauf. Die spielen Autofahrer und lernen richtiges Verhalten.

„Spielerisches Lernen“, wie Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt, das nennt, steht an diesem Nachmittag über allem. Beim Verkehrspuzzle wie beim Verkehrszeichenmemory. Bernd, der Bär, ist auch für einen Aha-Effekt gut. Er sitzt im Kindersitz in einem Gurtschlitten. Der saust abwärts, stoppt abrupt, wie im Auto bei einer Vollbremsung. Angeschnallt sitzt er sicher. Aber im zweiten Versuch, „macht der Fetz sich los“, sagt Erich Klett. Folge: ein Salto vor die Kinderschar. Das löst erst Lachen, dann Nachdenken aus. Und Erich Klett hört’s gerne: „Ich schnall‘ mich immer an.“ Und noch gerner hat er diese Antwort: „Auch bei Oma und Opa.“ Kindersitze für Enkelkinder sind zumindest in diesem Kindergarten flächendeckend verbreitet. Das ist nicht überall so.

Bernhard Schäufele weiß das, denn er macht im Rahmen des Projektes eine Runde durch die Kindergärten der Region. Dass er im Kindergarten Johannesstraße ist, hat zwei Gründe. Erstens kümmert sich Helga Morhardt mit ihrem Team vorbildlich ums Thema Verkehrserziehung („das wollen wir belohnen“). Zweitens hat die Autowelt Winkler+Schreiber, das Herzstück des Verkehrssicherheitspaketes, die Bobbycars zur Verfügung gestellt. „Ohne die geht es nicht“, sagt Bernhard Schäufele und weil das regionsweite Projekt die Innung rund 15.000 Euro kostet, braucht’s die lokalen Autohäuser: Für Nico Schreiber war es aber „keine Frage, dass wir den Kindergarten unterstützen, wir wollen ja das alle Kinder immer gesund heimkommen.“

Die komplette Ausrüstung bleibt also da: Pfarrer Joachim Stricker und Kirchenpfleger Lothar Rücker freuten sich da genauso wie die Kinder. Denn was gleich klar zu sehen war: Erstens ist es ganz einfach auf dem Kindergartengelände einen kleinen Rundkurs mit Verkehrszeichen und Ampeln aufzubauen und zweitens waren alle mit Begeisterung bei der Sache. Da verflog der Nachmittag und verankerte sich doch im Bewusstsein. Auch die Sache mit dem Eierkopf, pardon, Ei als Kopf. Denn um zu zeigen, wie wichtig ein Helm ist, muss bei dieser Aktion immer ein Ei dran glauben. Als Ersatzkopf. Ei im Helm: Es knallt vollkommen unbeschadet auf den Boden. Ei ohne Helm. Platsch. „Jetzt wisst ihr, wie ein Helm schützt“, sagt Erich Klett. Die Eltern wissen’s auch: „Mama, Mama …“ Am Ende des Tages gab’s jede Menge zu erzählen.

VW Automobile Stuttgart | KiTa Dilleniusstraße | 29. April 2015

VW Automobile Stuttgart | KiTa Dilleniusstraße | 29. April 2015

Mit Feuereifer, Bobbycars und Bär Bernd sicheres Verhalten im Verkehr lernen

Hans Pommersberger, Schulleiter der Wilhelm-Maybach-Schule hatte eine Idee. 45 Kinder in der Kindertagesstätte Dilleniusstraße in Bad Cannstatt haben jetzt einen kleinen Verkehrsübungsplatz, eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung und hatten einen Riesenspaß bei einem Verkehrssicherheitstag in der Aula der Maybach-Schule. Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt „Verkehrssichere Kinder“, der alles vorbei brachte, auch: „So stelle ich mir gute Nachbarschaft vor.“

Die Kindertagesstätte und die Wilhelm-Maybach-Schule liegen nebeneinander. In der Maybach-Schule werden Kraftfahrzeugmechatroniker ausgebildet. Hans Pommersberger ist deshalb öfter bei Veranstaltungen der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Dort erfuhr er vom Verkehrssicherheitsprojekt, dort kam ihm die Idee, dass das auch etwas für die Kindertagesstätte wäre und die hat er umgesetzt. Hinterher ist alles immer ganz einfach.

Jetzt waren Leiterin Nicole Betzler, ihr Team, aber vor allem rund 40 Kinder ganz hin und weg, was dabei für sie herauskam: Alle Kinder in leuchtgrünen Verkehrssicherheitswesten plus passenden Mützen. Wenn die Kinder einen Ausflug machen, werden sie garantiert nicht übersehen. Dazu Ampeln, Schilder und fünf Bobbycars von Volkswagen Automobile Stuttgart – fertig ist ein kleiner Verkehrsübungsplatz, mit dem sich auf dem Kindergartengelände das richtige Verhalten im Verkehr üben lässt. Oder wie an diesem Nachmittag in der Aula der Maybach-Schule. Mareike Freis, Marketingleiterin von Volkswagen Automobile Stuttgart und ihr Kollege Hans-Jörg Beurer, erlebten, was alle erleben, die an einem Verkehrssicherheitstag der Kraftfahrzeuginnung dabei sind: Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. „Wir haben die Autos gerne zur Verfügung gestellt“.

Ohne die Autohäuser als Sponsoren geht’s nicht, denn das Projekt kostet jährlich unterm Strich runde 15.000 Euro, sagt Bernhard Schäufele, der im Jahr zehn bis 15 Kindergärten besucht. Die Bobbycars spielen eine Schlüsselrolle, denn mit ihnen kann sich das Kind in die Rolle des Autofahrers versetzen: Kinder am Zebrastreifen, was tun? Dreieckiges rot-weißes Schild voraus, was heißt das nochmal? Deswegen ist sich Bernhard Schäufele mit Nicole Betzler, Hans Pommersberger und Mareike Fries einig, dass das Geld für die Aktion gut angelegtes Geld ist: „Wir sorgen dafür, dass die Kinder im Spiel Gefühl und Wissen für das richtige Verhalten im Verkehr bekommen.“

Für Erich Klett von der Landesverkehrswacht, die als Partner bei den Verkehrssicherheitstagen, die zur Aktion gehören, eine wichtige Rolle spielt, ist das eh keine Frage. Er ist mit Bär Bernd, einem Ei im Helm, Verkehrsspielen und seinem Team wichtiger Faktor dafür, dass der Nachmittag für die Kinder vollkommen unvergesslich wird. Was durchaus im Sinne der Erfinder ist. Denn was Spaß macht, wie beispielsweise ein Verkehrspuzzle mit kniffligen Situationen zusammenzulegen oder Verkehrszeichenmemory zu spielen, verankert sich im Gedächtnis. Und wenn ein Ei im Helm aus einem Meter Höhe auf den Boden fällt und nicht zerplatzt, ohne Helm aber schon, was sagt das dem Kind? „Immer Helm tragen“. Und wenn Bernd, der Bär und „ein Fetz“, der auf dem Gurtschlitten im Kindersitz sitzt, sich losschnallt und beim abrupten Halt einen Salto nach vorn macht, was sagt uns das? „Ich schnall mich immer an“, kräht’s aus der Runde. Gibt ein Daumen hoch von Erich Klett. Dann gehen ihm die Daumen aus: „Ich auch, ich auch, ich auch, ich….“ Perfekt, oder? Eine kleine Schwachstelle gibt’s doch: „Wie ist das, wenn ihr bei Oma und Opa mitfahrt?“ Es wird etwas stiller: Die Verkehrssicherheit für Enkel scheint noch etwas ausbaufähig.

Autohaus Müller, Gerlingen | Kinderhaus Bruhweg | 16. April 2015

Autohaus Müller, Gerlingen | Kinderhaus Bruhweg | 16. April 2015

Bürgermeister Brenner: Immer gesund zu Hause ankommen, ist das Wichtigste

Gruppe des Kinderhauses Bruhweg beim VerkehrssicherheitstagWas ist das Wichtigste im Leben? Für Gerlingens Bürgermeister Georg Brenner ist das keine Frage: „Wichtig ist, dass wir immer gesund zu Hause ankommen“, erklärt er 90 kleinen Zuhörern im Kinderhaus Bruhweg bei der Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg. Deswegen haben Bernhard Schäufele von der Innung und Anja und Bertram Müller vom Gerlinger Autohaus Müller und eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung mit sechs Bobbycars, Ampeln, Schildern plus Warnwesten und Mützen für Kinder und Erzieherinnen dabei. Die soll helfen, dass das auch klappt.

Das Gerlinger Kinderhaus ist das erste, das Bernhard Schäufele als Sonderbeauftragter für die Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart 2015 besucht. 14 weitere werden noch folgen. Was Ines Jürgens, die Leiterin des Kinderhauses, besonders freut, ist, dass die Verkehrssicherheitsausstattung auf Dauer im Kindergarten bleibt. Die komplette Ausrüstung und der Verkehrssicherheitstag gehören zu einer Aktion, mit der die Kraftfahrzeuginnung die Verkehrssicherheit für die Kleinsten erhöhen will.

Wie gut das funktioniert weiß Anja Müller aus eigener Erfahrung: 2012 war sie im Gerlinger Kindergarten St. Martin schon mal dabei. Als Mutter, weil ihr Töchterlein dort in den Kindergarten ging und fürs Autohaus Müller als Sponsoren der Bobbycars. Deswegen war’s keine Frage auch das Kinderhaus Bruhweg zu unterstützen: „Wir machen das gerne, weil ich vom St. Martin Kindergarten weiß, dass die Bobbycars fast täglich im Einsatz sind, je nachdem wie das Wetter ist.“

Die Bobbycars sind zusammen mit den Verkehrszeichen das Herz der Aktion. Damit lässt sich auf der Freifläche am Kinderhaus blitzschnell ein kleiner Verkehrsübungsplatz aufbauen. Und dann heißt es am Zebrastreifen: „Wir gucken links, wir gucken rechts, wir gucken wieder links und wenn die Autos halten dürfen wir gehen.“ An diesem Nachmittag üben die Kinder das gemeinsam mit Elli Klett von der Landesverkehrswacht und Bürgermeister Georg Brenner live auf dem am Kindergarten ausgerollten Zebrastreifen. Und guck: Die Kinder auf den Bobbycars gucken und stoppen für die am Zebrastreifen.

Das ist der Trick bei den Bobbycars: Kinder und Bürgermeister sind nicht nur hin und weg (Brenner: „Meine Enkeltochter hat genauso einen orangen Mini, da würde ich jetzt auch gerne draufsitzen“), die „Kleinen erleben Verkehr spielerisch aus der Perspektive des Autofahrers“, sagt Bernd Schäufele. Er läuft bei der Aktion mit den Kindern die Strecke ab, erklärt die Verkehrszeichen, hilft das richtige Verhalten zu üben.

An anderen Stellen auf dem Außengelände hat die Landesverkehrswacht weitere Spielstationen aufgebaut: Verkehrsmemory, ein Riesenpuzzle und einen (fiktiven) Fluss mit Steinen. Was der mit Verhalten im Verkehr zu tun hat? Der Sprung von Stein zu Stein trainiert die Motorik, vor allem aber sorgt er auch dafür, dass sich die Kinder die Lage genau anschauen, bevor sie den nächsten Sprung wagen. Genauso, wie es eigentlich am Zebrastreifen und auf der Straße richtig wäre.

Denn wissen und tun, sind bekanntlich zwei paar Stiefel. Deswegen hat Erich Klett von der Landesverkehrswacht ja auch Bernd, den Bär, dabei. Bernd fliegt den Kindern was vor. Denn Bernd sitzt im Kindersitz auf einem Gurtschlitten. Beim ersten Mal angeschnallt. Da passiert nichts als der Sitz abrupt stoppt. Beim zweiten Mal „hat sich der Fetz losgeschnallt“. Und schlägt einen Salto, bevor er zu Boden knallt. Riesenhallo. „Hallo“, sagt Erich Klett, „das ist nicht zum Lachen, das könntet ihr sein.“ „Nein“, heißt die Antwort, „ich schnall‘ mich immer an.“  

Prima. Und wenn jetzt noch alle einen Helm auf dem Kopf haben, wenn sie mit Inlinern oder Rad unterwegs sind, wär’s auch prima. Erich Klett hat dafür ein Ei dabei. Roh, im Helm, knallt’s aus Kinderhöhe auf den Boden. Heil. Gleiche Operation ohne Helm. Eibrei. „So“, sagt Erich Klett, „könnte Eurer Kopf ohne Helm nach einem Sturz aussehen. Es ist wichtig, immer einen Helm zu tragen. Sagt’s auch Euren Eltern.“ Denn für große Köpfe gilt physikalisch das Gleiche wie für kleine. Je tiefer der Sturz, desto größer das Autsch. Und wie sagte doch der Bürgermeister: „Wichtig ist, immer gesund zu Hause anzukommen.“

 

 

 

Autohaus Janiak | KiGa Schubartschule | 23. Oktober 2014

Autohaus Janiak | KiGa Schubartschule | 23. Oktober 2014

Kinder, Betreuer und Ausrichter des Verkehrssicherheitstages im KiGa Schubartschule

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Schubartschule

Wenn die Kleinen das richtige Verhalten im Verkehr lernen, merken’s auch die Großen

Kinder gut, Oma und Opa im Moment so nana – eine Erkenntnis aus dem Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Schubartschule, den die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die Landesverkehrswacht und das Autohaus Janiak organisiert haben. Das „nana“ für Opas und Omas resultiert daraus, dass etliche Kinder sich meldeten, als die Frage hieß, „wer fährt denn ohne Kindersitz bei Opa und Oma mit“. „Sagt Euren Großeltern, dass das nicht geht“, legte Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte der Kfz-Innung für die Aktion verkehrssichere Kinder, den Kleinen ans Herz. Bürgermeister Ulrich Storer sah’s genauso und freute sich besonders, dass Innung und Autohaus gekommen waren, um etwas da zu lassen: eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung mit Bobbycars, Ampeln, Schildern plus Warnwesten und Mützen für Kinder und Erzieherinnen.

Dank Regen hat das Geschenk seine Feuertaufe auch gleich unter erschwerten Bedingungen perfekt bestanden, wie der Bürgermeister sehen konnte: Mit 80 Kindern ist der Asperger Kindergarten einer der größten, der in diesem Jahr beim Verkehrssicherheitsprojekt der Innung zum Zuge kam. Normalerweise wird der kleine Verkehrssicherheitsparcours vor einem Kindergarten aufgebaut. Er ist aber so konzipiert, dass er auch drinnen einsetzbar ist. Und weil’s draußen regnete und der Herbstwind blies, lief das in Asperg so.

Die fünf Bobbycars, die Rolf Janiak vom Autohaus Janiak zum Verkehrssicherheitspaket beisteuerte, spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht „den Kindern spielerisch das richtige Verhalten im Straßenverkehr näher zu bringen“. Für ihn war’s selbstverständlich, sich an der Aktion zu beteiligen. Für Bürgermeister Storer ist das ein Beispiel für die Verbundenheit mit der Gemeinde und für die Kinder ist das der Grund, warum sie jetzt Mercedes fahren – denn die Marke hat ihren ganz speziellen Bobbycar-Typ.

Die Dinger haben auf Kinder eine riesige Anziehungskraft: „Jaaaahhhhh“ – war die Antwort im Chor als Ulrich Storer meinte, „ihr brennt jetzt sicher drauf, dass es richtig losgeht“. Die Dinger haben einen Lerneffekt, denn sie versetzen das Kind in die Position von Papa, Mama, Opa, Oma und den alltäglichen Autofahrer, der ihnen auf der Straße begegnet. „Hier sitzen sie selbst am Steuer und müssen sich überlegen, wie sie sich am Zebrastreifen oder an der Ampel verhalten“, erklärt Bernhard Schäufele.

Genau das ist der Clou beim Verkehrssicherheitspaket: Auf dem Bobbycar ans Stoppschild? Was ist richtig? Als Kind über den Zebrastreifen, während die andere Kinder auf dem Bobbycar daherkommen – wer muss was wie tun? „Theoretisch habe die Kinder alles drauf, Kompliment an die Erzieherinnen“, lobt Bernhard Schäufele Alexandra Hofacker und ihr Team. Die freuen sich ihrerseits über das Paket, denn „jetzt bekommen sie auch noch die Möglichkeit, die Praxis zu verstärken.“

Spielerisch lernen in der Praxis und am Beispiel. Dafür hat Erich Klett von der Landesverkehrswacht an diesem Tag Spiele dabei aber auch ein Ei mit Helm und Bernd, den Bär. Das Ei hat keine Chance, den Tag zu überstehen. Denn beim ersten Test mit Helm fällt’s aus einem Meter Höhe unversehrt auf den Boden. Den zweiten Sturz ohne Helm aber übersteht’s nicht: „So würde Euer Kopf aussehen, wenn ihr einen Unfall habt“, warnt Erich Klett die Kinder. Die sind in Sachen Helm allerdings fit, wissen, wann sie ihn aufsetzen sollen. Trotzdem: Das Experiment macht deutlich, was passiert, wenn sie’s nicht tun. Ein Erfahrungsschritt mehr.

Bernd, der Bär, hat auch den Job für Erfahrung zu sorgen. Und sein Schicksal wird wohl bis ins familiäre Umfeld durchschlagen. Da merken auch die Großen, was die Kleinen gelernt haben. Denn Bernd, der Bär, saust auf einem Kindersitz einen Gutschlitten hinunter. Beim ersten Mal angeschnallt. Alles prima. Beim zweiten Mal hebt er ab, überschlägt sich und knallt auf den Boden. Da war er nicht angeschnallt. „Kein Kindersitz“ und „nicht anschnallen“ geht gar nicht, legt Erich Klett den Kindern ans Herz. Dass manche der Kinder Großeltern haben, bei denen sie ohne Kindersitz mitfahren, gefällt ihm überhaupt nicht. „Bittet sie, dass sie für Euch einen Kindersitz besorgen sollen, weil das gefährlich ist“. Dürfte eigentlich kein Problem sein, schätzt Bernhard Schäufele: „Großeltern lieben ihre Enkel, da wird wohl nur die Gefahr unterschätzt.“ Aber dafür, damit das nicht passiert, fliegt Bernd, der Bär, ja. Und kriegt hinterher ein paar Streicheleinheiten von den Kindern.

Nürnberger Versicherungsgesellschaft | KiGa Pusteblume | 16. Juli 2014

Nürnberger Versicherungsgesellschaft | KiGa Pusteblume | 16. Juli 2014

Mit dem Bobbycar durch den Parcours samt Ampeln und Fußgängerüberweg

Sicheres Verhalten im Straßenverkehr will gelernt sein. Was auf dem kleinen aufgebauten Verkehrsübungsplatz auf dem Freigelände der Kita Pusteblume in Ostfildern-Ruit nach Spiel aussieht, hat einen ernsthaften Hintergrund. „Hier wird spielerisch das richtige Verhalten im Verkehr geübt“, sagt Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte für die Aktion verkehrssichere Kinder der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Gemeinsam mit Erich Klett von der Landesverkehrswacht organisiert er den Aktionstag rund um das Thema Verkehrssicherheit. Dafür stehen für die 3- bis 6-Jährigen verschiedene Spielstationen parat, eine davon mit sechs Bobbycars, Verkehrszeichen und Zebrastreifen: „Auf dem Bobbycar sehen alles mal aus einer anderen Perspektive, nicht als Fußgänger, sondern als Autofahrer“.

Die Kleinen sind mit Feuereifer dabei, aber freilich ein wenig aufgeregt, und übersehen im ersten Durchlauf des Parcours schon mal das dreieckige „Vorfahrt achten“-Schild. Andere üben inzwischen, wie man sich als Fußgänger an der Ampel und am Zebrastreifen richtig verhält. Zu sehen sind sie alle gut, mit ihren orangefarbenen Warnwesten und gelben Warnmützen, die Bernhard Schäufele mit im Gepäck hatte. Der Renner freilich sind die Bobbycars, die von der Nürnberger Versicherung gespendet wurden; die Regionalvertreter Andreas Konietzny und Peter Neuhöfer finden die Aktion prima: „Es ist einfach wichtig, sich so früh wie möglich mit den Verkehrsregeln auseinanderzusetzen“, legen sie den Kindern ans Herz. Die Kinder wissen das. „Das ganze Kindergartenjahr über waren Verkehrsregeln bei uns immer wieder ein Thema“, erzählt Kita-Leiterin Silvie Schatz, die sich sehr freut, dass die Bewerbung der Kita Pusteblume für diese Aktion bei der Innung Erfolg hatte: Dieser Sicherheitstag setzt für uns nun einen tollen Schlusspunkt. “

Den wollte auch die Stadtverwaltung Ostfildern nicht verpassen. So waren Susanne Retter, zuständig für die Kinderbetreuungseinrichtungen, und Jürgen Zimborski aus dem Fachbereich Kinder und Jugend vor Ort und erlebten mit, wie das eingespielte Team der Kfz-Innung und Landesverkehrswacht versucht, den Blick der Kinder für das sichere Verhalten im Straßenverkehr zu schärfen. Außer grundlegenden Informationen und dem Straßenparcours umfasst so ein Sicherheitstag noch ein Verkehrszeichen-Memory, ein großes Verkehrspuzzle mit Suchfunktion und ein Geschicklichkeitsspiel.

Verkehrssicherheit beginnt mit der richtigen Ausrüstung.  „Setzt ihr beim Fahrradfahren eigentlich alle einen Helm auf?“ fragt Bernhard Schäufele in die Kinder-Runde. Es ertönt ein lautes, vielstimmiges „Ja!“, dann sagt ein Mädchen zögernd: „Hm, bloß die Mama nicht.“ Und ein Junge verrät: „Mein Papa hat gar keinen Helm.“ Der Innungsbeauftragte Schäufele kennt das schon: „Ja, ja, diese Mamas und Papas.“ Die umstehenden Eltern im Garten schmunzeln verlegen. Wie wichtig so ein Helm ist, dessen schützender Hauptbestandteil aus Styropor besteht, zeigt dann Erich Klett an einem rohen Ei, das umhüllt von einem kleinen Styroporhelm an einem Faden hängt. Die kleine Ellen darf das Gebilde aus dem Stand auf den Boden fallen lassen: Das Ei bleibt heil. Im zweiten Versuch ohne schützende Hülle, zerplatzt es sofort. Die Kinder sind beeindruckt

Und dann gibt es noch „Bernd“, den kindergroßen Teddybären. Mit ihm demonstriert Erich Klett, wie wichtig es ist, im Auto immer angeschnallt zu sein. Mit einen kleinen Gurtschlitten wird eine Vollbremsung bei Tempo 20 bis 30 km/h simuliert. Angeschnallt passiert Bernd nichts, es ruckelt ein bisschen, das war‘s. Ohne Gurt fliegt er aus seinem Kindersitz kopfüber durch die Luft nach vorne und landet unsanft auf dem Boden. Die Kinder lachen, stellen dann aber schnell fest, dass dies eigentlich nicht lustig ist: „Der hat sich weh getan.“ Genau. Im Auto würde das Kind gegen die Windschutzscheibe fliegen, gibt Erich Klett zu bedenken.

Die schönen roten, grünen, weißen und grauen Bobbycars bleiben im Kindergarten, ebenso die Verkehrszeichen, Ampeln und eine Komplettausstattung Warnwesten und -mützen. Mit letzterem werden die rund 70 Buben und Mädchen künftig im Stadtbild Ostfildern-Ruits auffallen, mit den anderen Geschenken können sie drinnen oder draußen ruckzuck einen kleinen Verkehrsübungsplatz gestalten. „Dann könnt ihr alles nochmal üben“, sagt Bernhard Schäufele: „Und je öfter ihr das macht, desto sicherer werdet ihr.“

BMW Niederlassung Stuttgart | KiTa Vaihinger Zwerge | 9. Juli 2014

BMW Niederlassung Stuttgart | KiTa Vaihinger Zwerge | 9. Juli 2014

Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte

Bei den Vaihinger Zwergen wird die Verkehrssicherheit groß geschrieben

Wenn Vaihinger Zwerge einen Verkehrssicherheitstag haben, dann geben sich sogar zwei Bezirksvorsteher die Ehre. Denn Stuttgart ist zwar ein großes Ganzes, aber nicht nur. Und die Nachricht, dass die Kindertagesstätte im Gewerbegebiet Vaihingen-Möhringen, zu denen gehört, deren Verkehrssicherheitsarbeit durch ein Verkehrssicherheitspaket der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und einen Verkehrssicherheitstag der Landesverkehrswacht unterstützt wird, ließ Jürgen Lohmann (Möhringen) und Wolfgang Meinhardt (Vaihingen) auf der Karte nachschauen. Ergebnis: Die Vaihinger Zwerge spielen auf Möhringer Markung. Beide freuten sich bei der Übergabe zusammen mit Kindern, Eltern und Kita-Team. Denn, ob Möhringen oder Vaihingen, das Problem ist das Gleiche: mehr Autos als Einwohner, 20.000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet und die 35 Kinder in der Tagesstätte mittendrin. Da ist der kleine Verkehrsübungsplatz, der sich drinnen und draußen einsetzen lässt, mehr als willkommen, sagte auch Bernd Umbach, Geschäftsführer des Internationalen Bunds Württemberg, dem Träger der Kita.  

Die Vaihinger Zwerge sind eine von insgesamt drei Kitas dieses freien Trägers der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in ganz Stuttgart. Da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Bernd Umbach und Bernhard Schäufele demnächst wieder treffen: Denn das Konzept der Innung, mit einem Verkehrssicherheitspaket schon im Kindergarten anzusetzen, hat Bernd Umbach gestern überzeugt: „Ich finde das toll.“ Denn das Paket mit Verkehrszeichen, Ampeln und Bobbycars ist zum Spielen da und vermittelt dabei Wissen: „Als Bobbycarfahrer sehen die Kinder den Zebrastreifen und die Verkehrszeichen aus einer anderen Perspektive, nicht als kleine Fußgänger, sondern mal als Autofahrer“, erklärt Bernhard Schäufele die Idee hinter dem Paket.  

Was die Bobbycars zum Herzstück des Ganzen macht, denn mit denen heißt es, “an den Zebrastreifen heranfahren wie die Großen und dann entscheiden, die Kinder am Straßenrand rüberlassen oder nicht?“ Jürgen Lohmann kennt das schon. Wenn er die Idee lobt und die BMW-Niederlassung Stuttgart in Gestalt von Mark Schneider, der als Chef der Neuwagenverkäufer die neuen Autole vorbeibringt, dann hat das auch damit zu tun, dass er in Sachen Aktion „Verkehrssichere Kindergartenkinder“ der Kraftfahrzeuginnung schon ein alter Hase ist und Bernhard Schäufele ein alter Bekannter. Denn drei Möhringer Kindergärten haben die Sicherheits- und Übungsausstattung schon erhalten und die Zwerge sind Nummer vier, wenn wir uns an die Markungslinien halten. Lob gibt’s, weil die BMW-Niederlassung bei Stückpreisen um die 80 Euro für die „BMW Baby Racer II“ so schon ein paar tausend Euros in die Aktion investiert hat. Und weil die Freude überall nachhaltig ist, wie das heute so schön heißt: „Kinder und Teams sind immer noch begeistert.  

An der Notwendigkeit hat dabei auch Lohmanns Vaihinger Kollege Wolfgang Meinhardt („die BMW-Niederlassung liegt übrigens auf meiner Gemarkung“) keinen Zweifel. Da muss er nur aus dem Fenster schauen: „Immer wieder sehe ich rund ums Rathaus, dass selbst Erwachsene bei der roten Ampel nicht stehen bleiben.“  

Der Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte samt Übungen hilft sogar da ein wenig: „Sagt Euren Eltern, wie sie‘s richtig machen“, fordert Bernhard Schäufele die Kleinen auf. Also immer mit Helm auf aufs Rad, Inliner oder Laufrad. Denn das Experiment mit dem Ei im Helm zeigt, dass einem rohen Ei nichts passiert, wenn es behelmt auf den Boden knallt. Ohne Helm dagegen ist es Bruch und kein schöner Anblick. „So sähe Euer Kopf aus“, sagt Erich Klett von der Landesverkehrswacht. Und wenn Bernd, der Bär aus dem Gurtschlitten fliegt, weil er nicht angeschnallt ist, dann ist den Vaihinger Zwergen auch klar, dass es ihnen ähnlich ginge. Und dass die neuen Warnwesten samt Caps im auffälligen orange und gelbgrün bei den Kindern der Renner sind, braucht auch keinen zu wundern. Jeder zieht eine an: „Mit denen sind die Vaihinger Zwerge jetzt meilenweit zu sehen“, freut sich Bernhard Schäufele. Obwohl: „Über den Namen müssen wir nochmal verhandeln“, meint Jürgen Lohmann in Richtung Wolfgang Meinhardt: „Filderzwerge?“  

Joachim Haupt | KiGa Aichelberg | 15. Mai 2014

Joachim Haupt | KiGa Aichelberg | 15. Mai 2014

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Aichelberg

Stoppschilder in Aichelberg verdoppelt, damit Kinder heil heimkommen  

Donnerstag hat sich die Zahl der Stoppschilder in Aichelberg verdoppelt: Das zweite steht jetzt im Kindergarten Aichelberg. Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region hat es zusammen mit einem ganzen Verkehrssicherheitspaket vorbei gebracht Das hilft, wenn es gilt, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben. Nicolas Fink, Aichwalds Bürgermeister bei der Eröffnung des Verkehrssicherheitstages: „Die Kinder kennen das einzige Stoppschild ganz genau, weil unsere Erzieherinnen ganze Ausflüge zu diesem Schild machen.“  

„Die Kinder freuen sich schon lange auf diesen Tag und wir haben uns richtig gut vorbereitet“, sagt auch Kindergartenleiterin Jennifer Gerstenbrand: „Wir waren in Schanbach am Kreisverkehr und haben die Zebrastreifenübergänge geübt“, zählt sie unter anderem als Station auf. Denn in Aichelberg gibt’s keinen Zebrastreifen. Oder jetzt doch bei Bedarf: Mit Kreide lässt sich der im Hof aufmalen. Die passenden Verkehrsschilder aus dem Verkehrssicherheitspaket dazu aufstellen und fertig ist die Übungsstrecke: Kinder auf die fünf Bobbycars, die zum Paket gehören, und Kinder als Fußgänger an den Straßenrand: „Wir schauen rechts, wir schauen links, die Autos halten an, wir schauen nochmal links und wir gehen“. Elli Klett macht’s beim Verkehrssicherheitstag vor, wie die Übung künftig laufen kann.  

Der Verkehrssicherheitstag der Landesverkehrswacht und das Verkehrssicherheitspaket von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sind dabei als Belohnung für die gute Arbeit des Kindergartens gedacht, sagt Bernhard Schäufele. Die Innung unterstützt damit Kindergärten, wenn deren Bewerbung zeigt, „dass hier engagierte Erzieherinnen und Erzieher am Werk sind“. Aichelberg hat die Voraussetzungen auf Anhieb erfüllt. Und für Joachim Haupt vom örtlichen Kfz-Meisterbetrieb war’s keine Frage, die fünf Bobbycars zu sponsern, die das Herz des Verkehrssicherheitspaketes sind.  

Was wiederum Nicolas Fink („wir freuen uns immer über Geschenke, vor allem wenn sie so sinnvoll und nützlich sind“) besonders hervorhob, weil es für ihn ins Bild passt: „Unser Kindergarten Aichelberg ist  große Klasse und unsere Erzieherinnen machen einen fantastischen Job. Wir haben ein tolles Miteinander mit der Elternschaft und wir haben fantastische Kinder.“ Und der Einsatz von Jochen Haupt als engagierter Bürger, "freut uns ungemein bei aller Neutralität, die man als Bürgermeister gegenüber dem Gewerbe haben muss – denn das zeigt die Verbundenheit mit der Gemeinde.“  

Dass die Kinder toll sind und vor allem im Vorfeld des Tages schon eine ganze Menge gelernt haben, erlebten Erich Klett von der Landesverkehrswacht und dessen Team sowie Bernhard Schäufele als es ans Üben ging. Und auch Bernd, der Bär, stellte für die Kinder keine Herausforderung dar. „Anschnallen“ schallte es im Chor auf die Frage, was das Kind im Auto tun muss, wenn es im Kindersitz sitzt. Dass der unangeschnallte Bär bei der Vollbremsung auf dem Gurtschlitten einen Salto durch die Luft machen würde, war den Kindern klar. Die Folgen auch: „Kaputt“. „Was, die Scheibe oder der Kopf?“ „Wahrscheinlich beides.“ Aichelberger Kinder sind ja nicht auf den Kopf gefallen.   Und wenn doch, haben sie einen Helm auf, wie sie beim Ei-Test versicherten. Der ist immer wieder frappierend: Rohes Ei mit Helm aus Hannas Hand. Ei hält. Ohne Helm. Ei hin. Und Hanna ist im Moment schätzungsweise ein laufender Meter.  

Deswegen helfen ihr und den anderen auch zwei Kleidungsstücke ganz besonders, die Bernhard Schäufele auch im Gepäck hatte: Wenn 50 orangerote Gestalten künftig zum Aichelberger Stoppschild pilgern – das sind Kinder und Erzieherinnen im Warnwesten-Outfit. Dann schauen sie sich das Schild mal nach der Übung am Modell im Original an. Oder sie wandern zum Zebrastreifen.

Auto-Schmidt GmbH | KiTa Plieningen | 5. Mai 2014

Auto-Schmidt GmbH | KiTa Plieningen | 5. Mai 2014

Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte Sonneninsel Plieningen

Kleine Schwestern, große Brüder, Mamas, Papas, aufpassen gilt für alle  

Kleine Schwestern im Auto sind manchmal ein Problem: „Meine schnallt sich immer ab“, bekommt Erich Klett von der Landesverkehrswacht zur Antwort als er die Kinder der Kindertagesstätte Sonneninsel in Plieningen fragt, wie sie’s mit dem Anschnallen halten. „Dann pass‘ ab jetzt immer schön auf sie auf“, ist der Rat. Worauf sie aufpassen müssen, wissen die 44 Kinder zwischen drei und sechs Jahren aber schon ganz gut, wie sich beim Verkehrssicherheitstag zeigt, den die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und die Landesverkehrswacht gemeinsam für die Kindertagesstätte organisiert haben. Denn sie haben sich gründlich mit dem Thema Verkehr befasst: „Wir freuen uns schon seit Wochen auf diesen Tag“, sagt Caroline Hierholzer, die Leiterin der Kindertagesstätte – und dann sind die Kinder mit Feuereifer bei der Sache: Rotes Schild, achteckig, was tun? Stoppen natürlich, ist doch klar.  

Vor ein paar Tagen waren die Kinder im Rathaus und haben sich den Arbeitsplatz der Bezirksvorsteherin Andrea Lindel angeschaut. Jetzt steht sie wieder vor ihnen: „Jetzt schau‘ ich mir mal euren Kindergarten an“ sagt die Rathauschefin und kommt zum Thema: „Als ihr zum Rathaus gelaufen seid, seid ihr über den Zebrastreifen gelaufen und jetzt wisst ihr, dass der nicht als Hüpfspiel auf die Straße gemalt worden ist, sondern dass der einen Sinn hat.“  

Wissen, das ist das Schlüsselwort – von vielem, was so am Straßenrand rumsteht, muss man einfach wissen, zu was es da ist. Und deswegen ist Bernhard Schäufele als Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart auf Tour, organisiert mit interessierten Kindergärten Verkehrssicherheitstage. Freut sich, wenn er auf engagierter Kindergartenleiterinnen wie Caroline Hierholzer trifft und auf engagierte Teams, wie das des Kindergarten Sonneninsel und auf hellwache Kinder, wie die, die er an diesem Nachmittag vor sich hat.  

Dafür, dass die künftig im Plieninger Straßenbild auffallen, ist jetzt gesorgt: eine Komplettausstattung Warnwesten und -mützen gehört zu dem Verkehrssicherheitspaket im Wert von rund 500 Euro, das er dabei hat. „Wir sind jetzt nicht mehr zu übersehen“, freut sich Caroline Hierholzer. Dafür, dass die Kinder sich mit Schildern, Zebrastreifen, Ampeln auskennen, kann sie jetzt damit auch direkt im Kindergarten sorgen: Dafür hat sie jetzt einen kleinen Verkehrsübungsplatz. Schilder, Ampeln und fünf Bobby-Cars. „Dass Bobbycars für die Verkehrserziehung der Kleinsten sinnvoll sind, verblüfft immer wieder“, sagt Bernhard Schäufele, aus der Erfahrung von rund 50 solcher Aktionen in den letzten Jahren. Aber es ist wirklich so: „Auf dem Bobbycar bekommt das Kind in der Kombination mit Zebrastreifen oder Verkehrsschildern ein Gefühl dafür, wie es ist, als Autofahrer unterwegs zu sein.“  

Denn reden ist bekanntlich Silber, ausprobieren ist Gold und Erfahrung kann keiner ersetzen. Und im Wort Erfahrung steckt ja „fahren“ drin, deswegen bekommt das Autohaus Schmidt noch ein Extra-Lob, denn zum Konzept der Innung gehört, dass sich die lokalen Autohäuser engagieren: „Die Bobbycars kommen immer über das Autohaus“, sagt Bernhard Schäufele. Und dafür gibt’s einen Extra-Applaus von Kindern, Erzieherinnen, Elternbeirat und Bezirksvorsteherin. So ein Kontakt ist auch wichtig: „In vielen Fällen ergibt sich ein Besuch in der Werkstatt daraus, wo sich die Kinder die Autos ganz genau anschauen können, sogar von unten.“  

Ganz genau angeschaut haben sich die Kinder auch Bernd, den Bär, und dessen Flugeinlage. Denn zu wissen, „wie weit fliegt ein Kind ohne Gurt? Bis zu Windschutzscheibe“, ist das eine. Zu sehen, wie der Bär durch die Luft trudelt, nachdem er unangeschnallt auf dem Gurtschlitten aus Tempo 30 gestoppt wird, ist der praktische Beweis. Und wenn Erich Klett fragt, wie der Mensch heil auf Laufrad, Roller, Rad oder Inliner durch die Welt kommt, auch wenn er mal stürzt, dann ist „Helm“ die richtige Antwort aus Kindermund. Aber wenn ein rohes Ei mit Helm unbeschadet aufschlägt, eines ohne Helm aber zerplatzt, dann ist dass der praktische Beweis. Das wird das Kind dann auch Mama oder Papa sagen („der fährt ohne Helm“).  

Die Kinder sehen, lernen, haben Spaß dabei, im Außenbereich des Kindergartens Sonneninsel ist konzentriertes Gewusel: Memory mit Verkehrsschildern, um Wissen zu trainieren, Puzzle mit Verkehrssituationen, als Suchspiel und Quiz („Was macht der da?“) und ein Balancespiel (mit dem die Motorik trainiert wird) – so ein Verkehrssicherheitstag ist was Besonderes. Und dann natürlich die Bobbycarstrecke. Auf der Sonneninsel führt sie durch einen Tunnel: „Habe ich auch noch nicht gesehen, dass ein Kindergarten so etwas hat“, sagt Bernhard Schäufele, und er war schon in 50 Kindergärten. Dass die Kinder nach dem Tunnel sofort wissen, wie sie sich richtig verhalten müssen, zeigt, wie gut sie sich vorbereitet haben. „Und wenn der Kindergarten weiter so gute Arbeit macht, dann klappt es auch damit, dass die Kinder heil durch den Straßenverkehr kommen“ sagt Andrea Lindel. Was dann genau der Zweck der Übung wäre.  

Autohaus Lang + Weinmann | KiGa Neuhausen | 8. April 2014

Autohaus Lang + Weinmann | KiGa Neuhausen | 8. April 2014

Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte St. Franziskus

Zebrastreifen, Zebrastreifen – was tun, wenn die Großen ihn nicht begreifen?  

„Zebrastreifen, Zebrastreifen – mancher wird dich nie begreifen“, singen die Kinder in der Kindertagesstätte St. Franziskus. Sie singen, weil Verkehrssicherheitstag ist. Sie meinen dabei aber nicht sich selber, denn sie wissen längst, wie sie sich am Zebrastreifen verhalten müssen. Alles mehrfach geübt mit Blick auf diesen Verkehrssicherheitstag, den die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zusammen mit der Landesverkehrswacht im Kindergarten veranstaltet. Die Kinder, Bernhard Schäufele, der Sonderbeauftragte der Innung für die Aktion und Barbara Lang-Kulle von Autohaus Lang + Weinmann haben dabei genau so ihren Spaß wie Neuhausens Bürgermeister Ingo Hacker, der sich bei der Innung für das Verkehrssicherheitspaket mit Warnwesten-Komplettausstattung samt mobilem Verkehrsübungsplatz bedankt. Ganz besonders gefällt ihm die Idee, Bobbycars als Mittel einzusetzen, Verkehr mal aus der Autofahrerperspektive zu erleben. Da werden Erinnerungen wach: „Ich glaube ich habe meins noch daheim in der Garage.“  

Üben ist wichtig, da sind sich alle einig, Verkehr gibt’s auf den Fildern reichlich. „Wir haben festgestellt, dass es in Neuhausen recht viele Zebrastreifen gibt“, beschreibt Leiterin Barbara Mangold die Vorbereitungen auf diesen Tag. Und „wir haben überall geübt, wie man richtig über sie geht“. Üben ist wichtig, denn wie heißt es so schön im Liedtext „Zebrastreifen“: „Wie komm‘ ich denn nur rüber jetzt, das ist ja heute wie verhext“. Verhext vor allem dann, wenn die Kinder alles richtig machen, die Großen aber manchmal doch weiter fahren. Das wird jetzt aber hoffentlich besser, denn die Warnwesten plus Leuchtmützen von der Kraftfahrzeuginnung steigern die Sichtbarkeit am Straßenrand enorm.  

Das richtige Verhalten im Verkehr zu üben, ist das eine. Das können die Kinder jetzt besser als zuvor, denn das Verkehrssicherheitspaket mit Ampeln, Verkehrsschildern und Bobbycars von der Innung und dem Autohaus Lang+ Weinmann hilft dem Kindergarten bei der Verkehrssicherheitsarbeit über den Tag hinaus. Nachhaltig, wie das heute heißt. Wie gut das funktioniert, war am Verkehrssicherheitstag gleich zu sehen. Im umgebauten Kindergarten ist sogar genug Platz, um die Übungsstrecke drinnen aufzubauen. Das freute wiederum Bürgermeister Ingo Hacker, der allerdings fast ein bisschen enttäuscht war, als er auf die Frage an die Kinder, „wie gefällt euch denn der neue Kindergarten?“, ein gut zu hören bekam: „Nur gut?“  

Aber das „toll“ hatten die Kinder für ihre Erzieherinnen reserviert. Und für den Nachmittag. „Toll“ fanden Bernhard Schäufele, Barbara Lang-Kullen und deren Tochter ihrerseits, wie sich die Kinder vorbereitet hatten und wie intensiv sie sich am Verkehrssicherheitstag an den Spielen rund ums Thema Verkehr und an den Übungen mit den Bobbycars beteiligten. „Toll“ finden auch Barbara Mangold und ihr Team die Aktion an sich und das Engagement eines lokalen Betriebs für die Kinder. „Das war lustig“, beschreibt sie, wie Innung, Autohaus und Kindergarten zusammenfanden: „Wir haben uns überlegt, ob wir uns bei der Aktion bewerben sollten und dann stellte sich heraus, dass das Autohaus überlegte, welchen Kindergarten es unterstützen könnte.“  

Gesucht, gefunden und das muss nicht die letzte Form der Unterstützung der Verkehrssicherheitsarbeit sein, sondern der Begin einer langen Freundschaft, sagt Barbara Lang-Kulle. Denn die Arbeit für die Verkehrssicherheit geht über den Tag hinaus weiter, wenn Erich Klett von der Landesverkehrswacht, samt Bernd, dem Bär, Spielen und dem speziellen Eierhelm, die alle zum Verkehrssicherheitstag gehören, schon im nächsten Kindergarten sind. Denn die Aktion der Innung läuft regionsweit. Wenn Erfolg sich dadurch definiert, dass es mehr Bewerbungen als Verkehrssicherheitpakete gibt, „dann ist die Aktion ein voller Erfolg“, sagt Bernhard Schäufele, „aber wir arbeiten dran, die Zahl der Pakete aufzustocken“ – rund 15.000 Euro sind inzwischen dafür verplant. „Wenn noch Autohäuser dazukommen, kann’s auch mehr werden.“  

Erfolg ist aber auch, wenn in Neuhausen die Kinder schon dank der „prima Vorbereitung“ schon genau wissen, was passiert, wenn der Bär unangeschnallt im Kindersitz sitzt und plötzlich das Auto stoppt: „Der fliegt“, krähten die Kinder, bevor Erich Klett den Gurtschlitten lossausen ließ. Und dass der Mensch, egal in welcher Größe, einen Helm braucht, wenn er zweirädrig unterwegs ist, war auch keine Frage. Da ist das rohe Ei, das mit Helm beim Sturz aus Kinderhand aus rund einem Meter Höhe gut geschützt ist, aber ohne zerbricht, aber eine anschauliche Bestätigung für dieses Wissen bei den Kindern.  

Wobei Bernhard Schäufele auch „ganz toll“ fand, „was ihr alles schon wisst“. Wobei er aber auch eine Lanze für die Erwachsenen brach, als es um die Frage ging, warum die am Zebrastreifen nicht halten. Nicht unbedingt, weil sie’s nicht begreifen („die gibt’s auch“), sondern weil sie „manchmal mit ihren Gedanken ganz woanders sind, wie ihr manchmal auch“. Was dann bei der Fahrt mit dem Bobbycar an der roten Ampel vorbei auch mal bei einem  Kind zu sehen war. Aber „nichts passiert, fahr rückwärts und warte bis es grün wird“, sagt Bernhard Schäufele. Im Kindergarten geht das Gottseidank noch problemlos.

Autohaus Hans-Michael Landenberger | KiGa Waldenbuch | 2. April 2014

Autohaus Hans-Michael Landenberger | KiGa Waldenbuch | 2. April 2014

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Waldenbuch

Kinderwunsch nach Verkehrssicherheitstour: Führerschein nehm‘ ich gleich mit

Elias war da – Elias geht in den Kindergarten Mühlhalde in Waldenbuch. Der Kindergarten ging im Rahmen einer Verkehrssicherheitsaktion in eine örtliche Fahrschule und Elias war klar: Alles klar, was ich jetzt weiß, reicht für den Führerschein. Weil Elias aber in den Kindergarten geht, wird er noch ein bisschen warten müssen. Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für die Aktion „Verkehrssichere Kinder“ und Bürgermeister Michael Lutz hörten die Geschichte trotzdem gern. Zeigt sie doch, wie intensiv sich der ganze Kindergarten dank der Aktion mit dem Thema Verkehrssicherheit auseinandergesetzt hat. Und das ist schließlich Sinn der Aktion, mit der Innung und örtliche Autohäuser die Verkehrssicherheitsarbeit der Kindergärten in der Region unterstützen.

Bernhard Schäufele, Hans-Michael Landenberger und die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart sind in diesem Fall an allem schuld: Daran, dass der Elternbeirat des Kindergartens Mühlhalde sich mit der Frage befasste, sich um eines der Verkehrssicherheitspakete der Innung zu bewerben. Daran, dass Kinder und Kindergartenteam sich nach der Rückmeldung, dass der Kindergarten das Paket und einen kompletten Verkehrssicherheitstag mit der Landesverkehrswacht bekommt, sich dann intensiv vorbereitet hat. Kurz daran, dass um 14.30 Uhr alle recht aufgeregt sind und beim Zubettgehen die Geschichte eines tollen Nachmittags erzählen können.  

Der Kindergarten, das zeigte sich am Nachmittag, hat aus vielen Gründen etwas davon, und das wiederum gefiel auch Bürgermeister Michael Lutz ganz besonders: Der Kindergarten hat jetzt beispielsweise einen kleinen, mobilen Verkehrsübungsplatz:  Warnwesten, Verkehrszeichen und fünf Bobbycars, die Hans-Michael Landeberger von der örtlichen Kfz-Werkstatt gerne gesponsort hat, weil ihm die Sicherheit der Kinder ganz besonders am Herzen liegt. Wofür der Bürgermeister sich bei ihm „herzlich bedankte“. Und die Kinder im Chor allen Beteiligten zwei Verkehrssicherheitslieder als „ein ganz großes Dankeschön“ (Kindergartenleiterin Diana Schremmer) sangen.  

Diana Schremmer ließ auch Revue passieren, was da im Vorfeld so alles lief: „Wir waren bei der Polizei in Böblingen, dann hat die Verkehrspolizei mit uns geübt. Dann waren wir bei der Feuerwehr in Bad Cannstatt. Dann waren wir bei einem Autohaus und zum guten Schluss waren wir noch bei der Fahrschule.“ Da wollte Elias wie gesagt den Führerschein gleich mitnehmen.

An diesem Nachmittag merkt er dann am Steuer des Bobbycars aber auch wie alle anderen den kleinen Unterschied zwischen Theorie und Fahr-Praxis. Denn schon in der Praxis auf dem schnell aufgebauten Übungsgelände ist es nicht ganz einfach, sich auf dem Bobbycar zu entscheiden, was zu tun ist, wenn Schilder am Straßenrand und ein Bürgermeister am Zebrastreifen steht: Halten, durchfahren? Weil aber Elli Klett als Landesverkehrswachmoderatorin mittrainiert, ist’s keine Frage: Schultes und auch Hans-Michael Landenberger dürfen natürlich über den Zebrastreifen, nachdem sie brav den Arm deutlich sichtbar ausgestreckt haben.  

Bernhard Schäufele freut’s, „wie intensiv die Kinder mitmachen“ – das ist eine Erfahrung, die er bei jeder Aktion macht. Genauso wie die, dass er an Orte, an denen er schon einmal war, wie Waldenbuch, bald wieder eingeladen wird, „weil sich unter Kinder, Eltern und Kindergärten herumspricht, wie toll das Angebot ist“. In Waldenbuch ist er das zweite Mal. Bürgermeister Michael Lutz sieht’s ähnlich. „Schön, dass Sie wieder da sind und auch diesen Kindergarten ausstatten.“  

Apropos herumspricht: Bei den Eltern hat sich nach der Heimkehr der Kinder gestern Abend auch herum gesprochen, wie das mit dem Ei und dem Helm ist, den Moderator Erich Klett zeigte. Dass nämlich Einer im Helm durchaus Stürze aus einem Meter Höhe überstehen, Eier ohne aber nicht. Was dafür spricht, Köpfe beim Radeln in Helme zu packen. Und dass Bernd der Bär gut einen Meter weit fliegt, wenn er unangeschnallt bei einer Vollbremsung im Kindersitzt sitzt. Wobei der auf dem Gurtschlitten ja nur so 30 draufhat. „Wo landet der?“ fragte Erich Klett die Kinder. Klar, „an der Windschutzscheibe“, die Kinder hatten ja was gelernt. „Was müsst ihr also immer?“ Antwort im Chor: „Anschallen!“ Dann aber ein Aber: „Aber mein Papa schnallt sich immer erst an, wenn er losgefahren ist.“ Da wird‘s wohl künftig mahnende Hinweise aus dem Kindersitz geben: „Papa anschnallen.“  

 

 

Autohaus Durst | KiGa Scharnhausen | 25. März 2014

Autohaus Durst | KiGa Scharnhausen | 25. März 2014

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Scharnhausen

Kindergartenkinder medaillenreif bei allen Fragen rund um Auto und Verkehr

 

Goldmedaille von den Kindern des Kindergarten Scharnhausen für OB Christof Bolay, Bernhard Schäufele und Thomas Durst von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart plus Erich Klett von der Landesverkehrswacht – damit bedankten sich die Kinder für einen Verkehrssicherheitstag im Städtischen Kindergarten Scharnhausen in Ostfildern. Aber eigentlich, sagt Bernhard Schäufele, „haben die Kinder und das Team um Brigitte Hess, die Auszeichnung verdient – so perfekt vorbereitet habe ich noch keine unserer Verkehrssicherheitsaktionen erlebt“. Kein Wunder: „Bei uns hat sich in den letzten Wochen ganz ganz viel um das Thema Verkehrssicherheit gedreht“, sagt Brigitte Hess. Und statt der Goldmedaille haben die Kinder jetzt Bobbycars, Verkehrswesten, Schilder, Ampeln – kurz eine komplette Verkehrssicherheitsausstattung, die die Kraftfahrzeuginnung und das Autohaus Durst zum Auftakt des Verkehrssicherheitstages überreichten. „Ein nachhaltiges Geschenk“, sagt Brigitte Hess – denn damit „können die Kinder immer wieder das Gelernte üben und vertiefen.“  

50 mal war Bernhard Schäufele im Rahmen der Aktion „Verkehrssichere Kinder“ der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart schon in Kindergärten – trotzdem erlebte er zum Beginn der Aktionsrunde 2014 in Scharnhausen eine Premiere: Über 70 Kinder und auf jede Frage, die er zum Thema Verkehrssicherheit stellte, eine richtige Antwort. Seit der Kindergarten wusste, dass er den Verkehrssicherheitstag von Innung und Landesverkehrswacht bekommt, haben sich alle intensiv mit dem Thema Verkehrssicherheit beschäftigt: Brigitte Hess: „Wir haben Exkursionen gemacht, Verkehrsschilder angeschaut, Ampeln ausgeschnitten und viel gelernt.“  

Wie viel bekamen OB Bolay, Thomas Durst und Bernhard Schäufele dann bei der  Eröffnung des Verkehrssicherheitstages live mit. Bernhard Schäufele hatte ein paar Fragen im Redetext, die Kinder sofort die Antworten: „Was tut ihr im Auto?“ „Anschnallen“. „Was macht ihr am Zebrastreifen?“ „Hand raus“. Da freute sich auch der OB: „Wichtig ist, dass ihr im Straßenverkehr gut aufpasst, denn wir haben nun mal viel Verkehr, denn wir sind eine Stadt mit vielen Autos.“   Jetzt gibt es fünf Autos mehr – und die erregten schon ein bisschen Neid beim Stadtchef, „so schöne habe ich nicht gehabt“, schaute er auf die Mercedes-Bobbycars, die zur Verkehrssicherheitsausstattung gehören. Da Thomas Durst ein Mercedes-Autohaus hat und die Ausstattung sponsort, war die Markenwahl logisch und Christof Bolay hat jetzt einen Kindergarten, in dem die Kinder Mercedes fahren.  

Die Bobbycars sind wichtig, weil sozusagen das pädagogische Herz der Ausstattung, die insgesamt über 500 Euro wert ist: Auf ihnen erleben die Kinder erstmals das Gefühl als Autofahrer. Sie kommen an die Verkehrsschilder, die mit im Paket sind und müssen sich richtig verhalten, wie Papa oder Mama, die sonst am Lenkrad sitzen; sie kommen an den Zebrastreifen, der sich mit ein paar Handgriffen im Kindergarten-Garten anlegen lässt, und lernen sich richtig zu verhalten. Und alles färbt hoffentlich auch auf andere ab, wünscht sich Thomas Durst: „Wenn ihr nach Hause geht, dann zeigt auch den anderen Kindern unterwegs, was ihr gelernt habt.“  

Und gelernt haben die Kinder, wie gesagt, schon eine ganze Menge, wie sich am Verkehrssicherheitstag zeigte. Denn da gab es nicht nur den kleinen Verkehrsübungsplatz. Es gab auch ein Riesenpuzzle (eine Stadt mit vielen Verkehrssituationen), ein Groß-Memory (Verkehrs- und Straßenschilder), ein Balancierspiel (um die Motorik zu üben), ein Ei mit Helm und Bernd, den Bär, die Erich Klett von der Landesverkehrswacht und sein Team (das mit Frau, Tochter und Schwiegersohn identisch ist) dabei hatten. 

Erich Klett ging’s dabei ähnlich wie Bernhard Schäufele, die Kinder wussten für alles eine richtige Antwort. Helm auf zum Fahrrad- oder Inlinerfahren? Klar. Anschnallen? Logisch. Trotzdem hatten das Ei und der Bär die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Das Ei, als es mit Helm unversehrt aus einem Meter Kinderhöhe auf  den Boden knallte, beim zweiten Versuch ohne Helm aber zerplatschte und damit zeigte wie es einem Kopf ohne Helm gehen kann. Bernd, der Bär – der angeschnallt sicher im Kindersitz den Gurtschlitten hinunter sauste. Und ohne einen meterweiten Salto schlug und „an der Windschutzscheibe“ gelandet wäre, wie die Kinder sofort wussten.  

Da indes traf der verbale Zeigefinger „immer anschnallen“, auf leichten Widerstand: „Ich darf manchmal bei meinem Papa auf dem Schoß sitzen und das Auto lenken“, krähte ein Dreikäsehoch. Na ja, ein bisschen Spaß muss sein und so lang’s nicht auf der Hauptstraße ist, haben wir nichts gehört, oder?  

Autohaus Lutz | KiGa Winterlinger Weg in Stuttgart-Möhringen | 15. Januar 2014

Autohaus Lutz | KiGa Winterlinger Weg in Stuttgart-Möhringen | 15. Januar 2014

15. Januar 2014

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Winterlinger Weg

Fahren wie die Großen samt der kleinen Macken am Fußgängerüberweg

Eins, zwei, drei – kaputt ist das Ei. Natürlich zerbricht das Ei für einen guten Zweck. Denn es ist Teil einer Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für Kindergärten. Das Ei fällt unter das Stichwort Sicherheit. Denn wenn es auf dem Boden aufschlägt, beweist es, wie nützlich ein Helm ist. Mit Helm bleibt das Ei heil, sehen die Kinder im Kindergarten Winterlinger Weg in Möhringen. Ohne macht’s knacks. Die Bobbycars, die Bernhard Schäufele dabei hat, fallen unters Stichwort Verkehr. Von dem sagt Bezirksvorsteher Jürgen Lohmann gibt’s in Möhringen reichlich. Und die Kinder können „in unserem Verkehrsbrennpunkt gar nicht schnell genug lernen, sich richtig im Verkehr zu verhalten.“ Deswegen sind Bernhard Schäufele von der Innung und Erich Klett von der Landesverkehrswacht da.

Was hilft ein Bobbycar beim Lernprozess? Ganz einfach, sagt Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt „Safety Cars for Safety Kids“, wie die Aktion heißt: „Die Kinder sehen den Zebrastreifen und die Verkehrszeichen im Spiel aus einer anderen Perspektive, nicht als Fußgänger, sondern als Autofahrer.“ Drinnen im Kindergarten üben sie im geschützten Bereich, wie es draußen zugeht. An den Zebrastreifen heranfahren wie die Großen und dann die Kinder am Straßenrand rüberlassen. Oder auch nicht. Kleine Macken haben auch die Kleinen.

Apropos Kleine und Große: Jürgen Lohmann ist in Sachen Aktion „Verkehrssichere Kinder“ der Kraftfahrzeuginnung schon ein alter Hase und Bernhard Schäufele ein alter Bekannter, denn drei Möhringer Kindergärten haben die Sicherheits- und Übungsausstattung schon erhalten. Was für die Qualität der Erzieherinnen spricht, denn ein Konzept, das unterstützt werden kann, muss schon da sein. Und das betrifft dann nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen, weiß der Bezirksvorsteher. Die Kinder geben das Gelernte weiter. Beispielsweise an Mama: „Im Winterlinger Weg ist das kein Problem, aber woanders ist es ein großes Thema wie die jungen dynamischen Mütter ihre Kinder in den Kindergarten bringen und wieder abholen.“

Es ist eben ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis am Lenkrad und unter Zeitdruck. Da setzt die Aktion der Innung an und sie setzt bei den Kleinen (im Winterlinger Weg sind die Jüngsten knapp zwei) an, „weil die schon möglichst geübt sein sollen, wenn sie in die Schule kommen“, sagt Bernhard Schäufele. Verkehrsschilder erkennen, kein Problem, die sind in dem Paket, das zu den vier Bobbycars gehört. Ampeln? Hat er zwei dabei, elektrisch, automatisch – die Kinder sind fasziniert, spielen und üben damit richtiges Verhalten auch da.

Bobbycars, Verkehrszeichen, Ampeln und eine Komplettausstattung Sicherheitswesten - alles bleibt im Kindergarten. Schon lässt sich ein kleiner Verkehrsübungsplatz für drinnen und draußen zum Üben aufbauen. Bernd, der Bär, zieht allerdings weiter. Den großen Kuschelbär finden die Kinder niedlich als sie sich draußen am Schlittengestell versammeln, auf dem der Kindersitz des Bären montiert ist. Der Bär gehört samt Erich Klett von der Landesverkehrswacht und dessen ganze Familie zum Verkehrssicherheitstag, den die Kraftfahrzeuginnung für die Kindergärten ausrichtet, die sich an der Aktion beteiligen, „denn wir wollen nicht nur Bobbycars und Warnwesten übergeben, obwohl die wichtig sind“, sagt Bernhard Schäufele: „Wir wollen auch praktisch zeigen, was möglich ist.“ Deswegen ist die Verkehrswacht mit von der Partie und hat drei Spiele dabei, in denen es spielerisch ums richtige Verhalten auf der Straße geht.

Und wie gesagt Bernd, den Bär. Der saust auf seinem Schlitten im Kindersitz abwärts, simuliert Tempo 20,30 und Vollbremsung. Gurt hält. Nix passiert. Jetzt nehmen wir mal an, Mama hetzt zum Kindergarten. Ist ja gleich um die Ecke, geht auch ohne Anschnallen. Kind läuft über die Straße, Mutti steigt in die Eisen, Bär fliegt bis die Windschutzscheibe kommt – „das wärt im Ernstfall ihr“, sagt Erich Klett in Richtung Kinder. Von wegen: „Ich schnall‘ mich immer an“, antwortet einer. Braucht er Mutti nicht dazu. Hat er selber schon gelernt. „Vorbildlich“, sagt Bernhard Schäufele und geht mit den Kindern zum nächsten Spiel: Verkehrszeichen und –verhalten üben. Je mehr die können, desto besser.

Autohaus Mulfinger | Kinderhaus am Schloss, Schorndorf | 30. Oktober 2013

Autohaus Mulfinger | Kinderhaus am Schloss, Schorndorf | 30. Oktober 2013

Verkehrssicherheitstag im AWO Kinderhaus

Schleuder-Bär wirbt fürs Anschnallen

Beim Verkehrssicherheitstraining an Schorndorfer Kindergärten lernen die Kleinen, wie sie sich im Verkehr verhalten sollen Schorndorf. Die Ampel wird grün. Greta fährt mit ihrem Fahrzeug auf einen Zebrastreifen zu. Ein Fußgänger steht dort und streckt den Arm raus, guckt nach links, nach rechts und dann noch einmal nach links. Greta bremst ab und lässt den Fußgänger passieren. Dann schwingt sie wieder ihre Beine und brettert mit dem Bobby-Car davon. Sie hat ihre Lektion beim Verkehrssicherheitstraining verinnerlicht.  

Entscheidend sei, dass die Kinder auch mal die andere Perspektive sehen, sagt Verkehrssicherheitsberater Erich Klett. Und so wird das Außengelände des Kinderhauses am Schloss gestern Nachmittag in einen Verkehrsparcours umgebaut. Ein schmaler Weg wird zu einer Straße mit Ampel, Verkehrszeichen, Mittelstreifen und Fußgängerüberweg. Dazu gibt’s ein Verkehrspuzzle, Verkehrsmemory und einen Gleichgewichtsparcours. Die Kinder können’s gar nicht erwarten, mit ihren kleinen Bobby-Cars loszupreschen. Doch Bernd Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart hält sie zurück. Denn auch und gerade im Verkehr gilt es, Spielregeln einzuhalten.  

Was hat ein Gleichgewichtsparcours mit Verkehrserziehung zu tun? Erich Klett klärt auf: „Kinder, die motorische Defizite haben, können sich auch nicht richtig im Straßenverkehr bewegen.“ Wenn Erwachsene einen Zebrastreifen queren wollen und sehen, dass ein Auto nicht anhält, bremsen sie ab und gehen zwei Schritte zurück. Manche Kinder könnten das nicht, sagt Klett, einige bräuchten noch Ausfallschritte. Zu behäbig sei ihre Motorik. Eltern und Kindergärten müssten mehr tun. Und Erwachsene sind auch als Vorbilder gefragt.  

Wenn Eltern keinen Helm tragen, verletzen sie ihre Vorbildfunktion   Was nütze es, wenn man Kindern einbläut, einen Helm zu tragen, wenn die Eltern keinen tragen? Das Gleiche gilt auch, wenn die Großeltern mit ihren Enkeln eine Radtour machen, appelliert Klett. Er zeigt den Kindern, wie ein Helm sitzen muss: waagerecht und stramm. Er sollte nach Stürzen oder alle fünf oder sechs Jahre ausgetauscht werden. Mit einem drastischen Beispiel demonstriert Klett, wie wichtig ein Helm ist: Er bittet Greta ein Ei, eingepackt in einen Minihelm, auf den Boden zu werfen. Der Helm schlägt auf, das Ei bleibt heile. „Genauso schützt ein Fahrradhelm euern Kopf“, sagt der Polizist. Greta wirft das Ei ohne Schutz auf den Boden, wo es platzt. Dann kommt Bernd der Bär ins Spiel.  

Das große Kuscheltier hockt in einem Kindersitz, der auf einer Schiene angebracht ist, die aus zwei Meter Höhe schräg nach unten führt. Klett betätigt einen Hebel, der kleine Wagen mit Bernd beschleunigt und prallt vor einen Prellblock. Mit einem Salto verabschiedet sich der Bär und fällt auf den Boden.  

„Der arme Bär“, sagt ein Junge voller Mitleid. Bernd war nicht angeschnallt. Dann saust der Bär fest verankert im Sitz die Schiene hinab. Nichts passiert. Die Kinder kapieren: Angeschnallt fährt es sich sicherer.  

Nach diesem Schauspiel werden die Kinder aktiv, lernen Verkehrszeichen kennen und setzen sich hinters Steuer. Sie sollen fühlen, wie Autofahrer sich an einem Zebrastreifen verhalten. Erst fahren sie wild über den Mittelstreifen. Nach und nach lernen sie, dass sie rechts fahren müssen. Wichtigste Lektion ist, dass sie verinnerlichen, dass sich nicht jeder Autofahrer akkurat verhält. Der Zebrastreifen ist kein geschützter Raum, man müsse immer mit den Fehlern anderer rechnen, „darum Arm raus, gucken, ob ein Auto kommt, und dann langsam über die Straße gehen“, sagt Elli Klett, die ihren Mann bei dessen ehrenamtlicher Arbeit unterstützt.

Nach knapp zwei Stunden ist das Training beendet. Verkehrszeichen und die Bobby-Cars können die Kinder behalten, die hat das Autohaus Mulfinger gesponsert, damit das Kinderhaus regelmäßig Verkehrsunterricht durchführen kann. Pikant: Die flotten Flitzer tragen keinen Stern auf dem Plastikkühler, sondern das Logo eines bayerischen Herstellers. Und das in der Daimlerstadt.

Autohaus Mucz | KiGa St. Franziskus in Schorndorf | 24. Oktober 2013

Autohaus Mucz | KiGa St. Franziskus in Schorndorf | 24. Oktober 2013

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten St. Franziskus

Wenn der Schutzengel Pause hat, tun’s  auch Sicherheitsgurt und Helm  

„Habt Ihr denn alle einen Schutzengel?“ Dass da auf Tanja Zwisslers Frage im Kindergarten St. Franziskus in Schorndorf-Weiler ein 40-faches „Ja“ zurückschallt, wird keinen verblüffen. Dass auf die Frage, „was müsst Ihr im Auto immer machen?“, ein lautes „Anschnallen“ zurückkommt, zeigt, dass sich Kinder und Erzieherinnen nicht nur auf die Hilfe von oben verlassen. Und dass Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Landesverkehrswacht mit ihrem Verkehrssicherheitstag im Kindergarten an der richtigen Stelle sind. Denn die Verkehrssicherheitsausstattung, die Projektleiter Bernhard Schäufele und Rudolf Mucz vom gleichnamigen Schorndorfer Autohaus im Gepäck haben, hat eine doppelte Funktion: Sie belohnt die bisher geleistete gute Arbeit und soll die Grundlage für die weitere legen: „Spielerisch lernen ist der beste Weg“, freut sich Pfarrer Erwin Baumann und Ortsvorsteher Klaus Beck hat gleich noch einen guten Rat für die Kinder parat: „Macht nicht alles nach, was die Erwachsenen machen.“  

Was des Pudels Kern präzise beschreibt: Erwachsene sind keine Heiligen, aber Kinder lernen vom Vorbild. Oder durch eigene Erfahrung. Letzteres ist aber im Straßenverkehr nicht ganz ohne. Also, wie den Verkehr in den Kindergarten bringen, ohne jemand zu gefährden? Da setzt das Verkehrssicherheitspaket an, das Bernhard Schäufele dabei hat, an den Kindergarten übergibt und das dann gleich live in Aktion ist: sechs Bobbycars, Verkehrsampeln, Verkehrszeichen und eine komplette Warnwestenausstattung.  

Denn da braucht‘s nur noch ein paar Handgriffe und im Garten des Kindergartens entsteht eine Straße mit diversen Verkehrszeichen und Zebrastreifen: Die einen fahren, die anderen sind die Fußgänger. Beide lernen das richtige Verhalten am Zebrastreifen, einmal aus der Sicht des Fußgängers („wir schauen links, wir schauen rechts…“), einmal aus der Sicht des Autofahrers („… muss ich denn da unbedingt anhalten?“). Und einmal unterwegs, kommen die Verkehrszeichen („was muss ich bei dem roten, achteckigen Ding machen?“)  

20 Kindergärten in der Region können pro Jahr so ein Paket bekommen: „Wir haben in der Zeitung gelesen, dass es die Aktion gibt“, sagt Tanja Sommer, die das Ganze organisiert hat. Also ab mit der Bewerbung. Dass die Erfolg hatte, kommt nicht von ungefähr: „Ein großes Lob für Eure Erziehrinnen“, sagt Bernhard Schäufele. Da weiß er schon, dass die Kids Bescheid wissen. „Was hast Du immer auf dem Kopf?“ „Haare“, einer blödelt, 39 krähen „Helm“. Und singen Rudolf Mucz und Bernhard Schäufele ein Lied über Verkehr. Refrain: „Das wissen wir genau. Wir Kinder sind doch schlau.“  

Sie wissen es, weil sie’s bereits gelernt haben, was beweist, „dass es wichtig ist, Verkehrserziehung im Kindergarten zu machen“, sagt Ortsvorsteher Klaus Beck und lobt das Engagement von Rudolf Mucz und dessen Tochter Tanja Zwissler. Denn das ganze Paket für den Kindergarten kostet rund 500 Euro und „unsere Autohäuser helfen mit das zu finanzieren“, sagt Bernhard Schäufele.  

Das bleibt alles da. Nur Erich Klett von der Landesverkehrswacht nimmt seine Sachen wieder mit, wenn der Verkehrssicherheitstag vorbei ist. Er hat Verkehrsspiele dabei und Bernd, den Bär. Der kommt auf die Art ganz schön rum im Land, wobei er immer wieder die gleiche Flugvorführung macht: Sein Kindersitz fährt in einem Gurtschlitten und er zeigt den Kindern, was passiert, wenn sie sich losschnallen und das Auto bremst: Abflug, Richtung Frontscheibe, da kann der Schutzengel höchstens mitfliegen.  

Immer wieder neu ist das Ei, denn der Lerneffekt setzt das Ende eines Eierlebens voraus: Erst ein Sturz aus Janinas Hand auf den Boden. Dank Helm kein Problem. Dann das Gleiche ohne Helm. Die Eierschale hält nicht. Der Hirnschale eines stürzenden Radlers ginge es genauso. Für die Kinder ist das kein Ding: „Wir setzen immer einen Helm auf.“ Pfarrer Erwin Baumann und Ortsvorsteher Klaus Beck kennen das: „Man begegnet immer wieder Familien, die Kinder tragen Helm, aber die Großen …“ Wie war das beim Liedchen vorhin? „Wir Kinder sind doch schlau.“ Genau.

24. Oktober 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart | Kreisverkehrswacht Rems-Murr | 21. Oktober 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart | Kreisverkehrswacht Rems-Murr | 21. Oktober 2013

Hans-Joachim Seibold wird’s in Kindergärten leichter haben

Kreisverkehrswacht: Mit Bobbycars für die Verkehrssicherheit der Kleinsten

Rund 20-mal im Jahr veranstaltet die Kreisverkehrswacht im Rahmen des Bundesprogramms „Kinder im Straßenverkehr“ an Kindergärten im Rems-Murr-Kreis Sicherheitsveranstaltungen. Dabei werden in der gemeinsamen Aktion von Kreisverkehrswacht und Kindertageseinrichtungen die Kinder für typische Gefahren sensibilisiert und zudem Eltern und Erzieherinnen Trainingsmöglichkeiten an die Hand gegeben, unsere Kinder verkehrssicherer zu machen, beschreibt Hans-Joachim Seibold den Sinn der Aktion. Ab sofort hilft dabei ein Fünfer-Satz-Bobbycars von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart samt Verkehrszeichen, kleinen Ampeln – kurz ein kleiner Verkehrsübungsplatz für drinnen und draußen im Kindergarten. Für die „Kreisverkehrswacht Rems-Murr eine hochwillkommene Unterstützung“, freut sich Hans-Joachim Seibold als ihm Kreisvorsitzender Armin Trübenbach das Verkehrssicherheitsset überreicht: „Das können wir prima brauchen.“  

Das liegt daran, dass die Bobbycars das Angebot der Kreisverkehrswacht perfekt ergänzen, sagt Hans-Joachim Seibold. Denn Nachfrage und Angebot der Verkehrswacht reicht vom Kindergarten über die Radlerausbildung und dem Verkehrssicherheitstraining für junge Autofahrer bis zum Mobilitätstraining für 55plus: „Beim Bundesprogramm Kinder im Straßenverkehr an Kindergärten im Rems-Murr-Kreis geht es um die die Bekämpfung erkannter Unfallschwerpunkte unserer Verkehrsanfänger“, erklärt der Verkehrswachtexperte.  

„Ohne Sponsoren könnten wir das nicht schaffen – und die Bobbycars sind im Kindergartenbereich das, was die Fahrräder für Schüler sind, eine Möglichkeit, den Kindern die Sicht eines Fahrers zu vermitteln.“ Was den Größeren Räder und Simulatoren sind, sind den Kleinsten die robusten Plastikautos, „das ideale Mittel, um spielerisch das richtige Verhalten im Verkehr zu lernen.“  

„Die Kinder reißen sich um die Autos“, Armin Trübenbach und Christian Reher der Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart wissen das: „18 Kindergärten hat die Innung 2012 in der Region direkt mit solchen Sicherheitspaketen ausgestattet“, sagt Christian Reher „und überall sind die hervorragend angekommen.“ So gesehen ist das Kreisverkehrswacht-Team mit Hans-Joachim Seibold für Armin Trübenbach auch so etwas wie der Botschafter für die Verkehrssicherheitsaktion der Innung, die 2013 wieder läuft: „Wenn Kindern und Erzieherinnen die Idee mit dem kleinen Verkehrsübungsplatz gefällt, dann sagen Sie denen, sie sollen sich bei der Innung für eine solche Ausstattung bewerben. Die hilft da gerne weiter. Telefon 0711 78 23 99 0 oder eine E-Mail an info@kfz-innung-stuttgart.de.“       

21. Oktober 2013

Ziebart Kraftfahrzeugtechnik | KiHa Mozartweg, Allmersbach | 16. Oktober 2013

Ziebart Kraftfahrzeugtechnik | KiHa Mozartweg, Allmersbach | 16. Oktober 2013

Verkehrssicherheitstag im Kinderhaus Mozartweg

Heute fünf BobbyCars und demnächst ein Emil für den Kindergarten  

Markus Ziebart, Chef des gleichnamigen Autohauses in Allmersbach hätte eigentlich einen Termin im Kinderhaus Mozartweg gehabt: Übergabe eines Mini-Verkehrsübungsplatzes samt Verkehrssicherheitstag mit Bürgermeister Ralf Wörner und Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Aber Sohn Emil kam schneller als gedacht – deswegen war der frischgebackene Papa lieber bei Söhnchen und Mutter Corina. Der Kindergarten ist so sozusagen doppelter Nutznießer: Zur neuen Verkehrssicherheitsausstattung kommt in absehbarer Zeit auch Klein-Emil als Nutzer. Auf dass aus ihm ein großer Emil werde, denn das ist das Ziel der Verkehrssicherheitsaktion: „Die Kinder fit machen, damit sie unbeschadet erwachsen werden“, so Projektleiter Bernhard Schäufele.  

Über 30 Kinder in Sicherheitswesten, alle gespannt auf Bernd, den Bär und einen Nachmittag voller Spiele (mit ernstem Hintergrund), Bürgermeister Ralf Wörner war beeindruckt. Beeindruckt auch davon, dass sich die Kraftfahrzeuginnung und das örtliche Autohaus fürs Thema Verkehrssicherheit engagieren. Die Sicherheitswesten sind dabei ein Teil des Paketes. Dazu kommen Verkehrszeichen, Ampeln und fünf BobbyCars – der Trick dabei ist, dass sich damit ein kleiner Verkehrsübungsplatz draußen oder drinnen im Kindergarten aufbauen und Verkehrsgeschehen im geschützten Bereich üben lässt, das sonst nur auf der Straße stattfindet.  

Beispielsweise: Bürgermeister quert die Straße am Zebrastreifen? Warum hält der die Hand raus? Muss ich halten oder nicht? In Allmersbach bremsen die Kinder auch für den Bürgermeister, lernen spielerisch wie der richtige Ablauf ist. Natürlich auch, wenn sie an der Ampel stehen, oder am Stopp-Schild. Im Grunde ist das eine einfache Erkenntnis, die sich mit der Ausrüstung, die Bernhard Schäufele dabei hat und die Markus Ziebart mitfinanziert hat, umsetzen lässt: Wer spielt, sammelt Erfahrungen – in dem Fall auf dem BobbyCar in des Wortes direkter Bedeutung.  

Bürgermeister Ralf Wörner freut sich über das Engagement für den Kindergarten. Schließlich hat die Ausrüstung einen Wert von über 500 Euro und geht nur an Kindergärten, die sich besonders um Verkehrssicherheitsarbeit bemühen. Kindergartenleiterin Dagmar Sachs freut’s natürlich auch. Zumal an diesem Nachmittag auch noch die Landesverkehrswacht mit von der Partie ist: Erich Klett und seine Frau als Moderatorenteam haben Bernd, den Bär, aber auch drei Spiele dabei: ein Puzzle, ein Memory und einen Fluss, natürlich in XXL-Ausführung.  

Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache: Suchen auf dem fertigen Puzzle nach kniffligen Verkehrssituationen, erkennen oder lernen Verkehrszeichen beim Memory und balancieren über Steine im Fluss. Was Letzteres mit Verkehrssicherheit zu tun hat? Es geht um Motorik, sprich die Bewegungsabläufe, die beim Kind noch trainiert werden müssen.   Und um was geht’s bei Bernd, dem Bär? Um den Kindersitz und seinen Nutzen. Den kennen die Kinder schon, keine Frage, denn Erich Klett erhält auf alle seine Fragen zu  verhalten im Auto die richtigen Antworten. Nur einer sitzt öfter mal ohne Kindersitz hinten drin. „Sag‘ Deinen Eltern, dass Du immer im Kindersitz sitzen willst“, rät Erich Klett und lässt den Bär los: Der sitzt in einem Gurtschlitten im Kindersitz, ist aber nicht angeschnallt. Ergebnis: Der Bär fliegt. Nächster Halt Windschutzscheibe, geschnallt?  

Logisch, die Allmersbacher Kinder sind ja nicht auf den Kopf gefallen. Und sie tragen im Ernstfall als Radler oder Inliner auch immer einen Helm. Zumindest die Kinder, die da am Nachmittag zusammen sind. Deswegen sind ihre Köpfe so sicher, wie das rohe Ei im Helm, das eines der Mädels fallen lässt und das den Sturz unbeschadet übersteht. Und „jetzt ohne Helm“, sagt Erich Klett zu seiner kleinen Assistentin: Platsch. Helm schützt wirklich.  

Die Kinder spielen, lernen, freuen sich. An der Tür klingelt’s: Markus Ziebart doch noch, trifft die Kinder mitten im Spiel, sieht, dass das Verkehrssicherheitspaket ins Schwarze trifft. Natürlich wäre er gerne an Anfang an mit dabei gewesen. Aber Emil kam drei Tage früher als erwartet. Da hatte er natürlich Vorfahrt.  

Hahn Automobile | KiTa Taubenstraße in WN-Neustadt | 8. Oktober 2013

Hahn Automobile | KiTa Taubenstraße in WN-Neustadt | 8. Oktober 2013

Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte Taubenstraße

Führerschein für Kinder, weil sie beim Verkehrssicherheitstag alles richtig machen  

WAIBLINGEN. Mia hat jetzt den Führerschein. Mia geht noch in den Kindergarten, genauer die Kindertagesstätte Taubenstraße in Neustadt. Die Kinder den Führerschein machen zu lassen war die Idee von Leiterin Laura Kerbel. Die Gelegenheit dazu bot ein Verkehrssicherheitstag, den die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart zusammen mit der Landesverkehrswacht organisierte: „Eine Klasse-Idee“, sagt Bernhard Schäufele, Projektleiter für die Verkehrssicherheitsaktion für Kindergärten, „da wird unser Anliegen perfekt umgesetzt“. Das Anliegen: Schon bei Kindergartenkindern spielerisch ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie Verkehr funktioniert und wo Gefahren lauern. Autofahrerin Mia steuert dazu einen Bobbycar und muss dann im Spiel die gleichen Fragen beantworten wie die Großen: „Am Zebrastreifen anhalten? Bei Rot anhalten? Und wozu sind nochmal diese achteckigen roten Schilder gut?“  

Die Idee mit dem Führerschein für Kids war für Bernhard Schäufele eine Premiere. Und er hat in letzter Zeit schon etliche Kindergärten und –tagesstätten besucht. Die Kreativen sind ihm am liebsten, deswegen fühlte er sich zusammen mit dem Team der Landesverkehrswacht in Neustadt in Neustadt auch gleich zu Hause. Schließlich ist es Ziel der Aktion engagierte Kindergärten bei der Verkehrssicherheitsarbeit zu unterstützen. Ein Haus voller Kinder in Neustadt war dabei garantiert und zeigt die Wertschätzung für die Aktion: Viele Kinder kamen extra, sind normalerweise am Nachmittag nicht da.  

Arndt Kammerer, in der Geschäftsleitung von Hahn Automobile für solche Projekte zuständig, ließ angesichts der Kinderzahl gleich noch ein Bobbycar holen: Sieben sind’s jetzt, über die der Kindergarten verfügt. Zusammen mit Verkehrsschildern, Ampeln, Warnwesten und anderem Material eine Ausrüstung, mit der sich drinnen und draußen richtiges Verhalten im Verkehr üben und die Regeln lernen lassen. Kammerer: „Ich weiß, wie wichtig das ist, mein Sohn ist zwei und der hält sich gerade an gar keine Regeln.“  

Mit den Bobbycars auf der im Hof markierten Straße und einer Kindergruppe am Übungszebrastreifen lässt sich das Zusammenspiel im Verkehr üben, sagt Bernhard Schäufele. Und eigentlich müsste jeder Kindergarten so etwas haben, wie die Erfahrung aus 20 Aktionen im Jahr zeigt. Deswegen freut’s ihn, wenn Ortsvorsteherin Daniela Stumpf lobende Worte für die Firma Hahn findet: „Ohne die Kfz-Betriebe, die die Fahrzeuge sponsern, wäre die Aktion nicht möglich.“ Arndt Kammerer freut sich auch, ohne viel Aufhebens zu machen: „Wir wollen uns bewusst in unserer Region und für Kinder engagieren.“  

Was Hänschen (und Johanna) dadurch lernen, hat dann zuweilen Auswirkungen auf Hans, weiß Erich. Erich Klett, von der Landesverkehrswacht zeigt beim Verkehrssicherheitstag in der Kindertagesstätte unter anderem mit einem rohen Ei, wie wichtig der Helm für den Kopf ist, wenn der bei einem Sturz auf den Boden knallt. Ohne Helm hat das Ei keine Chance und platzt auf. Und Bernd, der Bär, ist für das Aha-Erlebnis da, wie weit kann ein Kind fliegen, wenn es nicht angeschnallt ist?  

Vom Rücksitz bis zur Windschutzscheibe locker, zeigt sich als der Gurtschlitten mit dem unangeschnallten Bär abrupt wie bei einer Vollbremsung stoppt und Bernd abfliegt. Und wie weit fliegt Papa? Denn „mein Papa schnallt sich nie an“, kräht’s aus der Runde. Da wird’s wohl demnächst Ratschläge vom Rücksitz geben: „Sag‘ Deinem Papa, was Du gerade gesehen hast und dass er sich anschnallen soll“, sagt Erich Klett. Aber vor allem, „sagt immer, dass ihr angeschnallt werden wollt.“ Mia wird’s tun, alle anderen auch. Schließlich haben sie jetzt den Führerschein, weil sie Bescheid wissen und alles richtig gemacht haben. Heute für den Bobbycar und Kind will ja schließlich heil im Übermorgen ankommen, wenn die großen Autos warten.

8. Oktober 2013

Auto Fuhrmann | KiGa Kernen-Stetten | 10. September 2013

Auto Fuhrmann | KiGa Kernen-Stetten | 10. September 2013

Verkehrssicherheitstag im Kindergarten Stetten

Aha-Erlebnisse für richtige Verhalten im Verkehr mit Bobbycars und Bernd, dem Bär  

KERNEN-STETTEN. Konrad Autenrieth, Pfarrer und Vater, kennt das Problem: Kinder lieben ihre Eltern, aber sie hören nicht immer auf sie. „Deswegen ist es gut“, wenn die Kinder von dritter Seite gesagt bekommen, wie sie sich richtig im Verkehr verhalten. Die dritte Seite: Kindergarten, Landesverkehrswacht und Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Die letzteren zwei veranstalteten im Gemeindehaus Stetten einen Verkehrssicherheitstag und die Innung ließ auch etwas da: einen kleinen  Verkehrsübungsplatz mit Verkehrszeichen, Ampeln und fünf Bobbycars. Prima geeignet fürs Verkehrstraining drinnen und draußen. In Sachen draußen hatte Bürgermeister Stefan Altenberger auch gleich ein Idee: Die Übungsstraße lässt sich auch „im Schulhof anlegen, dann können die Kinder dort üben.“ Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Am Dienstagnachmittag war’s feucht, kalt und windig: kein Problem, der Verkehrsübungsplatz funktioniert auch drinnen.  

„Danke für diesen schönen Autos“, sangen die 22 Kinder des Evangelischen Kindergartens Martin-Luther in nagelneuen Warnwesten um Leiterin Hanna Krentz. Danke für die gute Verkehrssicherheitsarbeit, die im Stettener Kindergarten geleistet wird, sagte Bernhard Schäufele, der als Projektleiter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart die Kindergärten mit aussucht, die im Rahmen des Projektes verkehrssichere Kinder jedes Jahr gefördert werden und die Ausrüstung übergibt. Danke für die Unterstützung sagte Stefan Altenberger auch an die Adresse von Hans Fuhrmann. Denn dessen Autohaus stellte die fünf Bobbycars zur Verfügung, die Herzstück des Mini-Verkehrsübungsplatzes sind.  

Denn wie kommt ein Drei-, Vier-, Fünfjähriger dazu, mal zu erleben, wie das Leben aus der Sicht eines Autofahrers ist, der auf einen Zebrastreifen zusteuert? Am Lenkrad eines Bobbycars. Denn da fühlt er genauso die Lust an der Bewegung und die Unlust anzuhalten, wie mancher Erwachsene am Zebrastreifen oder an der roten Ampel, erklärt Bernhard Schäufele.  

Aha. „Aha-Erlebnisse“ sind es, die den Reiz eines solchen Verkehrssicherheitstages ausmachen, wie ihn Kraftfahrzeuginnung und Verkehrswacht etwa 20-mal im Jahr in Kindergärten der Region anbieten können. Die Nachfrage wäre größer, aber der Etat für die Aktionen ist mit 15.000 Euro begrenzt. Und ohne die Autohausinhaber wie Hans Fuhrmann, die die Autos sponsern, wären auch die 20 nicht zu stemmen.  

Stefan Altenberger lobte das Engagement “des lokal aktiven Gewerbetreibenden“ und vermutete schmunzelnd hinter der guten Tat, „dass man drauf achtet, dass sich die Kinder im Straßenverkehr gut entwickeln“, leichten Eigennutz, „dass es auch mal gute Auszubildende werden“. Doch der Scherz trifft im Grunde den Nagel auf den Kopf, denn wenn Erich Klett von der Landesverkehrswacht zu Bär und Ei greift, geht’s auch darum, wie aus den Jüngsten Ältere werden. Beispielsweise mit Helm auf dem Kopf. Was jedes Mal ein Ei kostet, wenn er dieses Aha-Erlebnis vorführt.

In der ersten Runde geht’s dem Ei gut. Denn da fällt es behelmt aus Kinderhand zu Boden. In der zweiten Runde ist das Ei Matsch, denn da wird der Helm weggelassen. Aha, grübelt einer aus der Runde der örtlichen Prominenz, „ich setze den Helm eigentlich auch nur auf größeren Touren auf.“ Ei wei.   Um die Zuschauer ins Grübeln zu bringen, ist auch Bernd der Bär da. Der kann fliegen. Das finden die Kinder lustig, aber nicht gut. Denn Bernd der Bär fährt auf einem Gurtschlitten im Kindersitz und wird abrupt gebremst: Beim ersten Mal sehen die Kinder und die Mütter, die auch da sind, das nix passiert, weil angeschnallt. Beim zweiten Mal „macht sich der Fetz los“ (Erich Klett), fliegt und würde im Auto gegen die Scheibe knallen. „Stellt Euch vor, das wärt ihr.“  

Wenn das Kind so was macht, sagt Erich Klett, „anhalten und ins Gewissen reden“. Wenn die Eltern so was machen, weil’s ja nur kurz um die Ecke ist, rät Erich Klett den Kindern, „sagt laut, dass ihr angeschnallt werden wollt“. Damit die Kinder lernen, was richtig ist, setzt Konrad Autenrieth auf sein Kindergartenteam und die neuen Übungsmöglichkeiten. Damit allen am Ende so geht wie ihm, “heute ist die Tochter dreißig und das Gröbste überstanden“.

Autohaus Jesinger | KiGa Schelztor | 4. September 2013

Autohaus Jesinger | KiGa Schelztor | 4. September 2013

Jeden Tag mitten im Verkehr, da ist alles willkommen, was den Kindern hilft

„Wir sind mitten in der Stadt, unsere Kinder sind jeden Tag mitten im Verkehr“: Wenn jemand weiß, wie wichtig es ist, dass die Kleinen lernen müssen, wie sie mit den Großen in den Autos umgehen, dann Ute Stoye, die Leiterin des Evangelischen Kindergartens Schelztorstraße und ihr Team. Deswegen waren sie happy, dass Bernhard Schäufele, von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Elli Roderburg-Schnierle vom Autohaus Jesinger vorbeikamen. Denn die hatten etwas dabei: Warnwesten, damit die Kinder besser gesehen werden. Einen kleinen Verkehrsübungsplatz samt fünf Mercedes-Bobbycars, damit die Kinder besser verstehen, wie Verkehr funktioniert und Erich Klett, samt Bernd, dem Bär, und Team von der Landesverkehrswacht, damit auch dem ganzen Gelände ein Verkehrssicherheitstag spielerisch für Lerneffekte sorgte.

„Schulweg üben“ – das Thema der Woche mit allerlei Beteiligten. Doch „bevor das Kind in die Schule kommt, geht es in den Kindergarten“, sagt Bernhard Schäufele und zählt auf: „Kommt es zu Fuß, muss es sich gut im Verkehr bewegen. Bringen es die Eltern mit dem Auto, muss es im Auto richtig angeschnallt sein.“ Kommt es in den Kindergarten Schelztorstraße, dann erlebt es hautnah, was Verkehr ist, denn so dicht an einer vielbefahrenen Straße „sind wenige Kindergärten, die wir im Rahmen unserer Aktion bisher unterstützt haben“.

Die Aktion verkehrssichere Kinder – SafetyCars für safety kids“ und die lokale Verkehrslage war der Grund, warum der Verkehrssicherheitstag notgedrungen mit leichten Regelverstößen gegen die StVO begann: Warnwesten, Verkehrsschilder, Mini-Ampeln, Pylonen, BobbyCars, Gurtschlitten, Verkehrsspiele – muss ja alles ausgeladen werden. Auch wenn’s keinen freien Parkplatz vor dem Kindergarten gibt.

Damit Hänschen lernt, was ihn den ersten Schultag gesund erreichen lässt, haben sich Kraftfahrzeuginnung und Landesverkehrswacht zusammengetan und bieten den Kindergärten, die sich bei der Aktion beteiligen, einen ganzen Verkehrssicherheitstag. Zu den Angeboten, die Erich Klett von der Landesverkehrswacht dabei hat, gehört ein Fluss-Spiel, bei dem beim Balancieren über Fluss-Steine die kindliche Motorik geübt wird, Verkehrszeichen-Memory und Verkehrspuzzle helfen, das Wissen über die Bedeutung der Schilder am Straßenrand zu trainieren und beim fertigen Puzzlebild sind die kritische Verkehrsszenen zu erfassen.

Schon das Angebot beeindruckte Kirchengemeinderätin Dr. Rosemarie König, Siegfried Bessey, den Vorsitzenden der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, und Bernd Rumming, als Vertreter der Stadt Esslingen. Aber wie dann mit Kreidestrichen plus dem mitgebrachten Material auf dem Kindergartenplatz eine Straße samt Zebrastreifen entstand und die Kinder begeistert übten, noch mehr. Das Salz in der Suppe waren dabei die BobbyCars im Mercedesdesign, die Elli Roderburg-Schnierle vom Autohaus Jesinger dabei hatte: zwei Lkw, drei Sportwagen – „ich finde die Aktion hervorragend, für die Kinder müssen wir tun, was wir können. Dass wir schon im Kindergarten ansetzen und nicht erst in der Schule ist eine gute Idee, die ich gerne unterstütze.“

Und Unterstützung ist gut, denn die Innung kann je mehr tun, je mehr Autohäuser die Autos als Herzstück der Aktion sponsern. Was die Geschäftsführerin weiß: „Sie und ihr Autohaus sind ja nicht das erste Mal dabei“, sagt Bernhard Schäufele. Etwa 20 Kindergärten in der Region können jährlich im Rahmen der Aktion unterstützt werden. Dafür sind rund 15.000 Euro in Geld und Material notwendig.

Gut angelegtes Geld, da sind sich Bernhard Schäufele, Ute Stoye, Elli Roderburg-Schnierle, Dr. Rosemarie König, Siegfried Bessey und Bernd Rumming bei den Gesprächen am Rande des Verkehrssicherheitstages einig, während die Kinder ihren Spaß haben. Und zwischendrin einen anderen Blickwinkel bekommen: Plötzlich stehen da welche am Zebrastreifen rum, wo der Mercedes gerade so schön in Schwung ist. Halten oder schnell noch durchfahren? Autofahrers Alltag lässt grüßen.

Und da ist auch die Sache mit dem Ei und Bernd, dem Bär. Bernd sitzt im Kindersitz. Erst angeschnallt, wie es sich gehört. Dann nicht angeschnallt, wie es schon mal vorkommt, wenn Mama nur schnell um die Ecke zum Kindergarten will. Vollbremsung bei Tempo 20 – da fliegt der Bär. Oder im Ernstfall das Kind. Das wollen die Kinder denn doch nicht. Genauso wenig wie einen Kopf, der aussieht, wie ein rohes Ei, das ohne Helm auf den Boden knallt. Das ist eine weitere kleine Lektion, die Erich Klett dabei hat: Erst fällt ein Ei im Helm. Dann das Ei allein, dann der Groschen: „Ich setze immer einen Helm auf.“ Auch wenn die Großen da nicht immer mit gutem Beispiel vorangehen. Ausnahme Siegfried Bessey, Sommeranzug, Krawatte, Fahrrad und bei der Abfahrt den Helm auf dem Kopf – die Kids gucken als er davon radelt. Gibt’s nix zu meckern.

Kfz-Innung Region Stuttgart | Kreisverkehrswacht Esslingen | 4. September 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart | Kreisverkehrswacht Esslingen | 4. September 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart Kindergartenaktion „Verkehrssichere Kinder“

Der Mercedes unter den Bobbycars für die Arbeit der Kreisverkehrswacht

Der Mercedes in der Hand freut Dieter Lentz, den ersten Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Esslingen. Auch wenn er aus Plastik ist. Oder gerade weil der aus Plastik ist. Der einem Sportwagen nachempfundene Mercedes in der Bobbycar-Version ist Teil eines Verkehrssicherheitspaketes, mit dem die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart, die Arbeit der Kreisverkehrswacht unterstützt: „Das ergänzt in die Arbeit unserer Verkehrserziehung perfekt“, sagt Dieter Lentz. Dann damit hat die Jugendverkehrsschule künftig einen kleinen Verkehrsübungsplatz an Bord, den sie in Kindergärten einsetzen kann. Gleichzeitig startet die Innung ihre Aktion für Kindergärten neu: Bewerbungen werden unter anderem wieder unter aktion@kfz-innung-stuttgart.de angenommen.  

Die Idee mit Bobby-Cars die Verkehrssicherheit der Kleinsten zu erhöhen, gefiel dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Esslingen sofort: „Die Verkehrserziehung im Kindergartenalter ist uns ein großes Anliegen.“ Zumal der Kreis Esslingen ohnehin der Kreis „mit der intensivsten Verkehrssicherheitsarbeit im Land ist“, da ist er sich sicher. Das Angebot der Verkehrswacht reicht vom Kindergarten über die Radlerausbildung und dem Ver-kehrssicherheitstraining für junge Autofahrer bis zum Mobilitätstraining für 55plus. Bei den Kindern liegt aber ein klarer Schwerpunkt. Dabei gibt’s die ständige Fragen, wo die entsprechende sinnvolle Ausrüstung herkommt: „Wir brauchen Spenden und ohne Sponsoren könnten wir das nicht schaffen.“  

Die Kombination Bobbycars, Verkehrsschilder, Ampeln und Warnwesten, die jetzt von der Innung zur Verfügung gestellt wird, feiert bei der Kreisverkehrswacht Premiere („hatten wir noch nicht“), hat ihre Tauglichkeit dabei längst im Erzieherinnentest bestanden: „Wo wir Kindergärten solche Ausrüstungen direkt übergeben haben, haben uns hinterher alle Erzieherinnen bestätigt, dass das eine sinnvolle Hilfe für ihre Arbeit ist“, sagt Frank Schnierle, der Kreisvorsitzende der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Die Bobbycars sind im Kindergartenbereich dabei das, was die Fahrräder für Schüler sind, eine Möglichkeit, den Kindern die Sicht eines Fahrers zu vermitteln.“ Was den Größeren Räder und Simulatoren sind, sind den Kleinsten die robusten Plastikautos, „das ideale Mittel, um spielerisch das richtige Verhalten im Verkehr zu lernen.“  

Die Erkenntnis fußt auf rund 18 Verkehrssicherheitspaketen, die allein 2012 in der ganzen Region an Kindergärten gingen, die sich um diese Unterstützung ihrer Arbeit bewarben. Jetzt läuft die Aktion wieder an. Der Jugendverkehrsschule der Kreisverkehrswacht mit dem Paket im Wert von über 500 Euro auszustatten, war da nur logisch, sagt Christian Reher, der Geschäftsführer der Innung: „Die Jugendverkehrsschule sehen wir auch als einen wichtigen Multiplikator. Die Verkehrswacht ist rund 20-mal im Jahr in Kindergärten – und Kindergärten, die das Angebot für sinnvoll erachten, können sich bei uns für solch ein Paket bewerben.“ Und für Markenneutralität ist gesorgt: „Im Paket für die Kreisverkehrswacht sind verschiedene Marken vertreten“ und bei den Kindergartenpaketen wechseln sich die Autohäuser ab. Denn der Innung geht’s wie der Kreisverkehrswacht: „Die rund 15.000 Euro, die die Aktion jährlich kostet, könnten wir ohne Beteiligung der Autohäuser auch nicht stemmen“, sagt Christian Reher.      

Zur Info: Aktion „Verkehrssichere Kinder – Safety Cars for Safety Kids“ – Bilanz 2012  

13 Termine in 18 Kindergärten in der Region 810 Kinder (plus Eltern und Verwandte)

Finanzieller Einsatz Innung und Sponsoren 2012 ca. 15.000 Euro   Auszeichnungen 2012: Verkehrspräventionspreis GIB ACHT IM VERKEHR des Innenministeriums Baden-Württemberg: Besondere Anerkennung für das Projekt "Verkehrssichere Kinder - Safety cars for safety kids"  

Kindergärten, die 2013 teilnehmen wollen, können sich ab sofort bei der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart Postfach 80 10 64 70510 Stuttgart oder telefonisch unter 0711 / 78 23 99 11 oder per Email unter aktion@kfz-innung-stuttgart.de melden.

4. September 2013

Autohaus Höfle | KiGa Klostergarten, Sindelfingen | 10. Juli 2013

Autohaus Höfle | KiGa Klostergarten, Sindelfingen | 10. Juli 2013

Mit Bobbycars, Ampeln und Bär Bernd gegen Gefahren im Straßenverkehr

Kindergarten Klostergarten, rund 100 Kinder in orangen Westen, Bernd, der Bär, Bobbycars, Ampeln, Verkehrszeichen – mitten drin einer, den die Erinnerung packt: Thomas Höfle, heute Chef des gleichnamigen Sindelfinger Opel-Autohauses und stellvertretender Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Seine Mission: Den Kindern eine Verkehrssicherheitsausstattung zu übergeben.  Seine Erinnerung: „Als ich so groß war wie ihr, bin ich auch in diesen Kindergarten gegangen“, ruft er den Kindern zu, die sich fürs Gruppenfoto versammelt haben und darauf brennen, Spiele und Bobbycars auszuprobieren.  

„sein“ Kindergarten zu denen gehört, die im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung eines von 18 Verkehrssicherheitspaketen der Innung erhalten, freut Thomas Höfle besonders. Und er hat auch sein Teil dazu beigetragen, dass der Kindergarten das Paket erhält, um seine Verkehrssicherheitsarbeit künftig noch besser machen zu können. Die fünf Bobbycars, die Herz des kleinen Verkehrsübungsplatzes bilden, stammen aus seinem Haus. Er geht da sozusagen mit gutem Beispiel voran, denn die Aktion kostet bei 18 Kindergärten rund 15.000 Euro – „das kann eine Innung ohne Sponsoren nicht stemmen.“  

Aber die Bobbycars sind wichtig für die spielerische Verkehrserziehung. Was es mit denen auf sich hat, erklärt  Bernhard Schäufele, der Projektleiter der Sicherheitsaktion, den aufmerksam lauschenden Kleinen: „Da seid ihr jetzt die Chefs am Lenkrad und seht wie es ist, wenn man auf einen Zebrastreifen zufährt.“ Und so ist im Spiel zu lernen, wie die Wirklichkeit ist: Soll ich jetzt halten oder nicht?  

Kinder lernen spielerisch. Das ist die Idee, die hinter dem Verkehrssicherheitspaket steckt. Wie das funktioniert, ist  beim Verkehrssicherheitstag live zu erleben: Ein paar Kreidestriche, etwas Klebeband, fertig ist eine Straße, Verkehrsschilder aufgestellt. Zebrastreifen ausgelegt, Leiterin Susanne Rapp und Andrea Ragnit, zuständige Abteilungsleiterin bei der Stadt sehen mit eigenen Augen, wie einfach aber nützlich die neueste Errungenschaft der Kindertagesstätte ist.. Los geht’s für Igel, Eichhörnchen, Pinguine und Bären,. Ein Hälfte der Gruppe spielt Fußgänger, die andere Autofahrer. Die eine Hälfte übt am Zebrastreifen richtiges Schauen und Hand raushalten, die andere Hälfte kommt mir dem Auto daher und müsste halten. „Müsste“, denn es ist wie im richtigen Leben. Nicht jeder tut’s.  

In diesem Fall kein Problem. Bobbycar zurückschieben, neuer Versuch. Nichts passiert. Ist ja ein Spiel. Die gute Nachricht, auch in der Realität wurde letztes Jahr kein Kind unter sechs Jahren im Kreis Böblingen getötet. Aber 33 Kindern wurden bei Verkehrsunfällen verletzt.   Da wäre eine Null natürlich schöner – und deswegen gibt es nicht nur den kleinen Verkehrsübungsplatz und die Warnwesten, um das Verhalten auf der Straße zu üben und dabei gut sichtbar zu sein. Es gibt beim Verkehrssicherheitstag auch das Team von der Landesverkehrswacht um Erich Klett. Und Willi Burger, Vorstand der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, freut sich, dass das Angebot bei den Kindern gut ankommt. Die Kinder balancieren auch über Fluss-Steine, spielen Verkehrszeichen-Memory und Verkehrspuzzle – üben Motorik (Steine), Erinnerung und Wissen (Memory) und erfassen kritische Verkehrsszenen, wenn das Puzzle fertig ist. Riesenspaß an den Spielen inklusive.  

Und dann ist da noch Bernd, der Bär und ein namensloses Hühnerei, dem jetzt sein letztes Stündlein schlägt. Bernd, der Bär, kann fliegen. Das kann jedes Kind. Es muss sich nur im Kindersitz losschnallen und auf ein Bremsmanöver warten. Und damit es das nicht tut, fliegt Bernd, der Bär mal etwas vor. Was den Kindern  einen Riesenspaß macht, wenn der Bär einen Salto aus dem Kindersitz macht. Und Erich Klett die Möglichkeit gibt, die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. In der Theorie wissen die Kinder wie der Kindersitz funktioniert. Bis auf einen („ich schnall‘ mich nie an“) wissen auch alle, dass sie sich anschnallen sollen „und laut rufen, wenn Papa und Mama das vergessen haben“ (Erich Klett). Nach Bernds Flugeinlage wissen sie auch wieso, „stellt Euch vor, das wärt Ihr“.   Also lieber auf den Salto aus dem Sitz verzichten. Und das Schicksal des Eis will auch keiner teilen. Judith lässt es aus einem Meter Höhe zu Boden fallen. Nichts passiert, denn das Ei hat einen Helm. Wie der funktioniert, hat Erich Klett zuvor der Kinderschar auch erklärt. Jetzt demonstriert Judith den Unterschied zwischen Ei mit Helm und Ei ohne. Ei ohne ist ohne Chance, klatsch. Deswegen hat Bernd, der Bär, einen Namen und die Eier nicht. Denn Eier ohne Helm werden nicht alt.    

10. Juli 2013

Autohaus Möhle | KiGa Großaspach | 8. Juli 2013

Autohaus Möhle | KiGa Großaspach | 8. Juli 2013

Verkehrssicherheitstag im Großaspacher Kindergarten

Bobbycars und Bär Bernd helfen dem Schutzengel Kinder vor Unfällen zu schützen  

„Es ist gut einen Schutzengel zu haben, aber noch besser ist es, immer gut aufzupassen“, die Großaspacher Pfarrerin Charlotte Altenmüller bringt’s im Evangelischen Kindergarten Großaspach auf den Punkt. Und deswegen haben Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Andreas Möhle vom ortsansässigen Autohaus für die 45 Kinder einen kleinen Verkehrsübungsplatz für drinnen und draußen im Gepäck und übergeben den im Rahmen eines Verkehrssicherheitstages in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht. Fünf Bobbycars als Herzstück des Ganzen helfen den Kindern, Verkehr auch mal aus Sicht des Autofahrers zu sehen

„Zeitungsleser wissen mehr“, ein alter Spruch, der aber im Aspacher Fall seine Berechtigung hat: „Wir haben in der Backnanger Kreiszeitung gelesen, dass die Kraftfahrzeuginnung eine Aktion für Kindergärten macht und haben gedacht, das wäre doch etwas für uns“, sagt Sigrun Mosebach, die Leiterin des Kindergartens bei der Übergabe.  Bernhard Schäufele, der Projektleiter bei der Kraftfahrzeuginnung dachte das auch als er die Bewerbung des Kindergartens las. Denn Ziel der Aktion ist es Kindergärten bei ihrer Verkehrssicherheitsarbeit zu unterstützen.  

Deswegen ist er jetzt in Aspach. 18 solche Sicherheitspakete im Wert von jeweils mehreren hundert Euro kann er in diesem Jahr in der ganzen Region verteilen: Bobbycars, Ampeln, Verkehrsschilder, Warnwesten in Kindergröße für alle Kinder. Für die Kinder sind natürlich die Bobbycars das Größte. Und was es mit denen auf sich hat, ist rasch erklärt: „Kinder lernen spielerisch“, sagt Bernard Schäufele, „und mit unserer Ausrüstung lässt sich im Kindergarten oder vor dem Kindergarten leicht Verkehr spielen.“   Wie das mit dem spielerischen Lernen funktioniert, lässt sich dann live beim Verkehrssicherheitstag beobachten: Ein paar Kreidestriche, etwas Klebeband fertig ist eine Straße, Verkehrsschilder aufgestellt. Los geht’s. In der ersten Runde ist am Stoppschild kein Halten und am Zebrastreifen großes rätseln, „muss ich da jetzt halten oder nicht“? Später, wir nehmen es vorweg, klappt das prima.  

Ist ja auch nicht so, dass die Kinder nicht wüssten, worum es geht. Nur dass zwischen Theorie und Praxis natürlich immer eine kleine Lücke besteht. Andreas Möhle beobachtet fasziniert, wie sich mit Bobbycars diese Lücke schließen lässt. Für ihn war’s keine Frage, dass sich sein Autohaus sich an der Aktion beteiligt und die Autos zur Verfügung stellt: „Ich finde die Idee der Innung gut, die Kindergärten zu unterstützen.“ Und Bernard Schäufele findet’s gut, dass die Innungsmitglieder wie das Autohaus Möhle überall dabei sind: „Die Innung allein könnte die rund 15.000 Euro, die die Aktion jährlich kostet nicht stemmen.“  

Die Kinder finden derweil nicht nur die Bobbycars gut und halten brav an den automatisch umschaltentenden Ampeln oder lassen andere Kinder über den Zebrastreifen. Sie balancieren auch über Fluss-Steine, spielen Verkehrszeichen Memory und Verkehrspuzzle – üben Motorik (Steine), Erinnerung und Wissen (Memory) und erfassen kritische Verkehrsszenen, wenn das Puzzle fertig ist. Vor allem aber haben sie einen Riesenspaß an den Spielen, die Erich Klett von der Landesverkehrswacht dabei hat und die zum Verkehrssicherheitstag gehören.  

Und an Bernd, dem Bär. Das ist ein fliegender Bär. Obwohl, eigentlich sollte er nicht fliegen, sondern angeschnallt im Kindersitz sitzen. „Aber der Bernd ist halt ein Fetz“, sagt Erich Klett, „der schnallt sich los“. Und lässt Kindersitz und Bär auf dem Gurtschlitten abwärts sausen. Bär fliegt, Kinder lachen – „und warum lacht ihr jetzt?“ Ah ja – ist ja eigentlich gar nicht so lustig, wenn man im Auto einen Salto gegen die Windschutzscheibe macht.   Fachleute nennen das Aha-Effekt. Auf denen baut der ganze Nachmittag auf und die wird’s dank des Verkehrssicherheitspaketes auch künftig beim Thema Verkehr immer wieder geben. Einen hätte Erich Klett da noch: Das Ei und den Schutzhelm. Rohe Eier von Kinderhand aus einem Meter auf den Boden klatschen zu lassen. Bei Ei mit Helm kein Problem. Ei hält. Ohne Helm müsste schon ein Schutzengel seine Hand dazwischen halten, um Eimatsch zu verhindern. Ist aber gerade keiner da. Womit die Geschichte da aufhört, wo sie angefangen hat: „Es ist gut einen Schutzengel zu haben…“ – aber ein Helm hat Vorteile.

8. Juli 2013

Audizentrum Stuttgart | Feuerbacher Tageseinrichtung für Kinder | 3. Juli 2013

Audizentrum Stuttgart | Feuerbacher Tageseinrichtung für Kinder | 3. Juli 2013

Verkehrssicherheitstag in der Feuerbacher Tageseinrichtung für Kinder

Bobbycars und Bär Bernd helfen Kinder im Verkehr sicherer zu machen


Schlagzeile des Tages: „Land geht frontal gegen Tod im Straßenverkehr an“. Tat des Tages: Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und Audizentrum Stuttgart übergeben der Tageseinrichtung für Kinder in der Feuerbacher    Burgherrenstraße 40  einen kleinen Verkehrsübungsplatz für drinnen und draußen im Rahmen eines Verkehrssicherheitstages für die 44 Kinder in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht. Lob des Tages: „Das hilft uns sehr, denn es ist uns ein großes Anliegen, dass sich unsere Kinder sicher im Feuerbacher Verkehr bewegen“, sagt Andrea Klöber, die Feuerbacher Bezirksvorsteherin.  

405 private Pkw auf 1.000 Einwohner, die Feuerbacher sind im Stuttgarter Vergleich mit Autos recht gut ausgestattet. Und wenn im letzten Jahr auch kein Kind unter sechs Jahren im Stuttgarter Verkehr starb, es gilt immer noch fast 50 verletzte Kinder zu vermeiden, sagt Projektleiter Bernhard Schäufele von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und zwar bei den Kindern im Auto und bei den Kindern, die sich im Straßenverkehr bewegen. 

Auf beides ist der Verkehrssicherheitstag abgestimmt. Bei den 44 Kindern der Tageseinrichtung in der Feuerbacher Burgherrenstraße rennen Bernhard Schäufele und Gunnar Severin vom Audizentrum dabei offene Türen ein als sie die mitgebrachten Bobbycars auspacken. Fünf Stück sind das Herzstück eines kleinen Verkehrsübungsplatzes, auf dem ganz spielerisch zu erfahren ist, wie seltsam das Verhalten von Erwachsenen und Kindern manchmal sein kann: Denn wenn die Aufgabe fürs eine Kind heißt, mit dem Bobbycar am Zebrastreifen anhalten, wenn ein Kind über die Straße will, dann heißt die Frage „ja und jetzt, will die oder will die nicht?“ Da schaut das Kindergartenkind auf dem Bobbycar das Kindergartenkind am Mini-Zebrastreifen groß an und wartet auf das deutliche Handzeichen.

 „Genau das ist der Zweck der Übung“, sagt Bernhard Schäufele. Und Gunnar Severin ist fasziniert, „wie Verkehrssicherheitsarbeit mit vergleichsweise einfachen Mitteln im Kindergarten zu machen ist“. Wobei am Ende für die Gesamtausstattung mit Autos, Sicherheitswesten, Verkehrsschildern, Ampeln und Zubehör ein paar hundert Euro zu Buche stehen.  

Geld, das die Stadt nicht investieren kann, sagt Andrea Klöber und freut sich deshalb über „die willkommene private Initiative“. Geld, das gut angelegt ist, sagt Gunnar Severin, „denn die Sicherheit der Kinder ist wichtig.“ Und ein Lerneffekt, der nicht nur auf Kinder beschränkt ist. Denn es ist so, sagt Ursula Kaiser-Fischer, die Bereichsleiterin der Kiga-Tageseinrichtungen, „dass es Regeln gibt, aber leider die Erwachsenen sie auch nicht immer einhalten“. Was ihnen künftig mahnende Worte der Kinder eintragen dürfte, schätzt Leiterin Eva Coban: „Es ist schon so, dass einen die Kinder darauf aufmerksam machen, wenn etwas nicht stimmt.“  

„Papa anschnallen“, ist da vermutlich der Ruf, den Bernd, der Bär und Erich Klett von der Landesverkehrswacht auslösen. Denn Bernd, der Bär, fliegt bei einer praktischen Demonstration mit einem Gurtschlitten aus dem Kindersitz als er ohne Gurt fährt. Und da sieht das Kind, wie gut es ist, „dass wir drei Kindersitze haben, einen beim Opa“. Und „Mama, Helm auf“, dürfte Ergebnis des Ei-Experimentes sein. Rohes Ei mit Helm übersteht Sturz aus einem Meter Höhe unversehrt. Ei ohne Helm? Sowas ist keinem Kopf zu wünschen.

3. Juli 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart | Verkehrswacht Stuttgart | 2. Juli 2013

Kfz-Innung Region Stuttgart | Verkehrswacht Stuttgart | 2. Juli 2013

Verkehrswacht Stuttgart hat ein neues Angebot

Mit KIS und Bobbycars für Stuttgarter Kindergarten-Kinder in Einsatz  

Die Stuttgarter Verkehrswacht hat ein neues Angebot: Ab sofort „können wir mit dem Programm ‚Kinder im Straßenverkehr‘ (KIS) in die Kindergärten gehen“, freut sich Birgit Weber, erste Vorsitzende der Verkehrswacht Stuttgart e.V.. Und erste Moderatorin des neuen Angebotes, denn zusammen mit Samir Khalil von den Verkehrswachtjunioren hat sie am Wochenende die notwendige Moderatorenausbildung in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Die notwendige Ausstattung hat sie auch schon: Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart hat der Verkehrswacht einen mobilen Verkehrsübungsplatz für diesen Zweck übergeben: Ampeln, Verkehrszeichen, Bobbycars – alles, was notwendig ist, um im oder vor dem Kindergarten Verkehrssituationen nachzustellen.  

Bundesprogramm „Kinder im Straßenverkehr“ hat als gemeinsame Aktion von Verkehrswacht und Kindertageseinrichtungen das Ziel, die Kinder für typische Gefahren zu sensibilisieren und den Eltern und Erzieherinnen Trainingsmöglichkeiten an die Hand zu gegeben, um die Kinder verkehrssicherer zu machen. Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart ergänzt die Theorie dabei mit der Praxis: Denn ihre kleinen Verkehrsübungsplätze, die sie im Rahmen ihrer Aktion „Verkehrssichere Kinder“ vergibt, „machen es für die Kinder möglich, die Situationen aus verschiedenen Blickwinkel zu erfahren“, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher: Und zwar buchstäblich: „Ein Kind, das auf einem Bobbycar an den Zebrastreifen heranfährt, erfährt wie es ist, als Autofahrer auf Kinder zuzufahren, deren Verhalten nicht hundertprozentig einzuschätzen ist.“  

Die Kindergärten reißen sich inzwischen um dieses Angebot: „18 Kindergärten hat die Innung 2012 in der Region direkt mit solchen Sicherheitspaketen ausgestattet“, sagt Christian Reher. Die ursprünglich eingeplante gleiche Zahl an Verkehrssicherheitspaketen für 2013 ist inzwischen komplett vergriffen: „Wir suchen gerade noch nach weiteren Sponsoren, um zusätzliche Pakete vergeben zu können.“  

Birgit Weber hat ihres aber wie gesagt schon und sie freut sich auf die Zusammenarbeit in den Kindergärten. Denn sie will die Präsenz der Stuttgarter Verkehrswacht weiter ausbauen. Im Mai gab es für die SSB und die Verkehrswacht den „Mobil- und-Sicher-Preis in Gold“ für eine gemeinsame Aktion. Und an Ideen mangelt’s nicht. Denkbar wären beispielsweise Verkehrswochen und Verkehrssicherheitstage in den Kindergärten: „Wir helfen gerne, die zu planen und umzusetzen.“ „Wir natürlich auch“, sagt Christian Reher.

Autohaus Bauer | St. Franziskus-Kindergarten Gerlingen | 23. April 2013

Autohaus Bauer | St. Franziskus-Kindergarten Gerlingen | 23. April 2013

Verkehrssicherheitstag für den St. Franziskus-Kindergarten

Erfahrungen auf dem Bobbycar sorgen für bessere Verkehrsverhalten

Die „Gerlinger Kindergärten sind spitze, was die Verkehrserziehung der Kinder angeht“. Das Sonderlob von Bernhard Schäufele, dem Sonderbeauftragten der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für das Projekt „Safety Cars for Safety Kids“, hat damit zu tun, dass er jetzt schon das dritte Mal in Gerlingen ist, denn der St- Franziskus-Kindergarten ist der dritte Gerlinger Kindergarten, der ein Verkehrssicherheitspaket aus der Aktion erhält und es unter kräftiger Mithilfe des Elternbeirates auf dem Schulhof der Breitwiesenschule gleich ausprobiert. Claudia Haug ist vom Trubel begeistert: „Ich finde das als Mutter toll, was sich damit alles anfangen lässt. Das hätte ich nicht gedacht.“ Womit sie dann zusammen mit ihrem Mann Gerald auch gleich weiß, dass sie als Verantwortliche des Autohauses Bauer ein sehr sinnvolles Projekt unterstützt haben, wie Stefan Fritzsche, Amtsleiter des Amtes für Jugend, Familien und Senioren vor Kindern, Eltern und Erzieherinnen sagt. Der hatte Bernhard Schäufele letzten Juli nach einem interessanten Tag im Kindergarten Rosenstraße mit „Kommen Sie bald wieder“ verabschiedet. Und dafür haben die Haugs gesorgt.  

50 Kinder zwischen drei und sechs auf dem Weg vom Kindergarten St. Franziskus zur Breitwiesenschule. Das ist sozusagen gleich der erste Test der neuen Verkehrssicherheitsausstattung. Denn zum Paket gehört eine Komplettausrüstung mit Warnwesten in Kindergröße. Die Blauen, die Gelben, kurz alle vier Gruppen sind schon von Weitem deutlich zu erkennen: alle orange, in der Gruppe nicht zu übersehen. Erster Test bestanden.   Auf dem Schulhof warten die anderen Teile des Paketes auf den Praxiseinsatz: Fünf Bobbycars plus Verkehrszeichen und Ampeln, mit denen sich drinnen und draußen sicheres Verhalten im Verkehr üben lässt: Stefan Fritzsche kennt das schon, Maike Grommelt als Elternbeiratsvorsitzende, Pfarrer Alexander und die Eltern, die an diesem Nachmittag dabei sind, sehen begeisterte Kinder: Denen haben es natürlich vor allem die Bobbycars angetan.  

Die sind das Herz des Paketes. Denn über die Begeisterung der Kinder („Jetzt bin ich dran“) fließt Wissen über das richtige Verkehrsverhalten ganz spielerisch in den Kinderalltag ein. Das Kind am Bobbycar-Steuer entdeckt vor dem Zebrastreifen im Parcours die Entscheidungsfragen das Autofahrers: So hat es eine Möglichkeit zu lernen, was der Erwachsene als Autofahrer so denkt, während er auf einen Zebrastreifen zufährt. Bernhard Schäufele: „Wie ist denn das am Zebrastreifen? Muss ich da halten, wenn ein Kind da steht? Oder soll ich nicht noch schnell durchfahren? Seht Ihr, da geht es Euch dann wie Vati oder Mutti, Oma Opa, und allen Erwachsenen. Die sitzen auch in ihrem Auto, wollen irgendwohin und sind manchmal auch in Eile oder passen auch mal nicht richtig auf.“ Und das Kind am Zebrastreifen, das die Hand raushält, entdeckt, dass es gar nicht so einfach ist, das Verhalten des anderen einzuschätzen.  

Claudia Haug entdeckt derweil, dass sie die pädagogischen Möglichkeiten, die in so einem Bobbycar stecken, noch gar nicht so richtig erkannt hatte. Als sie und ihr Mann gefragt wurden, ob sie über ihr Autohaus die fünf Bobbycars im Verkehrssicherheitspaket übernehmen, war die Antwort klar: „Für Kinder kann man nicht genug tun“. Und da kommt es nicht darauf an, dass die Kinder den Zungenbrecher „Mitsubishi“ lernen, sondern dass die Aktion schon im Kindergarten ansetzt, während alle anderen sich auf die Schulkinder konzentrieren.  

Aber ohne die Haugs und ihre Kollegen geht es nicht: 18 Kindergärten wurden im Rahmen der Aktion 2012 mit den kleinen Verkehrsübungsplätzen ausgestattet. Rund 15.000 Euro haben Innung und die jeweils beteiligten Autohäuser insgesamt aufgebracht: „Die Innung alleine könnte das nicht finanzieren“, sagt Bernhard Schäufele. Mit dem Termin in Gerlingen läuft die Aktion für 2013 wieder an: „Wir freuen uns über jede Bewerbung.“ Infos: Telefon 0711 78 23 99 0 oder eine E-Mail an info@kfz-innung-stuttgart.de“.   Die 50 Kinder freuen sich auch, denn zum Verkehrssicherheitspaket gehört auch ein Verkehrssicherheitstag, den die Innung zusammen mit der Landesverkehrswacht veranstaltet, wenn sie in den Kindergarten kommt. Dazu gehören Freiluft-Spiele, wie ein Puzzle oder ein Verkehrszeichen-Memory. Dazu gehören aber auch Bernd, der Bär und ein Ei. Erich Klett, der mit seinem Team den Verkehrssicherheitstag moderiert, löst mit beidem Aha-Effekte aus. Bernd, der Bär saust im Kindersitz aber ohne Gurt vor den Kindern zum abrupten Stopp und fliegt sich überschlagend aus dem Sitz. Die Kinder lachen. Die Kinder grübeln: „Was wäre denn gewesen, wenn Ihr in dem Sitz gesessen hättet?“ Schlechte Karten für den Kopf. Genauso wie beim Test mit dem Ei: Kiara lässt es erst mit Helm auf den Boden fallen. Alles ganz. Dann ohne Helm, „alles kaputt“. „So säh‘ jetzt mein Kopf auch aus“, kräht’s von der Seite. „Genau“, sagt Erich Klett, „versprecht ihr mir, dass Ihr immer einen Helm tragt?“ „Jaaahhhhh“, schallt’s zurück. Die Kinder, weiß Kindergartenleiterin Monika Baier, „meinen das ernst.“ Die Lerneffekte des Nachmittags werden ganze Familien beschäftigen: „Die wenden das an, was sie gelernt haben und sagen den Eltern auch, wenn sie etwas nicht so machen.“ Da wirkt sich das Fahren mit Bobbycars auch auf Papas Fahrweise aus.

23. April 2013

VW-Zentrum Degerloch | Tageseinrichtung für Kinder Degerloch | 22. April 2013

VW-Zentrum Degerloch | Tageseinrichtung für Kinder Degerloch | 22. April 2013

Verkehrssicherheitstag in der Degerlocher Tageseinrichtung für Kinder

Auf dem Bobbycar erfahren, wie Erwachsene als Autofahrer so ticken

Los geht’s: Die Kindergärten in Stuttgart können in diesem Jahr wieder Verkehrssicherheitspakete von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart und einen Verkehrssicherheitstag in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht bekommen. Bär Bend und Bobbycars – eine Kombination, die die Kleinsten vor Unfällen schützen soll. Und die in den Kindergärten hochwillkommen ist: „Die Kinder“, sagt Leiterin Daniela Militzer in der Tageseinrichtung in der Felix-Dahn-Straße, „sind schon den ganzen Morgen aufgeregt, was da auf sie zukommt.“ 18 Kindergärten wurden im Rahmen der Aktion 2012 in der Region mit Sicherheitspaketen ausgestattet. 2013 sollen es wieder so viele werden: Rund 15.000 Euro investieren die Innung, vor allem aber deren Mitgliedsbetriebe in die Aktion. Denn jeder Kindergarten wird durch ein lokales Autohaus unterstützt. In Degerloch ist es das VW-Zentrum Degerloch. Acht Beetle-Bobbycars hat Hans-Jörg Beurer mitgebracht. Die Plastikautos sind das Herz des Verkehrssicherheitspaketes, denn mit ihrer Hilfe erfahren die Kinder, wie die Erwachsenen am Lenkrad ticken.  

an den Scheiben, Kinderaugen, die das Treiben draußen aufmerksam verfolgen: Ein bisschen ist für die 70 Kinder Ausnahmezustand. Wieso steht da ein Schlitten mit Kindersitz und Bär? Warum werden dort acht Bobbycars, Ampeln und Verkehrsschilder aufgebaut? Was macht der Zebrastreifen im Hof? Das Puzzle im Garten? Dann geht’s los: Hand in Hand nach draußen.   Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart für „Safety Cars for Safety Kids“, wie die Verkehrssicherheitsaktion heißt, klärt die Neugierigen auf: „Die Bobbycars, die Ampeln, die Verkehrsschilder sind für Euch“, die bleiben im Kindergarten, dienen als kleiner Verkehrsübungsplatz für drinnen und draußen, zum Üben des richtigen Umgangs mit Verkehr und den Erwachsenen hinterm Lenkrad: „Auf dem Bobbycar lernt ihr, wie das hinter dem Lenkrad ist“, wird auch Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold in die Kinderperspektive versetzt.

Denn das Kind an sich, weiß ja nicht, wie der Erwachsene tickt, was er als Autofahrer so denkt, ob er überhaupt denkt und wenn ja an was, während er auf einen Zebrastreifen zufährt. Schäufele „Wie ist das am Zebrastreifen? Muss ich halten, wenn ein Kind da steht? Oder soll ich noch schnell durchfahren? Seht Ihr, da geht es Euch dann wie Vati oder Mutti, Oma Opa, und allen Erwachsenen. Die sitzen auch in ihrem Auto, wollen irgendwohin und sind manchmal auch in Eile oder passen auch mal nicht richtig auf.“  

Die Kinder passen auf. Die wissen auch schon eine ganze Menge. Beispielweise, dass der Helm auf den Kopf gehört, wenn der Mensch per Rad, Roller, Inlineskates oder was auch immer auf die Straße geht: „Mach‘ ich immer“, kräht’s im Chor auf die Frage von Erich Klett von der Verkehrswacht als der den Verkehrssicherheitstag einleitet, der mit Spielen und Vorführungen den Vormittag im Kindergarten jetzt zum Ereignis macht: „I net“, ist ein Dreikäsehoch von links leise zu vernehmen: Na ja, dafür ist der Tag ja da, alle zu überzeugen. Beispielsweise mit dem Ei-Test. Anna lässt ein Ei mit Helm fallen. Dem Ei geht’s gut. Anna lässt das Ei ohne Helm fallen. Mit dem Ei ist’s vorbei. Ei wie, so ein Helm ist schon wichtig. Die Kinder sehen‘s und verstehen’s.  

Das gilt auch für Bernd, den Bär, und seinen Salto. Dafür hat Erich Klett einen spezielle Konstruktion dabei, auf der ein Kindersitz abwärts saust und abrupt gebremst wird: Angeschnallt passiert nichts, unangeschnallt macht der Bär unter großem Hallo der Kinder einen Salto. Dem Hallo folgt die Überlegung, was wäre, wenn ich das wäre? Dann der Aha-Effekt und dann ist das Ziel erreicht: Was fürs Leben gelernt. Buchstäblich.  

So ist das auch mit all den anderen Spielen im Garten, die für einen spannenden Vormittag sorgen und natürlich den acht Bobbycars, die bei den Kindern der Renner sind. Die Degerlocher Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold findet die Idee gut. Sie freut sich über das Engagement des VW-Zentrums, die Zusatzausstattung für den Kindergarten und darüber, „dass damit die Verkehrssicherheitsarbeit des Teams belohnt wird.“ Und die Eigeninitiative, denn Leiterin Daniela Militzer findet nicht nur die Aktion der Innung gut, sie hat auch den Schritt gemacht, sich für ihre Einrichtung um so ein Verkehrssicherheitspaket zu bewerben.  

Bernd den Bär, Bernhard Schäufele und Erich Klett ins Haus zu bekommen, ist für alle Stuttgarter Kindergärten möglich: „Wenn Kindern und Erzieherinnen die Idee mit dem kleinen Verkehrsübungsplatz gefällt, können sie ihre Kolleginnen fragen, die schon eine haben und sich bei der Innung für eine solche Ausstattung bewerben. Telefon 0711 78 23 99 0 oder eine E-Mail an info@kfz-innung-stuttgart.de“, sagt Bernhard Schäufele, der das Weitere dann in die Hand nimmt: „Wir freuen uns über jede Bewerbung.“ Denn nach oben ist die Zahl der Verkehrssicherheitspakete offen, die pro Stück um die 500 Euro wert sind. Was daran liegt, dass sich die Autohäuser in der Innung für dieses Projekt engagieren. Bernhard Schäufele: „Ohne unsere Sponsoren ginge das nicht.“

22. April 2013

Autohaus Unrath | Schnaiter Kindergärten | 27. Juni 2012

Autohaus Unrath | Schnaiter Kindergärten | 27. Juni 2012

Mit Bobby-Cars in der Arche Noah sicheres Verkehrsverhalten üben

Was machen Bobby-Cars in der Arche Noah? Sie sorgen für mehr Sicherheit. Verkehrssicherheit Und nicht nur da und nicht nur allein: Denn die Schnaiter haben jetzt allen anderen Kindergärten in Weinstadt etwas voraus: Kleine Verkehrsübungsplätze mit Autos, Verkehrszeichen und Ampeln mit denen sich drinnen und draußen sicheres Verhalten im Verkehr üben lässt, plus je eine Komplettausstattung an Warnwesten. Alles zusammen Lohn für die bisherige Arbeit in Sachen Verkehrserziehung der Kleinsten und Unterstützung für die weitere Arbeit, sagt Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung für die Aktion Verkehrssichere Kinder. OB Jürgen Oswald freute sich herzlich über die Zusatzausstattung im Wert von rund 3.000 Euro und übte flugs mit den Kleinen: „Wie sagt man da?“ Danke, Kraftfahrzeuginnung und Danke Autohaus Unrath.“  

Schnait, 14 Uhr, auf dem Parkplatz bei der Grundschule ist Verkehrssicherheitstag: 77 Kinder vom Kindergarten Arche Noah, dem Kinderhaus Lessingstraße und dem Kindergarten Beethovenstraße sind da. Der Verkehrssicherheitstag gehört auch dazu, wenn die Innung einen, beziehungsweise in diesem Fall drei Kindergärten für ihre Verkehrsicherheitsarbeit auszeichnet. „Denn Urkunden verteilen kann jeder“, sagt Bernhard Schäufele: „Wir wollen handfeste Unterstützung leisten.“   Deswegen sind auf dem Grundschulhof Spiele aufgebaut, wartet Bernd, der Bär und vor allem, wird die Sache mit den Bobby-Cars gleich in der Praxis getestet. Mit denen hat es folgende Bewandtnis: Am besten lernt der Mensch, was er erfährt. Damit der kleine Mensch erfährt, wie’s ist, wenn er fährt, fährt er auf dem Bobby-Car auf einen Zebrastreifen zu: „Auf was müssen Papa und Oma jetzt aufpassen?“ (Schäufele: „Richtig, anhalten – aber wenn das Bobby-Car doch gerade so schön fährt.“  

Selber mal ausprobieren – die Idee steckt hinter allen Dingen, die Bernd Schäufele dabei hat: Schilder, Ampeln, Auto, draußen, aber an Regentagen auch drinnen zu verwenden, ein paar Kreidestriche auf den Boden und Anita Zur, Christina Feuerpeil oder Waltraud Ade-Reichert können mit ihren Teams „Zebrastreifen und Autofahrer“ spielen lassen. Grad so, wie beim ersten test auf dem Schulhof.   In Weinstadt ist and diesem Nachmittag das Besondere, dass gleich drei Kindergärten auf einmal ausgezeichnet werden und alles gleich live ausprobieren. Das gab’s in der regionsweiten Aktion bisher nicht. Hier kommt Hermann Unrath vom gleichnamigen Schnaiter Autohaus mit seinen Töchtern ins Spiel: „Für uns war das überhaupt keine Frage, dass wir da dabei sind“, war seine Reaktion, als die Aktion bei einer Innungsversammlung vorgestellt wurde. Deswegen stammen alle 15 Bobby-Cars aus seinem Haus.   Deswegen haben jetzt alle Schnaiter Kindergärten als erste in Weinstadt die Komplettausstattung, wobei die drei Pakete zusammen insgesamt einen Wert von über 3.000 Euro darstellen. Und deswegen war nicht nur OB Jürgen Oswald bei der Übergabe und dem ersten Praxistest dabei, sondern auch Bernd, der Bär. Der gehört zu Erich Klett von der Kreisverkehrswacht und der wiederum moderiert den Verkehrssicherheitstag, den die Verkehrswacht allen Kindergärten anbietet. Für ausgezeichnete Kindergärten wie in Schnait ist er inklusive.  

Auch dieses Spielangebot fällt unters Stichwort „spielerisch Erkenntnisse“ sammeln. Dazu dient zum Beispiel auch das Ei mit Helm. Joel, aus der Kinderschar als Assistent ausgewählt, lässt es fallen: Nix passiert, Ei ist ganz als es aus dem Helm geschält wird. Jetzt ohne Helm: Platsch, aus der Schale quillt das Eigelb. „Ihr seht“, so ein Helm schützt, sagt Erich Klett (und meint dabei auch die Eltern).   Und Bernd, der Bär? Der fährt zweimal auf seinem Schlitten abwärts („sechs, sieben Stundenkilometer“). Versuch eins, angeschnallt, nix passiert. Versuch zwei, ohne Gurt, Bernd macht einen Salto nach vorne, knallt auf den Boden. „Ihr seht, was passiert, wenn ihr nicht angeschnallt seid. Also wenn’s Mama, Papa oder Oma vergessen, sagt anschnallen.“ Der Dreikäsehoch vor ihm sieht das anders: „Ich schnall’ mich immer selber an.“ Na ja, auch gut, denn auch so wird kein Bernd draus.

 
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